Ausgabe 
31.1.1902 Zweites Blatt
 
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Bekanntmachung.

In das hiesige Handelsregister wurde bezüglich der FirmaOtto Scheel" zu Gießen eingetragen: Die Firma ist ohne Passiva auf die Ehefrau Marie Scheel, geb. Bob, übergegangen. Dein bisherigen Inhaber Otto Scheel ist! Prokura erteilt.

Gießen, den 25. Januar 1902. 941

Grobherzogliches Amtsgericht.

Holz-Versteigerung

in der Fürstlichen Köersörsterei Lich.

Es sollen versteigert werden:

Montag <j. n IO. Februar, vormittags 9Ve Uhr, im Distrikt Karv und in den <Ha danlagen:

Buchen: 130 rm Scheuer, 30 rm Knüppel, 104 rm Stöcke, 1800 Wellen; Eichen: 21 rm Scheiter, 58 im Knüppel, 100 rm Stöcke, 1700 Wellen. 2 Stück Eichen--Schnittholz 2,03 fm; 6 Kiefern 2,54 fm.

In der Karda- lagt: 4 rm Linde-Rundscheit, 2 rm Buchen- Knüppel, 19 rm Weichholz-Knüppel, 2 rm Buchen-Stöcke, 13 >rn Weichholz-Stöcke, 600 Weichholz-Wellen. Ferner: 3 Linden-Ab- schnitte 1,01 fm, 4 Akazien 1,05 fm, 1 Ulme 0,06 fm, 25 Eschen 5,66 fm, 38 2lhorn 5,14 fm.

Zusammenkunft auf dem Wege von Lich nach Birklar über die Hard, beim Ausgang aus dem Walde, teilte, die über Köln- hausen kommen, gehen am besten den stracken chaussierten Weg über die Hard bis ebenfalls zum Ausgang nach Birklar hin. Leute, die von Muschenhenn kominen, gehen am besten am östlichen Waldrand der fürstlichen Hard entlang, bis sie den Weg von Lich nach Birklar treff em

Dienntfig den 11. Februar, vormittags 9% Uhr, im Distrikt Zueilbach:

Buchen: 500 rm Scheiter, 150 rm Knüppel, 200 rm Stöcke, 5600 Wellen; Eichen: 2,8 >rn Scheiter, 29 rm Knüppel, 30 rm Stocke, 460 Wellen; Nadelholz: 2 rm Knüppel, 19 rm Stöcke, 380 Wellen; 1 rm Elsbecr-Knüppel; 1800 Weichholz-Wellen.

3 Stück Eichen-Schnittholz 3,20 im; 9 Stück Buchen- Schnittholz (4564 cm Durch.) = 12,91 fm.

Tie Zusarnmenkunft ist auf der Chaussee Lick)Hattenrod, dort, wo sie voin Weg von Burkhardsfelden nach Rieder-Bessingen ge­schnitten wird.

Lich, den 30. Januar 1902. 938

Fürstliche Oberförsterei.

KliMMM «Sich».

Mittwoch den 5. Februar 1902, abends J/29 Uhr, im Vereinslokal (Feidel).

Tages-Ordnung: Kassenbericht. Bericht des Schrift­führers. Wahl einer Kassenprüfungskommission. Genehmigung der Voranschlags für 1902. Vorsrandswahl.

945 Der Vorstand.

zur

Frankfurt a. 11., 31

102.90

102.10

91.30

101.65

91.30

100.10

109.20

44.20

3Vt% 50/ 3V,% b°/o

101.10

41.95

27.15

3* 2% Heesen . .

3% Hessen . . .

4% Oesterr. Go'drcnte

2J/0 Mexikaner 4*/2 /, Chinesen . Electric, bei uckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstadt- r Bank Dresd n^r Bank .

Ber iner Handelsges Oesterr Staatobahn Lombarden . . Gottbar ibabn . . Laura ütte . , . Bochum .... Harpener . . .

. 212.40* . 189.10? . 131.90- . 139.10;

. 150.70:

. 144 60

. 20.40

. 169.70-

. 200.75- . 189.501 . 1684)0-

Reichsanleihe do.

Konsole . do . .

Januar.

. . 26.90

. . 89.35

. . 124.90

Arbeiterbewegung.

Mailand, 30.Jan. Infolge Streikes der Appreteure der Seidenfabriken rnEoma mußt einige Seidenfabrcken

4% Ungar. Goldrente . , 4»/ Italien Rente . . , 4* 2% Portugiesen . .

0/ Portugiesen . . .

1% C. Türken . . . Türkenlose . . . . .

4% Griech. Monopo I-Anl 4/j% äussere Argentiner

miiilirn y ndjridjtrn.

Gestorbene: Frau Betty Rothschild, geb. Hornberger, in Offenbach a. Al. Frau Tilla Philippi, geb. Sommerlad, in Budes- Heun. Heinr. Konrad Alt, Gemeinde- und Ktrck)enrechner, sowie Großh. Umererheber, in Nieder-Florstadt.

Sonntag den 2. Februar.

Sexagesima. --- Alariä Lichtmeß.

Vormittags von 6/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

w um 7 Uhr: Die erste heil. 2)ie|je, vor und in derselben Austeilung der heil. Kom­munion.

, r 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 6 Uhr: Ehristenlehre; darauf Muttergottes- AndachL

Montag den 3. Februar, am Feste deS hl. Bischofs und Märtyrers Blasius, wird der St. Blajiussegen erteilt um 7'/2, 8 und 11 Uhr vormittags und um 5 Uhr nachmittags.

' Theater, Kunst und Wissenschaft.

Tie Tcgeruseer" absolvieren zurzeit eine Gastspicltour in der Schweiz. Der Jmpressario Schürmann bat das Ensemble für eine längere Gastspicltour nach Lolland und Belgien gewonnen.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Frankfurt a. M., 31. Jan. Der Zug Nr. 58, von Heidelberg kommend, üb er fuhr heute vormittag zwischen rouisa und Frankfurt die beiden Streckenarbeiter Benz aus Egelsbach und Dernberg aus Laugen. Beide waren sofort tot.

London, 31. Jan. TerStandard" meldet aus Pretoria vom 30. ds.: Eine Abteilung des Oberst Wilson in Stärke von 400 Mann ist kaum dem Schicksal entgangen, von einer überlegenen Burcnabte.lung am Wilgeriver abgeschnitten zu werden. Als sie vor Tagesanbruch dort emtraf, wurden 200 Mann durch eine dort befindliche Furt gesandt, nm eine kleine Abteilung des Feindes zu vernichten. Als bei Tages­anbruch einige Buren gefangen genommen worden waren, wurde die englische Vorhut Plötzlich von allen Seiten vom Feinde, der 900 Mann stark war, umringt. Es gelang ihr, fich nach der Furt durchzuschlagen. Als sie diese passieren wollte, fand sie sich abgeschnitten. Es gelang ihr nur durch einen Vorstoß, sich mit der Hauptabteilung wieder zu vereinigen. Tie ganze Abteilung zog fich hierauf, von Hügel zu Hügel fechtend, auf Frankfort zurück.

London, 31. Jan. TerTaily Telegraph" hort, der all- gemeinen Tendenz nach trage die Antwort Lansdownes auf die Mitteilung der niederländischen Regierung die Form einer sehr höflichen Versicherung, daß der Mangel jeder Vollmacht b efer Regierung, namens der Buren im Felde oder der Delegierten in Europa zu sprechen, und das Fehlen aller greifbaren Vor- schläge die Mitteilung praktisch unverwertbar mache.

London, 31. Jan. DerTaily Telegraph" meldet aus Ermelo vom 27. Jan.: General Bruce Hamilton eroberte am 27. Januar ein Burenlager und machte über 70 Gefangene. Wie dieTimes" aus Schanghai vom 30. Januar meldet teilt der Taotai der Bankenkommisfion mit, daß am 31. Januar die erste monatliche Rate der von Eyina zu erlegenden Ent- sch ädigun gssumme von 1820 000 Taels ausbezahlt werden soll. Gestern lameu hier 78 Pockenfälle vor.

Haag, 31. Jan. Ter Friedens-Vermittelungs- Vorschlag der holländischen Regierung erfolgte, wie verlautet, aus eigenste Initiative der Königin Wilhelmine, die unbedingt den Burenkrieg bee-det sehen will. Krüger wei ert sich noch immer, die holländische Regierung formell mit der Fliedensmission zu betrauen.

Paris, 31. Jan. Die konservativen Blätter veröffentlichen einen von 16 Damen der Aristokratie unterzeichneten Auf- ruf, in dem es heißt: Angesichts der Kr.se, die Frankreich durch- mache, der bedrohten mateiiellen und moralischen Jntereffen drs Landes, der vernichteten Freiheit und der wachsenden Gefahr des Sozialismus teilen wir unseren Freundinnen, die den Ernst der Lage verstehen, mit, daß wir beschloßen haben, vorläufig alle überflüssigen Ausgaben zu vermeiden und unsere Lieferanten über die Grüuoe unseres Vorgehens aufzuklären, damit sie bei den nächsten Kammeiwahlcu mit ihren Stimmen zum gemeinsamen Werk der Rettung Frankreichs beitragen. Der Aufruf erklärt zum Schluß, daß die auf diese Weise ersparten Summen dem Wahlfonds sür antiministerlelle Maudatsbewerber zugewendet werden sollen.

Berlin, 31. Jan. In der gestrigen Stadtverordneten- Sitzung verursachte der Antrag Kreitling ein-e lebhafte Debatte, wonach der Magistrat um Aufklärung gebeten wird, ob ihm bekannt sei, daß in der Aula des Falk- Real-Gymnasiums regelmäßig Versammlungen statt­finden, welche den Zweck haben, für die sogenannte meta­physische Heilmethode nach dem System der Ame­rikanerin Eddy Propaganda zu machen. Der Antrag­steller sprach seine höchste Verwunderung darüber aus, daß in der jetzigen Zeit ein solcher Unfug wie das Gesund- bet en auftauchen könnte, und zwar noch in einem städti­schen Schulhause. In Zukunft sollte ein solcher Unfug nicht mehr geduldet werden. Die Schulen seien da um

4' ,% Oesterr. bilberrente 101.10

" " 101.25

ihren Betrieb vollständig e i n st e l l e n. Es steht ein allge­meiner Streik auch der Seidenweber bevor.

Kandel und Verkehr. Mkswirtschast.

Fricdensgerichtc. Tie Hoffnungen aus eine baldige Be­endigung des Krieges haben nunmehr endlich eine festere Gestalt angenommen und die Börse ist bereits so voll von Friedenszuver- sichl als wenn der Fricdensschluß schon, unmittelbar vor der --.hur stände. Tie natürliche nächste Folge war, daß die Kurie der Ntmenaktien weiter heraufgesetzt wurden. Welch gefährlicher Art dies Beginnen ist, das haben wir erst vor ein paar .tagen an dieser Stelle auseinandergesetzt und dem Neues eigentlich nichts binuwifüqen. Wird der wilden Spekulation auf diesem Gebiete freier Spielraum gelassen, so ist auf einen Krach früher oder später mit aller Sicherheit zu rechnen. Daß in Deutschland sehr viel Minenaktien cirkulieren, hat sich bei der letzten Ulttmoregulierung in London gezeigt. Kommt der Friede endlich zustande, so wird er, von allein anderen abgesehen, auch von den deutschen Geschästs- leuten und besonders auch von der deutschen Industrie nur freudig begrüßt werden.

Deutsche Gesellschaft für elektrische Unternehmungen tu Frankfurt a.M. Das Jahresergebnis weist einen Reingewinn von nur Alk. 512 402 auf gegen Mk. 1 151138 im Vorjahre, aus welchem 3 Prozent Dividende auf das ganze Kapital von Mk. 15 Mill, gegen 6'/, Prozent auf 13,8 Millionen in Vorschlag gebracht werden sollen. r. r

verein deutscher Eisengießereien. In einer kürzlich stattgehabten Sitzung kamen die Mitglieder zu der Ueberzeugung, daß die Marktlage keinerlei Veranlassung zu einer Aenderung der Preisliste bietet. Es wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, an den bisherigen Preisen fest zu halten.

Gladbacher Spinnerei und Weberei. Das abgelausene Geschäftsjahr ergab einen Verlust von 106 384 All, der aus den Reserven gedeckt ist. Abschreibungen sind diesmal nicht vorge­nommen worden.

Zum Konkurse der Leipziger Bank melden dieLpzg. jJL Nachr.", daß die Nachricht, es werde den Monat Mai euie zweite Abschlagszahlung zur Verteilung gelange verfrüht ist.

Koukuroeröffüung. Herni. Beltz zu Oberau (Amts­gericht Altenstadt.)

Tabakgeschäft. In den Gemeinden des Amtsbezirks Germersheim wurden im Jahre 1901 insgesamt 49146 Eeutner Tabak verkauft und hierfür der Betrag von 1204 791 Mk. ver­einnahmt.

Deutsche Buchhändler-Bank. Zum Zwecke der Er­richtung einer großen nationalen deutschen Buchhändler-Bairk in Leipzig schweben gegenwärtig Verhandlungen. Als Grundkapital sind 10, resp. 20 Mill. Alt. in Aussicht genommen.

Mannheim, 30. Jan. Der wirtschaftliche Niedergang wäh­rend der letzten Zeit machte sich sehr fühlbar im Absatz von E i - g a r r e n geltend, sodaß die Hersteller über schleppendes Verkaufs- geschast seist- zu klagen haben. Hauptsächlich wurden bessere Sorten davon betroffen, während billigere Sorten verhältnismäßig weniger zu leiden halten. Der Bedarf an Tabaken hat jedoch abgenommen, weil die Herstellung von Eigarren eingeschränkt wurde. Der s ü d- w e st deutsche Tabak markt trug aber trotzdem feste Hal­tung zur Schau, wozu natürlich das schwache Angebot wesentlich beitrug. Tw Nachfrage nach alten Tabaken setzte sich in bis­heriger Weise fort, ohne daß es jedoch zu größeren Abschlüssen kommen konnte, weil freie Vorräte in der begehrten besseren Ware nur spärlich am Markte noch sich befinden. Steven Einlagen besteht auch gute Nachfrage nach Umblatttabafen. Der Einkauf 1901er Tabake bei rheinpfälzischen Pflanzern nahm in den letzten Tagen ruhigen Fortgang. Die zu hohen Forderungen der Eigner er­schwerten den Absatz ungemein. In Barbelroth tarnen ansehnliche Posten zu Alk. 27 die 50 Kilo zum Verkauf. In Bellheim fanden weitere Posten Absatz; daselbst befinden sich jetzt nur noch eine kleinere unverkaufte Menge. Die letzten angelegten Preise schwankten zwischen Alk. 26 und 29.50. In Herxheim kamen mehrere Partieen zu durchschnittlich Mk. 24 der Gentner zum Verkauf. Die Abliefe­rungen rheinpfälzischer Tabake an die verschiedenen Käufer sind noch immer im Gange. Steinweiler lieferte schon insgesamt etwa 70 000 Kilo Haupttabake, 15000 Kilo Sandblätter und 3500 Kilo Grumpen ab und erlöste für den Tabak 25 Mk. Sandblatt 22 Mk. und für Grumpen 14 Alk., zusammen rund 47 000 Mk. Die 1901er Tabake haben die erste Fermentation teilweise beendigt und dabei gut sich entwickelt. Im Handel konnte aber bis jetzt noch fein rechter Verkehr stattfinden. Einige Posten 1901er Tabake in geringerer Ware erzielten Preise von Anfang der 30 Mk., bessere Sachen bis zu 48 Mk. die 50 Kilo. Der Rippenhandel zeigte ein unverändertes Bild. Lose feine Rippen bedangen durchschnitt­lich 8,75 Alk., gebündelte Sachen 10,25 bis 11,50 Alk.; pfälzer lose Rippen waren gänzlich unbeachtet.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dteser Rubrik stehender Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, den 31. Januar.

_ Gestatten eie, daß ich nochmals auf den so schön verlaufenen Festabend des Ersenbahn-Vereins zurückkomme. Ich mochte in älejug auf die Zusammenstellung des Programms vor allem der glücklichen Idee gedenken, an Stelle der sonst bei derartigen Ver­anstaltungen fa|t unvermeidlichen Kouplets bessere Musik zu setzen. Die rührige Leiturig des Vereins hatte auf Anregung des öerrn Zinth das Kunstlerpaar Hüttenberger aus Homburg v. d. H. ge­wonnen. Wie glücklich der Gedanke ivar, bewies die gespannte Aufmerksamkeit, mit der die Anwesenden den Vorträgen lauschten; es sei deswegen auch zunächst Herr-n Zinth dem Vater des Ge­dankens die gebührende Anerkennung gezollt, um ihn zu ähnlichen Unternehmungen bei paffender Gelegenheit aufzumuntern.

Kinzenbach, den 29. Januar.

Bei der am Sonntag hier erfolgten Bestattung eines Veteranen Nel es allgemein auf, daß nur zwei der hiesigen Veteranen dem verdlicheiien Kameraden das letzte Geleit gaben, obgleich ber Ver­storbene sich bei Lebzeiten stets an den Leichenbegängnissen dahin- geschledener Veteranen beteiligt hatte.

Bildung zu verbreiten, aber nicht um dem Aberglaube»- Vorschub zu leisten.

London, BL Jan. DieTimes" sagt zu der Note der holländischen Regierung: Wenn der Zweck der holländischen Regierung der gernejen wäre, von sich!, reden zu machen und Ausregung unter den Börsenspeku-^ lauten hervorzurufen, kann sie sich rühmen, großen Erfolg' davongetragen zu haben. Aber wenn sie etwas anderes suchte, ist sie jedenfalls einem Mißerfolge entgegen gegangen, den sie übrigens voraus,ehen mußte.

Laibach, 31. Jan. Gestern vormittag 3 Uhr 9 Min.^ zeigten alle Instrumente der hiesigen Erdbebenwarte ein starkes Erdbeben an.

London, 31. can. Balfour dementierte gestern im: Unterhause als eine Erfindung die von derDaily Mail" verbreitete Meldung bezüglich der Entsendung, einer holländischen Kommission nach Süd" a s r i k a.

B r ü s s e l, 31. Jan. Einer Unterredung mit Dr. Leyds ist zu entnehmen: Die V e r z i ch t l e i st u n g a u f d i e a b- solute Una bhängigkeit der Buren ist keines» falls als Vorbedingung der Einleitung eventueller Verhandlungen ausgestellt worden. Diese Forderung' würde die Aussicht auf Beilegung des Konfliktes zerstören. Die Frage des Maßes der Unabhängikeit gehöre nicht zu den Vorverhandlungen. Bis zur Ausrottung der Rasse sei mV) ein weiter Schritt. Nie sei die Sage für die Buren günstiger und hoffnungsvoller gewesen. Alle Welt begehe einen großen Irrtum, wenn man aus der angeblich bedrängten Lage der Buren deren Friedenswünsche her-, leite. Man wiederholt die Behauptung, daß andere^ Regierungen den holländischen Vorschlag unterstützen, der das Londoner Kabinett keineswegs, unvorbereitet traf. Man weiß im Londoner Amt, so lautet eine andere Information, dem Ministerium Kuyper großen^ Dank, daß es alles ausbot, die permanente Kommission des tzaager Schiedsgerichts zur Inkompetenz-Erklärung zu bewegen, obwohl seitens zweier Großmächte gegenteilige; Gutachten Vorlagen. Dr. Kuyper unternahm seine £oiu doner Reise im vollen Bewußts ein eines sehr« freundlichen Empfanges. Seine Aufgabe ist aller«,! Dingd noch lange nicht beendet. Jetzt handle es sich zu-i nächst darum, Krüger und Dr. Leyds zum zeitweiligen^ Verzicht aus jede Einmischung, besonders aber auf jede Agitation in der Presse unb in Versammlungen, zu' veranlassen. 9hir unter dieser Vorbedingung wäre ein Waffenstillstand und ber Empjang einer holländischen Kom- misfton in Kitcheners Hauptquartier erreichbar.

im Ronfirmaubenfaale der Johanneskirche.

Pfarrer Euler.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 1. Februar.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beicht.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Sexagefirnä, den 2. Februar.

G v t t e s d i e n st.

In der Ltadttirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormütags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marknsgemeinde.

Pfarrer Dr. Green.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Abends 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Nlarkusgemcmde im unteren Roniirmanbcnjaalc, Krrch- praße 9.

Donnerstag den 6. Februar, abends 8 Uhr, im unteren Konfirmattdensaal (Kirchstraße 9): Bibel stunde. Jac. 5, 1320.

Pfarrer Dr. G re irr.

In der Johauucskirchc.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Ente r.

Vormittags 11 Uhr: Kmdcrgoltesdienst für die Lnkasgemeinde.

Pst.rrer Guter.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Nauman n.

Beichte und heiliges A b e n d in a h 1 für die Lukas- und dieJohannesgemelnde im Abendgottesdiensl. An­meldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

At o n t a g, den 3. Febriiar, abeiids 8 Uhr, B i b e l ft u n b e

fwnrtML % hatte seinem Gegner außerdem 20 Mk. unter- TSTa a e iu Tas Urteil lautete auf Freisprechung hinsichtlich der Öerauslorderung, dagege.i wurde I. wegen Unterschlagung zu nx qiif rßpibftrafe verurteilt. , . _ .

* Karlsruhe, 30. Jan. Ter aus Reinsheim gebürtige ^uhr-

Marl Herberger, ein ehemaliger Frembenlegionar m der im Mai 1901 im Neckaraner Wald bei Dtannhenn den StrheV (ridiel5bcrger von Markirch ermordet und am 25. August bei Bruchsal den Bierbrauer kleiner von Luxemburg t o t - e f cb offen hat, wurde soeben vom hiesigen Schwurgericht nach Zweitägiger Ver Handlung^ um Todeverurte.lt.

Pnivtrlltäts-Pachrichteii.

Ter bisherige Tivisionspfarrer der 28. Tivision Lic. <heol «ad Bornhäuser zu Rastattist zum ai.ßerordentlichen Pro- feffor in ber theologischen Fakultät der Unioersität Greifswald ernannt,worben. philosophische Fakultät der hiesigen

Universität hat beichloffen, den E r z h e r z o g R a i n e r m Aner- feimuna feiner befondern durch Ankauf und Herausgabe des Pa- vvrus Rainer erworbenen Verdienste um die Wissenschaft zur ^eier einer goldenen Hochzeit die Würde eines D o k t o r s d e r P h . I o ophie honoris causa zu verleihen. Ter akademilche 'Senat leftätigte den Beschluß.

Tendenz: fest.

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Telephonischer Kursbericht.