Ausgabe 
30.10.1902 Zweites Blatt
 
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Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtige« Hal eL gefallen, unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter

Fra« Bürgermeister

Vogel Wwe.

«ach längerem Leiden durch einen sanften Tod im Aller von 71 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen.

Die trauernden Hinterbliebene«.

Staufenberg, WaldüloerSheim und Sichertshausen,

den 29. Oktober 1902. 7636

Die Beerdigung findet Freitag den 81. d. Mts, nachmittags 2 Uhr, statt.

Bekanntmachung.

Aus der Friedrich Bücktnylchen Stiftung sind für das Jahr 1902 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familieu- häupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen von je 100 Mk. au vergeben. Bewerbungen haben bis zum 30. November l. I. bei der unterzeichneten Behörde, Zlnuner 9tr. 4, zu geschehen.

Gießen, de» 26. Oktober 1902. 7688

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Stadt. Schlachthaus.

Freibank.

Heute und morgen:

Kly'ellllkijq äö M KMrisch 50 Pf-.

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Gestern abend 8/tll Uhr verschied meine liebe Frau, unsere gute Schwester und Tante

fron Amanda Dachin im 32. Lebensjahre.

Namens der ttauernden Hinterbliebenen:

Leonhard Dörflern.

Gießen, den 29. Oktober 1902.

Die Beerdigung findet Samstag den 1. November, nachmittags l/.3 Uhr, vom Slerbehause, Rodheimer- srraße 86, aus statt. 7646

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unseres lieben Gatten und Vaters, 7640

Herrn Karl Kranz besonders dem GesangoeremHarmonie" und für die zahlreichen Blumenjpenden sagen wir wärmsten Dank.

Die trauernden Hinterbltcdeueu.

», ' 4 SV:

Bekanntmachung,

die Feldberciutguug tu der Gemarkung Giegeu ltukS der Lahn betreffend.

Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. BereinigungS- lommissärS zu Friedberg bringen wir hiermit zur Kenntnis der beledigten Grundbesitzer.

Güßen, den 27. Oktober 1902. 7689

Großherzogtuye Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Betreffenb: Feldbereinlgnng in der Gemarkung Gießen links der Lahn.

Aus Grund deS Art. 19 des FeldbereinigungSaesetzeS vom SS. September 1887 fordere ich hiermit die beteiligten Grundbesitzer auf, die Einträge der Eigentums- und der sonstigen Rechtsverhält­nisse in den öffentlichen Büchern, insoweit dieselben den bestehenden VerbSlMiffen nicht mehr entfvrechen, innerhalb einer Frist von 3 Monaten bei dem Großh. Amtsgericht Gießen berichtigen oder ergänzen zu laffen, damit die bestehenden Rechtsverhältnisse beim Bereinigungsverfahren berücksichtigt werden können.

Die Aufforderung ergeht:

L an diejenigen, welche Grundstücke im Bereinigungsbezirk er­worben, aber chren Eintrag im Grund- oder Flurbuch bzw. im Mutationsverzeichnis noch nicht erwirkt haben, um die Errichtimg und Jngroffatwn ihrer ErwerbStitel oder die Berichtigung irriger Einträge zu erwirken;

2. an diejenigen, welche zwar im Grundbuche stehen, aber weil sie schon vor Einführung des Gesetzes vom 2L Februar 1852 eingetragen waren, ohne Beisilgung deS Erwerbstitels, im letzteren nach Maßgabe des Art. 28 des Gesetzes vom 2L Feor. 1852 ein tragen au laffen, indem sonst, abgesehen von dem Hindernisse bei der Feldbereinigung, demnächst nur eine Bescheinigung deS Besitzstandes statt einer Eigenlumsurkmrde ausgestellt werden wird;

8. an diejenigen, welche an ein auf fremden Namen im Grund­buch eingetragenes Grundstück einen BmdikattonS- oder einen unter aeroifien Umständen zu realisierenden An- und Rück- fallsanspruch wegen eines vor Einführung deS Gesetzes vom 21. Februar 1852 vertragsmäßig genrachten EigentumSvor- behaltS oder wegen emer bei der Veräußerung beigefügten auflöfenden Bedingung eines Endtermins oder einer Zweck- beftünmung zu bilden haben, ohne diesen Anspruch durch den Vermerk Jtreüig" oder ,beschränkt" im Grundbuch ge­sichert zu haben, sowie an diejenigen, welche unter Nach- weiS ba: gesetzlichen Voraussetzungen die Bemerkungge­hemmt" wollen emtrogen lassen;

4. an die Obereigentümer und Fideikommißberechtigten, welche chre HetmsallS- und Successionsrechte nicht durch Einttag der LehenS-, Erb- und Landsiedel-, Leih- oder Fidelkommiß- gualität eines Grundstücks im Grundbuch haben emtrogen lassen, um chre Rechte, soweit dies nach Art. 37 und 38 des Gesetzes vom 2L Februar 1852 noch zulässig ist, im Grund­buch emtrogen zu lassen;

5. an diejenigen, welche Pfandrechte, EigenttimSvordehalte, RevokationS-, Refolutions- oder NichtigkettS-, SeparalwnS- oder andere SicherhettSrechte, die weder im Hypotheken- noch im Grundbilch gewahrt sind, an jur Bereinigung be­stimmten Grundstücken geltend machen können, um unter Vorlage der detteffenden Urkunden und genauer Bezeichnung der Forderung und beteiligen Grundstücke, ivelche zur Sicherhett dienen, die Einträge in den öffentlichen Büchern zu erwirken;

6. an diejenigen, welche Realservituten, die nicht durch die bei der Bereinigung vorztinehmende neue Weg- und WäfferungS- teguhenmg erlöschen, sondern noch nach derselben geltend zu machen sind, z. B. Weg- und Wafferleitunggerechtigkeiten au Gunsten von Grundstücken, die nicht in die Beremigung fallen, Lehm-, Thon-, Sandgrube- oder Kellerberechtigungen auf zur Bereinigung gehörigem Gelände anzusprechen haben, ferner an die, welche solche Grundstücke zu lebenslänglicher Nutznießung, zur Benutzung als Brautgabe bis zur ge­schwisterlichen Teilung, zur Sicherung einer lebenslänglichen Leibulchts- oder Auszugsberechtigung anzusprechen haben;

7. an diejenigen, auf deren Grundstücken in den öffentlichen Büchern solche Rechte etngettagen sind, welche sie für er­loschen halten, aber noch nicht haben löschen lassen, um diese Löschung unter Dottage der nötigen Beweise hierzu zu erwirken.

Rechte der unter Pos. 17 genormten Art. welche noch Ab­lauf von drei Monaten weder m den öffentlichen Grund- und Hypothekenbüchern, bezw. den zu den Flurbüchern gehörigen Mutationsverzeichniffen, noch in den in Gemäßheit der Anmeld­ungen aisizustellenden Verzeichnissen gewahrt sind, bleiben bei der statt­findenden Feldbereinigung unberücksichtigt, ebenso werden erloschene, aber in den öffentlichen Büchern noch nicht gelöschte Rechte als fortbestehend behandelt.

Friedberg, den 17. Oktober 1902.

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