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anben am H. Oktober Besprechungen zwischen den beteiligten Refiort8 über die Derstaatlichungsfrage statt, bte zu dem erfreu- lichen Ergebniffe sühnen, daß der bezeichneten Eisenbahn noch am eiben Tage das im .Staatsanzeiger' veröffentlichte Kaufangebot abgegeben werden konnte. Eure bezügliche vertrauliche Mitteilung lieg der Minister noch am selben Abend dem Oberbürgermeister Dortmunds zugehen.
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pachte diese Nebenstrafe in Wegfall. Man hat hier also ilcri strafrechlliche Kuriosum, daß eine Straftbat, weil gegen zwei Gesetze verstößt, milder beirr a f t wird, als wenn sie nur gegen ein Gesetz (hier das lirhrungsmittelgesetz) verstieße.
Ausgleichs stellt. Ein Vorbeigehen würde als etn grvstrs Fehllr zu bezeichnen sein sowohl den „anderen" Beamten gegenüber, als auch gegenüber den aufv starrste Herongen zogenen Steuerzahlern. Wir wünschen es und sprechen e» noch einmal mit vollem Bewußtsein aus: Das Drateo- wesen muß derart abgändert werd en, hast Nebenbezüge „einzelnen" Deamtennichtm ebn zustehen können. Daß nach dieser Richtung hin Er- Wägungen stattfinden, ist ebenso sicher, wie es dem Herw Linsender unangenehm sein wird. Er wrrd sich damit ab- sirrden müssen, daß zwar nicht sein Gehalt gekürzt wird, aber seine Nebengebühren bald ganz wesentlich beschnitten werden.
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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ter Verfasser der beiden Artikel über „Die Aufgaben des kommenden Landtages schreibt uns:
Tem unseren Aufsatz in Nr. 250 behandelnden „Eingesandt" erachten wir es für unerläßlich, mit einigen Worten entgegenzutreten, damit nicht die Meinung im Leserkreise entsteht, wir vermieden es, unsere Behauptungen und Forderungen weiterhin zu vertreten. Unsere Ausführungen waren keineswegs vno einer unfreundlichen Tendenz getragen — eine solche lag uns gänzlich fern — wir erhoben die Forderung auf wesentliche Einschränkung der Diäten vom Standpunkte ausgleichender Gerechtigkeit aus. Tie Regierung selbst hat seinerzeit den Grundsatz: Gleiche Vorbildung, gleiche Besoldung aufgestellt. Dieser Grundsatz aber leibet not, da manche Beamte durch das Diätenunwesen ein größeres Einkommen haben, als andere im gleichen Range„deren dienstlicher Beruf keinen auswärtigen Dienst verlangt". Daß der Presse das Recht zusteht, auf Ungleichheiten hinzuweisen und deren Abstellung zu fordern, wird der Herr Einsender nicht leugnen wollen. Wir bestreiten, daß der auswärtige Dienst eine besondere Leistung sei. Sobald ein Beamter besondere, d- h. nicht in seinem Ressort liegende Tienftgeschäfte übernimmt, soll ihm eine besondere Bezahlung Kustehen. Tas befürworten wir mit aller Entschiedenheit. Ebenso entschieden müssen wir aber dagegen auftreten, daß der Beamte aus den Dienstgeschätzen, die innerhalb seiner ordnungsmäßigen Berufung und Einführung liegen, besondere Tienstbezüge hat. Tas ist unbillig und ungerecht. Daß entstandene Auslagen zurückvergütet werden müssen, ist selbstverständlich. Bei dem Herrn Einsender haben wir einun soziales Herz entdeckt. Er sagt: Die Lebenshaltung sei eben eine so teuere, daß es nur natürlich und recht erfreulich sei, wenn einzelnen Beamten besondere Neben einnah men erwachsen. Und die anderen Beamten? Um die schere ich mich nicht. Darf so ein sozialdenkender Mensch antworten, darf vor allem die Regierung, darf ein Abgeordneter also antworten? Wenn zurzeit die Lebensbaltung so teuer ist, daß die Gehaltsbezüge zu gering sind, so verspüren das alle Beamten, und wir kommen zu einer Gehaltserhöhung. Dann ständen aber immer wieder die Beamten, die von Amtswegen auswärtigen Dien sh haben, durch die Nebengebühren finanziell besser. So kommen wir zu keinem Ergebnis. Nur bann erreichen wir bas Ziel ber Gleichstellung, wenn wir bie Nebengebühren abschaffen, benn sie sinb ungerecht unb angesichts eines trostlosen Etats ist's Aufgabe ber Regierung unb ber Volksvertretung, zu sparen, wo gespart werben kann, unb ba erst recht, wo die Sparsamkeit sogar sich in den Dienst sozialen
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Berlin, 20. Okt. Gegenüber gewißen Preßauslaffungen über üi«e Vorgänge vor der Bekanntgabe des Verstaatlich ungs- u»aebots an die Dortmund-Gronau-Enschede- Z ahn teilt die .Nordd. Allg. Ztg/ authentisch Folgendes mit: -irn Arbettsmimsterium sand am 11. Oktober unter dem Vorsitz te-s Munsters Budde eine Konferenz mtt Vertretern der Stadt "«rtinund über die Umgestattung der Dortmunder Bahnhofsan- lacen statt. Tie städtischen Vertreter wiesen hierbei darauf hm, b®3 man in Dortmunder Kreisen mit Bestimmtheit annehme, die 5 taalsregierung werde hehufs Lösung der Umdaufrage die Dorten uid-Gronau-Bahn verstaatlichen. Derngegenüber erklärte der jQimfter, der derzeitigen Sachlage entsprechend, daß bis zu dem Wnuntte (1L Oktober) solche Absicht der Staatsreglerung nicht hetebe. Nach den Darlegungen der Vertreter Dortmunds in der Inferenz konnte sich der Rlinister jedoch der Ueberzeugung nicht Omi obliegen, daß die Umgestaltung der Bahnanlagen m und bei rcmmund voraussichtlich für alle Beteiligten elchter und beson- hEr§ für die Stadt Dortmund vorteilhafter gelost werden tonnte, w<mn die genannte Bahn sich im Staatsbesitze befinde. Sodann
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„Die Frau" (Aipnats-schnft für bas gesamte Frauen- eiyen unserer Zeit, herausgegeben von Helene Lange, Z. rlin, Verlag von W. Moe-ser- Dreis pro Quartal 2 ML, KU soeben mit dem Heft 1 (Ctbober 1902; ihren 10. Jahr- gama begonnen. Es giebt wohl kaum eine zweite Zeit- i cift, bie so bas volle Interesse ber gesamten Frauen- jilt in Anspruch nehmen barf wie biese Monatsschrift, si.r burch ihre Reichhaltigkeit unb Mannigfaltigkeit an ^hanblungen, Schilderungen, Biographieen, Romane, No- cellen unb Skizzen, Gebichten, ausführlichen Berichten iteer bie ErwerbsthLtigkeit ber Frau usw. jeder Leserin ttioad speziell Fesselndes bietet. Mit Freuden muß man Imcrs Wachsen unb Gedeihen dieser Blätter begrüßen, die in nicht zu unterschätzender Weise bie Frauenbewegung im allgemeinen sörberu und stets bemüht sind, Ausklär- tngen und Belehrungen über bas Ziel, bas sie anstreben, -u geben. Keine gebildete Frau dürfte es versäumen, bie gründlichen Abhandlungen dieser Zeitschrift über die |i |o überaus wichtigen Ergebnisse unb Fortschritte ber jiauenberoegung mit warmem Interesse zu verfolgen. Strobe bar an fehlt es leider in ber breiten Masse ber lv*eiblichen Bevölkerung noch sehr, unb barum ist in der Zvauenwelt eigenem Interesse nicht genug auf diese so aicherordentlich schätzenswerte Zeitschrift aufmerksam zu m ichen. Tas Oktoberheft ist wieder reich an interessantem ,;«hhalt. Es bringt unter anderem: „Aus Neapel und Florenz", Farben und Umrisse von Felir Poppenberg, eine 'Ziographie Gustav Preußens, des Dichters des ^Zörn Uhl", hon Gertrud Bäumer, „Ihre Hoheit" laus dem Dänischen) ddh Hermann Bang, eine Erzählung, die der Leserin alle .Zorzüge, die man von moderner Erzählungskunst erwarten barf, bietet, „Das ungeborene Geschlecht unb die Frauen- ad>eit" von Helene Lange usw.
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Hungen, am 29. Okt. 1902. Listmann, Kreisstraßcnmeister.
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Holzfällungen i im Lützelllnbener Markwald im Walbwirtschaftsjahr 1902,03 oo^ne bas Aufletzen des Holzes Wernehmen will, hat feine Forderungen schriftlich und ver- f'hlossen mir bis zum 5. November d. Js. hierhin ein» zzireichen. Bedingungen sind nur hier vorher einzusehen. Or. Rechtenbach, 27. Okt. 1902.
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Wien, ^8. Old Das Kuratorium ber Bauernfeld- ftung erkannte dem Schriftsteller Frenssen für ennen Roman „I 0 ern Uhl" 2000 Kronen zu, ferner je CCOO Kronen Stefan Milow, I. I- David, Richard >1 ordmann und Viktor Leon, letzterem für sein Völls- lück „Gebildete Menschen".
Kirche und Schule.
Eisenach, 28. Dtt Sämllichen Schulen des Groß- ;erzogtums ist vom Ministerium eine Tafel mit Gesund- >»<itsregeln zugegangen, die in jeder Klasse aufge- :Lngt werden sollen. „Was müssen wir thun, um gesund ,m bleiben?" lautet der Titel der Tafel; 21 recht beherzi- ;^uswerte Regeln weist diese Tafel auf.
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