Ausgabe 
30.9.1902 Zweites Blatt
 
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Heute und morgen:

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Tendenz: schwach.

in cugl. u. franz. Sprache nach schnell förd. Melh. ert. unt. günsl. Beb.eine erf.Lehrerin, d. läng.Zeil i. Ausllwor. Off.u. 04248 a.d.^p.

Mobiliar-Versteigerung.

Donnerstag, den 2. Oktober, nachmittags 21/, Uhr »erben in dem Biekerschen Saale, Neustadt 65 dahier, nach- «erzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert:

1 vollst. Bett, sowie ein hierzu gehöriges ohne Feder- zuug, beide mit Roßhaar-Matrazen, 1 Waschtisch und -vei Nachttische mit Marmorplatten, mehrere Feder- l-issen, französische und gewöhnt. Bettstellen mit Sprung- mhmen und Keil, 1 Sopha, dio. Kleider, 3 Nadfahrlaternen, 11 Nähtischchen, 3 große Regale für Cigarren-Fabriken und Grossisten sehr geeignet, 1 Schretbpult, 1 Tisch usw.

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Reichsanleihe do.

Konsob . do. . .

Hessen .

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3°/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . .

Türkenlose .....

4% Griech. Monopol.-AnL 4äussere Argentiner

1902.

. 2630 . 91JL6 . 84.60 . 194,00 . 216.00 . 184.50 . 183.90 . 140.50 . 154.00 . 168.00 . 20.10 . 177.00 . 19930 . 177.00

Ueueite Meldungen.

Originaldrahtmeldungen de» Gießener Anzeigers.

Hanau, 80. Sept. Landrat v. Baumbach aus Gelnhausen wurde ab 1. Oktober in das Finanz - Mi­ni st e r i u m in Berlin als Hilfs-Arbeiter berufen.

London, 80. Sept. Die in der Kapkolonie eröff­nete Subskription zu Gun st en der Buren hat 62 778 Pfund Sterling ergeben, von denen bereits ein großer Teil verausgabt ist. 27 975 Pfund Sterling entfallen auf die Burenfrauen- und -Waisenkassen, welche Summe in 4pro- zentigen Staatspapieren hinterlegt worden ist.

Bristol, 80. Sept. Hickö-Beach, der Schahkanzler, hielt hier gestern eine Rede, in der er ausführte, seiner An­sicht nach würde vielleicht Südafrika, wenn sich die Buren­führer enthalten könnten, auf böse Ratgeber auf dem Kontinent zu hören, in nicht entlegener Zeit eine Selbstregierung haben. Redner trat entschieden für eine Beschränkung der Ausgaben ein und erklärte namentlich, er sehe keinen Grund, der für eine weitere Erhöhung der Aus­gaben für Marinezwecke spreche. Angesichts der starken britischen Flotte könnten auch die Ausgaben für das Militär beschränkt werden. Hicks-Beach trat für eine entschiedene Reform desKriegsamts ein, namenllich so­weit das mllitärische Element selber in Frage komme, und verlangte, daß die militärischen Beamten mehr Aufmerksam­keit auf die Pflichten ihres Amtes legen. Was die aus­wärtige Politik anbetrifst, laßt uns die goldene Regel anwenden, Andere so zu behandeln, wie wir von ihnen behandelt zu werden wünschen. Wir dürfen

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Paris, 29. Sept. Der gestern hier stattgehabte 24 Stun­de n - Ä! e t t la u s endigte mit dem Siege deS Schnellläufers Lafette, der 18 6 K i l o m e t e r zurücklegte.

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K__ B-Mt-g

in Friedberg.

Sonntag den 5. Oktober 1902, vormittags 11 Uhr beginnend, findet in Friedberg im Hotel ,Zu den drei Schwertern" der diesjährige Bezirkstag mit anschließendem gemeinsame» Mittagessen und Familienunterhaltung statt. Unsere Mitglieder nebst ihren Damen und Freunden laden wir herzlich ein. Abfahrt 8,16 vorm. und 2,18 nachm.

Anmeldungen zum Essen an Herrn Gerichtsschreiber Ruppel zu Friedberg alsbald erbeten. 6827

Gabelsberger Steaographeuverein Stenographen-Gesellschaft Gießen. Gabelsberger.

Damenkränzcheu des G. St.-V. Gießen.

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt a. 31., 80. September

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Genusses Ste der

:eten toQt ^ffiede

! öehch halber,

-»billigt/ & Ä Aauf ei« ,r «e<hm°g der iu-rk-nmnd-Arch euie^weit geringere

M Die Ageklagt"

Gerichtssaat.

Ei» Nachspiel zu dem Pistoleu-Duell Falkenhageu- d«. Veunigfev beschäftigte in ihrer letzten Sitzung die 2. Straf- tammer am Landgericht zu Hannover In Gestalt einer Prwat- Mgesache, die der kgt Oberförster Zimmer vom Saupark Springe Slflen die Redakteure Schwarzfchild und Knoke angestrengt hatte, i dem von den Angeklagten redigierten Wochenblatte erschten ild nach der Ueberfuhrung des Domänenpächler» Falkenhagen n a(h der Festung Weichselmünde ein Artckel. der die Ueberschnst taug: .Bei OSkar Fallenhagen im Gefängnis/ In demfelben wurde eriit in Weichselmünde stattgehabtes Zwiegespräch zwischen dem dort (eine sechsjährige Haft abbüßenden Falkenhagen und dem Redak- teur Schwarzjchild wiedergegeben, durch dessen Inhalt sich Zimmer schwer beleidigt fühlte. Falkenhagen follte angeblich folgende Aeuße- rnmgen gethan haben: .Zimmer hatte die aame Sache unterdrücken linnen, wodurch daS blutig verlaufene Duell vermieden worden märe. Er, der sich felbst als mein bester Freund gevierte, hätte Mich auch zur rechten Zeit warnen und darüber ausklären sollen, daß baS Volk bereits die Köpfe über mein Verhältnis zu Frau do. Bennigsen zusammenzustecken begann. Zimmer halte ferner Nichts Eiligeres zu thun, als hinter meinem Rücken die Affaire dem ttnttsgerichtsrat v. Klausbruch zu erzählen und so kam es an den

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° ffsfenbet^

djg ließ

(Ztraucr Militürmautcl, sowie ^ifast neuer Extra-Rock zu ver­kaufen. Schloßgasie 19. 04254

30, Stpt, .WM eröffnet! l9ei fungieren Land- r Neuenhagen. Bei' llen Jahre alten mann von Ober. 1 21. Januar d. I. isteten Meineides, oos, die Verteidigung 'n der Anklage jmb mgen geladen. t Angeklagte bei bit i Maurer Kurl öecker n an jenem Tage auf dem B. begegnet sein ng mit einem Stock daß er eine blutende , verantwortlich Der» tete aber, den Schlag i in drohender Haltung hu habe an die Kehle em drohenden Angriff i kam schließlich vor kr^anblung. Schar) b beitritt unter Eid tige Ungesagte bet r damals angeffagte xten Gefängnis Der- wüche deswegen am dieser Verhandlung Lngeüagten und vom Karl Becker, Aechts- Ihren, daß der damals n^ieuge vernommene, zu Exzessen und Ge- i unö daher die An» ie Aussage belüfteten ,'eem Zwecke legte bet ! die Zrage vor, ob gewissen puppert U. Elben gedroht habe, J damals als W ui Miede. - w [tnaM, ob Schmn« «WH Cbet4jj«>« »ie Pfi A wsS M»klI°»gE b

*

Landrat, bet al» vortrefflicher Schütze wett und breit bekannt war. Wie wenig Zimmer mem Freund und wie animoS er aegen mich gesinnt war, beweist u. A. Die Aeußerung, die er dem Land rat v. Bennigsen gegenüber machte, alS ihm dieser auftrug, mir seine Forderung zu überbringen. Bei dieser Gelegenheit äußerte Zimmer nämlich wegwerfend: ch wette, er (Falkenhagen) wird kneifen? Dieser Artikel war f. Z. sofort nach dem Erschemen seinem ganzen Inhalt nach von Falkenhagen berichtigt worden. Zunmer war als Zeuge geladen, während Falkenhagen m Weichsel- münbe kommissarisch vernommen worden war. Nach Verlesung der Aussage FalkenhagenS unb Vernehmung deS Zeugen Zimmer, der ti. A. betonte, daß et niemals mu Falkenhagen besonders freundschaftlich verkehrt habe, erachtete daS Gericht dte Anoeklagteu der Beleidigung Zimmers für überführt und oerurtettte Schwarz- schild zu 800 und Rnofe zu 200 Alk. Geldstrafe. In der Urteils- begrflnbung wurde auSgeführt, daS Gericht erachte eS nicht für festgestellt, daß Schwarzichllb die Aeußerungen wissenlltch falsch roieoergegeben habe, eS sei möglich, baß Falkenhagen die Aeußerung gethan. habe. Zimmer sei ferner nicht verpflichtet gewesen, Falkenhagen eine Warnung zukommen zu lassen. Andererseits habe er dte Berechtigung gehabt, dem Landrat v. Bennigsen Äiitteilung von dem Gehörten zu machen.

eS nicht immer a(B eine Drohung gegen unS selbst anseh«/ wenn eine ftemde Nation unserem Beispiel folgt, irgendwie eine für sie günstige Handelsstatton gründet oder sogar ein Gebiet annektiert, daS bis dahin Barbaren gehörte und für die Wohlfahtt der Menschheit keinen Ziutzen abwarf. Wie groß auch immer unser Wohlstand und unsere Kraft sein mögen, nur durch diese Politik kann die Größe deS Reichel! erhalten werden.

Brüssel, 80. Sept. Jndependanc« belge veröffentlicht ein Telegramm DewetS, in dem dieser ersucht, von wetteren Veröffentlichungen über die Reise der Buren-Generale nach Deutschland abzusehen, da solche Meldungen der Burensach« nur schaden könnten.

P a r t s, 30. Sept- Der Untersuchungsrichter beschloß, den Kamin im Schlafzimmer Z o l a S einreißen zu lassen, um festzustellen, 06 der Tod Zolas auf Vergiftung durch Kohlenoxydgas zurück^ufübren ist. Tas Leichenbegüngnis wird wahrscheinlich am Mittwoch stattfinden.

Rom, 80. Sept. Im Vatikan hat der Tod ZolaS einen tiefen Eindruck gemacht. Der Papst soll beim Empfang der Nachricht gesagt haben, Zola war wohl ein Feind der Kirche, aber ein ehrlicher Gegner; Gott sei seiner Seele gnädig.

Rom, 30. Sept. Die Nachrichten aus Sizilien lauten andauernd schlimm. Ein heftiges Unwetter zerstörte gestern mehrere Dörfer, wobei zahlreiche Personen umge­kommen sind. Man befürchtet den Ausbruch einer Epidemie, da man nicht genügend Vorkehrungen zur Beerdigung so zahlreicher Leichen getroffen hat. Heber die Ortschaften Palo und Torre soll ein anderer Cyclon niedergegangen sein mit noch schlimmeren Folgen. Der Schaden ist ungeheuer. Die Kathedrale in Palo wurde zerstört. Beim Einsturz wurden zahlreiche Personen getötet. Mehrere Fahrzeuge auf dem Meere sind gesunken. Die Bevöllerung ist in großer Panik inö Gebirge geflüchtet.

Zürich, 30. Sept. Eine große Anzahl von Verttetern schweizerischer Industrie-Verbände und Gesell­schaften beschloß die Bildung einer Liga, um die agra­rischen Hochschutzzölle im neuen Tarif-Entwurf zuFalll zu bringen.

Wien, 30. Sept. Die hiesigen sozialdcmokra- tischen Arbeiter veranstalteten gestern Abend im Ar­beiterverein eine große Tra uerkundgebung für Zola, bei der Dr. Adler eine ergreifende Rede hielt.

Petersburg, 29. Sept- (Rufs. Telegr.-Agentur.) Ter Ches der Gendarmerieabteilung in Wirbullen, Ritt­meister Miasosjedow, wurde gestern von dem beu V schen Kaiser zur Teilnahme am Gottesdienst in der Kirche und zur Tafel im kaiserlichen Jagdschloß -u Rominten eingeladen. Der Kaiser und die Kaiserin zoaen den Ritt­meister huldvollst in ein längeres Gespräch urw überreichten ihm ihre Porttaits mtt eigener Hnterschrist.

Trinidad, 29. Sept. Aus Anordnung des GenerE Velutini wurdert der Direktor und die Anaestellte« des französischen Kabels in Carupano verhaftet. AlA der sranzösischeKonsularagent einichrettenwollte, wurde er ebenfalls verhaftet. Die Lust en kabel wur­den zerschnitten, wie vermutet, durch den venezolanischen Kreuzer ,Mstaurador". Hier herrscht große Erregung Über diese Vorvouunnisse. Der französische Lvnsul erhob Ett^ spruch. Der französische Kreuzer ^Tago'' teirtii hier erwartet.

Ueber aufgesprungene Hände schreibt Herr Dr. meb. A. L. tn B., 8. Juli 1902: »Obermeyer's Herba-Seife" hat meinen ungeteilten Beifall gefunden, sowohl, was bie Annehmlichkeit als auch wicklichen Nutzen bet aufgesprungenen Händen und chronischem Ekzem an denselben betrifft Z. h. t Apo­theken, Drogerien und Fabrckant I. Gioth, Hanau 8. 6712.

Zur Teilnahme an dem

Stenographie - Unterrichte te§ Babelsberger StenograPheu-BereinS und des Damen- ttänzchenS laben wir hiermit ein.

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für Damen Montags und Donnerstags von 8 bis 9 Uhr, für Herren Montags und Donnerstags von 9 bis 10 Uhr.

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Unterrichtslokal: Kaufmännisches Veremshaus.

Honorar $üc Nichtmitglieder 6 Mk.

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Mittwoch abends von 8 bis 9 Uhr. 81 Oktober.

c. DebaltenkursnS (für Mitglieder).

Mittwoch abends von 9 bis 10 Uhr. Jürginn 8 Hntover.

Unterrichtslokal: Kaufmännisches Bereinshaus.

Die Anmeldungen zu allen Kursen werden bei Beginn der­selben oder vorher in der Wohnung des Vorsitzenden entgegen genommen. _ , ,cc . 68-6

Der Vorstand: E. Schtffnie.

SamStag, 4. Okt, abds. 9 Uhr im Hotel Schütz | Hauptversammlung. Lages-Ordnung:

1. Bericht, 2. Winterprogramm, 3. Verschiedenes.

Sonntag, 6. Oktober, nachmittags */t4 Uhr in der Turnhalle des Nealghmnasiumö

Abturnen, abends 7 Uhr in Steinö Garten Famtlienabend. 6832

schädigt.

* Ein un g ew ähnlich er Fall von Lhnch- j»sttz. Nach einer Meldung derEvening News" aus New- york wurde in Lorinbh, Mississippi, ein Neger, der eine weiße Frau ermordet halte, am Dfahle ver­brannt. Tas Verbrennen war um einen Tag verschoben tuorben, damit der Neger erst von Bruder und Mutter Mschied nehmen konnte. Das Lomitö, welche- das Lynchen leitete, telegraphierte nach den Verwandten deS NeaerS iLnb arrangierte ^trazüge für Zuschauer. Dem Schau- sviele wohnten 5000 Personen bei. Für Frauen und Zei- iNMgSreporter waren besondere Platze reserviert. xxx Mord, den der Neger begangen hatte, war vor sechs Wochen geschehen, der Thäter blieb aber unentdeckt. Am letzten Sonntag prügelte der Neyer seine Frau, well sie b etrunken war und darauf zeigte sie ihn an.

Handel und Verkehr. Uolkswittschafl.

Mannheim, 29. September. Die von der Handelskammer Villingen gegebene Anregung, es möge die Generalbirektion ber Eisenbahnen veranlaßt werden, der D e u t s ch - A m e r i- kanischen P e t r o l e u m g e s e l l s ch af t die Abtretung von bahneigenem Gelände zur Anlage von Petroleumlanks zu versagen, wurde in der letzten Sitzung der Handelskammer von Kaufmann Kern sowohl Im Interesse der Großhändler als auch der Kleinoerkätlser empsohlen. Die Absicht der großen Petroleum­importeure ziele dahin, den Zwischenhandel zu beseitigen, um bann den Kleinhändlern die Preise diktieren zu können. Die Majori­tät der Handelskammer schloßsich den Anschau­ung e n K e r n 8 nicht an. Mit den großen Aufgaben, welche der Eifenbahnverwaltung im Interesse des Verkehrs gestellt seien, lasse sich ein solches Eintreten in den Jnteressenkampf einzelner Er­werbsgruppen zu Gunsten des einen Teils und zum Nachteil des andern nur schwer in Einklang bringen. Auch seien bte Konse­quenzen aus einer solchen prinzipiellen Entscheidung unabsehbar. Die ^mportgeiellschast könne aber auch im Fall der Ablehnung seitens ber Eisenbahnverwaltung das nötige Areal von Privaten kaufen oder ihre Tanks an geeigneten Punkten in Württemberg ober im Elsaß errichten, sobaß bas Interesse des Eisenbahnfiskus ge- schädigt, nicht aber dem Kleinhandel die erbetene Hilse gewährt würde. Um jedoch wenigstens den guten Willen zu zeigen, dem Zwischenhandel so viel als möglich entgegenzukommen, beschloß die ?r, den Antrag Kern nebst Begründung bet Generaldirektion chlwollenden Prüfung zu übermitteln.

Feinste haltbare Winter-Äwieöelu 50 5Nlo 3 Mark, versendet gegen Nachnahme [6812 Jacob Stern-Simon, Friedberg (Hessen). Knoblauch billigst.

WegenUeberfüllung gebe 20 weiße Pfantauben sowie 10 Minorcahühner m.Hahn bitt ab« 04266 Georg Koch, ßubroigftr.6L 04258] 2 Mutterschafe, ein schwarzes und ein weißes, preis­wert zu verkaufen. Wetzsteinftr.24.

Der Vorfall mit Ruppert soll sich toi yahre 1894 auf der Straße zwischen Ober-Ohmen und Unter-Seibertenrod abgespielt haben, während die Sach« mtt Momberger an einem Sonntag vor oder nach Ostern tot Jahre 1901 in der Ernst'schen Wirtschaft zu Ober-Ohmen pigetiagen baden

Die Ableugnung der beiden Vorfälle, nach^ denen iechtsanwatt Klarenaar vor der Strafkammer-Gießen am 2L Januar d- I. gefragt hat. durch den AngellagterL. ilollen wissenttich falsch unter Eid abgegeben fein.

Fortsetzung folgt.

Uermischtrs.

Dresden, 29. Sept- Der Buchdruckerei- «efitzer Anton Schulk m Hainischen wurde unter dem Verdacht jahrelanger Falschmünzerei und der Her­stellung falscher Briefmarken verhaftet. Außerdem wur- üeu drei Mitschuldige verhaftet.

Rom, 30. Sept- Nach Meldungen der Blätter sind ASher tn Modica 800 Leichname und in Scicli 75 cmfgefunden worden. Starken Schaden richtete der Sturm | itt Riposto, Aciccale, Belpasso, Giarre (Provinz Catania) cm und ebenso heute in Neapel und Pozzdoli.

* Wien, 29. Sept. Ueber die Auffindung der I Leiche Jellineks wird noch gemeldet: Zwei Arbeiter I k^aben bei Altenwörth, sechs Stunden von Krems entfernt, 1 ht der Donau stehend eine schwimmende Leiche bemerkt unb geborgen. Aus Briesen mit Jellineks Adresse, sowie einer Mitglledkarte des Wiener Schsachklubs, wurde die Jden- ! tcität festgcstellt. In der Brieftasche wurden 290 fl. ge- 4 s enden. Die Uhr, die 3000 Kronen wert ist, blieb auf I halb 12 Uhr stehen. Jellinik soll am 19. September halb I 12 Uhr mittags bei Krems sich in die Donau gestürzt Men. Eine polizeiliche Kommission sowie zwei Beamte »er Landerbank und der Schwiegervater Jellineks begaben 1 -ich noch gestern nach Altenwörth, wo sie die Leiche agnos- 1 ierten. Die Länderbank hat erst gestern die Belohnung tr die Ergreifung deS Defraudanten auf 10 000 und für I b ie Auffindung der Leiche aus 1000 Kronen erhöht.

* Wien, 29. Sept. Die gerichtliche Unter­suchung über die Defraudation bei der n d e r b a n k tairb ohne jede Rücksicht aus den S e l b st m o r d I e l l i n e k s laettei geführt. Aus Anordnung des Staatsanwalts Klee- b-rn wurden die Bücher, welche Jellinek führte, ins Landes- gericht gebracht, um einer genauen Prüfung durch Sachver- tändige unterzogen zu werden. Durch die Prüfung soll i b»ie Genesis der Unterschleise llargestellt werden.

Yo kohama, 29. Sept. Durch einen Teifun, der lliber den Distritt von Odawara in der Näbe von Yokohama . hiereinbrach, wurden viele Häuser vernichtet. Etwa 5 00 «wrenschen sind ertrunken. Das SchlachtschiffSchi- lichima" geriet bei Yoöosuta auf Grund. Die Wiederflott- miachung ist eingeleitet. Das Schiff ist nur leicht be-