ISS Jahrgang
Erstes Blatt.
Dienstag 3V. September LNVL
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nie Wege in der franKösi- so ungemein gvotzem Er-
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Kmike Zola f.
Paris, LV. Sept. Emile Zola wurde heute in seiner Wohnung tot aufgefuuden.
Tie landw. Wiuterschule zu Alsfeld betr.
Die landw. Winterschule zu SUßfelb beginnt ihren SO. Winterkursus Dienstag de» 4. November ds. IS., vormittags 11 Uhr.
Indem wir zum Besuche der Schule einladen, bemerken wir, daß die Schule baß Ziel verfolgt, jungen Landwirten diejenigen Fachkenntnisse, welche heute zur rationellen Bewirtschaftung bäuerlicher Güter notwendig sind, in zwei fünfmonatlichen Winterkursen zu vermitteln. Zur Erreichung dieses Zieles lehren an der Schule 8 Landwirtschaftslehrer und 4 Hilfslehrer. Die Schule ist mit einer reichen Lehrmittelsammlung zweckentsprechend ausgerüstet.
Ausgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel der Volksschule erreicht haben; in den oberen Kursus nur solche, welche schon den unteren Kursus mtt Erfolg besucht haben, oder welche nachweisen, daß sie die Kenntnisie, welche der untere Kursus vermitteln soll, bereits besitzen. Aettere Landwirte können als Hospitanten ausgenommen werden.
Die jungen Leute stehen während chres Hierseins unter
Empfang der Aurengenerale beim Kaiser.
Nach Meldungen verschiedener Blätter werden die Burengenerale bei ihrer in der zweiten Woche deS Oktober stattsindenden Anwesenheit in Berlin vom Kaiser empfangen werden. Die Jnittative zu diesem Schritt dürfte, wie versichert wird, von den Buren, beziehungsweise ihren Freunden in Holland ausgegangen sein.
Die Nachricht wird in der Presse freudig begrüßt und bereis als feststehend betrachtet. Es ist ziemlich überflüssig, zu versichern — wie das in einem mitunter offiziösen Berliner Blatt geschieht — man halte eine in England verstimmende Wirkung der Audienz für ausgeschlossen. Im Gegenteil, die englische Regierung kann diesen Empfang nur begrüßen, weil dadurch eine gewisse Gewähr gegeben wird, daß, soviel an den Burengeneralen liegt, der Berliner Besuch keine „Demonstrationen" gegen England herbeiführt. Indem die Generale zuerst nach ihrer Ankunft die Ehre der kaiserlichen Audienz haben, erhalten sie einerseits Gelegenheit, sich über den durchaus unpolitischen, humanen Zweck ihrer Rundreise zu äußern, andererseits erlegt begreiflicher Weise die zu Teil gewordene Auszeichnung eine gewisse Zurückhaltung auf in der geplanten großen Volksversammlung. Wenn apf diese Weise das politische Moment mehr in den Hintergrund gedrängt wird, so kann daß der von den Burenführern oerttetenen Sache nur nützen,
General Viljoen, Kommandant Mal au und andere Burenführer sind inzwischen in L o n d o n angekommen. Viljoen erklärte, er beabsichtige keineswegs, die Rundreise Bothas, Delareys und Dewets mitzumachen, da er den Aufruf nicht zu billigen vermöge. Die Burengenerale handelten entschieden unklug, die ihnen vom britischen Volk dargebotene Hand und Freundschaft zurückzuweisen. Die Buren seien versöhnlich gestimmt, deS Streites müde und bedürften endlich der Ruhe und der Gelegenheit, sich zu rehabilitieren. Aber auch eine versöhnlichere Haltung der britischen Behörden der neuen Kolonien sei erforderlich, um in Eintracht die Verschmelzung der beiden Raffen in Südafrika herbeizufühcen.
Kolonialpost.
Loudon, 20. Sept, Tie „Mormng $oft" sucht in einem längeren Leitartikel die Anklagen zu beantworten, die O b e r st -
Aufsicht der Lehrer und müffen sich der Schulordnung unbedingt unterwerfen. Sie nehmen Wohnung in bürgerlichen Familien, und können Wohnungen zu 30 bis 40 Mk. pro Monat von dem Vorsteher der Schule, Herrn Oekonomierat Leithiger, nachgewiesen werden. Das Schulgeld beträgt für das Wintersemester 25 Mk.
Anmeldungen sind an den Aufsichtsrat oder an Herrn Oekonomierat Leithiger zu richten, welcher auch bereit ist, speziellere Anfragen zu beantworten.
Alsfeld, den 1. September 1902.
Der Aufsichtsrat der landw. Winterschule Alsfeld.
Dr. Mellor.
Nr. «89
•rffteint täglich außer SormiagS.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Lietzener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.
AotattonSbrud tu Verlag der Brühl 'scher, Unloerst-Buch- u.Ttetn» druckeret (Pietsch Erben) Rebafhon, ExpedMo« und Pruckerer:
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Adresse tüt Depeschen» Anzetger Gießen.
FkrnsprechcmschlubNr.bl.
Emile Zola, der als Dichter neue Wege in der frai scheu und der Weltlitteratur mit so ungemein großen folge eröffnet hat, hat ein Alter von nur 62 Jahren erreicht. Er wurde als Sohn eines italienischen Ingenieurs am
stiuinii n lernen, estrn 1902/081 •• Oktober.
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Gietzeim Anzeiger
** General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen
^schreiben 2er Touleeen Muelk rtenptei er»PleL kjmn snob Srhaier,
können, so heiß er sie auch als Librettist wie als Dramatiker ersehnte; das knappe, gedrängte Zusammenfassen, die scharfe Zuspitzung einer Situation war nie seine Sache, in breit ausgedehnter Schilderung fühlte er sich am wohlsten. Daher die ungeheure Länge der meisten seiner Werke, ine das deutsche Publikum einem Deutschen nie gestatten würde, die Gutzkow bei uns unmöglich gemacht hat.
Der Name Zola wird für die Nachwelt verbunden bleiben mit den beiden großen Rvmancyklen der „Rougon- Macquart"" und der „Trois Villes"", als den anschaulichsten Bildern aus der Zett des grohkapitalisttschen Aufschwungs in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, der lleberslutung des Geistes- und Empfindungslebens auf allen Gebieten durch die Anschauungsweise des Kapitalismus und seiner wichtigsten und wuchttgsten Dienerin, der Maschinentechnik. Der erstgenannte Cyklus giebt eine beinahe vollständige Mechanik des komplicierten modernen Lebens. Tie wichtigsten Funktionen der bürgerlichen Gesellschaft — das Geld, die Kunst, das Heer, die Wissenschaft, die Bureau- kratie :c. — werden hier von einseitigem Standpuntt, aber mtt außerordentlicher Kenntnis geschildert. Im zweiten Cyklus wollte Zola als Gegenstück eine Dynamik der bürgerlichen Gesellschaft schaffen, eine Zergliederung der Ge- sühlsentwicklung des metaphysisch-religiösen Lebens der heutigen^Menschen. Das ist ihm von dem gar zu em- fettigen Standpunkte des Romanen aus nur zum Teil gelungen.
Zola starb einsam in der Nacht. Er starb, während er ein neues Werk vollendete und neue Pläne, riefenhaft für einen alternden Mann, in dem ewig arbeitenden Haupte walzte. Tiefes Lebenswerkes Summe in ernsthaft ruhiger Betrachtung zu ziehen, wollen wir uns für einen der späteren Tage aufheben.
Ueber die näheren Umstände desTodes Emile Zvlas wird gemeldet: Zola und seine Frau brachten drei Monate auf dem Lande zu und waren jetzt in ihr Haus in der Rue de Bruxelles zurückgekehrt. Die Wohnung war während der mehrmonatlichen Abwesenhett ausgekühlt, zumal in der letzten Zeit, weshalb Zola anordnete, das Schlafzimmer zu Heizen, in welchem sich ein großer Prachtkamin befindet. Ein Diener suchte den Befehl au^u- sühren, aber es gelang ihm nicht, das Heizmaterial in
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Brand zu setzen. Der Kamin schien nicht genügend Zug zu haben. Zur gewohnten Stunde setzten sich Zola und dessen Frau zu Tisch und aßen mit Appettt. Die Dienstboten aßen dieselben Speisen. Gegen 10 Uhr begaben sich Zola und seine Frau zur Ruhe. In der Nacht wurde durchaus nichts Bemerkenswertes tvahrgenommen. Gestern (Montag) vormittag halb 10 Uhr klopften Arbeiter, die im Schlafzimmer Reparaturen vornehmen .sollten, sowie ein sie begleitender Diener des Hauses, ohne Antwort zu erhalten, an die Thür des Zimmers. Als sie die Thür schließlich erbrachen, drang ihnen ein scharfer, den Atem benehmender Kohlendunst entgegen. Sie fanden Zola mit dem Kopfe und den Schultern auf dem Bettteppich liegend, während die Füße auf dem Bettrand sich befanden. Vermutlich versuchte er, aufzustehen, um das Fenster zu öffnen. Frau Zola lag anscheinend leblos im Bette. Dr. Lenor- mand, Dr. Main sowie zwei weitere Aerzte, die sofort herbeigerufen wurden, stellten schleunigst Wiederbelebungsversuche an, die nur bei Friau Zola Erfolg hatten. Alsbald erschien ein Polizeikommissar, der Spuren von Ausleerungen, die sich auf dem Teppich und dem Bette fanden, zum Zwecke einer Untersuchung mit sich nahm. Ter Kommissar bemerkte, daß zwei auf dem Boden des Zimmers ruhende kleine tzundekeinerleiSchaden genommen zu haben scheinen. Der Polizeikommissar benachrichtigte sofort den Untersuchungsrichter, der zwei Sachverständige mit der Untersuchung beauftragte.
Nach den übereinstimmenden Darlegungen der Aerztt scheint es unzweifelhaft, daß Zola an Vergiftung durch Kohlenoxydgas gestorben ist. Man vermutet, daß in dem Kamin, welcher wegen seines schlechten Zustandes heute ausgebessert werden sollte, durch langsam brennende Kohlenbriketts Kohletroxyogas sich entwickelte, das in den Morgenstunden ins Zimmer strömte. Der Umstand, daß Zola, als die Diener um 9 Uhr ins Zimmer drangen, der Vergiftung bereits erlegen war, während die Frau noch atmete, wird darauf zurückgeführt, daß Zola, vom Unwohlsein befallen, sich erhoben hatte, um das Fenster zu öffnen, jedoch niederstürzte und _ große Mengen Kohlenoxydgas einatmete, von dem insbesondere die unteren Luftschichten gesättigt waren.
Ein nationalistisches Blatt verzeichnet das Gerücht, daß,
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jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.—viertel- fährt. ausschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen sür bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr.
ZeilenpretS; lokal ILPtz auswärts 20 Psg. Verantwortlich:
für den polil. u. allgem. Teil: P. Witt ko: für .Stadt und Land* und -Gerichissaal' Curt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 30. September 1902.
** Prof. Dr. Heimberger, der mit Beginn des nächsten Wintersemesters den durch die Berufung des Pros. Beling nach Tübingen frei gewordenen Lehrstuhl des Strafrechts an unserer Universität einnehmen wird, ward geboren zu Amorbach in Unterlaufen. 1888 promovierte er in München, und legte ebendort 1891 sein juristisches Staatsexamen ab. 1893 habilitierte er sich in Würzburg, wurde 1896 als außerordentlicher Professor nach Sttaßburg i. E berufen, erhielt im Sommer 1902 einen Rus als ordentl. Professor an die neuerrichtete rechts- und staats- wissenschaftl. Fakultät der Universität Münster in Westfalen, nahm diesen auch an und wurde dann zum Ordinarius in Münster ernannt. Zlurz darauf erging an ihn ein Rus hierher nach Gießen. In entgegenkommender Weise entband ihn auf sein Ansuchen die preuß. Regierung vom Antritt seiner Professur in Münster, und er konnte infolgedessen den Ruf nach Gieß-en annehmen.
e.— Leichenkasse-Gesellschaft. Mit der In* betriebnahme des neuen Friedhofes am Rodberg beabsichtigt die Stadt Gießen das ganze Bestat- tungswesen zu übernehmen. Die im Jcchre 1791 gegründete Leichen kasse-Gesell sch ast, welche seither alle Leichenwagenfahrten in der Stadt und Gemarkung Gießen besorgte, wird daher von gedachtem Zeitpunkte ab ihre Thätigkeit ein ft elfen. Da die Gesellschaft wohl zu den ältesten Bereinigungen in der Stadt Gießen gehört, und während ihres nunmehrigen 111jährigen Bestehens sehr segensreich wirkte, so dürste es gewiß interessieren, einiges aus deren geschichtlicher VergMgen- heit zu erfahren. Der Zweck der Gesellschaft bestand darin,
2. April 1840 in Paris geboren, verbrachte seine Jugend im Süden Frankreichs, wurde Buckhändler und verließ diese Laufbahn, um sich der glän^entien deS Romanciers zu widmen. Seit Anfang der siebziger Jahre war er eine der markantesten Persönlichteiten Frankreichs. Als das erste Urteil im Dreyfusprozeß ergangen war, bewog ihn menschliche Teilnahme und sein strenges Gerechtigkeitsgefühl, für den Verurteilten Partei zu nehmen. Sein „3’accufe"" war der Anfang eines heftigen Kampfes, den er zu Gunsten von Dreysus ins Werk setzte. Selbst angettaßt, verurteilt, Mir Flucht gezwungen, sah er schließlich sein Werk der Befreiung mit Erfolg gekrönt.
Was Zola bedeutete, war er durch "eigene Arbeit, durch unglaublichen Fleiß geworden — jeden .Vormittag, ohne Ausnahme, saß er stundenlang am Schreibtisch, und wenn er einen bestimmten Ausschnitt des Lebens behandette, die Börse, das Heer, die Kunstwelt, die Bergwerke, wurde er nicht müde, über die Menschen und die sozialen Verhältnisse Stöße von Beobachtungen bis zu den scheinbar geringsten Kleinigkeiten zu sammeln. So wurde er ein Autodidakt des Lebens in des Wortes bester Bedeutung, fast im Goetheschen Sinne ein Mensch der sinnlichen Anschauung.
Trotzdem hätte er nie so wirksame Bücher schreiben können, wenn er nicht über eine gewaltige Phantasie verfügt hätte. Stücke wie die Grubentatastrophe im „Ger- minal", der Tod der „Nana"", die Börsenschlacht in „L'Arg ent" reichen an düsterer Phantastik an E. I. A. Hoffmann heran. Zola kokettterte mit feiner Photographie der Wirklichkeit. In Wahrhett war ihm das Leben der Wirklichkeit, wenn auch rwch so scharf beobachtet, doch nur das Material, der Rohstoff für die Thatigkett seiner nicht immer weise gezügelten, nach romanischer Art leicht ins Groteske Überschlagenden Phantasie.
Aus der Bühne hat Zola nie rechte Erfolge erringen
& «öhoel, ÄberskI, in junges Mer m kochen mit HauSMmg e Ain m einem Holii^egegv ttge Vergütung. faal.
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leutn ant Pavel in feinem Bericht über bie deutsche Tschad-Expedition gegen die dortigen englischen Behörden richtet. Daß es in dieser Gebend bereits zu Streitigkeiten mit Bezug aus die Vorrnundschast über die einzelnen Häilptlinge und die Verteilung deS Handels gekommen ist, ftndet das Blatt wenig erstaunlich angesichts der Thatsachen, daß „die in den Verträgen zwischen den drei Mächten festgeleaten Grenzen rein künstlicher Natur find und weder den geographischen Verhältnisier noch den politischen Scheidungen, die vor dem Eintreffen der Europäer bestanden, die geringste Rechnung tragen." Daß Oberst Morland den Sultan Gentail, den die Franzosen zum Herrscher von Bornu ernannt hatten und der damals in Ditoa unter französischem Schutz lebte, veranlaßt hat, aus brüischeS Gebiet überzusiedeln, findet die JDlonüiig Post" durchaus entschuldbar. Es sei damals kein Deutscher auch nur innerhalb 100 englischer Dieilen von Dikoa gewesen. Außerdem liege beinahe ganz Bornu innerhalb der britischen Einflußsphäre und es (et daher nur natürlich, daß Sultan Gentail es vorgezogen habe, die Suzeränität Englands zu accep- tieren und so praktisch über ganz Bornu zu herrschen, statt unter deutscher Suzeränität nur einen unbeträchtlichen Streifen Land südlich vom Tschadsee unter sich zu haben. Das Blatt schließt: „Deutsche Proteste brauchen daher nicht zu ernst genommen zu werden, da sie kaum zu einer Störung des status mio führen werden. Die Thatsache. daß überhaupt ein solcher Streit entstehen konnte, ist aber trotzdem ein sprechender Beweis für den lächerlichen Charakter der Grenzen, die Diplomaten in Europa ohne die geringste Kenntnis und Berücksichtigung der lokalen Verhältnisse gezogen haben.
Dießen, den 80. September 1902.
Betr.: ®mquartierung.
Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen
eue die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises.
Wir empfehlen Ihnen, sofort und spätestens bis zum 6. Oktober die bei Ihnen vorliegenden Quartierbeschcinig- ungen und die Fouragebescheinigungen, soweit nicht die Vergütung für ServiS oder Fourage von den Truppen auf der Stelle bezahlt wurde, an uns einzusenden.
Dr. Bretdert.
Bekanntmachung.
Die Rotlaufseuche unter den Schweinen zu Wehrshausen, Kreis Marburg, ist erloschen.
Dießen, den 80. September 1902.
Großherzvglicyes Kreisamt Gießen.
Dr. B r e i d e r t.
Gießen, den 29. September 1902.
Betr.: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Grotzh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises.
Nachdem Ihnen die Listen der zum Besuche der Fortbildungsschule Verpflichteten wieder zugegangen sind, beauftragen wir Sie, dieselben den Lehrern behufs Aufstellung der Schülerlisten für die Fortbildungsschule deS Jahres 1901/2 zuzustellen, und den Unterricht zur gleichen Zeit wie in früheren Jahren beginnen zu lassen, und dafür Sorge zu fragen, daß ohne Erlaubnis der obersten Schulbehörde nach 7 Uhr abends kein Unterricht mehr erteilt wird.
Dr. Breidert.


