Nr. 1S4 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag 30. Mai LS«S
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-5™ Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WGZ
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Gießen, 26. Mai 1902.
Betr.: Die Gehalte der Handarbeitslehrerinnen.
Die
Großh. Kreis-Schulcommission Gießen
au die Schulvorstände des Llreises.
Wir benachrichtigen Sie, daß auf Anordnung der obersten Schulbehörde die Gehalte der Handarbeitslehrerinnen folgendermaßen von uns festgesetzt worden sind:
1. für Lehrerinnen an einkl. Schulen jährl. 80 Mk.
?• • - Jwei j kl. , , 150 ,
3. , , . drer j
4. „ „ „ vierkl. , , 250 ,
v- Bechtold.
Tschechisch-polnische Marner.
Es ist ein wahres Glück, daß der europäische Friede nicht von den Bestimmungen und Entschlüssen der polnischen und tschechischen Politiker in Oesterreich abhängig ist. Glücklicherweise werden die gegen Deutschland gerichteten feindseligen Aenherungen, die in der österreichis ch, e n D c l e- gation von jener Seite ausgingen, ohne stärkeres Ech^o verhallen, weil durch die bestehenden Frieberisbünbniste solche Ausschreitungen bedeutungslos geworden find. Sonst rväre es nicht unbedenklich, daß die beiden Parteien, die bis vor kurzem den Kern der Regierungsmehrheit im Abgeordnetenhause bildeten, die T-rommel zum Streite gegen Deutschland rühren . Hinge es von dem Grasen Lziedu- szycki, sowie von den Abgg. Herold, Kaftan und Kramarsch ab, so hätte sich Oesterreich aus polnisch- und tschechisch- nationalcn Gründen längst vom Bündnisse mit Deutschland losgesagt. Diese Herreii behaupten gar oft, die deutsche Reichsregierung habe seinerzeit ausdrücklich gegen das Ministerium Thun in Oesterreich Stellung genommen. Das ist allerdings nicht geschehen. Aber Reden, wie sie dieser Lage in Wien gehört wurden — wir haben gestern schon ziemlich ausführlich darüber berichtet — wurden es begreiflich erscheinen lassen, wenn man im T-eutschen Reiche mit Mißtrauen eine Entwickelung verfolgte, die zur weiteren Stärkung des tschechischen und polnischen Änflusses in Oesterreich führen könnte. Man hat seit Jahren selbst in der französischen Kammer nicht Aeutzerungen gehört, die sich an hestigteit mit den in der österreichischen Delegation vergleichen lassen.
Am schärfsten ging diesmal der tschechische ALg. Herold ins Zeug. Gleich seinem Kollegen Kaftan behauptete er, der Dreibund habe lediglich Deutschland Vorteile gebracht, Oesterreich dagegen fei während seines Bestandes zu einem Schatten seiner einstigen Bedeumng in der europäischen Politik herabgesunken. Dieses Bünbnis habe Deutschland den Rücken gedeckt und zur Stärkung des deutschen Einhetts- gebantenS beigetragen. Es sei zuzugestehen, daß die letten- ben Staatsmänner des Deutschen Reiches es aus bie Bedrohung Oesterreich-Ungarns nicht abgesehen hätten; sicher aber sei, baß „bei Bolksgebanke in Deutschland, jene Politik, welche die Intelligenz des Volkes ohne Rücksicht aus bie gewerbsmäßigen Diplomaten führt", naturgemäß zur Erweiterung bes Reiches nach Süden selbst über die österreichisch-ungarische L'tonarchie hinausdrän gen werde. Mit dieser Gefahr müsse Oesterreich-Ungarn rechnen. Ls sei ganz verfehlt gewesen, das Deutsche Reich durch den mitteleuropäischen Bund so zu stärken, wie dies geschehen sei. Da nun von der pangermanischen Gefahr auch die Mächte des Zweibundes bedroht seien, so wäre es am klügsten, wenn sich Oesterreich-Ungarn an ihre Allianz anschlösse. Man sieht, daß der Abg. Herold und seine tschechischen Landsleute direkt zu der Politik des Fürsten Kaunitz zurückkehren wollen, der den großen Bund zwischen Oesterreich, Rußland und Frankreich gegen Preußen zustande brachte. Es sind das die Gebankengänge, in denen sich die französisch-nationalistische und die tschechische Revanck-e- politik begegnen, besteht doch zwischen diesen beiden Kreisen, wie man weiß, eine herzliche und stetige Verbindung.
Indessen — an diese Trompeten klänge gegen Deutschland ist man seit Jahren gewöhnt. Tagegen ist die offene Feindseligkeit der österreichischen Polen neueren Datums, und ihr Vorgehen gewiiint an Wichtigkeit durch den Wiederhall, den ihre Worte bei den Polen und Katholiken Deutschlands finden werden.
Zwei ihrer Redner traten auf, der frühere Unterrichtsminister Dr. v. Madejski und Graf Ttziebuszycki. Der erstere legte 's ich noch Mäßigung auf und sprach nur „von der allgemein tiefgehenden Erregung in Galizien über die Behandlung österreichischer Staatsbürger polnischer Nationalität im Auslande". Anders fein aristokratische Landsmann. Nicht gerade gegen die Dreibundpolitik als solche, wohl aber gegen Deutschland war die Rede des polnischen delegierten Grasen Dzieduszyeki gerichtet. Er ist mit bet mitteleuropäischen Allianz wie mit dem Zweibunde einverstanden, aber es sei doch merkwürdig, meint er, daß, wiewohl alles vorn Frieden überströme, das Vertrauen zum Frieden nicht bestehe . Und worin sieht Gras Tzieduszyeki die Ursache der Beunruhigung? In der aggressiven Agitation, die von Deutschland aus unter religiösem Deckmantel, unter dem Panier der Los von Rom- Bewegung nach Oesterreich hineingetragen werde. Von dort also droht nach der Ansicht des Grafen Tzieduszicki die Gefahr eines Angriffes auf bie habsburgische Monarchie. Aber damit nicht genug. Ter Redner behauptet auch, daß trotz aller Bemühungen der Friedensliga, trotz aller Er? folge der Friedensfreunde die Moralität Europas sich nicht gehoben habe, da in gewissen Staaten Verfolgungen bes religiösen Glaubens an der Tagesordnung seien, Feind- [eligfeiten, bie sich in erster Linie gegen bie katholische Kirche
richteten. Es werde nicht eher besser werden, als bis es als „völkerrechtliches Prinzip anerkannt sei, daß in jedem Staate einem Volke bie minimalen Rechte zugestanben werden müssen, bie mehr ober weniger in ber österreichischen Verfassung durch Artikel 10 gewahrt sind". Deutschland sündige gegen den religiösen und nationalen Frieden Europas, indem cs den Polen jene Rechte verweigere. Kurz — der polnische Redner ist offenbar der Ansicht, baß eine parlamentarische Körper sch ast Oesterreichs ber Boben ist, auf dem die innere Politik Deutschlands einer Kritik unterzogen werden bars. Oesterreich-Ungarn soll seine Haltung in beu europäischen und Weltangelegen- heiten so einrichten, daß es stets mit den Mächten Hand in Hand geht, bie ben Stammesgenossen bes Rebuers hold und freundlich sind.
Dieser Aus- uno Anspruch hat bann selbstverständlich beu Widerspruch des Grasen Goluchowski hervorgerusen, ber nicht zugab, baß die habsburgische Monarchie sich den Ansprüchen ber Polen zur Verfügung zu stellen habe. Es ist gegen alle Grundsätze ber Logik, wenn die Slawen Oesterreichs unaufhörlich davor warnen, baß man Deutschland widerrechtlichen Einfluß im Tonaureiche gestatte, während sie selbst über das Deutsche Reich und dessen innere Zustände zu Gericht sitzen. Die guten Leute sinb sehr unvorsichtig, sie beb euren nicht, welch böses Beispiel sie dem brutschen Nachbar geben,, wenn dieser überhaupt willens wäre, ihrem Vorbilde zu folgen.
Politische Tagesschau.
Deutscher Tabakverein.
Aus Düsseldorf wird uns vom 28. Mai geschrieben:
Nachdem gestern unter dem Vorsitz des Stadtrats Hirschhorn-Mannheim die Tabal-Berufsgenossenschaft in ber städtischen Tonhalle hier zur Erledigung ber ihr gesetzlich obliegenben jährlichen Genossenschafts-Versammlung getagt, folgte heute bie Jahres-Hauptversammlung bes beutschen Tabakvereins. Sie war aus allen Gegenben Deutschlands ungewöhnlich gut besucht. Nachdem der Vorsitzende, Kommerzienrat Collen- busch-Dresden, bie Versammlung und insbesonbere bie an» wesenben Vertreter ber Stabt- unb Handelskammer Düsseldorf begrüßt, ergriffen die Beigeordneten Geusen und stellvertretender Hanbelskammer-Vorsitzender Abers bas Wort zur Bekunbung ihres Tankes und bes Interesses ber von ihnen vertretenen Körperschaften an dem Gedeihen des deutschen Tabakgewerbes. In Erledigung ber Tagesvrb- nung erstattete zunächst Syndikus Schloßinacher-Fr ankfurt am Main ben Geschäftsbericht, ber über die seitherige Thätigleit des Vereins einen kürzen Ueberblicf unb zu neuer Thätigkeit eine Reihe von im Vorstanb eingebrachten unb von bemselben bereits enoogeuen Anregungen brachte. Von allgemeinem Interesse bürste sein, baß bet Verein bie Einrichtung treffen will, altbewährten Arbeitern unb Angestellten seiner Mitglieber Ehrungen zu teil werden zu lassen. Der Hauptgegenstand ber Verhanblimgen war ein von Herrn Emil Maher-Mannheim gehaltener Vortrag über die Bebeutung ber Trustbewegung für bas beutfdje Tabakgewerbe, der eine Fülle hochinteressanten Thatsachenmaterials unb sehr beachtenswerte Hinweise für bie Zukunft brachte. Der Vortrag wirb durch Drucklegung der Oefsentlichkett zugängig gemacht werden. Der vom Schatzmeister Flink-Franksurt a. M. erstattete Kassenbericht ergab das erfreuliche Resultat, baß ber Verein ca. 1*200 Mitglieber aus allen Gegenden Deutschlanbs unb aus allen Zweigen bes beutschen Tabakgewerbes hat, sowie über reichliche Gelbmittel verfügt.
Einquartierung und Sozialdemokratie.
i Ein konservatives Blatt teilt einen eigentümlichen Fall militärischer Einquartierung mit. Danach hat vor zwei Jahren ein sozialdemokratischer Gastw irt zwei Soldaten als Einquartierung erhalten; nach wenigen Stunden aber wurden diese Soldaten fortge- rufen unb anderwärts unter gebracht, weil man sich der sozialdemokratischen Gesinnung des Gastwirtes erinnerte. Als er vor kurzem wieder Einquartierung erhielt, richtete er an bie Kommanbantur ein Schreiben, in bem er auf seine sozialistische Gesinnung hinwies, unb bas — nachdem noch zuvor eine feierliche Lokalbesichtigung statt- gefunben hatte, bie den sozialistischen Charakter bes Eigentümers zweifellos barthat — seine Befreiung 0,011. der Einquartierung zur Folge hatte. Es hat einmal Zetten gegeben, in denen Zwangseinquartierungen ein beliebtes Mittel waren, um politisch oder konfessionell mißliebig Gewordene gefügig zu machen. Löblich war es nicht, unb außerbem ist eine Einquartierung heutzutage, jeitbem wir ein Volksheer, nicht mehr ein Sölbnerheer haben, an- bers als in jenen Zeiten. Eine gewisse Last aber, unb zwar im Interesse bes Staates, bebeutet sie für ben Quar- tiergeber inbes auch noch heute. Wird also bie Nichtbelegung ber Häuser von Sozialisten mit Einquc^ ierung zum Grundsatz erhoben, so nrirb auf sozialistische Gesinnung mittelbar eine Prämie gesetzt. Wenn dort, wo noch sogenannte Bürgerquarttere existieren, Soldaten nicht bauernd bei einem anerkannten Sozialdemokraten wohnen sollen, so ist dies begreiflich; wenn sie aber vorübergehend einen oder zwei Tage bei einem Sozialdemokraten Quartier nehmen, so wird dadurch ihre Gesinnung nicht gefährdet, oder sie ist so unsicher be- grünber, daß sie ohnehin früher oder später ins Wanken kommen würde. Tie Soldaten während ihrer Dienstzeit vollkommen von der Berührung mir ber Sozialdemokratie abzuschließen, ist unmöglich; sonst dürfte man ihnen auch keinen FeiertagMrlaub geb em
Bodenreform Bewegung in Bayern.
Der bayr. Abg. Dr. Jäger hat als Korreferent an den besonderen Ausschuß zu dem Entwürfe eines Gesetzes, betreffend die Aenderung der Gesetze über die allgemeine Grund- unb Haussteuer folgenden Antrag gestellt: Es sei bie kgl. Jlaateregieruug zu ersuchen, bem nächsten Lanbtage bei bessen Zusammentritt einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher 1. die gegenwärtige Hausmiet- steuer mit ber Grunbsteuer ber dazu gehörigen Gelände durch eine Besteuerung ber betrefienben Anwesen nach bem gemeinen Wert ersetzt; 2. eine Beteiligung von Staat unb Gemeinde an der We r t st e i g ex u n g des Bodens in den Großstädten herbeiführt (Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses).
Aus Statt uni» Kmitt
Gießen, 30. 9)iai 1902.
" Französische Vorträge und Rezitationen. Lektor Goetschy wird die angetünbiglcn Vorträge und Rezitationen nicht am Donnerstag, sondern am Dienstag halten, unb zwar am 3., 10., 17., 24. Juni, am 8 , 15. Juli, von 6—7 Uhr. Am 3. Juni findet die erste Rezitation statt, in welcher Herr Goetschq folgendes vortragen wird: Kastner: Les cris do Paris. A. Daudet: Le petic Chose (Extraitsj. A. Schenk: Vivo le nre! E. Legouvo: ^ezaiement et grasseyement. E. Rostand: Coinpiunent a l’linperatrice de Kussie. Das letztere, etwas preciüse, aber unvergleichlich anmutige Gedicht, das von Frl. Barlhet von der Comedie Lram^aise am 21. September 1901 zu Compiögne bet ber Galavorstellung zu Ehren des russischen Kaiserpaares gelesen wurde, hat Herr Goetschy auch vor einiger Zeit in Darmstadt vorgetragen. Die „Darmst. Ztg." schreibt darüber: Es ist gleichsam eine moderne Auflage des Märchens vorn Dornröschen. Mit „La belle au bois dormant“ wird die Zarin verglichen, und da sie er» wacht, mipd alles in bem jetzt künstlerisch wiederhergestellten Schloß, das bekanntlich der Lieblingsattfenthalt Napoleons war, lebendig: Tapeten, Treppen, Wände, Leuchter, Möbel, Theater u. s. w. — alles gewinnt Leben, und von allen Seiten hört man ein Flüstern der Bewunderung und 93er« ehrung. (Näheres siehe im Inseratenteil.)
** Postyjutehr auf der Nebenbahn Gießen—Lollar—Grünberg. Die am 1. Juni zur (Sröffnung kommende Nebenbahn Gteßen—Lollar—Grünberg wird vom gleichen Tage an auch zur Beförderung von Postsendungen jeder Art durch Vermlttelung von Schaffnerbahnposten benutzt. Letztere verkehren werktäglich zweimal, an Sonn- und Feiertagen einmal in jeder Richtung. Außerdem werden an Werktagen in zwei Zügen, an Sonn- und Feiertagen in einem Zuge Briefbeutel durch Vermittelung oes Eisenbahnzugpersonals befördert werden. Gleichzeitig ist folgende Einrichtung getroffen worden: Die Begleiter der Schaffnerbahnposten auf ber Stecke Grünberg—Lollar sind ermächtigt worden, nach dem Inland« gerichtete gewöhnliche Packete bei folgenden Haltestellen ohne Postanstatt anzunehmen:
in Beltershain bei Zug 1036 77 vorm., „ „ , 1040 48 nachnr.,
„ Geilshausen „ „ 1035 756 vorm.,
„ „ „ B 1039 5" nachm.,
„ Odenhausen „ „ 1035 8* vorm.,
, ,, „ „ 1039 561 nachm.,
„ Kesselbach u „ 1035 8® vorm.,
„ „ , „ 1039 568 nachm.,
„ Mainzlar „ „ 1035 8" vorm.,
„ „ „ , 1039 6« nachm.,
„ Taubringen „ „ 1035 8*® vorm.,
„ „ „ 1039 6« nachm.
Dabei gilt als Grundsatz, daß das Porto für die frankierten Packete vom Absender in Freiniarken auf den Begleitadressen entrichtet wttd. Ausnahmsweise kann die Entrichtung des Pottos auch in Bar an ben Bahnpostschaffner erfolgen. Die Leitung und Beaufsichtigung des PostbetriebS auf der neuen Strecke ist dem Kaiserl. Postamt 1 in Gießen übertragen worden.
"EineAusschußsitzungbeslandwirtschaft- lichen Provinzialoereins füi bie Provinz Ob erhessen fanb gestern nachmittag 3 Uhr im Hotel zum Prinzen Karl in Gießen statt. Es waren von ber Regierung erschienen Ministerialrat Braun unb Laubes- oEonomierat Müller, als Vertreter bes hessischen Laub- Wirtschaftsrates Generalsettetär Dr. Müller. Zunächst würben wieber lö neue Mitglieber ausgenommen, bann ber Voranschlag der Haushaltungsschule in Linbheim beraten unb genehmigt. Längere Zeit nahm bie Beratung bes Voranschlags bes lanbwirtschaftlichen Prooinzial-Ver- eins für 1903/04 in Anspruch. Tie Herren Regierungsvertreter nahmen wieberholr an ber Debatte teil. Der Voranschlag würbe nach einigen Abänderungen des Entwurfes genehmigt. Als neues Mitglied für oen Landwirt- schäftsrat wählte man Herrn Ce 11 ar ins-Schotten und bewilligte einen Beitrag für ein Maerkerbenkmal, bas dem verbienftvollen verstorbenen Pros. Maerker seitens ber deutschen Landwirte in Halle a. S. errichtet werden soll. In Diefem Sommer wird wie im vergangenen Jahre nach Lberbaoen eine Studienreise nach der Provinz Sachsen veranstallet. Ter hessische Landwirtschaftsrat ordnet und leitet diese Reise, auf der thunlichft bie besten größeren unb kleineren Güter in einem bestimmten Bezirke jener Provinz eingesehen werben sollen. Ter Aus. schuß gab seine Genehmigung dazu, baß an weniger begüterte Teilnehmer an ber Studienreise secys Strpen- bien zu je 50 Mark vergeben werben sollen/ Zweck biefer Stubienreise ist, baß unsere Landwirte in bei Provinz


