Nr. LOS Zweites Blatr.
ISS. Jahrgang
Freitag SS. August 190»
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Giehener Kamillen- dlSIter viermal in der Woche beigelegt.
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Giehener Anzeiger
General-Anzeiger v "
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
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Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Stell: P. Wittko: sür .Stadt und fionb* imb .Gerichtssaal^: Curl Plato; für den Anzeigenteil: HanSBeck.
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Die heutige Yummer umfaßt 8 Seiten.
Bekanntmachung.
iBetr. Maßregeln zur Abwehr und Unterdrückung der Maul- und Klauenseuche.
Bei dem gegenwärtig niedrigen Stand der Verseuchung an Maul- und Mruenseuche — am Schlüsse des Mounts Juli I. Js. sind aus dem deutschen Reich nur 56 Gehöiste in 31 Gemeinden, im Großherzogtum Hessen keine al(§ verseucht ungezeigt — ist von dem Herrn Reichskanzler angeregt worden, der weiteren Verbreitung des Ansttlckungsstoffes aus den noch vereinzelt vorkommenden Seuchevhserden durch schnelle und kräftige Maßregeln entgegen zu treten. Aus diesem Anlaß hat das Gr. Ministerium des .Innern das Nachstehende bestimmt:
1. Tie Ortspolizeibehörden haben nach erfolgter Anzeige oder, wenn sie aus anderem Wege von bl em Ausbruch oder Verdacht der Seuche Kenntnis erhalten, in jedem Falle sofort den Kreisveterinärarzt behufs sachverständiger Ermittelung telegraphisch oder telephonisch zuWziehen.
Gleichzeitig habenz die Ortspolizeibehördöm, ohne erst die Ankunft des Kreisveterinärarztes abzuwavten, oie nach den §§ 59 bis 66 der Bundesratsinstruktion (Seite 42 u. ff., der amtlichen Handausgabe von 1895) und fa.i den Ziffern 3, 4, 5 und 7 gegenwärtigen Ausschreibens vis-rgeschriebcnen Schutzmaßregeln, mindestens aber die vollständige Gehölfts- und Weidesperre sofort unter dem Vorbehalt anzuordnen, daß die Maßnahmen ohne weiteres außer, Kraft treten, wenn der Kreisveterinärarzt fesfftellt, dipß Maul- und Klauenseuche nicht vorliegt.
2. Um die Durchführung der getroffen en Schsutzmaß- cegeln zu sichern, hat das Kreisamt, wenn Irgend möglich, tchleunigst einen Gendarm an den SeuchLrort zu stationieren, der die pünktliche Befolgung dec, angeordneten Maßregeln zu überwachen, dabei jedoch dia Seuchengehöfte selbst nicht zu betreten hat.
3. Tas Weggehen ungekochter Milch an/5 dem Seuch.en- gehöst ist stets zu verbieten, es sei denn/ daß die Milche in eine Sammelurolkerei geliefert wird, im der ihre ausreichende Erhitzung vor der Abgabe gewährleistet ist.
4. Tas Weggeben ungekochter Milch aus Sammel- molkereien ist stets zu verbieten, wenn innerhalb eines Umkreises von drei Spunden der SeuchenauZbruch festgestellt wird, oder wenn ein solcher in einem noch weiter entfernten Orte vorkommt, aus welchem Milch nach sorglicher Sammelmolkerei geliefert wird. Tie Dauer des ^Verbotes erstreckt sich zum mindesten auf die Zeit, bis die tauche in den betreffenden Orten oder dem erwähnten Umkreise nach § 69 der Re ichs instruktiv n für erlös eben erklärt ist. Dabei ist die Anordnung zu treffen, daß die zu dem Transport der Milch benutzten Gefäße vor ihrer Entfernung aus der Molkerei innen und außen mit heißer S^dalauge gründlich gereinigt werden. Dem Abkochen gleich,zu achten ist jedes andere Verfahren, bei welchem die Milch, auf eine Temperatur von 100 Gr. C. gebracht oder wenigstens eine Viertelstunde lang einer Temperarur von miisdestens 90 Gr. C. ausgesetzt wird (§ 61 Abs. 6 der Bunloesratsinstruktion).
Tie Beamteten Tierärzte und Polizeibehörden Haber: die Molkereibetriebe zu revidieren und sich dabei namentlich von der Erfüllung der obigen Vvrschirijften zu überzeugen.
5. Tas in Seuch<engehöften vorhandene Federvieh ist stets so zu verwahren, daß es das Gcchöst nich>t verlassen kann. Auch ist thunlichst dahin Vorkehrung zu treffen, daß Seuchengehüfle von ftemdem Federvieh nicht betreten werden.
6. Der Hausierhandel mit Klaucürvieh, sowie Federvieh ist stets im Umkreise von drei Stun/den um ein Seuchengehöft für die Dauer der SeuchengcS,ahr zu verbieten.
7. In dem Seuchengehöft und -in dessen Umgebung ist das Festlegen der Hunde anzuorbjaen. Fremde Hunde sind in Seuchenorten an der Leine yi führen und dürfen in Seuchengehöfte nicht mitgenomnum werden.
8. Eine besondere Sorgfalt ist Üier Ueberwachung der Viehmärkte zu widmen.
Für jeden Viehmarkt ist die Anordnung zu treffen, sah die für denselben bestimmten Tiere schon vor den Thoren oder Zugängen des Markiertes, mindestens aber 100 Meter von dem Vieh mar ktplcpj entfernt unter Aufbietung einer genügenden Anzahl von Tierärzten und Polizeimannschaften einer genauen U,ltersuchung unterzogen und nur dann zu dem Markt zugelpcssen werden, wenn sie vollständig unverdächtig befunden werden.
Indem wir diese von Gr. Ministerium des Innern an- geordneten Maßnahmen zur öffentlichen Kenntnis bringen, weisen wir daraus hin, daß die volljländige Unterdrückung der Seuche, wozu der gegenwärtige ZeitMakt geeignet erscheint, nur dann gelmgea dürste, wenn alle BeEgten nach Möglichkeit mitwirken, daß etwa noch Vorkommen 8 e Verseuchungen stets uu> gesäumt zur Kenntnis der Behörden gebracht werden.
Gießen, 28. August 1902.
Großherzogliajes Kreiäsarnt Gießen.
Dr. B r e i d q r t.
Gießen, den 28. August 1902.
Betr.: Wie oben.
Das GroßherMliche Krcisamt Gießen
an die OrtspolizeibehörÄen des Kreises.
Unter Bezugnahme auf vonstehende Bekanntmachung weisen wir Sie an, die Ihnen hiernach obliegenden Verpflichtungen genau zu beachten und prbnktlich zu erfüllen.
Dr. Breihert.
• Bekanntmachung.
Betr.: Rotlausseuche.
Bei einem Schweine des Schneiders Martin Fri eb erts- häuser zu Wehrshausen ist Rotlaufseuche festgestellt.
Gehöftsperre ist angeordnet.
Marburg, den 26. August 1902.
Der Königliche Landrat.
Die Ileischterrerung.
In ganz Deutschland geht seit kurzem ein allgemeines Klagen durch den Blätterwald über die aller Orten eintretende Fleisch-Verteuerung. An der Lahn und am Main, an Rhein und Donau, an Isar und Lech, an der Elbe und der Oder, und ihren Nebenflüssen, bejammert man die kaum noch erschwinglichen Fleischpreise.
Bei uns in Gießen haben die Metzger bereits vor einigen Monaten ihre Preise beträchtlich zu erhöhen begonnen, und das Publikum hat diese Preissteigerung mit bewundernswerter Kaltblütigkeit und Ruhe ausgenommen. Während man sich anderswo entrüstet, während allerhand Maßnahmen von der Reichsregierung verlangt werden, um dieser Fleischteuerung zu steuern, zahlt Gießens Bevölkerung bereits seit Monaten ruhig die höheren Preise, ohne sich dabei sonderlich aufzuregen, und fortwährend scheinen noch Preissteigerungen einzutreten. So ist z. B. der Preis des Roastbeass jüngst innerhalb weniger Tage um 4 Psg. pro Pfund in die Höhe gegangen. Tas alles haben die Gießener Hausfrauen augenscheinlich ohne erhebliches Murren hingenommen. Keine Eingaben sind an die Bürgermeisterei gemacht worden, wie in zahlreichen anderen Orten, so in Mainz, wo die Bürgermeisterei eine Sitzung der Deputation für sozialpolitische Angelegenheiten berufen hat, welche die Frage eingehend besprechen und sich schlüssig zu machen haben wird, ob man bei der Reichsregierung um Aufhebung der Grenzsperre vorstellig werden soll. Und auch keine „Eingesandts" sind in dieser so tief einschneidenden Frage Vern „Gieß Anz." zu teil geworden. Wir fragen uns, warum ereifert man sich bei uns in Gießen nicht angesichts der an sich zweifellos bedauerlichen und unseren Gelbbeuteln keineswegs sympathischen hohen Forderungen der Metzger?
Es ist nicht allein der Konsument, der da zu Mißmut guten Grund hat, sondern auch die Metzger selber klagen laut über den Fleischmangel und die Fleischteuerung, und wir nehmen ihnen bas auch nicht übel. Wer sich in seinen Interessen geschädigt sieht, sagt die klerikale „Köln. Volksztg." sehr richtig, der „schreit"; bas ist einmal so Mode. Nur sollten die Metzger, so fährt das genannte Blatt fort, dem wir die folgenden Ausführungen entnehmen, nicht glauben machen wollen, daß sie lediglich aus Mitleid mit den armen Fleischverbrauchern klagen, sondern gestehen, daß sie es um ihrer s e l b ft w i l l e n thun. Sie wünschen bas Schlachtvieh möglichst billig einzukaufen, und deshalb die Einfuhr möglichst viel fremden Viehes, das die Preise des einheimischen drücken helfen soll. Außerdem befürchten sie, daß, wenn die Fleischpreise so hoch bleiben, der Verbrauch zum Schaden der Metzger abnehmen werde. Also ihr eigenes Interesse, nicht nur das des Publikums steckt hinter ihren Klagen über die Fleischteuerung.
Nun läßt sich ja gar nickt leugnen, daß in den letzten Monaten die Viehpreise gestiegen sind. Vielleicht ist die Meinung zutreffend, daß der außerordentliche Futterreichtum dieses Jahres viele Landwirte veranlaßt habe, möglichst viel Vieh zur Aufzucht einzustellen, und infolgedessen für eine Weile eine gewisse Stockung im Verkaufe eingetreten ist und sich auf dem Markte ein Mangel an Schlachtvieh bemerklich macht. Das kann dann aber nur vorübergehend fein und mutz in absehbarer Zeit ein um so stärkeres Angebot und ein Sinken der Vieh preise im Gefolge haben.
Viele lieben es, gleich über die Agrarier zu schreien, die durch ihre unersättliche Habgier einen ehrenwerten Gewerbestand ruinierten und das Publikum aussaugten. Die Negierung wird beschuldigt, den Agrariern hierbei durch die Grenzsperre willig Dienste zu leisten, denn die Furcht vor der Einschleppung von Viehseuchen sei nur ein Vorwand, um die Konkurrenz fremden Viehes ausschließen zu können.
Man sollte denn doch ein wenig Gerechtigkeit üben und den Landwirten eine rentable Viehzucht gönnen. Sie müssen doch bestehen können, und wenn sie es vom Getreidebau nicht können, so müssen sie sich auf die Viehzucht verlegen. Diese hat in den letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen. 9hin ist freilich das A und O der Metzger und der Händler: Die deutsche Landwirtschaft vermag öte nötige Menge Fleisch nicht zu produzieren, also muß die Grenze geöffnet werden. Allerdings ist die deutsche Viehzucht noch nicht so weit, daß wir fremden Fleisches gänzlich entbehren können. Wer wir müssen sie unbedingt dagegen schützen, daß fie durch eingeschleppte Seuchen wieder zu Grunde gerichtet werde. Jedenfalls fann wegen einer vorübergehenden Teuerung unsere Landwirtschaft nicht gleich einer großen Gefahr ausgesetzt werden. _ c _
Unnötige Sperrmaßregeln und eine Sperrung, die bloß eine Umgehung der Handelsverträge fein soll, billigen auch wir nicht. Man muß auf die Volksernährung soviel Rücksicht nehmen, wie nur irgend möglich, und darf das fremde Fleisch nicht mit der Berufung darauf, daß unsere Landwirtschaft später einmal im stände sein werde, alles erforderliche Fleisch, allem zu erzeugen, einfach aussperren. Man soll aberauch nicht gleich bei jeder Fleischknappheit ein großes Ge
zeter gegen die Agrarier anstimmen oder gar die Fleisch- preise in die Höhe schrauben, um das Publikum mit gegen die Agrarier zu verhetzen. Was darin jetzt wieder geleistet wird, geht über das durch die Klugheit und das eigene Interesse gebotene Maß bedenklich hinaus.
Wenn da z. B. in der „Allg. Fleischerztg." von der „agrarischen Seuche" die Rede ist, die „der Fluch Deittsch- lands in unserer Zeit" sei und von der unser Volk bei den nächsten Wahlen hoffentlich Befreit werde, so zeugt das von einem bedauerlichen Mangel an Besonnenheit und Objektivität. In derselben Wslassung wird ein allgemeiner Metzgerstreik empfohlen; etwa 14 Tage lang solle jede Schlachtung in ganz Deutschland unterbleiben, um die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, daß ganz abnorme Verhältnisse (die mit dem „Ammenmärchen" der Seuchengefahr beschönigte Grenzsperre) die Fleischteuerung veranlaßten. Wie nun aber, wenn die Agrarier ihrerseits, erklärten, die Metzger und Viehhändler seien der „Fluch Deutschlands in unserer Zeit", da sie die Bevölkerung unter dem Vorwande des Viehmangels durch hohe Fleischpreise ausbeuteten. Deshalb würden sie (die Agrarier) ich zu Metzgerei- und Fleischverkaufsgenossenschaften zu- ämmenthun, um der Bevölkerung gutes und billiges Ueisch zu liefern? Liest man doch als Antwort auf die Klagen der Metzger über Viehmangel in letzter Zeit vielfach Erklärungen von Landwirten, die versicherten, sie hätten durch Anzeigen in den Blättern Schlachtvieh aller 2Irt angeboten, es sei aber kein Metzger ober Händler gekommen, um es abzunehmen; also müsse der Viehmangel doch nicht so groß sein. Also ein wenig mehr Gerechtigkeit und Besonnenheit bei Wahrung der eigenen materiellen Interessent
Politische Tagesschau.
Berliner Kunst.
Die nationallckerale ,23erl. Börsen-Ztg." widmet dem neuen Rolandbrunnen und anderen neueren Berliner Kunstwerken folgende Worte der Beklemmung:
Der Roland bedeutet den Abschluß der Sieges-Allee. Die Bevölkerung Berlins würde aber zu dieser Statue mit noch größerer Begeisterung aufblicken, wenn sie nicht nur den Abschluß der neuen Anlage, sondern den Abschluß der ganzen etwas bewegten Bau- periode bedeuten würde, die seit einigen Jahrzehnten friedliche Bürger nicht mehr zur Ruhe kommen läßt. Keine Zeit, auch die Zeit des baulustigen und prunkbedürftigen Friedrich 1. nicht, hat das Bild der Landeshauptstadt so gründlich verändert, wie die Jahre, die unmittelbar hinter uns liegen. Das neue Reichstags- gebaude ist entstanden, das Abgeordnetenhaus, der Dom, das Marstallgebäude, das geschmacklose Posttnuseum; die alle Akademie wird veffchwinden, das Herrenhaus ist fertig, das neue Kaiser Friedrich-Museum wächst der Vollendung entgegen; die Denkmäler, Nationaldenkmäler, Märchenbrunnen, Schloßbrunnen, Brückenstatuen schießen hervor wie die Pllze; die „ßinben" werden umgebaut. der Tiergarten ist „gelichtet", der Botanische Garten verschwindet und in der Waldeinsamkeit des Grunewaldes wird mit dem Abholzen begonnen, damit an den lieben stillen Ufern der Havel Platz für eine Vogelwiese gemacht wird . . . Dieses fortwährende Zerwühlen des heimischen Bodens, dieses Schwelgen in prunkvollen Dekorationsstücken, die mtt preußischer Art nicht das geringste zu thun haben, ist nicht nur ein etwas überflüssiger Sport, es ist geradezu bedenklich, weil es dem Volk die letzte Pietät und Bescheidenheit historischen Traditionen gegenüber vernichten muß. Und es ist ein Symptom für die Kleinheit der Zeit. Es hat noch keine wahrhaft große, schaffende Epoche gegeben, die Monumente gesetzt hätte. Das ist immer die Aufgabe der Epigonen gewesen, die nichts zu schaffen hatten und die Leere des Innern unter dem Glanz des Kostüms zu verbergen suchten. So auch bei uns. Die Väter haben in stummer Arbeit Schlachten geschlagen und Reiche gegründet ... wir sitzen an Bankettafeln, veranstalten Jubelfeiern, setzen auf jeden Berg ein Nationaldenkmal und in jebe Stadt mit über tausend Einwohnern Barockmonumente für Bismarck und Wilhelm den Großen.
Nach Ansicht des Kaisers steht die Berliner Bildhauer- schule auf einer Höhe, wie sie kaum in der Renaifsancezeit hätte schöner sein können. Der Kaiser ist des Glaubens, daß der Eindruck, den die Sieges-Allee auf den Fremden macht, überwältigend sei, und daß sich überall ein ungeheurer Respekt vor der Berliner Bildhauerei Bemerkbar macht.
Heer und Flotte.
Tem russischen L e iB - G ar d e-Re gim eut in Warschau, dessen Chef Kaiser W i l h e l m ist, gingen von diesem und dem Kronprinzen auf BegrüKings-Telegramme, die der Regimentskommandeur anläßlich des 176- jährigen Bestehens der Truppe an sie gerichtet hatte, nachstehende Antwortdepeschen zu:
„Ich danke dem Offizierkorps und den Chargen meines Petersburger Leib-Garde-Regiments für den Ausdruck der Anhänglichkeit und der Waffenbrüder- schaf t. Möge der Herr das Regiment segnen, und möge er es geben, daß in dem Regiment der Geist seiner Traditionen fortlebe, der es im Laufe von 176 Jahren erfüllt hat,damit das Regiment eine Zierde der ruhmvollen Armee bleibe und vor allem stets die Anerkennung seines erhabenen Oberherm verdiene. Tas wird mein Stolz sein.
Wilh e lm."
„Aufrichtig danke ich Ihnen für den mir im Namen des Regiments übermittelten Gruß. Zum heuttgen Festtage beglückwünsche ich das Regiment, dern^ anzugehören ich als besondere Ehre schätze, und bitte Sie, dieses in liebenswürdigster Weise dem Offizierkorps übermitteln zu wollen. Kronprinz Wilhelm."
Aolonialpost.
S a m o a. Ein Herr A. F. Pfeil weist im „Tag" daraus hin, daß kürzlich im Kolonialverein ein eben aus Samoa heimgekehrter Reisender der Kolonie jeden nennend- werten wirtschaftlichen Wert abgesprvcheu


