Nr. 202
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Erstes Blatt.
Freitag ÄS. August ISES
153. Jahrgang
Eichener Anzeiger
w Seneral-Anzeiger "
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Aer König von Italien in Merlin.
Berlin, 28. Ang-
Die Ankunft des Kaisers und des Königs von Italien vom Neuen Pmlais zum Besuche der Reichs- hauvtstadt erfolgte um y2l'C) Uhr vormittags auf dem reich- geschmückten Potsdamer Btahnhof. Bor der Rampe außerhalb des Bahnhofs marschierte eine Eskadron Gardeküras- siere unter Major Graf Mücher auf, welche den Wagen mit dem Kaiser und dein König eskortieren sollte. Zum Empfang erschienen Reichskanzler Graf Bülow, der italienische Botschafter Grv.s Lanza, der Botschafter in Rom, Graf Wedel, der Gouverneur von Berlin, der Generaloberst von Hahnke, der Stadlktomrnandant Generalmajor von Hopfner, der Chef des M Llitärkabinetts Graf Hülsen-Häseler, Polizeipräsident v. Wintpheim und andere. Pünktlich um die festgesetzte Zeit lief ber Hofzug ein. Ihm entstiegen der Kaiser in Generalsuvlisorm, der König in der Uniform seines Husaren - Regirneirts, die K a i s e r i n, derKron- psrinz, Prinz Joachim, Prinzessin Viktoria Luise, Minister Prinetti und das Gefolge des Königs. Die Kaiserin begab sich mit hum Kronprinzen, den Prinzen und der Prinzessin in den Fürstensalon, während der Kaiser die zum Empfange CLschienenen dem Könige vorstellte. Der König stellte sein »Gefolge vor. Nach der Vorstellung und ^grüßung traten sdie Herrschaften nebst dem glänzenden Gefolge auf die Rauche hinaus, von Hurrahrufen der Kürassiere und de tz, Publikums begrüßt, unb bestiegen die Wagen zur Fahrt laadji dem Brandenburger Thor. Im ersten mit Spitzenreitern ä la Daumont gefahrenen vierspännigen Galawagen. saß der König rechts vom Kaiser. Während die eskorticfl enden Gardekürassiere aufmarschierten, hielt der Wagen eine ganze Welle. Man sah den König und den Kaiser in lebhafter Unterhallung. Die Monar- chenwaren inbeskerStimmung. Der Kaiser machte den König wiederholte auf die Ausschmückung aufmerksam. Im Schritt setzte sich/- dann der Wagen, ein Zug Kürassiere voraus, ein Zug hinten, in Bewegung. Am rechten Wagenschlag ritt Oberstallineister Graf Wedel, links der Stadtkommandant. Im z Seiten Wagen fuhren die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Joachim und Prinzessin Viktoria Luise. Der Reichskanz/ter in Husar en ob ersteu-Uni- form, fuhr mit /dem Minister Prinetti, Graf Lanza mit dem kommandierenden General des XVIIL Armeekorps von Lindequist. In zahlreichen Wagen schlossen sich das Gefolge und die italienischen Gäste an. Unter lebhaften Zurufen der Bevölkerung ging die Fahrt über den Potsdamer Platz.
Auf dein Potsdamer Platz ereignete sich ein kleiner Zwischenfall. ZLahrscheinlich erschreckt durch das Hurrarufen der Menge,, scheuten und bäumten die Pferde de^ zwei en Wagens und drängten zurück Die Sattelreiter waren ihrer nicht Herr und Schutzleute sprangen hinzu, um die Pferde zu halten, d er Kr ompr in z v erli e ß den Wagen. Die Lakaien sprangen ab. Aus einem der nächjsten Wagen, die zum Stehen tarneßt, eilte eine der Hofdamen herbei. Die Dem Wagen folgende halbe Schwadron der Kürassiere geriet duwch das Zurückdrängen etwas in Unordnung. Die garvze Szene dauerte nur wenige Minuten, dann waren die Pferde beruhigt und es ging weller dem Wagen des Königs und des Kaisers nach der inzwischen einen ziemlich großen Vorsprung gewonnen hatte.
Aus allen Fenstern wurde zur Begrüßung mit Taschentüchern gewinkt. Durch die Bellevuestraße ging es dann in langsamem Toabe amRolandbrunnen vorbei durch die S i e g e s a l K e e. Am Rolandbrunnen und in der Siegesallee machte der Kaiser den König auf Einzelheiten aufmerksam. Der König besichtigte die Rolandftgur und die Standbilder der Siegesallee mit sichtlichem Interesse. In der Siegesallee bildeten die Kriegervereine mit ihren Fahnen, auf bei*: Charlottenburger Chaussee die Innungen Spalier. So tarn der Zug zum Brandenburger Thor-
Auf dem Platze vor dem Brandenburger Thore hatten die städtischen Körperschaften Aufstellung genommen, an der Sipitze der Oberbürgermeister und der Stadt- verordnetenvorß eher. Gegenüber standen Ehrenjungfrauen, Zur Seite die Mitglieder der italienischen Kolonie mit Fahnen. Den Platz umsäumten Massen von Publikum. Auf der Charlottenburger Chaussee standen die Innungen, deren Kapeller fleißig konzertierten. Durch das gold- schllnmernde Brandenburger Thor war das Spalier der Garnisonen sichtbar. Fenster und Dächer der anliegenden Häuser waren, dicht mit Menschen besetzt. Hochrufe und mll dem italienischen Königsmarsch einsetzende Musik kündeten das Nahen des Zuges. Die Kürassiere hielten und der offene: vierspännige Galawagen mit den Monarchen machte am Podium der Stadtvertretung Hall.
Oberbürgermeister Kirschner dielt die Begrüßungsansprache, in welcher er die Freundschaftsbeziehungen dcw Häuser Savoyen und Hohenzollern betonte und der festlichen Tage gedachte, wo der Großvater und Vater des Königs in Berlin wellten, und hervorhob, daß das Erscheinien des Königs auf deutschem Boden einen neuen Beweis dafür bilde, daß der König erschlossen sei, das Bündnis zwischen Italien, Deutschland und Oester- reich^UngarrL allezell zu pflegen und dadurch den Völkern den Frieden- zu erhalten.
Der .König erwiderte in französischer Sprache lungesähr Folgendes:
Ich bebaute recht sehr, der deutschen Sprache nicht so macht üg zu fein, um Ihnen, Herr Oberbürgermeister, darin mmne Gefühle und Dank aussprechen zu können. Ich freue mich, hier in der Hauptstadt einen so herzlichen Ei ipfang gefunden zu haben, und bitte meinen verbind! ochsten Dant dafür entgegennehmen zu wollen. Der I^önig reichte dem Oberbürgermeister die Hand.
Dann traten die Ehrenjungfrauen heran. Fräulein Kirschner überreichte einen Blumenstrauß. Hochrufe ertönten, als der Zug sich wieder in Bewegung setzte, untermischt mit Evvivas der Italiener. So ging es durch die präsentierenden Truppen und durch die in der Sonne leuchtenden Blumenarrangements unter den Linden zum Zeughaus.
Vor dem Zeughause hatte die Leibkompagnie des ersten Garderegiments in ihren historischen Blechmützen aus der friedericianischen Zeit Aufstellung genommen und deren Kapelle begrüßte die Herrschaften, als sie vor dem Zeug- hause vorfuhren, mit schmetternder Musik. Im Lichthof war inmitten von Kanonen, Arrangements von Gewehren, Trommeln und Trompeten ein Altar errichtet, vor welchem 41 Fahnen, welche an Regimenter neu verliehen wurden, die Weihe empfingen. Die Fahnen standen in drei Rechen; neben der ersten Reihe stand der Kronprinz, neben der zweiten Reihe Prinz Eitel Friedrich, neben der dritten Prinz Joachim. Der König schlug jedesmal den ersten Nagel ein. Im Lustgarten feuerten während der Feierlichkeit Geschütze 101 Schuß ab. Nachdem die Herrschaften das Zeughaus verlassen hatten, nahmen der Kaiser und der Mjnig vor dem Zeughause den Vorbeimarsch der Leibkompagnie entgegen, dann bestiegen sie den Wagen und fuhren in bai. königliche Schloß. Auch nachdem die Herrschaften sich zurückgezogen hatten, herrschte vor dem Schloß bis zum Brandenburger Thor die ganze Straße Unter den Linden entlang gewaltiges Leben. Wohl 50 000 Menschen drängten sich auf dem ganzen Wege, um die Fahrt bc§ Königs zum Frühstück bei dem italienischen Botschafter Grafen Lanza anzuschauen.
Bei der Feier im Zeughause waren auch der Reichskanzler Graf Bülow und die Minister anwesend.
Nach der Feier der Fahnennagelung in der Ruhmes- halle und der Fahnenweihe im Lichthof des Zeughauses fuhren die Monarchen unter donnerndem Salut von 101 Schüssen, den eine Batterie im Lustgarten ab gab, zum Schloß, vor welchen sie den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie abnahmen, während die Truppen des Spaliers, das sich bis zum neuen Dom herumzog, präsentierten. Im Schloß, von dessen Dach die italienische Königstandarte weht, geleitete der Kaiser den König in seine Gemächer. Der Kaiser, die Kaiserin und dec Kronprinz nahmen das Frühstück im Schloß ein, der König beim Botschafter Grafen Lanza. Auf dem Wege dorthin wurde der König lebhaft begrüßt.
Der Saal der italienischen Botschaft, in welchem das vom Botschafter gegebene Frühstück stattfand, war reich mit Blumen geschmückt. Die Tafel war überaus geschmackvoll arrangiert. Zur Rechten des Königs von Italien saßen die Gräsin Bülow, Minister Prinetti, Staatssekretär v. Richthofen, Admiral Delibero, der deutsche Mi- litärattachee Atajor Chelius, der Delegierte des italienischen Schatzamtes Rizzi und Marquis Negretto, zur Linken Mar- chesa Jmperiali, General v. Lindequist, General Brusati, Oberst Blumenthal, Herzog Fragnito, Marquis Jmperiali und Ritter Orsini. Dem Könige gegenüber saß der Botschafter Graf Lanza, rechts von diesem Graf Bülow, Ponzio Vaglia, Unterstaatssekretär Mühlberg, von Marciani, von Keibel, Major Todini, Ritter Gastaldello. Zur Linken vom Grasen Lanza hatten Platz genommen: Graf Wedel, Gian- notti, Arnoldi, Graf Leonardi, Baron Lanken und Graf Prinetti. Der Kaiser sandte heute vormittag dem Grafen Lanza seine herrlich ausgefuhrte Bronzebüste.
Der König von Italien empfing auf der italienischen Botschaft die hiesige llalienische Kolonie und Abordnungen der Kolonien von Leipzig und Kopenhagen. Er fuhr dann von der Botschaft aus beim P r i n z e n Fr i e d- rich Heinrich vor, ferner bei dem Reichskanzler Grafen Bülow, dem Oberstkämmerer Grafen Solms-Baruth, dem Grafen Walder fee, dem Generalobersten von Hahnke, bei den hier anwesenden Botschaftern der Türkei Oesterreich-Ungarns und Spaniens und fuhr dann nach Charlottenburg, wo er im Ätausoleum einen Kranz niederlegte. — Der Kaiser und die Kaiserin unternahmen heute nachmittag eine Spazierfahrt.
Der König von Italien verlieh dem Reichskanzler Grafen von Bülow den Annunziaten-Orden und überreichte ihm die Insignien in der italienischen Botschaft persönlich
Der Kaiser teilte dem König von Italien mit, er habe dem Ministerpräsidenten Zanardelli aus Anlaß der Erneuerung des Dreibundes den Schwarzen Adlerorden verliehen. Minister Prinetti erhielt den Verdienstorden der preußischen Krone. König Viktor Emanuel verlieh dem Staatssekretär v. Richthofen -das Großkreuz des Mauritius- und Lazarusordens, dem Unterstaatssekretär von Mühlberg das Großkreuz des Ordens der italienischen Krone.
Abends 6 Uhr sand in der Bildergallerie des Berliner königlichen Schlosses beim Kaiserpaar Galatafel statt. Der König von Italien führte die Kaiserin, der Kaiser die Prinzessin Friedrich Leopold. Bei der Tafel saß der König zwischen dem Kaiser und der Kaiserin, rechts vom Kaiser folgten zunächst: Prinzessin Friedrich Leopold, Prinz Ellel Friedrich Gräftn Bülow, Prinz Friedrich Heinrich Palastdame Gräfin Keller, Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, Hofdame Gräfin Stolberg - Wernigerode, Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg, Prinz Albert, von Schleswig-Holstein, Prinz Karl von hohenzollern, Wirklicher Geheimrat Dr. v. Lucanus, Minister Schönstedt, General v. Plessen, Staatsminister Budde; links von der Kaiserin saßen zunächst: der Kronprinz, Oberhofmeisterin Gräfin Brockdorff, Prinz Friedrich Leopold von Preußen, Marquise Imperiale Francavilla, Prinz Paribatra von Siam, Hofdame Fräulein Gersborss, Prinz Chlodwig von Hessen-Phllippthac-BarchselD, Hofdame Burggräfin Gräfin
Dohna, Prinz Albert von Schileswig-Holstein-Sonderburg- Glücksburg, der Erbprinz von Hohenzollern, Graf A. Eulenburg, Kriegsminister Goßler, General der Infanterie Freiherr Funck, Minister v. Hammerstein. Gegenüber dein König saßen Reichskanzler Graf Bülow zwischen dem italienischen Minister Prinetti und dem italienischen Botschafter Grafen Lanza; weiter rechts folgten zunächst Feldmarschall Gras Waldersee, italienischer Minister Ponzio Vaglia, General oberst v. Hahnke, italienischer Generalleutnant Brusfern, General der Infanterie v. Werder, italienischer Botschaftsrat Imperiale Francavilla, General der Kavallerie Graf Schliessen; nach links: Oberstkämmerer Graf Solms-Baruth, italienischer Palastpräfekt Gionotti, Oberst-Schenk Herzog von Trachenberg, italienischer General-Adjutant Kontre* Admiral Libero, Minister v. Wedel, italienischer Oberstleutnant Bastaldello, General der Kavallerie v. Bülow.
Bei der heutigen Gala täfel brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus:
„Wenn Ich Euere Majestät von ganzem Herzen hier willkommen heiße, so ist das nicht der hergebrachte Ausdruck der Höflichkeitsform, sondern der tiefsten Herzensüberzeugung. Willkommen sei Euerer Majestät dargebracht als dem Sohne jenes ritterlichen Königs Umberto ohne Furcht und Tadel, der seine Freundschaft und Bundestreue von Meinen Vorgängern an derKrone, besonders Meinem seligen Herrn Vater mit vollster Wärme auf Mich, den so viel Jüngeren, übertrug. Ihm bewahre Ich stets, solange ich lebe, ein heiliges dankbares Andenken in meinem Herzen. Willkommen fei Euerer Majestät zugerufen als König des herrlichen ,schönen Italien, des Landes unserer Träume, des Jungbrunnens unserer Künstler und Dichter. Willkommen seien Euere Majestät uns als treuer Bundesgenosse, nach Wiedererneuerung des uns untereinander und mit unserem erhabenen Freunde Seiner Majestät Kaiser, Könige Franz Joseph verknüpfenden Bündnisses, welch e s i n alter Kraftfortbe st ehtund in das Sein unserer Völker sich fest ein gelebt hat, nachdem es Jahrzehnte hindurchEuropa den Frieden gesichert hat und, so Gott will, noch fürlangesichernwird! Mit Mir in jubelndem Gruß ruft das gesamte deutsche Vaterland: Seine Majestät der König Hurra! Hurra! Hurra!"
Ter König von Italien erwiderte (in deutscher Uebersetzung) folgendes:
Die Gefühle wahrer Zuneigung, die Ew. Majestät für Mein Land, Mein Haus, und Meine Person zu bekunden geruhl haben, sind ein kostbares Unterpfand einer Freundschaft, die Ich von ganzem Herzen erwidere. Auch Ich gedenke mit lebhafter Rührung der brüderlichen Zuneigung, die Ew. Majestät erlauchten Vater mit dem meinigen vereinte, der herzlichen Intimität, die zwischen unseren beiden ruhmreichen Großvätern bestand. Im Zeichen solcher Erinnerungen werden unsere Völker auf den Bahnen der Civilisation fortschreiten, gesichert durch dieses alte Bündnis zwischen Den beiden Kaisermächten, in welchem bie allgemeine Anschauung jetzt das Sinnbild des Friedens und dessen wirksamsten Schutz erkennt. Dies ist der Wunsch, mit dem Ich Mein Glas erhebe, um zu trinken auf das Wohl Ew. Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, der kaiserl. Famille, auf die Wohlfahrt des mächtigen Deutschland, von welchem ein so hoher Glanzvon Arbeit und Wissen aus strahlt. Es lebe Se. Maj. der Kaiser und König!
Ten heutigen Tag beschloß eine Galavorstellung im Opernhause, das mit Blumen, Guirlanden und Schleifen in italienischen Farben reich geschmückt war. In der großen Hosloge saßen u. a. die Kaiserin, der König von Italien, der Kaiser, Prinzessin Friedrich Leopold re. Der Kaiser trug die Uniform des 2. Leibhusaren-Regiments, der König die der 13. Husaren. In den Logen im ersten Range saßen die Botschafter, die Herren und Damen des diploma- lischeu Korps, der Reichskanzler, die Minister, Botschafter Graf Wedel, der italienische Minister des Aeußem, Feldmarschall Graf Waldersee n. a. Es wurde der 2. Akt von Verdis „A i d a" unter Tr. Mucks Leitung gegeben mll den Damen Goetze, Hiedler und den Herren Grüning und Hoffmann in den Hauptrollen. In der daraus folgenden längeren Pause hielt das Kaiserpaar Cercle. Ten Beschluß machte der 4. Akt von Carmen mit Frl. Testinn und Herrn Hoffmann. Nach der Vorstellung kehrten die Majestäten nad), dem Neuen Palais zurück.
Bei den Einzugsfeierlichkeiten sind 23Ohnmachts- an fälle und kleinere Verletzungen vorgekommen.
Aus deu Toasten der bemen Monarchen ist der erfreu* liche Schluß zu ziehen, daß alles in bester Ordnung ist auf dem Gebiete der hohen Politik, und daß insbesondere zwischen Italien und Teutschland keinerlei Mißverständnis existiert. Tie Ordensverleihungen, die in der Regel den Abschluß von Hertsch^erbegegnungeii bllden, ind schon jetzt erfolgt. Indessen betreffen diese Auszeichnungen diplomatische Leistungen, die der jüngsten Ver- gangeiiheit angehören; sie sind Erkenntlichkeiten Der Herr- cher für die Erneuerung des Dreibundes, und dieses Motiv ist gelegentlich ausdrücklich angegeben.
König Viktor Emanuel wird in naher Zeit Gast des Präsidenten Loubet sein. Man weiß seit dem Empfang des Zaren in Paris, was alles die Franzosen bei solcher Gelegenheit aufbieien an originellen, kühnen, zum Teil aber auch groiesken Ideen, um an Der Spitze zu marschieren, alles Tagewesene zu überbieten. Ohne Zweifel wird ein Empfang


