lichere Lage als in den beiden wurden Bergleichsverhandlungen Parteien unmittelbar sowie durch Polizeiamts daselbst gepflogen, die zu wege brachten. Ein Teil der
Ausstand in eine miß- anderen Städten. (£S zwischen den beiden Vermittelung h,es Gr.
eine teilweise Einigung Meister hat anläßlich dieses Ausstandes den Entschluß gefaßt, künftighin für die Sommerzeit Gehilfen nur auf Grund besonderer Abmachungen anzunehmen, um der Gefahr eines Streikes vor-
In Bad Nauheim gerieten die Bäckermeister wegen der herrschenden Badesaison durch den "" ' '
Hess. Gewerbeinspektoren folgende Mitteilungen: Die Lohst2 bewegung dehnte sich auf die Städte Gießen, Bad Nauheim und Friedberg aus. Die Forderungen der Gehilfen, die den einzelnen Meistern in Gießen übersandt wurden, lauteten folgendermaßen: 1. Kost und Logis wird den Gehilfen nicht mehr gewährt. An deren Stelle tritt ein Mienimallohn: a) Schießer 26 Mk., b. Teigmacher 24 Mk., c) Dritter und Vierter 21 Mk., höher stehende Löhne dürfen nicht gekürzt werden. 2. Das zum Bedarf nötige Brot wird den Gehilfen gratis verabreicht. 3. Ein An- und Auskleideraum mit der nötigen Waschgelegenheit. 4. Strikte Einhaltung des Maximalarbeitstages. 5. Die gesetzlich erlaubten Ueberstunden werden pro Stunde und Kopf mit 50 Pfennigen vergütet. 6. Des Sonntags muß die Arbeit um 8 Uhr morgens beendet sein und darf vor abends 12 Uhr nicht wieder ausgenommen werden. 7. Der Lohn muß nach Schluß jeder Woche voll ausbezahlt werden. Zur Sicherung des Meisters bleiben drei Tage Lohn stehen. 8. Die Kündigungsfrist beträgt von nun ab acht Tage. 9. Ein unparteiischer Arbeitsnachweis. Der Sprechmeister muß sein Bureau in einem Privatzimmer haben, und wird derselbe von -einer Kommission, bestehend ans.drei oder mehreren Meistern und ebenso viel Gehilfen, kontrolliert. 10. Aushilfslohn beträgt für Schießer 6 Mk., für Teig- macher 4 Mk., für Vierte 4 Mk. In einen Ausstand (der übrigens nur drei Tage währte) traten nur 10 Gehilfen! in Bad Nauheim, die sämtlich kontraktbrüchig wurden, während die Gehilfen in Gießen und Friedberg überhaupt nicht die Arbeit niederlegten. Abgesehen von Einzelfällen erreichten die Gehilfen, trotzdem sie nachträglich ihre Forde- rungen ermäßigten, nichts, int Gegenteil mußten einige von ihnen, die an der Bewerkstelligung der Bewegung Interesse gezeigt und für die oben erwähnten Forderungen mutig und offen eingetreten waren, dies mit dem Verluste ihrer Stelle büßen. Das für die Gehilfenschaft in Gießen negative Ergebnis hatte in Verschiedenem seine Ursache. Den Gehilfen selbst, etwa 50 an der Zahl, fehlte es an der erforderlichen Einmütigkeit. In Gießen bestand seit langen Jahren der in guten Beziehungen zu der Meisterschaft stehende Bäckerverein „Frühauf". Vor Beginn der Lohnbewegung löste sich dieser auf, und der größte Teil der Mitglieder schloß sich dem Bäckerverbande an. Man war sich aber auf Seiten der nunmehr organisierten Gehilfen über die Tragweite und Wichtigkeit eines Ausstandes offenbar nicht genügend klar geworden, hatte aber auch auf die volle Unterstützung und Teilnahme der Mitglieder zu sehr gerechnet, von denen jedoch ein Teil, trotzdem er der Organisation beigetreten war, einem Streike nicht zuneigte. Andererseits aber empfanden die Meister die gestellten Forderungen als ungeheuerlich und übermäßig. Sie erblickten darin einen Kampf um die Macht und Herrschaft im Betriebe und Hanse, und wenn auch in einzelnen Punkten Geneigtheit zu einem Entgegenkommen bei einer großen Anzahl Meister vorhanden war, so teilten diese doch ihre Sonderanschauungen hinter die allgemeine Auffassung zurück, daß es sich um eine Machtrage handle und der Kamps ausgefochten werden müsse. Sie lehnten deshalb einstimmig die Forderungen der Gehilfen ab und letztere hielten es nicht für geraten, diesen Forderungen durch Niederlegung der Arbeit Nachdruck zu verschaffen. Dazu kam, daß die Bäckermeister schon lange vor Beginn der Bewegung wohl unterrichtet waren und rechtzeitig zur Abwehr Vorkehrungen getroffen hatten. So waren z. B. von ihnen bei Zeiten mit auswärtigen Meistern Verbindungen wegen Ueberlassung von Anshilfe- lersonal angeknüpft worden. Die Leitung der Lohnbewegung hatten die Führer des Bäckerverbandes, die ihren Sitz in Hamburg haben, übernommen. Der größte Teil der Gehilfen ist mittlerweile wieder dem alten Verein „Frühauf" beigetreten, und es gehören nur noch etwa 12 bis 15 Gehilfen dem Fachverein an.
zribengem
** Kündigung und Kontraktbruch. Wir lesen im Jahres bericht der Großh. Hess. Gewerbeinspektionen: Die der Arbeiterzahl nach bedeutendste Fabrik des Aufsichtsbezirks Darmstadt hat schon vor längerer Zeck die Kündigungsfrist für das Arbeitsoerhältnis aufgehoben. Im Berichtsjahre hat auch eine andere größere Fabrik die Kündigungsfrist aus der Arbeitsordnung beseitigt. Die Fabrikleitung begründet dies mit folgenden Worten:
„Die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung^ irrst besteht bereits bei einer größeren Zahl von Fabriken und ist bei verschiedenen sogar teilweise auf Wunsch der Arbeiterschaft ein- geführt worden. Eine Aenderung hat sich dadurch als notwendig erwiese»,, daß gewöhnlich seitens der Arbeiter das Arbeitsoerhältnis ohne Kündigung gelöst wird, währerrd wir unsererseits selbst bei begründeten Ursachen zur Aufhebung des Arbeitsverhältnisses so- fortigeu Klagen ausgesetzt ivaren, welche in vielen Fällen sogar zu unseren Ungunsten ausliefen, auf alle Fälle aber uns durch Wahrnehmung der betreffenden Termine am Amtsgericht nicht'wieder- eindringliche Kosten verursachten. Auch ergab es sich, daß regelrecht gekündigte Leute die Zeit bis zu ihrem Austritt zu einer intensiven Agitation gegen die Fabrikleitung benutzten, andere Arbeiter um Austritt veranlaßten und uns dadurch in empfindlicher Weist chädigten."
Die Kündigungsfristen sind überall die nämlichen. Sv ist in einem Kreise des Aufsichtsbezirks Gießen die 14tägige Kündigungsfrist fast in allen Gewerbebetrieben Regel, während- den, in einem anderen Streife einem Ausschluß von Kündigungsfristen der Vorzug gegeben wird. In 14tägigem Kündigungsverhältnis stehen rund 8500 Arbeiter, also die überwiegende Mehrheit, in Stägigem Kündigungsverhältnig e roa 800. Die Zahl der ohne Kündigungsfrist eingestellte» Arbeiter beträgt rund 2500. Monatliche Kündigungsfriß haben etwa 230 Arbeiter, dazu gehören diejenigen in einige? Gasfabriken und Molkereien. Einige Großbetriebe habe? roegeu der schlechten Erfahrungen, die sie mit längeren Kündigungsfristen gemacht haben, diese ausgeschlossen. Daß aue* ein Teil der Arbecker keine Vorliebe für längere Kündigung^ risten besitzt, beweist das Verlangen vieler Mühlenaroeite^ nach einer Stägigen Frist, ferner die Forderung einer Stägigen Kündigungsfrist seitens der Bäckergehilfen aus Anlaß eine? Lohnbewegung, sowie die in Uebereinstimmung mit den Arbeitern einer Bierbrauerei in deren Haus- und ArbeitL ordnung aufgenommene gänzliche Beseitigung der ^ür' digungsfrist.
fdjen Verhältnisse gar feine Rücksicht zu nehmen. Was die I der Konvention und das Schlußprobokoll werden ohne er- Aeußerungen Kramarz bezüglich der Los von Rom-Be-Ihebliche Debatte erledigt und die Abstimmung vertagt. Zu ? -n fce*rtfft, erklärt der Minister, er leugne nicht, der dann begonnenen Beratung der Zuckersteuernovelle daß bte evangelisch<en Vereine, insbesondere der Gustav- liegen mehrere Anträge vor, darunter ein sozialdemokrati- Adols-Verein, diese Bewegung unterstützten; das seien pri- scher auf Aufhebung der Zuckersteuer. Abg. Müller-Fulda vate Angelegenheiten. Soweit es sich aber um die deut- unterbreitete der Zuckersteuerkommission einen Abänder- sch^n Regierungen handelt, könne er nun feststellen, daß ungsantrag zur Zuckerfteuemovelle, wonach der Artikel 1 sie außerordentlich korrekt vorgegangen seien und ihm lautet: der zweite und dritte Teil des Zuckersteuergesetzes feinen Anlaß zu einem Schritte in dieser Hinsicht gegeben vom 27. Mai 1896 werden mit den Wirkungen vom 1. August batten. Wenn die Agitation dieser Vereine in Oesterreich 1903 ab auf gehoben. Beim Artikel 2 ist dem Paragraphen gegen die Gesetze verstoße, sei es Ausgabe der österreichi- 80 in einem dritten Absatz, betr. Ermäßigung des Ein- dagegen einzuschreiten. Dasselbe gelte hin- gangszolles für Zucker, hinzuzufügen: Für raffinierten sichtlich der vom Auslande gekommenen evangelischen Seel- Zucker und solchen, der diesem gleichgestellt ist, ist der lovger. Darauf nahm die Delegatton den Bericht desBudget- Zoll zu ermäßigen, vom 1. September 1903 auf 19.80 Mk ausschusses sowie das Budget des Aeußern an. vom 1. September 1904 auf 18.80 Mk., vom 1. September
—---- 11905 auf 17.80 Mk., vom 1. September 1906 auf 16.80 Mk.
Die Mam-Neckar-Bahll im badischen und preußischen Landtage, von 100 Kilogramm Reingewicht; für den anderen Zucker
Die badische Erste Kammer beschäftigte sich in 1. September 1903 ab auf 19.40 Wit, üom 1.«September ihrer letzten Sitzung mit dem (Staatsvertrag zwischen Baden |4$Q4 auf 18.40 Mk., vom 1. September 1905 auf 17.40 Mk. Preußen ru'Ub Hessen betr. die Vereinfachung der Verwalt- "ud vom 1. September 1906 auf 16.40 Mk. Der Paragraph 2 ung der Main-Neckar-Bahn. Ter Antrag her Kommission Absatz 1 ist folgendermaßen abzuändern: Die Zuckersteuer der dahin ging, daß die Kammer dem Vertrage ihre «fu- betragt von 100 Kilogramm Reingewicht vom 1. September ftimmung erteilen wolle, wurde mit allen Stimmen gegen 1908 ab 15 ab 11 September 1904 14 Mk., ab 1. Sep- diejenige des Frhrn. v. Neubronn angenommen. Letzterer tember 1905 13 Mk. und ab 1. September 1906 12 Mk. sprach sich mit größter Entschiedenheit gegen den Antrag ^btzu.beantragen der Abg. Paasche und Genossen an Stelle aus, der durchaus nicht so harmlos sei, wie er Mngcftellt ber Satze tu Art. 2 folgende zu wählen: Für raffinierten werde. Staatsminister v. Brauer trat v. Neubronn ent- ^cker und solchen, der diesem gleichgestellt ist, ab 1. Sep- gegen, indem er nachwies, daß der Vertrag für Baden in tcmber 1903 16-80 Mk., ab 1. September 1905 14.80 Mk. jeder Hinsicht einen Fortschritt bedeute. Wenn der oon unb für ben anderen Zucker ab 1. September 1903 auf dem Vorredner gefürchtete Tag, an dem Baden in 16-40 Mk. und vom 1. September 1905 auf 14.40 Mk. In ' Preußen aufgehe, kommen sollte, bann werde er mit Art. 3 ist der Paragraph 2 Abs. 1 zu fassen: Die Zuckerund auch ohne diesen Vertrag kommen. Letzterer sei üb- Hteuer betragt von 100 Kilogramm Reingewicht ab 1. Sep- rigens nicht auf das Drängen Preußens zurückzuführen tember 1903 12 Mk. und ab 1. September 1905 10 Mk. vielmehr sei die Initiative von Baden ausgegangen 2'lc Zollkommission nahm in der Vormittags-
Auch im preußischen Abgeo rdnetenhause ist Atzung nach der Regierungsvorlage die Positionen 270, am Mittwoch die Neuregelung der Ver trag sv er hält- 271' 272' Zollfreiheit für Salzsäure, Schwefelsäure und Sal- nisse mit der Main-Neckar-Biahn beraten worden Persäure an, unter Ablehnung des Antrages Letocha: eine Minister v. Thielen begründete die Vorlage in dem Mark für Salzsäure und Schwefelsäure. Tie Kommission zwischen den Staaten Preußen, Baden und Hessen zur nahm ferner unverändert die Positionen 273, 274, 276, Herbeiführung einer einheitlichen Verwaltung vorgeschla- 277> Borsäure und Milchsäure frei, Oxalsäure, Weinsäure gen en Staatsvertrag, der eine Vereinfachung und ÜBerJunb Citronensä^ire 8 Mark an. Im Laufe der Debatte be- billigung der Verwaltung anstrebe. Er hoffe, daß das §auS 9runbete Letocha feinen Antrag mit Rücksichtnahme auf die dem vorliegenden Entwurf die Zustimmung nicht versagen oberschlesische Industrie, Bäumer den seinigen mit der Nvt- werde. Im weiteren Verlauf der Debatte widerlegte der Wendigkeit der Wwehr der belgischen Konkurrenz. Sächs. Minister die in der sächsischen Kammer erhobenen' Anschul- Geheimrat Ruger erklärte, der sächsischen Regierung toärle digungen, die auch von dem sächsischen Minister nicht geJber Zollsatz Letocha zur Abwehr der österreichischen Einbilligt werden konnten, denn diese beruhten auf unrich- ^hr erwünscht. Ministerialdirektor Wermuth erklärte, die tigen Angaben. Der Verkehr auf den sächsischen Staats- Regierung werde günstige Bedingungen für unsere Säurebahnen sei nicht zurückgegangen, sondern habe nach allen ausfuhr zu erlangen suchen. Tie Zollfreiheit für «Säure Richtungen zugenommen. Preußen verfahre Sachsen gegen- nicht gebunden. Gothein erklärte, die Ermäßigung der über durchaus loyal. Abg. Funck "(frei]’. Volksp.? hält Tarife sei wichtiger als der Zoll. Dann nahm man die den Anschluß an die süddeutschen Bahnen für sehr nützlich Position 278, Salz re., auch Abraumsalze, neben der inneren unb hoffst, baß die dortigen Verkehrserleichterungen auch Abgabe von 80 Psg. unter Ablehnung des Antrages Gothein in Preußen Eingang finden würden. Der Minister er- auf Zollfreiheit des seewärts eingehenden Salzes an. Abg. widerte, die V er k e h r s e i n r i ch t u n g e n blieben un- Gothein erklärte, von dem Salzzoll sei eine Schädigung verändert, die Ersparnisse würden lediglich durch Ver- unserer Salzausfuhr nach Britisch-Jndien durch Gegenmaß- einfachuüg ber Verwaltung herbeigeführt. Die Vorlage regeln zu befürchten. Unterstaatssekretär Fischer erklärte, ging alsdann an bie Budgetkommission. Im weiteren <8erJber Salzzoll werde unsere Schifffahrt nicht schädigen. Tie lauf ber Sitzung stand der Gesetzentwurf betreffend bie Be- Kommission nahm debattelos die Positionen 279 bis 282 fähigung für ben höheren Verwaltungsdienst zur erften unb 284 aiL Zu Position 285 Soda 0.90 Mk., kalzinierte Lesung. Ncach längerer Debatte wurde derselbe an eine Soda 1.50 Mk., beantragen v. Gothein eine Ermäßigung besondere 21er-Kommission verwiesen. Aus der Tages- ouf 0.30 bezw. 0.50 Mk. und Bäumer eine Erhöhung auf ordnung am Freitag steht ber Antrag betreffend innere Ko- 4 oO bezw. 2.50 Mk. (wie bisher). Staatssekretär Graf Posa- lonisatton und Kommissions'berichte. dowsky empfiehlt bie ermäßigten Sätze ber Vorlage, ba
______ Teutschlanb ein Sodaausfuhrlanb geworden sei, sowie im Ein soüaldemokratO'lüer Landwirt Interesse der Konsumenten. Tie Debatte wird abgebrochen.
Lin WMoemotratiiqer lanDWirt Nächste Sitzung am Freitag und die übernächste am Dienstag.
In dem neuesten Heft ber sozialbemokrattjchen Wochen- • " y
’ schrist „Tie Neue Zeit" beschäftigt sich Genosse Gutsbesitzer Non einem Mitaliebe ber Qu rf er f n mm i f f i n n
Ebharb (Kornrnerowen i. Ostpr.), ber bei ben letzten Reichs- ReiMtags wi?b ber Voss Zta " mitaetelll bi vorläufiae und Landwirtschaft". Genosse Ebhard meint,^daß ine Bauern, !>N e Weites ü?d e n^ An^tÄ g^Jidn ?u®r c ch"ne /war “Ä Ae Ässichte'n für dal Zusta^ekaLn^n de?Zuckerb°ri hnJ hp«brobnzierten, er spricht tilgen, deren baldige Verabschiedung bekanntlich Gras
10in seiner Reichstagsrebe vor ben Pfingstferien als nach kann die Er-1er^orber^i^^ bezeichnet hatte, finb also schlechtere ge- HnQh9 n^hPTnünAZollgesetzgebung worben. Erweist sich bie Reichspartei ber Vertagung ge- uberW m$.tjeiteißert iuerbcn; neigt _ unb die Rebe bes Abg v. Karb or ff (Rp) bei waB bern Bauern helfen könne, sei höchstens das Attliz- der ersten Lefuna ber Vorlagen im Plenum läut kaum bas inih1 I ^eßenteU erwarten — bann bürste Abg. Müller-Fulba
^rorifchen Großg^unbbesttzer macht nicht zögern, seinen Antrag aus Vertagung ber Beratung hprnp^TrtfSrtftamp^P Getreidebau Nicht eme mo- dis zum Herbst zu erneuern; bie Annahme ist bann ziemlich berne Wirtschaftsweise, sondern die des wirtschaftlich rücf= I nptnin Die fran^öfifcbe Reaieruno ßpfrhnftinf sj,,, aßstabe nehme. Ebhard beräffentJ bereite, dem „Journal des Debats" zufolge, mit der Even- bp^'Lirnpßf111 a.us denen tualität der Ablehnung der Brüsseler Konvention durch
^abrpn bbo^tzlen deutschen Reichstag. Nach alledem ist es ungewiß, ob die
?r ansPina7dp? What. Zum Schlüsse setzt Zuckervorla^en in der «Sommertaguiig noch ans Plenum
die Erhöhung der Getreidepreise nur znrückgelangen. Das wirkt aber ein auf das Schicksal des
SS? toer^' ^lche extensiv wirt-stranntLinsteuerge setz es, dessen baldige Berab-
Stei8et“nflber Pro- schiedung von denselben Parteien gewünscht wird, die einer bereits aum ^ph herbeifuhren, die Erledigung ber Zuckervorlagen wiberstreben. «Schon vor ber
npMr?p«Um e^Crnen destanbe der russischen Landwirtschaft Pfingstpause hatte bie Linke bie Losung ausgegeben: „Ohne
IZu cker kein Branntwein!" Die Linke wirb also h ---sofort nach Wieberzusammentritt bes Reichstagsplenums
LtUS OCH jtOölUtlf/lOilieH. alle Minen ber Obstruktion springen lassen, um bie
Berlin, 28. Mai. Branntweinsteuernovelle zu Fall zu bringen. Die Freunbe
Tie Zucker steuer kommission hat gestern ihre I können bie,e Angriffe nur daburch zurück-
Beratungen begonnen unb heute fortgesetzt. Pingen er= daß |xe dauernd in beschlußfähiger An
klärte, wenn jetzt keine Zusagen bezüglich ber Fracht- Zur stelle smb, eine Verpflichtung, deren Erfüllung ermäßigungen gegeben würden, sei es besser, die Ver-1ber warmen Jahreszeit erfahrungsgemäß mit jedem Handlungen bis Oktober zu vertagen. Staatssekretär Graf ^ge schwieriger wird. Es kann also jede ber bevorstehenben Posabowsky sprach sich gegen Vertagung aus. Komme die Sitzungen,überraschende Zwischenfälle bringen, und die Re- Konvention nicht zu stände, würde die deutsche Zuckerindustrie L^brung ist dazu verurteilt, „mit einem heit'ren, einem in die größten Schwierigkeiten geraten. Müller-Fulda bed^n $ug^ alledem zuzuschauen. Damit die ergötzende antragt Vertagung bis zum 1. Oktober, ba bie Sache nicht Abwechselung nicht fehle, gebenken bie preußischen geklärt sei, auch über bie in Aussicht gestellte neue Kon- Konservativen in der nächsten Woche um Abg,eorb- tingentierung Klarheit geschaffen werben müsse. Posa-L t en h au s bie Erörterung bes Ge t r e ibe z o l l-A n- bowsky bekämpfte nochmals ben Bertagungsantraa. Tie durchzusetzen (Graf L im b ur g : Die Regiierung
Aussetzung ber Verhanblungen werde im Auslände so ged™°se be™ Kompromiß der Zolltarifkommissivn zubeutet werben, daß Teutschlanb bie Konvention nicht n»- stimmen.) Das kann heiße Kämpfe geben. .
nehmen wolle. Nach längerer Debatte, in ber auch Staats- TTZs
fekretär v. Richthofen gegen die Vertagung sich aussprach, UHV
M Müller-Fulda einstweilen seinen Antrag zurück, um bent Gießen 29 Mai 1902
Sr,^nei!!,On0?."t ^.legenh-it zu abermaliger Beschluß- »» I u st izdi-n stn achri ch t en. Der Großhcrzog hat LnUWnt?A Srf'en- Er erNarte aber, daß er sich Vorbehalte, den Amtsrichter bei bent Amtsgericht Langen, Amtsgerichts- der Ge egenheit zu erneuern. - In rat Dr. Blum zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht
bie Mtmtoh nn Ministerialdirektor v Krwner Zwingenberg mit Wirkung vom 1. Juni, ben tzilfsgerichts-
n erfe ^3 Staubt; jutucf, baß eugli,che Dele- schreiber bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Roosen zum
°^<..^usk ausgetreten seien und erklärte, Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Hungen ernannt - “ eiTn Surd, Entschluß des Ministeriums de? Jüstiz wurde der
Eine L6UH(f’ÄU,^ett' “?er keinen Erfolg. Gerichtsassessor Fresenius in Gießen mit Wahrnehmung
iZ lÄ'= eentR?int nch Uber die Frage ob der Dienftverrichtungeu eines Staatsanwalts am Land- fünbint nn4 LK (C noc«>t.f seien. Abg. gericht der Provinz Starienburg mit Wirkung vom 6.Jun> ^arty tunbigt au, er werde, um sicher ben Fortbestanb an beauftragt.
machen, später eine Herabsetzung ** ließet den Bäckerstreik in Gießen vom be£ Zolles |um - Mark beantragen. Der folgende Artikel I vorigen Fahre finden wir in dem Jahresbericht ber großch.


