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• 10 Pfennig für die Buren. Jedem Burenfreund ist jetzt Gelegenheit geboten, etwas zur Linderung der Not und des Elends mancher Burensamrlien beizutragen ohne selbst dafür das geringste Opfer zu bringen. ~ !LC'“
liegendem Prospcct gicbt das Engclswcrt m rroche bei soliden 10 Pfenmg non dem Erlös für jedes ,eurer Buren-
. 101.80'3J/o Mexikaner
. 92.35 i 4'/r /, Chinesen .
ätoCi^Wab r i’b28. April. Die Kammer nahm das Bank- aesetz mit 197 gegen 32 Stimmen endgiltig an.
Rom 29. April. Das russophile Stubenten-Kornitee in Turin erhielt seine mit über 6000 Unterschriften: versehene Petition zurück, worin der Zar um Begnadigung der verfolgten russischen Studenten angegangen war. Die russische Botschaft fügte trocken hinzu, die russische Regierung habe es nicht für opportun eracht die Petition dem Zaren zu überreichen. „
New-York, 29. April. Die von Heinze begründete neue Kupfergesellschaft ist in Trentou (NewYersey) unter dem Namen United Copper Company mit einem Kapital von 80 Mill. I Dollars eingetragen worden.
Telephonischer Kursbericht.
.Frankfurt a. ü.. 29. April 1902.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
8 Darmstadt, 29. April. Tie 1. Kammer trat heute unter dem Vorsitz des Grafen Görtz-Schlitz zu einer Sitzung zusammen. Nach einem dem verstorbenen Geh. Justrzrat Tr. Weber gewidmeten Aufruf, zu desien Gedächtnis sich das Haus erhob wurde der Voranschlag des Hauses mit 13 000 Mk. beraten' und genehmigt. Server wurden genehmigt dre Re-
31/,0/q Konsole . • .
3% do . . • •
3‘/2% Hessen . . .
3% Hessen .... 4% Oesterr. Goldretne .
4‘ Oesterr. bilberrente 4% Ungar. Goldrente . 40/ Italien. Rente . . 4V2% Portugiesen . . -.0/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose , 4°/0 Griech. Monopol -Anl.
4i/i% äussere Argentiner
Kunst und Wissenschaft.
Dosen, 28. April. Der Provinzialverein zur Bekämpfung der Tuberkulose beschloß die Erbauung emer Lungenhellanstalt für 50 Frauen in Oplawitz bei Bromberg. Der Bau soll bald begonnen^werden.8. P^zregent vollzog heute die Er
nennung des Hofkapellmeisters Hermann Z u m p e zum Generalmusikdirektor der Münchener Hosoper.
gierungSvorlagen bett, dm Staatsverttag über die Vereinigung' der hessischen und thüringischen Lotterie, betr. den Gesetzentwurf bezügl Veränderungen des Gesetzes vom 4. April 1888 über die Ausführung der Unfall- und Krankenversicherung der m land- und forstwirtschaftlichen Betrieben Beschäftigten und bett, den Gesetzeutwurf bezügl. Veränderungen in der Ausführung der deutschen Strafprozeß-Ordnung vom 9. Juli 1899. Für den Gesetzentwurf betr. den Tcnkmalschutz hat der Ausschuh des Hauses einen neuen Entwurf ausgearbeitet, der mit einigen redaktionellen Aendcrungea angenommen wird. Nach Annahme >011 Mitteilungen der 2. Kammer wurde das Haus auf unbe-
Taschenmesser an bie Deutsch- Centtale m München ab Für die PreiSwürbigkclt ber Mester bürgt ber gut-Rus biefer ftirma. Laut Quittungen ber Burencenttale hat das Enqelswerk vom 7. Dezember vorigen Jahre« bis 6. Marz diejes Jahres bereits 2004,10 Ml. abgeliesert unb hofft m ben nächsten Wochen noch mehr zu obigem Zweck °usz°hl-n zu können.
101.80 | Electric, bei ackert 92 30 | Nordd. Lloyd . .
100.10 j Kreditaktien , .
— — Diskonto-Kommandil 102.60 ' Darmstädter Bank 101.75 Dresdener Bank . 101.20 Ber iner Handelsges 101.20 i Oesterr. Staatabahn
43.90 Lombarden . .
28.55 Gotthar ibahn . .
—.— ' Lauranütte . . .
112.20 Bochum ....
44.00 Harpener . . .
Tendenz: schwach.
Arbeiterbewegung.
London, 28. Aprrl. Nach einer Meldung der „Central News" aus New-Bock hat der Streik der Trambahn-An- a e st e l l t e n in San Francisco mit einem S r e g der letzteren m allen Punkten geendet. Es sei einer der größten Streiks gewesen, der je in San Francisco stattgesunden habe.
stimmte Zeck vertagt. t
Berlin, 29. April. Wie der „Borsen-Courrer" mit» teilt, hegt die ungarische Regierung die Absicht, die Vertreter der deutschen und österreichischen Regierung nacht Budapest einzuladen, um dort gemeinschaftlich zur -Ser» Hütung gegenseitiger Konkurrenz in der Zucker-Industrie sich zu verständigen.
Berlin, 29. Aprib Nach einem Telegramm des „Berl. Tagebl." aus Petersburg haben die letzten Unruhen und Demonstrationen in verschiedenen Städten Mnnlandl.-- in > Regierungskrcisen die Absicht gezeitigt, bei Wiederholung solcher Kundgebungen die Autonomie Finnlands aufzuheben und das Großhcrzogturn als Gouvernemeüt dem Reiche einzuverlciben.
Berlin, 29. April. Tas „Berl. Tgbl. meldet aus Newyork: In den Militärskaud al auf den Philippinen wird jetzt auch der Höchstkommandierende General Chaffee hineingezogen, der wiederum mit dem Kniegs- minister Seller im Einverständnis gewesen stm soll. Es scheint undenkbar, daß der Generalissimus keine Kenntnis von den haarsträubenden Torturen und Mordbrennereien gehabt haben soll. Roosevelt ist äußerst empört und wird Chaffee mindestens abberufen, falls das Untersuchung^- Ergebnis keine schärferen Maßregeln erfordern sollte.
London, 29. April. Ter „Daily Telegraph" meldet ans Pretoria vom 27. April: Tie Kommandos von Utrecht und Vryheid hielten in voriger Woche Versammlungen ab, denen Louis Botha und andere Bureaführer beiwohnten. „ Es machte sich bei den Versammlungen eine starke Strömung zu Gunsten des Friedens geltend. Die Versammlungen wurden von den britischen Truppen nicht behelligt. Der still, schweigende Waffenstillstand in diesen Bezirken läuft morgen ab.
London, 29. April. Den letzten Nachrichten aus Pretoria zufolge find die Friedensverhaudlungen nicht mehr auf so gutem Wege, wie dies in der vorigen Woche behauptet wurde und das zuerst an den Tag gelegte Vertrauen nimmt immer mehr ab. An verschiedenen Stellen ist man besorgt, daß die Engländer sich nicht zu Konzessionen bereit erklären.
London, 29. April. Die englische Negierung beantwortete alle Anfragen der französischen und holländischen Regierung, welche um die Erlaubnis nachgesucht hatten, Ambulanzen nach Südafrika zu entsenden, ebenso wie der deutschen Regierung in
nach — Seckbach".
Frankfurt a. M., 28. April. Gestern Mittag veranstalteten mehrere Werkmeister der Adler-Fahrradwerke! norm. Klener zwischen hier und Homburg v. d. H. eine Probefahrt mit drei Automobilen. Eines derselben, welches von einem jungen Monteur gelenkt wurde, rannte hinter Hausen gegen einen Prellstein. Der ebenfalls m dem Gefährt sitzende Werkmeister August Berbner, verheiratet und Later von drei Kindern, wurde aus dem Fahrzeuge heraus- geschleudert und schwer verletzt aufgehoben. Er wurde nach dem Bockenheimer Krankenhause gebracht, wo er heute
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. : fc. Mainz. 28. April. Die Aktien-Gesellschaft für Handel und Schifffahrt H. Ä. Disch dahier, verteilt eine Dividende von 8 Pro^ , ^fc.^finncL 28. April. Die Aktien-Gesellschaft „Vereinigte > Großalnierodcr Thomverke" in Großalmerode verteilt eine Dividende von 2 Proz., gegen 5 Proz i. D. . orKrf, I
HCS. Amerika und die deutsche Industrie, Siefe Stxd)- rubrif wird bald nicht mehr aus den Blattern geschwinden, 2>ie Anastmeierei vor Amerika und der amerlkamchenKonkurrenz greift immer mehr um sich. Es wird ge;ammert daßww letzt schon unter den amerikanischen Riesenbeinen wandeln und es bald Zeit wäre, daß wir uns nach einem schnodenGrab umsahen Em psehlen ivir nun. daß es für unser eigenes Forckommen richtiger wäre, mit den Amerikanern zu gehen und uns wll ihnen zu ver ständigen, als gegen sie Front 8u mad)en. ' ^teM^nt.e^?enb9^C^e schast spukt werter und schon wird die Hoffnung laut, daß die ! deutsche Eisenindustrie sich auch zu emer Jnttressengemeinschaft mit den Amerikanern entschließen wird, ähnlich rote dies bet den Schiffsahrtsgesellschaften der Fall ist. Herr Aiorgan oll vonLondon nach Berlin kommen, um Verhandlungen bezüglichs eines Anschlusses der deutschen Hüttenwerke^an den amerikanischen Staht- trust zu pflegen und für diefen Fall wird der Rat erteilt, die Hüttenwerke sollen sich mit den Amerikanern verstandiaen. Aufrichtig gesagt, sind wir nicht m der Lage, allzu große Sympathie I für bie neue Schifffahrtsinteressengemeinfchast zu Hegeii, wenigsten^ 1 in fo lange nicht, als wir nicht genau wissen, was für die beut-1 schon Gesellschaften dabei herauskommt; aber eme rrgendwie bindende Abmachiing unserer Hüttenwecke wäre denn doch mehr wie veckehlt; ein jämmerliches Armutszeugnis. Wir denken die deutsche I Hüttenindustrie ist kräftig und mächtig genug, um den Amerikanern I die Spitze bieten zu können. Die Ämenkanerfurcht sangt an in bedenklichem Grade zu wachsen. m
HC8. Portugiesische Finanzen. Bei Gelegenheit der Neuordnung der portugiesischen Finanzen ist die Rede davon, daß die Gläubiger die Garantie der Zölle m der bisherigen Form behalten sollen, verbrieft durch die erlangte „diplomatifche Garantie . Was eigentlich eine diplomatifche Garantie bedeutet,.ist.schwer zu sagen, da es eine genaue Bestimmung dieses Ausdrucks bisher nicht giebt. Bei Neuordnung der Guatemala-Finanzen ist auch die Rede von einer Art diplomatischer Garantie und zwar soll dieselbe nach Art derjenigen beschaffen sein, wie sie für die Chinesische Anleihe von 1898 formuliert wurde. Diese Garantie scheint also dar, Muster der „Diplomatischen Garantie" zu sein. Im Prospekt der angeführten Chinesischen Anleihe von 1898 ist nun über drest diplomatische Garantie" sehr wenig zu-, finden. Eingangs des Schriftstückes beißt es, daß das Edikt, auf Grund dessen die Anleihe emittiert «werde, an die deutsche und englische Gesandtschaft in Pettna mit- geteilt werde. Es wäre aber interessant zu wissen, welche Rechtsverhältnisse sich an diese, Mitteilung knüpfen. Im Uebrigen ist die Konversion der portugiesischen Ltaalsschuld durch die deputiertem kammer angenommen und somit das Arrangement Portugals nut feinen Staatsgläubigern perfekt. An der noH notwendiaen Zustimmung des Senats ist nicht zu zweifeln. Tas neue Arrange- I ment wird voraussichtlich am 1. Full in Kraft treten.
Vorlage, betreffend den Gesetzentwurf über die Landeskreditkasse, erstattete namens de» grabet* * L ausschusses Aba. Dr .Frenay einen ausführlichen Bericht, der im wesentlichen Annahme der Vorlage in t>er Fassung der Regierungsvorlage beantragt. Für Arntei, i | schlägt der Ausschuß nachstehende Fassung vor, in bei die Unterscheidung zwischen den der Kasfe obligatorisch und fakultativ zugeteilten Aufgaben klarer zum Ausdruck komme - Tie Landeskreditkasse gewährt im Falle des Bedürfnisses die darlehnsweise Leistung solcher Geldmittel, welche zum Sck)utzc gegen Ueberschwemmungen, zur Be- oder Entwässerung von Grundstücken, ferner zu den in dem Gesetze, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer d/treffend, vom 30. Juli 1887, sowie in dem Ge etze, die Feldbereinigung betreffend, vom 28. -September.188, be- zeichneten Zwecken oder zu Aufforstungen verwendet werden sollen. Des weiteren ist die Landeskreditkasse, soweit ihre Mittel es gestatten, zur Hergabe von Darlehen ermächtigt:
1. an Gemeinden oder weitere Kommunalvervanoe zur Bestreitung von Grunderwerbskosten und Geldbev' trägen zum Bau von Nebenbahnen, sowie der Grunderwerbs- und Baukosten von neuen Kreisstraßen, - an Gemeinden zur Bestreitung der Kosten der Neuanlage von Wasserleitung und der Errichtung für notwendig erkannter Schulhäuser, 3. zur Förderung der Erbauung von Wohnungen für Minderbemittelte nach Maßgabe der Be- ftimniunjri des hierüber zu erlassenden Gesetzes.
Für Satz 2 bes Absatzes 1 des Artikels o beantragt der Ausschuß demgemäß folgende Fassung: . ..
Tie Zinsen müssen stets von dem ganzen Ursprung-! lichen Tarlehnsbetrag berechnet werden, und der das Zinserfordernis der jeweiligen Restschuld übersteigende
Betrag ist gleichfalls zur Tilgung des Darlehns zu verwenden, im übrigen Annahme des Artikels 5
Im Artikel 19, Absatz 1, beantragt der Ausschuß, datz der Aufzählung der durch den vorliegenden Eickwurl aufgehobenen Gesetze noch das Gesetz vom 15. Oktober 1890 nick) der dazu gehörigen Anleihcgesetze hinzugefugt weide^. Im übrigen beantragt der Ausschuß unveränderte Annahme
rbemarft«£ottexiEhrendI
die Mehrzahl der Losebesitzer schon lange vor dem Ziehungv- tage sich der Hoffnung hingegeben, einen Treffer zu machen, und schließlich doch mit einer Niete oder einem „Gewinn heraustamen, der den Vergleich mit dem von einem Lose- vesitzer mosaischen Bekenntnisses gewonnenen Borstentier! oder mit der von einem Konsistorialrat gewonnenenJ~^}|e| zuläßt, verharren andere in Sorglosigken um das Schicksal ihres in tiefster Abgeschiedenheit der Westentasche fein! -erlnitttrtts Dasein inftenben Doses. ES könnte I°nst nrcht Vorkommen, dah recht ansehnliche Gewinne chre Gewinner nicht jinben. Dies trat bei ber gesttrzen Vteigernng ber nicht abgeholten Gewinne der Gießener Pferbemarkt-1 Lotterie zu tage. Neben einigen kleineren, aber immerhin I reckst hübschen für jeden brauchbaren Gegenständen wurden versteigert ein eichener Sck) reib tisch (Gewinn Nr. 12^ eine Maschmangel mit Schrank (Gewinn Nr. 17). Zu der Eharse- louäue, dem Eisschrank und einer eisernen Aassette hatten sick^ im letzten Augenblick die Gewinner noch gefunden. Tie besonders für die kleineren Gegenstände, erzielten Preise, können als annehmbar bezeichnet werden. Erlöst wurden im ganzen ca. 130 Mark. .
** f e Einbrüche, die in der Umgegend in der f€titen Seit verübt wurden, scheinen kein Ende nehmen zu wollen, so daß man beinahe auf den Verdacht kommt, daß man es mit einer organisierten Einbrecherbande zu thun hat. In der Nacht vom Sonnrag auf Montag wurde, wie uns unser w-Korrespondent meldet, schon wieder in Alten-Bus eck eingebrochen und zwar an drei Stellen. Zuerst stattete der Einbrecher dem Arbeiter Seulmg einen Besuch ab. Man stieg mittels einer Leiter durch ein Kammerfenster im zweiten Stock, drang in bie Küche, fand aber weiter nichts als einen Topf Milch, der geleert wurde. Wie Spuren beweisen, hat der Einbrecher auch andere ^eile des Hauses durchsucht, indessen ohne Erfolg, ^n einem zweiten Hause wurde der Küchenschrank aufgebrochen und Eßvorräte gestohlen. In einem dritten Hause gelangte der Einbrecher mittels einer Egge durch das Küchenfenster, ^»as zerschlagen wurde, in die Küche.
fc. Mainz, 28. April. Im nahen Finthen kam em Gaislamm zur Welt, das 2 Köpfe und 6 Beine hat. Es ist munter und gesund. - In Gonsenheim wollte sich ein Brautpaar gestern standesamtlich trauen lassen. Der Bräutigam war zur festgesetzten Zeit m grande toilette zur Stelle- da traf die Nachricht ein: „Die Braut ist abgereist
abschlägigem Sinne. „ ,, . ,
London, 29. April. Die Amsterdamer Meldung, daß die britischen Propositionen von den Buren zuruckgewiesen worden seien, wird in Regierungskreisen als erfunden bezeichnet Es wird positiv versichert, daß die Verhandlungen unentwegt fortbauern unb ein günstiges Resultat ver> ^re£onbon, 29. April. Aus Petersburg wirb den Blättern berichtet, baß in bortigen gut informierten Kreisen das Gerücht zirkuliert, der Zar werde demnächst eine Versa ssungsurRußland veröffentlichen, welche auch die in Finnland abgeschaffte Verfassung ersetzen soll.
London, 29. April. Lord Kitchener meldet aus !Pretoria vom 28. d. M.: Seit dem 21. April sind 25 Buren gefallen, 78 gefangen genommen und 25 ergaben sich. Im Westen der Kapkolonie sind Verstärkungen ein- getroffen. Die Operationen im Mrd westen des Oranjefreistaates gegen Badenhorst waren erfolgreich unb die englischen Kolonnen finb thätig, um das östliche und toeft^ liche Transvaal vom Feinde zu säubern-
H a a g, 29. April. Der Burendeleyierte Wolmarans stattete gestern dem Präsidenten Krüger einen längeren I Besuch ab. , ,
Paris, 28. April. Im Ministerium des Innern lagen bis abends 7 Uhr 487 Wahlresultate vor. Gewählt sind nach ben Ausstellungen bes Ministeriums 88 Repwi blikaner, 95 Radikale, 41 sozialistische Rabikale, 22 Sozia-- listen 32 Nationalisten, 66 Konservative, 66 antiministe- rielle Republikaner, 2 bissentierende Sozialisten, zusammen 412 Deputierte. Davon finb 246 Ministerielle unb 166 Antiministerielle. Von 175 Stichwahlen scheinen 125 günstig für die Ministeriellen und 12 günstig für die antimmifte* I rieften Kandidaten zu steh en, bei 38 Wahlen ist der Ausfall
Märkte.
Gieße«, 29. Apckl. Mark tb e ri cht. Auf dem heutigen Wochenniarki kosteten: Butter pr.Pfd. 1,10-1,20 All., Hühnereier I Stck. 5-6\
Gänfeeier 10—12 Pfq., Enteneier 6—7 Ps., Ka,e pr. «tuet
^7Pf.,Käfematte2Stck.0-0Psg.,Erb^
Liter 32 Pfa., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. ^tiid
1 00 150 Mk., Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Mk., Enten pr. ^tuct
2.10—960^lt., Gänfe pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochfenfleisch pr. PsundI
66-76'Plg., Kuh- ulid Rindsleifch pr. Pfund 60-64 Pfg., Schweme-
fleifck vr Pfund 70—80 Pfg., Schmemefleifch, gewlzen, pr. Pswid
84 Pf/, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—66 Pfg., Hammelfleisch vr. Psund
50—70 Pfa Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00-3,80 Mk., Weißkraut per
v0^ Psq7 Zwiebeln pr. Zentner 7,50-8,50 Mk., Milch per
Linr 18 Psg. Aepfel per Psd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg.
Trauben 00—00 Psg.
Tauer der Macktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags
1 Ubr während der ersten drei Stunden der Mackizeit dar? nur aüf den bestimmten Verkaufsplätzen und nicht im Umhe^iehen
I feilgeboten werden.
UniverMs Nachrichten.
Tie 7?reiburaer Hochschule ließ durch eine Deputation dem Großberwg eineOFeftschrift überreichen. Einer Huldigung an den BroISeriog ,°lgen Auffätzc ^m »ran,
Qvnua Qirnf Tr Eraiq, Hof rat Prof. Tr. R. Schmidt, tzrof. L^r. I n Änhlnnd ' Geb Hofrat Prof. v. Kries, Hofral ^chotteliuv, Geh.
^rofefior für San^nt unb Tirekwr beä mdogermanifchen JnsttMIs der hiesigen Universität fein 25jahriges .^?"siubilaum als md. | Professor. — Tie von der Münchener vhllosophl chen ^akultat gekrönte Preisschrift! „Studien zum poetischen Plural bei den Ro mer.ck von Paul Maas erschien soeben "^ ^Aiv für lateinische Lerikoaraphie und Grainmatlk lLerlag von B. G. ^.eubner in Leipzia). — Frau Dr. Adeline Rittershaus-Biarnafon, bie sich aÖ Priuaidorentin an ber Züricher Hochschule für das (fach der alt- und neuisländischen Sprache und -tteramr ^Qt |ie t
gestern ihre Antrittsvorlesung über das Schema. ,,^ie ^|tc deckung Amerikas ums Jahr 1000 nach den rslandhchen Berichten. — Zn^Berlin ist am 26.^ ds. der Dozent der Chenue an der landwirtschaftlichen und technifchen Hochfchule, Prof. Dr. I. Frentzel im Alter von 42 Jahren gestorben.
Mittag verstarb.
UermlschteL
• Glogau, 26. April. Der Termin in dem VerfahrenI gegen den Grafen Pückler-Klein-Tschirne vor der hiesigen Sttafkarnmer, der für heute anberaumt war, ist abgesetzt worden, da ein ärztliches Attest des Grafen aus einer Schweizer Kaltwasserheilanstalt eingetroffen ist, m dem mitgetellt wird, daß das Erscheinen des Grafen wegen dessen | Eckrankung unmöglich sei. 1
• Mannheim, 28. April. In eurer Mannschaftsstube der neuen Kaserne beging heute früh em Soldat ber 11 Kompagnie Selbstm 0 rd. Der Mann, ber rni zweuen ^ahre diente und Kompagmeschreiber war, hatte in ber verflossenen Nacht eine Rauferei, wobei er mehrere Stichwunden baoonteug. Furcht »or Strafe scheint b-sha-b als Motw an. genommen werben zu können. Wahrenb bie anberen Leute bet Stube ben Kaffee holten, jagte er ffch mit seinem Dienst,
geweht eine Kugel in ben Munb.
3*/e% Reichsanleihe
30/j do. . .


