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am 28. April 10,6° C.
0,8° 0.
28.
Höchste Temperatur
Niedrigste „
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
sehen hatte^o^l^hn. Tas habe ich nicht gesagt. O.-K.-R. Scheer: Was haben Sie denn da getagt. Zeuge Tollkühn: Ich habe zu Domming nur getagt,, wenn er unschuldig fei, brauche er nur die Wahrheit zu' lagen. O.- K.-R- Scheer: Sind Sie denn als Arresthausauf,eher berechtigt, mit den Gefangenen zu sprechen und ihnen Auskunft zu geben? Zeuge Tollkühn: domming meinte immer unb i>a toollte ich ihn trösten. Zeuge Tollkühn erklärt bann noch, er habe sich seine Aussage vorn Samstag überlegt und noch einiges anzuführen. Hickel wünschte mir ein fröhliches Weihuachtsfest und da sagte ich ihm, das konnte ich ihm leider nicht wünschen, denn das wurde wie Hohn klingen, wenn ich ihm das auch wünschte. Einmal Ipiette Hickel mit meinen Kindern und da — Zeuge Tollkühn fangt an zu meinen - sollte ich solche Äußerungen S-than haben, wie sie mir Hickel entgegengeichleudert hat? ^zch habe auch Marten nicht unmenschlich behandelt und er hatte Gelegenheit, auszutreten. Die Musterungen von „Fressen und Saufen" gethan Sc haben, gebe ich zu, das habe ich aber Marten gegenüber nicht direkt gesagt. Marten war die Vergünstigung des Lesens entzogen worden und der Herr Oberpfarrer sagte mir, ich solle ihm die Bibel vorläufig nicht geben, erst wenn er sie verlange Das hat Marten aber nicht gethan. Als dann ein Paket für ihn ankam, sagte ich allerdings zum: Kalfaktor: Es ist eine Sünde, der Marten denkt nur an Fressen und Saufen.
Bert. R.-A. Horn: Ich möchte bitten, den Zeugen Domming zu fragen, ob er nicht bei mir war, um Anzeige gegen den Arrestaufseher Tollkühn wegen Verleitung zum Meineide zu erstatten. .
Zeuge Domming: Tas ist ein Irrtum. Nicht gegen Tollkühn, sondern gegen den Kriminalkommissar von Bäckmann wollte ich eine solche Anzeige erstatten. Backmann hatte mich bedroht, v. Bäckmann: ^zch bestreite, den Beugen Domming irgendwie bedroht zu haben, habe den Zeugen Domming eindringlich zur Angabe, der Wahrheit ermahnt und habe von Hickel.vielleicht.gesagt, ; der steht schon mit einem Fuß. im Grabe ober vielleicht ' sagte ich auch: Nehmen Sie sich in Acht, der andere ist ' schon einquartiert. Ich gebe zu, dast das nicht korrekt ist, es ist aber ein alter kriminalistisch technischer Ausdruck. Zeuge Domming: Der Herr Kriminalkommissar hat mir mit Haft gedroht. Er sagte, ich solle michi in Acht nehmen. Die anderen Unteroffiziere wußten alle nichts und ich wolle so viel wissen? v. Bäckmann: Das bestreite ich. Zeuge Domming: Als ich verhaftet wurde, sagte der Herr Kriegsgerichtsrat Lüdicke noch zu mir: -tomming, das ist nicht mein Werk, dast Sie verhaftet werden. Ich finde Sie auch unschuldig. O.-K.-N. Scheer: Ter Herr Kriminalkommissar ist doch dazu hergeschickt worden, um
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Märkte.
Grüubera, 26. April. Fruchtmarkt. (Durchschnstts- preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.92 bis 00.00 Mk., Korn 14.24 bis 00.00 Mk., Gerste 14.40 bis 00.00 Mk., Hafer 16.20 bis 00,00 Mk., Erbsen 16.28 bis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Karlost'eln 2.90 bis 0.00 Alk.
die Leute auszufragen. ,
Es wurden dann nochmals an den Gefreiten Stum- bries einige Fragen gestellt. Bors. Oberstleutnant von Rohden • Hatte Marten, als er von dem „Farbe bekennen" sprach, auch den Rittmeister erwähnt? Zeuge Stum- bries- Nein, garnicht. Oberstleutnant v- Rohden: Sagte er aber „heute noch"? Zeuge Stumbries: Jawohl, er sagte, „der Hund soll heute noch Farbe bekennen". Beisitzer Hauptmann Flechtner: Halten Sie es für möglich, daß Marten am Abend das Pferd noch reiten konnte? Zeuge: Tas weist ich nicht. O.-K.-R. Rößler. Wurde nicht in der Schwadron davon gesprochen, dast Marten den Ausdruck: „der Hund soll heute noch Farbe bekennen" schon gebraucht hat, als er aus der Reitbahn 1 ging? Zeuge Stumöries: Davon weiß ich nichts. Oberstleutnant Herhuth v. Rohden: Jener Ausdruck bezog sich also Ihrer Meinung nach auf das Pferd „Isidor"? Zeuge Stmn-
Nachd^emO^dcr Zeuge Dragoner Bartulein und der Dra- aoner Weber ihre Angaben über die Begegnung mit Marten auf dem Korridor wiederholt haben und vereidigt sind, wird um 6 Uhr die Sitzung auf morgen früh 9 Uhr vertagt.
•
Mit der Vereidigung des Fahnenschmieds Skopek ist der Prozeß in sein entscheidendes Stadium getreten. Skopek ist der wichtigste Belastungszeuge gegen die Angeklagten, und wenn der Gerichtshof zu der Ueberzeugung gelangt ist, daß offenbare Unglaubwürdigkeit bei Skopek nicht oorliege, so ist der Ausgang des Prozesses aller Wahrschem- lichkest nach mindestens für Marten cm ungünstiger. Das ist auch die Annahme der Verteidigung, die sich aufs äußerste bemühte, die Unglaubwürdigkeit der Skopek'schen Aussagen , darzuthun. Wenn Skopek nicht unvereidigt bleibe, erklärte
mit Spannung sehe.
Verteidiger Horn widerspricht der Vereidigung aus rechtlichen Gründen. Erst als Bäckmann nach Gumbinnen gekommen sei, änderte sich die Sache. Skoppek sei aus der Hast entlassen und Hickel verhaftet worden. Ware die erste Aussage des Krümperkutschers richtig, wonach skoppek nicht mehr im Stall war, als der Schuß fiel, dann wäre eE bjßeeter° Ve^^nUage Meyer ersucht Skoppek zu vereidigen, da derselbe in seiner Aussage von Anfang an konsequent geblieben sei. Außerdem habe Skoppeck keinen Beweggrund gehabt, den Rittmeister zu erschienen. Wenn Stoppet nichtrichterlichen Personen nichts gesagt habe, so habe er einfach unter dem Eindruck des Rates gestanden, den ihm Bäckmann gegeben habe. . .
Ter Gerichtshof beschloß nach einer Beratung von kaum 5 Minuten, Skoppek zu vereidigen, da em gesetzlicher Grund zur Nichtvereidigung nicht vorliege.
Skoppek wird hierauf vereidigt und die Verhand- ; lung bis 4 Uhr nachmittags unterbrochen.
Von dem Stadtverordnetenvvrsteher, den Ratvherren und dem Pfarrer von Schirwindt ist em Del^ramm an den Gerichtshof eingegangen de- Inhalts, daß der Vater des Angeklagten Hickel sich eines t abet lo f en Rufs erfreue und keineswegs unter dem Verdachte des
Nach Eröffnung der Nachmittagssitzung giebt V^cht- meifter Buckpesch an, daß ihm von der von der grau v Krosigk bekundeten Thatsache, daß Hickel mehrmals mit dem Flickjournal bei dem Rittmeister habe antreten müssen, nichts bekannt fei. . ,, . .
Ter frühere Unteroffizier Domming giebt an, daß er von 4 Uhr nachmittags an im AB-Stall Stalldienst gehabt habe. Um 4 Uhr 10 Minuten sei die A-Abteckung m den Stall zurückgekehrt. Um 4 Uhr 20 Minuten begann der Putzdienst. Er wollte die Lampen anstecken lassen, gmg in den Rekrutenstall und ließ sich von SHillat Streichhölzer geben. Als er zurückkam, war eine der vorher an gezündeten Lanipen ausgegangen, und gleich darauf auch die andere. Ich stellte mich in meinem Beritt hm und mag etwa 10 Minuten im Dunkeln gestanden haben, als ich horte, daß jemand vorbeikomme. Ich dachte, es fei em MflS^r ober Wachtmeister und ging etwas nach vorne, xa drehte die Person — es war Hickel — sich um und sagte zu mir: Domming, sind Sie es? O.-K.-R. Scheer: Hickel wilaber nach dem Dragoner Mazik gerufen haben. Haben Sie das nickt gehört? Zeuge: Nein. O.-K.-R. Scheer. Wii haben es aber doch neulich im Stall probiert. Wenn er gerufen hätte, hätten Sie es doch hören müssen. Was sprachen Sie mit Hickel? Zeuge: Er fragte, weshalb nicht Licht im Stall an gezündet sei. O.-K.-R. Scheer: Wie lange haben Sie mit Hickel gesprochen? Zeuge: Die Zeitschatzung fehlt mir O.-K.-N. Scheer: Es hat aber keiner von den Leuten, die Stalldienst hatten, gehört, daß Sie mit einem Unteroffizier gesprochen hoben. Zeuge: Die Leute achten nicht darauf. O.-K.-R. Scheer: Es war doch aber dunkel, da konnten Sie doch nicht sehen, ob nicht jemand von den Leuten Ihnen zugehört. Zeuge: Oas wagen die ~eute gar nicht. O.-K.-R. Scheer: Es ist doch aber wunderbar, daß ] niemand im Stalle etwas davon gehört hat. Zeuge: Bei i her ersten Vernehmung hat einer der Leute ausgesagt, daß er gehört habe, daß ich mit einem Unteroffizier gesprochen habe. Ob es Hickel war, habe er nicht erkannt. Die Leute fagen aber immer, w e nm f i e über etwas gefragt werden, was mit dem Morde im Zu- ammenhang steht, am besten s ei es, m an w i s se gar nichts. O.-K.-R. Scheer: Wann kam Hickel in ben Rekrutenstall? Zeuge: Kurz vor oder kurz nach halb o Uhr. Er blieb einige Zeit bei mir und ging bann nach dem C-T- Stall O-K.-R. Meyer: Haden Sie Hickel nachher noch ge- feben^ Zeuge: Erst nach dem Morde traf ich ihn wieder. O-K.-R Scheer: Wann erfuhren Sie, daß der Rittmeister v.' Krosigk ermordet sei? Zeuge: Etwa 7 bis 10 Minuten foäter Dragoner Bandella kam in den Stall und erzählte es den Leuten. Ich lief zur Reitbahn, sah durch bad Guckloch und lief dann zurück zu den stallen. Im Rekrutenstall traf ich Hickel und ^illat. Hickel wollte es Nicht glauben. Darauf liefen wir alle drei zur Bandenthur. Tort waren auch schon Leute von unserem Beritt. Wir sahen alle nochmals durch das Guckloch unb ich bemerkte dann am Boden den Karabiner hegen. Hickel sagte: Wir wollen in die Reitbahn hineingehen, der Rittmeister ist ja töt Als wir hineinkamen, verlangte der Oberleutnant m Hofmann ein Messer, das ihm auch der Unteroffizier Sttllat gab. O.-K.-R. Scheer: Wie wurden ^e im Mitttar- arresthaus behandelt? Hat der Arresthous<mfseher ^oll- fühu auf Sie eingewirkt? Zeuge: Emaewirkt nicht aber misgefrogt hat er mich. Er sagte: Jc? mußte wohl ge- ttäumt haben, daß Hickel bei mir im Stall gewesen sen Verteidiger Horn: Mir hat der Zeuge Domming aber anders gesagt. Darnach hat der Arrestaufseher Tottkuhn zu ihm gesagt: Jeder ist sich selbst der Ochste. Geben Sie doch an: Hickel ist nicht bei.Zhnen gewesen, und L>ie find aleick frei Zeuge: Das weiß ich jetzt nicht mehr.
ÄngAl Marten: Ich bitte, den Zeugen zu befragen, ob ich nicht mit ihm zusammen morgen» früh außer Dienst Pferde geritten habe. O.-K.-R. L>cheer: Wie isy das mtt dem Ausdruck „F a r b e b e k e n n e n" ? Zeuge: Der wurde o f t g e b r a u ch t. O.-K.-R. Scheer: Durften denn die Pferde blutig geritten werden? Zeuge: Ter Rittmeister sah es svg« Wenn ein Pferd spormert werden sollte, und es
UniversüAs-Nachrichten.
Berlin, 28. April. Der Professor der Mathematik an der Berliner Universität Fuchs ist gestorben.
tjmiM uuii yeikfijr. Uolliswutschast.
der Verteidiger Martens, io sei dem Gcrichtsho, d-S Mt-ll Über die Angeklagten berens oorgezeichnet Em .klassischer Zeuge ist allerdings dieser zuern der Müthallrschast V-r. dachtige nicht. In seinen Angaben ,u>d mancherlei Wider, sprüche ausgesallen; er selbst sagte van sich, er erzähle m der Trunkenheit bisweilen Märchen, „um die Leute zu unter- halten" Aber in der Hauptsache, m der Behauptung, daß er vor' der Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk zwei Männer nut steifen Mützen, anscheinend Vorgesetzte, an der Bandenthür haben stehen sehen, ist er bei den Kreuz- und Querfragen fest gebt,eben. Zweifellos tzi Ckopek em sehr be- schränkter, leicht emgeschüchterter Menich; der Eindruck, den er heroorrust, mag nicht der beste sem. Aber für die Der- mutung, daß er als Mitthäter in Betracht kommt, seh t cs doch an genügenden Anhaltspunkten t fehlt vor allem em rechter. Motw rurThat. Ebenso unhaltbar erscheint die Annahme, rach,ucht,gc von dem Rittmeister v. Krosigk gekränkte Cwilpertonen konn- tcn den Mord verübt haben. Einen solchen sicheren, unmittelbar tätlichen Schuß abzugeben, das unternimmt nur em ausgezeichneter, geübter Schütze, der sich auf seine Hand und fein Auge absolut verlassen kann. Unternimmt auch nur Jemand, der die Verhältnisse des Ottes und des militärischen Dienstes auf das Genaueste kennt. Weder ein Eivilist noch eck gemeiner Soldat hätte die Tollkühnheit gehabt, sich an die Bandenthür heranzuschleichen und sich in den Hinterhalt zu legen. Das durfte nur Jemand wagen, der em gewisses Maaß von Autorität, von Befehlsgewalt besaß, der tm Fall einer etwaigen Ueberraschung vor Begehung der That irgend welche dienstliche Obliegenheit vorschützen konnte u. s. w. Dem Urteil des Kriegsgerichts und noch mehr dessen Begründung sieht die Öffentlichkeit mit der gespanntesten Erwartung entgegen. Der Angeklagte Hickel wirb wohl auch diesmal wieder freigesprochen werden.
Allacmcine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, Berlin. Nachdem die Generaloerjammlung die Herabsemmg des Aktien- kapitals durch Zusammenleauna von je sechs Aktien zu einer beschlossen hat, werden die Aktionäre aufgefordert, ihre Aktie,i zu diesem Zweck bis spätestens 31. Juli einzureichen.
Nordstern" LcbcnS-Bersicherungö-Tlkticu-Gcscllschaft zu Bcriin. In der am 28. April unter Vorsitz bcs General-Konsuls Russell abgehaltenen Generalversammlung ivurde die vorge- schlaacne Gewinn-Verteilung genehmigt, wonach außer der Zahlung von Mk 1800.— gleich 4 Prozent Zinsen aus vollbezahlte Aktien noch Mk. 273 900 an die Aktionäre gleich 166 Mark für die Aktie, 1214700 09 Mk. an die am Gewinn beteiligten Versicherlen und 21087 45 Mk. der Gewinn-Reserve zu ülierweisen find. Von dem Anteile der Versicherten fallen 1050060.98 Mk. auf Nordstern- Policen und gestalten die Ausschüttung einer Dividende von 18 Prozent auf die vollen Tarifprämien berechnet. Der Rest von 164 639 11 Mk. fällt in den Gewinnsammehonds der Schlesischen Gewinnverbände und ist hier bedingunasgemätz nach 2, 3 und 4 Jahren zu verteilen. — In der sich anschließenden General-Versammlung der Aktionäre des Mordstern Unfall- und Alter sversicherungs-Aktien-Gesellschaft" wurde ebenfalls einstimmig die vorgeschlagene, nach dem Statut zulässige Maximal-Tivldende von 10 Prozent der Einzahlung gleich 90 Mk. pro Mtie an die Aktionäre und die Ueberweyung von 63327 Mk. zum Dividendenfonds der am Gewinn beteiligten Versicherten und 27 973.42 Alk. zum Risiko-Reservefonds genehmigt.
Dem Geschäftsberichte der Mainzer Boltobank (e. G. m. b f>) über das Jahr 1901 entnehmen wir, daß der Gesamtumsatz Mk7 84800000 gegen Alk. 68600000 im Jahr 1900 betrug. Das Guthaben der Mitglieder auf Stammanteil-Konto ist gewachsen von Mk. 1715664 nm 31. Dezember 1900 auf Alk. 1785 892 am 31 Dezember 1901. Die Mitgliederzahl betrug am 1. Januar 1901 im Ganzen 3148 gegen 3385 am 31. Dezember 1901. Der Aujsichtsrat schlägt vor, Älk. 100665 als Dividende zu verteilen, d i 6 Prozent von Mk. 1677 750, ferner sollen dem Baufonds Mk. 35000 dem Garantiefonds Mk. 15000, dem Reserve- und dem Schmidt-Bömper-Fonds je 10000 Mark übertragen werden. Als Vortrag für das Jahr 1902 sind 15 396.01 Mk. vorgesehen.
kam fein Blut, so normte er den Reiter einen schlappen Kerl. O.-K.-R. Meyer: Hat Hickel Ihnen nicht gefugt, , was Sie angeben sollen, wie lange Sie nut ihm in Den Stall gen>ejen waren? Sw haben erst angegeben: 1-d Minuten sei Mittel mit Ihnen tm Stall zusammen gewesen, woraus Hickel meinte, es sei länger gewesen. Zeuge: aa- kann nicht stimmen. Zch habe zuerst 20 «muten angegeben O.-K.-R. Scheer: Hat Hickel nicht auch zu Ihnen gesagt, es M gut, baß ich im Stall gewesen bin, sonst wäre es leicht möglich, da» auch ich in Verdacht komme? Zeuge: ^a, da- hat er gejagt. Meyer hält bem Zeugen mt5 dem
Protokoll vor, bag dort stehe, datz Hickel tmt l-3 Minuten bei ihm gewesen sei. Zeuge: Wenn ich bao gesagt haben sollte, so habe ich mich geirrt. r..-K.-A. Lcheer: Kam Hickel öfter m ben »talt? 3euge_ Jawohl öfter. L.-K.-R. Scheer: Darum pel ^hneu das nicht besonbers auf. Zeuge: Nein. Beiutzer Hauptmann iflechtner: War ber Mann, dem eie tm etall nachgmgen, schon so weit vorgegangen, bah er bis zum Stand von Mazik kam und wieder zurückgegangen wäre aas waren dock gegen 20 Schritte. Zeuge: Tas weiß ich Nicht. Beisitzer Hauptmann Flechtner: Drehle der Mann sich denn nicht nach Ihnen um? Zeuge: Vorsitzender v- Rohden .
Es war doch dunkel im Stall? Zeuge: Wenn man mit jemand spricht, dreht man sich doch nm, Herr Oberstleutnant. Vors. v. Rohden: Oh nein, ich spreche oft mit lemand, ohne daß ich mich umdrehe. Zeuge. Htckel drehte sich aber um. O.-K.-R. Scheer: Haben Sie ihn denn gesehen? Zeuge: Jawohl, das habe ich gesehen. Bors. v. Rohden. Tann war es aber auch nicht dunkel. O.-K.-R. Rößler.
Ter Angeklagte Hickel hat anfänglich auch angegeben, 2-d Minuten sei er mit Domming zusammen gewesen und dann nach dem CD-Stall weitergegangen. Der Angeklagte Hickel bestreitet, das gesagt zu haben. O.-K.-R. Sckieer . Ov steht aber im Protokoll. Angekl. Hickel: Ich muß dann mißverstanden sein. Ich glaube immer 10 Minuten angegeben zu haben. O.-K.-R. Meyer: Nach dem Protokoll vom 28 Januar hat Domming auch 3 Minuten^angegeben
, Zeuge Domming: Das stimmt nicht. O.-K.-R- Sc^eer: hat Ihnen der Arresthausausseher Tollkühn gesagt, als Sie in Untersuchungshaft waren? Zeuge: Er sagte, ich
r müsse wohl geträumt haben, daß ich Hickel im Stalle ge-
Zwei Zeugen bekunden, daß der Fahnenschmied Krieg yrr qeit des Mordes in der Kantine war. __
Krieg giebt auf Befragen an, er sei magenleidend und werde leicht unwohl. -
Zeuge Skoppek soll vereidigt werden. Der Verteidiger Burchardt weist darauf hin, daß derselbe sich Dieb- fach ni Widersprüche verwickelte und erklärt habe, er huve eigentlich gar nichts gesehen. Er werde den Herren schon etwas vorlügen. Er habe sich nun einmal hineingeredet und müsse sich nun wieder herausreden. Er gab auch die Möglichkeit zu, daß es Cwilpersonen gewesen seien. In der ersten Verhandlung vor dem Kriegsgericht sei Zeuge einstimmig für unglaubwürdig erkannt und deshalb nicht die Vereidigung vom Ä-riogsgericht beschlossen. Als er in der Verhandlung von dem Oberkriegsgericht vernommen sei, habe er nicht gewusst, daß Kriminalkommissär Bäckmann lhm^den Rat gegeben habe, er solle sich nicht aussragen lassen, xie»* mal habe er es als möglich zugegeben, aber aejagt, er könne sich nicht erinnern. Er, Burchardt, halte dafür, Skoppek sei ein Zeuge, dem man das Bewußtsein^von der Heiligkeit des Eides nicht zutrauen tonne, ^auc: öer
Nichtvereidigung Skoppeks sei allerdings dem Gerrcht-Hos der 'Weg bereits vorgezeichnet, aber er sei der Meinung, es könne unmöglich ein Zeuge, der sich derartig widei> sprachen habe, vereidigt werden und auf dieses Zeugnis, hin ein Urteil aufgebaut werden, auf das die ganze Nation
Auf der jüngst in London slattoehabten Militär-Exposition, war die Firma C. H. Knorr A.-G. Heilbronn mit ihren einen Weltruf genießenden Erzeugnissen vertreten, welcher von der Jury die „goldene Medaille" als höchste Auszeichnung zuettannt wurde.
April
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