Ausgabe 
28.11.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 280 rlftetnt täglich äuget SonnlagL

Dem «Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesstschen Landwirt dir Siebener Kamillen, blätter viermal in bet

Woche beigelegL fftolalionsdruck u. Der» lag bei Brühl 'schen tlniveri.-Buch- u.etein« brucleret (Pietsch Erden) Rcbaftton, Exvedlttoa unb Truaeret:

Schatyratze 7. tlbiefle tüt Teveichen:

Anzeiger Gtetzen.

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Freitag 28. November 1008

152. Jahrgang

Zweites Blatt

General-Anzeiger

Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

zeiget

Veßaaspret-, \ monatlich 7b Pi^ viertes jährlich LU. -*1

Abhole- u. Arotigneuen monatlich Pi.; durch die Post Wit. 2. otertel* jährl. auSschl. veslellg, Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bi- pormUiagl 10 Uhr. ßtllcnpvei». lokal I-Pj, auSroärtS 80 Psg.

Ct tarn rvevthcbi ?t den ooiil. a. aUgenv etl; P. Wittto: fül .Stadt und ßan&" und DerichlSjaal" i 6 U ri Plato, für den An» jetflentetl: Hans Deck.

Aie yeutige Kummer umfaßt 12 Seiten.

Schwerer Sturm im Reichstag!

Kampflust! Herren vom Zentrum deuteten in geheim- niSvoller Weise an, daß die Sitzung eine Ueberraschung bringen werde und diese Ueberraschung ließ nicht auf sich warten. Annahme des § 1 des Tarifs mit den haupt­sächlichen Positionen ?n bloc. Da? .Schwert" dieses Ein­trages namens der Mehrheitsparteien zog mit Elan Abg. v. K a r d o r f s (Rp.). Das einfachste Mittel, die Tarifberatung rasch zum Schluß zu bringen. Stürmische Bewegung und leidenschaftliche .Hört! Hört!" der Linken, als Präsident Graf Balleftrem erklärte, daß er gewichtige Bedenken gegen die Zulässigkeit des Antrags habe. Mit einer Er­bitterung, die im deutschen Reichstag bisherihres- gleichen nicht hatte, setzte nunmehr eine Geschäftsord- mtngS-Debatte ein. Es kam zu Lärm szen en, fast wie im österreichischen Parlament. Rufe wie .Taschendiebe! Räuber­bande I"; und Prädikate ähnlicher Art wurden den Mehrheits­parteien von der äußersten Linken entgegengeschleudert. Am meisten entrüstete sich Abg. Ulrich, der Vertreter Offen­bachs, das von unseren hessischen Landboten ge­wählte Mitglied des Kammerpräsidiums! , Ter Mann zeigte an dieser Stätte deutlichst wessen er fähig ist und was alles er als .Pflichterfüllung" auffaßt! Er bekam einen ganz maßlosen Zornanfall, er überschrie, wild gestikulierend, die Glocke des Präsidenten, ließ die Ruse zur Ordnung unbeachtet und war auch von Fraktionsfreunden nicht zu beruhigen. Die A u f f o r d e r u n g deS Präsidenten, den Saal zu verlassen, befolgte tr nicht. Zitternd vor Erregung erklärte schließlich Graf Gallestrem, daß ihm weitere geschäftsordnungsmäßige Mittel gegen den Unbotmäßigen nicht zu Gebote stehen. Dte Herren am Bundesratstisch und die zahlreichen Hörer auf den Tri­bünen waren starr vor Staunen über diese Szene an solcher Stätte.

Wie man bei aller Schärfe in der Sache in ange- nesienen Formen gegen die Mehrheit polemisieren kann, das zeigte Abg. Payer (Volkßp.). Seine speziell gegen die Nationalliberalen gerichtete Rede war die wirkungsvollste der von der Minderheit gehaltenen. Immer neue Wortführer schickte die Linke vor, um die Beratung des en bloo-An- trageS v. Rarborff für diesen Tag unmöglich zu machen, eine Frist von 24 Stunden zu erzwingen, demGeschäftsord­nungsbruch" entgegenzutreten. Auch die Regierung be­kam von dieser Seite ihr Teil, weil sie demden Tarif guillotinierenden en b!oe-Antrag vielleicht die Anregung, jedenfalls den Segen gegeben habe." Faustschläge der Sozialdemokraten auf die Pulte verstärkten die TntrüstungSrufe.

In der von einem distinguierten Publikum dicht besetzten Diplomatenloge befand sich der milttärische Begleiter deS Reichskanzlers. Er kann also als Augenzeuge dem Chef der Regierung von all' dem Seltsamen, was er sah and hörte, Bericht erstatten. Die Sozialdemokratie riß sozu­sagen den Tag an sich; so oft ein Mitglied der Mehrheit das Wort ergriff z. B. die Abgg. Dr. Spahn und Dr. Bachem erhob sich links ein solcher Lärm, daß die Red­ner ihre Darlegungen abbrechen mußten. Eine sachliche Rechtfertigung ihres Vorgehens war ihnen nicht möglich, die gewiß bedeutungsvolle Erklärung Spahns, daß die Mehr­heitsparteien kein Bedenken tragen würden, die Geschäfts- Ordnung zu ändern, wenn sie überzeugt wären, mit ihrem en bloo-Antrag gegen die Geschäftsordnung 31t ver­stoßen diese Erklärung wurde niedergeschrieen. Im Schreien waren überhaupt unerhörte Leistungen zu verzeichnen, die Ermahnungen zur Mäßigttng verhalten wirkungslos. Auf der äußersten Linken schienenalle Teufel los gelassen zu sein"; die unparlamentarische Slusdrucksweise feierte dort wahre Triumphe.Wir müßten Feiglinge fein", so donnerte Ulrich,wenn wir nicht gegen die Mehrheit losgingen, daß die Bude kracht!!" Diese Aeußerrmg kann als typisch angesehen verden für den Ton, in dem dieser Mann parlamentarische Musik zu machen für gut erachtet. Die MehrhettSparteien enthielten sich jeder Kundgebung vermutlich um d-° Er­regung nicht noch z» steigern und schl.mmstensgllS Thntl.ch- keiten vorzubeuqen. Mitunter hatte eS den Anschem als -eien solche zu befürchten, Handgemenge nach berühmten, Iber unrühmlichen Mustern. Daß auch der würdige Prau- dent Gras Balleftrem das Vertrauen der Sozialdemokraten verscherzt hat, weil er die Einbringung des en bloc-Antrages überhaupt gestattete, das wurde ihm von diesen unzweideutig eröffnet. Man nahm dort gar das Recht für sich IN An. svruch, den Präsidenten zur Ordnung zu rufen so weit ist man gekommen, im deutschen Reichstag. Doch dieser Tag bedeutet erst die Einleitung der eigent­lichen Sturm- und Drangperiode, die schwersten und unerfreulichsten Kämpfe steh en noch be­vor. Denn auch die Mehrheitsparteien werden jetzt vom Leder ziehen Anträge auf weitere Aenderungen der Geschäftsordnung sind bereits vorbereitet...

EL wird uns aus Berlin, 27. Nodember geschriebeni Die Ueberraschung der Minderheit durch die Zollmehrheri ist

vollständig gelungen. Tas Geheimnis des Antrages auf Annahme des Tarifs im ganzen, unter Herabsetzung nur einiger weniger Jndustriezölle auf landwirtschaftliche Ge­räte und Maschinen war bis zum letzten Moment so vor­züglich gewahrt worden, daß selbst die Sozialdemokraten, denen ia der Wind fo> manchesauf den Tisch weht", dies­mal keine Dhmtng von dem Stande der Tinge hatten. Tas war das schwierigste Stuck bei den Derständignngs- Unterhandlungen, diese Pointe bis zilm entscheidenden Augenblick im Dunkel zu lassen. Tenn selbstverständlich ist her Gedanke, auf solche Weise einerseits die Obstruktions­absichten zu durchkreuzen, andererseits die Zollmehrheit von einem monatelanaen Ausharren int Reichstag zu befreien, nicht plötzlich entstanden, sondern das Resultat vieler Er- Wägungen und Erörterungen. Ebenso gewiß ist, daß Graf Bülow großen Anteilt hat an diesemtaktischen Rezept", das die fast unüberwindlich scheinenden Schwierigkeiten durch eine ingeniös einfache Zauberformel von ein paar Zeilen Inhalt beseitigt. Es bedarf keiner Frage, ob die Herabsebung der Zollsätze auf landwirtschaftliche Geräte die Zustimmung der Regierung findet. Tas Kompromiß stellt in allen seinen Teilen nicht nur eine Abmachung zwischen den Parteien, sondern auch mit der Regierung dar. Lebte M i a n e l noch, er könnte den Grafen Bülow um das Kunststück, viele unter einen Hut zu bringen, beneiden! Mit Partei-Vertretungen zu verhandeln, deren Mitglieder einer Meinung sind, und wenn diese Meinung noch so entfärben gegen die Jnt"ntionen der Regierung sich richtet, das ist noch nicht das Schwerste. Aber in diesem Falle spielte fast jeder eine andere Melodie und einen andern Takt, der Eine wollte dies, der Andere jenes, der Tritte gor nichts und das ist das Außerordentliche, daß Graf Bülow nach gelassenem Abwarten des Zeitpunktes all­gemeiner Verwirrung. Rat- und Hilflosigkeit den Tirigenten- stab ergriff und ein Motiv zu finden wußte, daß jeder zu spielen Befähigung und Neigung besaß. Mit anderen Morten: der wirtschaftlicheKampf aller gegen alle" wurde von ihm auf den politischen Boden verlegt, und dort fand man sich bald zusammen. Es hieß nicht mehr: Was ist beim Tarif zu kriegen? sondern das Stichwort wurde ausgegeben: Wie ist dieaufsässige, trotzige" Minderheit unterzukriegen und ihr der Wille der Mehrheit zu diktieren? Ter Groll der zur Anwesenheit im Reichstag Verurteilten über die sozialdemokratischen Tauerreden und die Flut von namentlichen Abstimmungen kam dem Reichs­kanzler auf das wirksamste zu Hilfe. Vielleicht hätte die Regierung gar nicht einmal das Opfer der Zollerhöhung auf Mraugerste zu bringen brauchen wenn sie die weitere Entwicklung der Tinge, das Platzen der Bombe abwartete. Und doch war es politisch klüger, den Mehrheitsparteien einen, wenn auch noch so klemm Schritt entgegenzukommen. Tenn diese Mehrheit, hätte sie ait§ sich heraus die Zoll­vorlage gegen die Opposition der Linken durchgesetzt, ohne jedes Zugeständnis seitens der Negierung, wurde 6et anderen wichtigen Gelegenheiten die Regierung ihre Mißstimmung haben fühlen lassen. Fetzt hat Graf Bülow die angenehme Beruhigung, daß die Mehrheit in gewissem Sinne zu Tank verpflichtet ist für das Herausführen aus der Zoll-Sackgasse, obendrein mit der Zugabe einer Konzession, und daß in anderen kritischen Millen, dank den fester geknüpften persönlichen Beziehungen mit, den parlamentarischen Ver­trauensmännern, die Sache ähnlich in Ordnung gebracht werden kann.

Parlamentarisckes.

Berlin, 27. Nov. (Bereits durch Extrablatt am Donners- tag Nahmittag vcrb eitet. D. Red.) Im Reichstage nnter- breitttcn die Mehrheitsparteien einen Antrag auf En-bloc- Annahme des Zolltarifs unter Herabfetzuag gewisser Industriezolle nm 25 Prozent. Es folgt eine stürmische Geschäftsordnungs-Debatte über die Behandlung des Antrages.

DieGermania" meldet: Die Hauptpunkte der perfekt gewordenen Verständigung über die Zoll­tarif-Vorlage sind folgende: Der Mindestzoll der Brau­gerste soll auf 4 Mk. erhöht, auf die Mindestzölle für Vieh und Fleisch unter noch mitzuteilenden Kautelen verzichtet und gewisse Industriezölle herabgesetzt werden. Den ZentrumS- anträgeu betreffs Verwendung der Mehrerträge derRahrungS- mittelzölle für eine Witwen- und Waisenversicherung, sowie betreffs Aufhebung der städtischen Oktrois sei zugestimmt. Ueberdies komme hauptsächlich in Betracht, daß die von der Zollkommission beschlossenen Erhöhungen beim demnächstigen Generaltarif als Grundlage dienen.

~5um Jode Krupps

wird uns von besonderer Seite aus Essen geschrieben: Ter Kranz, den der Kaiser gestiftet hatte, bestand aus Veilchen, Orchideen und Palmen, ein sinniges Blumen­bild für das Leben, Wirken und Streben des großen Toten. Tie Schleife trug die Inschrift:Meinem besten Freunde. Wilhelm." Und wahrlich, es muß wohl des Kaisers bester Freutld gewesen sein, den er da zur letzten Ruhe bestatten half, denn in tiefer Ergriffenheit, bleichen Antlitzes, schritt der Fürst hinter dem Leichen­wagen einher. Gram und Sorge umwölkten seine Stirn und voll Trauer hefteten sich seine Augen auf den Sarg, der unter einer Fülle von Kränzen verschwand.

Krupp war seit Jugend asthmaleideud und tiefes Leiden zwang ihn oft, die Nacht in den Tanneupflanz- ungen seines Parkes zuzubringen. Hier ging dann der u m Millionen, um seine Millionen beneidete Mann einsam einher und wünschte sich oft die Gesundheit, die dem geringsten seiner Arbeiter beschieden war. Feuerwehr­patrouillen übten den Sicherheitsdienst aus. Auf einem

dieser feiner notgedrungenen nächtlichen Gänge begegnete er ab und zu einem jungen Feuerwehrmann, der ihm seiner offenen Antworten wegen gefiel. Er nahm sich seiner an, übergab ihn zur Ausbildung seinem Privat- fefretar und ließ ihn die französische unb englische Sprache erlernen. Tann verwandte er ihn in feinem persönlichen Dienst. Sv begründete er das Lebensglück dieses jungen Mannes, den ich tief ergriffen der Bahre seines Herrn folgen sah.

Aus der feinen sensiblen Natur Krupps heraus muß es auch verstanden werden, wenn er seine Beamten für treu geleistete, langjährige Tieuste nicht mit einem Geld­betrag abfand, sondern ihnen zur bleibenden Erinnerung kostbare Geschenke, symbolischer Natur, persönlich über­reichte in Gestalt einer Busennadel usw. Hunderte feinet alten Beamten und Arbeiter tragen diese Andenken an einen allezeit freundlichen und gütigen Herrn heute mit Stolz und Wehmut.

lieber das erschütternde Drama, das ftch auf Villa Hügel abspielte, erfahre ich noch folgendes: Atm Vor­abende seines Todestages speiste Herr Krupps noch mit feinen Töchtern und einem Gast zu abend. Während des Mendbrotes fühlte er sich schon nicht wohl; er hatte einen Ohnmachtsanfall. Seinem Diener befahl er, ihm am Morgen sofort feinen Arzt zu senden, da er sich nicht gut fühle. Der Diener besorgte dieses, und als der Arzt am Morgen schon sehr ftüh ehr traf und nach dem Be­finden des Herrn Krupp fragte, wurde ihm gesagt, er habe die Nacht gut geschlafen, nur schnarche er etwas stark. Dieses fiel dem Arzt sofort auf, und ferne nähere Untersuchung ergab dann die Bedenklichkeit des Zustandes. Seinen und den Bemühungen der noch hinzugezogeneu Aerzte gelang es, Herrn Krupp gegen 9 Uhr zum klaren Bewußtsein zii bringen. Als den Töchtern die Todesnach­richt überbracht wurde, eilten sie an das Sterbebett ihres geliebten Vaters und nachdem die ältere derselben rief: Ach, Papa, schlag doch noch einmal die Augen auf, nur noch einmal!" stürzte sie ohnmächtig zusammen. Auch Frau Krupp, selbst fätoertraut, brach unter dem Eindruck der Schreckensbotschaft vor dem Sterbezimmer zusammen.

Nun ist alles vorbei . . . Der Sarg des edlen Mannes ist in die Erde gesentt, aber über der Stadt Essen und den Kriippffchen Werten liegt eine tiefe Trauersrimnnmg. Trübe schaut der Himmel drein? Novemberftimmimg!

Deutsches Deich.

B e r X i n, 27. Nov. Ter Kaiser traf gestern abend tjirt ein. Heute nahm er Besichtigungen in der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche vor und empfing mittags im königlichen Schlosse den amerikanischen Botschafter White in ^Ab­schieds-Audienz. Tie heutigen Berliner Morgen blätter melden, einem eigenen T-rahtbericht zufolge, daß der Kaiser White bei der Abschiedsaudienz die große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft über­reichte.

Während der Fahrt von Essen nach Berlin hörte der K ai f er gestern die Vor trage des Kultusministers, des Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrates Dr. Dark- Hausen und des Chefs des Civilkabinetts Wirkt. Geh. Rat v. Lucanus.

Ter Sitzung der Schiffbautechnischten Ge- sellfchaft wohnte der Kaiser bis zum Schluß bei, zog vor dem Weggänge rwfä den Chef der nautischen Abteilung des Reichsmarineamts, Kvntreadmiral Schmidt, und den französischen Man'neattachs Grafen Sugny in eine Unter­redung und verabschiedete sich dann von der Versammlung. Bei Verlassen der Technischen Hochschule brachte die Stu­dentenschaft dem Kaiser Ovattonen dar. Nachmittags be­sichtigten die Teilnehmer die Schwarzkopstsche Fabrik

Kaiser Franz Josef verlieh dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Frhm. v. Richthofen, das Grvß- kreuz des Leopold-Ordens.

Aus Anlaß des heutigen Geburtstages der Kaiserin-Mutter Maria Feodorowna von Rußland wurde heute in der K'avelle der hiesigen russi- fchen Botschaft ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Ter heutige Tag ist zugleich auch der Hochzeitstag deS Kaisers Nikolaus N. und der Kaiserin Alexan­dra und der Tauftag der ältesten Tochter de9 Zarenpaares, der Großfürstin Olga.

TieNordd. Allg. Ztg." hört, der erledigte Posten des 1. Sekretärs bei der Botschaft in Paris wurde dem bis­herigen 1. Sekretär bei der Botschaft in Madrid, Legativns- rat Grafen von der Gröben, übertragen, der seinerseits durch Legationsrat Tr. Humbracht ersetzt wird. Ten gleichfalls erledigten Posten des dritten Sekretärs bei der Botschaft in Paris erhielt der soeben zum Legationsrat er­nannte bisherige dortige Attachö Frhr. v. Fürstenberg.

Die Nachricht von der Mandatsniederlegung des Landtagsabg. Danzenberg ist derGermania", zufolge nicht richtig. Ter Abgeordnete hat an seine Zentrums- sreunde die Meldung gelangen lassen, daß er zu bleiben gedenke.

Ter ,L?eichSanz." veröffentlicht heute abend Auf- zeichrrungen über Stic am 14. d. M. im Reichsamt des Innern stattgehabten Vorbesprechungen über das Kartell- wesen.

In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde zugestimmt dem Ausschußprotokoll betreffend Abänderung von Salzsteuerbefreiun gsvvr schriften, dem Ausschußberichte über die Vorlage vom 24. Oktober 1902 betreffend Erstattung von Salzsteuer, über die Vorlage vom 13. Januar 1902 betreffend Gewährung von Breunsteuer­vergütung aus Billigkeitsgründen, über die Vorlage vom 13. Januar 1902 Betreffend Gewährung von Brenn» (teueroergütung, ferner dem Ausschußberichte über: