23 die vorsätzliche und rechtswidrige Zerstörung vcm Eisenbahnen als Verkehrsdelikt qualifiziert, während die Zer- ftörung einer Feldbahn, deren Graf Pückler beschuldigt wird, nicht unter diesen Begriff zu subsummieren sei.
* Bedenkliche Vergeßlichkeit. Es scheint sich von Zeit zu Zeit zu wiederholen, daß ein Arzt auch bei einer £ p c r a t i o n von einer Vergeßlichkeit befallen wird, die verhängnisvolle Folgen für die Patienten nach^sich ziehen kann, und es ist eigentümlich, daß solche Fälle während der letzten Jahre immer aus Paris berichtet worden sind. Es mögen jetzt vielleicht vier oder fünf Beispiele aufzuzählen sein, in denen ein Arzt irgend einen weiß Gott nicht dahin gehörigen Gegenstand in der Bauchhöhle seines Patienten vergessen hat, und ein bissiger Pariser Journalist hat sich infolgedessen zu dem Witz verstiegen, daß einer der Professoren wohl einmal reinen Regenschirm im Leib eines Kranken stehen lassen könnte. Jetzt ist vor dem Gerichtshof in Amiens wiederum eine solche Angelegenheit verhandelt worden. Ein sehr bekannter Chirurg mar der fahrlässigen Tötung angeklagt, well er in der Leibeshöhle einer weiblichen Kranken eine Kompresse vergessen hatte. Tas^ Urteil wurde wegen notwendiger Vernehmung weiterer Lachverständiger vorläufig ausgesetzt. Tie Pariser „Galette Msdieale" stellt sich in einer Besprechung dieser -sache auf den Standpunkt, daß der Arzt wegen eines solchen Vergehens keinesfalls verurteilt werden könnte, und geht sogar soweit, es als unbegreiflich zu erklären, daß jemand das Recht haben sollte, einen Operateur um solcher Sachen willen vor das Gericht zu bringen, das heißt, ihn um seine kostbare Zeit zu betrügen, ihm beträchtliche Ausgaben zu machen und außerdem fernen Ruf als Gelehrten zu beflecken. Hoffentlich sind diese Worte ironisch gemeint, denn daß ein Arzt nicht dafür haftbar sein sollte, wenn er aus bloßer Nachlässigkeit in Ausübung seines Berufes das Leben eines Kranken gefährdet, wird wohl niemand im Ernst zugeben.
Paris, 27. Mai. Die „größte Gaunerei des Jahrhunderts" scheint sich mit anderen Verbrechen verwickeln zu wollen. Man bringt, wie bereits berichtet, den Mord des Silier Bäckers Schotsmans, der 1899 im Bahnabteil getötet wurde, damit im Zusam menhang. Der Mord ist nie aufgeklärt worden. Man erzählt jetzt, Schotsmans habe der Humbert 1896 drei Millionen geliehen, die 1899 zahlbar waren. Der Mord geschah unmittelbar vor der Fälligkeit dieser Schuld und fiel mit der sonst nidjt zu begründenden Anwesenheit Romain Daurignaes, eines Bruders der Humbert, in Lille zusammen. Aus dem Hintergrund taucht auch die Gestalt von Lumbert Vater, dem großen Juristen und gewesenen I u st i z m t n i st e r, in immer sonderbarer Beleuchtung auf. wird allgemein behauptet, er sei der eigentliche Erfinder derGaunerei gewesen, habe sie durch standes- amtliche Fälschungen eingeleitet, durch sein persönliches Ansehen gefördert und durch seine Verbindungen in der Welt der Richter aufrechterhalten. Man sagt ihm außerdem nach, er habe für seine Rolle beim Zusammenbruch der „Union generale" 500000 Fr. Bestechung bekom- m e n. — Der Disziplinarrat der Advokatenkammer nal)m die Demission des Advokaten Dubuit an und betraute den ehemaligen Präsidenten der Advokatenkammer Ployer mit der Untersuchung der Angelegenheit Dubuit. — Wie verbautet, werden Die Mitglieder der Familie Humbert auch für das Verschwinden von noch drei anderen Personen verantwortlich gemacht, welch« der Familie
Gelder vorgestreckt hatten. Es handelt sich um die Frau eines Arztes, eines JuweÜerb und einer dritten noch unbekannten Persönlichkeit._________ ___
~ Eisenbahil-Zeitung.
Berlin, 27. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." betont gegenüber den Auslassungen eines Provinzblattes, daß auf den preußisch-hessischen Staatsbahnen über 80 Prozent der Schnellzugskilometer von Schnellzügen mir Wagen 1. bis 3. Klasse und beinahe die Hälfte aller T-Zugkilometer von Zügen zurückgelegt werden, die die 3. Klasse führen. Es könne sein, daß, wie das Blatt behauptet, in England die Anzahl der schnellsahrenden, die 3. Klasse führenden Züge größer sei, als bei uns, dafür bestehe in Preußen die 4. zklasse. Es sei sehr zu bezweifeln, ob unserer ärmeren Bevölkerungstlasse damit gedient märe, wenn sie zwar etwas schneller führe, jedoch die doppelten oder dreifachen Preise bezahlte.
Gerichtssaal.
TcmcSvar, 27. Mai. Das Schwurgericht verurteilte den Redakteur des „Ttsch. Tagebl? für Ungarn, Alwin Gramer, wegen Aufreizung gegen die ungarische 91 a 11 o n zu 3 Monaten Gefängnis und 1000 Kronen Geldstrafe. Ter Verurteilte beschuldigte in einem Artikel die Ungarn, sie behandelten die Deutschen als Parias und verurteilten ausschließlich Deutsche.
Neustadt a. d. H., 26. Mai. Zum Kapitel Rcchts- a n >v a l t s g e b ü h r c n wurde vom Obenaudesgericht Zweibrücken dieser Tage eine wichtige Entscheidung gefällt. Rechtsanwalt Schnell' hier hatte in einer Berawcrksangelegcnheit des Rentners Heinrich Klein in Neustadt als Rechtsbeistand fungiert unb für seine Bemühungen die Summe non 2 0 0 0 0 M k. Gebühren verlangt. Ta sich Klein weigerte, diese Summe zu bezahlen, kam die Angelegenheit vor das Landgericht in Frankenthal, das dem Anwalt 1200 9)1 f. zubilligte. Die seitens des Rechtsanwalts erhobene Berufung an das Oberlandesgericht in -Zweibrücken wurde, wie der „Pfälz. Kurier" meldet, abgewiesen.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Leipzig, 27. Mai. In einemÄomntimiqud erklärt der geacn- wärtige Aufsichtsrat der Leipziger Bank, er könne nach Lage der Verhältnisse nicht dafür entscheiden, trotz und neben dem zwischen dem alten Aufsichtsrate und der Konkursverwaltung über die Regreßansprüche Ende Februar abgeschlossenen Vergleiche zu prozessualen Schritten behufs Geltendmachuug der rechtlichen Ansprüche für die Gesamtheit der Aktionäre die Initiative zu ergreifen, es soll vielmehr einstweilen im Interesse aller Aetelligteu abgewartet werden, ob der alte Aufstchtsrat die ihm dringend ans Herz gelegte Ehrenpflicht erfülle, Genugthuung für die Gesamtheit der Aktionäre in Gemäßheit der wiederholten Beteuerungen seines guten Willens und des Gefi'chls der moralischen Verantwortung zu gewähren.
Börfcusteuer. Der Wertpapierstempel hat ein nahezu l1/« Millionen Mark höheres Erträgnis als im gleichen Monat des Vorjahres gebracht, der Umsatzstempel ist jedoch gegen den gleichen Monat des Vorjahrs um 204 015 Mark zurückgeblieben. Bei Fortdauer der gegenwärtigen Einengung des Geschäftes dürfte auch im laufenden Jahr der Voranschlag nicht erreicht werden. Das höhere Erträgnis für die Wertpapiere kommt von den neuen Anleihen.
Bayerische Bank. Die Bayerische Bank läßt mitteilen, daß die Bilanzsitzung anfangs Juni statrsindet. Der Jahresabschluß soll in rigoroser Weise ausgestellt werden. Eventuell könnte sich infolgedessen eüie Unterbilanz ergeben, die aber keinesfalls eine Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis von 5 zu 3 erforderlich machen werde.
Schnckert-Attie«. Die Elektrizitätswerke haben wegen zahlreicher Aufträge wieder in allen Betrieben die zehnstündige Arbeitszeit ausgenommen. Ob's anhält?
Degen den Gesamtvorstand der Niederschlefische« Lrevtt^ baut ist das Erunttelungsoerfahren wegen VcrjMleierung der Bilanzen eingeleitcl. Durch die Einstellung falscher Posten m dre Bilanzen ist eine Dividende von 4 Prozent zur Verteilung gelangt. Ordnungsgemäß hätte nichts vertellt werden dürfen.
Tic Mitteldeutschen Kohleureviere haben Verbandlungen eingeleitet zwecks Bildung eines gemeinsamen Kartells für Mtttel- deutschland. .
Tie Hedwigshüttc in Stettin lagt verscyleiert durchblr««, daß das Resultat des am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahres fein günstiges gewesen sei. Im vergangenen Jahre nnicbcn 20 Proz. Dividenden verteilt.
Rheinische Bergbau- und Hüttenwcsen-Akticugcscll,chaft. In der ordentlichen Generalversammlung gab der Vorsitzende eine Uebcrftdit über die abgelauseueu vier Monate des lausenden Ge- schäftsjahres, woraus hervorginq, daß irotz der noch herrschenden Unsicherheit m der Eisenindustrie dank der vorsichrigen Bewertung der Vorräte, m dem legten Abschluß das Werk mit einem mäßigen stutzen gearbeitet hat. Die Lage Hal sich bedeutend gebessert.
Jahrcsergcbnissc von Eisenindustrie-Gesellschaften. Die T i l l m a n u'sche E i f e n b a h n b a u °A k t l e n g e j e 1 lsch a f t in Remscheid Hal sür 1901 einen Bruttogewinn von 299164 Mk. erzielt. Eine Dividende gelangt nicht zur Verteilung. Im Vorjahr wurden 10 Prozent gezahlt. Mangel au ausreichender Be- schästigung und teures Material war einzig an dem ungünstigen Resultat schuld. Wie sich das lausende Jahr gestalten wird, darüber lasse sich sürs Erste keine Auskunft geben. — Die Aktiengesellschaft sür Eisenindustrie und Brückenbau u orm. Harkort in Duisburg kann 81 2 Prozent aus die VorrecktS- äklieu und 7'/, Prozent aus die Stammaktien verteilen. Für das lausende Geschäftsjahr lagen bis 24. April Austräge im Werte von ca. 4 700 740 Mark vor gegen 5 043 586 Mark im Vorjahr.
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Kirchliche Kachrichlen.
Katholische Gemeinde.
Mittwoch den 28. Mai.
Nachmittags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Donnerstag, den 29. Mai,
F r o h n l e i ch u a m s s e st.
Vormittags von 6'/, Uhr.au: Gelegenheit,zur hell. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der hell. Rom* munion.
a , 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.
Militärgottesdienst mit Predigt.
„ , 9'/g Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2'/, Uyr: Fest-Andacht.
Freitag abend um 6'/, Uhr ist Mai-Andacht.
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Humoristisches.
— Zum sächsisch - preußischen Eiscubahukricg. Dee s ä ch s i f ch e E i f e u b a h n m i n i st e r: Warum fahren Sie mit Ihren Güterzügen immer um unser Land herum, Herr Kollege? — Der preußische E i s e n b a h n m i n i ft e r: Aus Höflichkeit. Wir wollen Ihre Geleise nicht ruinieren. — Der sächsische E i s e n b a h n m i n i st e r: Ader der gerade Weg ist doch bet nächste. — Der preußische Eisenbahnmini st er: Wohin ? — Ter sächsische E i s e n b a h n m i n i st e r: Nu, iiatür- lich nach Süddeutsckland. — Ter preußische Eisenbahn- m i n i ft c r: Gewiß, und der krumme ist der nächste. — Der sächsische Eisenbahnminister: Aber ich bitte Sie — Der preußische Eisenbahnminister: Zur pm^^if(f)- sächsischen Eisenbahngemeinschast. Münchner „Jugend".
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Gratis- Zugaben.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Gartcnstraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbellgebern und Arbeimehmern (HrPritcrn jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu »ermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr geöffnet.
Angebot der Arbeitnehmer: 1 Krankenpfleger, 4 Heizer, 1 Installateur, 2 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Fuhrknecht, 1 Erdarbeiter, 3 Hausdiener, 1 Taglöhner, 4 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Näherin, 1 Büreaugehilfe.
Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Glaier, 1 Rahmenmacher, 1 Spengler, 1 Heizer, 1 Schreiner, 1 Schlosserlehrling, 2 Väcler- lehrttnge, 1 Friseurlehrling, 6 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Putzfrau.
Spar- und Ieihkasse Gießen.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß unsere Kasse vom 1. bis 15. Juni l I. wegen des in dieser Zeit vorzunehmenden Umzuges in das neue Gebäude — Johannesstraße 5 — geschlossen ist. Geschäfte, welche nicht aufgeschoben werden können, müffen daher noch im Laufe dieses Monats erledigt werden, wobei bemerkt wird, daß Samstag den 31. Mai l. I. auch nachmittags die Kasse geöffnet ist.
Gießen, den 10. Mai 1902.
Der Direktor der Spar- und Lechkaffe Gießen.
Bekanntmachung.
Es hat sich herausgestellt, daß seitens hiesiger Leichenfrauen mehrfach den Angehörigen Verstorbener ungerechtfertigt hohe Beträge an Geld abgefordert und daß in zahlreichen Fällen Klecdungs- siucke unb Bettzeug der Verstorbenen von itjneit als ihr Recht verlangt worden sind. Auch sollen Leichenftauen ben städtischen Friedhofsarbeitern Trinkgelder vermittelt hoben. Wir bringen hoher zur öffentlichen Kenntnis, daß den Leichenfrauen nur ein Anspruch auf angemcffeue Bezahlung der von ihnen geleisteten Dienste zusteht unb daß alle wcitergeheudeu Forderungen als Mißbrauch ihrer Stellung auzuseheu find. Gleichzeitig ersuche,: wir, uns von Fällen, in denen Leichenftauen mit derartigen Forderungen an Hinterbliebene herangetreten sind ober sich zur Trinkgeldervermittelung hergegeben haben, ungesäumt Mitteilung machen zu wollen.
Gießen, den 26. 2Jlat 1902. 3929
iproßherzoglMft Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Arbeitsvergebung.
Die zum Umbau des alten Schlosses am Kanzleiberg hier- felbft erforderlichen Tischler-, Schlosser-, Glaser- und Austreicher- arbeiteu sollen nach einzelnen Losen getrennt zur Vergebung kommen. Tie Zeichnungen und Bedingungen hegen in der Bau- ftubc des aüen Schloßes zur Einsicht aus, woselbst auch die Kostenanschlagsauszüge als Emgabeformulare gegen Grftattung der Schreibgebühren in Empfang genommen werden können. Die Angebote sind in vorfchriftsrnätziger Weife bis zum 12. Juni d. I., abends, an die unterzeichnete Stelle emzurelchen.
Gießen, den 24. Mar 1902. 3911
Großherzoglrcye Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
In das hiesige Genossenfchaftsregister wurde heute bezüglich des Spar- und Vorschußoereins Alten-Buseck e.G.m.u.H. eingetragen: Landwirt Heinrich Vogel III. zu Alten-Buseck ist zum Vorstand als Kontroleur an Stelle des durch Tod ausgeschiedenen Justus Einhäuser gewählt.
Gießen, am 26. Mai 1902. 3958
Großherzogliches Amtsgericht.
Wiener.
3697
Heffenlliche | Hergeöung.
Das für 1902/3 im Justizgebäude zu Gießen erforderliche Heizungsmaterial, als Tannenholz, Buchenprügel,
Stück-, Nuß- und Anthractt- kohlen I. Qualität soll im Verdingungswege vergeben werden.
Versiegelte Angebote können kostenfrei bis zum Eröffnungstermin: Dienstag, 17. Juni 1902, vormittags i/zlLUHr, im Zimmer Nr. 33 des Justizgebäudes niedergelegt werden.
Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, betr. das Verdingungswesen, enthaltenen allgemeinen unb den dahier aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei des Landgerichts zur Einsicht offen liegen bezw. kostenftei erhältlich sind. Nähere Auskunft erteilt auch der Großh. Hausmeister Keller.
Der Zuschlag bleibt 8 Tage vorbehalten. 3948
Gießen, 27. Mai 1902.
Der Großh.
Landgerichts-Sekretär.
Em der Gememde Wteseck gehöriger fetter
Faselochse soll Freitag den 30. Mai, vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterei dahier versteigert werden.
Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde, einen schönen, jungen sprungfähigen Fafelochfeu, Vogelsberger Rasse, anzukaufen. Verkäufer solcher wollen dies der bezeichneten Bürgermeisterei mitteilen.
Wieseck, den 22. Mai 1902. Großh. Bürgermeisterei Wieseck.
Sommeriad. 3871
Versteigerung.
Douuerstaa den 29. d. M., nachmittags 2 Uhr, werden im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung versteigert:
L 1 Buffet, 1 Militarmütze und Koppel.
2. 1 Kommode.
Die Versteigerung unter 1 bestimmt. 3901
Gießen, den 24. Mai 1902.
Johann, Pfandmeister.
M Neiiench
HM uni) Pension Knishoser
Bef.: A. Waegeler versendet Broschüre über Hur- Verhältnisse:c. gratis und franko.
Zahnärztliche üntemchtsknrse
speziell Zahnextraktionskurse
halte im Sommeraemester ab für Kandidaten der Medizin, welche sich der Land- und Kassenpraxis widmen wollen. — In allen Disziplinen unserer bpezial- wissenschaft unterrichte Studierende der Zahniiell- künde nach den an der Universität zu Berlin gelehrten Methoden auf Grund 12 jähriger Erfahrung. 8515
Schwalm, Zahnarzt
Bahnhofstrasse 63. Giessen Bahnhofstrasse 63.
Französische Vorträge und Rezitationen
Dienstag den 3., 10., 17., 24. Juni, 8., 15. Juli nachm. 6 bis 7 Uhr in der grossen Aula der Universität
Thema der Vorträge: Alfred de Müsset.
Victor Hugo et le culte de Napoleon.
L’humour d'Alphonse Daudet
Die Rezitationen haben leichtveretändliche Stücke aus der neueren Litteratur zum Gegenstand.
Karten zu 5 Mk. für den Cyklus in der Ricker’scheh Buchhandlung, in der Frees’schen Buchhandlung oder beim Verwalter Storck. 3902
Lector Goetsehy.
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Wilh. Rudolph, Giessen
Seltersweg 91.


