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Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Mittwoch S8. Mai 1S«S
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General-Anzeiger w .-x‘»
v für den poht. u. allgem.
Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM
V -<N< ' rJ' zeigenierl: HanS Beck.
Zur Aampfertruft-IuLerpellatiov.
Los die heute statLftudende General-Versammlung der Hamburg-Amerika-Linie ist das allgemeine Interesse gerichtet. GS soll bekanntlich über die von der Verwaltung vorgeschla^ene Statutenüude- ruust beschlossen werden, durch btc, wie man glaubt, der nationale Charakter des Unternehmens gegenüber der Möglichkeit einer Amerikanisierung gewährleistet wird. In der Hauptsache errvartet man diese Wirkung von den neuen Bestimmungen über die Zusammensetzung deS Vorstandes unb des Anfsichtsrats. Die Meinungen der Presse sind geteilt; unseres Erachtens ist die Sachlage aucl) jetzt noch nicht genügend geklärt, um ein aü- schlietzeudes Urteil zu gestalten. Es werden nicht nur ab- geöartet werden müssen die Erklärungen der Verwaltung m der Generalversammlung — sdas Rundschreiben an die Aktionäre betrifft lediglich den Inhalt des Trust- vertrages —, sondern auch die Reichstagsverhandlungen aus Grund der angekündigten Interpellation des Abg. Gras Kanitz (kons.). Die Interpellation kommt, gutem Vernehmen nach, alsbald nach Wiederaufnahme der Reicl-slagSarbeilen zur Erledigung.
Wie man daS Vorgehen der deutschen Tampferlinien auch beurteilen mag, man wird dem Abg. Graf Kanitz nur Dank wissen können, daß er die Anregung gab zur Paria- mentariscyen Erörterung dieser Frage. Da der Reichstag, wegen der Verabschiedung der Branntweinsteuervorlage, starke Besetzung ausweisen wird, steht eine interessante Sitzung in Aussicht.
Die Aufmerksamkeit wird sich naturgemäß konzentrieren auf die Erklärung der Regierung, namens deren Staatssekretär Graf Posadowsky das Wvrt ergreifen dürfte. Wie es heißt, beruhen die von der Verwaltung der Hamburg-Amerita-Linie vorgeschlagenen Statutenänderungen auf einer Verständigung mit den interessierten Reichsämtern, zunächst also wohl mit dem Reichsamt des Innern. Es ist ohne weiteres llar, daß auch die verbündeten Regierungen an dem seewirtschaftlichen Prozeß das lebhafteste Interesse nehmen. Weniger klar aber liegt die Frage, inwieweit die verbündeten Regierungen hier bestimmend einzugreifen vermögen. Die Mehrzahl der an der Rordatlantie-Fahrt beteiligten englischen Dampferlinien ijai sich dem Morganschen Trust in aller Form verschrieben, die englische Presse erging sich in Klagen über die Niederlage der britischen Handelsflagge — von einem Eingreifen der englischen Regierung ist aber nichts bekannt geworden. Die beiden deutschen Rhedereien sind dem Trust wohl beigetreten, haben sich aber durch Vertrag ihre Selbständigkeit vollkommen bewahrt. In der Frage des w i r t s ch a f t - lichen und finanziellen Risikos wäre durch eine Der staatlichung der Rhedereien, wie sie von agrarischer Seite befürwortet wird, jedenfalls nichts geändert. Die Logik der Lhatsachen würde über kurz oder lang auch den Staat als Unternehmer ypingen, in ein freundschaftliches Uebereiukommen mit dem amerikanisch-englischen Trust zu willigem Nach der Schätzung des Generaldirektors B a l l i n beläuft sich die aus dem Trustvertrag für die deutschen Linien resultierende Ersparnis aus 50 Millionen Mark. Diese aus der Reichskasse dauernd zuzulegen, dürften auch die Freunde der Verstaatlichung Bedenken tragen.
Die Skizzierung dieser Möglichkeiten läßt schon er* tarnen, wie kompliziert und bedeutungsvoll die ganze Angelegenheit ist, das letztere für die gesamte deutsche Volks- wirtschoft. Unb die Erkenntnis dieser Bedeutung vor allem mag den Abg. Grafen Kanitz veranlaßt haben, auf dem Wege der Interpellation eine Nieinungsäußerung der Regierung zu bewirkeu Voraussichtlich werden der betreffenden Reichstagsverhandlung die Generaldirektoren der Hamburg-
Amerika-Linie und des Norddeutschen Lloyd, sowie Vertreter der amerikanischen Botschaft in Berlin beiwohnen.
Die Aosstariskommissiou.
Berlin, 27. Mai.
In der Zolltarifkommission des Reichstags, hie heute ihre Tätigkeit wieder ausgenommen hat, ging es still und friedlich zu Man zweifelt nicht, daß die Kommission bis zum Herbst fertig werden wird, aber man zweisell nach wie vor, daß dann das Plenum fertig werden wird. Die Positionen des Zolltarifs, um die es sich heute handelte, waren nicht von großer Blutung.
Position 245 legt aus Bienen- und anderes Insekten wachs, sowie Pflanzenwachs einen Zollsatz von Mk. 15. Position 247 auf Erdwachs (Ozokerit) ebenfalls einen solchen von Mk. 15. Pos. 246 läßt Abfälle und Rückstände von der Zubereitung des Bienenwachses zollfrei, sämtlich wie bisher. Pos. 248 sieht für Stearinsäure, Palmitinsäure, Margarinsäure einen Zoll von 15 Mk., für Paraffin zur Herstellung von Eeresin sowie von Paraffinpapier einen solchen von 10 Mk. vor. Bisher galt gls einheitlicher Zollsatz 10 Mk. Pos. 249 legt aus Weichparaffin wie bisher einen Zoll von 10 Mk. Pos. 250 setzt für Lichte, Kerzen aller Art einen Zollsatz von 23 Mk. fest (bisher 18 Mk.). Pos. 251 für feingesormte Wachsw ar en einen solchen von 200 Mk., für andere einen Zoll von 30 Mk. wie bisher.
Diese Positionen wurden unverändert angenommen bis aus Nr. 248. Da wurde der Zoll auf 10 und 6 Mk. herabgesetzt. Ebenso wurden nach der Regierungsvorlage genehmigt die Positionen 252 bis 254 (sie legen auf Schmierseife, feste Seife, feine weiche Seife Zollsätze von 5, 10 und 30 Mk. wie bisher), ebenso die Pos. 245, die Glycerin zollfrei läßt, Pos. 256 (Paraffinsalbe, Vaselin, Lanolin 12 Mk. statt bisher 10), ferner 257/258, die aus Wagenschmiere und andere Schmiermittel einen Zoll von 10 bezw. 12 Mk. legen, 259/260 (Schuhwichse 3 und 18 Mk.), ferner 261 Putzmittel 10 Mk., 262 Formenarbeit aus Paraffin und Stearin 36 Mk., 263 Quecksilber und Legierungen zollfrei, 264 Alkalimetalle und andere sonst nicht benannte Metalle zollftei (diese letztere Fassung auf einen Antrag Goth ein hin).
Tie Zwmmission nahm ferner nach lebhafter Debatte die Zollsreiheit des Broms und der Brom salze an. Position 265 und 283 werden unter Ablehnung eines von den Konservativen und Nationalliberalen befürworteten, von der Regierung bekämpften Antrags Arendt-Horn, der einen Zoll von 100 Marl auf Brom und Bvomsalze als Kampfmaßregel gegen Amerika verlangte, angenommen. Positionen 266, 268 und 269, Zollfreiheit für Jod, Schwefel, Spencemetall, Ammoniakwasser und Salmiakgeist werden angenommen. Position 267, roter (Amorpher) Phosphor 10, gelber 5 Mk. wird abgelehnt. Nach einem Antrag Go- thein wird folgendes beschlossen: Phosphor, gewöhnlicher (krystallinischer, weißer) und roter (Amorpher) frei.
Mverchcher Keröaudstag.
Der Verbandstag in Eisenach war von etwa 200 auswärtigen Abgeordneten besucht. Den Vorsitz führte Reichstagsabg. Dr. Hasse. Die Einleitungsrede des Vorsitzenden behandelle die hervorragenden Arbeitsgebiete des Verbandes (Polen-, Buren- und Flottenftage) und lehnte die Jdentiftzrerung der Alldeutschen mit den Pangerma- nisten ab. Im Anschluß an die Rede wurde folgender Antrag angenommen:
„In der Ablehnung des hochmütigen Gnadengeschenkes eines Eeeil Rhodes hat ein Teil der deutschen Studentenschaft bereits die rechten Worte gefunden. Wir zweifeln nicht daran, daß auch die ganze
übrige deutsche Studentenschaft das Danaergeschenk des auch über den Tod hinaus das Deutschtum bekämpfenden Briten mit Entrüstung zurückweisen wird."
Desgleichen fand Annahme folgende Resolution:
„Der „A. V." ersucht die Reichsregierung, dem von magyarischen Politikern zum Zweck der Ausrottung deutscher Kultur und Sprache und der Unterdrückung von mehr als zwei Millionen deutscher Volksgenossen in Ungarn mit angeblichen Aeußerungen des deutschen Kaisers, die den Stempel freier Erfindung an der Stirn tragen, getriebenen Mißbrauch durch eine unzwei- heutige Erklärung entgegenzutreten."
Ein Antrag, der den Zwist innerhalb der alldeutschen Partei in Oesterreich beklagte, und die Verantwortung des Verbandes für die daraus und aus der Bezeichnung „alldeutsch" für eine politische Partei erwachsenden Schäden ablehnte, entfesselte einen regen Meinungsaustausch, aus dem der Antrag schließlich in der gestern bereits mit- geteilten milder gefaßten Tonart hervorging.
Ten Geschäftsbericht erstattete GeiSler-Berlln. Mir entnehmen demselben, daß der Skrbanb gegenwärtig 21950 Mitglieder zählt. Ortsgruppen bestanden 250 im In- und 25 im Auslande. Tie Finanllage ist günstig. Die Burensammluugen ergaben 102489,34 Mari und die Leistungen zum Betriebs- und Werbeschatz 10628,50 Mk. — Im Anschluß an den Vortrag von Prof. Dr. Samassa über: „Tie slawische Gefahr in d en O stm arken" wurde folgenoe Resolution angenommen:
„In der Reichsdeutschen Ostmarkenpolitik halt hex Alldeutsche Verband seine auf dem Verbandstage in Hamburg am 30. August 1899 und in der Vorstandssitzung vom 8. Dezember 1901 gefaßten Entschließungen aufrecht. Heute betont der Verband noch besonders: 1. Daß er die neue Polen vor läge der preußischen Regierung mit Genugthuung begrüßt und daß er die Hoffnung hegt, die dadurch bekundete entschiedene Halt- ung möge auf Menschenalter hinaus von Schwankungen frei bleiben; 2. daß er die geplante Erwerbung von Staatsdomänen, im Gegensätze zum Forensal- und Fidei- kommis-Besitze, für national zweckmäßig hält, daß er aber, unter vollster Anerkennung der nationalen Bedeutung des deutschen Großgrundbesitzes der Ansiedelungsprovinzen, nach wie vor das Hauptgewicht auf die Verstärkung der Mittel zur bäuerlichen deutschen Besiedelung des Ostens und auf eine starke und gesunde wirtschaftliche Organisation des bäuerlichen Deutschtums der Ansiedelungsprovinzen legt; 3. daß überhaupt bei der augenblicklichen Aussichtslosigkeit aller Versuche, die staatsfeindlichen Gesinnungen der preußischen Polen durch politische Maßregeln zu beeinflussen, zur Zeit der Hauptnachdruck darauf zu legen ist, dem auf der ganzen Linie zurückweichenden ostmärkischen Deutschtum wieder die Stellung einer wirtschaftlich vorschreitenden, wirtschaftlich das Polentum verdrängenden Macht zu geben; 4. daß zu diesem Ende vor einer einseitigen Verwendung der Machtmittel des Staates zur wirtschaftlichen Stärkung des deutschen Bevölkerungsteiles, vor einer Beschränkung der Verkehrsfreiheit des Grundbesitzes und vor einem zwangsweisen staatlichen Aufkäufe anderweit nicht erhältlicher größerer Besitzungen nicht zurückgeschreckt werden darf. Denn nach den gemachten Erfahrungen kommt jede unterschiedslose, nicht einseitig deutsche Jtultur- entwickelung der Ostmark, stets mehr dem Polentum als dem Deutschtum zu gute; 5. daß andererseits bei allen staatlichen Eingriffen in das Wirtschaftsleben der Ostmark die Gefahr einer wirtschaftlichen Entnervung des ostmärkischen Deutschtums durch den Einzelnen zufließende Staatshilfe vermieden und strengstens fest- gehalten werden muß, daß die Schwäche des ostmärkischen Deutschtums wesentlich in dem Mangel einer breiten
Feuilleton.
Figaros Hochzeit in Frankfurt a. M. In der ablaufenden Frankfurter Theaterspielzeit ist Mozarts unerreichtes Meister- und LieblingSwerk „FigaroS Hochzett" wiederholt, zuletzt am vergangenen Sonntag, zur Aufführung gekommen. In Frankfurt hat man diese Aufführungen besonders gelobt, und bei dem Interesse, das auch unser musikliebendes Publikum der Frankfurter Oper entgegenbringt, erscheint es angebracht, auch an dieser Stelle ein wenig darüber zu reden. Nach meinem Empfinden nimmt der Kapellmeister Dr. Rottenberg die leichtflüssige Mozart'sche Musik zu schwer, zu wuchtig, zu — langweilig. Wohl sind manche Einzelheiten, besonders in den Geigensiguren, recht hübsch ausgearbeitet; aber die Leichtigkeit fehlt, der sprühende Geist. Die Allegrosätze sind, vielleicht in dem Bestreben, alles recht klar unb durchsichtig heraus zu bringen, fast alle zu langsam, und getragene Sätze, wie die Arie der Susanne im 4. Akt, werden geschleppt. Zudem ist die Orchesterbegleitung an manchen Stellen zu schwer, zu massig. Diese Schwerfälligkeit scheint man nicht allein auf Rechmmg des Kapellmeisters schreiben zu müssen, sondern zum Teil durch zu geringe Beweglichkeit der Sänger mitverschuldet zu sein. Die Kunst, Mozart gut zu singen, scheint immer mehr abhanden zu kommen; das ist bedauerlich. Herr Buers sang den Figaro. Er gab sich redliche Muhe. Leider besitzt er, der zum Heldendarsteller vorzüglich geeignet zu sein scheint, weder als Sänger noch als Darsteller die Beweglichkeit, die zur Darstellung dieses vielgewandten Kammerdieners, v« alle Jntruigen des Stückes in seiner Hand hält, nötig
ist. Auch ist er nicht immer im Tempo sattelfest. Munterer und lebendiger war Frau Ker nie als Susanne. Die Dame machte den besten Eindruck; ihr Organ klingt rein und ist vortrefflich geschult. Sie ist zweifellos eine sehr tüchtige, gewandte unb stimmbegabte Soubrette. Als Graf Almavwa hörten wir Herrn Brinkmann, der einen angenehm tönenden Bariton mit Baßtimbre besitzt. Frau Heusel-Schweitzer ist eine sehr gute Mozartsöngerin. Die schönen Käntilenen der Gräsin klangen in ihrem Munde flüssig, pointiert, im Affekt noch weich. Ihre Intonation ist stets rein, ihr Gesang hat große Klangschönheit, vielleicht nicht genügende Wärme, ihr Spiä ruhige, fast allzu ruhige Noblesse. Ganz außerordentlich hübsch war der Cherubim der Frau Schacko; sie sang ihre beiden Arien mit einfachster, hinreißender Innigkeit und Süßigkeit. Dabei war ihr Spiel ebenso geschmackvoll als von äußerster Dezenz und reizender Lebhaftigkeit. Das Bärbchen des Frl. Wendorf war ganz niedlich, während Frl. Weber als ÜUlarcelina leider nicht die nötige Portion altjüngferlicher Komik entwickelte. Alles in allem: der Figaro sollte im ganzen flotter heruntergespielt werden; da muß alles Schlag auf Schlag gehen, sodaß sich die Vorstellung statt in fast 3'/, in etwa 21/, Stunden abwickelt. -o.
Auo Frankfurt a. M. berichtet man: Busson's dramatische Balladen fanden bei der Erstaufführung im Schauspielhause wohlverdiente beifällige Aufnahme. Tie Regia Elaar's, die Tarsrellung durch die Herren Bauer, Bolz, A. Meyer, Pfeil, tt-rüfe, Diegelmann, sowie Frll Pollner, Frl. Jrmen und Herrn Szika war vorzüglich. ,Tie Flüchtlinge" unb Coenrdame" wirkten am stärksten. Die Zwischenattsmusik von Roeßler war dem Inhalte sehr angepaßl.
Weimar, 26. Mai. Tie diesjährige Versammlung der deutschen Gesellschaft für Boltsbäder wurde heute Vormittag durch eine BegAißungsanfprache des Professors Laffar-
Berlin eröffnet. Die Sachsen-Weimarischen Minister Dr. Rothe und v. Wurmb, sowie Vertreter der Regierungen Preußen und Schwarzburg-Rudolstadt nahmen an der zahlreich besuchten Sitzung teil. Vorträge von Landgerichtsrat Dr. Äschrott-Berlm, Stabsarzt Dr. Krebs-Berlin, Baurat Peters Diagdeburg unb Ingenieur Os- lender-Tüsseldors behandelten die Bedeutung, Verbreitung, Ban- anlage und Einrichl'ung der Vollsbäder, sowie Atiltel zur Beschaffung derselben. Nachdem als Ort für die nächstjährige Tagung Danzig festgesetzt mar, wurde die Versammlung geschlossen.
Karlsruhe, 26. Atai. Die Mitglleder der königl. Hofoper aus Stuttgart gaben heute Slbend auf ihrer Lnnstreise hier ein einmaliges G e s a m l g a st s p i e l. Zur Aufführung gelangte zunächst „D i e Hand", Ötimobrama in 1 Akt von Henry Bereny. Die musikalische Leitimg halle Herr Hugo Reichenberger, Leiter der Atifführung war Herr August Harlacher. Dio Rolle der Tänzerin Vioeue gab Fräulein Anna Sutter. Im Anschluß hieran gelangte zur Aufführung „La BohSme", Szenen aus Henry Murgers „Die de Bohöme". Ten Poeten Rudolf fpielte Herr Peter Müller, die Mimi Frl. Elisa Wiborg. Tie Tarslellungeu wurden mit großem Beifall aufgenommen.
Paris, 26. Mar. Maler B e nj am in Eo n st a n t ist heute Abend plötzlich gestorben. Eonstant geboren 1845 in Paris, studierte auf der Eeole des beaux-arts Sein Hauptlehrer war Eabanel. 1869 stellte der jugendliche Künstler sein erstes Bild: „Hamlet und der König" aus, das s. Zt. großes Interesse erregte. Infolge einer Reise nach Marolto beschästigte er sich später mit VorliÄe mit orientalischen Sujets. Bon den Schöpsrmgen dieser Gattung seren „Tie Haremsfrauen", „Abend auf der Terrasse in Marokko", „Tie Favoritin des Emirs", „Einzug Mohameds IL in Konstantinopel" als besonders erwähnenswert hervor- gehoberu
Paris, 26. Alai. Tie Schriftstellerin Henry & r e ü i 11 e ist int Alter von 60 Jahren hier gestorben.
Julius Maggi, der Erstnder der bekarrnten Maggi-Erzeug» niste und Ehef der Maggi-Gesellschaften, wurde zum Ritter der Ebrenlegiou ernannt. Er war 1899 unb 1900 Preisrichter auf den Weltausslellungen in Paris.


