n Straße geben. Man erinnert sich bei dieser Gelegenheit daran, daß seit dem Jahre 1876 Wagners Tannhäuser
die größten Einnahmen bei der Pariser Großen Oper erzielre. — Ans Veranlassung des Londoner Gerichtshofes hat der französische Sicherheits-Polizei-Direktor Cocaesert gestern in der Wohnung eines Bankiers eine Haussuchung vorgenommen. Der Bankier, der Vermalter mehrerer großen Bankgeschäfte ist, murde vor einigen Tagen in London verhaftet. Er wird beschuldigt, drei Millionen Francs unterschlagen zu haben.
"Paris, 26. Jam Gestern nachmittag ging die
* P a r i s, 27. Jan. Der Gemeinderat wird demnächst einer Pariser Straße den Namen Richard Wagner-
öffnet werden kann.
* Loew en, 27. Jan. Durch einen in den Werken von Dyle gestern ausgebrochenen Brand sind 650 Ar-
pfad 39.
— Evangelischer Kirchengesangverein. Um das störende Zusammentreffen verschiedener Veranstaltungen zu vermeiden, soll jetzt schon mitgeteilt werden, daß der Evang. Kirchengesangverein für den 9. März eine Aufführung vorbereitet, bei der u. a. eine neue wundervolle Komposition unseres hessischen Kirchenmustkmeisters, Prof. Arnold Mendelssohn in Darmstadt: .Da Christ der Herr in den Garten ging" für Soli, Chor und Orchester zum Vortrag kommen wird.
Zeugengebühren. Betreffs der Entschädigungsansprüche eines gerichtlichen Zeugen und der Höhe derselben stnden sich im Publikum allerhand widersprechende Ansichten. Es dürfte daher manchem intereffant sein zu erfahren, daß nur Personen, welche „durch gemeine Handarbeit, Handwerksarbeit und geringeren Gewerbebetrieb" ihren Unterhalt suchen, unbedingt eine Entschädigung für ihre Versäumnis erhalten, andere Personen nur, wenn sie wirklich einen Erwerb versäumt haben. Die Entschädigung beträgt 10 Pfg. bis höchstens 1 Mk. für jede angefangene Stunde. Hierbei wird auch die Zeil für den Hin- und Rückweg zu dem Termin mitge- rechnet. Außerdem erhält der Zeuge die erforderlichen Transportkosten (Eisenbahn, Schiff, Straßenbahn, Omnibus), und wenn er einen mindestens 2 Kilometer weilen Weg zurückgelegt hatte, 5 Pfennige für jeden angefangenen Kilometer des Hin- und Rückweges.
x Aliendorf a. d. Lda., 25. Jan. Zu der hiesigen Jagdverpachtung waren nur die früheren Konkurenten erschienen. Der Pachtpreis wurde fast um 200 Mk. in die Höhe getrieben. Die Allendorfer Gemeindejagd wird mit rund 600 Mk. verhältnismäßig immer noch niedrig bezahlt, da sie mit ihren beiden ziemlich gleich großen Jagdgebieten durch die Lumda geschieden sind, nach der Fläche zwei gewöhnlichen Gemeindejagden gleichkommt. Seitheriger Jagdpächter war Apotheker W e l ck e r, der jetzige ist Dr. W a g n e r in Londorf.
Mainz, 27. Jan. Von dem großen Gelände das die städtische Verwaltung durch Tausch und Kauf von dem Militärfiskus in der Umgegend des kurfiirstlichen Schlosses erworben hat und mit dessen Planierung eben erst begonnen worden, ist bereits ein ausgedehnter Komplex an mehrere Prioatp.r- sonen zu 730 000 Mk. verkauft worden. Nach deiil feiuje- sttzten Bebauungsplan dürfen auf dem veräußerten Gelände
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 29. Januar, abends Vtß Uhr: „Der Postillion von Lonjumeau." — Donnerstag den 30. Januar"): „Carmen".— Freitag den 31. Januar: Geschlossen. — Samstag den L Februar,, nachmittags 3'/, Uhr: „Aschenbrödel". Abends 7 Uhr: „Figaros Hochzeit". — Sonntag den 2. Februar, nachmittags 3‘/» Uhr: „Aschenbrödel". Abends 7 Uhr: „Tannhäuser". — Montag den 3. Februar: Geschlossen.
Schauspielhaus.
Mittwoch den 29. Januar*): „'Was ihr wollt." — Donnerstag den 30. Januar, abends 7'/, Uhr: „Mamsell Pourbillon". — Freitag den 31. Januar: „Die größte Sünde". — Samstag den 1. Februar, abends 7‘/8 Uhr: .Le üeudie ae M. Poirier“. „Mono- logues*. — „Le bonheur qui passe-. — Sonntag den 2. Februar, nachmittags 3* i Uhr: „Mamsell Pourbillon". Abends 7 Uhr: „Hamlet". — Montag den 3. Februar: „Tas Glück un Winkel".
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
„Australicun" der Hambnrg-Amerttattrne von HautourH kommend, ist infolge des hohen Seeganges bei Doel, drei. Meilen von hier gestrandet- Schleppdampfer sind äütis Hilfe abgegangen. '
* Selbstmord eines KriminalschutzmanneK^ In seiner Wohnung hat der 30 Jahre alte Kriminalschutz^ mann Oskar B- in Berlin Selbstmord begangen. Die» Untersuchung ergab, daß der Tod infolge Vergiftung durch säurehaltige Stosse herdeigesührt worden war. In einem Briei nahm er in zärtlichen Worten Abschied von ferner Frau, uiid erklärte, daß er seinem Leben ein Ende machem müsse, weil er nicht weiter leben dürfe- Erst vor einend halben Jahre hatte er sich verheiratet- Was den Be-, amten zum Selbstmord getrieben hat, darüber ist bisher noch nichts Bestimmtes ermittelt worden. Ob Verfehlungen im Amte 0)11 zu dem Schritt veranlaßt haben, werden die behördlichen Recherchen ergeben-
* Recht ungemütlich geht es in dem Roman, „Glück" von S. Halm zu, den die „Wormser Ztg> soeben veröffentlicht. In der Nummer dieses Blattes voar 21. d. Mts. lieft man die Schilderung eines Auftritts, wo'oeii ein unangenehmer Herr, der sich schon durch seinen Namen „Peykowsky" genügend charakterisiert, mit einem großen Messer in der Hand auf eine junge Dame, die Marga heißt, losgeht uub sie verwundet. Und nun, während wir an allen Gliedern zittern, lesen wir weiter: „Eine unbeschreibliche Szene folgte. 9)iit glasigen Augen, aschfahl stierte Kasimir auf die Gruppe, den zerschmetterten Arm, von dem das Blut unaufhörlich zur Erde floß. Sein Werk; em grelles Lachen schrillte durchs Zimmer. Man wußte nicht, war es das Lachen eines Wahnsinnigen oder ein Weinen. 2Us Robert Miene machte, die Verletzte in die Kammer zu tragen, stürzte Peykowsky zu Marga, klammerte sich an ihren Mantel und rief wie ein Verzweifelnder: Fortsetzung folgt
* Vom Ho sball der Königin Draga- liebet den dieser Tage stattgehabten Hofball in Belgrad, über den die englijaje Presse ausführliche Schilderungen bringt sagt die „Pall Mall Gazette": „Jedermann tanzte, auch König Alexander, der den ganzen Abend mehr oder weniger müde aussah, aber trotzdem den Kolo, eine Art Bauerntanz, mit der Königin tanzte, und dann zu Bett ging. Selbst die diplomatischen Mauerblümchen begaben sich auf den Tanzboden. Der diplomatische Doyen, det deutsche Gesandte, tanzte mit Energie, der türkische Vertreter Ibrahim Pascha, tanzte wie ein Derwisch. Da^ bei ist die Luft voll von Gerüchten von einer bevorstehen-, den königlichen Ehescheidung und von einer Revolution- Deshalb, Mesdames et Messieurs, tanzt, so lange ihr könnt, damit, wenn der große Mach kommt, ihr wenigstens wie General Fleury, als er von dem Zusammenbruch desi Kaiserreichs bet Sedan hörte, sagen könnt: „Et pourtarct nous nous sommes diablement amuses!" (Und doch haben wir uns höllisch gut unterhalten- Red.)
Spott.
— Der schnellste Segler der Welt soll die neue Pacht des Kaisers werden, die jetzt in New-Pork gebaut wird. Laut den vereinbarten Bedingungen muß sie 16 Knoten machen, d. h. bei günstigem Winde 16 nautische Meilen oder 29^2 Kilometer in der Stunde zurücklegen. Das wäre eine bedeutend größere Schnelligkeit, als die der meisten Dampfer. Die Pacht würde z. B. einem großen Teile unserer Kriegsschiffe an Geschwindigkeit bedeutend überlegen sein.
Eisenbahn-Zeitung.
Bern, 25. Jan. Der Regierungsrat unterbreitete dem Bernischen Großen Rate ein Gesetz betreffend die Beteiligung des Staats am Bau neuer Eisenbahnen. Dasselbe sieht die Beteiligung des Bernischen Staates an 22 neuen. Lrnien vor, darunter Frutigen-Brig, die Lötsch-Bergbahn, die rechtsuftige Brienzer See-Bahn, die Sirnmenthal-Bahn nach Saanen-Waadt, die Linien Münster—Biel und Münster —Solothurn.
Aus Stabt und Sand.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, den 28. Januar 1902.
nur Prachtbauten und Villen errichtet werden. Im allgemeinen ist hier und in der nächsten Umgebung von Mainz der Grundbesitz sehr bedeutend im Preise gestiegen.
Frankfurt a. M., 26. Jan. Das neu entdeckte römische Gräberfeld liegt unmittelbar westlich von den letzten Häusern in Praunyeim. Es sind auch in Heppenheim-Praunheim, sogar in der Ncähe des jetzt ausgedeckten Friedhofes, der nur Brandgräber aufweist, früher Bestattungsgräber aufgefunden worden; wie meistens in dieser Zeit, bestanden auch dort Leichenverbrennung und Leichenbeerdigniig neben einander. Die Verbrennung erfolgte nicht neben, sondern über dem Grab, indem der Scheiterhaufen über der in das Erdreich geschachteten Grube errichtet war. Die bis jetzt zu Tage gesörderteu Münzen gestatten den Schluß, bag bie Anlage des Friedhofs nicht in die Zeit zu setzen ist, da Domitmn in den 80 er Jahren n. Ehr. das Kastell zwischen Heddernheim und Praunheim erbaute, san dem in die Regierungsperiode von Hadrian, 117—138 n. Ehr. Ihm verdankte die große römische Stadt zwischen Heddernheim und Praunheim ihre Entstehung, die erst kurz nach 250 den germanischen Anstürmen zum Opser fiel. Ter Hauptbegräbnisplatz dieser Stadt war eben jenes Gräberfeld. Dieselbe entsprach jedoch an Umfang und Einwohnerzahl keineswegs dem l-euti- aen, sondern etwa dem frühmittelalterlichen Frankfurt. Die Bemerkung, daß noch teinc Ausgrabung so reiche und wertvolle Ergebnisse geliefert habe, bezog sich ledi^ttch auf die bisherigen Nachforschungen im Bereiche der Heddern- 1) ebner Römerstadt.
" Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Die „Casseler Allg.Ztg." bringt folgende Notiz: „Das „Bert. Tgbl." berichtet aus Leipzig: Arthur v. Gerlach, der Leiter der akademischen Theaterabende der Leipziger Finkenschaft, ist mit Empfehlungen des Grafen Hochberg nach Paris abgereist, um Vorbereitungen für eine Reihe von Vorstellungen zu treffen, die im März ober April seitens der Leipziger Studenten in der französischen Hauptstadt geplant sind. Als Staar der Truppe wird Makkowsky mitwirken. Soweit hier etwas von der Idee bekannt ist, handelt es sich um einige Aufführungen der „Räuber". In den „Räubern" kommt unseres Wissens kein Staar vor, es kann ja aber ein solcher wohl von den ihm nicht sehr fern stehenden Finken eingeführt sein.
Dampfschaluppe „Heron" infolge eines Unwetters in der Nähe von Areachon unter. Von der zwölf Köpfe zählenden Mannschaft wurde nur ein Matrose gerettet.-
* Paris, 25. Jan. Die Liga für die Verteidigung der Menschenrechte hat an den Präsidenten Loubet eine Petition gerichtet, worin um die Begnadigung des Kindesmörders Briere gebeten wird.,
• Paris, 26. Jan. Der frühere Marineleutnant Deraison, der Verfasser des saiyrischen Romans „Mes Marittmes" hat nunmehr eine neue Duellforderung erhalten. Der Marineleutnant Du barg, der in einer in dem Roman behandelten Persönlichkett seine eigene Person vermutet, hat dem Verfasser seine Zeugen gesandt. Deraison erklärte, er werde sich mit jedem schlagen, der sich durch seinen Roman angegriffen glaube. Zwischen den Zeugen Deraisons und Dubargs sind Meinungsverschiedenheiten entstanden, weshalb das Duell vertagt wurde.
* Montpellier, 27. Jan. Das Vereinshaus der hiesigen Studenten wurde gestern durch eine Feuersbrunst zerstört. Kostbare Kunst - Gegenstände sind dabei vernichtet worden. Drei Soldaten, welche sich an den Rettungsarbeiten beteiligten, erlitten schwere Verwundungen.
• Petersburg, 26. Jan. Auf dem Geleise der Char- kow-Nikolajewska-Bahn wurde der Großindustrielle M. A. Kowalewski ermordet und beraubt aufgefunden.
• New-Pork, 25. Jan. Durch die Explosion in dem Kohlenbergwerk zu Lostereek kamen, wie nunmehr fest- gestellt ist, 21 Personen ums Leben.
* Algier, 26. Jan. Einer der verhafteten 200 arabischen Meuterer, welche demnächst wegen Aufruhrs in Mar- ghertta vor Gericht gestellt werden sollen, versuchte gestern einen Gefängniswärter zu erdrosseln. Zwei andere Wärter, die zu Hllfe eilten, wurden mißhandelt. Der Gefangene entfloh in den Hof des Gefängnisses, wo es gelang, ihn zu überwältigen. Man glaubte im ersten Augenblick an einen allgemeinen Aufstand der 200 verhafteten Araber.
* Schiffsunfälle. Bei schwerem Sturm in der Nordsee ist Die russische Barke „Hansa" von Leith nach Hamburg 80 Seemeilen westlich von Helgoland untergegangen. Ter englische Dampfer „Eorsica", der ans das Notsignal herbeieilte,, aber wegen des Sturmes kein Boot aussetzen konnte, rettete den ersten Steuermann, einen Matrosen und einen Schiffsjungen, die an den Planken und Spieren in den Wogen trieben, vermittels langer Haken. Tie übrige Besatzung ist ertrunken. Der Schiffsjunge starb bald nach bcc Rettung. — Tsr Dampfer
Universitäts-Nachrichten.
Petersburg, 25. Kan. Der „Regierungsbote" gibt bekannt, daß die Studentenoer militär-medizinischen Akademie, um mit dem Frontdienst, dessen Pflichlen und Bedingungen sowie mit der Lebensweise der Truppen bekannt zu werden, zwischen dem ersten und zweiten Kursus einen Lagerdienst von 3'/, bis 4 Monaten bei der Front im Lause des Sommers abzuleisten haben.
Vermischtes.
* Mannheim, 27. Jan. Der Geschäftsführer Jakob Gunzenhäuser von der Speditions- und Getreideftrma Karl Ficks vergiftete sich mtt Morphium, nachdem er Unterschlagungen von ca. 270 000 Mark begangen hatte.
* Stuttgart, 27. Jan. Eine gestern und vorgestern unter dem Vorsitz des Finanzministers von Zeyer tagende Kommission zur Beratung der Maßnahmen wegen eines Ersatzes für das abgebrannte Hoftheater sprach sich
für möglichst schleunige Errichtung eines provisorischen Theaters in den oberen Anlagen in der Nähe des Kulissenhauses aus. Der Neubau des definitiven Theaters soll ebenfalls sobald als möglich in Angriff genommen werden, sodaß er binnen wenigen Jahren er-
m England hervor. Diese Stimmung fei durch dar Ver- hnfti-nbeS Kaisers bei der großen nationalen Trauer Groß, bntanniens in so hohem Grade angewachsen, wie es selten a^enüber Ausländern der Fall gewesen war. Man meffe in Etnnh her Reise des Prinzen von Wales nach Berlin keine 2n'cke Bedeutung bei, doch sei sie den Engländern angenehm ntä freundlicher Austausch von Fannlienhöfttchketten.
als kttunoucy Tie Reichsdeutschen in Wien ver-
nnnaUcten 'gestern ein Festmahl im üotel Metropol- xen Lbrenvorsch lüyrte der deutsche Botschafter Für,t Eulen. Kara Als der Champagner kredenzt wurde, erhlch sich h^r^Lotschaster zu einem Trinkspruch aus Maner ^ranj 'm-ef ben er als edlen Freund seines Monarchen pries, als Wächter des deutsch-österreichischen Bündnis,es- Für oas Lov der Allianz fand er herzliche, geradezu u b.er> fchwängliche Worte- Er bezeichnete den Bund 'wischen Oesterreich und Deutschland als un- i iälick als ein festes Gebäude, das allen Wetter,türmen trohe Unter großer Bewegung erklärte er, daß jenen, bie an diesem Bunde kein - Freude hatten, die WofUnß de-selben nicht gelingen werde, da die.er Bund beiberi Teilen ?in liebes tz? imathaus geworden ,ei- - Die unabhängigen Abendblätter, insbesondere das „Neue Wien- Abendblatt", bezeichnen den Toast Eulenburgs alleine Er- flüruna von besonderem politi.chen Werte, die gewiß starken Widerhall finden werde- Direktor Hall toastete au, Kaiser Wilhelm, den er als Vater einer echt deutschen Fanulie, als Vater des Vaterlandes schilderte, der auch außerhalb Deutschlands die Herzen der Völker zu gewinnen verstehe-
Budapest, 27. Jan. Anläßlich des Geburtstage» des deutschen Kaisers veranstaltete ber herein dn Reichs- beut djen einen Festkommers, au, dem der deutsche Ge- neraltonml, ö- Below-Schlatau, erschien und em Hoch auf Kaiser Franz Josef ausbrachte. Direktor Free» hielt eine Rede und schloß mit einem stürmisch aufgenommenen hrpimaliaen Hoch auf den deutschen Kaiser.
Petersburg, 27. Jan. Der deutsche Botschafter und seine Gemahlin hatten ,ur gestern abend cm 3OO Mtt- alieber der deutschen Vereine und andere deutsche Rerchs- augehönge zu einem Festmahl eingeladen. Um Mitternacht brachte der Botschafter einen Trmkjpruch auf Kaiser ®l%arest, 27. Jan. Zur Feier des Geburtstages des deutschen Kaisers fand in der evangelischen Kirche eüi Tedeum statt, dem der deutsche diplomatische tetr et er, bie Minister, die Adjutanten des Königs und des Prinzen Ferdinand, die Mttglieber des diplomatischen Korps, sowie Vertreter der Zivil- und Militärbehörden beiwohnten.
Genua, 27. Jan. Zur Feier des Geburtstages des Mauer* Wilhelm fand an Lord des Schulschiffes „Stosch" ein Festgottesdienst statt, nach dem vom Schiffe ArtMerce- jaioen abgegeben wurden- Später fand an Bord des „Stosch" ein Frühstück statt, an dem die Spitzen der Behörden telln ahmen-
§djift"5nuajiiüjten.
Norbbeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 27. Januar. (Per transatlantischen Telegraph^ Der Reichspostdampser „Weimar", Kapüän H. Formes, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angetommen.
Litteratur.
— Das Januar-Heft der Zeitschrift „Kuustgewerbe für'S Haus", herausgegeben von C. v. Sioers, Verlag oon Otto Liene- kampf, Berlin "W. 35, Lützowstraße 9, liegt uns vor und bietet wieder allen arbeitsamen Dilettanten die ausgezeichnetsten künstlerischen Vorbilder für verschiedenste Techniken. Es wäre sehr erfreulich, wenn diese eigenartiae, zweckdienliche Zeitschrift in weiteste Kreise dränge, da sie danach angethan ist, den Dilettantismus in gesunder Weise fördern zu helfen. Ihre Muster und Entwürfe, ihre Aufsätze von berufener Feder und kunstgewerblichen Besprech ungen, ebenso die technischen wie künstlerischen Unterweisungen sind stets in jeder Hinsicht anregend und belehrend.
•* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtver
ordneten-Versammlung Donnerstag den 30. Januar,. Dyle gestern ausgevrocyenen Vrano ,mo oyu A.r- nachmlttags 4 Uhr: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der Ge- hetter vorläufig beschäftigungslos geworden. Ter Matertalbrüder 5litt für die Steinstraße; hier: Dispens. 3. Desgl. schaden wird auf 600 000 Frcs. geschätzt. ....._
des Fabrikanten A. Noll für die Mollkesttaße; hier: Dispens.
4. Desgl. des I. Prang für Löbershof; hier: Dispens. 5. Gesuch des Forstwarts Arft zu Forsthaus Hochwarte um Erlaubnis zur Errichtung einer Halle. 6. Abgabe von Waldstreu. 7. Die Notstandsarbeiten. 8. Anlage eines neuen Friedhofs; hier: Vergebung von Holzbüdhauerarbett für die Emporenbrüstung. 9. Errichtung neuer Schulstellen für den Beginn des Schuljahres 1902/03. 10. Antrag der Großh.
Handelskammer auf Errichtung einer Krankenkaffe für Angestellte des Kaufmannstandes. 11. Antrag der Bäckerinnung auf Errichtung einer Krankenkasse. 12. Erziehungsverein im Dekanat Grünberg; hier: Erhöhung des Jahresbeittags.
13. Gesuch des L. Lüter um Erlaubnis zum Branntweinausschank nn Hause Wolkengasse 26. 14. Gesuch des Casimir Distel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Riegel-


