yofsen die ALrzte, daß die LungerEttzündung Geerr normalen Verlauf nehmen werde.
— Herzog Karl (Kruarb von Sachsen Coburg Wird demnächst die Kriegsschule in Metz beziehen, um dort in gesonderten Kursen unterricht zu nehmen.
Ausland.
Brüssel, 24. Tez. Die belgische Regierung richtete in llebereinstimmung mit der deutschen und englischen Regierung eine Note anVenezuela, in rvelcher sie aus Erfüllung ihrer pekuniären Ansprüche dringt.. Eng- umb1 urnv Deutschland belasten sich mit der Eintreibung dieser Forderungen. — Nach hier eingegangenen Nachrichten hat fid}; das Befinden des Präsidenten Steijn bedeutend
Rom, 24. Tez. Die Meldung auswärtiger Blätter, wonach der Papst während des gestrigen Empfanges des Kardinal-Kollegiums von einem Unwohlsein befallen und aus dem Thronsaal in seine Privatgemäch^r getragen werden mußte, entbehrt jeder Begründung. Der Papst fühlt füfi[ außerordentlich wohl und hat heute früh die Messe gelesen. Um Mitternacht wird der Papst in der Privattapelle die WechnachtMeste celebrieren.
— Ter Tampfer „Herzog von Galiera" ist gestern aus Buenos-Aires mit 11 aus Argentinien ausgewiesenen Anarchisten an Bord in Genua eingetrofsen.
"— Tire italienische Regierung bewilligte 14 Millionen Franks zur Entschädigung derjenigen italienischen Missionare, deren Eigentum während der Unruhen in China zerstört worden ist.______________________________________________
Aus Stadt und KanL.
Gießen, den 27. Dezember 1902.
— Don der Landesuniversität. Zur Jubelfeier der Universität Dorpat am 25. Dezember hat die Landes- miversttät eine Glückwunschadresse abgesandt.
*• Auszeichnung en. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Heppenheim a. d. B.: Johann Hafner, Spritzenmeister, Johann Katzenmaier, Hydrantenmeister, und Franz Saul, Spritzenmeister.
** Person alten. Tas Großherzogliche Oberkonsi- ftoriumhat den Pfarrer Georg Schönewolf zu Geinsheim auf sein Rachsüchten von der ihm übertragenen evangelischen Pfarrstelle zu Sprendlingen, Dekanat Wöllstein, wieder enthoben. — Versetzt wurden die Hauptsteueramtsassistenten Friedriche Bollbach zu Gießen und Franz Wißner zu Worms in gleicher Diensteigenschast an das Hauptsteueramt Mainz, bezw. Gießen. — Ernannt wurde der Jorst- accessist Adolf Keil aus Melbach bei Friedberg zum Forstassessor. — Versetzt wurde am 22. Dezember der Hochjbau- aufseher bei dem Hochhauamt Dieburg Philipp Haller mit Wirkung vom 1. Januar 1903 an als Hochbauaufseher nach Gießen.
•* Das Großh. Regierungsblatt, Beil. Nr. 29, ausgegeben am 22. Dezember d. Js., enthält: 1. Bekanntmachung, Vorarbeiten und Vermessungen für eine elektrisch zu betreibende Nebenbahn von Darmstadt über Nieder-Ram- stadt nach Ober-Ramstadt betreffend. 2. Summarische Ueber- sicht der Rechnung Großh. Landeswaisenkaffe zu Darmstadt für 1901/02. 3. Ordensverleihungen. Se. Kgl. H. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Polizei- kommissär Wilhelm Schildwächter zu Bad Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenen Ritterkreuzes 2. Klaffe des Hausordens Albrechts des Bären, dem Portefeuiller Georg Wolf in Offenbach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm verliehenen Rote-Kreuz-Medaille 3. Klasse zu erteilen. — 5. Dienstnachrichten. — 6. Dienstentlassungen. — 7. Charaktererteilungen. — 8. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine mit einem cd. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ehringshausen, Kr. Alsfeld; die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münster, Kr. Friedberg, mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden; eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfungstadt, Kr. Darmstadt; die Lehrerstelle an der kath. Schule zu Weinheim, Kr. Alzey, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; zwei mit kath. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Viernheim, Kr. Heppenheim. Sämtlich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstaller sich bemessenden Gehalt.
•* Die Großh. Landeswaisenkasse hatte im Jahre 1901/02 eine ordentliche Einnahme von 200 382.05 Mk., eine außerordentliche Einnahme von 15 173.35 Mk., zusammen 215 555.40 Mk., eine ordentliche Ausgabe von 200 334.19 Mk., eine außerordentl. Ausgabe von 14 000 Mk., zusammen 214 334.19 Mk. Am Schluffe des Rechnungsjahres 1901/02, Ende März 1902, blieben in Verpflegung 1933 Waisen.
** Das Promenadenkonzert findet morgen in der Südanlage um */, 12 Uhr statt. Gespielt werden: 1. Ouvertüre „Die Fclsenmühle" von Reisfiger. 2. Krönungsmarsch („Prophet") von Meyerbeer. 3. In der Venusgrotte! Walzer von Richardi. 4. Finale aus der Oper „Aida" von Verdi.
** Billigeres elektrisches Licht. Die Stadtver- srdnctcn beschloßen, den Preis des elektrischen Stromes für die Kw.-Stunde für Beleuchtungszwecke von 65 auf 50 Pfg. und für Kraftmaschinen von 25 auf 20 Pfg. herabzusetzen. Mit dieser Preisermäßigung hofft man den Verbrauch von Elektrizität zu (teigem, weil nur dadurch unser städtisches Elektrizitätswerk sich rentabler gestalten kann. — Als Leiter des Elektrizitätswerks ist mit Genehmigung der Stadtverordneten der Assistent des Direktors vom Gas- und Waffcrrverk, Herr Frehm, ernannt worden, der die neue Stellung im Nebenamt verwalten wird.
"Seltene Jagdbeuten scheinen Heuer in unserer Gegend alltäglich zu werden. Erst wurde eine Zwergtrappe, dann eine echte Wildkatze geschossen. Heute feilt man uns aus Burg-Gemünden mit, daß der Jagdaufseher Werner eine in unserer Provinz selten geschoffene Trappen-Henne, welche eben un Auffliegen begriffen war, flügellahm ge- schoffen und dann abgestochen hat. Herr Hotelbesitzer Christel (Prinz Carl) in Gießen hat das zehn Pfund schwere Fedcr- ivild, welches mit ausgespanmen Flügeln 1,75 Meter mißt, erworben und wird es als eine besondere Delikatesse am Sylvesterabcnd seinen Gästen servieren lassen. Die Trappe
lebt von Körnern und HM sich gewöhnlich nur in ganz ebenen Gegenden auf. Der Vogel ist überaus scheu und furchtsam und wird daher auch von Jägern selten erbeutet.
** Stadttheater. Am zweiten Weihnachtsseiertage bescherte uns die Direktion des Stadttheaters zwei gefällige Stücke, nachmittags daS immer wieder gern gesehene Schauspiel „Alt Heidelberg", und abends eine Novität, das dreicrktige Lustspiel „Im bunten Rock" von Franz von Schönthan und Freiherrn von Schlicht. Wie uns „Alt Heidelderg" hineinführt in den verjüngenden Zauber urechten Studentenwesens, so zeigt uns das neue Lustspiel einen bunten Abschnitt frischen Soldatenlebens. Der Wettbewerb um eine sternreiche Amerikanerin; die in der Liebe alles begnringcnöe Kraft des „Bunten Rockes". Tie Dienstqualen und Mühsalen eines zu Hause verwöhnten Einjährigen; die Empfänglichkeit des Unteroffiziers für geschenkte Hasen uni> andere Leckerbissen, alles dies ist zu einer munteren, in der Gegenwart zu Berlin spielenden Handlung verflochten, die an flotter Durchs führung lebenswahrer Züge, an der Darbietung wechselreicher, bunter und von warmem Leben durchströmter Bilder, vor allem an frischem, köstlichem Humor nichts zu wünschen übrig läßt. Das Lustspiel hat sonach den gestrigen, durch reichen, selbst während der Akte gespendeten Beifall und durch herzliches Lachen bewiesenen Erfolg vollauf verdient. Die tadellose, unter der Regie des Herrn Heinrich Gerlach erfolgte Darstellung, an der wir kaum etwas auszusetzen hatten, dürfte an der überaus guten Aufnahme des Stückes gestern wesentlich beigetragen haben.
** Aus dem Theaterbureau. Am Sonntag, den 28. d. Mts., wird das neue breiaftige Lustspiel von Schönthan und Freiherr v. Schlicht „Im bunten Rock" zum ersten Male wiederholt und zwar im Abonnement bei gewöhnlichen Eintrittspreisen. Montag den 29. ds. gastiert hier der erste Charakterdarsteller des Frankfurter Schauspielhauses, Herr Mar BayrHammer, als „Franz" in Schillers „Die Räuber".
•• Vom Wetter. Nachdem wir in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember eine Temperatur von — 7,4 0 C. zu verzeichnen hatten, zeigte heute morgen die Quecksilbersäule eine Wärme von -s- 5,30 C.
**DasEndeder Fle i schno t. Wir lesen im „Bert. Kl. Journal": „Mit dem Ende der Fleischnot begründen die Schlächtermeister die jetzt überall ein getretene Herabsetzung der Fleisch preise. In den Schaufenstern befinden sich! vielfach Plakate, wonach die Preise für die Fleischwaren zum Teil um 25 bis 30 Prozent herabgesetzt sind. In vielen Fällen ist der Preisrückgang noch erhebllchier. So kündigte ein Fleischermeister in Wilmersdorf dieser Tage an, daß er 20 Stuck frisch^ geschlachtete Schweine das Pfund mit 62 und 66 Pfg. verkaufe. Ferner haben Berliner Firmen der Garnisonverwaltung Ochsenfleisch mit 48 Pfg., Küh- fleisch mit 47 Pfg. angeboten. Ein anderer Schlächtermeister will Schweinefleisch für 59 Pfg. liefern. Ein Hosschlächjter- meifter, der sich gleichfalls um die Lieferung bewirbt, hat Schreine fleisch mit 60 bis,62i/r Pfg. angeboten." — Wann werden die Greßener Metzger dem löblichen Beispiele ihrer Berliner Kollegen folgen?
() Klein-Linden, 25. 'Dez. Die Wechnachtsbesche- bescherung der Zöglinge unserer Klein kin d e r s ch ule wurde heute abend wie alljährlich in feierlicher Weise in der Kirche abgehalten. Um diese Beschwerung recht reichlich zu gestallen, wurde auch diesmal wieder eine Hauskollelle erhoben, deren Ertrag die verhältnismäßig bedeutende Summe von 132.90 Mark ergab; gewiß ein schönes Zeichen von Opferfreudigkell in unserer Gemeinde.
() Lützellinden, 24. Tez. Der frühere Besitzer des Gießener Braunsteinbergwerks, Herr Fernie, hat auch an' dem diesmaligen Weihnachtsfeste unserer Kleinkinderschule zur Bestreitung ihrer Unkosten 100 Mark, und außerdem einer bedürftigen Bergmannswitwe in Hörnsheim 40 Mark geschenkt.
)( Allendvrf a. d. Lahn, 26. Tez. Am 21. dl DK hielt der hiesige Kriegerverein seine dritte außerordentlichse Generalversammlung ab. Herr Lehrer Volk aus Schüden- bach hielt einen lehrreichen Vortrag über Deutschlands Kolonien und über die Notwendigkeit einer starken Kriegs»- flotte. Abends um 8 Uhr versammelte sich der Verein nochmals zur Weihnachjtsbescheruug für die Mitglieder. Es gab eine große Ueberraschung; denn es waren nur nützliche Haushaltungsgegenstände von dem Vorstände zur Bescherung aus- gewählt worden.
)( Wißmar, 26. Dez. Der Verein Bürger- Kasino feierte heute sein diesjähriges Weihnachtsfest. In dem großen Saale des Vereinslokals waren alle Plätze besetzt, em Zeichen, wie sympathisch man die Veranstaltung des Vereins aufnahm, ©inen großen Teil der Unterhaltung bestritt der, auch in Gießener Vereinskreisen bekannte Humorist Spanier, dem anhaltender Beifall für seine Vorträge zu Ziel wurde.
(:) Grünberg, 26. Dez. Ein Kunstgenuß, wie er selten einem so kleinen Städtchen geboten wird, wurde uns heute abend zu Teil durch das von Dem jugendlichen Geigen- und Pistonvirtuosen Karl Gieß, einem geborenen Grünberger, veranstaltete Konzert in der Turnhalle unter Mitwirkung des Frl. Auguste Gr oß aus Frankfurt a. M. und des Musillehrers Herim A l b e r t ft' a r ft e n aus Gießen. Tie geräumige Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Alle Musikstücke ließen erkennen, daß die Vortragenden hervorragende Künstler sind, und der oftmals stürmische Applaus war wohl verdient.
Offenbach, 26. Dez. Die Verhandlung im Tis- ziplinarstrafversahren gegen den Beigeordneten Wolff, welche auf nächsten §arnstag angesetzt war, ist verschoben worden.
Wetzlar, 24. Tez. Tie bei Gelegenheit der Düsseldorfer Ausstellung verliehene Staatsmedallle für gewerbliche Leistungen erhiellen die Buderusschen Eisenwerke (Staatsmedaille in Bronze), die Firma Ernst L e i tz, die schpn die Staatsmedaille in Bronze besitzt, erhielt diejenige in Silber.
Totenliste für das Jahr 1902.
(Nachdruck verboten.) LS find gestorben:
a. von regierenden Fürstlichkeiten:
Fürst Heinrich XXII. Neuß ältere Linie am 19. 4. in Greiz, der Lei von Tunis am 11. 5. in Tunis, König Albert von Sachsen am 19. 6. in Sibyllenort, 74 Jahre alt, der Sultan von Sansibar Hamud bin Mohammed am 18. 7. und die Königin der Belgier Maria Henriette am 19. 9. in Spaa.
b. von nicht regierenden Fürstlichkeiten: Infantin Maria Christine Isabella von Spanten am 19. 1. in Madrid, Prinzessin Balhildis von Schaumburg-Lippe, Mutter der Königin von Würctemderg am 10, 2, zu Nachod, Fürstin-Mutter Maria zu Wied am 24. 3. zu Neuwied, Prinz Georg von Preußen.
am 2. 5. zu Berlin, Prinz Mdcrt von DStylen-Mtenvurg arn 24. 5. in Serrahn, Wilhelm Fürst zu Hanau am 4. Juni zu Letscho, witz in Böhmen, Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg 117 in Alexisbad, Prinz Eduard von Sachsen-Weimar, englischer Generalfeldmarfchall, am 16. 11. in London, Prinz Heinrich von Waldeck-Pyrmont am 13. 11. in Wiesbaden, der Jnsant Fran» von Assisi, Gemahl der Königin Isabella, am 17. 4. zu Epmay Herzog Rudolf Croy-Tülmen am 9. 2. in Cannes, Relchsgrüfin Sophia von Görtz-Schlitz am 2. 11. in Berlin und Gräfin Anna von Schlitz genannt Görtz 'am 6. 11. in Schlitz.
c. von Staatsmännern im aktiven Dienst: Johann von Bloch, russischer Staatsmann, verdient um bit Friedensbewegung am 6. 1. in Warschau, bulgarischer M,nister Kantscheff am 6. 2. in Sofia, dänischer Minister Hörup am lö. 2. in Kopenhagen, russischer Minister des Innen: Ssipiagin ennordet am 15. 4. in Petersburg, ungarischer Handelsminister Horanstky am 19. 4. in Budapest, japanischer Marquis Saigo am 17. 7 sächsischer Kriegsminister Edler v. d. Planitz am 17. 8. in Dresden,' portugiesischer Minister Ferreira Almeida am 15. 9. in Livorno niederländischer Kolonialmimster von Asch von Wyck am 9. 9. Haag, Vizekönig Liukunyi Ansang Oktober m Nankiirq, Vizekönig von Liankwang Taomu am 10. 10., Bundesrat Hauser, Chef der schweizerischen Finanzverwaltuna am 22. Oktober in Bern, Vorsitzender der Hamburger Bürgerschaft S. Hinrichsen am 22. Oktober in Hamburg, belgischer Staatsrnmister Jacquemin, Ratgeber btS Königs von Siam am 8. Januar in Brüssel, italienischer Gesandter im Haag Baron Galvagna, am 3. 1. im Haag, mexikanischer Gesandter m Wien, JnsS de Teresa y Miranda am 12. 1. tn Wien, belgischer Gesandter in Tanger Anspach am 16. 2. in Tanger' chinesischer Gesandter in Petersburg Jangyü am 18. 2. in Petersburg, rumänischer Gesandter in Konstantinopel Alexander Ghika am 27. 2. in Paris, deutscher Botschafter in Paris Fürst Georg Münster von Derneburg, am 28. 8. in Paris, engltjcher Botschafter Lord Pauncefote, am 24. 5. in Washington, sranzösischer Handels- attachs in Berlin Monod am 18. 7. in Högenäs (Schweden», österreichisch-ungarischer Gesandter Graf Wodzicki m Brüssel ani 2. 10. in Mofsova, türkischer Botschafter in London Costaki Antho» pulos Pascha am 11. 10.
d. von nicht mehr aktiven Staatsmännern: Früherer spanischer Finanzminister, Senator A. Llorente am 5. 1. zu Madrid, früherer Gouverneur von Mozainbique, Albuquerque am 9. 1. in Lissabon, früherer serbischer Handelsminister Stephan Popowitsch am 16. 1. in Belgrad, früherer Präsident des serbischen Staatsrats Nikolaus Christiych am 25. 1. in Belgrad, früherer französischer Kriegsminister du Barail am 80.1. in Pan?' früherer serbischer Minister Belinoff am 31. 1. in Sosia, früherer serbischer Minister Kosta Tanschanoivitsch am 8. 2. in Fiume, früherer niederländischer Aiinister van den Putte am 3. 3. un Haag, früherer Gouverneur Altgeld von Jllsirois am 12. 8. in Joliet, früherer ungarischer Mintsterpräsident Koloman Tisza am 23. 3. in Budapest, früherer italienischer Gesandter in London Senator Ferrero am 7. 8. in Rom, früherer spanischer Gesandter in Berlin Graf Raseon am 26. 8. in Madrtd, früherer Gros; britannischer Minister Gordon of Ellon am 2. 10. zu Würzburg, ehemaliger österreichisch-ungarischer Botschafter in Rom, Baron Karl Ludwig Brrtck, am 11. 11. in Spielfeld (3teiennarf) und früherer türkischer Militür-Attachö in Berlin Hamdi-Bey am 14. 11. (Fortsetzung folgt.)
Vermischtes.
*P aris, L6. Tez. Tie Aktiveninder Humbert- Affäre belaufen sich, jetzt auf 2 Millionen, welche Summe durch die in Madrid beschlagnahmten Gelder und Pretiosen sichj auf 21/2 Million erhöht. Es wird hervorgehoben, oaß die drei HauptFeugen, die beiden Anwälte der Familie Humbert, Tu Buit und Lanquet, sowie der Anwalt des angeblichen Craw'fords, Augaux, sich jedem Verhör entziehen können, indem sie das Amtsgeheimnis vorschutzen. Seit der Verhaftung der Hunrberts hat die ftanzösische Botschaft in Madrid zahlreiche Klagen auf Forderungen einer ganzen Anzahl Madrider Lieferanten, denen die HumbertS bedeutende Summen schulden, erhalten. — Tas W. T. B. meldet auS Paris: Ein Morgenblatt hatte behtmpttt, Paul Loubet, ein Sobn des Präsidenten der Republik, habe während seiner Studienzeit von Frau Humbert 2000 Franes geliehen. Eine Note der ,^Agenee HavaS^' erklätt diese Behauptung formell für unbegründet mit dem Hinzu- fügen, Paul Loubet habe weder direkt noch^ indirett irgend welche Beziehungen zu einem Mllgliede der Familie Hum» bert gehabt und daher von einem solchen auch niemals irgend eine Summe geliehen.
* Einst und jetzt. In einem Artikel über die Frankfurter Freiwilligen von 1814/15 teilte die ,Fleine Presse" u. a. auch mit, auf welche Weise in jener Zeit zum Schießen kommandiert wurde. Da sich in diesem Kommando die seither tn der Waftentechnik gemachten ungeheuren Fortschritte sehr drastisch darstellen, dürfte es manchen interessieren, zu erfahren, daß man damals die „Chargierung" tn folgenden zwölf Tempi mit, 18 Bewegungen aus führte: 1) „Ladt's Gewehr", 2) „Ceffnet Pfann", 3) „Ergreift Patton", 4) „Oeffnet Patton", 5) „Pulver auf Psann", 6, „Schließt Pfartn", 7) „Zur Ladung 's Gewehr", 8) „Patron in Lauf", 9) ,Liebt aus den Ladstock', 10) „Stoßt an die Ladung", 11) stock an Ort", 12) „Schullert's Gewehr". Und erst wenn dies alles geschehen war, war der Mann endlich in die Lage versetzt, — vorbeizuschießen.
Anspg ans drn äiauitsnutsrtgißtrn irr Statt Kitj«.
Aufgebote.
Arn 22. Dez. Johann Welter, Rechtsanwalt in Alzev mu Anna Charlotte Marie Ackermann dahier. Adam, gen. Andreas Erhardt, Schlosser dahier mit Lina Katharine Reuter hterfeldu. Johann Heinrich Wilhelm Joh, Kaufmann dahier mit Alane Schepp in Homberg a. d. Ohm.
Eheschließungen. . K .
Am 20. Dez. Max Julius 'JJlüÜer, Kaufmann in FranNuN am Main mit Marie Pfaff dahier. Am 22. Tez. Ludwig Wetnrtch, Fuhrmann dahier mit Katharine Bernhardt Hierselbst. Am 24. Heinrich Christian Brückel, Bauführer in Frankfurt a. M. mit Theodore Susanne Wilhelmine Michel Hierselbst.
Geborene.
Am 12. Tez. Dem Mechaniker Karl Habenen eme^Tochtet Luise Charlotte. Am 15. Dez. Dem Kaufmann Aloys Spengler ein Sohn. Dem Taglöhner Kaspar Lenz ein Sohn. Am 16. -t- ez. Dem Lackierer Georg Reih eine Tochter, Elisabeth Emilie Katharine ftaroline. Dem Lokomotivführer August Aieckelburg ein «oyn- Dem Buchbinder Ludwig Schlaudraff ein SoJm. Am 17. A.tv Dem Taglöhner Johann Philipp Mandler ein Lohn, Adam Hann Adolf. Dem opengler und Installateur Wilhejm Reuwei e eine Tochter. Dem Gastwirt Philipp Hofmann em <oohn, ^.uyeu Emil. Dem Schauspieler Konrad Wallmüller eine -rochier, Aau. Am 18. Tez. Dem Schuhmacher Johannes, genannt Heinrich ya« tob eine Tochter, Katharme Elisabeth.
Gestorbene.
Am 24. Dez. Luise Marie Minna Lips, 22 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 25. Tez. Michael Pfeil, 71 Jahre alt, Privatmann dahier. .__
Handel unö Verkehr. Volkswirlschast-
Märkte.
Limburg a. d. L., 24. Dez. Fr u ch tmar schnittspreije pr. Maller. Roter Weizen 13.2> IM., W 00.00 Akk., altes Korn 10.«u 2?rf., neues .eui uu.uu 8.63 Mk., alter Hafer 6.81 Mk., r icr U.Ou Alk., Erb ft arte fi ein 0.00 Mk.
ft Durch- eisicr Weizen l'lark, Gerste en 0.00 iDtt,


