monie" beging am SamStag abend sein 56. Stiftungsfest im Cafe Leib. Auch hier boten die Sänger, Theater-Dilettanten und Tänzer beiderlei Geschlechts vorzügliches. — In Annero d fand Nachkirchweihe statt, zu der sich natürlich auch viele Gießener eingefunden hatten.
* * Stadttheater. Am Dienstag wird die beim ersten- mate mit großem Beifall aufgenommene W. Mannslaedt'sche Gesangsposse, r2)er Stabstrompeter*, als 4. volkstümliche Vorstellung wiederholt. — Mittwoch gelangt zum ersten male die Novität, »Der Ausflug ins Sittliche", Komödie m 4 Akten von Georg Engel, Versasier von „liebet den Wassern", zur Aufführung.
~ Der Gesangvere in »Harmonie' feierte am Samstag im Saale des Lass Leib sein 56jährige8 Stiftungsfest. Vor dichtbesetztem Hause wickette sich das Programm ab, das an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Waren doch außer den verschiedenarttgen Gesangspiecen sogar Vorttäge für Zttherchor und Mandolinen geboten, da sich unter den zahlreichen Freunden des festgebenden Vereins auch der Zitherverein »Alpenröschen" befand, der mit seinen Zugaben aufwartete. Und dann das Theater. — Die Harmonie kann sich wirklich zu seinem Spielerpersonal Glück wünschen, sie kann sich auch auf diesem Gebiete hören lassen. Es wurde denn auch bei keiner Programmnummer an Beifall gekargt und der Verein kann mit der Anerkennung des Abends zufrieden sein.
• * 91 enberung deö Omnibusverkehrs. Wegen der Kanalisationsarbeiten werden bis auf Weiteres die Om- nibusie der Grünbergersttaße durch die Schanzenstraße—Westanlage—Bahnhof verkehren.
" Wild arme Jagdgründe. Bei Oppenrod sagten am Freckag von vormittags 10 Uhr bis zu Abend zwölf Jäger mit neun Hunden, die in zwei Wagen angekommen waren. Zur Unterstützung hatte man vier Treiber angenommen. Die Jagdbeute bestand aus vier Stück Hasen. (Tant bruit ponr une omelette 1)
)( Lollar, 26. Okt. Heute mittag kurz nach 1 Uhr brachen zirka 60 Turner nach dem schönen Lumdathal auf. Mit Tambours an der Spitze ging es an Staufenberg vorbei durch Mainzlar bis Treis, wo eine Erfrischung eingenommen wurde. Von da ging es roeiter durch Allendorf an dem schönen Wiesenthal vorüber bis Londorf, wo Rast gemacht wurde. Ein guter Imbiß war sofort zur Stelle und nach kurzem Aufenthalt konnte der Morsch fortgesetzt werden. Vergnügte Turnerlieder singend ging es nach der Station Londorf und mit der Lumdabahn nach Haus zum Vereinslokal, wo noch ein Abschiedsschoppen getrunken wurde.
V . Kirch-Göns, 25. Okt. Unsere neue Haltestelle wird je nach der Ferttgstellung der Arbeiten am 1. Dezember oder 1. Januar eröffnet Die Gemeinde zahlt zu den Gebäulichkeiten u. s. w. 12 000 Mk.
a. Lich, 26. Okt. Ein Begnadigungsgesuch für den, von der Sttafkammer zu Gießen oerurteüten Bürgermeister Heller ist von hiesigen Bürgern abgesandt worden. Das Begnadigungsgesuch hat 400 Unterschriften gefunden.
-h- Burkhards, 25 Okt. Heute Nachmittag ereignete sich an dem Neubau unseres SchulhauseS ein Unglücksfalt Fünf Maurergesellen auS Ober-Lais bei Nidda, meist Familienväter, waren an der Hinterwand im zwecken Stockwerk beschäftigt, als plötzlich ein Querbalken, der in der Mauer befestigt war, brach und im Nu das Gerüst zusammenstürzte. Die Personen sielen aus bettächtticher Höhe herab, Bretter, Stangen und Speiskübel auf sie. AuS vielen Wunden blutend wurden die Verunglückten von anderen Handwerkern in Nachbarhäuser verbracht und sofort ein Eilbote zu dem im benachbarten Gedern wohnenden Kreisarzt gesandt. Immerhin dauerte es geraume Zeit, bis beu verunglückten Leuten ärztliche Hilfe zu Teil würbe. Einem Schwerverletzten hat ein Speiökübel bie Brust gequetscht, ein anberer Mann hat einen Schlüsselbeinbruch bavongetragen, bie übrigen haben Verletzungen am Kopfe ic. Der Arzt hatte vollauf zu thun, bis bie Leute verbunben waren. Die Schwerverletzten bleiben vorläufig hier. Wie man hört, wird auch bie Staatsanwaltschaft bie Unglücksstätte besichtigen.
8 Bermuthshain, 26. Okt. Dieser Tage erlegte Forstwart Dillemuth am sog. Großen Rothebachteich einen prächtigen Fischablcr. — Der einzige Reklamant hat seine Reklamation gegen bie zweite Wahl bes zum Bürgermeister unserer Gemeinde gewählten Drehermeisters Friedrich Jost beim Provinzialausschuß zurückgenommen, und es dürste daher die Bestätigung des mit großer Majorität Ge- wähtten in Bälde erfolgen.
g. Friedberg, 26. Ott. In einer von Freiherrn von Leonhardi zu Groß-Karben und Schiedsgerichtssekretär Scherf aus Gießen in das Hotel Trapp dahier einberufenen Versammlung der oberhessis chen Mitglieder des hessischen Zweigvereins der Gesellschaft für soziale Reform wurde heute nach einem Vortrag des Herrn Scherf über Zweck und Ziele der Gesellschaft für soziale Reform bie Sektion Oberhessen endgiltig begründet. Die vorgelegten Satzungen wurden nach kurzer Beratung angenommen. Zum Vorsitzenden wurde Freiherr v. Leonhardt, zu desien Stellvertteter Pfarrer Schlosser in Gießen, zum Schriftführer Sekretär Scherf, zum Schatzmeister Fabrikant Gg. Schuchard in Gießen, zu Beisitzern Bürgermeister Sandmann in Friedberg, Bürgermeister Kromm in Schotten, Pfarrer Dörr in Ober-Ofleiden gewählt, und dem Vorstand das Recht der Zuwahl erteilt Zur Gewinnung von Mitgliedern soll ein Aufruf verdrecket werden. Auch sollen in den Städten der Provinz Vorttäge gehalten werden. Es konnte die erfteuliche Mitteilung gemacht werden, daß sehr wahrscheinlich Staatsminister Frhr. v. Berlepsch, Exc. im Laufe des Winters in Gießen einen Vortrag halten werde. Außerdem sind die Herren Dr. F u l d und Dr. Frenay in Mainz, Scherf-Gießen zu Vorttägen bereit Endlich wurde beschlossen, der WohnungSftage naher zu treten, und der Vorstand beauftragt, bie hierfür in Ober- Hessen bestehenden Bedürfnisse und die zu ihrer Befriedigimg geeigneten Wege zu studieren, und der nächsten Versammlung darüber Vorlage zu machen.
== Darmstadt, 26. Okt Dienstag, den 28. d. MtS. beginnt die Landessynode ihre zehnte Tagung. Nach der Eröffnung mrrb sie sich zunächst zu beschäftigen haben mit Wahlprüfungen, Verpflichtung neuer Mitglieder, und der Wahl des 1. Präsidenten und eines Schriftführers sonne AuSschuh-
mckglieder. Darnach tritt sie in den materiellen Teil der Geschäftsordnung ein und zwar 1. mit der Vorlage des OberfonfiftoriumS'betr. das Kirchenbuch, 2. Vorlage des Ober- konsistoriums bett. Zustände x. der ev. Kirche 1895 bis 1899, 3. Antrag Wahl u. ®eiu, bett, kirchliche Statistik, 4. Anttag Weiffenbach, bett. Bestimmungen, die sich auf die Konfirmation beziehen, 5. Anttag Dingeldein, bett. Tienstbezirke der Pfarrämter, 6. Anttag Hildebrand u. Gen., bett, die Dauer der Katechismuslehre, 7. Antrag Wahl, bett, die Volkszählung in 1900, 8. Antrag Fink-Wahl, bett, den kckchlichen Nachweis ortsfremder Personen, 9. Gesuch des Pfarrers Gombei und 19 Genoffen, bett, die Dtsziplinar- verhältniffe der Geistlichen als ReligionSlehrer. Ten Schluß bildet der Anttag Fink-Wahl, bett, die Organistgehalte. Die von dem Abgeordneten Wahl-Langen eingercichten beiden Interpellationen wurden zurückgezogen, da sie chre sachlichen Erledigungen gefunden haben.
Worms, 25. Okt Infolge der Vermählung des Frei- frfadem Alice von Heyl zu Herrnsheim mit Oberleutnant Edler von der Planitz aus Darmstadt zeigten, wie wir in der ,W. Ztg.* lesen, die Sttaßen unserer Stadt während der Mittagsstunden durch die Auffahrt der zahlreichen Hochzeitsgäste ein buntbewegtes Bild. Insbesondere war der Marktplatz von zahlreichen Zuschauern besetzt. Die Trauung selbst wurde von Pfarrer Eschenroder vollzogen, das sich anschließende Hochzecksmahl fand im Schlöffe zu Herrnsheim statt.
Die TuöerLulosenkonferenz.
Berlin, 26. Okt
Ter internationalen Tuberkulose-Konferenz ist folgendes Telegramm des Kaisers zugegangen:
„Ich spreche dem Internationalen Zentral-Bureau zur Bekämpfung der Tuberkulose für den freundlichen Gruß meinen besten Tank aus. Ich freue mich, daß es gelungen ist, durch die Begründung des Internationalen Zentralbureaus einen festen Stützpunkt für das gemeinsame Vorgehen aller Kulturländer gegen die verheerende Volksseuche und zugleich ein neues Bindeglied für bie civilisierten Vö IFer mit ihren auf die Wohlfahrt der Menschheit gerichteten Bestrebungen zu schaffen. Mein lebhaftes Interesse und meine wärmsten Wünsche begleiten die treue und segensreiche Arbeit der in diesem Kampfe stehenden Vertreter von Wissenschaft und Praxis. W i l h e l m."
Außerdem sind telegraphische Simbgebungen von der deutschen Kaiserin, dem Präsidenten der französischen Republik, den Königen von Schweden, England, Belgien und Dänemark, sowie dem Bundespräsidenten der Schweiz ein* getroffen.
Tie gestrige Nachmittagssitzung bedeutete den Höhepunkt der Verhandlungen, da sie die in der letzten Zeit lebhaft erörterte Frage des Zusammenhanges zwischen der Tuberkulose des Menschen und des Tieres behandelte. Ter Präsident des Kaiser!. Gesundheitsamtes, Köhler, gab, auf eine Fülle von Litteratur-Angaben gestützt, einen Ueberblicf über den gegenrorätigen Stand der Frage von der UebertragbarFeit der Rinder-Tuberkulose auf den Menschen. Professor Koch hat auf Grund seiner Experimente die sensationelle Behauptung ausgestellt, daß die tuberkulöse Erkrankung des Menschen und Ker Rinder zwei verschiedene Krankheitsprozesse darstellen und selbst eine sorgfältige Nachprüfung seiner Versuche durch eine besondere Kommission beantragt Die Arbeiten dieser Kommission sind indessen noch nicht zum Abschluß gelangt Was an anderweitigen Untersuchungsergebnissen bis jetzt an die Öffentlichkeit kam, ist na^ feiner Richtung hm absolut beweisend. Tie Beobachtungen in Oberbayern und H essen hatten ein negatives Ergebnis. Die Debatte über die Frage war äußerst lebhaft. Hervorragende Kliniker und Hygieniker nahmen b.as Wort, um ihre Stellung zu der Frage zu bekunden. Tie Mehrzahl der Redner nahm einen von Koch abweichenden Standpunkt ein, trat für die Gleichheit der menschlichen und Tiertuberkulose ein und riet, es bei den jetzt üblichen Vorsichtsmaßregeln zu belassen. Pros. Dr. Koch selbst wandte sich in scharfer Weise gegen einige der Redner, die seine neue Methode angegriffen hatten, und trat nochmals mit allem Nachdruck für feine Anschauung ein: Tas bisher vorliegende Material könne zur Beweisführung nicht herangezogen werden. Ein Renommierfall sei die angebliche Erkrankung von sechs jungen Mädchen unter dreizehn in einem Pensionat an Schwindsucht. Man schob ohne weiteres die Schuld auf die Milch. Später stellte sich aber heraus, daß die Milch gar nicht von den Erkrankten, fonbem vom Dienstpersonal genossen war. Ter Fall beweise also gerade das Gegenteil. Weitere 28 Einzelfälle, die bisher gegen ihn ins Feld geführt, seien ebenfalls nicht beweisend. Bisher sei noch nicht ein einziger Fall schädlichen Einflusses tuberkulöser Milch auf den Menschen einwandfrei nachgewiesen. Tas Hauptaugenmerk ist nach alledem zukünftig auf die Sammlung einwandfreier Fälle zu richten. Hier können von großem Nutzen die Beobachtungen von Tierärzten fein an Orten, wo lange Zett Milch von Eutertuberkulosen Kühen genossen wurde.
Tie Kaiserin empfing gestern abend eine größere Anzahl der Konferenzteilnehmer im Schlosse zu einer ein* stündigen Audienz. Sie unterhielt sich mit verschiedenen Herren zum Tell in der Sprache ihres Heimatlandes und bekundete für die Bestrebungen der Tuberkulosekonferenz ein reges Interesse. Besonders lebhaft betonte die Kaiserin die Notwendigkeit, für bie kranken Frauen und Kinder Sorge zu tragen.
Am Abend vereinte ein Festmahl die Mitglieder der Konferenz. Das Kaiserhvch brachte der Verkehrsminister Budde aus. Er wies ausdrücklich auf das große Interesse hin , das er als Verkehrsminister an den Bestrebungen der Tuberkulosevonferenz habe.
In der heute vormittag unter Vorsitz des Professors v. Leyden stattgehabten Sitzung wurden die Verhandlungen über verschiedene Arten der Unterbringung von Tuberkulosekranken fortgesetzt. Es sprachen llnterberaer-Peters- bürg, Gebhart Lübeck, Dumarest-Hauteville und Turban- Davos. Eine längere Diskussion riefen die Turbanschen Ausführungen über eine einheitliche Untersuchungsnomen. Hatur und eine einheitliche Klassifikation der Lungentuberkulose als Grundlage internationaler Verständigung hervor. Battlehner-Karlsruhe brachte im Auftrage der Groß. Herzogin von Baden dem Wunsche Ausdruck, daß die in Baden bereits weitverbreiteten Kochkisten für Haushaltungen in Arbeiterfamilien immer wetteren Eingang sinden, in denen morgend ca. 30 Minuten angekochte Speisen in die Listen gestellt werden, wo sie vollständig gar werden, sodaß später bie von der Arbeit tzeimckehrenben
Familien ein schmack- und nahrhaftes Essen vorfmD«r xaf Schlußvortrag hielt der Tirektor des Vejleftord-Sanato- riums, Saugmann, der dafür eintrat, daß der Kampf gegen die Tuberkulose nicht ein Kampf gegen bie Tuberkulösen werden baraf.
Nachdem heute vormittag die Sitzung des engeren Rates abgehalten, fand heute nachmittag die Schlußsitzung unter Vorsitz Brvuardels statt. Kultusminister Tr. Studt gab seiner Freude über den Verlauf der Konferenz Ausdruck, bie dazu beitragen möge, die wissenschaftliche Erkenntnis zu klären und sie zum (Gemeingut aller zu machen. Was zur Weiterführung der angegebenen Anregungen und Turchsührung der Beschlüsse der Konferenz geschehen könne, werde Geaenstcntb sorgfältiger Erwägung auch der Regierung sein. Brouardel dankte hieraus namens der auswärtigen Mitglieder für das ihnen entgegengebrachte Wohlwollen, rühmte die deutschen Einrichtungen und das' methodische Zusammenarbeiten und erkannte die Verdienste des Reichsversicherungsamtes an. Hierauf mürbe; die Konferenz geschlossen.
Sport.
(:) Darmstadt, 26. Ott. Tie heute auf dem Weiter^ ftäbter Exerzierplatz ftattgeljabten Herb st rennen des Hessischen Reitervereins erfreuten sich eines guten- Besuches und wurden auch durch die Anwesenheit des Groß- Herzogs und feiner hohen Gäste, des heute vormittag, von seiner Jagdreise zurückgekehrten Prinzen Heinrichs von Preußen und seiner lieblichen Gemahlin, der Prin-i zessin Ludwig von Battenberg und Kindern aus-^ gezeichnet; auch „unser Prinzeßchen" sowie ihr Vetter Prinz Sigismund, der Sohn des Prinzen Heinrich nahmen an dem sportlichen Vergnügen teil. Anwesend, waren ferner die General- und Flügeladjutanten, der preußische und russische Gesandte, verschiedene Regimentskom- manbeure. Vorwiegend war selbstverständlich das Offizier- lorps der Reiterregimenter vertreten. Das vormittags noch von herrlichem Sonnenschein begünftigte Herbstwctter hatte sich nachmittags getrübt; ein grauer Nebelschleier hatte sich über das ganze Rennfeld zusammengezogen, sodaß man bie einzelnen Paare nur sehr schwer verfolgen Eonnte; bie! Rennen selbst verliefen glatt und rasch ohne nennenswerten Unfall.
1. Pallaswiesen-Jagbrennen. 3 Ehrenpreise für vierjährige unb ältere Pferbe. Distanz ca. 3500 Meter.
1. Leutn. Günthers, Trag.-Regt. Nr. 24., a. br. W. „Gun-Runner". Retter: Besitzer. 2. Rittmeister Frhr. von Reitzenstein, Abi. b- 21. Cav.-Brig. 5j. Fuchs-St. „Thalie".' Nach schönem Rennen sicher gewonnen; Ober!. „Zech" ging mit Westwind zwar als zweiter unb Leutn. v> Sydow auf Graf von Limburgs Higyland-Reel als britter durchs Ziel, beide wurden aber biftanciert, weil sie eine Flagge ausgelassen hatten. Leutn. von Sydow hatte sich am Graben von seinem Pferde getrennt, kam aber alÄald wieder m das Feld.
2. Hunter-Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für Pferde, welche 1900, 1901 und 1902 weder im Jagd- noch un Hindernisrennen um einen Geldpreis gestartet sind. Tistt 3000 Meter.
1. Leutn. v. Urfts, Drag^Rcgt. 24 a. H.-St. „Dcry- Smart". 2. Ober!. Frhr. p. Bellersheims, Drag.-RegL 24 „Creeping Stofe". 3. Rittmeister Ritter von Lößls, Drag.- Regt. 24, 6j. br. St. „Schwalbe"'; Retter: Leutn. v. Negenborn. 9äir drei liefen- Ueberraschender Ausgang. „Creeping Rose"" war sichere Erste, wurde daher von chrem Retter kurz vor dem Ziel verhalten und darauf von der sehr schneidig herangerittenen „Bery-Srnart" trotz heftiger Gegenwehr um Hals länge sicher geschlagen. „Schwalbe" hatte wiederhott bie Hindernisse resüssiert unb kam nicht ins! eigentliche Rennen.
3. Weiterftäbter Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für „Chargen- resp. Tienstpferde", bie gegen Empfang von Pferdegeldern eingestellten Pferde von Jnfanterie-Lfsizieren im Besitz und geritten von aktiven Offizieren. Distanz 2500 Meter.
1. Leutn. von Nolles, Man.-Regt. Nr. 6. 2. Leutn. von Steuden, llL-Regt. Nr. 6 a. schbr. W.,Hagen". 3. Leuttu Günthers, ‘Z.ragXRegt Nr. 24, a. sch. W. „Tippe-Tipp"^ 4. Leutn. Broichers, Drag--Regt. Nr. 23, a. F.-W. „Rheinstein". Neun liefen und blieb das ganze Feld durch daS Rennen geschlossen; kurz vor dem Ziel wurde Hagen um Halslänge geschlagen. Ter Dritte und Vierte dichtauf von Ginanths ,Aauseudkünstier" war im halben Rennen ausgebrochen.
4. Tresckow-Jagdrennen. 3 Ehrenpreise. Für Pferde, welche 1900, 1901 unb 1902 keinen Geldpreis von 500 Mark oder mehr auch als zweite ober brüte usw. gewonnen Haden,. unb im Jahre 1900 minbeftens zweimal hinter der Meute des Hess. Rettervereins vom Anlegen bis Halali gegangen sind. Distanz von 4000 Meter. L OberL v. Schmelzing und Wernsteins Drag-Regt. 23, a. d- W. „SBoban". 2. Ot. Graf von Limburg-S-tyrumS Regt. 24, a. d. W ,Maskendall". 3. Lt. Frhr. v. Fritzels Feld-Art.-Regt. 25, a. f. St. „St. Angele". Fünf liefen. Nach heftigem End kämpf sicher gewonnen. — Tie Preisverteilung nahm Prinzeß Heinrich von Preußen persönlich vor.
Zandel und Verkehr. Uolksuilrlschafl.
— In der llonkursmaffe der Zigarreufabrtt L. Lpar itt Darmstadt liegen etwas über 8 Prozent.
Märkte.
Grüuberg, 25. Oktober. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 15.46 bis 15.60 Mk., Korn 14.00 bis 14.25 M, Gerste 13d0 bis 00.00 Mk., Haier 13.50 bis 14.06 Alk- Erbsen 15.40—16 Mk^ Linsen 00.00 DU., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00.30 Mk., Kartoffeln 0.00 bis 0.00 DU.
fc. Frankfurt a. M., 27. Okt. tTelegr. Orig-Bericht de» .Gieß. SUu/). Amtliche Nockerungen der heuckgen Biehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 412 Ochsen, 154 auS Oesterreich, 42 Bullen, 1 aus Oesterreich, 774 Kühe, Fersen, Stiere und Ruider, 0 aus Oesterreich, 243 Kälber, 526 Schase und Hammel, 1135 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen». 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen l.Oualckat 70—71‘Ult, 2. Qual. 65—67 Tit, 3. Dual. 61—63 DU.; Bullen 1. CuaL 62 bi» 64 DU., 2. CuaL 58—60 DU.; Kühe 1. CuaL 64—66 DU., 2. CuaL 61—63 DU., 3. CuaL 61—53 DU, 4. CuaL 42—44 9JIL, 5. CuaL 00—00 DU. Kälber: 1. Cualltät80—82 Pkg., Lebendgewicht 50-00 Pf-, 2. CuaL 75—77 Psa., Lebendgewicht 46—48 Psg., Schlachtgewicht 63—66 Psg., Schale: 1. CuaL Schlachtgewicht 63—65 Psg., 2. CuaL 50—61 Pig., 3. CuaL 00—00 Psg.; Schweine 1. CuaL 68 Psg., Lebendgewicht 53 Pfg^ 2. CuaL 67 Psg., Lebendgewicht 52Psg., 3. CuaL 00-00 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pig. - Geschält: bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kletnoieh gut. Alles Dcrfauft.
fc. Frankfurt a. 27. Okt. lOrig.-Telear. des „Gießen. Sliu.") Amtliche Notierungen der heuckgen Fruchtmarklpreise. Weizen DU. 15.50—15.75, Kurheiiljcher DU. 15.75—16.00, La Plata DU. 17.25—17.50, Kansas DU. 17.25—17.50, Roggen (hieslger-


