Ausgabe 
27.9.1902 Erstes Blatt
 
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Samstag 27. September 1902

152. Jahrgang

Erstes Blatt.

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Nr. 227

Erscheint tSgllch außer 6onntag8.

fcem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche deigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei lPietsch <Lrben> Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schul st ratze 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.

Fkrnsprechanschluß Nr. 61.

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Aus Stadt und Land.

Gießen, 27. September 1902.

- Verzeichnis der Sitzungen des Schwur­gerichts pro 3. Quartal 1902:

1. Montag den 29. September, vormittags 91/, Uhr, Anklage gegen Conrad Möhlig Wwe. aus Lauterbach wegen Körperverletzung mit tätlichem Erfolg. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Theobald; Verteidiger: Rechtsanwalt Weidig.

2. Dienstag den 30. September, vormittags 9 Uhr. An­klage gegen Johann Jost Scharmann aus Ober-Ohmen wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Verteidiger: Rechtsanwalt Rosenberg.

3. Mittwoch den 1. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Wilhelm Altvater aus Ilbenstadt wegen Sittlichkeits» verbrechens. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Theoballd; Verteidiger: Rechtsanwalt Justizrat Dr. Gutfleisch.

4. Donnerstag den 2. Oktober, vormittags 9 Uhr, An­klage gegen Anna Lind aus Villingen wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Verteidiger: Rechts­anwalt Klarenaar.

5. Freitag den 3. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Friedrich Wilhelm Rast auS Neudorf wegen Notzuchts­versuchs. Die Anklage vertritt Gerichtsassessor Dr. Hetzel; Verteidiger: Rechtsanwalt Dr, Jung.

6. Samstag den 4. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Johann Thomas Bang aus Sinnig wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Verteidiger: Rechtsanwalt Justtzrat Baist.

7. Montag den 6. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen den Großh. Bürgermeister Möser aus Babenhausen wegen Verbrechens im Amte. Die Anklage vertritt Gerichts­assessor Dr. Hetzel; Verteidiger: Rechtsanwalt Klarenaar.

8. Dienstag den 7. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Philipp Loth au8 Nieder-Ohmen wegen Meineids. Die Anklage vertritt Gerichtsassessor Dr. Hetzel; Verteidiger: Rechtsanwalt Justizrat Hirschhorn.

9. Mittwoch den 8. Oktober, vormittags 9 Uhr, Anklage gegen Heinrich Westerburg aus Bad-Nauheim wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Ver­teidiger: Rechtsanwalt Katz.

10. Donnerstag den 9. Oktober, vormittags 9 Uhr, An­klage gegen Wilhelm Janisch aus Holzheim wegen Brand­stiftung. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Ver­teidiger: Rechtsanwalt Dr. Jung.

11. Freitag den 10. Oktober, vormittags 9 Uhr, An­klage gegen Wilhelm Schwing aus Kohden wegen Raub. Die Anklage vertritt Staatsanwalt HooS; Vertheidiger: Rechtsanwalt Klarenaar.

12. Samstag den 11. Oktober, vormittags 9 Uhr, An­klage gegen Karl Lang aus Hungen wegen Notzucht. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Reuß; Verteidiger: Rechts« anwalt Katz.

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Aas neue Stadttßcater in Hießen.

C. PL Gießen, 27. Sept.

Die Bühne fei ein Tempel des Heldentums. Jene hohe sittliche Weihe des Daseins, die wir am reichsten quellend finden in den herrlichen Sagen aus der Urzeit unserer Väter und von denen heute nur selten noch und ganz vereinzelt ein Tröpflein träufelt in die besten Gaben unserer besten Dichter, kann uns die moderne Bühne nicht vermitteln. Aber sie -versucht doch, in Berührung mit einer neuen Art des Heldentums, mit dem Heroismus der modernen Menschheit uns zu bringen. Es ist das Wesen des neueren Dramas, uns von der Bühne herab das menschliche Leben der Gegenwart in seinen Höhen wie in seinen Tiefen zu zeigen. Die plastische Schärfe, mit der die Vorgänge auf der Bühne an unserem Ari^e vorüberziehen, die unmittelbare Einwirkung auf unsere Sinne, die sich gleichmäßig steigernde Wucht des Tragischen, die unsere Seele bis in ihre verborgensten Tiefen in Aufruhr bringt und die edelsten Empfindungen wachruft, endlich die Sprache des Dramas, sein reich und fein gegliederter Aufbau und der erschütternde Eindruck eines echt menschlichen Ab­schlusses der Handlung bewirken einen Umschwung in unserem Gefühlsleben und machen unsere Seele empfänglich für die alten ewigen, wie die neuen Wahrheiten, die ein van den höchsten Leidenschaften getragenes Leben dem nachfühlenden Beobachter offenbart.

Die Erkenntnis dieser der Bühne innewohnenden Kraft hat schon in den fernen Zeiten des Altertums die Städte veranlaßt, mit allen Mitteln den Bau von Theatern zu fördern, um den Dichtern die Möglichkeit zu geben, ihre Werke zur Darstellung zu bringen und dadurch die Volksseele zu erschüttern und zu läutern. Einen wie hohen Rang das Theater in der Antike emnahm, sehen wir beim Durchblättern der Jahr­bücher der Geschichte, und wir brauchen uns nicht erst der Dichter zu erinnern, die z. B. in der Blütezeit der Hellenen sich unvergängliche Denkmäler gesetzt haben. Sind heute nun die Verhältnisse anders? Brauchen wir kein Theater mehr, oder haben wir eine Einrichtung, die wir mit gutem Gewissen als einen Ersatz des Thaters bezeichnen dürfen? Ist im

Volke das- Kunstbedürfnis nicht mehr vorhanden, bedarf es keines Tempels mehr für die Helden im modernen Daseins­kämpfe ?

Wohl niemand wird behaupten wollen, daß wir der Bühne entraten könnten. Aber man könnte z. B. mit dem Hinweise auf die primitive Ausführung der Dramen Shakespeares zur Zeit dieses Dichters behaupten, daß die Kraft des Dramas m sich selbst beruhe, daß es keines eigenen Hauses für die Ausführung desselben bedürfe. Das ist trügerischer Schluß: um ein Drama zur vollen Geltung zu bringen, ist es vor allen Dingen notwendig, die Aufführung in einen Rahmen zu kleiden, der, wenn auch noch so einfach, doch den intimen Charakter besitzt, den jede dramatische Dichtung unbedingt für sich beansprucht. Shakespeare wird die mangelhafte Ausführung seiner Dramen gewiß schmerzlich empfunden haben, und unsere modernen Dramatiker schaffen in allererster Linie für die Bühne; die Lektüre ihrer Werke gewährt uns zumeist nur unvollkommene Eindrücke. Wagner i st der eigentliche Schöpfer der modernen Bühne, indem er in seinen großen Musikdramen die schönen Künste Musik, Poesie und malerisch- plastische Architektonik zu vereinen sich bemühte.

Gießen steht schon seit langem vor der Frage eines Theaterbaues; und dank dem unaufhörlichen Drängenderer, die den Kulturwert des Theaters abzuschätzen wissen, ist der Bau eines solchen nunmehr b e s ch l o s, e n e Sa ch e. Für Gießen hat ein Theater neben feinem ethrschen auch einen sehr bedeutenden lokalen Wert. Wir erinnern hier nur daran, daß Gießen als Universitätsstadt eine viel größere Anziehungskraft für die Studierenden haben muß, wenn das Einerlei der Kleinstadt durch ein gutes Theater ge­mildert wird. Ter Zuzug von Fremden ferner, inÄ>e;ondere der wohlhabenderen Klassen, wurde nch überhaupt fteigern Aber vor allem für das geselsichafiliche Leben Gießens muß ein gutes Theater von einschneidender Bedeutung sein. Tie G r o ß st a d l l u f t, die von ihm ausgeht, wird die gesellschaftlichen Verhältnisie außerordentlich wohl- thuend beeinflussen, und das^Theater wird immer der Mittelpunkt bleiben, um den sich alle gelellscha.tlichen Ver- anftaltuugen der Wintersaison drehen.

Es sei ausdrücklich micrEannt, daß unser Theaterdirektor Kruse mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und in dem ihm angewiesenen Raume nach befien Kräften

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das Möglichste leistet, und wir erhoffen auch von der bevor­stehenden Saison eine Reihe schöner Theaterabende von nachhaltiger Wirkung. Aber die gegebenen Verhältnisse setzen die bescheidensten Anforderungen voraus.

Wir sagten, der Bau eines neuen Theaters sei eine be­schlossene Sache. Es würde sich also zunächst darum han­deln, wo soll das Theater erbaut werden. Schon feit langem ist der städtische große Gartenbesitz da, wo Neuem baue, Nenerweg und Johannesstraße zusammenstoßen, als Bauplatz in Aussicht genommen. Doch ist neuerdings außer diesem Garten auch noch ein anderer Platz in Aussicht genommen, der sich noch besser für den Theater bau eignen soll! Herr Bürgermeister Mecum hat uns autorisiert, dies mitzuteilen und auch noch zu sagen, daß wegen des neuen Platzes bereits Verhandlungen gepflogen werden. Mehr können wir allerdings zur Zeit nicht verraten. Im Winter werden die Verhandlungen voraussichtlich abgeschlossen sein. Die Vorarbeiten können dann beginnen. Für das Ausschreiben der Projekte und die auszusetzenden Preise haben der Theater- und der Saalbauverein die Summe von 18 OOO M. zur Verfügung gestellt. DaS Pro­jekt wird ein vollständiges, in sich abgeschlossenes Th eat er mit den nötigen Foyers und weiterhin einen großen Konzertsaal enthalten. Theater und Konzertsaal sind durch ein geräumiges Vestibül zu verbinden, das gleich­zeitig die G a r d e r o b e n in sich aufnimmt. Wahrscheinlich wird das Gebäude auch noch kleinere Säle enthalten, die für besondere Zwecke bestimmt sind. Eine große und zweckentsprechend eingerichtete Restauration ist selbstver- lich ebenfalls vorgesehen.

Diese Anordnung verbürgt auch die Rentabilität der angelegten Kapitalien, und das wird für später in gewissem Sinne notwendig sein. Denn wenn auch die Stadt uiid verschiedene Kunstfreunde große Summen aufbringen werden, so muß doch damit gerechnet werden, daß dies allein vielleicht nicht genügt. Da ist uns nun schon wiederholt der Vorschlag gemacht worden, die fehlenden Summen durch eine Theaterbaulotterie aufzu­bringen. Der Vorschlag hat ja viel für sich, und er wird in der Öffentlichkeit gewiß auf guten Boden fallen. Sollte er später definitiv in Erwägung gezogen werden, so hoffM wir, daß die maßgebenden Behörden die Ausführung burct) wohlwollendes Entgegenkommen ermöglichen werden.

Deutsches Reich.

Berlin, 26. Sept. Die Rückkehr des Kaiser- Paares nach Potsdam wird am Vormittage des 4. Oktober erfolgen.

Der König von Portugal will nach England reisen. Die Abreise des Königs findet am 16. Oktober statt. Der König wird drei Wochen in Paris bleiben und am 9. November, dem Geburtstag des Königs von England-, in L o n d o n sein, wo er mit dem DeutschenKaiserzu- fammentrifft.

Unter dem Vorsitz des Generalfeldmarschalls (Grafen Walders ee findet in Berlin am 17. Oktober die im vorigen Jahre ausgefallene kameradschaftliche Vereinigung der Teilnehmer der China-Expedition im HotelKaiserhof" statt.

Freisinnige Blätter wollen wissen, daß Herr v. P o d - dielski mit einem westpreußischen Gutsbesitzer, dem gegenüber er die Aeußerung vomLausekanal" auf einer seiner Inspektionsreisen" gethan, eine lebhafte Aus­einandersetzung wegen der Veröffenttichung gehabt habe, und e^wird angekündigt, daß die Sache von freisinniger Seite Wi preuß. Abgeordnetenhause zur Sprache gebracht werden soll. (Das kann ja recht interessante Auseinander-

3. Deutscher Karidrverks- uud Keweröekammertag. I

Leipzig, 26. Sept-

Unter Teilnahme von etwa 200 Abgeordneten der Hand­werks- und Gewerbekammern aus allen Teilen des Reiches trat gestern abend hier der dritte deutsche Handwerks­und Gewerbekammertag zusammen. Das Reicksamt des Innern, der preußische Minister für Handel und Gewerbe, das könial. sächsische Ministerium des Innern, das Han­delsministerium des Königreich Württemberg, das Großh. Hess. Ministerium usw- haben Vertreter entsandt. Der Vor­sitzende der Hannoverschen Handwerkskammer Plate-Han­nover eröffnete die Versammlung. Ter frische Zug, der durch das deutsche Handwerk und Kleingewerbe gehe, lasse erwarten, daß die bevorstehende Tagung von reichen Er- folgen für den Stand begleitet sein werde.

Den Geschäftsbericht erstattete Geschäftsführer Dr. Lmd- ström-Goslar. Ter Bericht enthielt einen interessanten Ueberblid über die gegenwärtige Zusammensetzung des deutschen Handwerks, der an der Hand einer vom Verbände aufgestellten Statistik gewonnen wurde. Nach dieser Sta­tistik giebt es zur Zeit 1140 000 selbständige Handwerks­meister, 900 000 gelernte Gesellen und 350000 Lehrlinge, so daß von einer Lehrlingszüchterei im Handwerksstande heute nicht mehr die Rede sein tonne. Tie Zahl sämtlicher deutscher Handwerker-Innungen beträgt zur Zeit 8800. 174 Zwangsinnungen lösten sich auf und ebenso 74 freie. Von diesen 74 haben sich aber 28 sofort in Zwangsinnungen umgewandelt und außerdem bildeten sich 779 neue, sodaß von einem Rückgänge des deutschen Handwerks nicht gesprochen werden könne. Im Gegenteil sei in jeder Beziehung ein gesunder Fortschritt zu kon­statieren. Tie Kammern von Berlin, Breslau, Darmstadt, Dresden, Lübeck, Dortmund und München wurden wiederum in den Ausschuß gewählt, und Hannover zum Vorort, Mün­chen zum nächstjährigen Tagungsort bestimmt.

Man beschloß, den Entwurf betreffend die Regelung des Submissionsverfahrens, welcher in der Haupt­sache besagt, daß Vergebung.von Arbeiten und Lieferungen an Handwerlskorporationen grundsätzlich anzustreben seien, sowie daß bei Arbeiterausständen die Lieferungszeit um die Dauer des Ausstandes zu verlängern sei, mit der Maß­gabe anzunehmen, daß dabei die örtlichen Bedürfnisse die nötige Berücksichtigung erfahren. Des Weiteren wurde beschlossen, es sei unbedingt notwendig, daß die obliga torische Invalidenversicherung für sämtlich

selbständige Handwerker durch Reichsaesetz eingeführt wird. Mit den nötigen Vorarbeiten wird Die Handwerkskammer Breslau beauftragt. Man beschloß ferner eine längere Erklärung, die dahin geht, daß nach dem Handelsgesetz­buch Handwerker unter bestimmten Voraussetzungen das Recht und die Pflicht haben, ihre Firma in das Handels- re gift er eintragen zu lassen. Ferner wurde beschlossen, für gröbere Handwertsarten, besonders tüchtige und an­gesehene Handwerksmeister, als handwerkliche Sachver­ständige für eine Reihe von Jahren zu bestellen und zu vereidigen. Dann wurde eine Erklärung angenommen, nach der für diejenigen Baugewerbe, bei denen mangel­hafte Ausführung das Leben und die Gesundheit gefährdet, unter Zugrundelegung der Meisterprüfung der Befähig-

setzungen geben.)

Für den Kirchenrat und die Gemeindeverttetung der katholischen Pfarreien Berlins werden jetzt in allen Kirchensvrengeln polnische Kandidaten auf- gestellt, um Die polnischen Bestrebungen auf kirchlichem GÄiete, die Eiuiühmng polnischer Predigten usw. zu fördern.

Hamburg, 26. Sept. In der heutigen vertraulichen Vorbesprechung der Delegierten ftum freisinnigen Parteitag wurden die Anträge auf Öffentlichkeit der Verhandlungen abgelehnt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Schmidt-Elberfeld gewählt.

Herford, 26. Sept. Die Feier der Enthüllung des Denkmals des großen Kurfürsten sand heute in Gegenwart des Kronprinzen, die Minister Budde und v. Hammerstein statt.

Dresden, 26. (Sept. Die Stadtverordneten be­schlossen, den Rat zu ersuchen, das Ministerium zu bitten, beim Bundesrat erneut darum vorstellig zu werden, die Einfuhr lebender Schweine aus Oesterreich- Ungam nach dem Dresdener Schlachthose wieder zuzu­lassen, um den Mangel an Schlachtvieh zu beseitigen.

München, 26. Sept. Der Abg. Bebel macht jetzt eine agitatorische Rundreise durch Bayern. Bekanntlich hat er den Zentmmsabg. Dr. Sck)ädler zu einem Rededuell in Bamberg gefordert. Dr. Schädler hat aber kurz geant­wortet, er werde der Einladung nicht Folge leisten, da er feine Veranlassung dazu habe. Bebel nun ging mit Dr. Schädler scharf ins Gericht. In Nürnberg machte er wieder feinem Grolle gegen die Agrarier Luft. Er sprach von der ,Mickständigkeit" der jetzigen Bauern und meinte, wenn das anders werden solle, müsse der ganze Boden sozialisiert,------------------H x

werden; aber es fei jetzt noch unmöglich, dieagrari- ungs-Nachweis gefordert werden soll, scheu Dickschädel" zur Vernunft zu bringen. , | ----------

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