AerLetzmrgeu erlx^en. Außerdem wurden mehrere andere Arbeiter verletzt. Dre'BavstÄle wurde durch den StaatZan- walt geschlossen.
* M ü ncchen, 26. Aug. Heute nachmittag stürzte em Teil der im Bau begriffenen Corneliusbrucke ein. Zwölf Arbeiter sind leicht und sechs schwer verletzt. Von den Verletzten wurden 16 ins Krankenhaus gebracht, zwei davon sind bereits gestorben. Man glaubt, daß weitere Personen durch die Trmnmermaffen nicht verschüttet sind.
* * Paris, 25. Aug. Das VerteidigungsrntLtel, das der Mörder Dr. Ordensteiu's, Chabaneix, ausgeheckl hatte, um seiner Mordthal durch Besudelung des An- dentens seines Opfers den Charakter eines Racheaktes zu geben, ist von dem Untersuchungsrichter rasch vernichtet worden. Charöaneix hatte bekanntlich behauptet, datz er den Dr. Ordenstein schon seit einiger Zeit gekannt habe, und er wollte diese Versicherung durch einen Brief erhärten, den der Ermordete ihm am Tage vor der Misse- that geschrieben hätte. Der Brief wurde auf dem Postaurte beschlagnahmt und vor dem Untersuchungsrichter im Beisein des Angeklagten und dessen Verteidiger geöffnet. Der Brief enthielt nur eine Empfangsbestätigung der Soeiötv Generale über 800 Frs., die Ehabaneix am 12. März 1902 deponiert hatte, und dieser mußte zugeben, daß er selbst die Adresse geschrieben hatte. Er suchte sich nun mit Hilfe von Lügen durchzuwinden, allein ohne Erfolg. Chabaneix erzählte, er habe die Bekanntschaft des Dr. Ordenstein dadurch gemacht, daß er ihm eines Tages den Regenschirm, den der Arzt fallen gelassen, aufhob und sich mit ihm in ein Gespräch ein ließ. Dr. Ordenstein hätte , ihm dann wiederholt Geldbeträge eingehändigt. Am Tage des Verbrechens sollte Chabaneix mit dem Arzte nach Versailles fahren, und als Beide im Abteil saßen, hätte Dr. Ordenstein seinem Mörder derartige Anträge gestellt, daß dieser ihm aus Entrüstung ein Messer in den Leib stach Der Untersuchungsrichter ließ Chabaneix das ganze Märchen erzählen, fragte ihn aber dann, warum er außer dem großen Küchenmesser, mit dem er sein Opfer ermordete, auch zweiandere Messer und einen großen Riemen mitgenommen hatte, mit dem er leich jemand erdrosseln konnte. Chabaneix blieb, als er seine Lügen enthüllt und erwiesen sah, jede Antwort auf die eindringlichen Fragen des Untersuchungsrichters schuldig.
* Bloemfonte in, 26. Aug. Gestern Abend ereignete sich ein schweres Eisenbahn-Unglück auf der hiesigen Station. Eine Rangir-Lokomotive stieß mit einem Zuge zusammen, in welchem sich FlüchUinge befanden, die nach Johannesburg zurückwollten. Die an der Spitze des Zuges be- stndlichen Wagen wurden zertrümmert. Mehrere Frauen und Kinder wurden getötet. Die Verletzten wurden in das Hospital gebracht.
* Ueber ein besonderes Pech wird berichtet: Ein lunger Wittmann in Sindlingen wollte zum zweiten Mal in den Stand der Ehe treten. Alle Vorbereitungen waren getroffen und am Sonntag sollte in Heddernheim fröhliche Hochzeit sein. Nun erschien rote ein Blitz aus heiterem Himmel ein Abgesandter des Pfarramts bei dem glücklichen Bräutigam mit der niederschmetternden Meldung, daß die Hochzeit vorerst nicht stattsinden könne, weil durch ein Versehen nicht die Braut, sondern die — Schwiegermutter mit ihm von der Kanzel herab „ausgerufen" worden sei! Da war nun große Not — alles Bitten und Laufen half nichts — und da der Bräutigam den einzigen Ausweg, nämlich statt der jungen die ältere Dame zu nehmen, ausschlug, so mußte eben die Hochzeit um drei Wochen verschoben werden.
* Kaiser Wilhelm als Prinz in Paris. Ein Hamburger, der früher lange in Paris weilte, schreibt: „Im Herbst 1878, einige Wochen vor Schluß der Weltausstellung, wohnre Prinz Leopold, Herzog von Albany, der jüngste Sohn der Königin von England, damals schpn leidend, bei uns (in einem Pariser Hotel). Eines Tages beauftragte er mich, für den Abend einige Couverts mehr zu bestellen, denn er erwarte einige Gäste, u. a. den Prinzen Wilhelm von Preußen. Derselbe erschien denn auch gegen W ühr mit seinem Adjutanten, sowie mit seiner Schwester, der Erbprinzessin von Meiningen, nebst ihrem Gemahl, dessen Adjutanten und der Hofdame der Erbprinzessin. Tie kleine Gesellschaft war bei Tisch riesig vergnügt und Prinz Wilhelm laut während der Zeit kaum aus dem Lachen. Ter Adjutant des Prinzen hatte mir vor Anfang des Diners ein Paket mit einem silbernen Besteck überreicht, welch>es der Prinz zum Essen benutzte. Bald lernte ich den Zweck kennen, denn die Forken waren an der einen öeite etwas geschärft, womit Prinz Wilhelm die Speisen zerdrückte, wozu er ausschließlich die rechte Hand gebrauchte, indessen die linke während der ganzen Mahlzeit auf dem Schoße ruhte. Als die Gesellschaft sich nach dem Tiner in den Salon nebenan begeben hatte und hier der Kaffee eingenommen wurde, entstand die Frage, wohin sie wollten, worauf Prinz Wilhelm im gemütlichen und echten Berliner Jargon sagte: „2Bir jehen natürlich nach Mutter Irin!" Dieser Ausspruch klang mir eigentümlich in den Ohren, denn ich hörte wohl täglich allerlei Sprachen in Paris, nur nicht echt Berlinerisch — und dann in solcher Gesellschaft. Bald darauf fuhren denn auch die Wagen vor und alle begaben sich nach dem Bois de Boulogne. Bei der Abfahrt des Prinzen Wilhelm machte ich noch einen Angestellten des Hotels, der während des Krieges als Gefangener in Viagdeburg interniert gewesen war, auf den Prinzen aufmerksam mit den Worten:Wollen Sie mal den zukünftigen deutschen Kaiser sehen, ohne auch nur im geringsten zu ahnen, datz sich diese Worte schon nach zehn Jahren erfüllen sollten."
' Ein Defraudant. Wie aus Coburg berichtet wird, ist der Kassierer des sozialdemokratischen Landesvercins im Herzogtum Coburg, Schäfer, nach Veruntreuung ihm übergebener Kaffengelder in die Schweiz geflüchtet.
Kunst und Mssrnschast.
Saßnitz, 26. Aug. Die Berliner Gesellschast für bra^t- lose Telegraphie (System Braun-Siemens) errichtete hier eme öl atro n und machte in dieser wahrend den letzten Wochen höchst ^gelungene Versuche. Tas telegrcrphisch berichtete Ergebnis vom toomitag, das darin bestand, daß mit der Italien Groß- Mölln, also auf eine Entfernung von über 160 Kim., Tepescheu empfangen und gegeben würben, ist nur insofern bemerkenswert, als auf einer neuen Station dre Apparate nicht immer fosort in wünschenswerter Werse zu funktionieren pflegen. Aus die gleiche Entfernung, sogar^noch aus längere Strecken', ivurden früher hauftq zwischen anderen Stationen Telegramme ausgewechselt, ohne dag die Deutlichkeit der Zeichen oder Worte etwas zu wünschen übrig ließ.
— Freue Driesch. Um falschen Annahmen zu begegnen, die stch bei rms in Gieß en in gewissen Kreisen über die Thätigkeü der Irene Triefch am „Deutschen Theater" in Berlin gebildet zu haben scheinen, sei erwähnt, oaß dre Künsllerin dort dieser Tage wieder einmal in der „Nora"-Pcuttie reiche Lorbeeren geerntet hat. Einer der Rezensent«! schreibt z. B.: „A:eneTriejch ist gegenwärtig wohl die beste und eigenartigste Nora, besonders im Schlußakt, den sie mit jähem Temperament giebt Sie ringt sich hier vom All- gememen zrun Leid der Einzellren durch, sie geht vom Typischen aus und gestaltet ganz unbewußt das Jndwiouelle. Darum erschüttert fie und überzeugt.' — Ein anderer Rezensent rühmt „ihre eigenartige Kunst in der Ausgestaltung der „Nora"-Parlie rc. :c.
— Prof. Olbrich, der bekannte eigenartige Architekt der Darmstadter Künstlerkolonie und Erbauer des Wiener Sezessionshauses, ist vom Komllee der unter dem Protektorat der Großfürstin Sergius (Prinzessin Elisabeth von Hessen) stehenden Ausstellung für moderne Architektur und Kuiistgewerbe in Moskau zum Bevollmächtigten für Deutschland ernannt worden.
— Otto Gildemeister ist am 26. ds. Mts. in Bremen gestorben. (Dr. Otto Gildemeister, Senator der Stadt Bremen, ist 1823 in Bremen geboren. In weiteren Kreisen ist er als Ueber- fetter, Kommentator und Essayist bekannt geworden. Er übersetzte u. a. einen Teil der Shakespeare'schen Dramen, die Sonette Shakespeares, Dante's „Göttliche Komödie" und Ariost's „Rasenden Roland".)
— Drahtlose Telegraphie. Der Direktor des physikalischen Instituts der Universität Strasburg, Prof. Braun, bezeichnet als nächste Ziele der Forschungen auf dem Gebiet der Funkentelegraphie starke Geberwirkung und abgestimmte Enipfcmgerwirkung. Ucber die Aussichten, den praktischen Wert uitb die voraussichtliche Entwicklung der drahtlosen Telegraphie äußert sich der Genannte wie folgt: „Ter Wert als ein verbesserter Signaldienst, der unabhängig ist von jedem Wetter, von Tageszeit, von Nebel, Regen und Schnee ist bereits bekannt. Dieser wird für viele Fälle bleiben, selbst wenn die Hoffnung, die Stationen von einander unabhängig zu machen, sich nicht in dem Maße, wie wir es wünschen möchten, erfüllen sollte. Als Illusion wird man es aber — voraussichtlich für alle Zeiten — bezeichnen müssen, wenn man hofft, damit die Draht- telegraphie beseitigen zu tonnen."
— Die in unserem Lande wohlbekannte Großh. Hess. Kammer- ütriuofm Frl. Frieda Hodapp hat sich in London mit Prof. James Kwast, dem ausgezeichneten Piaiiisten, der im Herbst als Lehrer in das Kölner Scharwenka-Konservatorium ein- lrilt, vermahlt.
Unioersttüts-Uachrichtea.
Wien, 26. Aug. Der Kaiser bestätigte die von der Akademie der Wissenschaften oorgenonnnene Wahl des Geh. Ober- Regierungsrats Dr. Ernst Dümmler-Berlin und des Unwersiläts- vrofeffors Dr. Wilhelm Thom sen-Kopenhagen zu Ehrenmilgliedern, der Universitätsprofessoren Dr. Ernst K u h n-Müncheü, Dr. Eduard Sievers-Leipzig, Dr. Eduard v. Wölfslin-München, Dr. Emil Fischer-Berlin und Dr. Karl v. Voit-München zu korrespondirenden Mitgliedern.
— Akademie für praktische Medizin in Frankfurt a. M. Nach der „Frkf. Ztg." soll besonders eine staatliche Z entr al- prüsungsstelle für Arznei-, Nähr- und Nahrungsmittel, für die bei der jetzigen Flut von Präparaten ein Bedürfnis allseitig erkannt worden ist, in Aussicht genommen sein. Mit diesem Laboratorium würde auch eine medizinisch-diagnostische Anstalt nach dem Berliner Muster eingerichtet.
— Aus Dresden wird gemeldet: Dem o. Proseffor an der hiesigen Technischen Hochschule, zugleich Professor an der Kunstakademie und Direktor der föntgl. Skulpturensamnilungen, Geh.» Hosrat Dr. Georg Treu, wurde der z. Z. auf die Geschichte der antiken Kunst beschränkte Lehrauftrag auf die Geschichte der Bildhauerei und der dekorativen Plastik im Mittelalter, der neueren und der neuesten Zeit ausgedehnt. — Der Regierungs-Bauführer, Maschineningenieur E. Heinrich aus Kannstadt' wurde zum Assistenten für Elektrotechnik an der Technischen Hochschule m Stuttgart ernannt. — Mit der provisorischen Leitung der psychiatrischen Klinik an der niederösterreichischen Landesirrenanstalt tn Wien wurde dis auf weiteres Dr. Reuman n betraut — Der Ausschuß für volkstümliche Hochschulkurse der deutschen Universität in Prag veranstaltet vom 1.—13. September einen Ferienkursus in Prachatitz. — Die von Professor C. Seitz geleiteten Ferienkurse an der lüterar-philosophischen Fakultät der Genfer Hochschule sind in diesem Jahr außerordentlich stark besucht. Es nehmen daran teil 133 Herren und 109 Tarnen; die Deutschen sind mit 114 Personen am stärksten vertreten. — Prof. F. Pasternazki ist am 20. August auf seinem Landgut im Gouvernement Minsk im 59. Lebensjahr gestorben. Er wickte seit 1891 an der St. Petersburger Militär-Medizinischen Akademie. Pasternazki hat u. a. Arbeiten über die verschiedenen Arten des Typhus sowie die kaukasischen Bäder veröffentlicht. — In P r a g ist der ehemalige o. Professor der Pastoraltheologie an der dortigen Universität Dr. W. H o r a k im 57. Lebensjahr gestorben.
Sport.
vr. Niedcr-Moos, 24. Aua. Ter Radfahrerverein „Vogels- berg" veranstaltete hier ein Fest, zu dem viele auswärtige Fahrer und Vereine erschienen waren. Das Fest nahm einen prächtigen Verlauf. Von den Einzelheiten erwähnen wir die Preis- verteilung, die nach dem Straßenrennen ftattfanb: Haupt- fahren im ©trafjenreimen: 1. Preis Jost von Storndorf bei Alsfeld, 2. Preis Abel in Fulda, 3. Preis Albrecht tn Fulda. Er st fahren: 1. Preis Hamburger aus Alsfeld, 2. Preis Jost aus Alsfeld, 3. Preis Schott aus Schotten.
** Frankfurter Automobilklub. Nach dem definitiven Meldeschluß sind wir in der Lage, folgende Meldungen müzuteilen: 1. Klaffe: Motorzweiräder: 1. F. Rigaux-Liittich, 2. F. Kirchheim- Eisenach, 3. Wllhelm Winter-Lll.-Stelnheim, 4. Paul Pierotb-Kl.-- Steinheim, 5. Franz Keil-Frankfurt a. M., 6. Hemr. Opel-Ruffelsheim, 7. Fritz Opel-Rüffelsheim, Wilhelm Opel-Rüsselsheim — 2. Klasse: Voüurettes: 1. Akt.-Ges. vorm. Cudell u. Co.-Aachen, 2. dieselbe, 3. Josef Goebel-Mainz (Fabrikant Bergmanns Im dustriewerke-Gaggenau), 4. Ernst Hammler-Eisenach (Fahrzeug- sabrik Eisenach), 5. Adler, Fahrradwerke Frankfurt a. M., 6. Brauda-Paris (Opel-Tarracq). — 3. Klaffe: Leichte Wagen: 1. Max Eisemann-Hamburg (Aktiengesellschast vorm. Cudell u.Co.- Aacheir)/ 2. Aktiengesellschaft Cudell u. Co.-Aachen), 3. dieselbe, 4. A. Kiehnle-Ludwiashafen (Bergmanns-Jndustriewerke), 5. Karl May-Frankfurt a. M. (Opel-Darracq), 6. Adler, Fahrradwerke- Frankfurt a. 9)L 7. Direktor Poege-Chernnitz (Opel-Tarracq), 8. Fritz Opel-Rüffelsheim (Opel-Tarracq), 9. Heinr. Lpel-Rüffels- heim (Opel-Darracq), 10. Brauda-Paris (Opel-Darracq). — 4. Klasse: Leichte Wagen: 1. Aktiengesellschaft vorm. Cudell u. Co.- Aachen, 2._ dieselbe, 3. dieselbe, 4. Bergmanns Jndustriewerke- ®aggenau,5. F.Kirchheim-Eisenach (Fahrzeugjabrik-Eiserrach, 6. Adler, Fahrradwerke-Frankfurt a. M., 7. dieselben, 8. DirektorPoege-Cheninitz (Opel-Tarracq), 9. Bonnsist-Paris (Opel-Tarracq), 10. Georges- Paris (Opel-Darracq), 11. Müller-Rüsselsheim (Opel-Tarracq). — Club-Vorgabefahren: 1. Bräuning-Hanau (Adler), 2. Aschoff-Aachen (Cudell), Livmgstone-Frankfurt a.M. (Adler), 4. Dr. Jsbert-Frank- furt a. M. (de Dietrich), 5. (Teoes?) Adler-Fahrradwerke, 6. H. Opel-Rüffelsyeim (Opel-Darracq), 7. Wilhelm Lvcl Rüsselsheim (Opel-Darracq). Rennen Nr. 6. Vorgabefahren für Herrcnü(wer: 1. de Dietrich-Niederbronn, 2. Mathis-Straßburg (de Diein ,, 3. von Devoorde-Bremen ^Cudell), 4. Akü-Ges. vorm. 6ub.li u. Co. Aachen (Cudell), 6. Dieselbe (Cudell), 6. A. Kiehnle-Ludw:q: pofen (Bergmchms Jndustriewerke), 7. Joses Goebel-Mainz (Bergmanns Jndustriewerke), 8. Direktor Ehrhardt-Eisenach (Fahrzcugfabril Eisenach), v. Karl Atai-Frankfurt a. M. (Opel-Darracq), 10. Direktor Poege-Cheinnitz (Opel-Darracq), 1L Adler Fahrradwerke-Frankfurt a. M^ sl2. F. Opel-Rüsselsheim (Opel-Darracq-, 13. H. Opel- Rüsselsheim. (Opel-Darracq), 14. Brauda-Paris (Opel-Darracq) 15. Max Eisern.ivii-Hamburg (de Dieterich). Klaffe 5. Große Wagen: 1. Dtob. Katz^nnem-Frankfurt a. M. (Mercedes Simplex,, 2. de Dietrich-Riedevbroim, 3. Mathis-Straßburg (de Dieterich), 4. Max Eisemaml-Hamo»lrg (Cudell), 5. von Devoorde-Bremen (Cudell-, 6. Mt.-Ges. vorrii. Cudell u. Co.-Aachen (Cudell), 7. Franz Knecht- Paris (Bergmaivi»-<^^»'ir'ewerke, 8. Carl Atay-Frankfurt a. M.
(Opel-Darracq), 9. Direktor Ehrhardt-Eisenach, 10. H. Opel-Rüsselsheim (Opel-Darracq Typ. Paris-Wien), 11. Brauda-Paris (Opel- Tarracq) 12. Auffen Ordl jr.-Baden-Baden (Panhard u. Levaffor), 13. Clarence Georg Tuismore-Newyork (Mercedes Simplex.
LMdwirtschaft. '
b. Garbeutcich, 25. August. Aus den meisten Tellen Ober- heffens, ganz besonders aber aus der Wetterau, werden ganz vor- zügliche Ernten gemeldet. In unserer Gemarkung kann dagegen die jetzt zu Ende geführte Ernte nur als mittelmäßig be- zeichnet werden. Tie Schuld hieran trägt nicht allein die un- güiislige, trockene Witterung, sondern auch die durch bie Feld- bereimgung hervorgerufene neue Lage des Geländes, das von den Grundbesitzerii, da sie erst feit vorigem Herbst im Besitz desselben, noch nicht gründlich genug bearbeitet werden konnte. Die Hack- f r it d) t e bagegen stehen durchschnittlich recht gut. Aepfel gibt es in aroßer Menge, fast kein Baurn uerfaat, während Zwetschen und Nü.s s e total erfroren sind. Auch Birnen gibt es wenig. Tie Grummet ernte auf trockenen Wiesen ist gleich Null, da die durch die Feldbereinigung geschaffene Bewässerungsanlage aus Mangel an Wasser nicht in Thätigkeil gesetzt werden konnte.- Ein durchweichender Regen, der namentlich auch den Stoppelerbsen mangelt,, wäre erwünscht.
Aus dem östlichen Ldeuwalde, 22. Aug. Die Henle eröffnete Jagd ans Rebhühiier ergiebl in unserem Gebirge fast durchweg ein günstiges Resultat. Alan trifft außerordentlich viel Ketten an. Doch sind die meisten Ketten noch nicht schußserüg, d. h. die Hühner sind noch sehr klein. Auffällig ist, daß sich Heuer viele kleine Hühnerketten ziijammengestellt haben. Ketten von 20 bis 30 Stück sind deshalb keine Seltenheit. Soweit man bei der Hühner- juche konstatieren kann, wird auch die Hajeiijagd im Felde heuer ivieder gut. Ter Jäger wird aber im Jntercffe des Hasenbestandes gut thun, den Abschuß der Hasen nicht gleich vom 1. September ab vorzunehmen, denn erfahrungsgemäß iverden im September meistens trächtige Häsinnen gejchossen. Ein im September geworfener Junghase giebt aber bekanntlich noch einen vorzüglichen Weihnachtsbraten.
Der Saatenstaud im Deutschen Reiche um Mitte Augus betrug (die eingeklammerten Zahlen sind die von Mitte Juli): Winterweizen 2,3 (2,2), Sommerweizen 2,5 (2/1), Winterroggen 2,4 (2,3), Semmerroggen 2,4 (2,4), Sommergerste 2,4 (2,3), Haser 2,5 (2,6), Kartoffeln 2,5 (2,6), Klee 2,5 (2,5), Luzerne 2,7 (2,7), Wiesen 2,4 (2,4). Tie Witterung in der abgejaufenen Berichtsperiode war, einige Gebietsteile im Osten und Südwesten ausgenommen, im ganzen Reiche meist trübe regnerisch und kalt. Tie Ernte der Winterfrüchte verzögerte sich sehr und ist nur in einigen Teilen Süddeutschlaitds größtenteils beendet. In 2)littel- und Norddeutsch- land ist sie in vollem Gange. Weizen bietet etwas bessere Aussichten als Rvggcn, der wegen der regnerischen Witterung noch nicht eingefahren werden konnte. Die Reise des Somniergetreides ist durch iüe ungünstige Wüterung ebenfalls ungemein verzögert. Dem Hafer schadete die Nässe noch verhältnismäßig am wenigsten. Der Stand der Kartoffeln ist sehr verschieden. Berichten über guten Knollenansatz stehen vielfach Klagen über geringen Stand gegenüber.
Handel und Verkehr. Kolkswittschast.
Frankfurt a. 9JL, 26. Aug. In der heutigen außerordeill- licheii Generalversammllmg der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vormals Lahmeyer u. Co. waren von 20 Millionen Aktienkapital ca. 8'/z Millionen vertreten. Nach ausgiebiger Debatte, in welche Gemcinderat Lucian Brunner-Wien, sowie auch Richter-Berlin bemängelnd eingriffen, wurden auf Antrag Richters sämtliche Anttäge der Verwaltung angenommen und zwar per Acclarnation. Der Generaldirektor Salomon bezeichnete die Abnahme der eigenen Aufträge um ca. 12 Prozent, während sämtliche größeren deutschen Elettrizlläts-Gesellfchaften nur 50—60 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit in Anspruch genommen sehen. Tic noch »u entwickelirden Unternehmen der Trustgesellschaflcu repra sentteren ca. 20 Millionen für die nicht gerade sofort, sondern im Lause der Zeit ca. 6 Millionen nötig seien. Die Durchschnitts renle der fertigen Unternehmen sei 3H,—4 Prozent des Brutto wertes. Die einzelnen Unternehmen würden später in selbständige Aktiengesellschaften umgewandelt.
, Wien, 26. August. Ter Chef des Großhandlungshauses Boschaus Söhne, Karl Rllter von Boschau, ist gestorben.
ZpielplM der oerriirigtell Frankfurter Ztadttheater.
Opernhaus.
Mlttlvoch den 27. August, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von 9iürnberg/ Donnerstag den 28. August*): „Carmen." Frellag den 29. August, abends Halo 8 Uhr: „Aiarcha" oder „Der Ätarkt zu Richmond." Samstaa den 30. August: „Nlargarethe." Sonntag den 31. August: Neu einstudiert: „Die Großherzogin von Gerolstein." Montag den 1. September, abeirds halb 8 Uhr: „Hoffmanns Erzählungen."
Schauspielhaus.
Mittwocb den 27. August'): „Eyprienne." Cyprienne: Frl. Camilla Daloerg vom Hostheater in Hannover a. G. Donnerstag den 28. August: Zu Gocthe's Geburtstag: „Iphigenie auf Tauris." Freitag den 29. August: „Die Jäger." Samstag den 30. August: „Robett und Bettram." Sonntag den 31. August: „Alt-Heidelberg." Montag den 1. September: Dramen-Zyklus zum Abschiede vom allen Schauspielhause. Elster Abend. Otto Ludwig: „Der Erbförster."
') Ansang, wenn nicht anders bemerkt, abends unt 7 Uhr^
SchlssSlMMichleti.
„Red Star Linie" Anttverpen.
Der Postdampfer „Zeelcmd" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Auqu'l wohlbehalten in 9tew-Pork angekommen.
Die zweckmäßigste Heizung unserer Wohnräumc ist eine Frage, deren Lösung von Jahr zu Jahr die Heutechnik zu neuen Fortschritten führt, und groß ist der Aufschwung der letzten Jahre in Heizungs- und Beleuchtungsanlagen. Als allgemeine An- sorderungen an einen guten Ofen sind zu stellen: Bei Verwendung jeder guten Hausbrandkohle schnelle Wärmeabgabe nach dem Anheizen, einsache Bedienung, gleichmäßige Erwärmung mit Lusuirkulation unö Ventilation im Zimmer. Tauerbrand oder zeitweiser Brand und genaue Regulierbarkeil, so daß Wärme nur dann erzeugt und Brennmaterial verbraucht wird, wenn das Bedürfnis dafür vorhanden ist.
Eine Cfcnart, die den höchsten Anforderungen in besonders hervorragender Welse gerecht wird, sind Winters Dauerbrandöfen Germanen, von denen seit 8 Jahren über 200000 Stück verkauft wurden, ein Erfolg, den fein anderes Ofensyslem in Deutschland erreicht bat. Die Cefen lassen sich mit jedem Brennmaterial Heizen, eignen sich für alle Zwecke und sind im Preise mäßig. Dieselben sind zu beziehen durch jede beffere Ofenhandlung oder durch Verntittelung des Fabrikanten Oskar Winter in Hannover.
Tie Germanen-Oefen sind iwr echt, wenn sich in der Glimmer- thür der Name „Germane" befindet, und hüte man sich vor den vielfachen Nachahmungen.
Wer sich einen wirklich dauerhaften Schirm wünscht, lasse sich denselben genau nach Wunsch und Auswahl des Ma- rerials bauen. Kein Schirm-System, welches bei mir nicht repariert werden könnte. Stets iosortige u. billigste Bedienung.
4669 Schirmfabrik M. Levi.
Darmstädter Möbelfabrik (160 Zirnrn.-Einricht.), Preist, grat. 3821
Leiüniz B iscuits Cakes -'Tabriti I


