darunter 10 schwere. Mehrere Eisenbahnwagen find völlig zertrümmert.
* Madrid, 26. Juni. Heute fand im Militär- Zeltlager Carabanchel bei Madrid eine schreckliche Pulver-Explosion statt. Zahlreiche Opfer befinden sich unter den Trümmern des Lagers. Dasselbe war eine Zeit lang in dichte Rauchwolken gehüllt. Die Detonation war furchtbar und wurde in ganz Madrid gehört. In den unteren Teilen der Stadt wurden über 100 Fensterscheiben zertrümmert. 17 Menschen sollen verletzt und ins Krankenhaus gebracht sein. Die Verletzten find Soldaten, bis auf einen Feldarbeiter, welcher in einer Entfernung von 400 Mir. verwundet wurde. Nach den letzten Meldungen wurde die Katastrophe durch explodierende Granaten verursacht. Der König begab fich an die Stelle, wo die Explosion stattfand.
"Algier, 27. Juni. Als sich 3 Soldaten in die Gegend Le Figuier zum Fischfang begaben, wurden sie von 2 Eingeborenen in ein Gespräch gezogen. Im Verlaufe desselben tötete plötzlich einer der Eingeborenen einen Soldaten durch einen Schuß, während der zweite Eingeborene den andern Soldaten erstach. Der dritte Soldat entfloh zuerst, kehrte dann aber zurück und stellte den Tod seiner Kameraden fest. Es herrscht große Aufregung.
" Algier, 26. Juni. In Mustapha wurde ein Dynamitattentat gegen das Haus eines Eingeborenen verübt. Der Besitzer des Hauses wurde getötet, seine Frau und sein Kind sind schwer verletzt. Der Attentäter gab bei seiner Verhaftung als Grund der That Rache an.
* Ein frecher Attentatsversuch wurde in der Nacht zum Montag auf den um 1 Uhr 17 Min. von Hof (Bayern) in Plauen ankommenden O-Zug, welcher mehrere für Fürstlichkeiten reservierte Salonwagen mit sich führte, verübt, indem ein unbekannter Thäter vor der Station Schönberg den Zug mit Steinen bewarf. Ein Fenster wurde zertrümmert, und ein Stein fiel in das Coupee des Herzogs Urach von Württemberg. Im Zug befanden sich u. a. noch folgende Fürstlichkeiten: Prinz Ludwig vonBayern, der Fürst von Hohenzollern, Carl Theodor von Bayern mit Gemahlin und Herzog Thomas von Genua.
* Ein Prinz unter Gaunern. Im Londoner Polizeigericht von Southwark wurde den anwesenden Reportern einzeln bedeutet, es käme ein Fall zur Verhandlung, der einen der königlichen Gäste betreffe und die auswärtigen Beziehungen Englands berühre, die Reporter möchten darum über den Fall nichts berichten. Nachdem der Reporter des „Star" sich geweigert hatte, ein solches Versprechen zu geben, schloß der Polizeirichter, als der betr. Fall zur Verhandlung kam, die Oeffentlichkeit aus. Da der Ausschluß der Oeffentlich- keit in englischen Polizeigerichten ganz ungewöhnlich ist, erregt der Vorfall Verwunderung. Dem „Star" zufolge liegt folgender Vorgang zu Grunde: Ein als königlicher Gast zur Krönung anwesender junger Prinz aus einem europäischen regierenden Hause verließ Dienstag Abend die ihm zur Verfügung gestellte Wohnung und dinirte in einem vornehmen Hotel. Nach dem Diner begab er sich in Gesellschaft mehrerer Fremder in eine Schänke in Southwark. Hier zeigte sich, daß er einer Zigeunerbande in die Hände gefallen war, die an ihm Erpressungen ausüben wollte.
* Ein Doppelmord wird aus Edinburg berichtet. In dem dortigen wundärztlichen Institut erschien gestern der Thürhüter der Anstalt M'Clinton mit einem geladenen Gewehr. Er trat ins Laboratorium und erschoß den bejahrten Professor der Chemie M'Adam und feuerte sodann auf dessen Gehilfen Forbes, der so schwer verwundet wurde, daß er nach Aufnahme int Krankenhause st arb. Der Thäter wurde entwaffnet, ehe er einen dritten Schuß abfeuern konnte. Der Grund ist angeblich Rache, weil M'Clinton sich von dem Vrofessor gekränkt fühlte.
"Die Rache der durchgefallenen Abiturienten. Die Reifeprüfungen am Gymnasium zu Karlstadt in Kroatien hatten ein sehr ungünstiges Ergebnis, indem von 35 Kandidaten nicht weniger als 21 das Examen nicht bestanden. Aus Aerger über den Mißerfolg veranstalteten die durchgefallenen Primaner in corpore eine Demonstration und begingen allerlei Exzesse. Sie warfen nachts die Fenster des Gymnasiums ein und beschmutzten das Gebäude mit Tinte. Im Amtszimmer des Direktors fand man am anderen Morgen zahlreiche Steine. Den rachsüchtigen jungen Leuten dürfte aber der Unfug böse bekommen; fünf von ihnen sind in Has genommen worden und mit einer Wiederholung des Examens wird es nun wohl nichts werden.
Kunst und Wissenschaft.
§ Der erste geheilte Fall von Zungenkrebs, tzn der letzten wissenschaftlichen Sitzung der Gesellschaft der Aerzte in Wien demonstrierte Dozent Primarius Dr. Conrad Büdiuger einen im Rudolph-Spital erfolgreich operierten Fall von Zungenkrebs, wobei selbst die Zungenbasis entfernt wurde. Die Ergänzung des fehlenden Glottis- schlusses beim Schiluckakt stellte sich durch eine Annäherung des Zungenrestes an den Kehlkopf ein. Der demonstrierte Kranke repräsentiert in der medizinischen Litteratur den ersten geheilten Falk, denn bisher sind hier nur 13 Fälle von Exstirpation des Zungengrundes beschrieben, die aber sämtlich ein tötliches Ende nahmen .
Leipzig, 28. Juni. Gegen die Erwerbung des K l i n g e r s ch e n „B e e t h o v e n" für das städtische Museum in Leipzig ist ein Komitee in Bildung begriffen. Dieses will gegen die Höhe des städtischen Zuschusses aus Stiftsmitteln durch Stadtverordnete Protest einlegen. Die Zeichn nun gen für den Kaufpreis haben bis jetzt kaum 100 000 ML. ergeben.
Azrche und Schule.
Schwiebus, 26. Juni. Die hier tagende 56. Hauptversammlung des brandenburgischen Hauptvereins der „Gustav-Adolf-Stiftung" hat nachfolgendes Huldigungstelegramm an denKaiser gesandt: „Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät wagt die Jahresversammlung des brandenburgischen Hauptvereins der „Gustav-Adolf-Stiftung", als dem Allerhöchsten Protektor und erhabensten Mitgliede unseres Vereins in ehrfurchtsvoller Huldigung ihren erneuten Gruß darzubringen. Unmittelbar an den Grenzen der Ostmarkprovinzen Westpreußen und Posen tagend, deren evangelische Glaubensgenossen für unseren brandenburgischen Hauptverein Gegenstand besonderer Fürsorge sind, werden wir gerade in Betreff unseres Vereinswerkes an die jüngst von Eurer Majestät bei dep
Einweihung der neuerstandenen Marienburg dieses Wahrzeichens für deutsche Arbeit gesprochenen Worte gemahnt. Ten evangelischen Brüdern dienend, wollen auch wir dem Aufrufe Eurer Majestät entsprechend die nationalen Güter des deutschen Volkes an diesen Ostmarken wahren helfen. Zugleich aber wissen wir uns dabei mit Eurer Majestät in dem Bestreben eins, den konfessionellen Frieden fördern zu Helsen, sowie in dem Ge^ lübde, das Allerhöchstdieselben an einer, durch, große geschichtliche Erinnerungen geweihten Stätte, zugleich mit dem Bekenntnis zu Dem abgelegt haben ,in dessen Namen allein Heil und außerdem kein anderer Name den Menschen ge«* geben ist, darinnen wir sollen selig werden."
Gerichts saal.
Berlin, 26. Juni. (Sanden-Prozeß.) Die Bausachverständigen Malachowski und Zoche äußern sich über den Wert eines mit 400 000 Mk. beliehenen Grundstückes in der Brüderstraße. Ersterer schätzt es auf über 2 Millionen, letzterer auf 733 000 Mk. Geheimrat Hecht hält selbst bei der Zugrundelegung Malachowskis die Taxe der Beleihung von 60 Prozent für ausgeschlossen. Die Verteidigung beantragt. Den Ratszimmermeister Arens mit der Ermittelung des Wertes des Grundstückes im Beleihungsjahre 1897 zu beauftragen. Der Gerichtshof lehnt den Antrag ab. Nachdem Zeuge Jänichke, Prokurist der Firma Anhalt u. Wagener bargelegt, wie die Firma aus ihren Verpflichtungen durch Anträge mit Banken herausgekommen ist, wird die Verhandlung auf morgen vertagt.
Leipzig, 26. Juni. Das Reichsgericht verwarf auch die Revision des Zugführers Paters-Berlin, welcher am 22. März vom Landgericht Paderborn wegen Verursachung des Eisenbahnunglücks zu Altenbeken,, fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt wurde.
Ein Polizeibeamter mit langen Fing ern. Der Polizeiwachtmeister R i ch t e r in Eisenach wurde am 24. d. M. vom dortigen Schöfsengericht gemäß dem Anträge des Vertreters der Staatsanwaltschaft zu einer Woche Gefängnis verurteilt, weil er für überführt erachtet wurde, im März d. I. in einem dortigen Delikateßwarengeschäft eine Cervelatwurst gestohlen zu haben. Tas Vorleben Richters erwies sich in der gericyt- lichen Verhandlung als nicht ganz sauber, it cl ist seine Bestechlichkeit von dem Schöffengericht Apolda als erwiesen angesehen worden.
Sport.
Antomobil-Wettrenucu Paris-Wien. Die Abfahrt der Teilnehmer erfolgte am 26. d. Alls, früh von Chambigny. Unter den Startenden befinden sich Fornieur, Girardot und RenSdeKnyff. Tie einzelnen Wagen wurden in Zwischenräumen von 2 Minuten abgelassen. Gleich am Anfang stürzte ein Wagen. Fahrer und Chauffeur wurden verletzt. Gerüchtswelse verlautet, Girardot habe zwei Personen überfahren. Eine soll schwer verletzt sein. In Belfort kam Rens de Knyff als Erster an. Fournier erlitt in Landoeuvre einen Maschinendefekt.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
5. Sonntag nach Trinitatis, den 29. Juni. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde.
Vormittags 9l/a Uhr: Professor D Drew
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Machäusgemeinde. Pfarrer Schlosser.
Die auf den Abend angesagte Versammlung der k o n f i r - mierterr männlichen Jugend der Matthäusge- m e i n d e muß auf nächsten künftigen Sonntag, den 6. Juli verschoben werden. Dagegen findet die Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde Montag, den 30. Juni, statt.
In der Johauneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Am Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibel- besprechung im Konfirmandensaal der Johauneskirche.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 28. Juni.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag den 29. Juni.
6. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Blesse, vor und in derselben Austeilung der hell. Kommunion.
„ , 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.
„ „ 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2'/, Uhr: Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde.
Samstag, den 28. Juni 1902.
Vorabend: 7" Uhr. Morgens: 8^° Uhr. Nachmittags: 4 Uhr: Sch rifterklärung. Sabathausgang: 9" Uhr.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Wetzlar, 27. Juni. Generalmajor Nirrnheim, Kommandeur der 21. Feld-Artillerie-Brigade in Frankfurt a. M., ist heute früh hier gestorben.
London, 27. Juni. „Daily Maik" meldet, daß in Gibraltar ein Aufstand ausgebrochen ist. Die Verpflegung der Truppen ist hierdurch bedeutend erschwert. Man befürchtet den weiteren Ausbruch von Unruhen.
Paris, 27. Juni. Gestern abend ging das Gerücht, Baron Heinrich Rothschild sei das Opfer eines Automobil-Unfalles geworden. Die Familie erhielt jedoch ein Telegramm des Inhalts: Ich bin wohlbehalten in Belfort angekommen. Andererseits wird mttgeteilt, daß
der Wagen Rothschilds tatsächlich bei Langres einen Unfall hatte. Er fuhr mit furchtbarer Gewalt gegen eine geschlossene Msenbahnschranke, wobei der Mechaniker getötet und der Heizer schwer verletzt wurde. Auch )er Mechaniker des Wagens 146 ist auf eine ähnliche Weise ums Leben gekommen.
Madrid, 27. Juni. Das große Pulvermagazin bei Carobouchel, das gestern explodierte, ist dem Erdboden gleich gemacht. Ein großes benachbartes Pulvermagazin, eine Kirche und viele Häuser sind stark beschädigt. 2 Personen find tot, 25 verwundet.
Genua, 27. Juni. An Bord des Dampfers „Duea Gallieva" ist die Bub onenpest ausgebrochen. Der Dampfer wurde mll allen Passagieren nach Asinara in Quarantäne gebracht.
Cettinje, 27. Juni. Die Vermählung des Prinzen Mirko mit Fräulein Constantinowitsch findet am 12. Juli statt. Die Königin von Italien wird der Ver-, mählungsfeier nicht beiwohnen, da sie sich wegen ihres! Zustandes Schonung auf er leg en muß.
Tarn 0 p 0 l, 27. Juni. Die Exzesse der landwirtschaft> lichen Arbeiter gewinnen an Ausdehnung. In den Ortschaften Janowka und Zagrobela fanden ernste Ausschrevi hingen statt.
Tokio, 27. Juni. In Tchelkado auf Korea ist eint Meuterei ausgebrochen. Drei japanische Einwohner wurden anläßlich eines Streites bei Eintreibung der Steuer getötet. In einer anderen Ortschaft wurden aus dem gleichen Anlaß sechs japanische Fischer ermordet. Man erwartet infolgedessen das Eingreifen der Regierung.
Die Krankheit des Königs Eduard.
London, 27. Juni. Der König befand sich verhältnismäßig wohl uud hat neuen Muth gefaßt. Er hat bisher nur die Königin, den Prinzen von Wales und seine 3 Töchter gesehen. Er ist bemüht, seine Leiden mit Standhaftigkeit zu tragen und seine Familie durch hoffnungsvolle Stimmung zu ermuthigen. Es steht fest, daß er schon geraume Zeit vor der Krönung erhebliche Schmerzen ausgestanden hat. Der dem Absceß entnommene faulige Eiter wog P/g Pfund. — Der Bankfeiertag wurde gestern, obwohl die meisten Geschäfte geöffnet blieben, von großen Menschenmengen mit ziemlich ungestörter Lebhaftigkell in und um London festlich begangen. Die verhältnißig günstigen Bulletins trugen zu der gehobenen Stimmung der Bevölkerung bei. Der Umstand, daß der Prinz und die Prinzessin von Wales einem im Marlborugh-House angesetzten Festschmause für 1300 arme Londoner Schulkinder in festlicher Stimmung beiwohnten, wurde als günstiges Symptom ausgelegt. Der Prinz von Wales fuhr nachm. zum König und auch Prinz Heinrich von Preußen sprach im Palast vor, um denMtt- gliedern der kgl. Familie seine und des Kaisers Freude über den bisherigen guten Verlauf der Krankheit auszudrücken. Wie gerüchtweise verlautet, soll Kaiser Wilhelm den Wunsch ausgesprochen haben, nach London zu kommen, um seinen Onkel zu sehen. Man habe chn jedoch gebeten, vorläufig davon abzusehen.
London, 27. Juni. Die heutigen Morgenblätter verzeichnen übereinstimmend die Ansicht der Aerzte, daß die Krisis erst am Sonntag eine entscheidende Wendung nehmen werde. — Die Blätter versichern, daß die Behörden Vorkehrungen treffen, eine Truppenschau über die Kolonialtruppen zu organisieren. Andererseits wird berichtet, daß bei der Rückkehr Kitcheners große Feste stattsinden werden, und daß sich sämtliche Truppen, die an der Krönungsfeier teilnehmen sollten, gelegentlich der Ankunft Kitcheners an dem Umzuge beteiligen werden. Dieser Umzug soll dann als Ersatz für den ausgefallenen Umzug bei der Krönungsfeier gelten. — Während des Gottesdienstes, den der Bischof von Rochester für die Genesung des Königs abhielt, erklärte dieser in seiner Rede, die Regierung verdiene V 0 r w ü r f e wegen ihrer Haltung gelegentlich der Erkrankung des Königs. Eine Regierung' habe nicht das Recht, das Volk in einer sb wichtigen Frage zu täuschen, sondern sie müsse die nackte Wahrheit sagen.
* Kiel, 27. Juni. Zwischen dem Kaiser und dem Lon» doner Hof besteht ein reger telegraphischer Verkehr. Die eingegangenen Nachrichten lauten, die Situation sei unverändert, die Lage nach wie vor ernst. Auch Persönlichketten aus England erhielten gleiche Nachrichten. Einige der gut informierten Personen, die aus sportlichen Interessen in Kiel sind, hatten das Unterleibsleiden des Königs für unhellbar.
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt a. JÄ., 25. Juni 1902.
37ao/o Reicheanlelhe . . 101.55 30/0 do. ... 99.65 37,0/0 Konsole .... 101.80 30/0 do......99.25
3 ‘/a°/n Hessen .... 102.85 31 /i% Oberhessen . . . 101.75 4-6 Oesterr. Goldretne . . 101.70 4l/a% Oesterr. Silberrente 102.60 45L Ungar. Goldrente . . —.— 4°/j Italien. Rente . . . —.— 4*/a% Portugiesen . . . 46.25 »o/ü Portugiesen. .... 29.70 1% C. Türken .... 26.30 Türkenlose ...... 111.20 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.30
4'1,% äussere Argentiner
8% Mexikaner .... 25.60 4,/b7o Chinesen .... 90.65 Electric. ßchuckert . . . 103.50 Nordd. Lloyd . . . . 107.80
Kreditaktien , . . . 211.40
Diskonto-Kommandit. . . 184.25 Darmstädter Bank . » . 136.90 Dresdener Bank .... 144.10 Berliner Handelsges. . . 155.60 Oesterr. Staatsbahn . . . 150.70 Lombarden . . . . . 18.10 Gotthardbahn ..... 170.20 Laurahütte...... 204.00
Bochum.......195.00
Harpener......175.30
Tendenz: schwach.
Sicherem Vernehmen nach wird die rühmlichst bekannte, 50 Musiker starke Kapelle der Badischen Leibgrenadiere aus Karlsruhe unter Leitung des weit über die Grenzen unseres deutschen Vaterlandes bekannten und hochverehrten Königl. Musikdirektors Adolf Boettge Sonntag, den 6. Juli in Steins Garten, Nachmittag mrd Abend rwei hochinteressante Konzerte veranstalten. Das Programm bringt Nationalmusik aus aller Herren Länder mit Benützung der erforderlichen, eigens hierfür konstruierten Instrumente. Nach jedem Abschnitt wird die betreffende Nationalhymne gespielt.
Kinderwagen, Sportwagen
wegen vorgerückter Saison billigst 4724
tSLngust Kilbiüffer.


