Die Heutige Mummer umfaßt 12 Seiten
Nr. 73
Erscheint täglich außer Sonntags.
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Rotationsdruck u. Vo» lag der Brü h l'schen Univers.-Buch- u.Steur- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schul st ratze 7.
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FervsprcchanschlnßNr.51.
im 47. Lebensjahre. Er ist Dr. jur. und Rittmeister a la suite der Armee mit der Uniform des Königs-Husarenregirnents, ein talentvoller Komponist. Als er vor einigen Jahren von nationalen Reichstagswählern des Fürstentums Reuß j. L. aufgefordert wurde, zum Reichstag zu kandidieren, oll er so charakteristisch als scherzhaft geäußert haben- ,Ja, meine Herren, oas wäre ja ganz schön, dann könnte ch ja aber nicht mehr komponieren?"
das „BroLwucher"^Äeschrei der Sozialdemokraten mischten sich Rufe wie „Eitel Dun st und Schwindel!" „Das Judentum ist der Träger des Wuchertums auf dem Lande!" „Der südafrikanische Krieg ist ein Judenkrieg!" usw. Der Tumult wurde so groß» daß die Polizei einschreiten mußte. Der Redner schloß schleunigst die Versammlung. Das Lied „Deutschland, Deutsche land über alles" wurde von den Anwesenden mit der Arbeitermarseillaise erwidert. Nur dem energischen und besonnenen Einschreiten der Polizei war es zu verdanken, daß die erhitzten und verhetzten Gemüter nicht aufeinander prallten.
Dresden, 26. März. Staatssekretär Graf Posa- dowsky ist gestern hier ein getroffen und hatte heute eine mehrstündige Konferenz mit dem Ministerpräsidenten v. Metz sch und dem Finanzminister Dr. Rüger. Es ist anzunehmen, daß es sich bei dieser Konferenz um die Frage oer Reichs-Steuer-Reform und der M a t r i - kular-Beiträge handelt. In der zweiten sächsischen Kammer war vor kurzem aus Anlaß der Beschwerdeführung des Abg. Hausse über dos allzu schnelle Anwachsen des Matrikular-Beitrages Sachsens von der sächsischen Regierung die Zusage gegeben worden, sie werde im Sinne der zweiten Kammer auf eine baldige Rcichs-Finanz-Resorm dringen.
Stuttgart, 26. März. Dem „Staats-Anz." zufolge ist der königlich preußische Generalleutnant von Hugo, bisher Kommandeur der 7. Division in Magdeburg, mit der Führung des würtembergischen Armee-Korps beauf- tragt worden.
Deutsches Mich.
Berlin, 26. März. Der Kaiser nahm heute das für das Reichstagsgebäude bestimmte Gemälde: „DasRoß- thor in Tangermünde" im Atelier des Pros. Hertel in Augenschein und machte dann einen Besuch im Atelier des Bildhauers Pros. Walter Schott. (Später hörte er die Borträge des Chefs des Eivilkabinetts v. Lucanus und des Ministers des Innern, Frhrn. v. Hammerstein.
— Die „Köln. Ztg." meldet auch Aachen : Der Besuch des Kaisers wird am 20. Juni erfolgen. Der Aufenthalt dürfte nur drei Tage dauern.
— lieber den GesundyeitsEstand des Königs Otto v o n B a y e i n ist, nach einer Meldung aus München, heute die offiziöse Mitteilung ergangen, daß in der Krankheit, an der der Monarch leidet, keine Veränderung eingetreten sei.
— Der Reichskanzler übernahm den Ehrenvorsitz über das deutsche Zentralkomitee zur Errichtung von Lungenheil st ätten.
— Dem Reichstagsabg. v. Le v e tz o w ist die Chinadenk- münze ans Stahl verliehen worden.
— Der vortr. Rat un preuß. Kultusmunstermm Geh. Oberregierungsrat Förster ist zum Ministerialdirektor und Wirkt. Gey. Ober-Regierungsrat mit dem Range der Räte erster Klasse ernannt. , . ,, , m
Köln, 26. März. In einer gestern stattgehabten Volksversammlung, in der Reichstagsabg. Liebermann von S o n n e n v e r g über den Verzweiflungskampf der schaffenden Stände um ihre Existenz sprach, erhob sich während der Ausführungen des Redners eine wü st e Schreierei. In
Sine Wiederlage Delareys.
Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 25. März: Mehrere Kolonnen Berittener unternahmen am 23. März abends ohne Geschütze oder irgendwelche Bagage eine kom-> dinierte Bewegung gegen Delarey. Die Kolonnen von Oberst Kekewich und General Walter Kitchener erbeuteten drei FünfzehnPsünder, zwei Pompons, machten 135 Gefangene und erbeuteten eine Menge Magen und Vieh. Die Truppen legten in 24 Stunden 80 Meilen zurück.
Unleugbar ein bemerkenswerter englischer Erfolg zu Ungunsten der Delareyschen Streitkräfte! Diese Meldung hat in London selbstverständlich freudige Aufregung verursacht. Ueber die Einzelheiten des Kampfes verlautet, daß nach 24stündigen Gewaltmärschen die berittenen englischen Kolonnen sich vereinigten und Delarey bei Tagesanbruch an* griffen. Delareys Truppen wurden überrumpelt. — Es wurden also die fünf Geschütze von den Engländern wieder erbeutet, die Delarey Lord Methuen bei Tweebosch abgenommen hat. Die Verluste an Toten und Verwundeten auf englischer sowohl wie aus der Burenseite sind noch nicht bekannt. Tie Buren, heißt es, verteidigten sich energisch. Englischer seit s sollen die Verluste ziemlich bedeutend sein. In Londoner Finanzkreisen herrscht die Ansicht vor, daß dieser Sieg großen Einfluß aus die begonnenen Friedensunterhandlungen ausüben werde und die Buren zur Nachgiebigkeit zwingen dürste. In Burenkveisen glaubt man, daß Delarey im Vertrauen auf den Waffenstillst arid es an der nötigen Vorsicht habe fehlen lassen.
Ta bat sich also Delarey schnöde getäuscht. Zwar ist von englischer Seite viel die Rede von Waffenstillstand gewesen, wohl auch zwischen Lkitchener und Schalk Burger, aber man hatte dabei anderes im Sinne und überrumpelte die auf die Worte der Engländer bauenden Buren. tfJian. gab wohl feine Versicherungen, aber täuschte mit verschieden deutbaren Reden die Ehrlichen, wie jüngst den niederländü- schen Ministerpräsidenten Tr. Kuyper. Das sind nun also böse Ostern für die Buren gewesen. Allerdings kommen auch ein paar den Buren g ü n st i g e Nachrichten > vom Kriegsschauplätze. Kitcheners Verlustliste der vergangenen Woche beweist, daß die Buren nicht nur bei Lyoen- burg, sondern auch an mehreren anderen Orten siegreich geblieben sind. Als bedeutsam wird die Thatsache angesehen, daß Malan und Fouchö aus der Ostecke oer Kap- kolonie nach Ueberwindung großer Hindernisse ins Zentrum der Kapkolonie vorrückten, wo sie durch die Kommandos Maritz und Wessels verstärkt wurden. Tie Buren sollen übrigens im Nordwesten der Kapkolonie eine neue Republik gegründet haben, die das Gebiet von Calvinia bis zum Oranjefluß umfaßt. Diese Nachricht ist zlveiselloS Brüsseler Unsinn.
Inzwischen fahren die Engländer fort zu rüsten. Ca- nada erklärte sich sa.uf Chamberlains Ersuchen bereit, abermals 2000 Mann nach Südafrika zu entsenden, und englische Agenten kaufen in Südrußland fortgesetzt große Mengen für Südafrika bestimmte Pferde auf.
Ter „Daily Expreß" erfährt aus Melbourne: Major Linchan meldete bei seiner Rückkehr aus Kapstadt dem General Hutten und dem Ministerpräsidenten Barton, daß, während er int vorigen Oktober 400 Buschmänner im Ko- mati-Tistrikte kommandierte, die Buren einen seiner Leu t- nants surchbar verstümmelten. Bier australische subalterne Offiziere schwuren, chren Kameraden zu rächen, und ließen, nachdem sie eine Art Kriegsgericht gehalten hatten, bei verschiedenen Gelegenheiten zwölf Buren erschießen. .Der kommandierende General des Diftrktes leitete eine Untersuchung ein, infolge deren Leutnant Whiton aus Victoria yingerichtet und Leutnant Morant aus West-Australien zu drei Monaten Festung in Kapstadt verurteilt wurde. Die Nachricht erregt große Aufregung in Australien. Vermutlich aber waren die Verstummter nicht Buren, sondern Kafsern!
Cecil Rhodes ist am 26. d. M. in Kapstadt ge* stör bi n.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 27. März 1902.
** SOjähriges Doktorjnbiläum. Heute sind 50 Jahre vergangen, seit der Rektor a. D. Dr. phil. Wilhelm Somrner- lad in Frankfurt a. M. an der Universität in Gießen promovierte. Der Jubilar ist im Mai 1861 in den Schuldienst der Stadt Frankfurt a. M. getreten. Er übernahm im Frühjahr 1873 das Rektorat der Liebfrauenschule und trat auf sein Ansuchen im Oktober 1895 in den Ruhestand, wobei ihm der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen wurde. Der Jubilar, geboren 1828 zu Reiskirchen in Hessen, erfreut sich guter Gesundheit und geistiger Frische.
** Von der Universität. Wie uns ein Privattelegramm aus Darmstadt meldet, hat der Großherzog den Primär- arzt der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses der Ellsabethinerinnen in Breslau, Prof. Dr. Pfannenstiel, mit Wirkung vom 16. April zum ordentlichen Professor der medizinischen Fakultät der Landesuniversität und Direktor der Universitätsfrauenklinik ernannt.
* * Das Regierungsblatt Nr. 14, ausgegeben am 26. März, enthält: Bekanntmachung, die Prüfung der Apothekergehilfen, hier die Beschäftigung von Apothekergehilfen mit ausländischen Prüfungszeugnissen in deutschen Apotheten betreffend. Vom 15. März 1902.
* * Bahuhofsumbau. Die Unterführung für den Personenverkehr auf dem Bahnsteig Gelnhausen soll, wie wir hören, bis zum 1. Ostertag fertig gestellt sein.
* * Von btt Eisenbahn. Seit etwa 14 Tagen haben die Arbeiten zur Erweiterung des durch Erdrutschungen gefährdeten Einschnittes zwischen Gi e ß en und Großen lind en ihren Anfang genommen. Der Einschnitt wird auf beiden Seiten des Bahnkörpers etwa 5—10 Mtr. erweitert. Die gefährdete Stelle ist 1—2 Klm. lang. Die Arbeiten sind auf die Dauer von drei Jahren verteilt, da für Ausgaben in jedem Jahre nur 20-—25 000 Mark vorgesehen sind. Die Erdmassen werden mittels Rollwagen auf Gelände gebracht, das die Bahnverwaltung von der Gemeinde Großenlinden erworben hat. Unternehmer Rosenthal aus Kreuznach führt die Arbeiten aus. Die Arbeiter sind größenteils Kroaten. Gegenwärtig gehen die Arbeiten infolge der Ungunst der Witterung nur sehr langsam vorwärts. Der Boden bearbeitet sich nicht besonders gut, da er zum größten Teil aus Lett besteht.
• • Omnibus-Gesellschaft. Auf die heute abend 8Vs Uhr im „Cafä Bavaria" (Feidel) stattfindende Generalversammlung der hiesigen Omnibus-Gesellschaft sei auch an dieser Stelle nochmals besonders aufiuerffam gemacht. Wenn unser Berichterstatter recht unterrichtet ist, dürste ein Antrag auf Liquidation der Gesellschaft eingebracht werden, indem trotz Zuschusses der Stadt das Unternehlnen nicht rentabel ist.
** Restaurant Kaiserhof. Die schönen Lokalitäten des „Kaiserhofes" gehen, lüic wir erfahren, zum 1. April nach langwierigen Unterhandlungen der Beteiligten in die bewährten Hände des bisherigen Pächters des „Cafs Leib", Herrn Ferd. Harnickel, über. Der mit dem seitherigen Pächter, Herrn ©tegmann, abgeschlossene Vertrag ist auf gütlichem Wege zu diesem Zeitpunkt aufgehoben ivorden. Wie wir weiter erfahren, wird, wie bisher, im „Kaiserhof" sowohl das Bier der Aktienbrauerei Gießen wie der Brauerei Denning- hoff zum Ausschank gelangen.
** Schlechtes O sterwette r. Die Hoffnung, daß der Frühling ebenso schön, wie er angesangen hat, auch in seinem Weiteren Verlauf sein möchte, scheint fiel) nicht verwirklichen zu wollen, und mit den Aussichten auf Spaziergänge während der Ostertage sieht es recht irüb aus. Bereits seit Ende der vorigen Woche hat es fast täglich, wenn auch mit Unterbrechungen, geregnet, und seit gestern ist der Regen ab und zu sogar mit Schnee und Hagel untermischt. Es scheint, daß wir in eine Regenperiode hineingekommen sind; und auch das Barometer, das seit gestern zwar langsam, aber stecig fällt, macht uns keine Hoffnung aus besseres Wetter. Immerhin sind wir in Gießen und der näheren Umgebung noch besser daran, als andere Gegenden. So meldet uns unser ^Korrespondent aus dem oberen Vogelsberg, daß sich das Wetter dort wieder recht winterlich gestaltet bat. Es habe tüchtig geschneit und seit einigen Tagen sei es aiul) recht stürmisch. — Unser k-Korrespondent meldet aus Ranstadt, daü gestern nachmittag über die dortige Gegend ein Hagelschauer niederging, der mit schweren elektischen Entladungen verbunden war. Ein Blitzstrahl sei in eine Pappel gefahren, habe diese zerschmettert und auch ein darunter befindliches Huhn getötet. — Aus Lampertheim kommt die Nachricht, däß dort am Dienstag ein starker Sturm gewütet habe. Aua) ein anhaltendes Hagelwetter sei niedergegangen. — Ebenso wurde, wie W. T. B. meldender südliche Laubaner Kreis am Dienstag von einem schweren Gewitter heimgesucht, bei dem der Wirtschaftsbesitzer Seidel in Neugersdorf vomBlitz erschlagen wurde.
• * Mißbrauch mit Rückfahrkarten. Daß die neuere Be-
Zweites Blatt. ISS. Jahrgang Donnerstag SV. März 1902
V VezngSpretSr
/PJMKy A monatlich 7bPs., viertel»
ifilW ▼ rNr H ▼ . jährlich Mk. 2.20; durch
Gietzener,Anzeiger m
General-Anzeiger v w
v -*7 Jur den uoht. u. allgem.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM V I KP zeigenteil: Hans Beck.
Ausland.
Paris, 26. März. Die franz ösische Regierung kaufte die im diesjährigen „Pariser Salon" zur Ausstellung gelangenden PortrattL der Aiadame Roosevelt crnd Miß Alice Roosevelt an, um sie dem Präsidenten Roosevelt zu schenken. Das Pottrait der Frau Roosevelt ist für den Hauptsaal des Weißen Hauses, das Pottrait der Miß Alice ist für das Arbeitszimmer des Präsidenten bestimmt. (Der „Pariser Salon" ist eine alljährlich im Frühjahr veranstaltete Gemäldeausstellung. Herr Loubet beabsichtigt also, angesichts der deutschen Prinzenreise nach Amerika, sich bei seinem Kollegen Roosevelt in angenehme Erinnerung zu bringen. D. Red. d. Gieß. Anz.)
Krakau, 26. März. Der „Nowa Reformer" meldet aus Warschau: Die Beziehungen zu preußischen Agenten hatte Oberst Grimm vor sechs Jahren angeknüpft und im ersten Jahre ein Gehalt von 40000 Rbl. erhalten, die jedoch, da man von Grimm noch mehr verlangte, im Laufe der Jahre auf 12 000 Rubel reduziert wurden. Er war wegen dieser Behandlung unzufrieden nnd knüpfte deshalb Verbindung mit einer anderen Macht an. Entgegen den Meldungen französischer Blätter, der französische Generalstab sei auf die Spuren von Gttmms Machinationen gekommen, wird festgestellt, daß dies der Militärattache in Wien, Woronin, gewesen sei.
Belgrad, 26. März. Die Hofdame der Königin, Frl. Petrovijewitsch, wird binnen Monatsfrist ihrer Stellung enthoben und statt ihrer eine Frau zur Hofdame ernannt werden, weil die Königin in gesegneten Umständen sei und der Gesellschaft einer verheirateten Dame bedürfe. (Dame Draga hott also nicht auf, ihr süßes Saschachen auf seinem Dhrönchen an dem Näschen herumzuführen. D. Red. des Gieß. Anz.)
Sofia, 26. März. Einer Blättermeldung zufolge werde der Fürst von Bulgarien, einer Einladung des Kaisers von Rußland entsprechend, im August den russischen Manövern beiwohnen; infolgedessen wurde die Schipkafeier auf den Monat September vertagt. — Es verlautet, die Reise des Ministerpräsidenten Da new nach Petersburg bezwecke, den maßgebenden Personen über die finanzielle und politische Lage Bulgariens mündlich zu berichten.
Valitijche Tagesschau.
In den Fürstentümern Reuß
geht das Gerücht, daß unter Leitung deS Fürsten Heinrich XIV. von Reuß j. L. vor etlichen Wochen auf dem Resideuzschlvsse Ostersteiu bei Gera ein Familienrat des fürstlichen Hauses Reuß abgehalten worden fei, der sich mit der Frage einer etwaigen Regentschaft in Reuß ä. L. beschästtgt habe. Dort ist neben dem zur Zeit nicht unbedenklich erkrankten 56jährigen regierenden Fürsten Heinrich XXII. als einziger männlicher Sproß der Familie der 24jährige, geistesschwache, körperlich aber kerngesunde Erbprinz Heinrich XXIV. vorhanden, sodaß die Möglichkeit des Eintritts einer Regentschaft nicht ausgeschlossen erscheint. Nach der Verfassung von Reuß ä. L. ist bei der jetzt vorhandenen Sachlage der nächste volljährrge und regierungsfähige Agnat des fürstlichen Gesamthanses Reuß zur Regentschaft berufen. Wie man hört, totrb dies Fürst Heinrich XXIV. von Reuß-Köstritz, das Haupt der Paragiatslinie Reuß- Schleiz-Köstritz sein, der sämtlich im Heere stehenden zahlreichen Prinzen Reuß angehören. Fürst Heinrich XXIV. ist durch seine verstorbene Mutter Luise, verwitwete Pttn- zessin von Sachsen-Altenburg, geborene Prinzessin Reußä L, ein naher Verwandter des jetzt regierenden Fürsten Heinrich XXII. von Reuß ä. L. Er residiert abwechselnd in Köstritz und in Ernstbrunn in Oesterreich, ist verehelicht mit Elisabeth, geb. Prinzessin Reuß-Schleiz-Köstritz, und steht


