scheu Schulanstalteu feierten größtenteils diesen FreudenLag bereits am Samstag. .
Der Eriegerverein Beging am Samstagabend die Feier' von Kaisers Geburtstag gleichzeitig mit seinem Stiftungsfest in Steins Saalbau. Tas Fest war sehr gut besucht. Viele Teilnehmer konnten nur noch im kleinen Saale Platz linden. 3u der Feier waren erschienen der Bezirkskoni- mandeilr Oberstleutnant v. Mosch und zahlreiche Offiziere oes Aeurlaubtenstandes, eine Deputation des hiesigen Offizierlorps und Oberstleutnant v. N o r m a n n. Die Ber- ivaltungsbehörde war vertreten durch Regierungsrat Dr. Wagner. Auch viele Ehrenmitglieder des Vereins nahmen an der Feier teil. Das Programm bot große Abwechslung and fesselte die Aufmerksamkeit der Zuhörer bis zum Schluß des offiziellen Teiles. Ter von Bildhauer Ehr. £ e f) r d. I. gedichtete Prolog wurde von Frl. Roh le der recht wirkungsvoll zum Vortrag gebracht. Im Anschluß an die Festrede überreichte der Vorsitzende, Amtsrichter Wiener, Diplome für 25 jährige Mitgliedschaft an die Manieraben Förtsch,Hofmann,Heß,Klingelhöfer,Mel ch er und Schönhals. Tie beiden Theaterstücke wurden flott gespielt: die Darsteller ernteten den verdienten Beifall. Die komischen Vorträge der Herren Stimmer und Heiin wirkten unwiderstehlich auf die Lachmuskeln der Zuhörer. DenGlanz- punlt des Festes bildeten die schönen ChorgesLuge des Bauerschen Gesangvereins, bei denen sich die gute Schulung der Sänger und die Meisterschaft des Dirigenten Polster im hellsten Lichte zeigten. An die offizielle Feier schloß sich der übliche Tairz an, der die Festteilnehmer bis in die frühen Morgenstunden zusammenhielt.
— Klein-Linden, 26. Jan. Bestem abend beging unser Kriegerverein den Geburtstag des Kaisers in schöner, würdiger Weise. Die Festrede, in der Wilhelm II. als Friedens- kaiser gefeiert wurde, klang in einem Hurrah auf Kaiser und Großherzog aus. In einer anderen Ansprache wurde die Not der Buren und hauptsächlich das Elend in den Kon- zentrationslagem in zu Herzen gehenden Worten geschildert, und die Festversammlung aufgefordert, ihr Scherflein zur Linderung der Not beizutragen. Ein Brief von einem Kameraden, der verhindert war, an der Feier teilzunehmen und deshalb einen namhaften Betrag sandte, wurde verlesen und mit Beifall ausgenommen. Die Sammlung ergab 33,50 Mark. Das Programm der Feier enthielt im ganzen sechs Theater- und Solostücke, die sämtlich sehr beifällig ausgenommen wurden. Am Nachmittag schloß sich im Festsaal „zur Deutschen Eiche" noch eine kleine Nachfeier an, bei der wieder einige Theaterstücke aufgeführt und mehrere Toaste ausgebracht mürben. Ein Kamerad verlas zwei auf Buren und Engländer, Ohm Kruger und Ehamberlain bezügliche Gedichte und appellierte nochmals an die Herzen der Anwesenden. Er that keine Fehlbitte, und so stieg der Gesammtbetrag der Sammlung auf 40,10 Mark.
e. Garbenteich, 27. Jan. Der Krieger-Verein Garbenteich feierte am Samstag in dem festlich geschmückten Saale von I. Lotz das Geburtsfest des Kaisers, nachdem am Vormittag große Kirchenparade stattgefunden hatte. Präsident K a l b a ch brachte das Kaiserhoch aus, das begeistert ausgenommen wurde. Das Fest, das bis zum Morgengrauen dauerte, nahm einen sehr schönen Verlauf. Küche und Keller von I. Lotz boten Vorzügliches, ebenso ließ die Bedienung nichts zu wünschen übrig.
et Butzbach, 26. Jan. Der hiesige Kriegerverein beging am Samstag seine Kaisers eier in den Räumen des Hessischen Hofes. Einer begeisterten Ansprache folgten die Auf- fühmng zweier hübscher Einakter, und der Vortrag mehrerer Couplets. Ein fröhlicher Tanz bildete den Schluß der glänzenden Feier. Während in der Volksschule schon am Samstag in den einzelnen Klassen des Kaisers gedacht wurde, begeht die Realschule am Montag die Geburtstagsfeier des Monarchen, bei der Direktor Jäger die Festrede hält.
b. Eberstadt, 26. Jan. Im Saale des Herrn Görlach hielt heute im Kriegerverein Lehrer Storch aus Butzbach einen Vortrag über das Siegesdenlmal bei Leipzig und die Völkerschlacht. Vorher gedachte er des Kaisers, der am Montag seinen 43. Geburtstag feiert.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Main z. 25. Jan. Die Aktiengesellschaft Main- kette beschloß in ihrer Generalversammlung, in der 865 Aktien vertreten waren, die Herabsetzung des Grundkapitals zum Zwecke der teilweisen Rückzahlung um den Betrag von 600 000 Mk. in der Weise, daß je fünf Aktien in zwei zusammengelegt werden. Ferner wurde in der Generalversammlung mitgeteilt, daß die Großh. Regierung das Aufsichtsrecht über die Gesellschaft auch, fernerhin ausübt. In den Aufsichtsrat wurde Bankier Bamberger aus Mainz neu gewählt.
Gelsenkirchener Gußstahl- und Eisenwerke. Es wird mitgeteilt, daß das Werk in allen Betrieben voll beschäftigt ist, jedoch zu Preisen, die kaum die Selbstkosten decken. Eine Besserung in dieser Beziehung nrirb erst zu erwarten sein, wenn der Stahlguß-Verband zu stände gekommen ist, was immerhin noch ein bis zwei Monate anstehen wird.
Rom, 26. Jan. Tie Gründung einer neuen großen italieni^en Schiffahrts-Gesellschaft, die den handel zwischen Italien und dem äußersten Osten vermitteln soll, soll unmittelbar bevorstehen. Die Regierung hat bereits iede rZorderung des Unternehmens zugesagt.
Wien, 26. Jan. Zur Konsolidierung der 18 Millionen Mronen Betragenden schwebenden Schuld beabsichtigt die n6 0.9esellschaft die Emission von
6 000Oneuen Aktien, die durch die Niederösterreichische Eskompt-Geiellichaft emittiert werden sollen.
Newyork, 26. Jan. Großes Aufsehen in Handelsund Finanzkreisen erregt die Mitteilung, daß Gary, der Vorstand des Direktoriums der United States Steel Corporation zum Vorstand des Direktoriums der Allis-Chalmers Comvomy gewählt wurde Man schließt daraus, daß die Lteel-Gefellfchaft beabsichtigt, einen weiteren Geschäftszweig % autzunehmen. Tatsächlich bedeutet die
Wah^ Garys das Aufgehen der Allis Chalmers Company in die States Steel-Gesellschaft.
31/2^ Anleihe d e r St ad t Bonn. Von der bereits wiederholt erwähnten, genehmigten Anleihe von 6 Mill- S?rV9Qnail9Cn b". 4 Mill, zum Kurse von
Mk. 97 80o,o zur Subskription. Die Tilgung der Anleihe erfolgt von 1908 ab mit mindestens 1’ ,oo des Kapitals durch Rückkauf oder Verlosung.
. Zur Krisis im Holzhandel und der Holzindustrie haben wir schon mit geteilt, daß mehrere
Großhändler mit bedeutenden Passiven in Zahlungsstockung geraten sind. Nun ist auch die Holzindustrie Akt.-Ges. zu Gossenthin gezwungen, ihr Aktienkapital von Mark 2 Millionen auf Mark 500 000 herabzusetzen.
Minenaktien. Obwohl der südafrikanische Krieg noch nicht beendigt ist, und auch so bald nicht beendigt ein wird, so hat doch die Spekulation in Namenaktien einen so hohen Grad erreicht, als beständen in der Transvaalrepublik wieder durchaus geordnete Verhältnisse. Gerade in Teutschland ist die Spekulation in Minenakt nm. eine bedeutende, weit bedeutender als geglaubt wird, und nicht zum mindesten sind es Kleinkapitalisten, die auf diesem recht gefährlichen Gebiete ihr Glück versuchen- An den deutschen Börsen sind bekanntlich Minenaktien nicht eingeführt, und die Börsenmaller führen die ihnen erteilten Aufträge in London und Paris aus. Um nun den „Liebhabern" den Verkehr zu erleichtern, werden demnächst die Minenaktien an den Schweizer Börsen eingeführt werden und es ist vorauszufehen, daß besonders der Platz Basel reichlich mit Aufträgen versehen wird- Tarin liegt eine große Gefahr, da viele dieser 1 Lstr.-Sharss zu den Schwindelpapieren gerechnet werden müssen und der Laie nur schwer zwischen guten und schlechten Papieren dieser Art zu unterscheiden vermag- Es ist dann große Vorsicht geboten, und wir werden daher von Zeit zu Zeit Gelegen- heit nehmen, auf zweifelhafte Papiere dieser Art aufmerksam zu machen und das Kapitel der Minenaktien öfters zu beleuchten-
Die neuen inländischen Anleihen- Ueber den Modus der Zuteilung hört man, daß es den Zweiganstalten überlassen wird, die seriösen Zeichner herauszufinden, denen eine Bevorzugung bei der Zuteilung seitens des Reiches resp- Preußens zu gewähren fein würde. An Reichsanleihe werden 1—4 pCt-, an Preußischen Konsols 2 pCt- der Zeichnungsbeträge zugetellt.
Aussichts-Behörde für Hypothekenbanken- Die Nachricht der „Voss. Ztg.", daß die Regierung beabsichtigt, eine Aufsichtsbehörde für Hypothekenbanken einzurichten, wird nun von dem Blatte selbst dementiert-
Kunst und Wissenschaft.
Frankfurt a. M., 26. Jan. Das heutige erste Gastspiel des Herrn Coquelin und seines Künstlerensembles sand vor völlig ausverkauftem Hause statt. Gegeben wurden Augiers „L’Aventariere- unb der Einakter „La joie fair peur“ von Mme. be Girarbin. Nach jedem Aktschluß erscholl enthusiastischer Beifall. Besonbers Coquelin würbe stürmisch gerufen und durch einen Lorbeerkranz ausgezeichnet.
— Wilhelm Meyer-Försters „Alt-Heidelberg" hatte, wie man vom 25. d. M. aus Wien meldet, am Deutschen Dolkstheater vor überfülltem Hanse einen stürmischen Erfolg. Die Verherrlichung des alten Studententums begeisterte die Wiener und die eingestreuten Lieder riesen Beifallsstürme hervor. Die studentischen Statisten wurden alle von Mitgliedern der hiesigen Corps und Burschenschaft dargestellt. Die Mitglieder der Burschenschaft „Liberias" hielten die schönsten Logen im Hause besetzt.
Petersburg, 25. Jan. Die Mitglieder der von der geographischen Geselifchaft zur Erforschung Zentral-Asiens entsandten Expedition unter dem Stabskapitän Koslow sind nach Petersburg zurückgekehrt. Die Expedition hat reiche Sammlungen mitgebracht.
Pflicht. Heer nnd Doll find bei uns eins. Im Heer verkörpert sich die Geschichte memeS Landes. Mögen die neuen Namen, die ich hiermit verleihe, das Bewußtsem lebendig erhalten, daß dos Deutsche Reich geschaffen ist durch die Tüchtigkeit der einzelnen Glieder seiaes Volkes und daß es die Pflicht jedes Au. gehöri cu meines Heeres ist, seinen Stamm und seine Heimat im Wetteifer mit den andern zu Ehren zu bringen. Möge den Truppenteilen hieraus em neuer Ansporn erwachsen zur Pfleg« des G.'iiteS. der allein ein Heer groß nnd siegreich macht.
Berlin, 27. Jan. Das Mitglied des Reichstags und Herrenhauses Graf Kliukowstroem ist gestern ftüh ge- torben.
Berlin, 27. Jan. Rach Nuterschlagung amtlicher Gckdcr in Höhe von 8000Mk. ist der Postsekretär Wirsing beim Haupt-Fernsprechamt flüchtig geworden.
Ludwigshafen a. Rh., 27. Jan. Gestern vormittag 9 Uhr stürzte sich der verheiratete SchuhfabrikantSehtlaceck von der Brücke in den Rhein nnd zerschmetterte sich den Schädel an einem Brückenpfeiler, auf dem er auch liegen blieb. Er war 36 Jahre alt und aas Pirmasens gebürtig.
London, 27. Jan. In einer Depesche Kitcheners von gestern wird die Gefangennahme Ben Viljoens bestä- tigt und hinzugefügt, daß diese Gefangennahme zweifellos auf d.e Buren einen großen Eindr..ck machen werde. In der äepesche wird gleichzeitig gemeldet, baß unter den von den Nationalschntzeu südlich von Middelburg gemachten Gefangenen fich Kommandant Haus Botha befinde.
Teplitz, 27 Jan. Der Kanzleidieuer der Antouieuzeche, Kleinanjezki, wurde erschlagen aufgefuudeu. Derselbe hatte einen Betrag von 1900 Kronen bei fich. Von dem Mörder fehlt jede Spur.
New-York, 26. Jan. Der bevorstehende Besuch des Prinzen Heinrich belebt die Thätigkeit des Kongreffes auf dem Gebiete der Anarchisten Gesetzgebung. Ein AuS- schuß des Repräsentantenhauses votierte äußerst scharfe Strafen gegen Attentäter. Die Anstifter werden den Thäteru vollkommen gleich geachtet. Den Anarchisten fall die Landung verwehrt werden Wenn sie trotzdem gelandet sein sollten, erfolgt die Doportation in das Heimatland. Dennoch Plauen die hiesigen Anarchisten Demonstrationen am Abend des Eintreffens des Prinzen Heinrich. Die Polizei will aber während des Prinzen-Besuches nichts Derartiges dulden. Um dem Prmzen auch die Bekanntschaft mit den führenden Industriellen des Landes zu vermitteln, hat sich hier ein spezielles Empfangs- Komitee gebildet, dem der Präsident der Handelskammer, Jesup, ferner Nockeseller, Vanderbildt, Morgan, Goldberger, sowie fiebeu andere erste Repräsentanten des Handels und der Industrie cm- pehören. Diese veranstalten cm Festmahl am 26. Februar, wozu an 120 hervorragende Vertreter der Industrie im gaozeu Laude herangezogen werden. Prinz Heinrich, der bereits durch den Botschafter v. Holleben seine Teilnahme an dem Festmahle zu- gesagt hat, dürfte hierdurch einer wirtschafts-politischeu Verständigung nützen. — Die Kaiser-Yacht erhält den Namen Rheiugold. Die Taufe erfolgt mit deutschem Schaumwein.
^literarische Neuerscheinungen.
(Besprechung vorbehalten.)
Kürschner, Jos., Kaiser Wilhelm L als Soldat und Seemann. Zugleich Geschichte des Reichsheeres und der Flotte seit 1871. Ern Jubiläumsstück für das deutsche Volk. Mit Beiträgen von Karl Baron v. Beaulieu-Marconnay re. re. Fol. (XVi, 406 S.) Berlin, C. M. Weller. Geb. 5 Alk., für Militärs 3.50 Alk.
Gerichtssaal.
Köln, 25. Jan. Im Prozeß gegen Dr. Schulze und die „Köln. Ztg." stellte der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Gammers- dach, fest, daß Dr. Schulze nicht verantwortlich sei für den Bericht der „Köln. Ztg.", der teilweise auf Mißverständnis von Seiten des Berichterstatters zurückzuführen sei. Dr. Schulze sei in eine ungeheizte Zelle gesperrt worden. Erfror und fühlte sich als Rekonvaleszent krank. Daß Schulze zum Waschen, da die Zelle keine entsprechende Vorrichtung hatte, mit Vagabunden zusammen antreten mußte, ist bewiesen; ebenso war es beim Kaffeeholen. Abends hatte Schulze nichts bekommen, morgens den Kaffee ausgeschlagen, und im Augenblick, wo das Mittagessen verteilt wird, muß er zum Gericht. Besser wäre es jedenfalls, wenn Leute, die mittags zum Richter müssen, vorher ihr Essen bekämen. Wahr ist auch, daß Dr. Schulze infolge eines Kompetenzstreites .zwischen der Staatsanwaltschaft in Köln und in Elberfeld acht Tage länger sitzen mußte. Die Verzögerung der Selbstbeköstigung wird die Regierung sich hoffentlich merken. Die Beschwerden sind im Großen uod Ganzen als auf richtigen Darstellungen ruhend bewiesen. Der Verteidiger stellt schließlich den Antrag auf Freisprechung. Tie Strafkammer verhängte über Dr. Schulze eine Geldstrafe von 150, über Chefredaktenr Dr. Posse eine solche von 300 Mk. Beide Angeklagte werden gegen dieses Urteil Revision einlegen.
— Unlauterer Wettbewerb im Zeitungswesen. Eine un= längst vom Reichsgericht gefällte Entscheidung spricht sich dahin aus, daß öffentliche Mitteilungen über die Höhe der Zeitungs- auflaae der Abonnentenzahl zu entsprechen haben. Wenn also z. B. eine Zeitung schreibt, daß ihre Auflage 3000 ist, während sie kaum die Hälfte an Abonnenten haben dürfte, so ist das unlauterer Wettbewerb und gesetzlich strafbar, weil dadurch bei den Lesern und Inserenten unwahre Vorstellungen heroorgerufen werden.
"Landwirtschaft.
— Das Organ der hessischen Bauernvereine führt die Mißerfolge des Bundes der Landwirte u. a. darauf zurück, „daß seitens des Bundes mit vollständig ungeschulten und mit den hessischen Verhältnissen unbekannten, meist auf dem Wege des Zeitungsinserats gefundenen Agitatoren die Agitation geführt wird. So wird von Lollar berichtet, daß in einer daselbst vom Bunde der Landwirte einberufenen Versammlung einstimmig eine Resolution gegen die Zollerhöhung angenommen wurde, zu welcher auch der Agitator des Bundes der Landwirte feine Zu- stimmung gab. _____________________
Neue>le Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 27. Jan. Das Armeeverordnungsdlatt veröffent- licht nachstehenden Armeebefehl des Kaisers: Ich habe mein diesjähriges Geburtslagssest gewählt, um in Ausführung einer lauge gehegten Absicht in der Benennung der Truppenteile meines Heeres Aenderungeu eintreten zu laffen. Eine größere Zahl derselben entbehrt bisher der selbständigen Unterscheidung; aber je größer eine Heeresorganisation fich gestaltet, um so notwendiger ist die individuelle Entwicklung der einzelnen Teile. Nur im Wetteifer derselben werden die Eige.,schafteu und Kräfte lebendig, welche das Ganze auf eine höhere Stufe der Leistungen zu bringen geignet find. In meiner Armee vereinigen fich die Traditionen vieler deutschcr Stämme und Laudesteile. Diese Ueberlieferuugeu zu zu pflegen, ist mein Streben und weine
Mannheim, 27. Jan. Heute früh würbe der Arbeiter Jakob Rolff in einer Bauhütte bes Jnbustriehafens tot auf* gefunben. Er war erfroren.
London, 27. Jan. Von Bombay sind zwei Bataillone indische Truppen nach Süb-Afrika in See gegangen.
London, 27. Jan. Der Vizekönig der südlichen Pro* vinzen hat Sir Robert Hart den Vorschlag gemacht, die Kriegs-Entschädigung durch eine Lotterie zu decken. Hart hat dies jedoch abgelehnt, weil er es vorzieht, die Kriegs-Entschädigung durch eine Grundsteuer aufzubringen.
London, 27. Jan. Aus Middelburg wird ge* meldet: Eine Abteilung Buren überschritt die Eisenbahn bei Graafreinet und beschädigte die Eisenbahnstation Bethelaroad.
Wien, 27. Jan. Der in der Burggasse etablierte Trödler Kosiler wurde gestern in seinem Geschäftslokal von < inem unbekannten Manne, welcher angeblich Schuhe kaufen wollte, überfallen, schwer verwundet und beraubt. Der Thäter ist. entkommen.
Budapest, 27. Jan. Der griechisch-katholische Priester Ar de l i an in Szatmar wurde vom dortigen Gerichtshof wegen Vergehens gegen die freie Ausübung der Religion zu 6 Monaten Gefängnis und 400 Kronen Geldstrafe verurteilt. Ardelian hatte rumänischen Katholiken verboten, sich beim Gottesdienst der ungarischen Sprache zu bedienen.
Algier, 27. Jan. Im Eingeborenenviertel kam es zwischen arabischen Ruhestörern und einer Zuavenpatrouille zu einem Zusammenstoß. 3 Zuaven und 10 Araber wurden verwundet.
Ailanz am 31. Iezemöer 190L
Zugang in 1901 . ... 5 ----- 1
Abgang in 1900 .... 4
Mitgliederstand Ende 1900 .... 92
Aktiva. H
Warenvorrat 3191.73
Kassenvorrat 1833.70
Ausstehende Forde- ° rungen 449.91
Manko des Lagerhalters 123.34
Wert des Geschäfts- Mobiliars 152.85
100/g Ab
schreibung 15.28 137.57
Passiva. JL
Geschäftsguthaben der
Mitglieder 935.—,
Reservefond 2162.82-
Betriebsrücklage 1024,18
Reingewinn 1614J25*
5736.25
Mitgliederstand Ende
5736.25
1900 .... 91
Annerod, den 26. Januar 1902. 852
Landwirtschaftlicher Konsum-Hker ein.
Eingetr. Genosienschaft mit unbeschr. Haftpflicht.
Der Direktor: Hahn. Der Rendant: Fenster.;
Es wird daran erinnert, daß die Proben für die am 9. März stattsindende Aufführung begonnen haben. 870


