Ausgabe 
26.8.1902 Erstes Blatt
 
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leutnant zwirbelt.

Ehe ich von den ein paar Worte über des fast 100 jährigen

eleganten Ltaotsgalatafeln erzähle, den Staat Johore selbst: Während Wettstreites Englands und Hollands auf Malacea hat es Johore Ver­

pflichtung übernommen, außer an Briten, Malayen, Chi­nesen oder anderen Orientalen, niemand Ansiedelung zu gestatten oder gar Grund und Boden zu verpachten.

' Johore itinunt den südlichen Teil der malayischen Halbinsel mit 9000 englischen Luadratmeilen ein, die in der Hauptsache mit jungfräulichem Urwald bedeckt sind. Ban den ca. 220000 Einwohnern sind zwei Trittei Chi nefeii der Rest Malayen und wenige Hindus Unter Sultan Abubater wurde 1555 die Monarchie konstitutionell, bu alte ^mpttzadt Johore L-cuna als ungesund aufgegeben

20000 Bewohner zählt.

Sultan Ibrahim, am 17. März 1873 geboren, regiert eit 1895. Ein Thronfolger Tunku Ismail wurde bereits 1894 geboren, ein scheuer, schwächlicher Knabe, der wohl zu viel am Schürzenband der Mutter hängt. Ein ganz anderes Kerlchen ist der älteste Sohn einer zweiten Ge­mahlin, . mit der der Sultan seit dem Regierungsantritt lebt, da er mit der Sultana, die ihm als Ehehälfte auf­gezwungen wurde, stets in Fehde lag. Dieser kleine Bursch ist durchaus nicht fremdenscheu, voll lustiger Einfälle und reitet seinen kleinen Pony wie ein Alter. Von den Pa­lästen muß ich noch Tyersall in Singapore und Jstana Marble in Johore als persönliche Residenzen erwähnen; beide teils europäisch, teils orientalisch ausgestattet, mit vielen Jagdtrophäen, Silber- und Elfenbeinarbeiten ge­schmückt. Zwei Orden hat der Sultan zu vergeben: den höchftfchätzbaren Familienorden Darja Krabat", sowie den höchstehrenwerten Orden der Krone von Johore".

Das erste Bankett fand am 31. Mai abends im Jstana Besar statt. Im großen Saale des ersten Stockes versam­melten sich gegen 90 Personen, in erster Linie natürlich Malayen in goldstrotzenden Uniformsröcken, schwarzen Beinkleidern und Sammetkappen, Minister, Beamte, Hsfi- ziere von Heer und Flotte; dann einige einflußreiche Chinesen, sogenannte Towkays oderEosses", vornehme Araber und Siamesen, schließlich ein Dutzend Europäer, Kaufleute, Anwälte, Aerzte, Beamte, der alte ^ato Mel­drum und wir beiden deutschen Gäste. Unter den Klangen der Nationalhymne, von einer guten Malayenkapelle ge­spielt, erscheint Sultan Ibrahim in voller Gala, mit Brillanten und Orden besäet, eine herrliche Agraffe an der Mütze. Nach einem kurzen Cercle schreitet man zum Speisesaal im Erdgeschoß. Prächtige Goldgeräte, üppige Pflanzendekoration, bunte Lichte zieren die lange Tafel

Rudel Wild zu sorgen. . . _

Eine veritable Eberjagd fand am 5. Ium in dichtester Dschungel statt. Am 3. Juni gab uns schließlich der Sultan ein Abschiedsfrühstück im Jstana Besar, zu dem noch die europäischen Beamten geladen waren und das in der Hauptsache aus einer endlosen Reihe indischer Gerichte bestand, in deren Bereitung die Johore-Köche groß zu sein scheinen. Den Toast auf die Gäste konnte ich mit einigen herzlichen Worten des Tankes für die große Gastfreiheit von Johores Fürsten und seinen Unterthauen erwidern. Bei eintretender Kühlung wurden wir alsdann feierlich an den Quai geleitet und ebenso verabschiedet. Während unsere Matrosen sich flott in die Riemen legten, bestieg der Sultan hutschwenkend fein aus Paris mit- gebrachtes Automobil und verschwand in den Dickungen des Parks. Wir aber bewahren Johore stets das beste Gedächtnis.

Per KathoMeutag in Mannheim.

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Mannheim, 25. Aug.

Außer der großen Festversammlung in der städtischen Zchhhalle fanden gestern in drei weiteren großen Lo- talen Arbeiten Versammlungen statt, in deren jeher einzelnen Erzbischof Dr. Nörber-Freiburg erschien- Die Redner in den Versammlungen verbreiteten sich über die Verdienste der Kirche in Bezug auf die soziale Hebung des Arbeiterstandes und über die Liebesthätigkeit inner­halb der katholischen uirche. Jede der Versammlungen war von über 2000 Personen besucht. Am Wend war große Begrüßung in der städtischen Festhalle, an welcher ( wiederum über 6000 Personen teilnahmen. Der Zudrang - war so stark, daß die Polizei schon lange vor Beginn samt- . liche Eingänge absperren mußte. Amtsgerichtsdirektor Gießler-Mannheim hieß die Versammlung willkommen und sc^ mit einem Hoch auf den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden. Nameiis der Stadt hieß Oberbürgermeister Martin die Anwesenden willkommen. Reichstagsabg. Dr. Porsch-Breslau dankte für das Entgegen­kommen der Stadtverwaltung.

Heute vormittag eröffnete der Vorsitzende des Lokal- komitees Amtsgerichtsirettor Gießler-Mannheim, die erste geschlossene Generalversammlung. Es wurde das von dem vorbereitenden Komitee der Generalversammlung an den Papst gesandte Schreiben verlesen, in dem um Er­teilung des apostolischen Segens gebeten wurde. Dieser Segen ist bereits in einem in lateinischer Sprache ge­haltenen, vom Papst eigenhändig unterschrie­benen Schreib en eingetroffen. Der Vorsitzende brachte hieraus aus den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden ein dreifaches Hoch aus. Es wurden alsdann eine-Reihe von Begrüßungstelegrammen verlesen, darunter ein solches vom Präsidenten des deutschen Reichstages, Grasen Ballestrem, sowie von vielen katholischen Arbeiter­vereinen. Danach schlug der Vorsitzende vor, zum ersten Präsidenten der Generalversammlung den Eh efredakteur derKöln. Volksztg.", Dr. Car- dauns, zu wählen. Die Generalversammlung wollte da­durch zum Ausdruck bringen, daß sie die s i e b e n t e G r o ß- macht, die Presse, zu s ch ätz en w iss e. Die General­versammlung erklärte sich unter stürmischem Beifall mit der Wahl Dr. Cardauns einverstanden. Dieser hob hervor, wenn seine Ehrung auch in erster Reihe der katholischen Presse gelte, so könne er doch den Herren der nichtkatho- lischen Presse die Versicherung geben, daß seine Wahl eine Anerkennung der Bedeutung für den ganzen Stand sei. Hierauf wurde Graf N e i p p e r g aus Schwaigern (Würt­temberg) zum ersten und der bayerische Landtagsabg. Bürgermeister Dr. Siben aus Deidesheim zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Landtagsabg. Rechtsanwalt Dr. Fr euay-Mainz, Freiherr v. Bo dmann aus Bodmann am Bodensee, Rechtsanwalt Dr. Hartmann-Mannheim und Landtagsabg. Neuhaus-Schwetzingen wurden zu Schriftführern berufen. Es wurde beschlossen, Hul­digungstelegramme an den Papst, den Kaiser und den Großherzog von Baden zu senden.

Das Huldigungstelegramm an den Kaiser lautet:

Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bittet die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, den Ausdruck ehrerbietiger Huldigung und un­wandelbarer Treue entgegennehmen zu wollen. Freudig stimmen wir den Worten zu, die Euere Majestät in Aachen gesprochen haben, daß Einfachheit, Gottesfurcht und hohe sittliche Anschauungen der Ur­grund sind, auf dem wir weiterbauen müssen, und daß in keinem anderen Heil ist, als in Christus dem Ge­kreuzigten. Treu dem Vaterlande, wie dem Glauben unserer Väter, werden wir in fried lichem Wett­eifer mit unseren andersgläubigen Mit­bürgern dem großen Ziele nachstreben, die Gottes­furcht und die Ehrfurcht vor der Religion, die mäch­tigsten Stichen der gesellschaftlichen Ordnung, zu er- .halteu und zu stärken."

"Das Telegramm an den Papst lautet:

Die Generalversammlung der Katholiken Deutsck-- lands, heute zu Mannheim die Beratungen beginnend, erfleht demütig den apostolischen Segen, damit ihre Reden und Beschlüsse zum Ruhme der hei­ligen katholischen Kirche und zum Wohle des Vater­landes gereichen mögen. Mit der Versicherung der Ehrfurcht und des Gehorsams sieht sie dem glücklichen Tage mit größtem Jubel entgegen, an wel- d^em Eure Heiligkeit die Jahre Petri fdjauen wird und fleht inständig und zuversichtlich zum Allmächtigen Gott, er möge seinem Statthalter, der die Kirche überaus, ruhmreich regiert, noch viele Jahre erhalten."

Das Telegramm an den Groß Herzog von Baden lautet:

Ludwig Windthorsts. Er sprach sich für Wiederzulaflung der Männerklöster in Baden aus. Die Katholiken wollten in feiner Weise den religiösen Frieden ]tören. Den Bestrebungen der Schönerer und Wolf in Oesterreich ständen die Katholiken Deutschlands fern. Inzwischen roar folgen- des Telegramm des Großherzogs von Baden eingelaufen:

Für die sehr werte Begrüßung der zahlreich ver­sammelten Mitglieder der Generalversammlung der Ka- iholiken Deutschlands bin ich sehr dankbar und bitte ich Sie, der Vertreter meiner Dankbarkeit sein zu wollen. Ich bin besonders gerührt von dem so warmen Aus­druck der Gefühle, die Sie mir im s)iamen der Versamm­lung aus Anlai^ meines Regierungsjubiläums bekunden und dabei meiner nationalen Gesinnung gedenken sowie meiner Thätigkcit im eigenen Lande. Möge Ihnen allen der Aufenthalt in der Großhandelsstadt Mannheim in angenehmer Erinnerung bleiben."

Die Versammlung nahm die Verlesung des Tele­gramms stehend entgegen und brachte auf den Groß­herzog ein dreifaches Hock aus. Erzbischof Nörber, mit großem Beifall begrüßt, dankte zunächst für den ihm bereiteten Empfang und gedachte bann in längerer Rede des Regierungsjubiläums des Papstes Leo XIII. Auf sozialem Gebiete tonne es nicht besser werden, ehe nicht die sozialen Einrichtungen vom wahren Christentum durch­weht seien. Zum Schluß erteilte der Erzbischof der Ver­sammlung seinen Segen.

Dr. Fehrenbach feierte den Papst, den selbst ein Bismarck als einen der hervorragendsten und scharffinnigsten Siaatsmänner unserer Zeit bezeichnet habe, und ging auf die Verdienste ein, die sich die katholische Kirch: und der Papst Leo um Wissenschaft und Kultur erworben habe und erwerbe. Er verbreitete sich sodann über die soziale Wirk­samkeit der Kirche, der man mit Unrecht vvrwerfe, für die Armen und ^chsivachen nur Worte zu haben. Auch auf dem sozialen Gebiete habe Papst Leo bahnbrechend gewirkt. So habe er z. B. das Recht des Staates, auf die Normierung der Arbeitsbedingungen einzuwirken, ver­treten. Er sei der wirkungsvolle Vertreter des sozialen Gedankens geworden und verdiene den Ehrentitel des so­zialen Papstes. Durch seine gesamte Polttik habe Papst Leo den Beweis erbracht, daß die Kirche nur an die Leitung der inner kirchlichen Angelegenheiten denke und sich des Eingriffes in die staatlichen Rechte enthalte.

Dr. Bachem führte ans: Der Kampf sei für die katholische Kirche ein Lebenselement. Nur durch ihn habe sie sich über den ganzen Erdball verbreitet, nur durch ihn könne sie auch heute bestehen. Ter Kampf, den man heute zu bestehen habe, sei verschieden von dem großen früheren Kulturkampf. Nicht mit der Staatsgewalt habe heute die Kirche um ihre Rechte zu kämpfen wie vor­dem; man stehe gegenwärtig in einem Kampfe, von dem man noch nicht wisse, welche Ausdehnung er annehmen werde. Immer noch gebe es eine große Zahl von Leuten, die den katholischen Geist ausrotten, die Kirche vernichten wollen. Das Frankfurter ,^reie Wort" (die be­kannte, von dem verstorbenen freireligibfen Prediger S enger gegründete Halbmonatsschrift. D. R.) habe es als die Pflicht des echten Patrioten erklärt, den Einfluß der katholischen Kirche auf allen Gebieten zu brechen. (Pfui­rufe.) Man fürchte diese Leute nicht, man unterschätze aber auch das Bestreben, die Kirche von innen heraus zu revolu­tionieren, in seiner Gefährlichkeit nicht und sei gerüstet. Alle Institutionen und Lehren der katholischen Kirche würden mit allen Mitteln in den Staub gezogen, um die Katholiken von ihrer Kirche loHnreißen und jinn Atheismus zu bringen. Diese Gefahr erfordere die grüßte Aufmerksamkett und Abwehr. Redner sprach über die An­griffe gegen die Morallehre der katholischen Kirche, gegen das Bußsakrament, gegen den Cölibat, auf das Leben der Priester und Ordensleute. Unterrichteten, treuen und frommen Katholiken würden die Angriffe nicht schMich werden, wohl aber den zweifelhaften, den schwachen. Diesen müsse die größte Sorgfalt gewidmet werden, ein unaus­gesetzter Kleinkrieg geführt werden. In diesem Kampfe rnüffe jeder Katholik seinen Mann stellen. In erster Linie fei die katholische akademische Jugend dazu berufen, Hand in Hand damtt müsse allerdings auch eine fortgesetzte Besserung an sch selbst gehen. Allen Gegnern sei die Tendenz gemeinsam, den Katholiken die Liebe zu ihrer Kirche aus dem Herzen zu reißen. Da seien zunächst zu nennen der Evangelische Bund und die Evangelisationsgesellschaft, die gern den alten Kulturkampf wieder ins Leben rufen möchten. Es sei anzuerkennen, daß nur ein Teil der Protestanten dieser Fchne folgte. Die Katholiken wollten gern mit iljr-en andersglänbigen Mitbürgern in Frieden leben und ihnen die Achtung vor ihrer perjön- : lichen Ueberzeugung zollen, die ihnen selbst entgegen geb rächt - werde. Der alte Liberalismus gehöre immer noch zu den . Gegnern der Kirche, in allererster Linie das liberale

,L)ie 49. Generalversammlung der Katholiken Deutsch- lands, welche ans allen Ländern des Deutschen Reiches i in der Haupthandelsstadt Badens sehr stark besucht ist, i sendet Eurer Königlichen Hoheit den Ausdruck ehr- : furchtsvoll ft er Ergebenheit und un tert ha- nigster Huldigung mit dem Wunsche, daß, wie es : dem badischen Volke in diesem Jahre vergönn^war, mit Dank erfülltem Jubel unter der begeisterten Teilnahme von ganz Deutschland das 50 jährige Regierungsjubiläum seines gütigen Landesvaters zu feiern, Eure königliche Hoheit unter Gottes Schutz das schöne Badener Land noch lange regieren möge. Dr. Cardauns."

Auf Antrag des Justizrats Dr. Porsch-Breslau wurde eine längere Erklärung zur Wiederaufrichtung der Selbstherrschaft des Papsttums angenom­men. Am Schlüsse der Erklärung heißt es:

Die Generalversammlung erkennt in der Stellung und der Aufgabe des Papsttums einen besonders wich­tigen Faktor zur Sicherung des Friedens unter den christlichen Völkern und hält den^h eiligen Stuhl in erster Linie für geeignet, als Schiedsrichter bet den Interessen st reiten der Völker und Staaten zu wirken, wie er es im Laufe der Weltgeschichte so oft erfolgreich gethan hat.

Aus Antrag des Grafen zu Droste-Vischertng wurde beschlossen:

Die Generalversammlung fordert die Katholiken Deutschlands auf, sich einem Pilgerzuge nach Rom anzuschließen, der im Frühjahr 1903 veranstaltet werden soll, in der Absicht, dem heiligen Vater aus Anlaß der Vollendung der Jahre Petri auf dem apostolischen Stuhle Glückwunsch und Huldigung darzubringen, mit dem G e - löbnif f e kindlichen Gehorsams und un­wandelbarer Treue, wie auch bei dieser Gelegen­heit ihre Jubiläumsgaben vor den Thron des Stellver­treters Christt niederzulegen. Das Zentralkomitee wird mit der Einrichtung und Führung dieser Romsahrt be­auftragt."

Ferner wurde eine Erklärung angenommen, in welcher die Gründung von W i ndthorft-Bünden empfohlen wird, damit namentlich die katholische junge Männerwelt zur Selbstschulung immer mehr angehalten und in ihrer Ueberzeugung gestärkt wird.

Ms Antrag des Abg. Cahensly wurde beschlossen:

Tie Generalversammulng warnt angesichts der zu­nehmenden Auswanderung nach überseeischen Ländern dringend vor unbedachter Auswanderung und er­sucht diejenigen Glaubensgenossen, welche durchaus das Vaterland verlassen wollen, vorher den Rat und die Hilfe des Sankt Rafael-Vereins in Anspruch zu nehmen.

Aus Antrag desJusttzrates Dr. Custodis-Köln wurde eine längere Erklärung angenommen, in der die General­versammlung mit großer Genugthuung davon Kenntnis nimmt, daß die am 4. November 1901 vor der GlaubenA- kirche in I erusalem seitens der griechischen Mönche gegen die Franziskaner daselbst unternommenen rohen Ausschreitungen und Mißhandlungen durch die Ver- urteilung der schuldig befundenen Angreifer und deren Anhänger ihre Sühne gefunden haben. Sie empfiehlt wieder­holt die Bestrebungen des Vereins vom Helligen Lande, besonders aber den in Angriff genommenen Bau des großen neuen deutschen Paulus-Hospizes vor dem Damaskuschor in Jerusalem, dem Opfersinn der Katholiken Deutschlands. Auf Antrag des Fürüen Karl zu Löwenstein wurde be­schlossen:

Die Generalversammlung erachtet eine zahlreiche Be­teiligung von Seiten der Katholiken Deutschlands an dem internationalen eucharistischen Kongresse, welcher vom 3. bis 7. September d. I. in Namur tagt, für sehr empfehlenswert, da durch solche Kongresse olLs das erörtert wird, wofür der eucharistische Verein unter den Priestern bereits so vortrefflich wirkt.

Darnach war die erste geschlossene Genercllversamrnürng beendet.

Nachdem mittags ein stattlicher Wagenkorso der farbentragenden Studentenverbindungen sich durch die Straßen der Stadt bewegt hatte, nahm um 5 Uhr die erste öffentliche Generalversamm­lung in der Festhalle ihren Anfang. Nach Begrüßung des erschienenen Erzbischofs Nörber ergriff der Vorsitzende, Chefredakteur Dr. Cardauns, das Wort und verbreitete sich in längerer Ausführung über die katholische Bewe­gung des verflossenen Jahres. Er gedachte insbesondere des Ablebens des Kardinals Ledochvwsky und der katbol. Bewegung in den Ostmarken. Bedauerlich sei, daß in den deutschen Ostmarken Maßnahmen gegen Leute ergriffen würden, die ' ebenso gute Deutsche und Christen seien wie , andere. Gegen diese Maßnahmen müsse einmütig und mit aller Entschiedenheit Einspruch erhoben werden. Redner gedachte sodann noch des Ablebens des ehemaligen Reichs­tagspräsidenten v. Buol, des verstorbenen Dr. Lieber und

und die jetzige, Johore Bahru, begründet, welche heute I in T-Form. Am oberen Ende finde ich meinen Mtz Xa.LyJJ-1 a ! zwischen dem Prinzen Suleiman und dem Tawkay Seah

Leang Seah. Einem exquisiten Mahl bei lebhafter Kon­versation folgt eine Reihe von offiziellen Reden in der Staatssprache; Malayisch und auch auf Englisch Nach aufgehobener Tafel bleibt man bei Musik und mehreren Gläsern Whisky-Soda bis.Mitternacht beisammen. Die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Galamahl, das ähnlich verläuft, aber im Hotel stattfand, und mit enter hübsch arrangierten venezianischen därcht schließt, ver­bringen wir mit Besuchen des kühlen, luftigen Hospitals, der diversen Schulen und des Gefängnisses. Letzteres be­suchen wir unter Leitung des Gouverneurs, Dato Yahya Shaaban Aldater, und finden alle Einrichtungen, bis auf die Fußketten, höchst menschlich; ja jeden Platz blitz­sauber. Für die Unterhaltung der zur Zett etwa 105 Ein­gekerkerten schienen auf einem großen Rasenplatz sich tummelnde Wallabys kleine Känguruhs und ein

um die Suprematie . ,

standen, weder aufgeschluckt zu werden, noch auch in direktes Abhüngigkeitsverhältnis zu geraten, vielmehr seine Selbständigkeit bis auf den heutigen Tag gewahrt. Nur hat sich im Artikel VI. seines letzten Vertrages mit Eng­land das Land des Bertragsrechtes begeben und die Ver­

übende gar nicht weit hinter seinem Palast in der Dschungel einen gewaltigen Tiger erlegt der Tiger wird gespürt, eingekreist und zu Fuß gejagt, eventuell mit Hilfe von Hunden und ist stolz und frohgemut ob dieser Leistung. Sein bartloses, gutes Gesicht glänzt or­dentlich vor Jagdlust.

Der Tag und der folgende vergeht mit Spazier­fahrten, Fischen und Baden, mit dem Besuch der ein- fachen, aber aus gediegenem Material und in edlen Formen gebauten Moschee und einiger Regierungshallen. Es treffen Einladungen zu zwei offiziellen Banketts zur Feier der Rückkehr des Lanoesherrn ein, die uns der elegante und fesch gekleidete persönliche Adjutant, Ka­pitän Daud Suliman überbringt, der gut englisch spricht und feinen kohlschwarzen Schnurrbart trotz einem Garde-