Ausgabe 
26.6.1902 Zweites Blatt
 
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Es ergiebt sich hieraus, daß dieEinfuhr von Jahr zu Jahr zurückgegangen ist, der Ueberschuß der Ausfuhr ebenso g e - st i e g e n ist und nur 1900 einen kleinen, durch die wirtschaftlichen Verhältnisse erklärlichen Rückgang erfahren Hal. Tie Zahlen für 1901 werden bei der endgiltigen Festsetzung noch erhebliche Aende- rungen erfahren, sodaß auf sic vorlciusig kein Gewicht gelegt werben kann. Nach der Stückzahl hat die Ausfuhr, während sie 1897 und 1898 noch hinter der Ausfuhr zurückgeblieben war, einen Ueberschuß von 12811 Stück i. I. 1899 und von 18670 i. I. 1900 ergeben, während die Ausfuhr von Fahrradteilen nur 1897 hinter der Einfuhr zurückblieb, in den drei folgenden Jahren dagegen einen Ueberschuß von 5866, 6755 und 8475 D.°Ztr. ergab. Dre Einfuhr aus den Verein. Staaten, deren angeblich ruinöser Wettbewerb von den deutschen Fahrradfabrikanten in ihren Petitionen um Einführung eines hohen Schutzzolles für Fahrräder und Fahrradteile immer wieder betont wurde, ist von 39192 Stück t. I. 1898 auf 4539 L I. 1900 zurückgegangen.

Besteuerung des Agiogcwiunes. Jüngst teilten wir eine Entscheidung des preuß. Oberverwaltungsgerichts mit, laut welcher die Agiogewiime aus der Emission junger Aktien steuer­frei find. Diese Entscheidung hat übrigens für eine ganze Anzahl früherer Emissionen junger Aktien rückwirkende Be­deutung, so außer für die Emission der Darmstädter Bank aus dem Jahre 1898, die bekanntlich zu der neuen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Anlaß gegeben hat, auch für die Kapital­erhöhung der Tarinstädter Bank aus diesem Jahre, für zwei Aktien­emissionen der Diskontogesellschaft, sür eine der Nationalbank für Deutschland, des Schaaffhausenschen Bankvereins usw. An die Nationalbank für Deutschland dürften ca. 200 000 zurückgelangen, auf 7> Mill. Alk. kann die Darmstädter Bank zählen, das gleiche wird die Diskontogesellschaft zurückerhalten haben und auf noch größere Beträge können die Dresdeiier Bank und der Schaaffhausensche Bankverein rechnen. Diese Summen werden in die Reservefonds der bett. Banken eingestellt werden.

Frankfurter Börse. Tie Verschiebung der Krönung des Königs von England und dessen schwere Krankheit haben die Ver­stimmung, die schon seit längerer Zeit auf der Börse lastet, in höherem Maße verschärft. Ueberall jchwächte sich die Haltung ab und man neigte zu Abgaben. Auch andere Momente besliminten die Tendenz der heutigen Börse. So der i n n e r p o l i t i s ch e Streit in Oesterreich-Ungarn, der sich in hohem Maße zugespitzt haben soll. Infolgedessen sandte die Wiener- Börse niedere Kurse besonders in dem Hauptspekulatwnspaprer, Kreditaktien, welcher Umstand (der heutigen Börse) die Lust­losigkeit und die Realisierunasneigung erhöhte. Harpener sowie Hüttenaktien etwas fester, Diskonto Bruchteile höher. Deutsche Werte unverändert, fremde Fonds ohne Verkehr. Türkenlose ab- geschwächt. Staatsbahn etwas zurück.

Die Ribeck-MoutaugefellschafL verteilt 12 pCt. Dividende gegen 14'/r pEt. im Vorjahr.

Jenaer Stadtauleihe. Am 30. er. findet eine Sub­skription auf 100 000 Mk. Jenaer Stadtanleihe ä 97*/2 statt.

Au der Berliner Börse ist der Antrag um 78 Mill. Kronen 4'/, proz. Bosnisch-Herzegowinische Eisen­bahn-Anleihe von 1902 gestellt worden.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." erfährt, beabsichtigt die Schantuug-Eisenbahngefellschafi 15 Millionen Mark Aktien zur öffentlichen Sulycription auszulegen. Von dem 54 Mil- lronen betragenden Aktienkapital sind bisher 15 Millionen voll be­zahlt, vom 9left sind 35 pCt. eingezahlt.

Märkte.

Gießen, 25. Juni. Der dieswöchentliche Vieh markt hatte anen Auftrieb von etwa 1200 Stück Kühen und Rindern, 200 Kälbern, 5060 Gangochsen und 1000 Schweinen. Der Rind­vieh m a rk t hatte zahlreiche Kundschaft vom Main, Rhein, von der Sieg und vereinzelt auch von der Mosel angelockt. Für den nur kleinen Vorrat des K ä l b e r m a r k t e s fehlte es nicht an Käufern aus den Badeplätzen. Tas aufgebrachte Fahroieh wurde von Westerwälder Landwirten gekauft, die gute Preise an­legten, so daß die Handelsleute, welche sonst die Kundschaft auf unseren Ochsenmärkten bilden, wegen zu hoher Forderungen der Verkäufer unverrichteter Dinge wieder abzogen, um beim morgen­den Fuldaer Markt einzukaufen. Der Auftrieb in Milchvieh bestaiid aus fehr schönen Simmenthaler Kühen, einigen Holländern und unseren heiniischen Landrassen. Unter dem Vorrat von Jung­vieh besand sich ein größerer Transport 810 Monat alter Westerwälder Rinder, die flott abgingen, weil die Viehhalter über geringes Fritter versügen. Ter Milchviehhandel war ein recht flotter, wenn auch die Preise hinter denen der Märkte des April und Mai zurückblreben. Trotz des kleinen Quantums, das am Markt war, ging der Kälberhairdel nicht besonders. Tie Gießener Käufer griffen überhaupt uicht in das Geschäft ein, trotz der nie­deren Preise, welche für die Thiere verlangt wurden und obwohl die Kälberpreise in den Tagen zwischen den beiden letzten Märkten aus dem Lande theurer waren als auf dem Markt. Fette Rin­der waren sehr gesucht unb mußten hoch bezahlt werden. Der Schweinehaiidel ging schleppend. Es fehlte an Kundschgft und die Marktbesilcher zeigten sich wenig kauflustig, trotzdem glückte es nur in seltenen Fällen, die immerhin recht Hohen Preise der Waare zu drücken. Kühe frischmelkend und tragend wiirden gehandelt (Preis pro Stück): besonders schwere Eremplare 480500 Mk., 1. Qualität 400450 Mk., 2. Qualität 350375 Mk., 3. Qualität 275300 Mk. Zweijährige Rinder 210230 Mk., 8 bis 10 Monat alte Westerwälder Rinder 90120 Mk. Gehandelt wurden (per Eentner Schlachtgewicht); ältere fette Kühe 4315 Mk., fette Rinder 6165 Mk., Kälber 1. Sorte (über 50 Pfund schwer) 5860 Mk., 2. Sorte (zwischen 40 und 50 Pfund wiegend) 5456 Mk., 3. Sorte (leichtere Tiere) 4951 Mk. Ochsen schwere Waare fehlte am Markt gänzlich. Die Mittel-Waare wurde per Paar je nach Gute zu 6800 Mk. verhandelt. Fette Ochsen waren nicht aufgetrieben. Tie Schweinepreise stellten sich per Paar Fer­kel, 810 Wochen alt, 36-44 Mk., 1214 Wochen alt 50-66 Alk., 1820 Wochen alte Tiere 7590 Mk. Einlegejchweine wurden je nach Güte uiid Schwere mit 100200 Mk. gehandelt. Schlachtreife Waare war diesmal nur ganz vereinzelt am Markt. Der Rind­viehmarkt war an beiden Markttagen gleich nach 10 Uhr beendet, ohne daß Ueberstand verblieb. Der Schweinemarkt hatte einen Ueberstand von etwa 150 Tieren. Nächster Markttag am 8. und 9. Juli d. I.

Limburg a. d. 8., 25. Juni. Fruchtmark!. Durch­schnittspreise pr. Malter. Roter Weizeii 14.80 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 11.80 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 8.90 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

Wöchentliche UeberW öer Todesfälle in der Stadt Gießen.

23. Woche. Vom 1. bis 7. Juni 1902.

Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Milstär). Sterblichkeitsziffer: 24,09, nach Abzug von 2 Ortsfremden 20,08 °/0o.

Kinder

Hs starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.15. Jahr-

Lungen-Tuberkulose 1

Krebs 3 (2)

Gehirnblutung 1

Lungenerweiterung 1

Blutgefäßentzündung 1

Tarmkatarrh 1

Krämpfen 1

Altersschwäche 2

Verunglückung 1____

Summa: 12 (2) 10 (2) 2

Arim.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Ardeitervcmrgnng.

Triest, 25. Juni. Die Straßenbahn-Ang estellten sind in den Streik eingetreten. Der Verkehr mußte gänzlich einge­

stellt werden. Dagegen ist der Ausstand der Fleischhauer beendet, da »wischen den Meistem und Gehilfen völlige Einigkest erzielt wurde.

Lemberg, 25. Juni. Im Bezirk Ostrow ist ein Streik der Landarbeiter ausgebrochen. Die Gendarmerie war bereits gezwungen, einzuschreiten. Acht Personen wurden verhaftet, von denen 4 durch die sich zusammen rostenden Bauem wieder befreit wurden.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Müller und Schulze am Klingelbach.

Müller: Na, über däs Wässerten könnten der Nachbar? und ooch ee Nachbar' sick endlich beruhicken.

Schulze: Dös hoffe st söhr.

Mülle r: Und dieGanalisation der Stolz und Ruhm der Stadt Gießen.

Schulze (weinerlich): Ach jo! JnfünfJohren!

Müller: sagt Muddern? Gur Ding will lang Well Habben.

Schulze: Aber köhren sollte der Bürgermeester doch lassen! Müller: Verstöht sick!

Der Letzte.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrüschaft.

Sabbathfeier am 28. Juni 1902.

Freitag abend 800. Samstag vormittag 800. Nachmittag 4.

Sabbathausgang 940.

Wochengottesdienst: morgens 630 Uhr, abends 730 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.

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25.

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753,0

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20,0 ! 7,9 45

15,2 9,6! 74

15,5 8,6 65

N. ESE. NE.

Höchste Temperatur am 24. bis 25.

Niedrigste 24. 25.

Wetter

Bew. Himmel KlarerHimmel Sonnenschein

21,0° C.

12,0° C.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Darmstadt, 26. Juni. Zweite Kammer. Die Beratung der Regierungsvorlage betr. Wohnungsfür- sorgesürdie Minderbemittelten wird fortgesetzt. Abg. Ulrich ist im Prinzip gegen den Entwurf, will aber weitere Anträge nicht stellen, sondern für das Gesetz in seiner fetzigen Fassung stimmen. Abg. Cramer erklärt, daß das Bauen von Ein-Familienhäu,ern zu teuer sei und nicht überall durchgeführt werden könne. An der Debatte beteiligen sich noch die Abgg. Seelinger, Häusel, Weidner und Dr. Frenay. Der Gesetzentwurf wird darauf nach den Ausschußanträgen angenommen. Es folgt die Beratung über die Regierungsvorlage betr. den Gesetzentwurf über Denkmalsschutz (nach der Rückäußerung der Ersten Kammer-. Tie Vorlage wird an­genommen; das Inkrafttreten des Gesetzes ist vom 15. Juli aus den 1. Oktober hinausgeschoben worden. An­genommen werden ferner die Regierungsvorlagen betr. die Errichtung einer Professur für Kunstgeschichte an der technischen Hochschule, und die Regierungs­vorlage, betr. das Gelände für den Oppenheimer- Hasen. Dem Gesetzentwurf betr. das Eigentum an Kirchen undPsarrhäusern erklärt Minister Rothe nicht zustimmen zu können. Die Regierung verlange die ursprüngliche Fassung. Die Kammer nahm indes den ge­samten Gesetzentwurf nach den Ausschußanträgen an.

London, 26. Ium. DemAmtsblatt" zufolge sind die Generale Sir Henry Norman und der Herzog von Connaught zu Feldmarschällen ernannt worden.

Paris, 26. Juni. DemGaulois" zufolge schicken sich die französischen Kartäuser-Mönche an, Frank­reich zu verlassen, um die Fabrikation ihrer be­kannten Liköre im Aus lande fortzusetzen.

Messina, 26. Juni. Gestern Abend wurde hier ein kurzer, leichter Erdstoß wahrgenommen. Schaden wurde nicht angerichtet.

Wien, 26. Juni. Die Vermählung des Herzogs Siegfried in Bayern mit der Erzh erzogin Ma­ria Annunciata wird in der zweiten Woche des Sep­tember in Wien stattfinden.

Krakau, 26. Juni. Wie hiesige Blätter aus Warschau melden, machte Graf August Potocki, der 700000 Zttrbel an einen russischen Aristokraten int Spiel verloren hatte, einen Selb ft mord-Versuch, wurde aber von seinem Diener rechtzeitig daran verhindert.

Valparaiso, 25. Juni. Gestern früh stürzte eine Brücke über den Rio Clara bei Talca ein, als ein Personen« zug über dieselbe fuhr. Eine große Anzahl Personen wurde gelotet, andere, denen es gelang, auf das Verdeck der in den Fluß gestürzten Wagen zu gelangen, wurden ge­rettet

New York, 25. Juni Aus Willem st adt wird ge­meldet, daß am 11. Juni bei Coro ein fünfstündiger Kamps stattfand, nach welchem der Vizepräsident Ayala sich mit 1744 Offizieren und Mannschaften ergeben habe; fünf Kanonen seien den Aufständischen in die Hände gefallen.

Washington, 26. Juni Die Delegierten haben in der interparlamentarischen Konferenz den Gesetzentwurf be­treffend den Panama-Kanal angenommen.

Die Krankheit des Königs Eduard.

London, 26. Juni. Die neueste Nummer desMedical Journal" erklätt, der Befund der Operation ergebe, daß der Abszeß die Folge einer jener unaufgeklärten Ent­zündungen war, die häufig in der Gegend des Blind­darmes erfolgen und nicht durch ein organisches Leiden oder durch bösartigeGewächse verursacht werden. Der König sei natürlich nicht außer Gefahr; da aber bisher kerne ungünstigen Symptome aufgetreten seien, sei guter Grund zur Hoffnung auf vollständige Wiederherstellung des Königs gegeben. Eine ärzt­liche Autorität äußerte sich derWestminster Gazette" zufolge dahin, daß, bis die Kanüle aus der Wunde genommen sei, man nicht sicher auf die Genesung rechnen könne. Die Haupt­

gefahr sei das Hinzutreten von Bauchfell-Entzündung. Oesters schreite auch ein Perttyphlitis-Geschwür ohne jedes warnende! Symptom zum tätlichen Ausgang fort. Zweifellos sei die Operation zur Errettung des Königs unerläßlich gewesen. Der König werde lange krank bleiben. Es war thctt- sächlich nötig, einen Teil der Eingeweide selbst zu entfernen* Der berühmte Chirurg Lord Lister äußerte gestern einem Freunde gegenüber, die Operation wäre der ernsteste Eingriff, dem ein Mann in dem Alter und dem Zustande des Königs unterworfen werden könne. Die Aerzte hegen kaum eine Hoffnung auf die Wiederherstellung des Kö­nigs. Was sie thaten, kann als ein verzweifelter Schritt bezeichnet werden, da die Unterlassung der Operation den sicheren Tod des Königs innerhalb 48 Stunden bedeutet hätte. Die Operation enthüllte einen schlimmeren Zustand auf der betreffenden Stelle, als man vorher angenommen hatte. Der Absceß ging indeß nicht auf und eine allgemeine Blutver­giftung ist daher noch nicht eingetreten* Sehr gün­stigen Eindruck machte es, als der Herzog und die Her­zogin von Aosta nach dem Buckingham-Palast kamen, um mit der königlichen Familie das Luncheon einzunehmen. Der Herzog von Cambridge hielt an das 4. Mlddlesex-Regi- ment eine Ansprache, worin er erklärte, er könne h offnungs- v o l l über den Zustand des Königs sprechen, da er günstige Berichte erhalten habe. In der City ging trotzdem das Ge­rücht, daß des Königs Kräfte schnell abnehmen. Er soll sogar die nächsten 24 Stunden nicht überleben. Die meisten Morgenblätter äußern sich ziemlich optimistisch. Daily Mall" berichtet, daß der Verlauf der Krankheit be­friedigend sei, fügt aber hinzu, daß die krttische Periode biA Samstag oder Sonntag dauere.Central News" zufolge wurden dem Könige gestern sämtliche Telegramme vorgelesen, die von den Verwandten eingegangen waren. lieber die Entstehung der Krankheit wird versichert, daß die ersten Symptome am 14. ds. auftraten, nachdem der König am 13. nach Mitternacht einen starken Imbiß zu sich genommen hatte. Am folgenden Tage spürte er bereits Unbehagen, setzte aber trotzdem die Reise nach Aldershot fort. Im Buckingham-Palast sind Telegramme von den meisten europäischen Herrschern eingelaufen, worin diese sich nach dem Befinden des Königs erkundigen und seine baldige Genesung wünschen. Der Prinz von Wales ist beauftragt worden, diese Telegramme zu beantworten, eine Arbeit, die beinahe den ganzen Tag in Anspruch nahm.

Wien, 26. Juni. Die hier spät nachts in der hiesigen englischen Botschaft eingelaufenen Nachrichten wissen nichts von einer Verschlimmerung im Befinden des Königs Eduard, bestätigen vielmehr, daß die Besserung bisher erfreuliche Fortschrllte gemacht habe.

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt a. M.

3*/g% Reicheanleihe . . 102.20 3° do. ... 92.70 31/1% Konsole .... 101.85 8<y0 do 92.35

8*/e% Hessen .... 100.00 3l/i% Oberhessen . . . 99.25 4% Oesterr. Goldretne . . 102.90 4*/2% Oesterr. ßilberrente 101.70 4% Ungar. Goldrente . . 101.45 40/u Italien. Rente , . . 102.70 4*/a% Portugiesen . . . 46.25 b°/ Portugiesen 29.75 1% C. Türken ....

Türkenlose 111.40 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.40 4ll,% äussere Argentiner.

25. Juni 1902.

3% Mexikaner .... 25.60 4,/2'/q Chinesen .... 90.70 Electric, bebuckert ... 104.00 Nordd. Lloyd . . . ..

Kreditaktien , . . . . 211.80 Diskonto-Kommandit. . . 184.80 Darmstädter Bank . » . 136.80 Dresdener Bank .... 144.10 Berliner Handelsges, . . 155.60 Oesterr. Staatsbahn . . . 151.00 Lombarden .... 18.30 Gotthardbahn 169.50 Laurahütte ..... 204.50 Bochum ...... 195.50 Harpener 175.70

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