Wien, 24. Nov. Tie von Kart Hermann Wolf an Joseph Faber abgetretene Ostdeutsche Rundschau" soll ihre extreme alldeutsche Tendenz aufgeben und sich der deutschen Volkspartei anschließen. Von Wolf verlautet, er werde auch sein Abgevrdnetenmandat niederlegen und Oesterreich verlassen.
Sofia, 24. Nov. Ter Kriegsminister lehnte das Abschiedsgesuch von 80 Offizieren ab, die infolge ihrer mace- donischen Abstammung sich der macedonischen Bewegung in Bulgarien anschließen wollten.
New York, 24. Nov. Dor dem Präsidentenpalast in Havana fand eine Arbeiterdemonstration statt, wobei die Polizei einschreiten mußte. Zwei Streiter wurden getötet, viele verwundet; fünf Polizisten wurden ebenfalls schwer verletzt.
Caracas, 24. Nov. Ter Minister des Innern sagte ln einer Erklärung über die deutsch-venezolanischen Beziehungen: Teutschland habe niemals die Absicht zu erkennen gegeben, seine schwebenden Ansprüche an Venezuela mit Gewalt zur Geltung zu bringen. Präsident Castro habe durchaus nicht die Absicht, sich den großen Verpflichtungen der venezolanischen Regierung zu entziehen, sondern wolle sie in loyaler Weise erfüllen. Man könne aber nicht erwarten, daß er Maßregeln billige, welche die Rechte und die Würde der venezolanischen Regieimng beeinträchtigen. Weiter heißt es in der Erklärung, Großbritannien habe keinerlei Anspruch auf die Insel Patos, die fraglos zu Venezuela gehöre. Tie Blockade des Orinokoflusses, so betonte der Minister, soll trotz der gegenteiligen Erklärung Großbritanniens effektiv werden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 25. November 1902.
— Hofnachrichten. S. K. H. der Großherzog empfingen am 24. November vormittags 98/4 Uhr den Prinzen Friedrich zu Solms-Braunfels in Audienz.
•* Die Eröffnung des XXXII. Landtages wird heute nachmittag 2*/„ Uhr in Darmstadt programmmäßig vor sich gehen. Die „Darrnst. Zig." veröffentlicht das Programm, das in der üblichen Weise aufgestellt worden ist.
•* Militärdienst nachrichten. Chälons, Hauptm. und Komp.-Chef im Jnf.-Lcib-Regt. Großherzogin (3. Großb. Hess.) Nr. 117, zum überzähl. Major befördert. Die Hauptleute: Graf v. d. Schulenburg-Wolfsburg, Adjutant der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Hess.) unter Versetzung in das Füs.-Regt. v. Gersdorff (Kurheff.) Nr. 80, Becker im Jnf.-Leib-Rgt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, zu Komp.-Chess, Frhr. v. Ha dein, Oberleutnant im 3. Garde-Regt. zu Fuß, zum Adjutanten der 49. Jnf.-- Brigade (1. Großherzogl. Hess.), ernannt. Hesse Edler v. Hessenthal, Leutnant im 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde-Drag.-Negt.) Nr. 23, in da? 3. Garde-Ulanen-Negt. versetzt. Zimpel, Leutnant der Landw.-Jnf. 1. Aufg. (Minden), früher in der Schutztruppe für Kamerun, auf ein Jahr zur Dienstleistung beim 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118 kommandirt.
*♦ Konzert-Verein. Zweites Konzert am Sonntag den 30. November. Wir haben bereits in einer früheren Nummer auf die Bedeutung von Fräulein Meyer als Beethoven-Spielerin hingewiesen. Heute fügen wir einen Kunstbericht der „Köln. Ztg." an, der unfern damaligen Ausspruch bestens bestätigt: Tie geschätzte Pianistin Frl. Hedwig Meyer eröffnete am Donnerstag einen Cyllus von vier Beethoven-Abenden. Hatte schon ein den Manen des größten Genius auf dem Gebiete der Tonkunst gewidmeter Klavierabend für Köln wenigstens den Reiz der Neuheit, so war man überrascht durch die glückliche Lösung der verschiedenartigsten, mitunter äußerst schwierigen Aufgaben. Frl. Meyer wußte für die oft liebenswürdige Anmut und Leichtigkeit oe§ melodischen Gefüges in der ersten Schaffensperiode Beethovens ebenso den richtigen Ton zu treffen, wie für die gewaltigen und großartigen Inspirationen der späteren Zeit, sodaß ihre Leistungen durchweg Respekt abnötigten. In dem duftigen Adagio aus dem Werk »>p. 2 erfuhren die pp.-Läufe und kleinen Verzierungen eine tadellose Ausführung. Tie heikle Quarten- stclle im Menuetto, an der sich sicher mancher Zuhörer oft, aber vergeblich abgeplagt hatte, konnte infolge der glatten Ausführung über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen. Eine der schönsten Erhebungen aus der ersten Schaffenspcriode bedeutet das Largo aus der T-dur-Sonate op. 10. Eine tieftraurige Stimmung liegt auf dem Tonstück, durch kein erlösendes dur erhellt. Hier bewährte sich besonders Frl. Mevers schattierungsfähiger Anschlag, ihre Kunst, korrekt zu phrasieren, U»nd ihr Vermögen, durch feinfühliges Versenken in die Schönheiten des Stückes dasselbe zur Geltung zu bringen. Tie Sonate Werk 27 Es-dur erhält den Zu- Hörer durch ihren reichen rhytmischen Wechsel und durch größere Freiheit der Form in fortwährender Spannung. Frl. Meyer wurde auch hier den gestellten Anforderungen in jeder Weise gerecht, sei es bezüglich der Weichheit des Anschlags im einleitenden Andante oder der schwungvoll vorgetragenen Passagen des letzten Satzes. Hauptsächlich war man gespannt auf die Reproduktion der großen F- moll-Sonate (Llppassionata) der piöce de rssistance der Klaviervirtuosin. Gilt es doch hier alle Skalen des Ge- fühlslcbens, im ersten Satz dämonische Leidenschaft und schmerzliches Ringen, im zweiten tröstende Zuversicht und glaubensfrohes Hoffen wiederzuspiegeln, während im dritten Satze noch einmal die Tonbrandung zu gewaltigster Erregung anschwillt. Frl. Meyer wurde nach dem letzten Satze sehr gefeiert und durch viele .Hervorrufe geehrt.
— Datz achttägige Preisschießen des Zirnmer- stutzen-Klub Gießen, welches sich einer sehr starken Beteiligung auS allen Kreisen der Bevölkerung zu erfreuen hatte, fand gestern abend im Restaurant .Aquarium" sein Ende. Der 1. Schützenmeisler A. Schmidt nahm die Preisverteilung vor; er sprach dabei seine Freude aus, daß die Mitglieder deS BrudervereinS, des Gießener Zimmerstutzen-VereinS, sich so zahlreich an der Veranstaltung beteiligt hätten. Die besten Schüße gaben ab: A. Dickors-Gießen 58 Ringe, 1. PreiS; Max Rüger-Gießen 56 Ringe, 2. Preis; Max JaS- kowsky 55 Ringe, 3. Preis; StudiosuS Hans Lyding- Hoheneiche 54 Ringe, 4. PreiS: Studiosus Karl Eicker- M.-Gladbach 54 Ringe, 5. Preis; 9L Schmidt- Gießen 54 Ringe, 6. Preis; Hrch. Carl ^-Gießen 54 Ringe, 7. Pr.; Joh. Hecker-Gießen 54 Ringe, 8. Preis; Gustav Mund- Gießen 54 Ringe, 9 Preis; Fritz Appel-Gießen 53 Ringe, 10. Preis; SL Pirr-Gießen 53 Ringe, 11. Preis; Sally Katz-Gießen 53 Ringe 12. Preis.
— Grünberg, 23. Nov. Heute nachmittag hielt auf Anregung des hiesigen OrtSgewerbeoereinS der Sekretär der Handwerkskammer in Darmstadt, Engelbach, im „Engl. Hof" hier einen Vortrag über Gesellen- und Meisterprüfungen, welcher namentlich von auswärtigen Handwerkern gut besticht war. Der Redner entrollte ein Bild über den Wert und den Nutzen, welche diese Prüfungen dem Handwerker bieten, wie dieselben auSzuführen sind u. s. w. An den interessanten Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Diskussion. Der nächste Vortrag wird am 4. Januar von Profeffor Dr. CheliuS aus Darmstadt im „Rappen" hier gehalten.
Kleine Mitteilunaen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Niederweisel feierte Johann Georg Marr TIL und seine Ehefrau Katharine geb. Schimpf am 24. d. M. daS Fest der goldenen Hochzeit. — Zur Anlegung des neuen Grundbuchs für Gemarkung Oppershofen finden seit Kurzem im dortigen Gemeindehaus die Vernehmungen der zahlreichen beteiligten Grundbesitzer :c. durch das Butzbacher Amtsgericht statt. — Eine Dame von Fulda kam von Bischofsheim und wollte von GerSfeld auS mit dem Rhonzug nach HauS fahren. Sie saß schon im Zug, als ein Gendarm ihre Verhaftung vornahm, sie ab- ührte und ohne Verhör einsperrte. Zwei Stunden vergingen, bis man die Verwechselung erkannte und die Dame, welche mit einer gesuchten Bremer Schwindlerin verwechselt war, wieder frei ließ. — Pfarrer Bendix zu Ober-Olm ist am 23. d. MtS. gestorben.
Kroßherzogs Heöurlstafl.
Gießen, 25. November.
Wie alljährlich am Geburtstage des Landesherrn fand heute in der Frühe großes Wecken statt. Dazu läutete die große Glocke der Stadtkirche den Tag feierlich ein. 9ffle öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser sind reich be- laggt: die Kasernen sind mit frischem Grün, mit Tannen rnd Guirlandcn geschmückt. Nm halb 10 Uhr begann in der Stadtkirche ein, von Pfarrer Euler abgehaltener, vereinigter Militär- und Zivilgottesdienst, dem folgender Text zu Grunde gelegt war: 2. Sam. 10, 12. „Sei getrost und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Ter Herr aber thue, was ihm gefällt." Ter Geistliche sprach dann über das Thema: „Was wahre Vaterlandsliebe uns als Christen empfinden und thun heißt für unser Volk." Auf den Gottesdienst folgte im Hofe der Zeughauskaserne Regimentsappell, daran anschließend Parole-Ausgabe. Hierauf spielte die Re- cp-mentskapelle auf dem Brandplatz einige Stücke.
Das Gymnasium beging die Feier am Vottage, dem 24. November, in seiner festlich geschmückten Aula. Auch die Eltern der Schüler waren geladen und erfreuten sich an den Leistungen ihrer Söhne. Unter den Chören ist besonders Mozatts Hymne hervorzuheben, während es schwer fiele, die gelungensten unter den zahlreichen Deklamationen namhaft zu machen. Es war ein Strauß neuer und besonders neuester Lyrik, Gedichte, die der Direktor ausgewählt und sämtlich eingeübt hatte. Die Festrede hielt Professor 1). ©tamm in seiner markigen, eindringlichen Weise über die Notwendigkeit, mit einem im tiefsten Sinne guten Willen sich in der Schule zu bethätigen, da sie die Vorschule deS Lebens sei, und alles, was da geschehe, zum Nutzen deS Staates und zur Ehre Gottes geschehen müße.
lieber die Feier des Geburtstags des Großherzvgs in der Volksschule wird uns geschrieben:
Ter Schulfeier war folgendes Programm zu Grunde gelegt: Chorlied: ,Lvbe den Herrn"; Vortrag eines Gedichtes: ,Hessenland" und danu eine Ansprache mit eingelegten Festspielen: Hessen aus den drei Provinzen; Zwei dankbare Hessen. Lied: Heil unferm Fürsten rc.
Tie Ansprache, von Lehrer Fritzel gehalten, behandelte den Gedanken, daß der heutige Tag ein Tag der Freude sei, ein Tag des Dankes und des Gelöbnisses unverbrüchlicher Treue gegen unfern Landeöfürsten.
Am Nachmittag fand im Gesellschaftshause ein Festessen statt, an -b'em sich die Spitzen der Behörden, ein großer Teil der Großh. Beamtenschaft, Vertteter der städtischen Verwaltung und viele Privatpersonen beteiligten. S. Magn. Professor Tr. Krüger hielt folgende Festrede: Meine Herren!
Am Geburtstage des Landesherm erinnern wir uns besonders gerne besten, was wir dem Fürsten schulden. Bei dem Gedanken, daß Einer der Herr sei, leitet uns freilich zunächst eine nüchterne, ich möchte sagen realpolitische Erwägung, die Erwägung, daß so am sichersten der stets bedenklichen Herrschaft des Herrn Omnes, wie Luther zu sagen pstegte, der Herrschaft der Menge, gesteuert werde. Aber von solch nüchterner Erwägung allein können wir nicht leben. Soll etwas zu unserem dauernden Besitz werden, so muß auch unser Herz dabei sein. So fühlen wir uns auch unserem Herrscher in dem Maße genähert, als wir empfinden, daß er lebendigen, inneren Antell nimmt an den Geschicken und dem Wohlergehen seines Volkes.
Es ist mir und anderen m diesem Kreise erst vor wenigen Tagen wieder vergönnt gewesen, in versönlicher Unterhaltung zu erfahren, mit welchem Interesse S. Königliche Hoheit der Großherzog die Erscheinungen des öffentlichen Lebens verfolgt, wie er insbesondere der Entwickelung des geistigen Leben? seine Teilnahme zuwendet und wie er dabei in rein menschlicher Weise bemüht ist, für den Einzelnen, wie für die Allgemeinbeit Sorge zu tragen. Seine Königliche Hoheit hat bei dieser Gelegenheit auch seiner Stadl Gießen wiederholt in herzlichen Worten gedacht und die Hoffnung ausgesprochen, öfter hierher kommen zu können, wenn erst einmal die Pfalz am Brand wieder bergestellt ietn wird. Wir freuen un? dieser Aussicht. In den nächsten Wochen sollen freilich unsere Gedanken und Wünsche den Fürsten über da? Weltmeer begleiten nach dem alten, wohl un5 Allen unbekannten und doch für uns Alle reizvollen Wunderlande. Wir freuen uns, daß ihm, dem Schönheitsdurstigen und künstlerisch groß Empsindenden, sich eine neue Welt erschließen soll. Wir wollen einig sein in dem Wunsche, daß Gott ihn schütze auch außerhalb der Grenzen unseres Vaterlandes und daß er mit reichen Eindrücken und frohen Er- innerlingen zu uns zurückkehren möge. Rufen Sie, meine Herren, mit mir: .Seine Königliche Hoheit, der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, er lebe hoch! hoch! hoch!N
Auszeichnungen.
Seine Königliche Hohett der Großherzog haben geruht zum 25. d. M. u. a. zu verleihen: das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Mitglied des Präsidiums der Hassia Anton Bernhart, Stadtverordneter in Mainz und daS Silberne Kreuz desselben Ordens dem Dotffteher deS Kriegervereins-Dezirks Reinheim Wilhelm Ritsert, Kaufmann in Reinheim; das Ehrenkreuz mit der Krone des Verdienst-Ordens Phil des Großm.: dem Oberstleutnant Freiherrn v. Normann in Gießen, das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Major a la suite Zahn. Ferner wurde dem Rentner Otto W o l f S k e h l in Darmstadt die Krone zum Ritter
kreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm., bal Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm., )em Hofjagdsckretär, Leutnant a. T., Heinrich Roth: daS Ehren kreuz des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Direktor des Haus- und S 'atsarchivs Tr. jur. Gustav Freiherrn Schenk zu Schweinsberg, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm. dem Ober- Rechnungsrevisor bei der zweiten Justifikatur-Abteilung !>er Ober-R"chnunoskammer Georg H o o s und Otto Zimmer: das Ritterkreuz 1. Klasse deS Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Postdircktor Wilhelm Simm er in Bingen; das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Vhist des Großm.: dem Oberpostsekretär Christoph Sausen in Mainz, dem Postmeister August Danzinger in Osthofen, dem Oberpvstsekretär Wilhelm Cochlovius in Worms; das Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langiährige treue Dienste": dem Postschaffner Christian Pfaff in Gießen, dem Landbriefträger Leonhard Keßler in Büdingen, dem Postschaffner And'reas Keßler in Gießen. Ten Charakter als „Geheimer Obermedizinalrat" erhält der vortragende Rat bei der Abteilung für ösfentl. Gesundheitspftege des Ministeriums des Innern, Ob'rmedizinalrat Dr. Ludwig Hauser; den Charakter als „Medizinalrat": der Kreisarzt des Kreises Heppenheim Tr. Ferdinand Schwarz: den Charakter als „Professor": der Vorstand des chemischen Untersuchungsamtes zu Darmstadt. Tr. Heinrich Weller; den Charakb-r als „Kommerzienrat": der Tuchfabrikant Michael Arzt in Michelstadt, Fabrikant Richard Avenarius in Gau- Algesheim, Kaufmann Carl August Fischer zu Bingen, Hofmöbelfabrikant Julius Glückert zu Darmstadt; den Charakter als „Sanitätsrat": die praktischen Dcrzte: Tr. Karl Becker zu Friedrichberg, Tr. Karl Köhl zu Worms, Dr. Friedrich Maurer zu Tarmstadt, Tr. Heinrich Müller zu Mainz, Tr. Heinrich Pullmann zu Undenheim, Dr. Heinrich Rapp zu Pfungstadt; den Charakter als ..Oekonomierat": der Gutsbesitzer Georg Friedrich Franz Ramge in Ueberau, Kr. Dieburg, der Gutsbesitzer Jakob Walter XVI. zu Lengfeld, der Landwirtschaftslehrer Viktor Weitzel zu Langen. Tie Krone mm Komturkreuz 2. Klasse des Veroienstordens Phil, des Großm. wurde zu teil dem Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen Ge- heimerat Maximilian Freiherrn von Gaqern zu Mainz; das Ehrenkrcuz des Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Oberlandstallmeister Ferdinand Willich genannt von Pöllnitz zu Tarmstadt; das Ritterkreuz 1. Klasse de§ Verdienstordens Phil, des Großm.: dem evangelischen Pfarrer Ernst Aulber zu Eppelsheim, dem Direktor der süddeutschen Jmmobilienaesellschast Philipp Brand zu Mainz, dem Kommerzienrat Wilhelm Tiefenbach zu Darmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hock'chule Dr. Otto Tieffenbach zu Darmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Dr. Friedrich Dingeldey zu Darmstadt, dem Großh. Sachs. Meimcn Kommerzienrat Friedrich Feldheim zu Mainz, dem Kreisarzt des Kreises Worms Medizinalrat Tr. Sebastian Fertig zu Worms, form Sekretär bei der Zentralstelle für die Landesstatistik Regierungsrat Gustav Fertsch zu Darmstadt, dem Oberkonsistorialrat D. Dr. Friedrich Flöring zu Darmstadt, dem Kreisrat Dr. Emil Göttelman^n zu Heppenheim, dem vormaligen Direktor der städttschen Spar- taffe Adolf Heß zu Mainz, dem katholischen Pfarrer Tho mas Jennewern zu Nieder »Mörlen, dem Oberlehrer an der Diktoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt Professor Karl Keil, dem Oberlehrer am Gymnasium zu Bensheim Professor Dr. Joseph Kieffer dem Oberbürgermeister Heinrich Köhler zu Worms, hem Direktor der Entbindungsanstalt in Mainz, Medizinalrat Dr. Jakob Krug, dem Kreisbauinspektor, Baurat Rickart Limpert, zu Worms, dem Meliorattonsbaurat Äugus Mangold, Vorstand der Kulturinspektion Tarrn ft dem Landesäkonomierat Wilhelm Müller, teckni'ckrs Mitglied der Mitnsterialabteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, dem Feldbereinigungskommissär um Vorsitzenden der land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschaft Regierungsrat August Rach zuDarmstavt, dem Bürgermeisterei-Beigeordneten Dr. Georg Schmidt zu Mainz, dem Domkapitular Dr. Joseph Selbst zu Mainz, dem evangelischen Pfarrer Georg Sturm selS zu Seligenstadt, dem Oberlehrer am Neuen Gymnasium zu Tarinstadt Professor Rudolf Trümpert, dem eoanS- Oberpfarrer Ernst Vogt zu Lauterbach, dem Kreisrat Dr. Eduard Wallau zu Lauterboch, dem Gymnafialdirettor Dr. Theodor Walter zu Worms, dem katholischen dm^r Achatius Weismantel zu Gou-BischofSheim. dem Rat bei der Provinzialdirektion Starkenburg Regierungsrat Franz Wick zu Tarmstadt, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Tr. Karl Wirtz zu Darmstadt, dem evangelischen Pfarrer Wilhelm Zentgraf zu Oberstadt, Kreis Tarmstadt. Das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phil, des Großm.: dem Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Anton Kayser, dem Oberlehrer an der Volksschule zu Mainz Philivp Keil, de« Polizei-Assessor Moritz Kraemer zu T nrmftaK, dem Lehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium ft Darmstadt Georg Lerch, dem Kreisveterinärarzt Jakob May zu Mainz, dem KreiSfcuerwehr- inspektor JuliuS Moller zu Wöllstein, dem Lehrer au dem Herbstgymnasium zu Mainz Georg Marttn Petrus, dem Christoph Ruthvf, Inhaber der Schiffswerft und Maschinenfabrik Ruthvf in Kastel, dem Kreisschulinspcktvr bei der Kreisschulkomm'sfion Heppenheim Fran'> Schrod. dem Vorsteher <der Präparandenanstalt zu Lich SbeinriC) Wagner, dem Rechnungsrat Jakob Weitzel zu Tarnt' stadt; — die Silberne Medaille für Kunst, Wi-enschaft und Landwirtschaft: dem Leutnant a. T. Heinrich l in Heppenheim, dem Gutspächter Karl Hahn auf Hof Tiergarten bei Büdingen, dem Gutsbesitzer und Bürgertmtstc Fritz Orb in Westhofen, dem Bürgermeister a. T.
Reitz zu Södel; — das Silberne Kreuz des Verdtenst- orbens Philipps deS Großmüttgen: dem Lehrer Johannes Rückert zu Großen-Buseck: — das allgemeine Ehrenzetcke» mit der Inschrift .Siir langiährige treue Dienste" wurde zu teil: dem Bauskbätzer Christian Meufer zu Budtngen, dem Gemeindeeinnehmer Philipp Müller zu Nauhetm- dem Kirchen- und Hospitalrechner Ludwig Zell zu Ntvo , — das allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste": dem Feldschützen Adolf Denzel zu ließen: das allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit' , dem Kreisstraßenwürter Georg Glas zu Selters, b< Kreisstraßenwärter Heinrich Hermann zu Ltetnvacy (Kreis Gießens dem KrciSsttaßcnwärter Johannes Mvyr zu Vetzberg (Kreis Wetzlars — Dem evang. Pfarrer unv Dekan Eduard Koch zu Fränkiich-C rum buch wurde der Charakter als Kirckenrat erteilt; dem Ministerialrat im Mtnt- stcrtum der Justiz Karl Puckel der Charakter als Geheimrat, dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Herman» Jockel in Friedbera der Charakter als „Geheimer JuuiZ-


