Ausgabe 
25.10.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 251 Erstes Blatt.

152. Jahrgang

Samstag 25. Oktober 1902

Vrfftelttt tügttch au6n SonnlagS.

Dem Greßener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche bergelegt.

HotallonSdruck u. Ver­lag der Brühl 'schen Univers.-Buch- u.Siein- bruderei (Pietsch (ttben) Reboftion, Expedition und Druckerei:

Ochulstraße 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.

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GietzenerAnzeiger

w General-Anzeiger v zeZ

Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

VezngSpreiS, monailich75PL eierte!* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole» u. ^iveigsiellen monatlich (i.> 'EL; durch die Post Ml. 2 - oteiieU* sährl. auslchl Bestellg. Annahme von Unzetgeo für die TageSnurnrner biS vormittag- 10 Uhr. ßetlenprei»; lokal ISPs, auSroärti 20 Psg.

verantwortlichr tot den polst, u. allgem, Steil; P. Witiko: füi .Stadt und ßnnb" und ZSenchlssaal" Gurt Plato, für den '2In- geiflentetl: Hans Deck.

KeKanntmachung.

betreffend: Feldoereinigung in der Gemarkung Gießen, links der Lahn.

Auf Grund des Art. des Feldbereinigungsgesetzes dorn 28. September 1887 fordere ich hiermit die beteiligten Grundbesitzer auf, die Einträge der Eigentums- und der sonstigen Rechtsverhältnisse in den öffentlichen Buchern, insoweit dieselben den bestehenden Verhältnissen nicht mehr entsprechen, innerhalb einer Frist von 3 Monaten bei dem Grohh. Amtsgericht Gießen berichtigen oder ergänzen zu lassen, damit die bestehenden Rechtsverhältnisse beim Be­reinigungsverfahren berücksichtigt werden können.

Tie Aufforderung ergeht:

1. an diejenigen, welche Grundstücke im Bereinigungs­bezirk erworben, aber ihren Eintrag im Grund- oder Flurbuch bezw. im Mutationsverzeichnis noch nicht erwirkt Haden, um die Errichtung und Jngrossation ihrer Erwerbstitel oder die Berichtigung irriger Ein­träge zu erwirken;

2. an diejenigen, welche zwar im Grundbuche stehen, aber weil sie schon vor Einführung des Gesetzes vom 2L Februar 1852 eingetragen waren, ohne Beifügung des Erwerbstitels, im letzteren nach Maßgaoe des Art. 28 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 eintragen zu lassen, indem sonst, abgesehen von dem Hinder­nisse bei der Feldbereinigung, demnächst nur eine Bescheinigung des Besitzstandes statt einer Eigen- tumsurkunde ausgestellt werden wird;

3. an diejenigen, welche an ein auf fremden Namen im Grundbuch eingetragenes Grundstück einen Vindika- tions- oder einen unter gewissen Umständen zu reali­sierenden An- und Rückfallsanspruch wegen eines vor Einführung des Gesetzes vom 21. Februar 1852 ver­tragsmäßig gemachten Eigentumsvorbehalts oder wegen einer bei der Veräußerung beigefügten aus- lösenden Bedingung eines Endtermins oder einer Zweckbestimmung zu bilden haben, ohne diesen An­spruch durch den Vermerkstreitig" oderbeschränkt" im Grundbuch gesichert zu haben, sowie an diejenigen, welche unter Nachweis der geseülichen Voraussetz­ungen die Bemerkunggehemmt" wollen eintragen lassen;

4. an die Obereigentümer und Fideikommißberechchigten, welche ihre Heimfalls- und Succossionsrechte nicht durch Eintrag der Lehens-, Erb- und Landsiedel-, Leih- oder Fideikommißqualität eines Grundstücks im Grundbuch haben eintragen lassen, um ihre Rechte, soweit dies nach Art. 37 und 38 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 noch zulässig ist, im Grundbuch ein- tragen zu lassen;

5. an diejenigen, welche Pfandrechte, Eigentumsvorbe­halte, Revotalions-, Resolutions- oder Nicbtigkeits-, Separations- oder andere Sicherheitsrechte, die weder im Hypotheken- noch int Grundbuch gewahrt sind, an zur Bereinigung bestimmten Grundstücken geltend machen können, um unter Vorlage der betreffenden Urkunden und genauer Bezeichnung der Forderung und derjenigen Grundstücke, welche zur Sicherheit

dienen, die Einträge in den öffentlichen Büchern zu erwirken;

6. an diejenigen, welche Realservituten, die nicht durch die bei der Bereinigung vorzunehmende neue Weg- und Wässerungsreaulierung erlöschen, sondern noch nach derselben geltend zu machen sind, z. B. Weg- und Wasserleitunggerechtigkeiten zu Gunsten von Grundstücken, die nicht in die Bereinigung fallen, Lehm-, Thon-, Sandgrube- oder Kellerberechligungen aus zur Bereinigung gehörigem Gelände anzusprechen haben, ferner an die, welche solche Grundstücke zu lebenslänglicher Nutznießung, zur Benutzung als Brautgabe bis zur geschwisterlichen Teilung, zur Sicherung einer lebenslänglichen Leibzuchts oder Aus- zugsoerechtigung anzusprechen haben;

7. an diejenigen, auf deren Grundstücken in den öffent­lichen Büchern solche Rechte eingetragen sind, welche sie für erloschen halten, aber noch nicht haben löschen lassen, um diese Löschung unter Vorlage der nötigen Beweise hierzu zu erwirkem

Rechte der unter Pos. 17 genannten Art, welche nach Ablauf von drei Monaten weder in den öffentlichen Grund- und Hypothekenbüchern, bezto. den zu den Flurbüchern ge­hörigen Mutationsverzeichltissen, noch in den in Gemäß­heit der Anmeldungen aufzustellenden Verzeichnissen ge­wahrt sind, bleiben bei der stattfindenden Feldbereinigung unberücksichtigt, ebenso werden erloschene, aber in den öffentlichen Büchern noch nicht gelöschte Rechte als fort­bestehend behandelt.

Friedberg, den 17. Oktober 1902.

Ter Großh. Bereinigungslömmissär:

i Spam er, Kreisamtmann.

KcKanntmachung.

Wegen Vornm-me von Hanuii|atioiisQrbciten an der Kreuzung der Bahnhofstraße und Westanlage wird der Durch­gangsverkehr für Fuhrwerke im Zuge beider Straßen vom 27. l. Mts. ab dts auf Weiteres gesperrt.

Gießen, den 24. Oktober 1902.

Großherzvgiiiyes polrzeiauit Gießen. Hechler.

KcKanntmachung.

In der Zeit vom 18. bis 25. Oktober 1902 wurden in hiesiger Stadt

Gefunden: 2 goldene Ringe und 4 Vorhemden.

Die Empfangsberechtigten der gefunbenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 25. Oktober 1902.

Großherzogucyes Polizeiamt Gießen. Hechler.

Au dt!» aLundtugswuylen

wird uns aus Darmstadt geschrieben:

In wenig Tagen wird nun acso die Entscheidung dar­über fallen, durch welche Akänner und Parteien in den

nächsten drei Jahren die Interessen unseres engeren Hei­matlandes vertreten werden sollen. Tie allgemeine po­litisch e Situa tion, die sich in unserem Großherzog­tum zur Zell herausgebildet hat, ist, wie jeder zugeben wird, der die letztjährigen Parlamentsverhandlungen mit einiger Aufmerksamkeit verfolgte, keineswegs eine erfreu­liche. Tie einzelnen Parteien haben im verflossenen Land­tag an dem politischen Zipfeltuch des Dtaatsbettes nach allen Richtungen hin herumgezerrt, bald hierhin und bald dorthin, und die numerisch immer noch stärkste Partei des Landtags hat sich dann noch das besondere Vergnügen geleistet, ihren glücklich erhaschten Zipfel nach allen Regeln der Kunst noch extra zu zersausen, indem sie in den vitalsten Fragen eine nicht nur unklare, sondern sogar völlig aus­einandergehende Stellung annahm.

Tas soll jetzt anders werden! Der nationalliberale Landesausschuß hat sich nach dem Trängen von allen Seiten endlich veranlaßt gesehen, eine gründliche Aus­sprache über die allgemeinen Grundsätze und Zielpunkte herbeizuführen, und das praktische Ergebnis ist der Wahl­aufruf, dessen wesentlichste Punkte in unserem Donners­tag-Morgenblatt mitgeteilt wurden. Fast gleichzeitig mit den Nationalliberalen sind nun aber in Tarmstadt auch die Gegner derselben auf dem Plan erschienen und haben Kandidaten ausgestellt, die kurzweg als Kandidatenfür die antiagrariscye Wählerschaft" bezeichnet toerben. Man tarnt indes nicht sagen, daß diese Bezeichnung eine glück­liche wäre. Denn erstens wird damit die Täuschung her­vorgerufen, als seien die nationalliberalen Kandidaten ein Paar enragierte Agrarier und zweitens wlld damll die ganze Wahl auf das reichspolitische Gebiet hinüder- gespielt. Im hessischen Landtag hat man es Ober doch vor allen Lingen mit den Fragen der inneren Entwickelung; und der wirtschaftspolitischen Organisation zu thun, was soll da das Hereinzerren des großen Kampfes um die Zollpolitik des Reiches? Und wohin soll es führen, wenn man alle landespolitisch.u Interessen durch die doktrinäre Brille der Parteien im Reiche betrachten und beurteilen will? Wir haben der Gegensätze in unserem Landtag jetzt gerade schon genug, der Widerstreit der Interessen zwischen Stadt und Land allein hat Timensionen angenommen, die eine ersprießliche und gesunde Fortentwickelung des ganzen Staatsorganismus sehr erschweren. Ta sollte man sich doch ernstlich hüten, noch neue Zündstoffe in die Wählerschaft hmeinzuwerfen. Eine eigene Illustration er­hält der Wahlkampf in Darmstadt übrigens dura) das Vorgehen der Sozialdemokraten. Sie haben nämlich ent­gegen den auf dem jüngsten Münchener Parteitag auf- gestellten Grundsätzen für Landtagswahlen einfach den Beschluß gefaßt, hier keine eigenen Vertreter auszustellen, sondern ohne weiteres für dieantiagrarischen itanöibaien" einzutreten. Wenn - man in manchen Kreisen der hiesigen Bürgerschaft zuerst geneigt war, die Aufstellung der beiden freisinnig-demokratischen Kandidaten mit unverhohlener Sympathie zu begrüßen, so gewinnt die Sache durch diese Waffenbrüderschaft doch ein ganz anderes Gesicht. Tie Deutsch-freisinnigen und die Demokraten haben hier feit langer Zeit nicht mehr selbständig auszutreten vermocht. Wenn sie jetzt den Versuch machen, auf sozialdemokratischen

Gießener Theaterverein.

Charlotte Wiehe.

Nietzsche sagt irgendwo:Der Leib ist eine große Vernunft, eine Vielhell mit Einem Sinne, ein Krieg und ein Frieden, eine Herde und ein Hirte." Der Wiehe Kunst, die wir am Freitag kennen lernten, ist die Kunst des Leibes, die Kunst einer großen Vernunft und zugleich einer großen Laune. Das Wort Laune soll, nach Grimm, vonluna abgeleitet jein; es soll hierdurch angeblich das stets Veränderliche, Wechselnde angedeutet werden. Das Bild ist, wie Dr. Ernst Jentsch in seiner, just gestern mir auf den Redallionsiisch gelegten Ärztlich-psychologischen Studie" über ,chie Laune" (Verlag von I. F. Bergmann in Wiesbaden) sehr richtig sagt,insofern nicht glücklich, als die Phasen des Monoes doch gesetzmäßig verlausen, während das Launische gerade das anscheinend Regellose darstellt." Auf die Wiehe aber läßt sich dieser Symbolis- lismus doch ganz gut anwenden. Die Kunst dieses be­rückend schonen Weives mit dem mondlichtsarbenen Haar zeigt eine durch die Vernunft geregelte, auf den äußeren Esft.it berechnete Launenhaftigtell. Ihre Blldgestall ist weniger von sonnendurchgtüyter Sinnlicykeit, als daß sie UNS schier monbain anmutet. Es ist eine sehr zarte Schönheit, dieses von hellstem Blond unuoallle Gesicht, und wundersam, wie die blumige, zum Gewand geraffte Seide ihr den überschlanken Leib umwallt. Wundersam auch ist es, wie sie schreitet, als lägen zuckende Herzen ihr zu Füßen, die sie, innerlich jubeind über ihre männerbezwin­gende Macht, tatzenpsöichenhaft tröstet und mit dem to,end schleppenden Saum ihres Kleides.

Im Kopenhagener Hoftheater sah ich einmal eme Auf­führung von MoliöresLAvare, und konnte die Bemerkung machen, daß die dänische Schauspielkunst ganz beeinflußt wird von der französischen Theaterschule. Da giebt es eine über­triebene lebhafte Mimik, em fortwährendes Augengeplänkel mit dem Publikum, kurz, alle die alten keinen Mätzchen der in Deutschland längst überwundenen Bühnenkunst. Der große Erfolg der dänischen Bühnenkünsterin in Pans ist daher recht begreiflich. Das litteransche Deutschland ist heute einer solchen Theatralik nicht besonders hold und weiß ernstere Seelenmalkunsl mehr zu schätzen als dre Effekthaschereien der Wiehe und ihres französischen Gefolges. Ihr Tanz aber in

BerenysHand" hat etwas Mondschleierartiges und dazu etwas leicht Satanistisches, von der versteckten Bosheit der Schlange und der sammtweichen, schillernden Katzengeschmeidig- keit des Pardeltieres. Es liegt eme ganz leise, darum aber um so verführerischere Erotik in ihren Bewegungen mag sie privat auch noch so biedermeierisch ehrbar sein wie nur denkbar.

Frau Wiehe hat ihre reizendela main", die auf höchstens 51/» zu taxiren. ist, vor vier Jahren dem ungarischen Komponisten Bereny gereicht, und hat ein Söhnchen von 6 Jahren aus ihrer ersten Ehe. Sie bereist z. Zt. ganz Deutschland, kam zu uns von Luzern und ging von hier nach Braunschweig. Ihr sehnlicher Wunsch ist es, .deutsch" zu spielen, aber wer weiß, ob ihren rosenroten Lippen unser gutes braves Deutsch sich anpassen ließe. Sie, die Dänin, kam über Paris nach Deutschland, und soll beabsichtigen, später nach Rußland, Kleinasien und nach Athen zu gehen. Man erinnert sich des Blumenthal'schen SchwankesNiobe", in dem die antike Statue jener schönen Griechin plötzlich lebend wird und wandelt. Frau Wiehe versucht ja wahrhaftig nichts weniger, als etwa archäologisch das klassische Altertuin zu rekonstruieren, sie hat sich die antiken Vorbilder wahrlich nicht zum Kanon gemacht; trotzdem aber muten uns einzelne ihrer stets mehr choreographischen Gestalten an, als wären sie aus dem schwarzroten Ton altgriechischer Vasen herausgetreten. Auch ihre plötzlichen, unvermittelten Gebärden haben nichts Schroffes, sie verrenkt nicht ihre Arme, sie schmeißt nicht bizarr ihre Beine empor. Es scheint immer, auch in den jähen Schreckensmomenten der .Hand", ein Zusammenhang in den Bewegungen, eme folgt gewissermaßen logisch der anderen, eine bedingt die andere. Dadurch entsteht eine schöne rhythmische Gebärdenharmonie.

Aber diese vollendete choreographische Kunst beeinträchtigt die darstellerische Wahrscheinlichkeit. Schrecken, Zaudern, Uebellaune re. re. haben bei ihr immer etwas Ostentatives, etwas auf die Wirkung absichtlich Angelegtes. Ihr künst­lerischer .Geist" ist schließlich, um em Wort Nietzsches zu variieren, nur .ein kleines Werk- und Spielzeug ihrer Vernunft". Sie giebt vollendete Außenkunst, aber der Begriff .Seelenanalyse" ist ihr völlig fremd. Das sah man wohl schon m derHand", die in Frankfurt

eine weit echtere, alle die verschiedenen Stadien des grauen» Haftesten ersten Entsetzens bis zum nahezu tollkühnen Tanz zum Befreiung bringenden Schlüssel in geradezu nervenzer­rüttender Naturwahrheit zeigende Darstellung erfährt dazu kommt noch in Frankfurt selbstverständlich statt der Klavier­musik A quatre inama die niederträchtig grausame große Bereny'sche Orchestermusik zuLa mainu; doch noch viel mehr zeigte die Wiehe ihre flache darstellerische Außenkunst in SchnitzlersAbschiedssouper". Was Lamprecht in seinem köstlichen BucheZur jüngsten deutschen Vergangen­heit") diesem feinen psychologischen Impressionisten überhaupt nachrühmt, nämlich dieMeisterschaft, Seelenzustände in den weichen, zerfließenden Formen kurzerSkizzen wiederzugeben", das gilt auch für diese dialogisierte und dramatisierte Novelle. Aber was hat gallische Kunst daraus gemacht! Schon die glänzende Toilette der Wiehe störte. Wie soll man, so gekleidet, solchen plebejischen Hunger wie die Luise haben, die überhaupt von dem mit Joh. Straußischem Gemüt und Grazie plaudernden Wiener Poeten sicher auch seelisch viel einfacher und harm­loser gedacht ist, zum mindesten nicht mit solchem Raffinement und solchen spitzigen, gesuchten, outrierten Gesten. Das kleine Mädel, das da ihrem bisherigen Schatz den Laufpaß gibt, ist gewiß natürlicher und ganz gewiß absolut unmaninert. Hätte ihre Luise stattc'eet ma deetinee gesagt: ,,cest ma caprke, man hätte ihr aufs Wort geglaubt. Caprice kommt nämlich von cepra die Ziege, die wir alle als ein mut­williges, eigensinniges und höchst veränderliches Geschöpf kennen. . . .

Von den vorbereitenden Arttkeln zur Orientierung des Publikums ist an dieser Stelle bereits em so außerordentlich ausgedehnter Raum m Anspruch genommen worden, daß jedes wettere einzelne Wort über die vier mimischen Winzig­keiten des Abends schon ein Allzuviel wäre, und man wird nicht ein Weib von der seltsamen Anmut und weichen und zärtlichen Schönheit der Wiehe zu sehen bekommen hätten, dann hätten wir uns zum Mindesten für die Mimodramen, die eigentlich mehr in Varietes gehören und die da noch erst durch die Orchcstermusik einen ihrer hauptsächlichsten Reize

*) Karl Lamprecht, Teusche Geschichte, erster ErgänzunaS- dand. I. und 2. Ausl., 4. und 5. Tausend. Berlin 1902, R. Gall- nerL Verlagsbuchhandlung.