Ausgabe 
25.6.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 146

Erstes Blatt.

152. Jahrgang

Mittwoch 25. Juni 1908

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König Eduards Krönung verschoben.

Im Laufe des gestrigen Nachmittags gingen uns nach einander folgende Telegramme aus London zu, die wir alsbald durch Aushang bekannt gaben:

London, 24. Juni. 2 Uhr 55 Minuten. Das Krönung?, fest ist wegen Unpäßlichkeit des Königs auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

London, 24. Juni. 5 Uhr. Ein über die Erkrankung des Königs ausgegebenes Bulletin lautet: Der König leidet an Blinddarmentzündung. Sein Befinden war am Sams­tag so befriedigend, daß er hoffte, dank der ärztlichen Behänd- lung sich der Krönungszeremonie unterziehen zu können. Gestern Abend verschlimmerte sich der Zustand, sodaß heute eine Ope- ration nötig wurde.

London, 24. Juni. 5 Uhr 45 Min. Das 2. Bulletin lautet: Die Operation des Königs wurde erfolgreich ansgeführt. Ter große Abszeß hat sich entleert. Der König überstand die Operation gut. Sein Befinden ist be­friedigend.

Was sind Hoffnungen, waZ sind Entwürfe! Unter gün­stigsten Auspizien sollte heute Eduard VII. als König von Großbritannien und Irland und derHerrschaftsgebiete über See" gekrönt werden. DieHerrschaftsgebiete über See" haben gerade jetzt eine Erweiterung erfahren, wie sie seit der Eroberung des westlichen Europa durch Cäsar und der Eroberung Indiens durch Lord Clive und Warren Hastings einzig in der Geschichte der Menschheit dafteht. Die Trag­weite der Angliederung der goldreichen Hochplateaus von Südafrika an das britische Weltreich wird auf dem Kon­tinent von Europa noch gar nicht deutlich erfaßt. That- sächlich bedeutet sie das EinziehendesfünftenWelt- teiles in das angelsächsische Herrschafts­system aus unserem Planeten. König Eduard VIL sollte heute gekrönt werden als Monarch von über einem .Viertel der Landflächen dieser Erde, und mehr als ein Viertel unseres Geschlechtes hatte sich vorbereitet zur Huldigung vor ihm. Wohin verschwinden dieWeltherrschaften" der Thotmes und Kyros, der Alexander und Cäsar, der Karl V. und Napoleon vor solcher Gebietsausdehnung? Im Reiche König Eduards VII. geht nicht nur die Sonne niemals unter, sondern es ist in jedem Augenblick jede Tagesstunde irgendwo vertreten. Der Klang der englischen Atorgenreveille hält Schritt mit den 24 Stunden des Tages, und in jedem Augen­blick ist Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Bereich des britischen Weltreiches. Alle Zonen der Erde sind in diesem Gebiete vertreten. Von den Eisfläch-en Kanadas bis in die Tropenwelt Indiens und Australiens und über die gemäßigten Zonen des Seengebietes von Nordamerika, Neu­seelands, Südafrikas weht der Union Jack. Der aber die Krone trägt dieses Riesenreiches, der da mehr an Macht hat als irgend ein Gewaltiger der alten und modernen Geschichte, er ist ein kranker Mann. Fünf Jahre nach dem 60jährigen Jubiläum der Königin Viktoria, das der Mensch­heit das Schauspiel der Demonstration eines Weltreiches sondergleichen bot, sollte in diesen Tagen die Krönung Eduards VIL sich ebenbürtig dieser Feier anreihen. Wiederum haben sich Angehörige des Britischen Reiches' von allen Teilen der Erde in London getroffen; wiederum haben alle Nationen ihre Abgeordneten dortbin entsandt, um dem König von England ihren Glückwunsch darzubringen und, wie 1897, sollte auch 1902 den Völkern der Erde Ge­legenheit gegeben werden, einen Eindruck von der Seemacht Englands bei Spithead zu gewinnen.

Aus alledem ist nun nichts geworden. Die Welt ist ge s o p P t wie selten vordem, unbeabsichtigt, wie man selbst­verständlich annehmen darf, von der Krankheit des Königs. Aber ist es wirklich recht glaublich, daß die Aerzte, die den König täglich besuchten, das nun Eingetretene nicht voraus­sehen konnten? Trat die Notwendigkeit derOperation wirklich so seltsam rapide ein? Jedenfalls wirft diese Weltsensation wieder einmal in schwerwiegender Stunde kein günstiges Licht auf die englische Aerztekunst.

Welche ungeheuren Vorbereitungen waren zu den Fest­lichkeiten getroffen worden! Seit vielen Monaten stand England unter dem Zeichen der Krönungsfeier. Allein schvn das Krönungszeremoniell, das, weil es seit Menschen- aedenken nicht gehandhabt wurde, etwas in Vergessenheit geraten war, zu regeln, war eine große Aufgabe. Hierzu gehörte in erster Linie die Beschaffung der Krönungs­garderobe, die der englische Adel in seinen verschiedenen Abstufungen bei der Feier anlegen sollte. Der Verbrauch an Hermelinverbrämungen, an Gold und Edelsteinen war ins Ungeheure gestiegen, sodaß die Preise hierfür unge­wöhnlich in die Höhe gingen. Für das Königspaar sind neue Kronen und Herrscherinsignien angefertigt worden, und auch für den Adel machte sich die Herstellung von Kronen erforderlich. Summa Summarum schätzt man die Kosten der Kostümierung des königlichen Gefolges auf 20 Millionen, uni) da man allein für den Empfang der fremden Fürsten und Gesandten einen Kredit von 25 Millionen forderte, und da die gleiche Summe für die zu veranstaltenden Bankette ausgesetzt war, so wird man nicht fehl gehen, wenn man die Gesamtkosten, welche die Königskrönung verursachien sollte auf rund 100 Millionen veranschlagt.

Alle diese gewaltigen Vorbereitungen sind umsonst ge­wesen Es fehlt", so wird aus London depeschiert,an Worten, "um die Bestürzung und den Schmerz auch nur anzudeuten, mit denen die Bevölkerung die Nachrichten von der Erkrankung des Königs und dem Aufschub der Krö­nung entgegengenommen hat. Das erste Anzeichen kom­mender Beunruhigung war die plötzliche Berufung der Ver­treter der hauptsächlichsten Nachrichtenbureaus nach dem Buckingham-Palaste, wo der Privatsekretär des Königs, Sir

Francis Ki.ollys, ihnen das von den ersten Aerzten des Landes unterzeichnete Bulletin mitteilte. Mittlerweile war die Nachricht nach dem Unterhause und nach anderen Mittel­punkten gelangt. Telegraph und Telephon verbreiteten sie auf das schnellste in ganz London. Die festtäglich gestimm­ten Menschenmengen, die sich in den Straßen drängten, wurden wahrhaft in Bestürzung versetzt und von Entsetzen ergriffen, als die Abendblätter erschienen und große Pla­kate von den Ereignissen Kunde gaben. An der Börse erlitten Konsols natürlich einen scharfen Kursrückgang, denn die volle Bedeutung der Schwere der Nachrichten kam jeder­mann sofort zum Bewußtsein. Jedermann hofft das Beste, aber es ist nicht zu viel behauptet, wenn man sagt, daß aller Herzen zittern. Der König erschien dem Auge des Laien, als er im Buckingham-Palaste eintraf, wohl aussehend, aber das klarsehende Auge des Arztes, das ihn scharf beobachtete, bemerkte, daß er sehr krank ist, und schon der bloße Name der Krankheit, an der der König leidet, flößt Schrecken ein. Das ganze Königreich wacht betend und angstvoll an den Thoren des Palastes."

Der Bischof von London empfing die offizielle Mit­teilung von der Erkrankung des Königs, wäbrend die Ge­neralprobe der Krönungscerernoni: in der Westminst r Abtei vor sich ging. Er teilte sie sofort den auwiieuden Parrs und Großwürdenträgern mit. Nach einem Gebet für die baldige Genesung des Königs gingen die Versammelten auseinander.

Ter Earl Marschall erhielt vom König den Befehl, das tiefe Bedauern des Königs bekannt zu geben, daß wegen seiner ernsten Erkrankung die Krönungs-Zeremonie ver­schoben werden müsse. Ter König hofft, daß die Fest­lichkeiten in den Provinzen, wie festgesetzt war, stattfinden. Der König ließ dem Lord Mayor den Wunsch aussprechen, daß das Festessen für die 500 000 Armen des Landes nicht verschoben werde.

Tie weiteren Bulletins über das Befinden des Königs lauten: Der König leidet an Perityphlitis (Entzün­dung des Blinddarms und seiner Umgebung. D. Red.) Am Samstag war das Befinden des Königs so, daß man glaubte, der König würde mit einiger Sorgfalt die Krönung durch­machen können. Montag abend machte sich eine Verschlim­merung bemerkbar, die heute eine chirurgische Operation nötig machte.11 Uhrabds.: Der Zustano des Königs ist so gut, als man nach einer so ernsten Operation er­warten konnte. Seine Kräfte erhalten sich und es ist weniger Schmerz vorhanden. Der König hat einige Nahrung genommen. Es werden noch einige Tage vergehen, ehe man sagen kann, ob der König außer Gefahr ist.

Tie Operation wurde um mittag ausgeführt und verlief erfolgreich. Der König erlangte das Bewußtsein wieder; um 2 Ubr schlief er. Reuters Bureau erfährt, daß in der Regel ein an demselben Leiden Erkrankter, wie es der König hat, vier bis fünf Wochen darniederliegt.

Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich wollte heute nach Oesterreich zurückreisen, ebenso Prinz Leopold von Bayern, und die Abreise auch der übrigen fremden Ver­treter wird unverweilt vor sich gehen.

Bei Beginn der gestrigen Sitzung des Unterhauses erhob sich Balfour und verlas, während alle Häupter sich entblößten, das Bulletin über die Erkrankung des Königs und fuhr dann fort: Seit der Veröffentlichung des Bulletins gelangte eine Operation zur Ausführung. Ich freue mich außerordentlich, dem Hause mitteUen zu können, daß die Operation mit größtem Erfolg stattgefund en hat, und daß der König sich so wohl befindet, als es die Umstände gestatten. Ich bin sicher, daß diese Mitteilung unser Gemüt von einer schweren Sorge befreit Mein erster Gedanke, als ich heute früh die betrübenden Nachrichten erfuhr, war der, daß das Haus seinen Empfindungen über das große Unglück, welches das ganze Volt betroffen hat, dadurch Ausdruck geben möchte, daß es sich vertagt, bei sicherer Ueberlegung aber bin ich zu dem Schluß gekommen, oaß ein solches Verfahren schlecht angebracht ist. Tie Be­sorgnis, die uns aller erfüllt, muß groß sein, und wird notwendig noch vermehrt durch die Umstände, unter welchen dieses große Mißgeschick über Seine Majestät, die königliche Familie und das ganze Land gekommen ist. Ich bin daher zum Schlüsse gekommen, daß, wenn das Haus einen so ungewöhnlichen Schritt, wie es die Vertagung ist, unternehmen würde, das, was in der öffentlichen Meinung Besorgnis ist, Panik werden und in der öffentlichen Meinung eine ganz übertriebene Auffassung von dem gegenwärtigen Stande der Tinge Platzgreifen könnte. Dieser Stand der Tinge ist unzweifelhaft ernst, aber wir sollten keine schärfere Bezeichnungen, als diese beiden, aus ihn anwenden. Ich bin überzeugt, wenn mir den Zustand des Königs als derartig ansehen wollten, daß es unangebracht wäre, mit der Erledigung der Geschäfte des Landes fortzufahren, so würden wir einen vollkommen falschen Eindruck Hervor­rufen. Unter diesen Umständen schlage ich keinerlei außer­gewöhnliches Verhalten vor und will das Haus nur davon in Kenntnis setzen, daß, soweit uns gegenwärtig bekannt, alles einen so guten Fortgang nimmt, als nach der Lage der Tinge erwartet werden kann. Balfour giebt sodann die Erklärung ab, natürlich werde die geplante Veriagung des Hauses wegen der Krönungsseierlttytetten auf unbestimmte Zeit verschoben, doch werde es angesichts der Schwierig­keiten, eine neue Proklamation zu erlassen, durch welche die bereits verkündeten Nationalfeiertage ausgehoben wer­den, dabei bleiben, daß Donnerstag und Freitag, wie ver­kündet, Feiertage sind. Ain Schlüsse der Nachmittagssitzung verlas Balfour das zuletzt ausgegebene Bulletin und be­merkte sodann, daß die anläßlich der Krönung geplanten Festlichkeiten in London, ausgenommen die Veranpattungen wohlthätigen Charakters, verschoben werden. Die Banken bleiben geschlossen, doch bleibt es den Arbeitgebern anheim­

gestellt, ob sie Donnerstag und Freitag freigeben wollen. Tie Flottenschau findet nicht statt

Im Oberhause erklärte der Premierminister Lord Salisbury: Alles, was wir gegenwärtig thun können, ist, das Beste zu schaffen und von Gott zu erbitten, indem wir uns mit dem Bewußtsein trösten, daß ausgezeichnete Chirurgen die besriedigensten Anschauungen über den Fort­gang des Befindens des königlichen Patienten hegen. Eine bestimmtere Sprache als diese zu gebrauchen, ist unmöglich. Eine Operation von besonderem Ernst ist erfolgreich aus- gesührt worden und hinterläßt alle Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang. Wir wissen, daß min­destens drei oder vier Tage hindurch und vielleicht länger Ungewißheit bestehen muß, doch ist es ein Trost, zu wissen, daß die Tinge kaum besser hätten gehen können. Einige Wochen müssen im besten Falle vergehen, ehe Se. Majestät gewöhnliche Gesundheit wieder erlangt hat. Ter Verlauf der Krankheit zur Genesung wird von der ernsten Teilnahme und den aufrichtigen Hoffnungen der von Liebe erfüllten Unterthanen Seiner Majestät begleitet sein. Wir haben allen Grund, zu hoffen, daß der Ausgang der Krankheit günstig sein und bald eintreten wird.

Wie verlautet, ließ der König bald nach der Operation den Prinzen von Wales zu sich kommen. Ter Premier­minister Lord Salisbury wie andere hervorragende Per­sönlichletten erschienen persönlich im Palast, um sich nach deyr Befinden oes Königs zu erkundigen.

Eine spätere Depesche aus London lautet:

Es wird jetzt offenbar, daß der König in der Besorg­nis, seinen Unterthanen keine Enttäuschung zu bereiten, den Entschluß, das Krönungsprogramm durchzuführen, erst aufgegeben hat, als die physische Unmöglichkeit dazu sich herausstellte. Er hatte sich vorher bestimmt ge­weigert, zuzugeben,daßerirgendwieern st- lich unwohl sei Er trug die Schmerzen, die er er­tragen haben muß, mit lächelnder Miene. Am Montag abend nahm der König nicht an dem offiziellen Diner im Palaste teil Eine Ausgabe der Evemng News von IO1/2 Uhr gestern abend meldet: Ter König schlummert Tie Königin weilt am Krankenbette. Der Star meldet: Ter kanadische Premierminister Laurier teilte einem Ver­treter des Blattes mit, der Gala-Umzug am Freitag finde wahrscheinlich statt. Tie Königin und die königlichen Prinzen weroen teilnehmen.

Sind diese Angaben über die Selbstbeherrschung des Königs richtig, dann lernen wir einen sympathischen und nicht der Größe entbehrenden Zug an ihm kennen. Man hätte gerade König Eduard dieses Maß von Selbstüberwin­dung, von Aufopferung kaum zugetraut Ob seine nächste Umgebung, ob die Mitglieder der Regierung, die Aerzte- den Kranken zum rechtzeitigen Verzicht auf die mit kolossa­len Repräsentations-Anforderungen verbundene Feier mit Eifer zu bewegen versucht haben, darüber wttd man Mit­teilungen abwarten müssen. Allem Anschein nach ist jeden­falls feit längerem schon der Gesundheitszustand des Kö­nigs ziemlich kritisch gewesen. Tie Wünsche für die Ge- nejung des nahen Verwandten unseres Großherzogs und unseres Kaisers werden auf vielen Setten geteilt Werdern Bei dem Alter des Königs ist die Gefahr einer Katastrophe nicht ausgeschlossen. - . 11 - <

Politische Tagesschau.

Der neue preuß. Arbeitsminister Budde

steht im besten Atter, er hat erst am 15. November vorigen Jahres sein 50. Lebensjahr vollendet. Herr Budde ist, wie fein Vorgänger, ein Rheinländer, in dem Köln benachbarten Bensberg geboren, wo er in dem Kadettenhause seinen ersten Unterricht erhalten hat MitAllerhöchster Belobigung* wurde er am 14. April 1869, erst 17 Jahre und 5 Monate alt, aus der Selecta des Kadetteneorps zum Seeondeleutenant im 1. Hess. Jns.-Regt. Nr. 81 in Mainz ernannt Als solcher machte er den ersten Teil des französischen Krieges mit, zeichnete sich bei der Einschließung von Metz und in der Schlacht von Noiseville aus und wurde hier am 1. Sep­tember durch einen Schuß in die rechte Brust schiver ver­wundet. Das Eiserne Kreuz wurde ihm für seine Tapferkeit zu teil. Nach dem Kriege wurde er Bezirksadjutant in Kassel. Bon dort wurde er zur Kriegsakademie kommandiert Hier wandte er sich mit Vorliebe Eisenbahnstudien zu; sein Schluß­vortrag im Jahre 1876 handelte von der militärischen Aus­nutzung der Eisenbahnen im Kriege 1870/71 und fand so große Anerkennung, daß fein Lehrer, General Blume, den Vortrag dem Feldmarschall Grafen Moltke überreichte. Im Juli 1877 kam er als Oberleutnant in unser 116. Infanterie- Regiment nach Gießen.' Hier gab der junge Offizier eine Schrift überdie französ. Eisenbahnen im Kriege 1870/71 und ihre seitherige Entwickelung in militärischer Hinsicht" heraus; Feldmarfchall Graf Moltke überreichte dafür dem Verfasser, der inzwischen zur Eisenbahnabteilung des Großen Generalstabs kommandiert worden war, persönlich den Rothen Adlerorden 4. Klasse. Auch die kleine anregende Festschrift Zur Erinnerungsfeier der Kriegsveteranen des Feldeisenbahn­wesens im deutsch-französischen Kriege 1870/71, am 10. Mai 1896" rührt von Budde her. Den größten Teil seiner mili­tärischen Laufbahn hatte Budde beim Generalstabe zugebracht zunächst von 1878 bis 1892, darunter von März 1890 brS September 1891 als Generalstabsoffizier bei der 14. Infan­terie-Di vision in Düsseldorf; dann kehrte er für kurze Zett in die Front znrück, zunächst als Bataillonskommandeur im 3. oberschles. Jnf.-Regt Nr. 62 in Kofel, dann als etats- mäßiger Stabs-Offizier im Grenadier-Regt Kronprinz Fried-