Ausgabe 
25.1.1902 Erstes Blatt
 
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mehr §u verteuern.

»ans Emil Gustav

zur Aufbringung der großen noch erforderlichen Geld­mittel durch Aufrufe, Sammlungen, Vorträge usw- wurde einer eingehenden Erörterung unterzogen.

** Automaten- und Fahrradsteuer. Alle Diejenigen, welche noch mit der 'Automaten-- und Fahrradsteuer im Rückstände sind, seien hiermit an die Entrichtung derselben erinnert, da die Steuer andernfalls zwangsweise beige­trieben wird.

Mainz, 23. Jan. Infolge des herrschenden Mangels an Schl a ch ts ch wein e n auf den deutschen Viehmärkten kommen gegenwärtig größere Sendungen von geschlachteten Schweinen aus Dänemark und Oesterreich hier auf den Biehrnarkr. Lebende Schweine dürfen bekanntlich wegen ider Sperre nicht über die Grenze gebracht werden- Da nun -geschlachtete Tiere bedeutend höhere Beschaugebühren zu! bezahlen haben als Tiere, die lebend eingeführt werden, 'so ist der Stadtverordnetenversammlung von der Bürger­meisterei der recht zeitgemäße Antrag unterbreitet worden.1 während der Dauer des Notstandes die Gebühren! 'für geschlachtete Schweine nicht höher zu be­messen als dicGebührenfürlebend eingebrachte

6 Jahre alt, Sohn des Fabrikanten Fritz Egli) dahier. Lud- wrgLöckel, 65 Jahre alt, Landgerichtsdirektor dahier.

Gestorbene.

Am 17. Januar: Heinrich Brück, 9 Monate alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Brück dahier. 20. Christian Pitzer, 36 Jahre alt, Kutscher dahier. Georg Stephany, 53 Jahre alt, Betriebs- werkrneister dahier. Marie Kliffniüller, geb. Stohr, 72 Jahre all, Ehefrau des Schuhmachermcisters Ludwig Kliffmüller dahier. Heinrich Hof, 20 Jahre alt, Fabrikarbeiter dahier. Georg Balser, 41 Jahre alt, Agent dahier. 22. Ernestine Schlitt, 1 Jahr alt, Tochter des Vureaugchilfen Theodor Schlitt dahier. 23. Heinrich Schneider, 45 Jahre all, Taalöhner dahier. £>i ~

Egli), 6 Jahre alt, Sohn des Fabrikanten Fritz El

Auszug ous den Kichttbjichtru i>er Ztabt Gjkßcn.

Evangelische Genre in de.

Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 19. Januar. Dem Fuhrmann Heinrich Opper eine Tochter, Marie, geb. den 1. Dezeinber. Denr Kutscher Johannes Fölsing eine Tochter, Mar­garethe, geb. den 18. November. Markus gern ein de. Den 19. Januar. Dem Hilfsbremser Karl Bairer eine Tochter, Bertha Katharine Marie, geb. den 25. Dezeinber. Dem Oelhandler Johannes Erb eine Tochter, Marie Paula Elise, geb. den 17. Dezember. Den 20. Januar. Dem Zementierer Karl Bögler eine Tochter, Lina, geb. den 2. November. Lukasgemeinde. Den 19 Januar. Dem Wagenptltzer Karl Rethwisch ein Sohn, Otto, geb. den 22. November. Dem Lackierer Philipp Weigel ein Sohn, Wilhelm Heinrich Gottlieb, geb. den 30. November. Johannes- g c nt e inde. Den 19. Januar. Dem Buchdrucker Gustav Zichäus em Lahn, Gustav Hermann, geb. den 9. Januar.

Beerdigte. M a tth äns g em e i n d e. Den 22. Januar. Heinrich Hof, Sohn des Kistenmachers Karl Hof und seiner Ehefrau Anna Margareche geb. Becker, 20 Jahre alt, starb den 20. Januar. Christian Pitzer, Kutscher, verheiratet, 36 Jahre alt, starb den 20. ^anuai1. Len 23. Januar. Marie Kliffmüller, geb. Stohr, Ehefrau des Schuhmachers Ludwig Kliffniüller, 72 Jähre alt, starb den 20. Januar. L u k a s g e in e t ii b c. Den 22. Januar. Georg Stephany, Großh Betriebswerkmeister, 52 Jahre all, starb den 20. Januar. Jo Hannes gemeinde. Den 23. Januar. ®c.or9 Daher, Agent, ^ohn des verstorbenen Glasermeisters Georg Hemrich Balser, 41 Jahre alt, starb den 20. Januar.

Absicht, dieselbe alsbald zu begleichen. Hätte er aber auch die Beträge zurückerstattet, so könnte diese nachträgliche Reparierung des zugefügten Verniögensschadens die Bestrafung wegen Betrugs nicht verhindern. Da der Angeklagte wegen Betrugs vorbestraft ist, erhält er unter Zubilligung mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten, die er sofort antritt. Die Verhandlung gegen Katharina Balser wegen Diebstahls wird infolge Ausbleibens einer Haiwt- zeugin vorläufig ausgesetzt. Ter vorbestrafte Taglöhner Gg, Fr. Lenz von Ober-Schmitten, har aus einem Hause' ui Abwesenhell des Besitzers einen kleinen Hund gestohlen. Er wird zu einer Ge-- fäiigniSsrrase von ,4 Atonalen verurlellk. Der m Gießen in Diensten gewesene .Otto Josef Bär aus Freiburg wurde, als er cines^ Nachts nach Hause kam und gerade das Thor betreten halle, im Thorgang von einigen Mengergeselleu, mit denen er einige Stunden, vorher Differenzen gehabt halte, angesallen. Da er Thät- lichkeiten befürchtete, stach er mit einem Metzer dem einzigen Gegenstand, den er zur Hand halte um sich und verletzte einen der Gesellen erheblich am Kopf und im Gesicht. DaS Gericht sprach den Angeklagten frei, da durch die Beweisaufnahme festgestelll wurde, daß er sich in gerechter Slotwehr befand. Die Privar- klagesache Z a h r t gegen Seeg wird auf den 14. Februar zwecks Erhebung weiterer Beweise vertagt.

e Gießen, 23. Jan. fGe w e rb e g er i ch t.) Den Vorsitz führt Beigeordneter Wolff. Es stehen vier Klagen zur Verhandlung. Die erste Klagesache tourbe auf Antrag des Beklagten vertagt. In der Sache des Cvnst.Römer hier, vertreten durch seinen Vater, gegen den Installateur Johs. Thörner hier, lvegen Heraus­gabe des Arbeitsbuches, erklärte sich Beklagter bereit, dieses alsbald herzugeben. Das Dienstmädchen Auguste Rohde hier, verlangt von dem Wirte Hans P rotten - geier hier, 12 Mart Lohn. Die Parteien einigten sich dahin, daß Beklagter der Klägerin im ganzen noch 7 Mk. bezahlt, womit alle gegenseitigen Ansprüche aufgehoben sind. Der Dachdecker Carl Kl i n g e l m e i e r hier, klagt gegen den Dachdeckermeisier und Wirt Wilhelm Fischer hier, auf Zahlung von 16.50 Mk. Lohn. Ta der Beklagte trotz ordnungsmäßiger Ladung im heutigen Termin nicht erschienen ist, wurde er auf Antrag des Klägers durch Versäumnisurteil nach Klageantrag verurteilt.

AüSM AUö b?n Lralldesgeitsretzisttto der AtM Hießen.

Aufgebote.

Am 16. Januar: Heinrich Friedrich Roth, Kaufmann dahier mit Ottilie Elisabethe Starck in Frankfurt a. M. 17. "Adam Wettach, Kaufmann dahier mit Marie Melchior m Frankfurt a. M. 21. Kart Tambmann, Feldwebel dahier mit Emma Wagner in Botten- hvrtz. 22. Otto Ruhl, Fußgendarm in Darmstadt mit Marie Katharine Göbel dahier. 23. Tr. Richard Louis Herz, Chemiker in Frankfurt a. M. mit Toni Pasch dahier. 24. Xaver Koch, Rangierer dahier mit Martha Christiane Pauline Hofmann hierselbst.

Geborene.

Am 11. Januar: Dem Konzertunternehmer "Adolph Heinrich John Mackens ein Sohn, Hans Theodor. 13. Dem Kaufmann Ferdinand' Krämer ein Sohn, Siegfried. Dem Fuhrknecht Karl Schmidt ein Sohn. Dem Schreiner Joseph Langer ein Sohn, Karl August Wilhelnu 15. Dem Fabrikarbeiter Jnnovenz^Krack ein Sohn, Rudolf. Dem Taglöhner Eberhard Schmidt eine Tochter, Susanne. 16. Dem Schneider Kaspar Volland eine Tochter, Käthe Elisabeth. 18. Dem Schneider Wilhelm Hoffmann ein Sohn. 19. Dem Tape­zier Christian Arnold ein Sohn. Dem Bremser Peter Fackiner ein Sohn» Erich Heinrich. 20. Dem Heizer Friedrich Schupp eine Tochter. Dem Lehrer Ernst Reich eine Tochter. 21. Dem Tag­löhner Johannes Schäfer V. eine Tochter, Elisabethe Wilhelmine. 23. Dem Maurer Adam Menz ein Sohn. Dem Taglöhner Karl Strack ein Sohn.

I breiteten Gerüchte auf Wahrheit beruhten. Zu dem Ge­rücht, daß bei dem Duell Falkenhagen inkommen'tmäßig ge- I schossen habe, wird mitgeteilt: Der verhaftete Domänen- ! Pächter, der die Zeitungsberichte über den Zweikampf eifrig gelesen hatte, wies diese Behauptung nach seiner Festnahme entschieden zurück. Ihre Unrichtigkeit wird jetzt auch! von anderer Seite bestätigt. Falkenhagen hat keine eigentlich akademische Bildung genossen, sondern nur einige Semester auf einer höheren landwirtschaftlichen Schule verbracht. Er ist auch nicht Reserveoffizier.

* Zum Th eaterb r and in Stuttgart- Daß ein Betreten der noch stehenden Gebäudeteile immer mit großer Gefahr verknüpft ist, beweist, daß durch herab­fallende Plajondteile heute vormittag ein Teil der mit Ausräumen beschäftigten Arbeiter ernstlich gefährdet wurde. Auch der König geriet gestern nachmittag in die Gefahr, von herabfallendem Schutt getroffen zu werden. Es wird deswegen wohl kaum möglich sein, ohne umfassende Sicher­ungsarbeiten die Ruinen zur allgemeinen Besichtigung zu öffnen, oder die noch erhaltenen Räume, wenn auch nur provisorisch, in Gebrauch zu nehmen. Bei dem Brande sind zusammen 260 Feuerwehrleute in Thätigkeit gewesen. Die Zahl der zur Hilfsbereitschaft herbeigerufenen Militär- m .. / 3 ... x,, , .Mannschaften betrug über 500. 6 Mafchinenleitern und

«chivemc. um bett Preis des wchwemefletsches nrcht Iwch über 3000 Meter Schlauch fanden bei dem Riesenbrarrde mehr zu verteuern - Zn der h-utrgen Sitzung der Bcrmendung. Aus bemühe 50 Strahlrohren wurde vom Stadtverordneten wurde be,chlosi«n, für die Folge Zeitpunkt des Nusruckens der Berufsfeuerwehr bis mor. von der Erhebung eines Etnzugsgeldrs für die Verleihung geng 8 Uhr eine Wassermen« von 6000 66m. auf das beä Ortsbürgerrechts an naturahfierte Msland-r rasende Element gegossen. Der Gesamtwasserverbrauch bei abzu,ehen. Seither mUrbeti von der Stadt 200 Mark er- dem Brande ist der seit Menscktengedeuten bei einem Feuer hoben. - Der Berkaus von IS Bauplatzen auf dem Gebiete hier nicht in Betracht gekommene Aufwand von etwa der Schloßfreiheit durch einen hiesigeii Sensal um den 13 000 Corn-

Betrag von 600 000 Mark wurde genehmigt- Die Bebauung * Was ist ein Kurzschluß? Unter dieser Spitz- ber Plätze soll am 1. April in Angriff genommen werden, marke schreiben dieM. N. N." anläßlich des Stuttgarter b Mainz, 23. Jan. Zur Ueberuahme des hiesigen Theaterbrandes: Bekanntlich wird neben anderen Ur- Stadttheaters, von dessen Leitung bekanntlich Kapell- fachen der Brandkatastrophe, der das Stuttgarter Hof-The- melfter Emil Steinbach mit dem Schluß der nächst- ater zum Opfer fiel, auch eine Zündung infolge' elektri- jährigen Saison zurücktritt, hat sich unter zahlreichen schen Kurzschlusses angenommen. Im aUgemeineu nennt Bewerbern auch der früher? Leiter unseres Theaters, Di- man Kurzschluß jeden in einer elektrischen Leitung durch rektor i m e n s gemeldet. I Fehler oder Beschädigung des Jsolierungsmaterials sich

Wiesbaden, 23. Jan. ^n einer hiesigen Weingroß- bildenden Nebenweg für den Strom, der sich immer den

Handlung wurde bei der Kellerrevision bemerkt, daß möglichst kürzesten Weg sucht, um zu einer Ursprunasstelle

Flaschenweine im Wert von e tw a 20000 M a r f fehl- zurückzu kehr en. Wird nun z. B. die Isolierung der Leit-

ten. Der seit zehn Jahren angestellte Kellermeister, der! uugsdrähte, meist umsponnene Guttapercha, aus irgend

früher die Revision selbständig vornahm, ist entlassen einer Ursache, es sei hier nur an die in London und worden. I Paris vorgekommenen Fülle der Zerstörung der Isolierung

Kassel, 22. Jan. Im Frühjahr 1900 erschien hier durch Ratteilbiß oder durch Spatenstiche erinnert, beschädigt, eine Schrift, worin angebliche Unregelmäßigkeiten in der so wird in dem eigentlichen Stromkreis der elektrische Waggonfabrik Weg mann u. Co., Rothenditmold Strom geschwächt, während er in dem sich bildenden bei Kassel dargelegt und der Vorwurf erhoben wurde, kürzeren Nebenschlüsse ein Glühen der Leitungsteile Her­man habe Minderwertiges Material beim Wag- beifuhrt, das die Ursache gefährlicher Brände werden kann, gonbau benutzt, und abnehmenden Kontrollbeamten Einen gewissen Schutz gegen diese Gefahr bieten die von zu täuschen gewußt. Die Schrift wurde mit Beschlag Edison erfundenen Bleificherungen, die darin bestehen, daß belegt. Der Verfasser war der frühere stellvertretende Di- an passenden Stellen, namentlich an allen Berzweigungs-

rektor der Firma Wegmann u. Co., Techniker Fischmann. Punkten der Leitung Bleistreifen eingeschaltet werden, die

Er hatte vor seiner Entlassung den Kommerzienrat Weg- so abgemessen sind, daß sie schmelzen, wenn ein stärkerer mann in einem Briefe darauf aufmerksam gemacht, daß Strom durchfließt, als derjenige ist, den sie noch gerade

-in seiner Fabrik nicht alles mit rechten Dingen zuginge. 1 aushalten sollen. Dadurch wird ein fast augenblickliches

So hätten die Probezerreitzungen des Eisens, oas für I Unterbrechen des Stromes herbeigeführt. Eine besonders Güterwagen der Eisenbahn-Direktionen Köln und Frankfurt I wichtige Rolle spielen dies: Sicherungen, ' am Main verwendet worden sei, nicht die vorgefchriebenei Teil aus Silberstreifen hergestellt werden, Festiglkeit gehabt. Man habe bei den Proben i c

Höherer Eisenbahubeamten es so einzurichter

ten, abzüglich ei

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Mayer in Kassel sowie wegen Erpressung zu. Mehr als l Ä^ßner Hat, während er in Gießen in Diensteii stand, von seinem

Äeuaen waren au der aeftriacn Aerfianbluita hnr Geister Geldbeträge tm Gesamtwerte von 19 Mk. verlangt und er- SirWmme7 aetaden ^en' ist mll diesem Geld aus Gießen verschwundch. Er hat

iLL' Mrt brieflich um u-d-rstndung einer

ÖIC 3 «ItlWgtrtt -edj Rechmiw' crkucht in der m der heilligen Verhandlung behalte

Guterwagen der Eisenbahn-Direktronen Köln und Frankfurt I wichtige Rolle spielen dies: Sicheruiigen, die jetzt zum am Main verwendet worden sei, nicht die vorgeschriebene! Teil ans Silberstreifen hergestellt tverden, bei der Anlage Festigkeit gehabt. Man habe bei den Proben in Gegenwart der Glühlampenleitungen, wo sie der Zerstörung der gegen Höherer Eisenbcchnbeamten es so einzurichten gewußt, daß stärkere Ströme besonders empfindlichen Glühlampen vor- das gute Eisen oben, das minderloertige unten gelegen beugen. Eine besondere Art des Kurzschlusses ist auch habe; das gute Eisen sei dann wieder in die Magazine! die Ursache des Versagens der elektr. Akkumulatoren, indem gewandert und nur das schlechte verwandt worden. Der sich die von den Platten abgesallenen Mennigestücke auf Briefschreiber stellte das so dar, als seien diese Vor- oem Boden des Gefäßes sammeln und bald eine leitende gänge nicht nur ihm, sondern auch Wegmann bekannt ge- Verbindung der beiden Platten bilden.

wesen. Fischmann bemerkte noch in dem Briefe, Kammer-1 ---''

zienrat Wegmann möchte doch dafür sorgen, daß er, Fisch- OTbprirMGlrtrtl

mann nicht etwa in einem Prozesse als Zeuge über diese

y«1- d-miNf. K 5..:««

t)ie^d lüUr^c Fischrnann I junge Leute mit dem Messer gestochen, von denen der eine längere

entlassen. Er fand ut Hannover Stellung, wo er ein Jahr Zeit in Lebensgefahr schwebte. Mit Rücksicht hierauf und auf das später die Schrift herausgab. Diese zog ihm eine Anklage Unmotivierte der Körperverletztung erkannte da§ Gericht auf eine wegen öffentlicher Beleidigung des Kommerzienrats R. Weg- Gesanllgefängnisstrasc von 1 Jahr 2 Monaten, abzüglich einer ciu- mann und deS Elsenbahudirektors Geh. RegierunasratS! monatlichen Untersuchungshaft. Der Schneidergeselle Franz Mayer in Kassel sowie wegen Erpressung zu. ~ V "

wu^c, daß man mit Waffengewalt gegen ihn vorging. Die! Angerlagten. Ein als Sachverständiger vernommener Eisen­klare Vortragsweise des Redners, der sich das rege Interesse bahn-Jnspektor sagte aus, er habe sich im Auftrage des seiner Zuhörer bis zum Schlüsse zu erhalten wußte, crleich- Eisenbahn-Präsidenten, als eine Anzeige eingelaufen war, terte sehr das Verständnis dieser venvickeltcn Rechtsverhält- in die Wegmannsche Fabrik begeben, sich dort unauffällig Nisse. Reicher Beifall belohnte denn auch den diebnet dre ihm

ttanb noch mteieffantc Mittcilungen über die neue,ten Graber- betonte, Wegmann sei makellos aus dem Prozeß hervor- sunde auf dem »Trieb und m Klem-Lmben, und lud bie geganßen und beantragte gegen Fischmann sechs Monate Anwesenden zum Bepiche der letzteren Grabsiatte, von der Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust. Das Gericht ging einige Photographien herumgereicht wurden, em. über dieses Strafmaß hinaus und verurteilte Fchchmann

** Auszeichnungen. Ter preußische König hat wegen Erpressung und Beleidigung zu sieben Monaten den nachbenannten ReichsbeamtLn die Erlaubnis zur An- Gefängnis. Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte legung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden er- wurde nicht ausgesprochen, wohl aber wurde Fischmann teilt, und zwar: des Ritterkreuzes erster Klasse des Großh. sofort verhaftet.

hessischen Verdienst-Ordens Philipps d-es Großmütigen: hem- -

Telegraphen-Direktor von der Mülbe zu Darmstadt; 2Urnnfditnt

der Rllter-Jnsignien zweiter Klasse pes anhaltischen Haus-

Ordens Albrechts des Bären: dem Postdirektor Münch! * Zum Sprin ger Zwei kampf werden nach und zu Bad-Nauheim. «nach auch Umstände bekannt, welche darauf hindeuten, daß

** Die Sitzung des Hessischen Haupt-Vor- die Beziehungen Falkenhagens zu der Fran des erschossenen standes des Evangelischen Bundes mit den Ab- Landrates v. Bennigsen schon seit geraumer Zeit bestanden geordnete« der Zweigvereine, die am Mittwoch nachmittag haben müssen. Die Familie der Frau befand sich vor Jahren imBasler Hof" zu Frankfurt a. M. stattfand, war zahlreich ch derartig schlechten Permögensverhältnissen, daß der gänz- besucht. Oberlehrer Lic. Waitz von Darmstadt, der in Ruin hereinzubrechen drohte. Da unternahm es der Vertretung des Hofpredigers Ehrhardt den Vorsitz führte, Vater des Landrats, Oberpräsident a. D. v. Bennigsen, unter- .berichtete über die Generalversammlung in Breslau und stützt von anderen Mitgliedern der Familie, ein größeres chie Thätigkeit bös tzauptvorstandes im vergangenen Jahre; Kapital zusammenzubringen, womit dann der finanzielle mit besonderer Freude wurde die Neugründung von acht.Zusammenbruch abgewendet wurde. Zu dieser Sanierung Zweigvereinen begrüßt. Nachdem die einzelnen Mgeord- .all der Vater des jungen Falkenhagen, Ami'srat Falken- neten aus ihren Heimatsbezirken Bericht erstattet und Hagen, eine beträchtliche Summe zugeschossen haben. In die sich anschließende Diskussion mannigfache Anregungen dem Klub, in dem der Landrat verkehrte, hat man lange gebracht hatte, wurde «och die Preßt'yätigkeit und die gezögert, diesem Mckteilungen über die in Umlauf gesetzten Diakonie des Bundes in H e s s e n besprochen und in Sachen Gerüchte, die Ehre seiner Frau betreffend, zu machen, der Einigung der deutschen evangelischen Landeskirchen die Schließlich kam man aber zu der Ueberzeugung, daß ein Wsendung einer Resolution an den Zentralvorstand in I längeres Stillschweigen dem so schmählich Hintergangenen Halle beschlossen. Die diesjährige Lau des versa mm- Ehemann gegenüber nicht möglich sei. Nach der nun er- lung wird voraussichtlich in Gießen stattfinden, folgenden peinlichen Erklärung hatte v. Bennigsen eine so- In der sich unmittelbar anschließenden Sitzung des l fortige Unterredung mit seiner Frau, die den Schukdbeweis Hessischen H i l f s aus s ch u s sc s zur Unterstützung der «der Frau dem Herrn v. Bennigsen nicht lebendig werden -evangelischen Bewegung in Oesterreich wurde zunächst über! ließ Er kehrte entrüstet in die Gesellschaft zurück und konnte die Thätigkeit des von Hessen nach Jadenburg in Steier-1 erst durch Hinweis auf ganz bestimmte Vorfälle, die der eine mark entsandten Vikars Göttert Bericht erstattet. Der Ber-! oder andere beobachtet hatte, und die nicht zu widerlegen mögensstand des Ausschusses belief sich am 1. Okt. v. I. waren, überzeugt werden, daß die über seine Frau vor­auf 2683 Mk-, wozu seitdem 1287 Mk. hinzuramen, beiten 1554 Mk. Ausgaben gegenüberstehen. Die weitere Agitation

Hypothekenbanken. LautVoss. Ztg." besteht im Lcmd- wirtschastswinistLrium die Absicht, eine Aufsichtsbehörde ür die Hypotheken banken in Form einer Zentralstelle nach , . - , . kaiserlichen Aussichtsamts" das PrivatversicherungSwefm

erhanvlung behaupteten!^u schaffen. d H

Schiffsiuichrichtell.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

V r e m e n, 23. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der ReichspostdampferWeimar", Kapitän H. Formcs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr nachts wohlbehalten in Newyork angekommen.

,>R c d S t a r L i n i c" Antwerpen.

Der PostdampserVaderland" derRed Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 20. Januar wohlbehalten in New-Aork angekommen.____________________

Kandel und Verkehr. Dolkswirlj'chaft.

Vallendar, 24. Jan. Tie außerordeitlliche Haupt­versammlung der Fabrik feuer- und säurefester Produkte genehmigte mit 1881 gegen 1813 Stimmen bei 16 Stimm en thaltuiigen den Verkauf der Werke an die Aktien- gesellsschaft für Glasindustrie von Siemens in Dresden.

- 77 Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft nnd Schuckert- Gesellschaft. Die in Niirnberq begonnenen Konscrcnzcn in Betreff einer Interessengemeinschaft dauern' fort. Aus der Lange der Kon- erenzen isi daraus zu schließen, daß sich innerhalb der Beratungen mancherlei Punkte ergeben haben, deren Behandlung Schwierig­keiten macht. Es soll uns nur wundern, wenn diese Beratungen nicht wieder, wie schon einmal, an einem tobten Punkt scheitern werden.