Ausgabe 
24.6.1902 Zweites Blatt
 
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Len durch HagelscUag beschßdigten Flächen 1089 Hektar mit 369 904 ML In den vom Hagelschlag getroffenen 52 Gemarkungen waren im ganzen unversichert 2940 Hektar mit 1199 483 Mk. Aus gezahlt wurden im Jahre 1901 von Hagelversicherung^esellschaften im ganzen 35331 Mk.

Die Land Wirts chaftskammer für Kusc­he ss e n wird am 27. uno 28. Juni ihre Bezirks tierschau und Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte in Fritzlar veranstalten. Für diejenigen Gegenstände und Tiere, die unverkauft bleiben, hat die L Eisenbahndirektion die frachtfreie Rückbeförderung aus den preußischen Staats- bahnen gewährt.

Handel und UerlreM Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse. Die neue Woche brachte der Böftenten- benz keine wesentlichen Veränderungen Das Geschäft blieb sehr ruhig und die Kurse waren nur geringen Schwankungen unter- worsen. Der Mangel an Aufregungen von auswärts und die fort­währende Teilnahmslosigkeit des Prioatpublikums legte auch heute wieder der Spekulation Zurückhaltung auf, nur auf einzelnen Ge­bieten zeigte sich Kauflust. Für Bankaktien besonders Disconto Commandit und Deutsche Bank, war einige Nachfrage. Was die Zurückhaltung verschärfte, war die schwache Haltung der Montan­märkte. Der wenig befriedigende Mai-Ausweis der Gelsenkirchener Gesellschaft wirkte verstiminend. Etwas bessere Haltung zeigten Bahnen, von denen Staatsbahnen und Gotthard-Aktien mit Preis- echohung anzuführen sind.

Eouverston der 37, % französischen Rente. Die Pariser Börse rechnet mit Sicherheit darauf, daß die Eonversion der 3'/, °/o Rente bald in Angriff genommen wird. Die Lonversion ist seit 16. Februar d. I. gesetzlich zulässig und sie drängt sich bei der Höhe der flottanten Schulden sozusagen gebieterisch von selbst auf. Die flottierende Schuld Frankreichs erreicht nachgerade anderthalb Milliarden und der Staatshaushalt der Republik für 1902 gleicht sich nur mit 64 Millionen kurzterminigen Schuldscheinen aus. Was die schwebende nicht consolidierte Schuld anbelanat, muß billiger Weise in Anrechnung gebracht werden, daß irrt Staatsschätze und bei den Landesbanken, Bank von Frankreich und Eredit Foncier 500 Millionen Frcs. in runder Zahl verfügbar stehen. Das macht aber noch immer ein Deficit von 1000 Millionen Frcs. aus, das in erster Linie durch die Conversion der 3>/r pEt. Rente erleichtert und durch eine wahrscheinliche Anleihe gedeckt werden kann. Frankreich befindet sich haher offenbar vor großen finanzpolitischen Operationen, deren realistische Dringlichkeit, wie der Pariser Eorre- fpondent eines deutschen Fachblattes bemerkt, noch erhöht ist durch die diesjährigen trüben Ernteaussichten und auf den Herbst geplante umfangreiche ausländische Ansprüche an das französische Kapital. Nun handelt es sich um ein nominelles Kapital von 6 Milliarden, das heißt um einen vollen Fünfteil der gejammten französischen Schuld. Im günstigen Sinn kann aber die Eonversion der 37, pEt. Anleihe nur ca. 30 Millionen Ersparnisse abwerfen; es wird ihr daher offenbar eine weitere Schatzoperalwn beigesellt werden oder Nachfolgen.

Gelsenkirchener Bergwerksgefellschaft. Der Ueberschuß im Mai stellte sich auf 929863 Mk. oder 29 038 Mk. niedriger als im April d. I. Gegen den gleichen Monat des Vorjahres ergiebt sich ein Minderbetrag von 323851 Mk. Seit Jahresanfang beträgt nunmehr der Ueberschuß 5 048 796 Mk. oder 1601872 Mk. weniger ifls im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Deutsche Bank. Während infolge der totalen Geschäftslosig­keit die Kurse, wenn auch geringe, so doch fortgesetzte Einbußen er­fahren, konnten die Aktien der Deutschen Bank an der Montags­börse nahezu 1 pEt. anziehen. Es wird dabei besonders darauf hingewiesen, daß das Institut bei den größeren Anleiheabschlüssen der letzten Tage, Bulgarien nnd Bosnien beteiligt ist. Auch wird angenommen, daß mit der Finanzierung der Bagdadbahn demnächst begonnen wird, wobei die Deutsche Bank wiederum die Hand im Spiele hat.

Felten u. Guilleaume Carlswerke Akt.-Ges. iu Mühlheim. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig die Bilanz, er­teilte Entlastung und beschloß nach den Anträgen des Vorstandes von der Verteilung einer Dividende Abstand zu nehmen. Im Vor­jahr wurden für 18 Monat 15 pEt. verteilt. Vom Reingewinn von 1 761472 Mk. (V. 67g7:330) werden 150 000 Mk. für einen zu schaffenden Dispositionsfonds verwendet. 1 Million Mk. kommen in bte Specialreserve und 561472 Mk. werden auf neue Rechnung oorgetragen.

Gieße», 24. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Pfd. 0,800,90 Mk., Hühnereier pr. St. 67 Pfg., 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 1012 Pfg., Enteneier 67 Pfg., Käse pr.Stck. 57 Pf., Käsematte 2 Stck. 00Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar 0,801,00 Ack., Hühner pr. St. 1,001,50 Mk., Hahnen pr. Stück 0,901,60 Mk., Enten pr. Stück 2,402,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 0000 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 6676 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6670 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,504,00 Mk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 14,0015,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 000 Pfg., in Körben 0000 Pfg. Trauben 0000 Pfg.

Auszug aus i>e« Kircheubüihelk der Stobt Cießku.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 15. Juni. Dem Arbeüer Jakob Mäurer ein Sohn, Hans, geb. den 23. Mai. Dem

Heizer Jakob Leinweber ein Sohn, Friedrich Karl, geb, den 6. Mai. Dem Schneider Ludwig Mantel ein Sohn, Konrad, geboren den 6. April. Militärgemeinde. Den 15. Juni. Dem Vizefeld-- wedel Otto Reitz eine Tochter, Frieda, geb. den 10. Mai. L u kas- gemeinde. Den 15. Juni. Dem Invaliden Friedrich Försterling eine Tochter, Margareche, geboren den 14. Mau Dem Schneider- melfter Heinrich <Äeiß eme Tochter, Marie Emma, geboren den 11. Mai. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Käs eine Tochter, Marga­rethe Elisabeths, geboren den 10. Mai. Dem Hilfsführer i. P. Hugo Strohbach ein Sohn, Oskar Karl Otto, geboren den 28. Mai. Johannesgemeinde. Den 15. Juni. Dem Bierbrauer Edmund Helbing eine Tochter, Anna Minna Florentine Elise Helene, geboren den 21. Mai. Dem städtischen Wiesenwärter Kas­par Becker ein Sohn, Wichelm Erich, geboren den 26. Mai. Den 17. Juni. Eine uneheliche Tochter, Lina Emllie, geboren den 1L Mai. ,

Getraute. Matthäusgemeinde. Den 15. Junu Friedrich Karl Adam, Spediteur zu Butzbach und Ottilie Pfaff, Tochter des Postschaffners Ehristian Philipp Pfaff zu Gießen. Markusaemeinde. Den 14. Juni. Theodor WUHelm Karl Martin Klmgelmeyer, Schreinermeister zu Gießen und Marie Auguste Adolfine Emilie Stoll, Tochter des verstorbenen Ofen­setzers Andreas Stoll zu Gießen. Lukasgemeind e. Den 14. Juni. Friedrich August Louis Wilhelm Peter Konrad Benk, Eisen­dreher zu Gießen und Auguste Frank, Tochter des verstorbenen Güterexpeditionsgehilfen Georg Frank zu Güßen. Johannes­gemeinde. Den 14. Juni. Friedrich Karl Schmidt, Schlosser- meister zu Gießen und Katharine Schneider, Tochter des ver- storbenenen Leinwebers Georg Schneider zu Elbenrod.

Beerdigte. Johannesgemeinde. Den 17. Juni. Adolf Fourier, Telegraphenbote, Sohn des Arbeiters Jakob Fourier, 17 Jahre alt, starb den 15. Juni. Den 19. Juni. Konrad Quandt, Prokurist, 33 Jahre alt, starb den 16. Juni.

Krieskasten der Redaktion.

B. Sie thun dem Roman Unrecht. Sie unterschieben ihm und obendrein nicht nur dem Autor, sondern sogar noch dem Ver­leger und Drucker, eine absichtsvolle Tendenz, die doch nur in der einen vom Verfasser geschaffenen Person zu Tage tritt, hinter der er selber (und nun gar der Verleger, der den Autor natürlich richtig versteht) mit feiner eigenen Ansicht garu und gar zurück- tritt Der Verfasser stellt einen Menschen dar, der zu diesen oder jenen Ansichten gelangt ist aus seiner Erziehung, seinen besonderen Lebensumständen und seiner Charakteranlage heraus. Der Autor selber hat vielleicht ganz entgegengesetzte Ueberzeugungen. Er schildert nur und zeigt dem Leser aus der menschlichen Gesell­schaft eine Figur, wie wir chr im Leben auf Schritt und Tritt be­gegnen. Damit hat er keine andere Absicht, als eben zu schildern, vielleicht aber sogar die kleine Nebenfreude, sich über Leute mit derartigen Gesinnungen innerlich lustig zu machen. Hier liegt also ein schweres Mißverständnis Ihrerseits vor, was in Ihren weiteren, nebensächlicheren Ausführungen übrigens in noch erheb­lich vergrößertem Maße zu Tage tritt Darauf hier einzugehen, hat keinen Zweck. Sie beweisen nur zum tausend und ersten Male, daß über Schriftwerke zu urteilen nicht jedermanns Sache ist. Jeder, zu dessen Beruf die litterarische Beurteilung nicht gehört, zu der ein gar vielerlei umfassendes langjähriges ernstes Studium, Menschen- und Welckenntnis und obendrein noch ein angeborenes Kunstgefühl gehören, thut gut, fein persönliches Urteil still für sich zu behalten.

C. H. Untersuchung Militärpflichtiger. Die Zeichen bedeu­ten: Fehler oder chronische Krankheiten der Lungen oder des Brust­felles, welche wesentliche Störungen des Athmens bedingen, bezw. einen schädlichen Einfluß ans den allgemeinen Körperzustand aus­geübt haben.

A. S. Lich. Das Loos ist nicht gezogen.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldunge« des Gießener Anzeigers.

Darmstadt, 24. Juni. (Sitzung der Zweiten Kammer.) Der Präsident eröffnet um 10i/2 Uhr bte Sitzf- ung. Auf der Tagesordnung steht die Regierungsvorlage betr. die öffentlichen Sparkafsen Abg. Schönberger be­spricht einzelne Einrichtungen zur Sicherheit der Spar-- kassen Berichterstatter Dr. Guts leis ch teilt mit, daß die Regierung dies alles wohl erwogen habe. Es müsse aber doch daran festgehalten werden, daß die Gemeinden als Grundlagen der Sparkassen erhalten blieben. Abg. Haas (Darmstadt) begrüßt die Vorlage als einen Akt der Wohl- thätigkeit und weist dann auf die Aufsicht über die Kassen hin Ministerialrat Dr. Breidert glaubt, daß die Re­gierung schon jetzt in der Lage sei, die Aufsicht in hin­reichender Weise ausKuüben. Abg. Weidner unterstützt die Ausführungen des Abg. Haas. Abg. Erk tritt eben­falls für die Vorlage ein, wünscht aber Verlängerung der Stundungsfrist. Abg. Haas (Darmstadt) glaubt, daß es genüge, wenn man der Regierung ein Aufsichtsrecht zu- aestände. In der Spezialberatung werden sämtliche Artikel (1 bis 38) im Sinne der Ausschutzanträge angenommen

Berlin, 24. Zuui. Von gewöhnlich ausgezeichnet unter­richteter Seite verlautet, daß eine größereMariue-Vorlage zu erwarten sei, die nicht neue Auslandskreuzer, sondern ein neues Auslaudgeschwader von Linienschiffen fordere.

Zkiel, 24. Zuui. (Privat-Telegramm desGieß. Auz.") Torpedoboot 8. 42 ist bei Station Elbe IV durch einen englischen Dampfer überrannt worden und gesunken. Der Kommandant, Kapitänleutnant Rosenstock v. Rhöueck, und drei Mann werden vermißt, und zwar die Obermaschinistenmaate Marz und Kaiserwagen und der Matrose Reimars. (Das Schul­torpedoboot 8. 42 war am 21. d. M. mit den Schultorpedo­booten 8. 15 und 23 als Begleitung des Artillerieschulschiffs Olga" von Wilhelmshaven nach Helgoland in See gegangen, das als Startschiff für die große Regatta Dover-Helgoland Verwendung fand. D. Red.)

Dresden, 24. Juni. Die Königin-Wittwe oa> bleibt bis Mittwoch im Residenzschloß und siedelt dann gänz­lich nach der Villa in Strehlen über. Heute fand in der Hofkirche ein öffentlicher Trauergottesdienst statt. Während der Ceremonie in der Kirche brachen 5 Grenadiere, die Ehrendienst hatten, ohnmächtig zusammen und mußten von Kameraden hinausgetragen werden.

Hamburg, 24. Juni. Der Dampfer, der auf der Elbe Station 42 ein Torpedoboot überrannte, ilst der eng­lische Dampfer Firsby. 9 Personen des Torpedoboots ferner Geh. Rat Busley und vier Engländer, die sich an Bord befanden, sind gerettet

London, 24. Juni. Ein Telegramm aus Kapstadt bringt Einzelheiten über die Frage der Abschaffung der Verfassung. Wie es heißt, hat diese Frage eine Spal­tung der Loyalitäts-Partei hervorgerufen. Die südaftikanische Liga, die den Jameson-Einfall inszenierte, hat diese Gegen- Agitation ins Werk gesetzt. Die Gegner der Liga erklären, daß die ganze Angelegenheit von der Umgebung Cecil Rhodes ins Werk gesetzt wurde, die eine Spezial-Gesetzgebung für die Debeeres-Compagnie und die Aktionäre der Charteret»-. Compagnie verlangten. Miln er ist Anhänger der Ab­schaffung der Kap-Verfassung, obgleich er bei Beginn des Krieges den Kap-Holländern versprochen hat, daß am Ende des Krieges ihre Verfassungsrechte nicht verringert mürben.'

London, 24. Juni. Lord Roberts richtet einen Aufruf an die Bevölkerung, in welchem er diese ersucht, den aus Südafrika zurückkehrenden Truppen keine Getränke anzubieten.

London, 24. Juni. Eine Generalprobe für diz. Krönungsfeier fand gestern in der Westminster-Abtei statt Wie verlautet, werden auch Truppen aus Südaftika an der; Krönungsfeier teilnehmen.

Bern, 24. Juni. Der Ständerat hat den neuen Zoll» taris in seiner Schlußabstimmung mit 32 gegen 6 Stimmen bei 4 Stimmenthaltungen angenommen.

Wien, 24. Juni. Wie dieNeue Freie Presse" mel­det, hat die österreichische Regierung den ungarischen Mi­nisterpräsidenten amtlich verständigt, daß Oesterreich die Handelsverträge kündigen wolle.

Budapest, 24. Juni. Der Vorstand des National­kasinos hat den Reichsrats-Abgeordneten und Honved-Ober- leutnant Grafen Horgatz ausgeschloffen. Angeblich soll Horgatz einen Falscheid abgelegt haben. Der Fall erregt ungeheures Aufsehen.

Johannesburg, 24. Junt Wie es heißt ist a« Konflikt zwischen Milner und den altenUitlanders au§- gebrochen.

New-Pork, 24. Ium. Der König von Italien hat 150 Hektar Land für 400000 Dollar im Kohlen- gebiete von West-Virginia angekauft Das Land soll sehr kohlenreich sein.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. 31., 2L Ium 1902.

37a% Reiohsanleihe . . 101.95 3o/o do. ... 92.80

3V,o/o Konsole . . . . 101.85 30/0 do......92.50

372% Hessen .... 100.10 37a% Oberhessen . . . 99.25 4% Oesterr, Goldretne . . 102.95 47,% Oesterr. Silberrente 101.75 4% Ungar. Goldrente . . 101.70 40/0 Italien. Rente . . . 102.60 41/2-6 Portugiesen . . . 46.35 30/.. Portugiesen. .... 29.90 156 0. Türken .... 26.35

Türkenlose......112,00

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.30

47,56 äussere Argentiner.

3% Mexikaner .... 25.6t 47rVo Chinesen .... 91.00 Electric. Schuckert ... 103.20 Nordd. Lloyd . . . , 108.50

Kreditaktien , . . . . 212.50 Diskonto-Kommandit. . . 186.00 Darmstädter Bank . . . 138.00 Dresdener Bank .... 145.60 Berliner Handelsges. . . 157.20 Oesterr. Staatybahn , . . 151.70 Lombarden.....18.40

Gotthardbahn ..... 170.40 Laurahütte ...... 20450 Bochum ....... 195.50 Harpener......176.80

Tendenz: still.

Universitätsfest.

Nach Beschluß der städtischen Behörden wird mr Feier der Immatrikulation des tausendsten Studenten unserer Hochschule von der Stadt am Mittwoch den 2. Juli ein Waldfest im Philosophenwald veranstaltet.

Um 5 Uhr nachmittags bewegt sich der Festzug vom Oswalds- garten durch die Neustadt über die Marktstraße, Markt, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Südanlage, Bleichstraße, Löberstraße, Goethestraße, Ludwigstraße, Ludwigsplatz, Grünbergerstraße und den Trieb nach dem Festplatze. Alsdann Festkommers mit Konzert und Tanz.

Die Bürgerschaft wird freundlichst gebeten, an dem frohen Festtage teilzunehmen und chre Häuser zu schmücken. Die Fest- Aleifen, welche leicht sichtbar zu tragen sind uno ausschließlich zum Betreten des Festplatzes berechtigen, werden von heute ab gegen Einzeichnung in eine Liste und Zahlung von 2 Mk. für Herren (schwarzweißrot) und 1 Mk. für Damen ftotweiß) ausgegeben. Die Festteilnehmer sind zum unbeschränkten Genuß der von der Stadt gestellten Getränke und Speisen berechtigt. Schluß der Listen bei Erreichung einer bestimmten Teilnehmerzahl bleibt vorbehalten. Auf dem Festplatze werden Schleifen nicht ausgegeben.

Die Listen sind aufgelegt: ,

a) auf der Bürgermeisterei, Zimmer 15,

b) bei Herrn Metzger, Seltersweg 70,

c) bei Herrn Balser, Mäusburg 11,

d) bei Herrn Scharmann, Lindenplatz 3.

Gießen, den 24. Juni 1902. 4652

Der Festausschuß:

I. A.: Mecum, Bürgermeister.

Kn-, Wein- md Wcherschliiichk

Flaschenabfüllschläuche

Verdichtungen jed. Art, Treibriemen

sowie alle technischen Artikel für maschinelle Betriebe. 2789 kelephou 249. Heörüder Heorg Wallthorstr. 24.

KMkmsverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Oscar Höpfner von Gießen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis und zur Be­schlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Ver­mögensstücke der Schlußtermin auf Mittwoch den 16. Juli 1902, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt 4640

Gießen, den 21. Juni 1902.

Großh. Amtsgericht

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In der Nähe von Gießen ist eine zirka 8000 Morgen große (Wald- und Feld-) Jagd mitprachtvolleuWiesenthäleru Angreuzer fast nur FiSkuS, Bahnstation von 4 Seiten des Reviers, wegen Krankheit des jetzigen Pächters aus der Haud zu vergcbeu.

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