Ale heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.
Keue englische Niederträchtigkeiten.
'ugin: Ja, schon einmal. O.-K.-R. Scheer: Also arten war damals bei Ihnen in der Wohnung, als
e: Hat Ihnen Bäckmann nicht gesagt. Sie
Herr- muda ivo sie sehr erwünscht sind. Tas Dringendste ist! und Gerichtspersonen die Wahrheit sagen? — L ko p e ck: So ab- natürlich selbst wenn in kurzem Frieden einträte, bares! etwas ähnliches hat der Kriminalkommissar zu mir aesagl. r bat! Geld, da Tausende nach Deendchuna des Krieges Bettler! Aus Antrag des Vertreters der Anklage werden d« Leugen
behauptet, ver- Gericht klag-
Regierungsbote Grund des Ar-
Lchulstratze 7.
Adresse für Depesche«: Anzeiger Gieße».
FrrnsprrchanschlußNr.bl.
Der Krostgk-^rozeß.
Vlll.
Heer uuv Flotte.
Frhr. v. Röder, Königl. Württemb. Gen.-Lt:, bisher Gen.-Major, beauftragt, mit Wahrnehmung der Geschäfte deS Jnspecteurs der 3. Kav.-Jnsp, wurde zum Jnspeeteur dieser Jnsp., v. Lyncker, Gen.-Major und Kommandant der Feste Boyen, zum Kommandanten von Darmstadt ernannt. Zu Gen.-Majoren befördert wurden die Obersten Gr. u. Kanitz, beauftragt mit der Führung der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Hess.), unter Ernennung zum Kommandeur derselben, v. Nor- mann, beauftragt mit der Führung der 42. Inf.-Brigade, unter Ernennung zum Kommandeur derselben.
Nr. 95
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gtehener ZamUten- blütler viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'schen Unwerf.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben)
ihm die Pilger vorftellte. Er beglückwünschte sie zur s Festigkeit ihrer Majorität und der Regierung, womit sie
die Vorschläge der Sozialisten bekämpft und die Unordnung im Lande unterdrückt haben. Der sozialistische „Peuple" schreibt dazu: Das Oberhaupt der katholischen Kirche billige also Schiesten und Morden und verleugne das Wort Christi: Du sollst nicht töten.
Schwertern am Ringe.
— Dem Requiem für den verstorbenen Abg. Dr. Liebe r das auf Veranlassung der Zentrumsfraktion heute in der Hedwigskirche stattfand, wohnten der Reichskanzler Graf Bülow, die Staatssekretäre von Richthvfen, Graf Pvsa- dowsky, und die Minister v. Thielen, v. Rheinbaben, v. Pod- bielski und Tr. Studt bei. Die Mitglieder des Zentrums waren mit dem Reichstags-Präsidenten Grafen Ballestrem nahezu vollzählig zur Stelle. Auch Mitglieder anderer Fraktionen waren anwesend. Das Requiem wurde von dem Weihbischof 6™ Diözese Frauen bürg, Landtagsabg. Dr. Herr mann, der mit dem Verstorbenen eng befreundet war, *' gehalten, — &4 Ab stammung des Dr. Lieber
sind. Zur Vorsorge hat die Zentrale schon jetzt an einigen " - " [ der Konzentrationslager Vertrauenspersonen
■cv.vv- ... Depot gegeben, die im Falle des Friedensschlusses den Hilflosesten unmittelbar nach Wiedererlangung der Freiheit angewiesen werden. Auch viele gefangene Frei" willige schreiben Klagebriefe, daß sie rat- und hilflos sind, wenn sie freikommen. Um Liebesgaben ersuchen dringend die Gefangenen in Umballa, Distrikt Punjab, Indien und Satara, Distrikt Bombay, lieber unsere sämtliche Geld- und Warensendungen liefen bis zum 27. März 1902 Quittungen und Dankschreiben an die Burenzentrale ein, b<n> unter im März aus den Frauenlagern Rorwalspont und Merebank und von allen deutschen Freiwilligen in Ceylon, Portugal und Bermuda. Am 4. und 26. März 1902 ver-
Deutsches Keich.
Berlin, 23. April. Der Kaiser ist heute nach 11 Uhr auf der Station St rehlen eingetroffen und vom sächsischen K ö n i g s p a a r aufs herzlichste begrüßt worden. Zum Empfang waren ferner anwesend: der preußische Gesandte Gras Dönhoff, der Kommandant von Dresden, v. Stralenheim und andere. Ter Kaiser, welcher die Uniform seines sächsischen Grenadier-Regiments Nr. 101 trug, begab sich mit dem Königspaar nach der Billa Strehlen, wo zur Feier des Geburtstages des Königs Albert ein Frühstück im engsten Kreise stattfand. Am Abend 6 Uhr 30 Min. reiste der Kaiser nach herzlicher Verabschiedung von der königlichen Familie mittelst Sonderzuges nach Prim- kenau ab, wo er am späten Abend mit der Kaiserin tzu- sammentraf. Schloß Primkenau gehört dem Schwager des Kaisers, dem Herzog Günther von Schleswig-Holstein, der seit seiner Verheiratung mit der Prinzessin Dorothea von Coburg-Gotha dort dauernd Aufenthalt genommen hat. (Der reizende Besitz liegt irn .Kreise Sprottau des niederschlesischen Regierungsbezirkes Liegnitz inmitten einer anmutigen nerie.)
— Einem englischen Blatte zufolge verlautet in Londoner Hofkreiien, binnen kurzem werde die Verlobung des Groß Herzogs von Mecklenburg-Schwerin mit der Prinzessin Thyra, einer Tochter des Kronprinzen von Dänemark, bekannt gemacht werden.
— Der „Reichsanzeiger" meldet: Oberforstmeifter a. D. Hermann Schwarz zu Schöneberg, bisher in Cassel, erhielt die Mrone zum Roten Adlervrden 2. Klasse mit Eichenlaub, Generalleutnant z. T. Kuh lmay, bisher Kommandeur der 18. Division, den Kronenvrden L Klasse mit
Politische Tagesschau.
Dir .Sammluogs"-Vorlage.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 23. April:
Heute war der Reichstag äußerst schwach besucht,-bei der ersten Beratung eines Gesetzentwurfs von der Bedeutung desjenigen über die Kinderarbeit in den gewerblichen Betrieben! In kurzem wird sich das Bild vollständig geändert haben, dann nämlich, wenn die Entschädigung für die Mitglieder der Zolltarifkommission ein beschlußfähiges Haus verlangt. Es dürfte in diesem Falle kaum nötig sein, daß die Fraktionen zum „zahlreichen Erscheinen" nuffordern, um die Pläne der Opposition zu durchkreuzen, die alles oder nichts zur Parole macht in Bezug auf Reichstagsdiäten. Tas Haus wird ohnedies stattlich gefüllt sein und gefüllt bleiben — auch etwaigen Tauerreden zum Trotz —, bis nach Abschluß der dritten Lesung. Die „Nat.^- Ztg." meint, es entbehre nicht eines eigentümlichen metallischen Beigeschmacks, daß die Beschlußfähigkeit erzielt wird, Mitgliedern der Zolltarifkommission pro Person 2400 Mk. zuzuwenden. Gegen solche Auffassung wird man zweifellos im Reichstag manche mehr oder minder emphatische Verwahrung von den Freunden der Vorlage hören. „Das Gold ist nur Chimäre", nach der berühmten Sentenz aus „Robert der Teufel". Nein, nicht dieses Pauschales wegen, sondern dem Prinzip zuliebe, um einmal die Regierung einen Anfang machen zu lassen mit der Bewilligung von Entschädigungen an Reichstagsmitglieder, bietet das Zentrum seine ganze Macht auf. Es wäre allerdings fatal, so die Regierung feierlich erllärte: Dies ist kein Anfang, sondern das Ende, ein einmaliger, ausnahmSweiser Vorgang. Folgerichtig müßte dann das Zentrum die Gabe stolz zurückweisen. Aber wer zur Annahme entschlossen ist, ist um Gründe nicht verlegen. Hat etwa die Regierung niemals ihre Ueberzeugungen korrigiert- Herrscht etwa nicht im Bundesrat eine starffe Strömung zu Gunsten allgemeiner Reichstagsdiäten? Ist nicht Graf Bülow persönlich ein Anhänger der Diäten- aelvährung ? Also, was die Regierung erklärt, gilt nur für die Gegenwart. Es ist gewissermaßen eine Ermunterung, dankbaren und frohen Sinnes die „Abschlagszahlung" zu acceptieren . . . Was man vor einigen Wochen für ausgeschlossen hielt: die Entschädigungsvorlage hat eine sichere Mehrheit im Reichstag. Die „Kreuzztg." stellt soeben auch dieZustimmnngderkonservativenReichstaas- s r a k t i o n in Aussicht, da der Gesetzentwurf „die Frage der Reichstags-Diäten in keiner Weise p r äj ud i zi e r t." So treffen die Konservativen, von einem ganz anderen Punkte ausgehend, mit dem Zentrum zum „vereinten Schlagen" zusammen. Die Rechte — abgesehen von Ausnahmen, wie Abg. Dr. O e r t e l — will diese Entschädigung als einen Akt der Stärke der Regierung betrachten, der bekundet, daß der Fall vereinzelt ist und bleiben soll; das Zentrum hofft, daß steter Tropfen den Stein höhlt; daß weitere Zugeständnisse folgen. Mit gemischten Gefühlen steht der „Steuerzahler" dabei; diese 67 200 Mart kommen jedenfalls auf „seine Kappe." Die Argumente für die Annahme kann er sich nach Belieben aussuchen .
Zeugin Hebamme M e i ß n e r - Stallupönen: Eines Tages war Marten bei uns zum Wurstessen. Währenddem kam mein jüngerer Sohn mit dem Rufe in die Stube hin- Jn London eingelaufenen Berichten zufolge soll sich! ein gelaufen: Sie haben wieder auf den Mttmeister von die Sterblichkeit in den K o uz en trations-La- Krosigk geschossen. O.-K.-R. Scheer: War schon ern- gern bedeutend verringert haben. In den Lagern von! mal auf denRittmeister v. Krof igt gefchoffen. Natal und der Kapkolonie seien während des März im Zeugin: Ja, schon einmal. O.-K.-R. Lcheer: Also ganzen 402 Todesfälle vorgekommen. Es wird hinzugefügt, Marten war damals bei Ihnen in der Wohnung, cus daß die Zahl der Internierten in den betreffenden Lagern geschossen wurde? Zeugin: Ja, schon lange Zeit, bevor ebenfalls stark abgenommen habe. Die „Daily Mail" meldet! mein Sohn mit der Meldung kam. Ich sagte einmal: Ter aus Bloemfontein, daß die für die Konzentrationslager Rittmeister v. Krosigk sei doch sehr streng, sagte aus Deutschland entsandten Kleider derartig rochen, daß Marten: Das sei wohl wahr, daß er sehr streng ser, aber acht iunae Damen des Empfangskomites darüber ohn- er sei auch ein a n stä n d e g e r, ge r e ch te rV or ges etz- mächtig wurden. ter. Unteroffizier Weißner bestätigt die Angaben ferner
Diese niederträchtige englische Behauptung ist so der- Eltern. Es sei mehrmals aus den Rittmeister üchtlich daß jedes Wort des Zornes deplaciert wäre. Die geschossen worden. _
deut che Burenzentrale in München bemüht sich Darauf wurde Skopeck wieder in den El gerufen, unausgesetzt in uneigennützigster Weise um die Besserung und ihm die von den Zeugen gemachten Bekundungen vorder Zustände in den Konzentrationslagern, und wenn jetzt | gehalten. Skopeck giebt es als möglich zu, die von den von englischer Seite behauptet wird, daß die Sterblichkeit Zeugen gemachten Bekundungen erzählt zu haben, er wisse dort sich verringere, so hat die deutsche Wohlthätigkeit aber, das, die zwei Leute, die an der Bandenthur standen, sehr bedeutenden Teil daran. Um aber englischen Gemein- Militär mutzen hatten. — Vertreter der Anklage: Heiken nach Möglichkeit vorzubeugen, wäre es angebracht. Standen Sie vielleicht unter dem Eindruck des ^hnen von wenn hinfort der Burenzentrale nicht fertige Klewer und! dem Kriminalkommissar Bäckmann gegebenen Rates, an- Wäsche sondern unverarbeitete Stoffe für Kleider!deren als Vorgesetzten und Gerichtspersonen krine Aus- und Wüsche, sowie die dazu nötigen Nähzeuge überwiesen kunft zu geben? — Verh andlungsl.: Was hat der würden Auch Leder zur Verarbeitung von Schuhwerk, Kriminalkommissar Ihnen gesagt? — L-kopeck: Er — - -■ - ' - ' :jf- r-,r- — sagen. — Vertreten
Zweites Blatt. 1558. Jahrgang Donnerstag 24. April 1903
monatlich 7bPs., viertel- V (w ■ ▼ jährlich Mk. 2JO; durch
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W General-Anzeiger ” **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Auch Leder zur Verarbeitung von Schuhwerk, iiriminalkommissar # ^hnen gesagt? worin die Buren sehr geschickt sind, ist fertigem Schuhzeug sagte, ich solle nur die Wahrheit sag vorzuziehen. Nach Südafrika dürfen keinerlei Drucksachen der Anklage , _ . .
verschickt werden, wohl aber nach Indien, Ceylon und Ber- sollen sich nicht ausfragen lasten und nur Vorgesetzten
Held in seiner Broschüre Mitteilung gemacht. Die Familie sind. Zur $ Lieber stammt danach aus dem schweizerischen Dörfchen Hauptplätzen Sibur, im Vorderrheingebiet. „Dort wohnten Die Borfähren Gelder in Di Liebers als reichsfreie Bauern. 1719 ist ein Mitglied dieser cu*c*'*r~
Familie nach Deutschland ausgewandert und hat in Cam- berg sich ansässig gemacht. Ursprünglich führte die Familie den Namen Calivers (Casa Livers gleich Haus des Liver). In Deutschland ist dieser Name durch Verstümmelung allmählich in den Namen Lieber übergegangen.
— Ter Städtetag zur Stellungmchme zu den Getreide-und Aararzöllen des Zolltariferllwurfs findet am 12. Mai in Berlin statt.
— Tie Vorarbeiten für das neue Reichsversicher- unasgesetz werden in allernächster Zeit beginnen. । ...... ---------- — . - - . r
Dresden, 23. April. In der Zweiten Kammer hob schickten sie 40 Stiften an das Deutsche (^n^ral-Koistulat nach der nationallib. Abg. Gontard bei der Berichterstattung über Kapstadt und 6 nach Bermuda. Da tn Südafrika tetzt das die Staatsschulden hervor, daß diese seit der letzten Winterhalbjahr, aljo die kalte Zeit beginnt, ist mit vei> Finanzperiode um 1 50 M i l l., d. i. um 18 Proz., gewachsen stärkter Energie zu wirken, zumal die Fr i e de ns / Ber- eien. Die Staatsschulden haben danach eine Höhe von saft Handlungen als abgebrochen gelten muffen^GcU^r einer Milliarde Mark erreicht. nimmt fortgesetzt die^Bayerische Hypotheken- und
(Stuttgart, 23. April. In der heutigen Sitzung der Lank, Check-Konto 466, München (Einlauf bis 18. 1902
Steuerkommission erllärte Finanzminifter Zeyer, für 19 01! rund 186 000 Mk.), und Waren: L. Rafcher L Eo., Hamburg, hoffe er ohne Defizit durchzukommen, dagegen sei für Ferdinandstratze 41, für die Deutsche Burenzentrale ent» 1902 ein solches von anderthalb Millionen zu gegen. . .. t
erwarten Aus Coatbndge bei Glasgow meldet die „Central
- News": Zwei der größten Eisenwerke daselbst arbeiteten
« . s in den letzten Wochen Tag und Nacht an der Fertigstellung
AllSinnU. großer Mengen von eisernen Einzäunung en für
Haag, 23. April. Das heute ausgegebene Bulletin Südafrika. Diese waren notig geworden, nachdem De lautet: Die Königin verbrachte eine ruhige Nacht. Die Met das letzte Mal die (^acheldraht-^dunungen dtnch- morgens festgestellte öerabminberung der Temperatur hält brachen hatte Eine starke Steilung des Brüä^n- an. Die Königin fühlt sich besser, die Nahrungs-Auf- baubataillons der Royal-Engineers in Aldershot erhielt nähme ist befriedigend. den Befehl, sich am 8. Mai in Southampton nach Südafrika
Paris, 23. April. Der „Temps" meldet, aus bei einzuschifsen, um dort im Kriege zerstörte oder beschädigt« hier wohnenden Russen beschlagnahmten Papieren hätte sich Brücken herzustellen.
ergeben, daß dieselben mit dem Bestehen einer verbr eche- — ---------------
rischen Verabredung gegen Ssipjägin bekannt Die Velglsche AröeltelvewegUUg.
waren und dieselbe billlgten. Die Bchörden erlvägen nun- gestand in der Kohlen- und Eisenindustrie des
mehr, ob gewisse als Revolutionäre bekannte 9kussen nuf)t (s:entre ^ft vollkommen beendigt. Trotzdem ist
auszuweisen seien. . die Ruhe noch nicht überall im Lande eingekehrt. Während
Bern, 23. April. Der Nationalrat tyat bei 3oIIen auf Handgemenges zwischen Mitgliedern des Gemeinde- Baumwollgarne den von der nationalratlichen Kam-1 in und einigen Einwohnern wurden der
Mission beantragten bedeutenden Zolleryohungen mit Zister und der Feldhüter durch Revolverschüsse
tarker Mehrheit zugestimmt. . t h * tn ? r n p r 1 e k t
Wien, 23. April. Das Duell Wolf-Sch alk wird Der Papst empfing am 22. d. M. die belgischen Pllger, nicht statt find en. Tie Vertreter Wolfs^erklärten in! denen sich mehrere Journalisten befanden, welche der Beratung der beiderfeitigen. Kartelltrager, daß sie, da ^schenke der belgischen Katholiken überbrachten. Der
Vertreter Schalks keinerlei Thatfache Ehrloserll^ roar etwas leidend und antwortete nur mit kurren
ung WolsS vorzubringen vermögen, die Verhandlung ab- Worten auf die Ansprache des Kardinals Arathieu, der brechen. Schalks Vertrauensmänner erwiderten, datz i^r t- 1 - ~ ' -..... «■ • - '■------
Auftraggeber nach wie vor Wolf für persönlich und, politisch ehrlos halte. Schalk wird nunmehr alles! ^ing^en Material, das er gegen Wolf zu besitzen öffentlichen und es diesem überlassen, vor bar zu werden.
Petersburg, 23. April. Wie der meldet, hat der Minister des Innern auf tikels 17 des Gesetzes betreffend die Maßnahmen zum Schutze der Staatsordnung und der öffenllichen Ruhe beschlossen, den Prozeßwegen Ermordung Ssipjägins einem Kriegsgericht zu überweisen, wobei gleichzeitig das Standrecht zur Anwendung gelangen soll.
Newyork, 23. April. Die Zeitungen diskutieren vornehmlich die Machenschaften des Fleisch trusts; durch welchen die Fleisch preise seit etwa einem Monat um 25 Proz. höher geworden sind. — Dem Dampfertrust ist erstaunlich wenig Beachtung geschenkt worden, indessen machen heute einige Blätter auf diese Frage für den amerikanischen Export und den Handel überhaupt aufmerksam. Morgans angeblicher Plan, daß täglich Passa- gierdampfer nach Europa abgehen sollen, wird für undurchführbar gehalten. — Nach einem Bericht des „Herald" aus Washington wird in amtlichen Kreisen die Ratsamkeit eines Einschreitens gegen den Dampfertrust erwogen.


