Kunst und Wissenschaft
lsch,
Gerichtssaal
4. Dezember v.
I Mr die bemßeheude« Oßer-Feicrtage bringe einen vorzügliche»
Bekanntmachung
Zpielülan der vwimgten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus.
Dienstag den 25. März, abends halb .7 Uhr: „Hänsel und Gretel". Hierauf: „Cavalleria rasticana.“
Schauspielhaus.
Dienstag den 25. Marz, abends 7 Uhr: Zweites Gastspiel des K. und K. Hofschauspielers Herrn Jos. Kainz vom K. und K. Hofburgtheater rn Wien und des Frl. Irene Tnesch vom Deutschen Theater in Berlin: „Rosenmontag."
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 24. März 1902. .
•* Personal> Nachrichten. Der Großherzog hat dem ■ Großh. Ordenskanzler v. Her ff das Prädikat „Exzellenz" verliehen, den Veterinärarzt Christoph Hollerbach aus Groß-Umstadt zum Kreisveterinärarzt in Oppenheim ernannt; am 8. März ist dem Hrch. Gottfried W c b e r I, Portefemller, m : Diensten der Firma Eduard Posen u. Co. zu Offenbach, der ; Katharina Santo, in Diensten der Firma Christian Ernst , Ronnecke ebenda und dem Remakel Kiel zu Froschhausen, Zuschneider, in Diensten der Firma Jakob Schönhof zu Offenbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mtt der Inschrift 1 Für treue Arbeit", verliehen; am 22. März ist der ständige Hilfsarbeiter bei dent Ministerium der Finanzen Oberfinanz- , affessor Karl Glässing mit Wirkung vom 1. April zum vortragenden Rat in der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen unter Verleihung des Amtstitels „Oberfinanzrat" ernannt; dem mit der Versetzung der Stelle eines vortragenden Rats in der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen beauftragten Regierungsrat Dr. Knell ist der Charakter als „Oberfinanzrat" verliehen.
d Garbeuteich, 22. März. Hier macht sich seit einigen Jahren eine rege Bauthätigkeit bemerkbar. Nachdem man im vorigen Jahre 6 Wohnhäuser neu errichtet hat, sind in diesem Jahre bereits deren 5 in Angriff genommen. Wenn man in Betracht zieht, daß Gartenteich noch nicht ganz 800 Einwohner zählt, so ist dies eine ganz stattliche Zahl und zeugt von bedeutendem wirtschaftlichen Aufschwung unserer Gemeinde. — Der Winter war für die Landwirte unserer Gegend äußerst günstig. Winter- getreide steht vorzüglich und hat nur an ganz feuchten Stellen etwas Not gelitten; desgleichen weist Klee nur ganz vereinzelt Schäden auf. Wenn die Witterung sich einigermaßen gestaltet, dürste rine Futternot, wie im vorigen Jahre, nicht zu erwarten sein. Auch die Obstbäume zeigen reiches !Fruchtholz.
Darmstadt, 25. März. Prinz Heinrich von Preußen wird zum 28. d. Mts. vormittags hier erwartet. Des Char- freitags wegen wird von jedem offiziellen Empfang abgesehen. — Der Großh erzog empfing am 22. März u. a. den Hauptmann Curt Frhrn. Schenck gu Schweinsberg vom ersten Großh. Infanterie-Regiment Nr. 115, den Oberstabs- und Regimentsarzt Dr. Wende vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, den Bauinspektvr Diehl, den Landgerichtsrat Schmidt von Gießen.
•* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die weibliche Abteilung beim städtischen Arbeitsamte in Mainz hat seit der Zeit ihres Bestehens eine stets steigende Zahl von Stellen vermittelt. Besonders stark ist die Entwickelung, seit die Leitung der Abteilung einer Frau übertragen worden ist. Dabei ist als besonders erfreuliche Begleiterscheinung die Thatsache zu konstatieren, daß die Zahl der privaten Gesindevermieter re. seit 1898 von 34 auf 20 gefallen ist. — In Fulda wurde der Laudtagsabg. Geh. Regierungsrat Dr. Goebel von einem Radfahrer überfahren und erlitt einen Schlüsselbeinbruch. — In der 6. Winterversammlung des Ortsgewerbevereins Darmstadt sprach dieser Tage Rechtsanwalt Dr. Simon über das Thema „Handwerk und Militär". — In Kassel, also ganz nahe .der niederdeutschen Sprach- und Volksgrenze, hat sich eine „Nedderdütsche (Niederdeutsche) Gesellschaft" gebildet. Die Gesellschaft pflegt Sprache, Länderkunde, Geschichte und Schrifttum aller niederdeutschen Stämme.
Tunis, 23. März. Ein mehrfach bestrafter Soldat, der wegen Mordversuches zum Tode verurteilt worden war, wurde gestern erschaff en. Bei der Exekution rief er fernen Kameraden zu: „öc " .
Leipzig, 22. Ätärz. Das Reichsge vision des Rechtsanwalts Dr. Zames^B
Das Darmstädter Pädagogium
Darmstadt, Nieder-Ramftädterstraße 28, bereitet in Real- und Gymnasialabtetlungen zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen, sowie zum Eintritt in mitt- lere und obere Klassen höherer Lchranstalten vor. Begrün des Sommersemesters: 7. April. 12133] M. E?ia».
Handel und Verkehr. DylkswirtschLft.
- Gründerprozeß Hilpert. Der Prozeß ist irr Nürnberg mit der Verurteilung des Angeklagten Hilvert zu 4 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 1200 Mk. zu Ende gegangen.
Aus dem Orschästsleben.
— Gewerbliches Schutzweseu. Eintragsfähige und schütze berechtigte Gebrauchsnnrsler. Aufklärung vom Patentanwalt. SaL Leipzig.' — Die Thatsache, daß das Patentamt weder Neuheit noch Schutzberechtigung von Gebrauchsmustern zu prüfen hat, bringt es mit sich, daß sowohl bekannte Gegenstände als mich solche, dre gar nicht unter das Gesetz gehören, zur Eintragung gelangen. Zu letzteren gehören z. B. solche Neuerungen, die nur eine einfache Materialanderung aufweisen oder eine unbewegliche Sache sind, i B ein Dach oder Decke eines Hauses; ferner sind m der Fläche liegende Anordnungen (Postkarten) nicht schutzberechtigt.
Bekanntmachung.
Die Rechnung der Stadt Gießen pro 1900/01 nebst Verwalt- unasbericht, sowie die Rechnung des Gas- und Wasserwerks und des Stadterweiterungsfonds pro 1900/01 liegen in Gemäßheit des Art 87 der Städteordnung während 8 Tagen auf dem Burger- meisterei-Bureau - Zimmer Nr. 15 - zu Jedermanns Einsicht offen. In der gleichen Frist können Bemerkungen zu denselben bet uns eingereicht werden.
Gießert, am 22. Marz 1902. 2412
Großherzogliche Bürgermeisterei Greßen.
Mecum.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische [ Friedhof vom 16. März bis 15. Mai von morgens .6 Uhr bis abends 8 Uhr geöffnet bleibt und datz die auf dem Hviedhof Ve^ weilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden.
Gießen, den 21. März 1902. 2423
Großherzogliche Burgermeisterer Greßen.
Mecum.
Am verkehrten Platz Hausfrau/ roerm sie tue Ersparnis darin steht, die billigste Seife tmd das billigste, schlechteste Waschpulver, welches unter Umständen das schädliche Chlor enthält, zu kaufen, artfiatt einer renommierten Ware den Vorzug zu geben, wodurch ihre Wasche lange erhalten bliebe. Gioth's gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin ist garantiert unschädlich für die Stoffe, chlorstn und von größter Waschkrast. Prets 15 Pfg. Jedem Packet ist der Name des Fabrikanten, I. Gioth, Hanau O.M., aufgedruckt. 1996
Bekanntmachung,
betreffend: Das Betreten der Ufer und Böschungen der Wieseck.
Wir bringen hierdurch wiederholt in Erinnerung, daß die Ufer und Böschungen des Wiesecklaufes Eigentum der Stadl sind, und daß daher das betreten der Ufer und Böschungen (namentlich auch im Stadtbereich) Dritten und iilsbesondere den Eigentümern der aufstoßenden Grundstücke nur insoweit zusteht, als dieselben dieses Gelände ein für allemal von der Stadt gepachtet haben oder als zur Einbringung der jeweils ersteigerten Heu- ober Grummet- grasernten innerhalb der dafür beftimnUen Frist erfordert ist.
Tas Aufsichtsperlonal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zti bringen.
Gießen, am 21. März 1902. . 2417
Großherzogliche Bürgermersterer Greßen.
Mecum.
Er wurde des fortgesetzten Vergehens der Verschleierung kür schuLia< befunden. Bei der Strafbemessung wurde berücksichtigt, daß baS Vergehen des Angeklagten durch die Gewissenlosigkeit und Lasftgkeck des Aufsichtsrats erleichtert worden sei. — Es ist anzunehmen, daß nun auch der Aufsichtsrat zur Verantworttmg gezogen wirb.
— Der industrielle Aufschwung laßt noch immer auf MH warten. Wenigstens ist berselbe nicht in bem erwünschten Maße eingetreten. Dies geht u. a. auch daraus hervor, dag bre Einnahmen der vereinigten preußischen und hessischen Staatseisenbahnen im Monat Februar wiederum einend fall im Güterverkehr gebracht haben und zwar von 2 116 000 ML. Vom 1. April bis Ende Februar betragen die Gesamtemnahmeu Mk. 1238 51200 0 oder Mk. 34 708 000 weniger als m der gleichen Periode des Vorjahres. , , . , , ,
— Vom Geldmarkt. Der Privatdiskont hat weiter etwas angezogen und die Geldgeber beobachten in Hinblick auf den bevorstehenden Quartalswechsel einige Zurückhaltung, ^.a fedoch der April zahlreiche Dividendenkoupons und auch die Zinsen emes namhaften Teils der deutschen Staatspapiere, tonne anderer festverzinslicher Anlagewerte zur Fälligkeit bringt, so hofft man, baß bie Periobe ber Verteuerung, bie ja an sich nicht sonderlich brückend ist, nur eine vorüdergehenbe sein unb man halb wieder bie Gcldsülle sehen wird, 'an bie man sich schon längere Zeit ge-
chießt gut, bamit ich nicht zu leiden brauche." März. Das Reichsgericht verwarf die Re-
2.. I ' ureit aus Leipzig, ber am
4.' Dezember v. I. vom hiesigen Schwurgericht wegen Hausfriedensbruchs und Ziveikampf mit tötliche mA u s g a n g zu 3 W o ch e n G e f än g n is und 3 V- I ah r en tfeft u n g ö - hast verurteilt worden war. Breit hatte am 16. August den Studenten Richard Oettinger im Tiiell erschossen.
Getaufte. M atthäu sgem einde. Den 16. März. Dem Fabrikarbeiter Jnnocenz Krack ein Sohn, Rudolf, gehören ben 15. Januar. Dem Weißbindermeister Konrad Dürr em Sohu, Karl, geb. den 16. März. Markusgemeinde. Den 16. Atärz. Dem Briefträger Wilhelm Hahn ein Sohn, Theodor Robert, geh. den 4. Februar. LukaSaemeinde. Den 16. Dlärz. Dem Weift- bindermeister Johannes Fink eine Tochter, Christine Sophie ©r^a, geb. den 12. Februar. Dem Taglöhner Heinrich Barsche! eine Tochter, Marie, geb. den 3. Februar. Dem Heizer Friedrich Schupp eine Tochter, Lina Christine, geb. den 20. Januar. Dem Kutschen Ludwig Lepper ein Sohn, Wilhelm Karl, geb. den 19. Februwc. Dem Friseur Karl Muhl, eine Tochter, Marie Anna, geboren bcu 29. Januar. Johannesgemeinde. Den 16. März. Dean Schneider Kaspar Volland eine Tochter, Käthe Elisabeth, geb. ben 16. Jamlcrr. Dem Schuhmacher Adolf Schwan eine Tochter, Je'.my Luise, geb. den 21. Januar. Dem Schuhmacher Christian Weeg eine Tochter, Emma Elise Susanne, geb. den 13. Februar. Dem Maurer Adam Menz ein Sohn, Ernst Ludwig, geboren, den 23. Februar. Dem Maschinist Heinrich Grcwelius eine Tc^bter, Mathilde Kächchen Johanna Mane, geb. den 6. Februar. Dem. Schloffermeister und Installateur Julius Stohr em Sohn, Albert Karl Friedrich, geb. den 25. Januar. .
Beerdigte. Matth äusgemelnde. Den21.März. Äatibartne Rausch, geb. Wagner, Ehefrau des Taglohners Nikolaus Rausch, 44 Jahre alt, starb den 19. März. Markusgemeinde. Stati)arine üahn, geb. Herr, Ehefrau des Briefträgers Wichelm Hahn, 37 Jahre all, starb den 17. März. 21. Friedrich Hainer, Schulz macher, verheiratet, 41 Jahre alt, starb den 19. März. ßufaj> gemeinde. Den 19. März. Christian Falkenstem, Gerich'rs- schreiber i. P., 86 Jahre alt, starb den 17. März.
— Für die erste internationale Ausstellung für dekora tibc Kunst in Turin 1902 wird in allen deutfchen Kunststädten eifrig gearbeitet. Vom Reich sind 50 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Der Reichskanzler hat erklärt, daß eine Erhöhung dieses Zuschusses zunächst nicht angesetzt werden könne, wohl aber , wird das Kanzleramt die Bundesregierungen anregen, ihre Beitrage zu erhöhen. Dem Arbeitsausschuß ist Prof. O lb r i ch m Darmstadt beigetreten. Prof. Behrens erhält vom Großherzog von Hessen und von der Stadt Hamburg Zuschüsse.
— Nora-Darstellerinnen in Frankfurt. H-rau N \ na Sandow gastierte Toimerstag als 9lora in Frankfurt a. M., allerdings nicht mit dem intensiven Beisall wie Agnes Sorma und Irene Driesch, da letztere dort heute noch Vielen als die einzig bedeutende 9lora erscheint. Daß man Frl. Triesch nach Berlin gehen ließ, darob grollen heute noch die meisten p-rank- furter Theaterbesucher, mid das etwas passive Verhalten der Kunst des Gastes gegenüber kann sehr .wohl als eine kleine Demonstration betrachtet werden. r , . , , ,
„Würdigungen" nennt Ha ns Rosenhagen, der bekannte Kunstkritiker, eine Reihe seiner Künstlersilhouetten, die zu einem eleganten Bändchen vereinigt, im Berliner Verlage von Hermann Nabel erschienen sind. Rosenhagen will diese Studien nicht als Biographieen aufgesatzt wissen, und in der Thctt sind sie viel mehr als solche. Wohl sind sie aus einer genauen Kenntnis aller wesentlichen biographischen Details erwachsen und erklären vielfach das Werk aus dein Leben; aber weit entfernt, trockene Lebensbeschreibungen zu sein, gemahnen sie vielmehr an künstlerisch entworfene Denkmäler. Man wandelt an Rosenhagens Hand durch ein Campo Santo der modernen Kunst, denn es sind zumeist große, jüngst verstorbene Künstler, die er uns vorführt. Manche der von ihm charakterisierten Maler, wie Menzel, Knaus, Trübner, wandeln noch unter den Lebenden, aber auch ihnen gebührte heute schon ein Standbild. Auf der einen Seite dieser interessanten Denkmäler-Allee sehen wir die großen deutschen Realisten: Daniel Chodowiecki, Adolf Menzel, Wilhelm Leib l, sehen wir den humorvollen Genremaler Knaus, der Leben und Natur gern nut luftigen Einfällen schmückt, auf der anderen die Idealisten und Phantasiemaler, einen Bruno Piglhein, Giovanm Seggmini und Arnold Böcklin. Wilhelm Trübner nimmt gleichfalls eme Mittelstellung ein. Was an Rosenhagens Darstellung besonders rühmenswert erscheint, ist, daß er keine der beiden Richtungen auf Kosten der anderen emporhebt, sondern mit gleichem Verständnis und gleichliebevollem Eindringen das Schaffen der scharf beobachtenden Wirklichkeitsmaler und ;enes der schwungvollen Farbentraumer würdigt und erklärt. Auch der kritische Leser findet m Rosenhagens Studien eine Fülle von Belehrung und Anregmig. Sie werden sicherlich viele Freunde finden. L . .
Petersburg, 23. März. Der „Regierungsbote" meldet, daß infolge von Umständen, die der Akademie ber Wissenschaften unbekannt waren, die Wahl Maxim Gorkis zum Ehrenmitglied e für ungiftig erklärt wurde. Gorki sei gemäß Paragraph 1035 der Kriminalprozeßordnung zur Untersuchung gezogen. Der Paragraph betrifft verbrecherische Absichten, die die Anzeichen emes Staatsverbrechens tragen.
UmverMs-Uachrlchlen.
Man schreibt uns: Vom 15.—18. April wird inWiesbaden unter dem Vorsitze des Prof. Naunyn-Straßburg der 20. Kougre« für Innere Medizin tagen. Als Verhandlungsgegenltande, ftir die Autoritäten ersten Ranges die Referate übernommen haben und die bedeutendes aktuelles Interesse haben, stehen auf dem Programme: Diagnose und Therapie des Magengeschwüres,, Referenten Ewald-Berlin und Fleiner-HeidAberg; Lichttherapie,Referent: Bie-Kopenhagen. Zu Beginn der Vormittags,itzuna des 16. April findet als Vorfeier des 70. Geburtstages des Prof. v. Leyden- Berlin eine L e y d e n s e i e r statt. Einzelvorträge haben u. a. an- gemelbet: Graupner-Nau heim: Die Prüfung der Herz- sunktion vermittels dosierter Muskelbewegungen; das Ergometer von Zuntz; Schott-Nauheim: lieber Blutdruck bet akuter Ueberanstrengung des Herzens; C l e m m - D a r m sta d t: le Bedeutung verfchiedener Zucker in Haushalte des gesunden und des kranken Körpers;Bruck-Bad-Nauheim: Beitrage zur Diagnose pathologischer Gangarten; Privatdozent Dr. Franz Boltz a rd - G i e ß e n: Ueber Venenpulse. ,
Eiu iuteruaticmaler Kongreß der medizmifchen Preße wird in Monacco vom 7. bis 9. April abgehalten werden. Der tfurft von Monaeeo hat den Ehrenvorsitz übernommen. Alle europäischen Nattonalitäten werden bet den dreitägigen Verhand- ungen vertreten fein. Für die Teilnehmer an dem Kongresse
werden auch Feste und Empfänge in dem Fürstentum veranstaltet werden. Damen haben sich an den deutschen Universitäten im verfioffenen Studieniahr 1900/1901 die Doktorwürde errungen: 5 in Halle, 3 in Heidelberg, 2 tn Göttingen, je 1 in Berlin, Breslau, Freiburg L Br., in München. Ihre Studienfächer waren Medizin in 3 Fällen (sämtlich in Halle promoviert), englische (4), germanische (1), romanische Philologie (1), Philosophie (2), Mathematik (1), Chemie (1), Geologie (1). Die Mehrzahl (8) waren Nordamerikanerinnen, die übrigen 6 Reichscmgehorige. — Die Berufung der Professoren für die juristische Fakultät der Universität Münster ist bereits in die Wege geleitet. In Aus,icht genommen sind Prof. Dr. v. S a v i g n y in Marburg und Prof. Dr. I a - eobi in Breslau. — Dr. J.Lukas ist als Privatdozent an der rechts- und staatswissenfchasttichen Fakullat der Universität in Graz zugelassen worden. — Der Privatdozent für Physik an der Universität Erlangen, Dr. phill E. Müller aus Aiigsburg, ist am 16. März in Atünchen gestorben.
ivöhnt hat. p. , „
—JBiehmarkt. Das Geschäft bewegte sich während der Berichtswoche an deii einzelnen SJlärftcn genau wie in der Vorwoche, es waren hauptsächlich die größeren Plätze äußerst flott frequentiert und auch die Umsätze sehr groß. Pnma Großvieh rote unmet sehr lebhaft gefragt, aber auch mittlere Qualitäten waren hierdurch etwas mehr berücksichtigt, der Umsatz in den letzteren war im Allgemeinen sehr befriedigend. Kälber waren an mehreren größeren Plätzen äußerst rasch 'vergriffen, teilweise konnte der Bedarf gar nicht gedeckt werden. Einige kleine Ätärkte wieder hatten hierin geringen Ueberstand, im Allgemeinen ist das Geschäft als schr flott tu bezeichnen. In fetten Schweinen waren bie Zufuhren nicht sehr große, infolgedessen war hierin auch sehr rafch ausverkauft. Einige kleine Plätze behielten geringen Ueberstand, wahrend die großen Nlärkte thatsächlich der ytadjiragc nicht genügen konnten. Läufer und Milchschweine ebenfalls flott gehalidelt.
— Krastfuttcrmittcl. In der letzten Woche war tne Frage besonders für greifbare Ware ettvas lebhafter geworden, sodaß für einzelne Artikel, namentlich für Kokos- unb Palmkernkuchen, höhere Preise bezahlt würben. — Auch für Herbst- unb Wmterlieserung fanben mehrfach Abschlüsse statt, unb hat es den Anschein, als ob. die Stimmung für die nächste Saison etwas besser und zuversicht- lidjer ist. — Schr begehrt ist trotz des hohen Preisstandes nacch ivie vor Mais, wovon besonders der kleinkörnige russische und tiu> kische Rundmais wegen des billigeren Preises bevorzugt wird.
Auszug aus Lk» Kirchcubüchcril »er Statt Gieße».
Evangelische Gemeinde.
Bekanntmachung, betreffend: Die Heichelheim'sche Stiftung.
Aus obiger Stiftung sind am 19. Juni d. I. die halbjährlichen Zinsen mit 525 Mark an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person , zu vergeben. Anmeldungen werden bis zum 15. April auf unserem Büreau — Bürgermeistereigebäude, Zunmer Nr. 4 — entgegen genommen.
Gießen, den 18. März 1902. 2303
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
Wolff.
»t» ii. L MM XNetii
-ur Abstillung, bei welcher Gelegenheit ich diese Weine mft 70 Pfg. per Flasche abgebe. 2231
J. Seibei’sche Weimstabe,
_________________Ludwigsplatz.
Non einer angesehenen deutschen Versicherungs-Gefellfchaft wird für die Lebens- unb Hastpflichtbranche ein 2309
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Otto Schaaf, MttMg 38.


