Ausgabe 
24.1.1902 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 20

Srschetut täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem Kefstschen Landwirt die Siebener Zamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpeditüm und Druckerei:

Schulstraße 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fern sprechanschlnß Nr. 51.

Freitag 24. Januar 1908

152. Jahrgang

Zweites Blatt.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger v **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bezugspreis: monatlich 7b Pf., viertel­jährlich Alk. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.; durch diePost Mk. 2. vicrtel- jährl. audschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für d»e Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf, auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für .Stadt und Land" und .Gerichtssaal": R.Ditt- mann; für den An­zeigenteil: Han8 Beck.

Air Heutige Nummer umfaßt 14 Seite».

Bekanntmachung.

Der Schweinebestand des Jnstus Emll Lenz, Ludwig-- straße 62, dahier, ist gesund. Die Gehöstsperre ist wieder aufgehoben.

Gießen, den 23. Januar 1902.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Hechler.

Der Ktat des Kraft» F-sadowsky.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt mrterm 23. Januar:

Der Staatssekretär des Reichsamts des Innern ist zur Zeit unstreitig das meistbeschäftigte Re^ierungsmitglied- Gr kommt von früh bis spät nicht aus dem Parlameuts- gebäude heraus. Der Vormittag' sieht chu in der Zoll­tarifkommission, und daß die Thätigkeit dort nicht ge­ringe Ansprüche an den Hauptvertreter der Regierung stellt, das geht aus den Berichten über die Verhandlungen! dieser Kommission hervor. Die Mittagspause ist für Graf Posadowsky. kurz bemessen, denn der Staatssekretär er­kennt für seine Person auch in Bezug auf den Segürn der Plenarberatung die Zulässigkeit desakademischen Vier­tels" nicht an- Gr ist meist schon zur Stelle, ehe der Präsident die Sitzung für eröffnet erklärt und welches Kreuzfeuer von Wünschen, Beschwerden, Anregunaeu bringen die Sitzungen, in denen der die verschiedensten Materien umfassende Etat des ReichScsmts des Innern Kur Diskussion steht! Mein dasGebäube" der Sozial­politik! Wenn in dessen schier zahllose KamnEru und Kämmerchen hineingeleuchtet wird und daß nichts undurchsucht bleibt, dafür sorgen besonders die sozial­demokratischen Kritiker, welche Aufgabe für den Stcurts- sekretär, diesem Hin und Her mit uugeschwächter Auf­merksamkeit zu folgen, jedem Rede und Antwort zu stehen, das riesige Material lückenlos zu beherrschen, sodaß die Gegenargumente Schlag auf Schlag ins Feld geführt wer­den können!

Die Erörterung über die Sozialreform nahm den brellesten Raum in bcr heutigen Reichsdebatte ein- Als Repräsentant der sozialresormfreundlichen Nationallibera­len sprach Abg. Bassermann. Gegen dessen Ruhe und Sach­lichkeit stach der Grimm, in den der Wortführer der äußersten Linken, Abg. Fischer-Berlin, sich hmeiuredete,. scharf ab. Es war die alljährlich wiederkehrende sozialisti­sche Anllagerede überSaumseligkeit der Regierung, Un­ternehmerpolitik des Grafen Posadowsky, Mißachtung der Rechte der Arbeiter" usw. Selbst der 12000 Mark-Ange­legenheit that der unerbittliche Kritiker in seiner, gleich einem Sturmwind dghinbrauienden, mehrstündigen Rede Erwähnung; die schärfste Verurteilung aber erfuhr die sächsische Gewerbeinspektion. Auf Sachsens Regierung und Behörden sind die Sozialdemokraten bekanntlich am schlechtesten zu sprechen; den Reiz des > Ungewöhnlichen also hatte Herrn Fischers Angriff nicht. Die Bundesrats­vertreter Sachsens, der joviale Gesandte Graf Hohenthal und Ministerialdirektor Dr. Fischer, machten nicht eben den Eindruck, als ob sie sichvernichtet" fühlten- Für die Gelvandtheit des sozialdemokratischen Redners ist es bei­läufig bezeichnend, daß er es verstand, äußerst scharf zu sprechen, ohne sich einem Ordnungsruf äuszusetzen- Graf Posadowsky war in der Lage, sich zur Rechtfertigung seiner Verwaltung auf unanfechtbares Material zu beziehen, und da er die Polemik mit überlegener Ruhe führte, ver­blaßten die Farben der sozialistischen Anklagerede mehr und mehr. Der Staatssekretär hielt auch ritterlich den Schild über den vom Abg. Fischer-Berlin heftig an­gegriffenen preußischen Handelsminister Möller.

DasGarn" der Sozialreformspann" alsdann Abg. Roesicke-Dessau (wlldlib.) weiter. Ihn, den Direktor der Berliner Scyultheißbrauerei, bezeichnet die Sozialdemokra­tie alsweißen Raben" unter den Unternehmern, und es ist vielleicht von Interesse hinzuzufügen, daß Roesicke nicht nur ein humaner Arbeitgeber, sondern auch bereit ist, zur Förderung sozialer Bestrebungen beträchtliche Sum­men zu opfern. Bei ihm decken sich Theorie und Praxis. Dem anregenden Vortrag dieses Parlamentariers folgte mit besonderem Interesse dessen Bruder, Abg. Dr. Roesicke-Kaiserslautern, der Führer desBundes der Land­wirte. Während also dieses Bruderpaar auf politisch entgegengesetztem Standpunkt steht, hat sich das zweite, das die deutsche Volksvertretung aufweist, unter eine po­litische Fahne gestellr: die Württemberger Konrad und Friedrich Haußmann, beide bekanntlich Rechtsanwälte und der Deutschen Volkspartei zugehörig. Ten Reigen der Redner aus dem Hause beschloß Abg. Beckh-Koburg (fr. Vp.). Mit dankenswertem Eifer trat er zum soundso­vielten Male! für eine Verbesserung des Vogelschutzes auf Grund eines internationalen Abkommens ein. Ein Keiner Fortschritt scheint ja endlich nach Graf Posa- dowskys Antwort erzielt zu sein.

Valitische Tagesschau.

Eine Interpellation über das Jesnitengesetz.

W. T. B. meldet heute: Dem Reichstag ging eine Inter­pellation des Zentrums zu, in 6er bezüglich des am 1. Februar lb'J9 vom Reichstage beschlossenen Gesetzentwurfs betr. die Aufhebung des Gesetzes über den Orden dar Gesell­schaft Jesu bezw. die Aushebung des § 2 dieses Gesetzes an den Reichskanzler die Frage gerichtet wird, ob der Beschluß des Bundesrats in dieser Angelegenheit auch heute nach Verlauf von drei Jahren seit der Beschlußfassung des

Reichstags noch nicht vor liege und wenn nicht, aus welchen Gründen der Bundesrat eine Eutschlie^ing über den genannten Beschluß des Reichstags bis jetzt verzögere und schließlich, ob der Reichskanzler eine solche Entschließung noch vor der Beendigung der gegenwärtigen Tagung des Reichstages herbeizuführen gedenke.

Man sieht, die Interpellation ist in einem ziemlich kate­gorischen Ton gehalten. Die Frage nach, den Gründen ist wohl dadurch zu beantworten, daß die Regierungen vor­ziehen, die Angelegenheit in der Schwebe zu lassen. Daß für die gänzliche oder auch nur teilweise Aufhebung des Jesuitengesetzes eine Mehrheit im Bundesrat nicht vorhanden ist, kann keinem Zweifel unterliegen. Ein rundes Nein aber würde das ist ebenso wenig zweifelhaft den Grimm des Zentrums heraufbeschwören. Und was das für viele parla­mentarische Entscheidungen bedeutet, wenn das Zentrum das Wohlwollen verliert und der Regierung seine mächtige Unter­stützung entzieht, das braucht nicht erst dargelegt zu werden. Dazu freilich ist das Zentrum zu klug, um etwa eine große Vorlage wie den Zolltarifentwurf durch Opposition oder Passivität zu Fall zu bringen. Das Zentrum nimmt am Zolltarif Interesse; Revanchen mit der Nebenwirkung der Selbftbenachteiligung wird man von den kaltblütigen Zen­trumsführern nicht erwarten können. Wer es giebt andere Gelegenheiten genug, die Regierung empfinden zu lassen, daß der Zorn des Zentrums nicht ungestraft gereizt wird. Die Politik der Nadelstiche" schlägt am meisten auf die Nerven. Das Zentrum muß grollen, sobald der Jesuitenantrag eine klare Ablehnung erfährt: ,das ist es gewissermaßen seinen Wählern schuldig, denen dieAusführung des Windthorst- schen Testaments", nämlich die Aufhebung des Jesuiten­gesetzes tzurchzusetzen, immer wieder feierlich versprochen wurde. Draf Bülow kann auf die Zentrums-Anfrage nicht tu ^pllmmtischen Wendungen", mit beschwichtigenden und zu nichts verpflichtenden Worten erwidern die Interpella­tion ist ausgesucht präzis gefaßt. Was immer über die Gründe der verzierten Entscheidung des Bundesrats sich sagen läßt: rumausweichlich ist eine bestimmte Antwort auf die brüte derpeinlichen Fragen", ob der Reichskanzler eine Entschließung der ^Regierungen noch vor Beendigung der gegenwärtigen Tagung herbeizuführen gedenke? Man darf sehr gespannt darauf sein, wie sich Gpaf Bülow in dieser schwierigen Lage verhalten wird.

Kuhlrukampfs Nachfolge.

Folgendes Vorkommnis hat sich jüngst bei dem Amts­gericht in P., Provinz £>onnot>er, abgespielt. In einem Ermittelungsverfahren wegen Diebstahls war eine Dienst­magd Anna Kl. als Zeugin geladen. Diese Ladung wurde versehentlich jedoch einer gewissen Antje Kl. zugestellt, die in einem ganz anderen Hause wohnhaft war. Vor Gericht erschienen, gab die irrtümlich Geladene an, daß sie zur Sache nichts wisse. Hierauf wurde nun der Zeugin von dem vernehmenden Richter eröffnet, daß auf Requi­sition der Staatsanwaltschaft zu Münster i .W. eine fünf­tägige Gefängnisstrafe wegen Betruges, er­kannt von dem dortigen Schöffengericht, gegen sie zu voll­strecken sei. Die Dienstmagd Antje Kl. gab nun an, nicht die Gesuchte zu sein, sie sei protestantisch und nicht in Rhede gehören und habe keine Verurteilung erlitten. Trotzalledem wurde die Person, die ein klein es, wenige Wochen altes Kind zu Hause hatte, fest genommen und ver­büßte auch drei Tage von einer Gefängnis­strafe, die einer Dienstmagd aus Rhede, früher in einem Orte bei Münster in Stellung, zuerkannt war. Wenn auch die Verkettung verschiedener Umstände hier mlldernd in Be­tracht gezogen werden muß, so hätte doch eine sofortige Prüfung der Angaben der Inhaftierten den bedauerlichen Irrtum aufgeklärt. Nach drei Tagen wurde die Kl. wieder aus dem Gefängnis entlassen. Daß eine Tienstmagd nicht juristisch genaue Angaben macht, die geeignet sind, den Miß­griff sofort auszuklären, darf doch wohl nicht als Ver­anlassung betrachtet werden, daß man seitens der Behörde es nicht für nötig findet, dem Opfer der Nameiiverwechftlung irgend eine Art der Genugthuun^- zu getoäljren. Wenn die Dienstmagd Antje Kl. auch eine wenig befähigte Person ist, der Wert der persönlichen Freiheit ist bei beiden gleich hoch zu schätzen. DasB. T." weiß noch zu berichten, daß das zuständige Landgericht es abgelehnt hat, den betreffen­den Amtsrichter zu rektifizieren, beziehungsweise der un­schuldig Festgenommenen eine Entschädigung zu gewähren.

Eine Affaire, die die Notwendigkeit der Entschädig­ung unschuldig Verhafteter darlegt, hat sich in unserem Lande zugetragen, wo bekanntlich wiederholt von der Volksvertretung dieser Wunsch im Landtage zur Sprache gebraust worden ist. Der Schachtmeister Kümmel von Bleichenbach (Kreis Nidda) kam durch boshaftes und leichtfertiges Gerede in den Verdacht, er habe Lohn betrüge, die er an ihm unterstellte Arbeiter anszuzahlen hatte, ein- behalten und die Einträge gefälscht. Deshalb wurde er ver­haftet, sechs Wochen lang gefangen gehalten und bann, da kein Zeuge etwas gegen ihn ernstlich Belastendes aussagen konnte, freigelassen. Der Mann ist also sechs Wochen feiner Freiheit beraubt gewesen, er hat feine Stelle verloren, die anderweit besetzt ist, er ist infolge der Aufregungen erkrankt und hat daher auch keine neue Stellung erhalten, und nun sind feine Ersparnisse nahezu aufgebraucht, dann kann er hungern, denn Entschädigung giebts nicht.

Wir wissen, daß die hessische Regierung der Entschädig­ung unschuldig Verhafteter durchaus wohlwollend gegen» übersteht, wir wissen aber auch ferner, und teilten es bereits mit, daß diese Angelegenheit reichs gesetzlich er Nebelung unterliegt, auf deren schleunigste HerbeifüAung wir immer und immer wieder dringen müssen.

Getreidezölle auf Zeit?

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Zweite Etatsberatung, Domänenetat. LandwirtschastS- minifter v. Podbielski führt aus, dem Großgrund­besitzer gehe es noch lange nicht so schlecht wie dem mittleren bäuerlichen Grundbesitz, der auf fremde Arbeit angewiesen sei. Wer für diesen em Herz be­sitze, der müße das Bestreben haben, ihn im Kampfe um die Scholle zu unterstützen. Abg. Hirsch (frs. Vp.) glaubt nicht, daß die Notlage der Landwirtschaft so groß sei. Die Landwirte wollten ihre Renten nur auf Kosten der Arbeiter erhöhen.

Landwirtschastsminister v. Podbielski erwidert, es gebe Tausende von Besitzern, denen es schlechter gehe als den Arbeitern. Er sei kein Anhänger einer absoluten Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide, er halte sie nur vorübergehend für erforderlich, bis die Landwirtschaft selber wieder im Stande sei, den Wettbewerb aus eigener Kraft wieder aufzunehmen. Der neue Zolltarif sei in der vorliegenden Gestalt eine wesentliche Verbesserung gegen die bisherigen Tarife; er hege die berechtigte Hoffnung, daß man sich auf gemeinsamer Basis zusammensinden werde in der rechten Politik, die nicht auf Haß, Neid und Mißgunst aufgebaut sei.

Abg. v. Savigny (Zentr.) erklärt, die Not der Land­wirtschaft erheische sofortige ausgiebige Hilfe; die An­schauung, daß der Zolltarif dieselbe voll und ganz ge­währe, halle er nicht für zutreffend. Abg. Crüger (frs. Vp.) wendet sich gegen verschiedene Ausführungen des Ministers. Der Minister erwidert, er bescheide sich gern vor diesen weisen Männern, die viel gelernt, in der Praxis aber noch nichts geleistet haben.Der Vorredner meinte, ein Landwirt werde vor die Wahl gestellt, doch lieber Land­wirt bleiben als Arbeiter werden. Das ist es ja eben, was mir den Landwirt so lieb und wert macht. Ich freue mich stets über ihn, der an der Scholle festhält. Er wird nicht in das Lager derjenigen übergehen, die eigentlich heimatlos geworden sind, jene vibrirende Masse, die Ihnen heute Hosiannah singt und Sie morgen mit Steinen schmeißt. Aber Sie, die Sie durch eine etwas blau angelaufene städtische Brille das Land betrachten, können ja kein Verständnis dafür haben." Abg. Dr. Barth (frs. 93g.) führt aus, die Getreidezölle dienten den ft a p i» talisten, nicht den anderen Landwirten.Wir sind Ver­treter des landwirtschaftlichen Gewerbes, Sie die der land­wirtschaftlichen Kapitalisten." (Stürmische Heiterkeit.) Landwirtschaftsminister v. Po dbielski erwidert, er wolle dem Vorredner nicht wünschen, daß ihm durch Erbfall ein Gut zufalle; er würde mit Theorie und Wissenschaft nicht weit kommen.Sie hassen das platte Land, weil sie dort Ihre politischen Interessen nicht ausüben können!" (Großer Lärm.) Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert. Wenn Sie sagen, Sie wollen billiger einkaufen, als zu pro­duzieren ist, was ist das anders, als ein Vorenthalten des Lohnes? Stellen Sie sich auf gesunden Boden, da werden wir uns zusammensinden; aber mit der Theorie hat man noch nie einen Hund hinter dem Ofen heroorgelockt.

* »

In agrarischen Kreisen muß die Aeußerung des Ministers v. Podbielski, er werde sich bemühen, die hohen landwirt­schaftlichen Zölle nur so lange zu halten, bis die Landwirt­schaft wieder konkurrenzfähig geworden sei, nicht geringes Erstaunen Hervorrufen und beunruhigend wirken. Die An­deutung des Herrn v. Podbielski von dem Getreidezollaus Zell" wirft ein ganz neues Moment in die zollpolitische Diskussion, und es ist kaum anzunehmen, daß durch diesen Hinweis die von der Regierung in Aussicht genommenen landwirtschaftlichen Zollsätze der Rechten verlockender gemacht werden.

Deutsches Keich.

Berlin, 23. Jan. Der Kaiser empfing gestern vor­mittag im Schlosse den großbritannischen Botschafter Las­celles. Gestern nachmittag hatte der Kaiser eine längere Besprechung mit dem Reichskanzler und besuchte darauf den Botschafter Lascelles.

Der Kaiser wird mit bcm Prinzen von Wales nach den bisher getroffenen Bestimmungen am Sonntag nachmittag das 1. Garde-Dragoner Regiment in seiner Ka­serne besuchen und im Offizier-Kasino das Frühstück ein­nehmen.

Einer Kus Newyork eingetroffenen Kabeldepesche zu­folge werden an dem Bankett, das die amerikanische Presse dem Prinzen Heinrich im HotelWalborf-Astoria" geben wird, neunhundert Herausgeber und Chef-Redakteure teilnehmen.

In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde folgenden Ausschußberichten die Zustimmung erteilt: Dem Ausschußbericht über den Entwurf einer Verordnung wegen Beaufsichtigung heffi scher und bremischer pri­vater Versicherungsuiitcruehmungeii, den Ausschußberichten über a. Vorlage betreffend Ergänzung der Nr. 26 Anlage b._ zur Eisenbahn-Verkehrsordnung durch Ausnahme von Bleiasche, Bleikräße, Bleirückständen und son­stigen bleihaltigen Abfällen; b. Entwurf eines Sonderabkom-