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Zweites Blatt.
152. Jahrgang
Dienstag 23. September 1902
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der neu aufzustellenden untunlich ist. Man hat vorgeschlagem für diesen Fall eine Anzahl Ersatzreservisten auf längere Zeit einzuberufen. ES ist aber unvermeidlich, daß schon in nächster Zeit die Heeresverwaltung mit der Forderung einer namhaften Erhöhung des Rekruten- kontingentS und einer — wenn auch nicht bedeutenden Vermehrung des HeereSstandes (für den Frieden) vor die Parlamente treten wird. Die Einführung der zweijährigen Dienstzeit würde sich dann von selbst ergeben." — Also neben der Artillerie- und auch wohl Kavallerieoermehr- ung soll zugleich die Infanterie vermehrt werden. Die „Mili- tärztg." ist das Organ des „Deutschen Offiziervereins", dem hohe aktive Offiziere angehören, sie dürfte also über die Absichten der leitenden Militärkreise wohl unterrichtet sein.
Politische Tagesschau.
Wer wird UnterstaatSsekretär?
Der „Nationalztg." zufolge wird die Meldung,
Nr. 223
ikrsqeiui täglich
außer EonntagS.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Gietzener Familien' blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Untvers.-Buch» u.Stein- bruderet (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:
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Fernsprechanschluß Nr. 51.
der heutigen zweiten Hauptversammlung erledigte Kongreß des Deutschen Vereins für
welcher der Reichstagsabg. Dr. Spahn für den Posten als Unterstaatssekretär des Reichsamts des Innern in Aussicht genommen wurde, von unterrichteter Seite als unbegründet bezeichnet. Auch anderweite Angaben hinsichtlich der Ernennung für diesen Posten seien unzutreffend.
Die Zentrumspresse, die es wissen konnte, fal^ ein so hervorragendes Mitglied der Fraktion vor der Berufung in ein hohes Reichsamt stand, hatte die betr. Meldung nicht dementiert. Dr. Spahn ist im Parlament bei der Behandlung von Fragen juristischen Charakters hervorgetreten. Für den Unterstaatssekretärposten des Reichsamts des Innern bedarf es einer Persönlichkeit, die außerordentlich vielseitige Kenntnisse hat und zumal auf dem sozialpolitischen Gebiet vollkommen bewandert ist. Da das Gebiet des Dr. Spahn begrenzt ist, hatte die Nachricht von seiner Berufung nicht geringes Aufsehen hervorgerufen. Auch würde eine solche Auszeichnung eines Zentrumsinitglieds leicht die Vermutung veranlaßt haben, daß die Regierung hierdurch dem Zolltarifentwurf den Weg ebnen wolle. Dr. Spahn ist bekanntlich Reichsgerichtsrat und Vater des vielgenannten jungen Straßburger Geschichtsprofessors.
Ein spanisch-französisches Bündnis?
Nach einem Telegramm der „Voss. Ztg." auS San Sebastian erklärte eine hohe Persönlichkeit, daß das spanischfranzösische Bündnis vollzogene Thatsache sei. Die Grundlagen seien beiderseits gutgeheißen, doch noch nicht veröffentlicht.
Wenn Thatsachen von solcher Bedeutung sich vollziehen, wirft in der Regel das Ereignis seine Schatten voraus. Man wird vorläufig die Mitteilung trotz des hohen Gewährsmannes noch etwas skeptisch aufzunehmen haben. Im Uebrigen könnte ein spanisch-französisches Bündnis Deutsch- land nur erwünscht sein, bei den sehr angenehmen Beziehungen, die zwischen Berlin und Madrid bestehen. Frankreich als der Freund unseres Freundes, das ist dem Frieden förderlich, den der französische Ministerpräsident CombeS mit so schönen Worten verherrlicht hat. Auch in Berliner politischen Kreisen herrscht die Auffassung, daß die beiden verunglückten ministeriellen Redner Andrb und Pellet an kaum umhin können, die deutliche Mahnung ihres Chefs: „Schuster bleib bei deinem ßeiftenl* mit dem Entlassungsgesuch zu quittieren.
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Heer und Flotte.
Eine neue Vermehrung der Infanterie bei gleichzeitiger definitiver Einführung der zweijährigen Dienstzeit stellt die „Militär-Ztg." in Aussicht. Sie schreibt: „Es sind einige —wenn auch nicht sehr bedeutende Aufstellungen neuer Truppenkörper — namenttich bei der Artillerie bevorstehend, für welche aber der festgesetzte Stand des Heeres nicht ausreicht, da eine Vermin- derung des Standes anderer Truppenabteilungeu zu Gunsten |
Vermischtes.
* Köln, 22. Sept. Amtlich wird gemeldet: Der gestern fahrplanmäßig 3 Uhr 10 Min. einführende Personenzug, von Crefeld kommend, konnte bei der Einfahrt in den Bahnhof nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht werden, sonderir fuhr gegen den Prellbock. Durch den Anprall erlitten 18 Reisende leichte Verletzungen. Zugbeamte sind nicht verletzt. Eine Betriebsstörung ist nicht eingetreten. Die Ursache des Unfalles ist darin zu suchen, daß der Lokomotivführer die Bremsen nicht richtig handhaben konnte.
* Der Selbstmord von Patriz Huber. Un- glückliche Liebe hat, wie wir bereits gestern telegraphisch meldeten, den Architekten Patriz Huber, der erst im Frühjahr von Darmstadt nach Berlin übergesiedelt war, in den Tod getrieben. Huber, der sich trotz seiner 24 Jahre bereits einen gearteten Namen geschaffen und bekanntlich aus der Darmstadter Ausstellung durch seine Entwürfe für Innenarchitektur Aufsehen erregt hatte, stand kurz vorder Verlobung mit einer Dame aus seiner Heimatstadt. Tie Verlobung ging indessen zurück, und die Dame verlobte sich mit dem besten Freunde Hubers. Tieser reiste nach Berlin und suchte Huber, der in Charlottenburg eine Wohnung inne hatte, auf, um ihm die Mitteilung von seiner Verlobung zu überbringen. Es kam zu einer erregten Auseinandersetzung, die zur-Folge hatte, daß Huber kurze Zeit, nachdem ihn der frühere Freund verlassen hatte, Hand an sich legte. Er nahm einen Revolver und erschoß sich. Der im selben Hause wohnhafte Arzt Dr. v. Bardenleben wurde sofort herbeigerufen, er konnte indessen nur noch den bereits eingetretenen Tod seststellen. Tie Leiche des unglücklichen jungen Künstlers wurde vorläufig nach, dem Charlottenburger Schauhause Cgeschafst. Nach dem ,^8. T." bringt man die That mit einer Liebesaffäre zusammen, aus der sich ein amerikanisches Duell entwickelt haben soll. Pattiz Huber hatte bekanntlich zu den „Sieben" gehört, die unser Gr oß- h erzog in seine Künstlerkolonie geladen hatte. Huber, der 1878 in Stuttgart geboren ist, zeigte einen guten Sinn für das Behagliche und Praktische, liÄevolles Verständnis sür das Material und feinen Takt im Schmücken. Er hätte ohne Zweifel durch diese Eigenschaften nicht nur materielle Erfolge erzielt, sondern. auch für die künstlerische Kultur eine nützliche Arbett geleistet. Es steckte die Energie in ihm, die ein Künstler braucht, um sich zu vollenden und durchzusetzen. Wer ihn auch nur flüchtig sah, der wird das bartlose Gesicht mit dem eigensinnigen Mund nicht vergessen haben.
22. Kongreß des deutschen Dereins für Armen pflege und WohttyätigKett.
(Originalartikel des „Gieß. Anz.")
II.
mg. Colmar, 19. September.
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Armen pflege und Wohlthatigkeit zunächst die gestern abgebrochene Diskussion über „die Beaufsichtigung Der Zieh- und Haltekinde r". Bei der
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Abstimmung über die zahlreich vorliegenden Anträge werden mit erheblicher Mehrheit folgende Sätze angenommen:
1. Alle in einer Gemeinde befindlichen unehelichen, sowie diejenigen ehelichen Kinder, welche in fremder Pflege gegen Entgelt untergebracht sind, sind unter öffentliche Aufsicht zu stellen.
2. Tie Aufsichtsbehörde hat sich zur Durchführung ihrer Aufgabe ärztlicher Hilfe und ehrenamtlicher Organe zu bedienen. Als letztere eignen sich vorzugsweise weibliche Personen. Es empfiehlt sich außerdem, zur Beaufsichtigung der Kinder bis zum zweiten Lebensjahre besoldete, geschulte Pflegerinnen anzunehmen.
3. Tie Aussicht über das Ziehkinderwesen ist landesgesetzlich zu regeln.
Viele Freunde fand auch die Bestellung einer General- Vormundschaft für die Pflegekinder. Tie Sache schien jedoch im einzelnen noch nicht genügend geklärt, um in den Sätzen zum Ausdruck gebracht zu werden.
Ten zweiten Gegenstand der heutigen Tagesordnung bildete die Frage der Zerteilung der Armenta st e n", worüber Herr Landesrat M e h r l e i n aus Tanzig aus Grund einer Reihe von Gutachten das Hauptreferat erstattete. Tie Frage ist für das außerpreußische Deutschland von geringerem Interesse, da hier die Verhältnisse ganz anders liegen, als in Preußen. Es handelt sch wesentlich darum, daß in Preußen die Landarmenverbände, als welche die Provinzen fungieren, sich durch die Erstattung der nach §§ 29—34 des Unterstützungswohnsitzgesetzes (nach der Novelle vom 12. März 1894) von den Ortsarmenverbänden vorläufig zu leistenden Unterstützungen an solche Personen, die sich nur vorübergehend in einer Gemeinde aufhalten, sowohl finanziell, als auch in betreff der zu leistenden Arbeit sehr beschwert fühlen. Tie Behandlung der Frage durch den Deutschen Verein für Armenpflege und Woblthätigkeit geschieht auch in der That auf Anregung der Konferenz der preußischen Landesdirektoren.! Referent befürwortet die Aufhebung der Erstattungspslicht und will zur Entschädigung der dadurch neu belasteten Ortsarmenverbände die nosten der Unterstützung der Vagabunden den Landesarmenverbänden zuweisen. Als Landstreicher sollen alle diejenigen angesehen werden, die sich noch keine sieben Tage in einer Gemeinde aufgehalten haben.
Ter Mitberichterstatter, Dr. Münster berg au 8 Berlin weist darauf hin, daß die von dem Berichterstatter vertretene Beschwerde der preußischen Landarmenverbända nur eines der vielen Symptome sei, daß unsere gesetzlichen Bestimmungen ungenügend seien, und zwar handle es sich dabei immer nicht um die langzeitigen Unterstützungen, von seßhaften Personen, sondern um die vorübergehenden Unterstützungen. Tahinein schlage auch die in den Gutachten von Magistratsassessor M i l b r e ch t (Berlin) und Bürgermeister Hopf (Eberswalde) behandelte Frage der den Erstattungen zu Grunde zu legenden Tarife für Anstalts- behandlung, ferner die allgemeine Unterlassung der Erfüllung der in 8 28 des Unterstützungswohnsitzgesetzes ge-
regung des bekannten Berliner Strasrechtslehrers Prof. v. Lisz von dem Privatdozenten Dr. Stern hier und da praktische Erinnerungsversuche angestellt worden sind, die die überraschendsten und für den Psychologen wie auch sür den Juristen gleich wichtigen Resultate gefördert haben. Neuerdings sind nun derartige Versuche in verschiedenen Bunzlauer Schulen angestellt worden. Wie die „Brest. Morgenzta." mitteilt, wurde dabei in folgender Weise vor- gegangen: In ieoer Klasse wurden etwa zwei Schüler zu den Versuchen bestimmt. Bei beiden nahmen diese der: gleichen Verlauf. Dem ersten — der andere war nicht zugegen — wurde ein Bild mit der Aufforderung, ficb dieses genau anzusehen, eingebändigt (das Bild war für alle Schulen dasselbe). Es stellte eine Bauernstube xur Mittagszeit vor, der Bauer sitzt am Tiscke und löffett aus einem Teller Suppe, die Bäuerin steht am Tische und ist im Gespräche mit ihrem Manne begriffen. Ein etwa sechsjähriger Knabe sitzt am Tische neben dem Vater, ein kleines Kind liegt in der Wiege u. f. w. Nachdem sich der Schüler das Bild eine Minute lang angesehen hatte, wird er unter Fortnahrne des Bildes zu einer „spontanen Aussage" aufgefordert. Vorher iwch wird an das Kind die Frage gestellt, wie lange es sich das Bild ungefähr angesehen habe. Hier schon zeigte es sich in den weitaus meisten Fällen, daß das Kind keine richtigen „Zeitbegriffe" hat. Die eine Minute gestaltet sich zu drei bis fünf Minuten. Tie „spontane Aussage" wird ausgeschrieben (am besten stenographirt).' Fehler werden nicht korriairt. Am zweiten Tage wird mit den Schülern ein Verhör angeslellt, bei welchem jeder veranlaßt wird, eine Reihe bestimmt gefaßter Fragen, die sich auf das Gesehene beziehen, zu beantworien. Rechl auffallend scheint es, daß die Faroenangabcn meist unrichtig waren. Am dritten Tage wird der Versuchsschüler abermals zunächst zu einer spontanen Aussage veranlaßt und dann wiederum einem Verhör nach den ersten Fragen unterzogen. Sucht selten zeigen sich beim zweiten Verhör gegen das erste recht abweichende Angaben. Die bemerkenswertesten Versuche sind bisher die, bei welchen der Schüler einer Beeinflussung (Suggestion) unterworfen wird. Es werden ihm hierbei absichtlich Fragen vorgelegt, die falsche An- gaben enthalten. In zahlreichen Fällen haben solche Suggestions- sragen recht überraschende Ergebnisse gehabt, indem die Schüler vielfach ihre früheren richligen Angaben »ach den B eeinflusjungsfragen ins Falsche umänderten. Ter durch die Versuche erzielte Belegstoff wird nunmehr sorgfältig geprüft werden.
Feuilleton.
Der Nordpolfahrer Sverdrup berichtet weiter: Ich lag im Winter 1898/99 bei Ellesmeereland un Winterquartier, wo ich verschiedene wissenschaftliche Reisen zu Schlitten unternahm. Ter Sommer 1899 war ungünstig. Tie „Fram" war gezwungen, in Ellesmeereland Winterquartier aufzusuchen, wo wir wieder Depots anlegten und Schlittenreisen unternahmen, sowie große Teile der umliegenden Gegenden kartographierten. Im Mai 1900 brach an Bord der „Fram" ein großer Brand aus. Das Schiffszelt wurde durch Funken vom Schornstein in Flammen gesetzt. Bei dem Brande verbrannten paraffinierte Kajaks und andere Gegenstände. Auch das Takelwerk und die Masten wurden vom Feuer ergriffen. Tie „Fram" wäre beinahe untergegangen, doch wurde das Feuer glücklich gelöscht. Im August 1900 dampften wir durch den James- sund und die Eardiganstrait und bezogen Winterquartier auf 76 Grad 48 Min. nördlicher Breite und 89 Grad westlicher Länge. Wir schossen viele Moschusochsen und unternahmen Schlittenreisen. Tie Gegend ist sehr reich an Remitieren und Polar Wölf en. Bon letzteren brachten wir zwei lebend mit. Ter Winter war kalt und stürmisch. Tie mittlere Temperatur betrug —45 Grad. Im Frühjahr und Sommer 1901 und Anfang 1902 fanden wiederum Schlittenexpeditionen statt. Am 6. August gelang es der „Fram", vom Eise loszukommen. Wir tra en in Godhavn am 18. August ein, verließen Kap Farewell am 28. August und trafen in Stavanger am 19. September ein. Sverdrup teilt ferner mit, daß die Expeditton tn den 3on ihr besuchten Gegenden auf Eskimos nicht gestoßen sei, dagegen viele Wohnplätze von solchen aus früheren Zeitperioden angetroffen habe. Der ,,^-ram führte viele Gegenstände von diesen Woynplätzen mit — Ler norwegische Prof. Yngvar Nielsen meint, es sei naa, oen Meldungen von den aufgcgebenen vorzeitlichen Es«.i»u. wohnstätten sicher, Laß im großen arktischen Archipel in verhältnismäßig nahe
liegender Zeit die Zurückziehung der Grenze für dieLebensfähigkeit des Menschen eingetreten sei, woraus man wettere Schlüsse über die Eisverhältnisse ziehen könne, da die Lebensverhältnisse der Eskimos ganz von den Eisverhältuissen abhängen. — Leutnant Peary erklärte in einer Unterredung, daß es seiner Ueberzeugung nach zweifellos möglich sei, den Nordpol zu erreichen. Ein erfahrener Nordpolforscher könnte sehr wohl zum Nordpol Vordringen, wenn er seine Winterquartiere unter dem 83. Breitengrade aufschlage, und entweder von Franz Joseph- Land oder von Grönland aus die Reise antrete. Ter Winter sei dort nicht strenger wie unter dem 63. oder 73. Grad. Es seien in diesem Gebiet Bisams, Ochsen und Hasen reichlich vorhanden, die der Expedition genügend Fleischnahrung liefern würden .Die Fahrt zwischen dem 80. und 90. Grad sei nicht schwieriger als die zwischen dem 70. und 80. Wenn er (Peary selbst) unabhängig über die erforderlichen Mittel verfügen könnte, würde er seine Forschungen fortsetzen, bis er sein Ziel erreicht hätte. Er sei sicher, daß es ihm in einigen Jahren gelingen würde. Die alte Auffassung, das Polarmeer sei eine offene See, sei unbegrün det. Ebenso sei es irrig, anzunehmen, der Nordpol fei von unbeweglichen, zusammenhängenden Eisfeldern umgeben. Es könne kein Zweifel darüber bestehen, daß das Polar- meer von treibenden Eismassen bedeckt fei
M areonis drahtlose Telegraphie hat einen bemerkenswerten Erfolg aufzuweisen. Mareonis Station übersandte von der Station Poldhu in Cornwall ein drahtloses Huldigungstelegramm an den in Spezia liegenden Panzerkreuzer „Carlo Alberto" für den König von Italien. Dieses wie ein längeres Danktelegramm des Königs wurden korrekt überliefert. Ter König verlieh. Marconi das Groh- ofifzierkreuz des Kronenordens.
— ErirmerungSversuche. Mancher unserer Leser wird sich erinnern, daß wir im vorigen Winter aus Anlaß der Aufführung von Drieux' „Roter Robe" uns wiederboll angelegentlich mit dem Werte der Zeugenaussagen vor Gericht" beschäftigten. Wir fonnten damals auch die Mitteilung machen, daß auf An-
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