Ausgabe 
23.5.1902 Zweites Blatt
 
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Wetter

s

rönnen.

Tendenz

Für die Redaktion verantwortlich i. N.: R. Dittm ann.

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21. 22. Mai A. 22.

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87g% 8°?o 3/,»/o 3% 3/2°/o

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2

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4- 11,2° 6.

4- 4,8' C.

Höchste Temperatur am

Niedrigste , ,

Reichsanleihe do.

Konsole . do . .

Hessen .

8j/q Mexikaner , , 4>/, /u Chinesen . , Electric, hob ackert . Nordd. Lloyd , . , Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden « « Gotthardbahn . . . Lanrahütte . . . , Bochum . ... Harpcner . , .

reserviert

NW.

W.

N.

. 25.75 . 89.50 . 99.75 . 107.70 . 215.30 . 184.40 . 135.00 . 139.30 . 152.50 . 148.50 . 14.00 . 169.00 . 200.00 . 194.10 . 173B0

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Bed. Himmel

Bew. ,

Telephonischer Kursbericht«

Jb'ran klart u. 11., 23. Mai 1902.

35o Hessen . . . .

4% Oesterr. Goldretne .

4'/2% Oesterr. bilberrente 4% Ungar. Goldrente . .

4°/ Italien. Rente . . . 4/3% Portugiesen . . , .0/ Portugiesen. . . .

1% C.'Türken ...

Türkenlose.....

4°/o Uriech. Monopol -Anl. äussere Argentiner

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Ueuesie Dttewungrn.

Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers.

Berlin, 23. Mai. Oberhofmarscyall Gras Eulenburg hat dem Oberbürgermeister von Posen amtlich mityeteilt, daß der Kaiser gelegentlich seiner Anwesenheit m der Stobt Posen im September, und zwar am 4. September vormittags, der Enthüllung des Kaiser Friebrich- Denkmals beiwohnen wird.

G l o g au, 23. Mai. Tie schweizerische Regierung lehnte die Auslieferung des Grafen Pückler ab, der nunmehr bauernd im Ausland bleibe.

Leipzig, 23. Mai. Zu dem Prozeß d cr Leip­ziger Bant entsendet die sächsische Regierung einen besonderen Kommissar. Generaldirektor Schmidt erklärte, er werde nicht gegen Exner und Gentzsch Zeungnis ablegen.

Altenburg, 23. Mai. Herzog Albert von Sachsen- Altenburg ist gestorben.

London, 23. Mai. DieTimes" melden aus Buenos- Ayrcs, dieTribuna", das Regierungsorgan, berichtet, Chile lege den Verhandlungen mit Argentinien wieder Schwierigkeiten in den Weg, indem cs daraus be­stehe, daß Argentinien erkläre, es verhalte sich in allen die pacisische Küste berührenden Angelegenheiten neutral, eine Erklärung, die sich Argentinien abzugeben weigere.

Paris, 23. Mai. Eine Versammlung antiministerieller Abgeordneter sand gestern im Lokale der Patrie srancaisc unter dem Vorsitz des Schriftstellers Jules Lemaitre statt. Ungefähr 40 Deputierte waren anwesend, die sämtlich im Prinzip der Bildung einer a n t i m i n r st e r i e l l e n Gruppe zustimmten. Tie einzelnen Beschlüsse sollen noch geheim gehalten werden.

Paris, 23. Mai. DerMatin" meldet: Die in Liverpool eingetrossenen französischen Polizisten sind der Ansicht, daß die Nachricht, die Familie Humbert sei dort gesehen worden, auf einem Irrtum beruhe. Das Blatt verzeichnet das Gerücht, die Familie habe in Eardisfe ein eigenes Schiff gechartert.

Paris, 23. Mai. Die im Auftrag einer Anzahl von Yachtbesitzern bei Bordeaux erbaute SegelyachtAr- cachon" wird sich, wie es heißt, an der nächsten Kieler Regatta um den Kaiserpreis mitbewerben.

Lemberg, 23.. Mai. Einer Blättermeldung aus B o - ryslau zufolge drang in die dortigen Erdwachs­gruben der galizischen Kreditbank Wasser ein und überflutete die Schichte. Bisher sind drei Leichen ge­borgen.

Petersburg, 23. Mai. Präsident Loub et besuchte gestern nachmittag, von Kosaken eskortiert, das Alexandre- witsch-Klvster, wo ihn der Metropolit begrüßte, stattete den Großfürsten und Botschaftern Besuche ab und besichtigte die JsaakSkathedrale. Der Präsident wurde überall von der Bevölkerung aus das leb Hasteste begrüßt.

London, 23. Mai. Reuter veröffentlicht eine Depesche aus Pretoria vom 22. Mai, welche aber offenbar durch die Zensur verzögert und früher aufgegeben ist, als das Tele­gramm über die Ankunft der Burendelegation in Pretoria. Die Depesche lautet: Ten hauptsächlichen Widerstand unter den Burendelegierten leistet eine geringe Minderheit, und die Delegierten wünschen, zu einem einstimmigen Beschluß zu gelangen, ehe sie die Verhandlungen abschließen. Tie Lage ist hoffnungsvoller.

London, 23. Mai. Ten heutigen Morgenblättern zu­folge ist der Friede in Südafrika bevorstehend. Sämtliche Telegraphenagenturen berichten, daß den Buren ein Ulti­matum gestellt worden ist und daß dieselben aller Vor­aussicht nach die Bedingungen Englands annehmen werden.

(sicrichtssmü.

Mainz, 22. Mai. Der verheiratete 29jährige Kreis amts- gehilse Christian Jakob aus Rimbach, zuletzt am hiesigen «reisamte aus dem Zwilmusterungsdureau ihälig, hatte in seiner amUichen Eigenschaft fortgesetzt Stempelgelder für Klaviere und Radiahrkarten in Höhe von 140 Mark, dann 54 Mark für Dupli­kate von 9Jhlitävpapieren, sowie Stempelgelder für Naturalisa­tionen in Höhe von 55 HJtart und von der Kasse des Eisenbahn- fchiedsaerichts, als dessen Sekretär er thätig war, 272 Mark unterschlagen. Die Listen, in welche die vereinnahmten Betrage eingetragen werden sollten, Halle er gefälscht. Dafür verurteilte die Strafkammer den Jakob, der eilten Gehalt von über

Mark bezog, zu 2 Jahren Gefängnis und sprach ihm auf drei Jahre die Fähigkeit ab, öffentliche Aemter bekleiden zu

Kunst und Wissenschaft.

Krefeld, 22. Mai. Heute wurde die K u n st a u s st e l l u n g n o r d i s ch e r K ü n st l e r, die erste Deutschlands, im Museum er­öffnet. Dieselbe enthält Gemälde, plastische Bildwerke und Erzeug­nisse des Kunsthandwerks aus Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland.

Der Miuisterrat, bei für heute eiuberufeu ist, soll eine bad zügliche Erklärung veröffentlichen. Sind) dieDaily Mail^ welche bisher immer großen Pessimismus an den legte, hält die augenblickliche Lage für günstig. Auch in amtlichen Kreisen glaubt man, daß kein ernstliches; Hindernis gegen den 2lbschluß des Friedens mehr besteht.

London, 23. Mai. In Regierungskreisen wird ver­sichert, daß der heute stattfindende Kobinettsrnt die Pro- klamterung des definitiven Endes der Feind­seligkeiten in Südafrika beschließen wird. Die Ver­handlungen bezüglich der Einzelheiten des Friedens^Be- schlusses würden allerdings noch wochenlang dauern, doch sei die Rückkehr der Burenführer zu chren KbmmanvoS, ausgeschlossen. , . ,

London, 23. Mai.Daily Chrvnicle" erfährt aus guter Quelle, die Besprechungen zwischen den Buren- f ü h r e r n, L o r d K i t ch c n c r und M i l n e r in Pretoria hätten den Erfolg gehabt, daß der F r i e d c t h a t s ä ch l i ch. gesichert sei und die Feindseligkeiten alsbald eingestellt werden würden, und zwar sei dieser Erfolg dem Umstande zuzuschreiben, daß die Buren die Bedingungen der Eng« länder angenommen hätten.

Fort dc France, 23. Mai. Zu St. Pierre wird, da man einen neuen Ausbruch des Mont Pelee befürchtet, keine Arbeit vorgenommen. Selbst das Militär ist zurückgezogen. Gestein nachmittag stieg plötzlich unter dumpfem Donnerrollen eint fchwarzgraue berghohe Rauchgarbe ans dem Vulkan, die sich nach einigen Minuten auflöste und als feiner Aschen­regen niederrieselte. Asche und Schlamm sind in St. Pierre in großen Mengen nicht niedergefallen, ebenso auch keine Lava, lieber der Stadt herrscht ein schrecklicher Leichengeruch. Ditz Thätigkeit des Vulkans selbst ist geringer geworden. Die Kriegs- schiffe liegen außerhalb des Hafens von Fort de Franee m Anker. Wie demBerliner Tageblatt" aus Paris depeschiert wird, ergab die Sammlung des Kolonialministers für die Linderung des Elends auf 'Martinique bisher 1087 326 Frs. Rach einem TeiegrammdcrHamb. Börsenhalle" aus Guatemala wurde die Stadt Ouezaltenango durch ein schreckliches Minuten dauernde- Erdbeben fast vollständig zerstört. Zn der Stadt Guatemala wurde weniger Schaden angerichtet. Zedoch find zwei Kirchen ziemlich beschädigt. Die Geschäfte stocken vollständig. Viel Kaffee ist verloren gegangen.

Fort de France, 23. Mai. Generalrat Plerk und em Herr Eharcel unternahmen am Freitag einen Aufstieg auf den Mont Pelöe. Sie gelangten ohne Schwierigkeit big zu einer Höhe von 1230 Meter und erklären, daß der Krater einen Durchmesser von etwa 300 Meter habe. Die den Krater überragende Bergspitze ist durch die vulkanischen Ausbrüche voll­kommen untergraben. Eine andere Spitze ist vollständig durch die Flammen zerstört. Plerk erzählt, daß er und sein Gefährte wiederholt von starken elektrischen Schlägen ge­troffen und von einem Aschenregen überschüttet worden seien.

Paris, 23. Mai. Wie verlautet, hat der Kolonialminister in Befürchtung neuer vulkanischer Ausbrüche bereits Maßnahmen für eine teilweise oder völlige Räumung von Martinique getroffen. Der Präsident sei vou dieser Entscheidung telegraphisch verständigt worden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Trinitatis, den 25. Mai. Gottesdienst.

Zn der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinde.

Vormittags 9>/> Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vorrnillags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgememde.

Pfarrer Dr. (Stet n.

Abends 8 Uhr Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde im Konfirmandensaal, Kirchstraße 9.

Montag, den 26. Mai, abends 8 Uhr, Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde im Kon­firmandensaal, Kirchstraße 9.

Zu der Zohanneökirchc.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags 91/, Uhr: Professor D. Drews.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 24. Mai.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 25. Mai

Dreifaltigkeitssonntag.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste hetl. Meße,

vor und in derselben Austeilung der heil. Kom­munion.

, , 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

w 9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2'/«Uhr: Andacht.

Dienstag und Freitag abend um 6'/, Uhr ist Mai-Andacht.

Hottrsdicnk der israelitischen Keligionsgesrllschast.

Sabbathfeier am 24. Mai 1902.

Freitag abend 7**. Samstag vormittag 8. Nachmittag 4°®.

Sabbathausgang 9°.

Wochengottesdienst: morgens 686 Uhr, abends 910 Uhr.

Arbeiterbewegung.

Koblenz, 22. Mai. Seit Dienstag sind hier sämtliche orga­nisierten Maurergesellen tn Aus stand getreten. Gefordert werden höhere Löhne und Abkürzung der Arbeitszeit. DieKob­lenzer Zeitung" bringt die Mittetlung, daß bei den diesigen Truppen­teilen Umfragen gehalten werden, um die Zahl der Maurer, die zur Zeit hier Soldaten sind, sestzustellen. Alan bringt diese Umfrage bamtt in Verbindung, daß für die ausständigen Maurer, soweit wie angängig, Mtlttar eintreten sott.

Universitäts-Nachrichten.

Heidelberg, 22. Mai. Heute nacht ist der Senior der Heidel­berger Profefforen, Hofrat Dr. Wilhelm Ihne, 81 Jahre alt, in­folge von Altersschwäche gestorben. Ihne, geboren tn ourth, studierte 183913 in Bonn, war später Rektor am .Liverpool Jn- üi Liverpool und ließ sich 1843 in Heidelberg nieder. Lett 1878 wirkte er an der Universität als Anglist, zuerst als außer­ordentlicher, dann als Honorarprofessor. -Lerne Vorlesungen um- ja&ten die gesamte englische Grammatik und Lüteratur. Ins­besondere las er über das englische Drama, über Shakespeare unb einzelne shakespeare'sche Dramen. In früheren Jahren vertrat er auch die römische Geichichte an der Heidelberger Hochschule, ecme bedeutendste Schrift ist die deutsche und englische Ausgabe einer funfbändigenRömischen Geschichte", .Early Rome. Ihne war s. Z. auch der Studlenleuer des jetzigen Prinzen von Wales.

Mai

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

2»

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5,9

68

22.

9»

753,7

6,5

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23.

7

753,9

6,0

5,6

81

Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche ZmPfung in der Stadt Gießen wird, beginnend nut

Mittwoch den 28. Mai

im Jrnpflokale Schulgebäude Neustadt 61 für die nächsten 56 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5 bis 6 Nhr, ab- gehalten roerben. Jmpfpfiichtig im laufenden Kalenderjahr sind die un vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren.

Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpslichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine nut dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Jmvsungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kntdes bis zum Jahresschluffe auf seine Höften bewerkstelligen lafien, widrigenfalls ihm tm Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird.

'Außer den Pflichtigen roerbeit auch Kinder, welche im lau­senden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termine geimpften Kinder muffen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. t _

Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränk­lichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden.

Die Jmpstinge müssen mit reiner Wäsche und rem gewaschenem Römer zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfmititut geimpft.

Gießen, den 23. Mai 1902. 3862

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

M e cum.

Verdingung.

Die Herd- und Lfeu- lieferung für das Pförtner­haus auf dem neuen Friedhof fall öffentlich verdungen wer­den, wozu Termin auf Mitt­woch den 28. Mai d. I., vormittags 11'/, Uhr, an­

beraumt ist. Angebote auf Vordruck, welche auf unserer Schreibstube erhältlich, sind bis zmn genannten Termin bei uns einzureichen. Zu­schlagsfrist 14 Tage.

Gießen, 21. Mai 1902.

Das Stadtbauamt.

Schmandt. 3844

Derdmgnng

Die Herstellung des äußeren Verputzes des Forsihauses an der Licher- straße Nr. 69 (vorm. Nolte, neben der Kaserne) soll öffent­lich vergeben werden, wozu Termin auf Mittwoch den 28. Mai d. I., vormittags ll3/» Uhr, anberaumt ist.

Arbcitsbeschreibung und Be­dingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 2 Schreibstube, zur Einsicht der Interessenten offen. An­gebote auf Vordruck, der da­selbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, 21. Mai 1902. Tas Stadtbauamt.

Schmandt. 3843

Aufforderung.

1. Margarethe Binz, geb.

24. Januar 1818 in Leih­gestern,

2. Jakob Binz, geb. 6. April 1821 zu Leihgestern, sind durch Ausschlußurteil des unterzeichneten Gerichts vorn 8. Oktober 1901 für tot er­klärt worden. Als Zeitpunkt

des Todes ist festgestellt der Beginn des 24. Januar 1888 bezw. 6. April 1891. Die Aufforderung zur Anmeldung von Erbansprüchen vom 19. März 1901 ist erfolglos geblieben. Aus Antrag des Pflegers Wllhelm Häußer 111. von Leihgestern fordern wir wiederholt alle diejenigen, die Erbansprüche an den Nachlaß stellen zu können glauben, auf, ihre Ansprüche bei unterzeich­netem Gericht bis zum 10. Juli 1902, vormittags 9 Uhr, an­zumelden, andernfalls sie bei der Erbverteilung nicht be­rücksichtigt werden. 3651

Gießen, den 18. Mai 1902. Großh. Amtsgericht.

EWWnilM

Stabt. Schlachthaus.

Freibank.

Heute uub morgen: ©djftnflrifti 56 plz. fafflodiffttfififd} 48 pfg.

Echt australisches

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Ullendorf a. d. Lda.

Zu dem am 11. Juni d. I. im Saale des Herrn Gastwirt Liili stattfindenden israelitischen Pfingst-Batt ladet ergebens! ein 3853

Bahnstation Allendorf. Das Comitö.

NB. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Hochachtungsvoll L. Liili.

Meine Eiswagen fahren vom 1. Mai ab wieder regelmäßig. Bestellungen werden im Hess. Hof, sowie in dem Laden Frankfurterstraße 9 entgegengenommen.

Hochachtungsvoll 3235

Telephon 83. Erml Schmali,

Arbeitseinstellung

der 3800

Zimmer- md UmwMM in Siel.

Arbeitswillige nur tüchtige Gesellen, insbesondere Zimmerer, finden dauernde Beschäftigung bet 55 Pfg. Stundenlohn. 10 Mark Reisekosten werden nach Ausnahme der Arbeit in Raten vergütet. Ta der Zuzug sehr stark (es arbeiten be­reits über 600 hiesige und fremde Gesellen in Kiel) ist vor­her anzufragen im Bureau der Bauhütte, Fanlstraße 7