Mittwoch SS. Oktober 1903
Zweites Blatt.
ISS. Jahrgang
Nie Heutige Yummer umfaßt 12 Seiten.
be
»Ksteuert, wird die gebührend« iym die Lust zu solchen Unter.
(58), Dr. Stockmann (50);
die Centrumsabgg.: Kirsch
die Sozialdem.: Singer
Dr. Müller-Meiningen (51);
(84), Bebel (74), Dr. Herzfeld (70).
Mehr als
Freikons. v. Tiedemann (47);
der Antif. Werner (33);
(38), Schwarz (35);
endlich die keiner Fraktion angc;
2 5mal, aber weniger als 50mal, haben das Wort ergriffen die Kons.: Graf v. Roon (45), Schrempf (36); —z der
— die Centrumsabgg. Speck (40), Gröber (38), Cahenslh (31), Müller-Fulda (26), Dasbach (25); — die Nationallib.: Graf o. Oriola (42), Dr. Sattler (34), Möller (27); — die Freis.: Lcnzmann (48), Eickhoff (44), Beckh (42), Dr. Pach. nicke (39), Schrader (39), Frese (25); — die Sozialdem.: Metzger (41), Molkenbuhr (41), Stadthagen (41), Wurm
Nr. 248
•rffteittt ««glich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen. blätter viermal in der Woche beigelegt.
NolationSdruck u. Ber> teg der Brühl'schen awerszBuch- u. Stein» bruckerei (Piets ch Erben) ßledaktton, Expedition und Druckerei:
Schulstraße 7.
Udresse für Depeschenr Anzeiger Gieße«.
gcrnsprechanschluß Nr. 51.
(78), Dr. Bachem (67), Dr. Spahn (67), Prinz v. Aren» berg (59); — die Nationallib.: Dr. Paasche (74), Baffer» mann (61), Dr. Semler (57), Dr. Haffe (50); — der Freis.
sehr lebhafte Unterreduna wurde um so mehr bemerkt, als sie über eine halbe Stunde währte unb Dr. Hahn, obwohl eben erst sein Tirektorialkollege Dr. Roesicke gesprochen und er vorher noch nicht auf der Rednerliste gestanden hatte, nachher auch noch das Wort erhielt.
Parlamentarisches.
— Wie oft im Reichstag das Wort ergriffen worden ist von den einzelnen Rednern innerhalb der am 14. November 1900 begonnenen und am 11. Juni 1902 abgebrochenen Reichstagssession hat die „Dtsch. Tagesztg." ausgerechnet nach dem jetzt erschienenen amtlichen Gesamtregister. Das Verzeichnis zählt diejenigen Redner auf, die mehr als 25mal innerhalb dieser 192 Plenarsitzungen das Wort ergriffen haben. Ueber 100mal haben das Wort ergriffen die Freisinnigen: Richter (123) und Dr. Müller- Sagan (113). — Mehr als 50mal, aber weniger als 100mal haben gesprochen der Konservative Dr. Oertel (67), — die Freikons.: Dr. Arendt (62), Gamp (61), v. Kardorff
Ausland.
London, 21. Okt- Aus Briefen, die aus Somaliland hier eingetroffen sind, geht hervor, daß der englische Oberst Swayne schon vor dem Abgang der gestrigen Depeschen eine ganze Reihe unglücklicher Gefechte zu bestehen hatte, daß ferner .fast alle Kamele getötet, die Vorräte aufgebraucht waren, und Mangel an Munition und Wasser bestand. Auch wird in den Briefen gemeldet, daß der Mullah am 12. September zwei Maxim- geschütze nahm. Reuter meldet aus Simla, außer den ersten Bombaygrenadieren aus Aden sind auch die zweiten Grenadiere aus Indien nach Somaliland beordert, möglicherweise folgen noch weitere Truppen. .
Haag, 21. Okt. Die Burengenerale reisten heute nachmittag in Begleitung Wessels nach London. Sie werden die dort gesammelten Gelder in Empfang nehmen; doch vermutet man, daß sie auch mit dem Plane einer von England garantierten Obligationsanleihe zu Gunsten der gewesenen Republiken bekannt gemacht werden sollen. — Heute gingen den bevorzugten Ständen angehörende Herren und Damen im Haag von Thür zu bür, um Geld für die Buren zu sammeln. Es wurden über 35 000 Gulden zusammengebracht. Im Ganzen wurden in Holland etwa 300 000 Gulden gesammelt.
Paris, 21. Okt. In dem heute vormittag unter dem Vorsitze des Präsidenten Loubet abgehaltenen Ministerrate erörterte der Ministerpräsident das von dem Episkopate zu Gunsten der Kongregationen an das Parlament gerichtete Schreiben. Der Ministerrat beschloß, die Angelegenheit an den Staatsrat zu verweisen, da das Schreiben der B i s ch ö f e thatsächlicb den Bestimmungendes Konkordates zuwid erlaufe. Ter Minister beschloß ferner, den Kardinal Perraud, Bischof von Autun, der kürzlich bei einem kirchlichen Feste in Orleans von der Kanzel herab eine für die Regierung und das Ministerium beleidigende Sprache geführt hatte, auf- zusordern, seine Auslassungen zu widerrufen. Kriegsminister AndrL legte dem Ministerrate einen Gesetzentwurf betr. Beförderung der Offiziere vor. Der Entwurf wurde vom Ministerrate gebilligt und vom Präsidenten unterzeichnet.
Rom, 21. Ott. LordKitchener ist heute vormittag hier eingetroffen.
t- Tie Blätter berichten, König Viktor Emanuel beabsichtige, bei Beginn des nächsten Jahres London, Paris und Konstantinopel zu besuchen.
Wien, 21. Okt. (Abgeordnetenhaus.) Romancz- cek begründet die Dringlichkeit seines Antrages auf Errichtung einer rutherrischen Universität in Lemberg. Der Unterrichtsminister hält es nicht für praktisch, die Errichtung von Universitäten auf dem Wege von Tring- lichleitsanträgen zu lösen, weist auf die mangelnden Finanzmittel hin und betont, daß die ruthenischen Studenten in ihrer akademischen Ausbildung durch die polnischen Lehrer an der Universität Lemberg ausreichende Förderung erfahren. Eine weitere Förderung des angestrebten Ziels sei durch Ausgestaltung der ruthenischen Gymnasien zu erhoffen. Die Dringlichkeit wird abgelehnt.
— Der Verfassungsausschuß des Abgeordnetenhauses hat beschlossen, den § 16 des Staatsgrundgesetzes, der das Jmmunitätsrecht der Abgeordneten betrifft und der durch das vom Lemberger Oberlandesgericht gegen den Lanbge- gerichtsrat und Reichstagsabg. Lupu eingeleitete Disziplinarverfahren verletzt wurde, als nichtig aufzuheben. Im Laufe der Debatte erklärte der Ministerpräsident v. Koerber, die Regierung wolle dem Jmmunitäts- rechte der Abgeordneten in keiner Weise nahetreten. Sie könne mit Rücksicht auf die Unabhängigkeit des Disziplinar- gerichtshoses nicht in den Gang eines anhängigen Verfahrens eingreifen. Die Regierung könne den allgemeinen Beschluß des Hauses, daß eine Jmmunitätsverletzung vorliege, nur dem Disziplinargerichte mitteilen, um eine neue Beratung des Falles zu veranlassen.
Belgrad, 21. Okt. Man will aus zuverlässigster Quelle erfahren haben, König Alexander habe bei der letzten Beratung der Führer aller Parteien oen Bruder der Königin Draga, den 25jährigen Oberleutnant Tunjevitza, als Thronfolger bezeichnet. Bekanntlich ist diese Nachricht schon mehrfach verbreitet, aber immer wieder nachdrücklich als unrichtig bezeichnet worden. Aus der Rede, die König Alerander in einer Konferenz der Notabilitäten hielt, veröffentlichen die Blätter einen Absatz, in dem der König, an die Schreibart eines Teils der oppositionellen Presse anknüpfend, sagte:
Niemand soll glauben, daß ich nicht weiß, gegen wen die stetigen Angriffe gemünzt sind. Sie find wohl
dem Präsidentensitz führenden Stufen hinaufstieg, grüßte, und in ein Gespräch zog. Tie, wie erkennbar,
nehmungen ein» für allemal vertreiben wird.
Konstantinopel, 20. Okt- Das Piratenwesen im Roten Meere nimmt stetig zu. Kürzlich wurden mehrere italienische Staatsangehörige aus der erythräischen Kolonie von Piraten beraubt. Zwei italienische Kanonenboote verfolgten die Piraten und beschossen sie. Gleichzeitig wurden von italienischer Seite energische diplomattsche Schritte in Konstantinopel unternommen. Die Pforte erklärt, der Gouverneur von Hodeida habe bereits Befehl erhalten, die Seeräuber gefangen zu nehmen und das geraubte Gut zurückzuerstatten.
Petersburg, 20. Okt- In Besprechung der Bülow- fchen Reichstagsrede vom vorigen Donnerstag über den Zolltarif sagen die „Nowosti": Die Rede habe nicht den beabsichtigten Eindruck auf den Reichstag gemacht. Alle Parteien seien mit dem Reichskanzler unzufriedw. Tie Annahme des Tarifs aber durch den Reichstag sei ein sicherer Weg zum Zollkriege mit Rußland. Für den besten Ausweg hält das Blatt die Erneuerung der bestehenden Verträge auf der früheren Grundlage.
Washington, 20. Okt. Im Staatsdepartement nimmt man das höchste Interesse an den bisher selbst der Regierung der Vereinigten Staaten unbekannt gewesenen Geheimverträgen zwischen Chile, Columbien und Ecuador, die jetzt erst durch ihre Ber» ösfentlichung in der NerMork Sun bekannt werden. Chile erhält durch die Verträge von Columbien das Recht, Kriegsbedarf und Truppen über die Landenge von Panama zu befördern. Man mißt den Verträgen große Bedeutung für die Stellung der Vereinigten Staaten in dem neutralen Gebiet bei, durch welches der Kanal gehen wird. Argentinien und Brasilien sollen die Verträge zwischen den drei Republiken gefordert haben, so daß es sich allem Anschein nach um eine Verständigung der wichtigsten füb* amerikanischen Staaten handelt.
Boston, 21. Ott. Die nationale Konvention bet United Irish League of Amerika, die hier tagt, hielt gestern abend eine Sitzung ab. Tillou und Davitt hietten Ansprachen und griffen England mit gewohnter Heftigkeit an. Tavitt erklärte, wahrheitsgetreue Be- richte über die Verhältnisse in Irland würden nie nach den Vereinigten Staaten telegraphiert, sondern in London zurückgehalten. Tie Iren hätten beschlossen, einen Plan zur Errichtung einer unabhängigen Nachrichtenagentur mit dem Hauptsitze in Paris auszuarbeiten. Die Versammlung faßte Resolutionen, in denen die Konvention sich feierlich für die irische Unabhängigkeit verpflichtet, und das Recht beansprucht, den Krieg gegen England mit ehrenvollen Waffen fortzusetzen.
Deutsches Keich.
Potsdam, 21. Ott. In Gegenwart des Kaisers ttnd der Kaiserin wurden heute die neuerrichteten Gebäude der Kaiserin Augusta-Stiftung feierlich eingewecht. Minister Studt, v. Hammerstein, v. Wedel, der Präsident des evangelischen Kirchenrats D. Barkhausen, Oberpräsident von Bethmann-Hollweg und Vertreter zahlreicher Behörden nahmen an der Feier teil. General z. D. von Strubberg begrüßte das Kaiserpaar im Namen des Kuratoriums. Darauf fand in der Kapelle Gottesdienst statt. Generalsuperintendent D Dryander hielt eine Ansprache und vollzog den Weiheakt. Schließlich besichtigte das Kaiserpaar die Anstalt eingehend unter Führung des Geh. Baurates Krüger.
Berlin, 21. Okt. In der Kommission zur Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Regelung der Kinderarbeit kam es heute nur zu einer Geschäftsordnungs- debatte. Die nächste Sitzung findet am Donnerstagvormittag statt.
— Die „N. A Ztg." schreibt: Tie Frage der Räumung von Shanghai ist in Anbetracht der im Vangtse-Becken jetzt herrschenden Ruhe neuerdings unter den beteiligten Mächten erwogen worden. Von einer Seite ist vorgeschlagen, daß die Räumung mit der Maßgabe erfolgen soll, erstens, daß sie gleichzeitig und gleichmäßig seitens aller Beteiligten auf Grund vorheriger Vereinbarung sich vollzieht, zweitens daß eine spätere Wiederbesetzung von Shanghai durch eine Ma^t auch anderen Mächten die gleiche Befugnis geben würoe. Um der letz-
$tt Kampf um die Zölle.
Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 21. Okt. : Mach «einer ziemlich lebhaften Debatte kam es heute Mit ersten, natürlich namentlichen, Abstimmung über den Antrag Frhr. v. Wangenheim auf Einführung eines Mindestzolles auf Roggen von 7,60 Mk. Tie Ablehnung war unzweifelhaft, sie erfolgte mit 289 gegen 44 Stimmen bei fünf Stimmenthaltungen. In einfacher Abstimmung wuroe auch der Antrag Dr. Heim (6 Mk.-Zoll) abgelehnt. Für den Antrag stimntten auch die national- liberalen Abgg. Graf Oriola aus Hessen und Dr. Dein- Hardt aus Baden. DaS Interesse konzentriere sich begreiflicherweise auf die durch namentliche Absttmmung herbeigeführte Entscheidung über den von der Kommission beschlossenen, Vvm Reichskanzler für unannehmbar erklärten Mindest zoll auf Roggen (5,50 Mk.). Ter Reichstag forderte diesen Betrag mit 18 7 gegen 152 Stimmen, bet fünf Stimmenthaltungen, also mit nicht gerade bedeutender Mehrheit. Hannoveraner und Elsässer stimmten dagegen.
Der Reichskanzler war nicht Zeuge der Ablehnung der Regierungsvorlage, er hatte den Saal bereits verlassen. Zu Kundgebungen kam es nicht, der in Vertretung präsidierende Abg. Büsing führte unverzüglich die Entscheidung auch über den Mindestzoll auf Weizen herbei Ter Antrag Frhr. v. Wangenheim (7i/z Mark) wurde auch hier ab* gelehnt, in einfacher Abstimmung; der Kommissions-Beschluß (Mindestzoll von 6 Mark) mit 194 gegen 145 Stimmen, bei wiederum 5 Stimmenthaltungen, angenommen. Während dieser Absttmmung erschien plötzlich Graf Bülow wieder im Saal, hinter ihm ein Bote mit — der roten Mappe, welche kaiserliche Kundgebungen zu bergen pflegt. „Soll der Reichstag Knall unb Fall nach Hause geschickt werben?" — Diese Frage ging von Munb zu Munde. Doch Graf Bülow vollzog nur einige Unterschriften, legte die Aktenstücke in die ominöse Mappe, welche Graf Posadowsky dann in der Tiefe der ledernen „Ressorttasche" verschwinden ließ...
Uolitische Tagesschau.
Nach der Entscheidung.
Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 21. Ott.: Eine so glänzende Besetzung wie heute hat der Reichstag lange nicht auf gewiesen, er wird sie morgen — Mittwoch — noch einmal haben, bei der Absttmmung über die Zollsätze für Gerste und Hafer, die insbesondere das bayrische Zentrum interessieren. Auch die Vieh- und Fleischzölle rufen die Agrarier auf die Schanzen. Daneben folgt aller Voraussicht nach eine längere Periode der Verödung des Reichstags. Ter Zolltarif wird mtt womöglich noch größerer Gründlichkeit, als in der Kommission geschehen, durchberaten, und so lange es sich nicht um wichtige Zölle, wie den Eisenzoll oder die Texttlzölle handett, bilden die schon in die Kommission entsandten „Spezialisten" der Fraktionen den kleinen Kreis von Rednern. Die große Mehrzahl der Volksvertreter wartet, bis sie gerufen wird zu den namentlichen Abstimmungen. Darüber kann, bei oer von sozialdemokratischer Sette gemachten Ankündigung, mit ,/äußerster Sorgsalt"jede Tarifposttion prüfen zu wollen, mancher Tag dahingehen. Erst die Beratung des Reichshaushaltsetats in erster Lesung, die Generaldiskussion Uber politische Ereignisse und politische Stimmungen, verspricht wieder Leben ins Haus zu bringen. — Unbestrittene Thatsache ist, daß die Konservativen, wie das Zentrum, den Tarif nicht gerne scheitern lassen wollen und sehr banl'bar sein würden, für einen annehmbaren Ausweg. Auffällig ist auch, däß die „Kreuzztg." soeben die Jn- dustriellen mobil zu machen sucht, mtt dem Hinweis auf dt.u für sie erwachsenden Schaden aus dem Scheitern der Zolloorlage. Ist ein solcher Hinweis nicht für die Landwirtschaft mindestens ebenso angebracht?
ter en, immerhin bedenklichen Eventualität nach Möglichkeit vorzubeugen, hat die deutsche Regierung zu Punkt zwei den Ergänzungsvorschlag gemacht, daß China sich ausdrücklich verpflichte, am Jangtse keiner Macht mili- tärifche ober sonstige gegen den Grundsatz der offenen Thür verstoßende Sondervorteile einzuräumen. Tie chine- nesische Regierung hat chre Bereitwilligkett, auf diese Bedingungen einzugehen, bereits erklärt.
— In der heutigen Reichstagssitzung wurde es, wie eine parlamentarische Korrespondenz schreibt, allgemein sehr beachtet, daß der Reichskanzler Graf Bülow den Aog. Dr. Tiederich Hahn, als er die zum Bundesrat und
hörigen Abgg. Rösicke-Deffau (33), Stöcker (30), Dr. Rö'^ Kaiserslautern (29), Dr. Hahn (27).
Die Ermordung des Oberamtsrichters Becker vor dem Schwurgericht.
Oldenburg, 20. Okt.
Kurz vor 10 Uhr vormittags wird der Angeklagte Bankier v. Baden-Bruns auf die Anklagebunk ge-
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen LMZ
V -w i W zeigenteil: Han« Beck.
bedacht und systematisch gegen mich persönlich gerichtet, sie verfolgen den offenbaren Zweck, mich im Volke zu verleumden und verhaßt zu machen und Unwillen gegen mich zu wecken. Aber die betreffenden Herren täuschen sich gewaltig. Ich habe auch jetzt während meiner Reise mit der Königin Gelegenheit gehabt, mich von der Stimmung des Volkes mir und meinem Hause gegenüber zu überzeugen. Die Liebe des serbischen Volkes zum Könige ist viel tiefer und inniger, als jene Verleumder glauben möchten. Sie und ihre Blätter sind viel zu schwach, um diese Liebe wankend zu machen. Jnr übrigen sollten sie wissen, daß ich nicht zugeben werde, daß sich die Ereignisse der Jahre 1842 unb 1858 toieber- holen. Wer bar au' lossteuert, wirb bie gebührende Antwort erhalten, oie ihm bie Lust zu solchen Unter-


