Ausgabe 
22.4.1902 Zweites Blatt
 
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ebenfalls mit bis heute morgen, wie bemerkt, durch ben Hauptsache. Man hat sich, ran es kurz auszudrucken, geeinigt, der eoenj0115 nni, o~ ______nnnnipn nMPnfritmen Konkurrenz, bei der alle Telle nur verlieren

ernannt

Tendenz: ruhig.

tritt

wie folgt:

3n

1,25 Mk.

1,30 Mk.

100.90

43.50

28.55

113.60

44.60

372%

3%

37,%

3% 378°/n

25.8h

89.70

111.00

101.75

92.55

101.60

92.30

100.15

3% Mexikaner 472Vo Chinesen . Electric. ScLuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gotthardbahn . . LaurahQtte , . . Bochum .... Harpener . . .

intensiven Geruch die Sache entdeckt wurde .

** kleine Mittettuugeu aus Hessen und den Nachbarstaaten Der Hülfsgerichtsschreiber Bopf, der aus Pohlgöns gebürtig ist und seither am Amtsgericht zu Schotten thätig war, wurde zmn Gerichtsschreiber am Amtsgericht zu Langen

WsemWMg unjerer Ascokes

ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt

. 210.90 . 189.20 . 186.50 . 138.90 . 153.50 . 140.75

. 17.70 . 167.50 . 202L0 . 196.90 . 167.00

456 Ungar. Goldrente . . 4°/q Italien. Rente . . .

47,56 Portugiesen . . .

80/ Portugiesen. . . .

156 C. Türken . . .

Türkenlose 4% Grieoh. Monopol -Anl. 4/,56 äussere Argentiner

Stück-CokeS

Nutz-Cokes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte paßend zerkleinert:

Reichsanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen .

Gascokes.

Infolge Stadtverordneten-Beschlufses vom 10. April d. IS. eine

von Nizza nach Genf. Infolge schlechter Steuerung rannte das in schnellster Fahrt befindliche Automobil gegen ein Haus. Das Fahrzeug zerschellte. Dem Baron wurde der Schädel gespalten. Die Dame und der Heizer sind schwer verletzt.

Newyork, 21. April. Der größte Ohio- Dampfer(Sih) of Pittsburg" ist bei Watersedge ver­brannt. Zirka 7 0 Passagiere find ums Leben ge­kommen.

Kunst und Wissenschaft.

Stuttgart, 21. April. Es bestätigt sich, daß der Vorstand des Chemischen Jnstttuts zu Tübingen, Prof. Dr. FrHr. v. P e ch - mann, der in feinem Privatkabinet im chemischen Laboratorium tot aufgesunden wurde, sich vergiftete. Pechmann, der lange von einem Nervenleiden gequält wurde, scheint in einem augenblick­lichen Anfall von Nervenüberreizwig Selbstmord verübt zu haben. Er dozierte seit 1895 in Tübingen organische Chemie und war ein Schüler des Münchener Chemllers Breyer. Als Lehrer war er in Tübingen sehr beliebt und verehrt. Zum Bau des Stuttgarter Jnterimstheaters genehmigten die bürgerlichen Kollegien einstimmig den von der Stadt zu leistenden Betrag von 250000 Mk.

Eisenbahn-Zeitung.

Dirette Zugverbindungeu. Ab 1. Mai werden von West­deutschland m den Schnellzügen 1/13 direkte Wagen nach Bad Reichenhall und nach Berchtesgaden geführt. Durch die Schnellzüge 19/85 (München an 12.40 Min. von Stuttgart, ab 12.55 nach Salzburg und Kufstein) wird eine äußerst günstige Tagesverbindung zwischen Mannheim und Bozen, sowie umgekehrt zwischen Bozen-Brenner- Stuttgart-Pfalz und Berlin geschaffen. Man fährt um 51/ Uhr früh vom Brenner ab und erreicht Berlin noch am nämlichen Tage (11 Uhr 50 Mm. nachts); bei Abfahrt in Metz um 12 V3 Uhr nachts und in Stuttgart gegen 9 Uhr oorm. erfolgt die Ankunft in Bozen schon 11 Uhr 20 Min. nachts. Auch die Wiener Tagesverbindung erfährt in der Sommersaison eine wesentliche Beschleunigung; der Schnellzug 1 verläßt nämlich München erst um 9 Uhr 50 Min. (früher 8 Uhr 45 Min.), trifft aber zu gleicher Zeit wie bisher in Wien ein; der Gegenzug verläßt Wien um 10 Uhr norm, (früher 7 Uhr 45 Min. früh) und trifft doch schon um 7 Uhr 38 Min. abends in München ein, sodaß die Fahrtdauer um mehr als l1/, Stunde gekürzt wird.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M.. 22. April 1902.

>er Königin gehalten.

La Ferte-Bernard (Dep. Sarthe), 22. April. Ge­neral Mercier und seine Anhänger wurden nach Schlutz einer Versammlung, die gegen den Finanzminister: Caillaux einberufen war, von den Sozialisten ange­griffen und mit Steinen beworfen. General Mer­cier wurde durch einen Steinwurf am Kopfe wicht unerheblich verletzt.

Wi en, 22. April. Die Unterzeichnung des neuen Dreibund-Vertrages erfolgt am 1. Mai. Bezüglich der handelspolitischen Beziehungen zwischen Oester­reich und Italien gegenüber Deutschland wurden keiner!« christliche Abmachungen getroffen, doch bestehen^ münd­liche Vereinbarungen, welche beim Abschluß der künftigen Handels-Verträge Oesterreich und Italien Berücksichtigung ihrer Wünsche zusichern.

Prag, 24. April. Gestern Abend wurde der Fran-ens- bader Hotelier Gustav Wolf in der dtähe der alten Schanzwerke Prags ermordet aufgefunden. Er war seiner Barschaft beraubt. Der Thäter ist noch nicht entdeckt.

Lemberg, 22. April- Aus Warschau erfahren Polen- blätter, es seien von der Polizei bei 60 angesehenen Einwohnern Hausdurchsu chungen vorgenommen worden und zwar bei Aerzten, Advokaten, Kaufleuten und Schriftstellern. Gleich daraus erfolgten zahlreicheVer- haftungen. Tie Doktorin Hussarka und 30 jüdische Studenten wurden ins Gefängnis abgeftchrt. Bis­her verweigerte die Polizei jede Auskunft über den Grund der Verhaftungen. Es wird versichert, daß weder die Ver­hafteten noch ihre Angehörigen sich mit Politik oder Agü tation befaßt hatten.

Petersburg, 22. April. Im Befinden Tol« st0js ist wieder ein Rückfall eingetreten. Derselbe muß das Bett hüten. Dagegen hat sich das Befinden Gorkis bedeutend gebessert.

47,56 Oesterr. Silberrente 101.90

" --- 101.20

Für den Centner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mk.

ruinösen gegenseitigen Konkurrenz, bei der alle Telle nur verlieren , und keiner etwas gewinnt, ein Ende zu machen. Und so ist, das ist ja das neueste Auskunftsmittel in schlimmer Lage, auch bei den großen Tampfschisnahrtsgcsellschaften eine Interessengemeinschaft zu Stande gekommen der direkt die folgenden Linien angehören: White Star-Linie, Tominion-Linie, Leyland-Linie, American-Linie, aitlanhc Transport-Linie und Red Star-Linie. Die Linien be­halten sowohl chre Nationalllät wie chre Flagge bei und auch in der Führung der Schiffe ist eventuell nur eine geringe Aenderung beabsichtigt. Ucber den Kern der Interessengemeinschaft hat man jedoch auch m der Generalversammlung der holländischen Gesell- chafl keine Details erfahren. Jedenfalls handelt es sich, wie fchon erwähnt, um die Blldung eines Trusts nach amerikanischem Muster. Die Führung des Trusts übernimmt voraussichtlich die Firma Har- land u. Wolff, in deren Besitz die Aktienmehrhett der Holland- Amerika-Linie übergegangen ist. Die beiden großen deutschen Schifffahrtsgesellschaften Hamburg-An,erika-Linie und Slorddeutscher Lloyd werden dem Trust direkt nicht angehören, sondern ihre Selbständigkeit vollständig bewahren; aber sie werden trotzdem nicht ganz'außerhalb desselben stehen, sondern inttme Beziehungen pflegen. Es wird angenommen, daß es sich um eine Abgrenzung des gegenseitigen Arbeitsgebietes und auch um eine gegenseitige Gewmnbeteilrgung handelt. Eine Erhöhung der Tarife sowohl für Passagiere wie für Frachten ist zu erwarten. Eine Verringerung der Unkosten für gewisse Verwaltungszwcige wird angestrebt. Dies ist so ziemlich alles, was man über die neue Kombinatton vernimmt. An der Zeit wäre es, wenn die Leiter unserer Gesell­schaften nun auch einmal das Wort ergriffen und so allen Kom­binationen ein Ende machen würden.

Ein neuer amerikanischer Eiseubahnboom. Ueber die impulsive Hausse an der Newyorker Börse ist man, wie einem Finanzblatt and Berlin geschrieben wird, dort ganz verblüfft. Sie kommt selbst unseren ersten Banken überraschend, weil man in der derllschen und auch in der englischen Presse immer wieder lesen konnte, daß das Kursniveau der amerikanischen Eisenbahnen ein unnatürlich hohes, von den Multimillionären gehaltenes sei. Viel­fach will man in den eruptiven Bewegungen der Luisvilles, Mil- waukees, Southerns und der Kanada Pacific Shares auch jetzt noch rein spekulative Machenschaften der Großspekulanten sehen, doch neigen ernste Finanzkreise der Ansicht zu, daß diese Bewegung der Vorläufer für einen allgemeinen Boom sein und eine neue Phase des amerikanischen Eisenbahnwesens einleiten werde. Die finanzielle Gliederung des amerikanischen Eisenbahnsystems ist in der Hauptsache vollendet. Die Interessensphären sind abgegrenzt. Was sich jetzt durch die Erwerbung der Kontrolle der Luisville-Bahn durch Morgan voll­zogen hat, ist gewissermaßen der Schlußstein. Aber die technische Vollendung der Bahnen steht noch aus. Dieselben werden ihr Aktien­kapital erhöhen, so die Kanada-Pacificbahn um 80 Mill., die Tenver- bahn um 20 Mill. Mk. und auch die Miss'ouri-Pacisic sowie die St. Louis ilnd San Franzisco-Bahn haben so gewaltige Auf­wendungen gemacht, daß sie ebenfalls bald an den Kapitalmarkt appellieren dürfen und die deutschen Banken dabei nicht vergessen werden. Wir sind jedoch der Meinung, daß sie verschlossene Tressors finden sollten. Es ist auch an amerikanischen Bahnen sehr viel deutsches Kapital verloren worden, da die eigentlich guten Papiere die Amerikaner für sich behalten haben und lange Zeit eine ganze Reihe notleidender amerikanischer Werte auf dem Frankfurter und Berliner Kurszettel standen. Uebrigens haben wir auch gar keine Ursachen, den Amerikanern in ihren Konkurrenzbestrebungen gegen- : über unserer Industrie beizustehen; darauf läuft schließlich doch alles hinaus, was drüben an Trusts, Ringen, Booms oder wie man es auch heißen mag, geschaffen wird. Es heißt mehr denn je : ausoassen, daß es nicht bald nicht nurAmerika den Amerikanern", sondern auchEuropa den Amerikanern" heißt.

im Interesse von Handel und Industrie iu die politische Lage einzngreifen, antwortete der König: Die Kgl. Regierung welche Gegenwart und Zukunft fest im Auge hat uud die ver» faffungsmäßigen Vorschriften treu inuehält, hat die Pflicht, die jetzige Politik zu befolgen, die sie als die ersprietz. lichste für das Wohl und die Ruhe des Vaterlandes erachtet.

Rotterdam, 22. April. Nachdem gestern die Kon­sultation der Aerzte beendet und der Bericht ausgegeben war, machte Prinz Heinrich einen Spazierritt im Park, was bisher nicht aeschehen war. Vier Kranken­pflegerinnen pflegen die Königin. Die ausländischen Fürsten und Staatsoberhäupter werden meist durch bw Gesandtschaften auf dem Laufenden über das Befinde«

Vermischtes.

Breslau, 21. April. Heute wurde die Leiche eines un­bekannten ManneS aus der Oder geländet. Es ist zweifellos, daß derselbe das Opfer eines Verbrechens geworden ist, da der Tote offenbar von Axthieben herrührende Verstümme­lungen aufweist. Das rechte Bein ist am Rumpfe abgetrennt und auch sonst die Leiche entsetzlich verstümmelt. In Grott- kau verunglückte gestern Nachmittag der Luftschiffer E. Weinrich au§ Breslau, der mit seinem BallonCo­lumbia^ aufsteigen wollte. In dem Moment des Aufstiegs verwickelten sich die Seile in einem Gerüst. Der untere Test des Ballons wurde abgerissen und Weinrich, der sich an einem Trapez unter dem Ballon befand, stürzte aus bedeu­tender Höhe herab. Der Verunglückte wurde m bewußtlosem Zustande in das Kloster der Barmherzigen Brüder trans- jortirt.

* Annecy, 21. April. Baron Tserclaes unternahm mit einer Dame und einem Heizer eine Automobilfahrt

Markte.

Gießen, 22. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Psd. 1,101^0 Mk., Hühnereier 1 Stck. 56 Pfg., Gänseeier 1012 Pfg., Enteneier 67 Pf., Käse pr. Stuck 57 Pf., Käsematte2Stck.00Pfg., Erbsenpr.Ltter 19Pfg.,Linsenper Ltter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,801,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,001,50 Mk., Hahnen pr. Stück 1,201,80 Mk., Enten pr. Stück 2,402,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 0000 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 6676 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pflmd 7080 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6466 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,003,80 Mk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,508,50 Mk., Milch per Ltter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 000 Pfg., in Körben 0000 Pfg. Trauben 0000 Pfg.

Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, während der ersten bret Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten VerkaufsplLtzen und nicht im Umherziehen feilgeboten werden.

n. Echzell, 21. April. Der heutige Ferkelmarkt war wohl wegen der eben überall zu bewälttgenoen Frühjahrsarbeiten nicht sehr stark mit Ferkeln besahren. Die Preise waren jedoch ziemlich hoch, da für das Paar Einlege-Ferkel im Alter von 1012 Wochen durchschnittlich 7075 Mk. bezahlt wurden.

Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnitt­liche Korngröße des Anthractt, g a n g- barste Sorte

Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchractt .....

Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes 1,05 Mk.

Nutzcokes Sir. 1 .... . 1,20 u

Nutzcokes Nr. 2 .... . 1,25

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Die Eisenwerke Hirzenhain uud Lollar AG. hatten im letzten Geschäftsbericht einen gegen das Vorjahr um 95344 Mark geringeren Reingewinn zu verzeichnen. Tie Dividende wird für die Vorzugsaktien von 8 auf 6, für die Stammaktten von 6 auf 4 ProzeM herabgesetzt.

37, % Badische Staatsanleihe. Am 24. d. M. findet bte Subscriptton auf 42 Millionen Mk. dieser Anleihe zum Kurse von 100 pCt. an verschiedenen Bankplätzen Süd- und NorddeMschlands statt. Die Anleche ist unkündbar bis zum Jahre 1910 und wird von da ab durch Rückkauf oder Verloosung getilgt. Die Zulassung an der Berliner oder Frankfurter Börfe wird beantragt.

Betriebsergebnisse auf den deutschen Eisenbahnen. Im Monat März wurden auf 74 Bahnen vereinnahmt aus dem Per- sonepoerkehr 39505456 SDlf. (Plus 4226189), aus dem Güterverkehr Alk. 91515808 ( 5848912).

HC8. Bom Goldmiucumarkt. Jetzt, da der Friedensschluß nahe gerückt ist, beginnt sich das Interesse für Mienenaktien wieder besonders zu beleben. Die Johannisburger Minenkammer hielt kürzlich ihre erste Jahresversammlung ab und es wurde die ge­genwärtige Lage, wie die Aussichten und Hoffnungen der Mienen­industrie einer eingehenden Besprechung unterzogen. Es wird an­genommen, daß bis zum September 0. I. wieder die Hälfte der stempel in Thättakett sein werden, die im Herbste 1899 in Tätig­keit waren. Der Präsident Rouliot gab die genaue Verlustziffer an, die in Folge des Krieges entstanden ist. Dieselbe betrug 642194 Unzen Feingold im Werte von Lstr. 2 697 173, zu denen sich noch Baarausgaben der verschiedenen Gesellschaften, nahezu weitere 37, Millionen Pfund Sterling gesellen. Von der neuen englischen Ver­waltung verlangt der Präsident, daß die Festsetzung und scheinbar auch die Emhebung der direkten Abgaben verzögert werden müsse, bis abzusehen ist, welche Lasten den Goldminen auferlegt werden können, ohne die Entwicklung des Bergbaues zu hemmen. Es wird aber geglaubt, daß die Regierung kaum hierauf eingehen wird, wenigstens nicht in dem Maße. Allerdings wird auf die Industrie Rücksicht genommen werden müssen, wenn man sich nicht ins eigene Fleisch schneiden will. Ein günstiges Gesammtergebnis der Wit- watersrandmiiien für den Monat März wurde verkündet. Es wurden 304127 vzs. Feingold gewonnen und damit nicht nur die Ziffern der vorhergegangenen 10 Monate übertroffen, sondern die Produktion des erlten Quartals 1902 übersteigt auch die Goldpro­duktion während der ganzen 8 Monate von 1901. Bedeutende Ausschließungen sollen am westlichen Rand bevorstehen. Neugrün­dungen sind bereits im Zuge und es wird nicht lange dauern, werden wieder die verlockendsten Prospekte unter das Publikum gebracht.

Ter Dampfschifffahrt-Trust. Es ist allgemein ausgefallen, daß selbst m der jungst stattgehabten ordentlichen Generalversamm­lung der Lamburg-Amerikamschen Packetfahrtgejellschaft auch nicht ein Wort über das verlautete, was bei den Konferenzen mit den amerikanischen Dampfschifffahrtsgesellschaften in New-York be­schlossen wurde. Nun haben die Direktoren der Holland-Amerika- Lmie gesprochen, die ihren Aktionären gegenüber weniger engherzig zu sein scheinen. Auch in englischen Blättern wird so viel von den gepflogenen Unterhandlungen und beschlossenen Abmachungen be­kannt, daß man jetzt einigermaßen orientiert ist, wenigstens in der

Neueste Wewuugen.

Originaldrahtmeldungen des Gietzener Anzeigers.

Braunschweig, 22. April. Die Zustizkommission des braunschweigischen Landtags hat ihren Bericht über die s. Zt. eingebrachte Eingabe der Welfen, stall der bisherigen Eingangs- forme! bei Gesetzes-Verordnungen von jetzt ab den Namen des Herzogs Ernst August von Cumberland einzufügen, fertiggestellt. Die Kommission beschloß, daß der Vorschlag der Welfen unberücksichtigt zu bleiben habe, da zwar die Regeutschaft für den Herzog Ernst August in seinem Interesse geführt werde, ohne jedoch seinen direkten Ausschluß von der Krone zu vermeiden, aber nicht in seinem Namen. Tie Kommission bemerkt weiter, da der Herzog Ernst August die Vereinigung des früheren Königreichs Hannover mit Preußen nicht anerkenne, so sei für ihn im Kreise der deutschen Bundesfürsten kein Platz.

Greiz, 23. April. Die Eröffnung des Testaments des Fürsten Heinrich XXIL erfolgte in Gegenwart der mündigen Prinzessin Emma. Sofort wurde an den Fürsten der jüngeren Linie Heinrich XIV. ein Telegramm gesandt, das nach Dresden gerichtet war. Der Fürst weilt in Darmstadt. Sowett bekannt wurde, hat sich der Verstorbene eine Landestrauer ausdrücklich ven- beten.

Ludwigsburg, 22. April. Bei einer Hebung der 5. Batterie des Feld-Art.-Reg. Nr. 29 auf dem hie­sigen Exerzierplatz wurden gestern vier Mann von der Protze geworfen. Ein Mann war auf der Stelle tot, ein anderer starb bald darauf, ein Einj^Freiwilliger erlitt leichte Verletzungen an der Hand, während der vierte Mann unverletzt blieb.

London, 22. April. Steijv und Delarey sind nach einer Meldung aus Klerksdorp dort eingettoffen und begaben sich sofort nach der Gegend, wo ihre Kommandos stehen.

Brüssel, 22. April. Auf die Adresse, die die Handels­kammer an den König gerichtet hat und in der sie ihn bittet,

Schiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 19. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschraubendampfer »Cassel", Kapitän B. Petermann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekonunen.

356 Hessen .....

456 Oesterr. Goldretne . . 102.50

Bei Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes 1Mk.

Nußcokes Nr. 1 .... . 1,15 u Nußcokcs Nr. 2 1,20

Für Cokesabnehmer, welche zwei uud mehr Doppelwaggon» beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner.

Fup Anfuhr an das Hans werden 5 Pfennig für den Centner berechnet.

NB. Sofern das Verbringen der Cokes brs zu 6 (Zentnern auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.

Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der llnnotrlmuf der terota von 1 bis 5 Centner

eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 84, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6,^ Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5.

Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer GascokeL samt Anfuhr wie das Gaswerk und ü er abfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern.

Tie Preise unserer Gascokes für die Wbncffmei: außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Lctroirückvergüturrg von 4 Pfg. für den Centner.

Gießen, den 16. April 1902. 3086

Städtisches Gas- und Wasserwerk Gieße».