Samstag 22. März INGA
152» Jahrgang
Zweites Blatt.
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Nr. 69
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl 'scheu Untvers^Buch- u.Slelr»- druckerei (Piets ch Erdens Rebaftum, Expedition und Druckerei:
Schulstraße 7.
Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.
Fernsprechanschluß Nr. 51.
Vezugspret-r monatlich 75 Ps., vrertel-, jährlich Lik. 2L0; durch Abhole- u. Zweigstellen nronatlich 6o Ps.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Ps* auswärts 20 Psg.
Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für ,Stadt und LandE , Gerichtssaal ":R.Ditb mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
GietzenerAnzeiger
M General-Anzeiger v
yie yeulige Mnmmer umfaßt 18 Seiten.
zia wertende.
Fina.nzmiuisler Freiherr von Rhein
ßens sei durchaus günstig, aber man dürfe nicht vergessen, daß der Rückgang der wirtschaftlichen Konjunktur unsere Finanzlage ungünstig beeinflußt habe, und wir ans das Reich Rücksicht nehmen müssen. Die Regelung des finanziellen Verhältnisses zum Reiche halte er für unbedingt nötig. Unter diesen Umständen sei es ein ernster Schritt, das -Ordinarium dauernd mit 10 Millionen zu belasten. Von Herrn von Levetzow wird beantragt, daß tee Gutsbezirte in das Dotations- recht mit einbezogen werden sollen. Nach längerer Debatte wurde der Antrag von Levetzow angenommen, und mit dieser Aendernng die gesamte Vorlage.
Im Abgeordneten hause wurde die erste Lesung rer Eisenbahn-Vorlage beendet. Die Vortage wurde an >ie Budget-Kommission verwiesen.
Preußischer Landtag.
Tas Herrenhaus beriet am Freitag den Gesetzentwurf betr. Ueberweisung weiterer Dotationen an Provin-
b a b e n führt
Amerikanische Repressalien gegen Deutschland.
Mr meldeten gestern bereits, daß das Ackerbauamt zu Washington eine Liste von solchen importierten Nahr- ungs- und Genußmitteln ausarbeite, die Bor- oder andere Säuren enthalten. Me skeptischen Stimmen, die anläßlich der Amerikafahrt des Prinzen Heinrich ihre Meinung dahin äußerten, daß die Vereinigten Staaten, unbekümmert um Besiegelung politischer Freundschaft, ihren handelspolitischen Kurs beibehalten würden, erhalten hierdurch über Erwarten schnell Recht durch die Thatsachen. Als einen er st en Schritt zu Repressalien gegen das deutsche Verbot der Einfuhr von Fleisch, welches Borsäure enthält, wird dieses Vorgehen von amerikanischer Seite selber bezeichnet. Der „erste" Schritt — der erste Schritt — das klingt ja recht verheißungsvoll! lind wenn die Amerikaner sich mit der bloßen Annahme von Säuren in den Einfuhrwaren, mithin hauptsächlich Lebensrnitteln begnügen, so sind den Zoll-Chikanen Thor und Thür geöffnet. Beispielsweise könnte gegen Weine, wenn man will, der Verdacht der Beimischung von Säure geäußert werden. In Washington konnte man immerhin etwas weniger eilig sein mit diesem eigenartigen Epilog zu den Jubeltagen.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. März. Der Kaiser hat an Professor Anton von Werner nachstehende Depesche gesandt:
Kiel, 20. März. Wieder hierher zurückgekehrt, erfahre ich, daß — was wir gefürchtet — traurigste Gewißheit geworden. Mich erschüttert tief das bittere Geschick, welches Ihnen jetzt den hoffnungsvollen Sohn raubt, nachdem erst vor wenigen Wochen die Gruft über Ihrer Gemahlin sich geschlossen. Halten Sie sich meiner innigsten Teilnahme versichert! Gott sei mit Ihnen in dieser schweren Zeit! Wilhelm."
— Ter Kaiser begab sich heute nach seiner Rückkehr aus Kiel zum Reichskanzlerpalais und hatte dort eine längere Unterredung mit dem Grafen Bülow. Von HV2 Uhr ab fand im Tattersall in der Luisenstraße vor dem Kaiser das Preisreiten des Berlin-Potsdamer Reitervereins statt.
— Tie Enthüllung der Denkmäler des Kaisers und der Kaiserin Friedrich vor dem Brandenburger Thor, die für den 18. Oktober d. I. geplant war, ist auf ein Jahr hinausgeschoben.
— Auf der Werst der Aktiengesellschaft „Weser" in Bremen läuft morgen der kleine Kreuzer „G" vom Stapel. Die Taufe vollzieht im Auftrage des Kaisers, welcher damit den Frauen-Vereinen Deutschlands eine besondere Ehrung zugedacht hat, die Vorsitzende des Vaterländischen Frauenvereins in der Provinz Hannover, die Gräfin zu Stolberg-Wernigerode, Gemahlin des Oberpräsidenten der Provinz Hannover. Ferner sind als Repräsentationen deutscher Frauenvereine aus Befehl des Kaisers eine Reihe von Damen geladen.
— Ter Reichskanzler Graf Bülow hat den Ehren- vorsitz des Festkomitees des studentischen Bismarckausschusses übernommen, der am 3. Mai zum Zwecke der Errichtung einer Bismarcksäule bei Friedrich s- ruh in Berlin ein Fest veranstaltet.
— Wie die „Rat. -Ztg." hört, ist zum Leiter des preußischen Volks schulwesens als Nachfolger des Ministerialdirektors Dr. Kügler nun doch ter Direktor der kirchlichen Abteilung im Kultusministerium, Geheimrat Dr. Schwartzkopff in Aussicht genommen. Die Leitung der kirchlichen Abteilung soll Unterstaatssekretär Wever übernehmen.
— Nach der „Dtsch. Tagesztg." stehen einige deutsche Regierungen, so namentlich die sächsische, heute noch der Einführung von Tagegeldern an die Reichstagsabgeordneten ab lehnend gegenüber. Auch im preußischen Ministerium seien die Meinungen noch geteilt. Sollte jedoch in Preußen der Widerstand seitens der Krone aufgegeben werden, dann dürste sich eine überwiegende Mehrheit für die Diäten im Bundesrate finden.
Braunschweig, 2L März. Gegen den Pastor Petri ist wegen seiner heftigen Angriffe auf die nicht w elfisch gesinnte Bevölkerung ein Diszrplinar- Verfahren eingeleitet worden.
Karlsruhe, 21. März. Die Kommission der Zweiten Kammer hat den Staatsvertrag fischen Baden, Preußen und Hessen über die Main-Neckarbahn
mit allen gegen eine Stimme gebilligt. Sie hat, soweit >er Bericht ein Urteil gestattet, die finanziellen Vortelle ür so groß angesehen, daß sie auf die Geltendmachung verschiedener staatsrechtlicher Bedenken verzichten zu können glauote.
Stuttgart, 21. März. Ter bayrische Minister-Prä- ident Graf Crailsheim ist in Begleitung seiner Tochter heute abend hier eingetrosf-en. Er wurde am Bahnhöfe vom bayrischen Gesandten 0. d. Pfordten und dem Kabi- nettsches des Königs Frhr. v. Gemmingen empfangen. Am Wend wurde Graf Crailsheim vom König und der Königin empfangen und später zur Tafel zugezogen. Der Aufenthalt ist auf zwei Tage berechnet.
München, 21. Vkärz. Prinzregent Luitpold hat dis Ernennung des Bamberger Domprobstes Dr. Lingg zum Bischof von Augsburg unterzeichnet. Dr. Lingg, rüherer Erzieher des Prinzen Ludwig Ferdinand von Bayern, gilt als ein Prälat gemäßigter versöhnlicher Richtung.
Volttische Tagesschau.
Rekruten und Zolltarif.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt nntmn 21. März:
Es dürfte noch in Erinnerung sein, daß im preußischen Abgeordnetenhause zu Gunsten ter Kanalvorlage auch mi litär ische Gründe geltend gemacht und von einem Generalstabsofsizier in formvollendeter Rede vorgetragen wurden Zur Befürwortung des Zvlltarifentwurfs sind solche Gründe bisher noch nicht angeführt Worten; es ist auch nicht anzunehmen, daß die Regierung darauf zurückgreist. Wohl aber dürfte das geschehen seitens der für eine größtmögliche Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle eintretenden Parlamentarier. Den nächsten Anlaß dazu bietet diesen die voraussichtlich nach den Osterferien stattfindende Beratung des konfervativeu Jnitiativ-An- trags, in den jährlichen Berichten der Militärverwaltung über das Heeresergänzungsge schäft nicht nur den augenblicklichen Wohnort der ausgehobenen Mannschaften, sondern auch ihre Herkunft und den elterlichen Beruf statistisch äu berücksichtigen. Der Zweck des Antrags ist, nachzuweisen, daß die Landwirtschaft einen größeren Prozentsatz tauglicher Rekruten liefert, als die Industrie — was bekanntlich von einigen Nationalökonomen bestritten wird —, uub daß die Erhaltung der Landwirtschaft, in erster Reihe durch „ausreichenden" Zollschutz, für die Wehrkraft des Reiches unbedingt notwendig ist. Das an sich schwerwiegende militärische Motiv wird die Regierung kaum anderen Sinnes machen in Bezug auf die Hohe der künftigen Getreitezölle.
Von der Berliner Börse
wird uns unterm 21. März geschrieben:
Das Vörsenbarometer steht wieder auf dem Tiefpunkt, der Geschäftsgang ist schleppend, das Interesse äußerst beschränkt. Selbst der Wschluß ter letzten russischen Anleihe, die doch für Deutschland zum mindesten ein Objekt von 100 Millionen darstellt, hat den Finanzmarkt kaum aus der Lethargie aufgerüttelt. Ebenso wenig Eindruck erzielte ti'as nach jahrelangen Verhandlungen endlich abgeschlossene ArrangementPvrtugals mit seinen Auslandsgläubigern. Die Gestaltung ter Dinge in China hat schon längst aufgehört, ein Gradmesser für die Börsentendenz zu sein. Durchgreifende Wirkung auf diese könnte nur ein Ereignis der inneren Politik ausüben, und ein solches kommt zur Zell allem Wschein nach nicht in Frage. Man hat sich bereits mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß die Börsennovelle dem Reichstag erst zum Herbst vorgelegt werden wird. Die Verzögerung dieser Angelegenhell hatte in Finanzkreisen, wie sich nicht leugnen läßt, eine gewisse Mißstimmung gegen den preußischen Handelsminister Möller hervorgerufen. Neuerdings gewinnt jedoch die Wffassung Raum, daß die Verantwortung nicht Herrn Möller allein treffen könne. Man erwartet, der Minister werte bei Eröffnung ter neuen Berliner Handelskammer sich über die Frage der Börsengesetzreform äußern.
Zur Frauenbewegung.
Ans Berlin, 21. wiärz^ wird uns geschrieben:
Heber den Empfang der Wordnung des „Vereins für Frauenstimmrecht" durch den Reichskanzler herrscht in den beteiligten Kreisen eine gehobene Stimmung. Wer, genau betrachtet, ist einstweilen nur Grund zur Befriedigung inj0ferne, als ter erste Beamte des Reiches die Wünsche der Frauen persönlich entgegengenommen hat. Tie Antwort des Grafen Bülow ist, tote nicht anders zu erwarten war, äußerst verbindlich ausgefallen; als positives Zugeständnis gab Graf Bülow indessen nur die Nachricht des preußischen Kultusministers mit auf den Weg, daß man an eine Reform des Mädchenschulwesens denke. Für die zunächst hauptsächliche Forderung um Vorlage eines Reichsgesetzes zur Aushebung ter vereinsrechtlichen Beschränkungen ter Frauen in sämtlichen deutschen Bundesstaaten stellte der Kanzler „einstweilen" nur feine „wohlwollende Unterstützung" in Aussicht. Tiefe Unterstützung hat vorläufig im Bundesrat ebensoviel oder ebensowenig Aussicht auf Erfolg, wie die Forderung ter Reichsdiäten, die auch die Zustimmung des Grafen Bülow findet. Die Frauen müssen also in ihren Bemühungen fortsahren und sich an die maßgebenden Stellen in den Bundesregierungen mit ihrem Antrag wenden. Uebrigens soll die Frauenbewegung dadurch einen neuen Impuls erhalten, daß, wie wir vernehmen, die Begründung einer in Berlin erscheinenden täglichen Frauenzeitung großen Stils ins Werk gesetzt ist. An Mitarbeitern, die sich in den Dienst ter Sache stellen, dürfte es dem neuen Preßunternehmen nicht fehlen. Jetzt werden also über die politischen Ereignisse und Tagesfragen auch die Frauen diskutieren. Jedenfalls aber werden sie auf einem Gebiet den Waffengang nicht scheuen dürfen: auf dem Gebiet der Polemik. Die Parlamentarier und Politiker, die das Bestehenlassen gewisser „Barriören" gegen die Frauenbewegung angezeigt halten, werden eine scharfe Klinge gegen sie führen. Ob die neue Frauenzeitung ganz und gar, auch in ihrem geschäftlichen Teile, von Damen geleitet werten soll, wissen wir nicht. Sollte es in der Absicht liegen, so könnte daran leicht das Unternehmen scheitern, denn die hierbei in Betracht kommende praktische Erfahrung und Kenntnis der Organisation zu gewinnen, hat in Deutschland wenigstens bisher keine Fran Gelegenheit gehabt, da das Unternehmen in dieser Art eben das erste sein würde.
Ausland.
London, 21. März. (Oberhaus.) Lord WemyH ragt den Ersten Lord der Wmiralität, ob England im Falle, daß es mll einer oder mehreren europäischen Mächten in Krieg gerate, sich bezüglich des Schutzes gegen feindliche Invasion vollständig auf die Flotte verlassen könne. Selborne bemerkt: Ich glaube, es wäre ein chlimmer Tag für England, an dem es die Flotte nicht mehr als Waffe betrachten würde, in die es sein Verttauen auf den Schutz gegen einen Einfall setzen könne. Der Platz der britischen Flotte in einem solchen Kriege wird immer dort sein, wo Schiffe zu finden surd.
Paris, 21. Ällirz. „Echo de Paris" erfährt, man sei überzeugt, daß Oberst Grimm nicht bloß den russischen Mobllmachungsplan und die Grenzvefeftigungen, sondern auch das französisch-russische M il i tär ab ko m- men und die darin vereinbarten Feldzugsplänever-i rat en hat.
— Ein Gelbbuch über den Konflikt mit bet Türkei ist heute zur Verteilung gelangt Es enthüll eine Anzahl von diplomatischen Schriftstücken, aus denen hervor- geht, daß die russische Regierung die französischen Forderungen sehr nachdrücklich bei der Pforte unterstützte, dagegen enthält das Gelbbuch keinerlei Bestätigung für die in ter Kammer ausgestellte Behauptung, daß Rußland der französischen Aktion im letzten Augenblick Halt geboten habe. Die Antwort der deutschen Regierung wird in olgender Noll des Marquis de ddoailles an Delcasss mitgeteilt: In Anwesenheit des Staatssekretärs Freiherrn von Richthofen sprach ich den Unterstaatssekretär v. Mühlberg, im Auswärtigen Amt und teilte ihm die Entschließungen der Regierung ter Republik, sowie die Beweggründe, welche sie leiteten, mit Herr v. Mühlberg ertoioerte mir, dis deutsche Regierung habe keinerlei unmittelbares Interesse im Mittelmeer; sie habe zu unseren Intentionen alles Vertrauen, fürchte jedoch, daß von gewisser Seite versucht werde, die Erregung sich zn Stutzen zu machen, welche die Aktion unserer Flotte in den türkischen Gewässern verursachen könne. Die Berichte des Frhrn. v. Marschall, sagte mir der Unterstaatssekretär, be* sagten, daß der Sultan im Grunde wünsche, uns Genug- thuung zu geben, daß jedoch das Haupthindernis in der Geldnot des türkischen Schatzes liege.
Wien, 21. März. Die Budgetposten für ein e z e chi-, sches Gymnasium in Troppau und slovenische Parallelklassen in Cilli wurden angenommen. Das Abstimmungsresultat wurde von den Czechen, Polen und Clovenen mit stürmischen Beifallssalven aufgenommen, was auf ter Linken, namentlich bei den Alldeutschen, lebhaften Widerspruch hervorrief. Me Alldeutschen schreien, ballen die Fäuste, bearbeiten die Pulte undpfeifen. Man hört aus ihren Reihen Rufe: „Hoch die deutschen Habsburger!", „Das Parlament soll der Teufel holen!", „Abzug Koerber", „Klerikaler Kuh- händler Härtel!" Auch in den Reihen der Deutschen Volkspartei wird auf die Pulle geschlagen und geschrien. Tie Italiener, die die Ablehnung der Resolution ent- fchieden, wurden mit Vorwürfen überhäuft. Es wird ihnen zugerufen: Italienisch-kroatische Majorität, wir werden es Euch vergelten! Ter Lärm wird immer stärker. Der Präsident kann des Tumultes nicht Herr werten und schließt die Sitzung. Im Saale dauert ter Lärm fort In; einer Gruppe ruft der Christlichsoziale Loser dem Alldeutschen Wolf zu: „Ruhig, Wolf, der Seidel kommt." Wolf: „Wenn Sie mir das noch einmal sagen, bekommen Sie eine Ohrfeige." Mit Mühe werden Wolf und Loser auseinantergebracht. Me Bewegung dauerte noch lange im Saale an, der sich nur langsam leerte. Unter diesem peinlichen Drucke trat das Abgeordnetenhaus in die Osterferien.
Konstantinopel, 21. März. In den letzten Sagen wurden neuerdings fünf Generale aus politischen Grünten nach Aeman verbannt. Ser zum Tode verurteilte General Nazim Pascha wurde begnadigt und erhält eine seinem Range entsprechende Zivilanstellung in der Provinz. Der armenisch-katholische Bischof von Aterna, Therzian, wurde wegen verschiedener der Regierung heftig kritisierender Publikationen verhaftet und hierher ttansportiert
Hongkong, 21. März. Meldungen aus Kanton besagen, ter Vizekönig erhielt Telegramme ans Lungtschou an der Grenze von Tonking, nach dem sämtlicheTruP- pen des Marschalls Su zu d e u Au s st än d i s ch e n ü b er- gegangen seien. Wenn das wahr ist, erhalten letztere einen Zuwachs von 20 000 auf europäische Art bewaffneten
aus, die Finanzlage Preu


