Samstag ÄS. FebruarLSOS
ISS. Jahrgang
Zweites Blatt.
Die heutige Dummer umfaßt 16 Seiten.
etwa 10000 direkten und indirekten 9R.it
52 industrielle kammern, mit gliedern an.
Deutsches Keich.
Berlin, 21. r5edr. Das Kaiserpaar wird morgen abend aus Hubertusstock wieder hier eintreffen.
— Ter Kaif er hüt dem Zentralverband deutsch- amerikanischer Krregsoeteranen in Philadelphia ein im Kriege 1870/71 erobertes Geschütz ium Geschenk gemacht, das auf dem städtischen Friedhof aufgestellt werden soll, und zwar neben einem Monument das der Verband zu Ehren der alten Veteranen dort ei> richten will. Dieses Geschütz befindet sich jetzt beim Prinzen Heinrich auf dem „Kronprinz Wilhelm" und wird von dem Prinzen gelegentlich seines Aufenthaltes in Philadelphia dem Verband im Namen des Kaisers übergeben werden. Ter Verband wird an diesem Tage durch Abordnungen seiner im Staate verteilten vierzehn Kompagnien vertreten sein.
— Vom offiziös en W. T. B. wird aus Darmstadt vom 21. d. M. folgende Nachricht verbreitet: Gestern abend land eine Sitzung der Bureau- und Frabtionsvorstänüe der ärtoeitei: Kammer statt, in der beschlossen wurde, den
Aus Stadt und Land.
(Der Abdruck der unter dieser 9iubrik beftndllchenOriginal--Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.)
Gießen, 22. Februar 1902.
LU. Von der Universität. Der außerord. Prof, der englischen Philologie Dr. M. Kaluza in Königsberg hat einen Ruf nach hier erhalten, als Nachfolger des nach Freiburg i. Br. berufenen Prof. Dr. W. Wetz. (Prof. Dr. Max Kaluza stammt aus Schlesien. Er wurde am 22. Oktober 1856 zu Ratibor geboren. Unter seinen Publikationen sind zu er
Nachprnfung der Regulierungsprotokolle vor deren Unterschrift im Verbandsbureau, endlich durch gewiegte Experten an Ort uird Stelle. Dem Verband gehören bereits und wirtschaftliche Vereine und Handels-
** Konzert. Morgen findet in der Südanlage Promenadenmusik ntit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre zu „Hans Sachs" von Lortzing. 2. Melodie cdlebre von Rubinstein. 3. Maritana-Walzer von Dellinger. 4. Introduktion und Chor aus „Lohengrin" von Wagner.
E. Cb. Konzert-Verein. (Sonntag den 23. Abends 5 Uhr im Clubsaal.) Das morgende Konzert wird uns neben der ausgezeichneten Sängerin Frau Hiller mit einem Geiger bekannt machen, der zwar hier noch unbekannt ist, trotzdem aber zu den hervorragenden Vertretern seines Faches zählt. Herr Rückbeil hat viele Jahre dem Konzertleben in Elberfeld vorgestanden, wie nachfolgender Bericht uns belehrt, mit schönstem Erfolge. Der Elberfelder „Tägl. Anz." urtheilt: Das Benesizkonzert für unseren verdienten Kapellmeister Herrn Hugo Rückbeil gestaltete sich in erster Linie zu einem glänzenden Zeugnis Don der Tüchtigkeit dieses Musikers als Dirigenten, Solisten und Komponisten. Sein Konzert für Violine mit Orchesterbegleitung, das als Nr. 3 des ersten Teiles zur Ausführung kam, ist durchaus klassischmodern und erquickt den Zuhörer burch den herrlichen, tiefempfundenen Melodieenreichtum, durch die Klarheit und Reinheit der Gedanken, wie durch Tiefe und Wärme. Das Publikum brach nach dem Vorträge in nicht endenwollenden Beifall aus; unter mehrmaligem Tüsch des Orchesters wurden dem beliebten strebsamen Kapellmeister zwei prachtvolle Lorbeerkränze überreicht".
** Zn der Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand hat, wie wir schon erwähnten, in dieser Woche wieder ein teilweiser Wechsel der Gemälde stattgefunden. Die gegenwärtige Ausstellung umfaßt nahezu 100 Gemälde, von denen 50 neu ausgestellt sind. Von den letzteren werden einige am Montag schon wieder weiter gesandt. Die Kollektion von I. Lippmann enthält 18 Gemälde.
** Militardienstnachrichten. Zu Leutnants der Reserve wurden befördert: Die Vizefeldwebel Ackenhausen (Lörrach) des 5. Großh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 168, Keller
Ausland.
Kopenhagen, 2i. Febr. Nach hier eingetroffenen Nachrichten soll es in der Absicht des Präsidenten Lo ub et liegen, bei seiner Rückreise von Petersburg auch dem Stockholmer und dem Kopenhagener Hos einen Besuch abzustatten.
N e w y o r k, 21. Febr. Nach einer Meldung des Bureau Lassan aus Newyork werden 50 deutsch sprechende Polizisten in einer besonderen Polizeistation am Pier, wo Prinz Heinrich landet, stationiert werden. Zehn Geheimpolizisten haben den Austrag erhalten, alle e x e e n t r i s ch e n und unerwünschten Personen vom Prinzen fernzuhalten.
Madrid, 21. Febr. In Saragossa gaben die Jesuiten auf einige Personen, welche in das Kloster ein- t>ringen wollten, Feuer, da sie dieselben für Einbrecher hielten.
Barcelona, 21. Febr. Die Lage ist ruhiger. Die Fuhrwerksbesitzer erhielten Befehl, den Betrieb wieder auf- zunehmen, widrigenfalls ihnen die Konzessionen entzogen werden. Der Generalkapitän ordnete das regelmäßige Wkiedererscheinen der Zeitungen an und verlangte die Adressen derjenigen Buchdrucker, welche sich weigern sollten, zu arbeiten. Der Präsekt verhandelte mit mehreren Persönlichkeiten, welche sich erboten, zur Wi^>er- herstellung der Ordnung mit beitragen zu helfen.
Rom, 21. Febr. (Teputiertenkammer.) Bei der Präsidentenwahl wurden 292 Stimmzettel abgegeben, hiervon lauten 142 auf Billa, 17 auf den Sozialisten Costas 120 Zettel sind unbeschrieben, 13 zersplittert Da die absolute Majorität 147 betragt, findet mithin Stichwahl zwischen Billot und Costa statt In derselben erhält Villa 135, Costa 25 Stimmen. Außerdem werden 142 unbeschriebene und 5 ungültige Stimmzettel abgegeben. Der Ministerpräsident Zanardelli erklärt, infolge dieser Abstimmung behalte sich das Ministerium vor, in Beratung zu treten. (Unruhe.) Die Kammer beginnt eine stürmische Diskussion, ob die Sitzung auch ohne Anwesenheit des Ministeriums fortgesetzt werden könnte, bis der Vizepräsident Palberti die Sitzung aufhebt. — Das Ministerium beschloß abends, dem Könige die Demission einzureichen.
Eine „politische Granate".
Ten letzten Trahtmeldungen aus London ist zu entnehmen, daß die Zuschrift Lord Rosebery's an die „Times", in der er seine imperialistische Auffassung über Südafrika unverblümt zum Ausdruck bringt, wie eine politische Granate" gewirkt hat. „In die Luft geflogen" ist nach der Tarstellung Londoner Blätter der Liberalenfühper Campbell-Bannermann mit seinem altliberalen Anhang. Rosebery, so prophezeit man, werde nun mit aller Kraft an die Gründung der neuliberalen Partei gehen. Die Aufregung mit der die englische Presse den Zwischenfall behandelt, mutet seltsam an. Als ob Lord Iiosebery eine welt- erschütternde Neuigkeit verkündet hätte! Aber die Nervosität der Londoner hat ihren eigentlichen Grund darin, daß der „kommende Mann" seit seiner großen Programmrede so gar keine Anstalten machte, sich als politischer Reformator zu bethätigen. Die öffentliche Meinung ist seines trockenen Tones satt und will Thaten sehen. Es wird also Zeit, daß der Lord vom hohen Piedestal her- unterfteigt und seinen Kampf mit Campbell-Bannermann zum Austrag bringt. Die Gladstoneschen Traditionen sind jedenfalls auf Seiten des letzteren, und deshalb dürfte d:e „politische Granate" chm nicht m dem Maße schaden wie Lord Rosebery vielleicht erwartet.
Politische Tagesschau.
Zum Zolltarif.
Aus Berlin, 21. Februar, wird uns geschrieben:
Man ist in den Mehrheitsparteien, die das Zoll- kompromiß unterstützen, übereingekommen, die Tarifberatungen in der Kommission in der bisherigen Weise fortzusetzen und „mit Ruhe" abzuwarten, ob die Regierung nicht ooch schließlich ihre ablehnende Haltung zur Erhöhung der Getreide-Mindestzölle modifiziere. Die „Kreuzztg." erklärt sich beute abend durchaus damit einverstanden, daß die Kommission so laiige fortarbeitet, bis sie zu endgiltigen Vorschlägen über die einzelnen Teile und über den ganzen Entwurf gekommen ist. Im entscheidenden Augenblick — nach Beschlußfassung des Reichstags — sei eine Verständigung mit der Regierung auf dem Boden der Kompvomißan- träge nicht ausgeschlossen. Ganz anders faßt die „National- ztg." die Situation auf: der Abbruch der Kommissions-Verhandlungen, so schreibt das Blatt soeben, sei für eine Regierung unerläßlich, welche nicht mit verschränkten Armen der offen angekündigten Arbeit an der Vereitelung ihrer Absichten zusehen will.
Das preußische Staatsministerium trat heute zu einer Sitzung zusammen. Es liegt nahe, daß die weitere Behandlung der Zolltarisvorlage zur Erörterung gelangte. Indessen ist es kaum wahrscheinlich, daß die Regierung chrerjeits das Zeichen zum Verzicht aus Weiterberatung giebt. Gewiß, ein solcher Entschluß würde nicht verfehlen, Eindruck zu niachen. Aber andererseits könnte der Regierung von den Kompromißsreunden die Schuld beigemessen werden, daß nichts zu stände kommt, denn, so würde die Begründung lauten, der Reichstag war bereit, seine Pflicht zu erfüllen, die Regierung hat ihn daran gehmdert! Derart eröffnen sich recht erbauliche Aussichten auf ein Geduldspiel. Wer hält es am längsten aus, dies Debattieren, Beschließen und Ablehnen: wer wird zuerst das Heft Hinwersen und dadurch dem Gegenpart die Waffe liefern, ein „redliches Bemühen" sei durch „Ungeduld", durch „Nervosität" durchkreuzt worden?
Auffallend ist die Reserve des Grafen Bülow. Der Reichskanzler hat sich nych nicht ein einziges Mal in der Zolltarifkommi>sion sehen lassen. Ist eine wirksame Steigerung geplant, daß nämlich Gras Bülow des „definitiv letzte Wort", die kräftigste Erklärung nach erfolgter Annahme des Kompromißantrages sich Vorbehalten hat? Inzwischen versichern die Vertreter süddeutscher Regierungen, daß die Mindestzölle die Grenze darstellen. Baden eröffnete den Reigen. Heute ließ die württembergische Regierung die Zolltarifkommission wissen: Bis hierher und nicht weiter. So giebt eine Regierung nach der anderen in der Kommission ein Gastspiel, um die gleiche Entschließung zu verkünden. Thut nichts; „im entsch eide nden Augenblick" kommt, nach der vertrauensvollen Meinung der „Kreuzztg.", dem Bundesrat die Erleuchtung. Und er erkennt, daß er sich im Irrtum befunden, und daß es Großmut ist, wenn Die Kompromißfreunde ihm verzechen.
Nr. 48
• täglich
außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- Mätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Ver- lag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:
Echulpraße 7. kldresse sür Depeschen:
«uzeiger Gießen. AtrnsprkchanschlutzNr.51.
Großherzog zu ersuchen, der Kammer seine Gründe ür die Ehescheidung mitzuteilen. Staatsminister Roche gab eine entgegenkommende Erklärung ab. Die gewünschten Mitteilungen werden wahrscheinlich in einer geheimen Sitzung der Kammer erfolgen.
— Bei einer Festlichkeit zur Feier des Geburtstags Washingtons, welche die hiesige amerikanische Kolonie heute abend veranstaltete, hielt der amerikanische Botschafter White eine Rede, in welcher er hervorhob, daß Deutschlands Stellung im spanisch-amerikanischen Kriege durch die Mitteilung im „Reichsanzeiger" für jedermann völlig klarge stellt sei, und daß jetzt beim Besuch des Prinzen Heinrich ein neuer Austausch reundlicher Gesinnungen zwischen Deutschland und Amerika tattsinde.
— Generaloberst v. Loe wurde zum Spezialgesandten ür das Papstjubiläum auf besonderen Wunsch des Kaisers auserffehen. Einige andere Offiziere begleiten ihn.
— In der Budget-Kommission des Reichstages verlangte der Abg. Müller-Fulda die Einführung eines Kohlen-Ausfuhrzolles als Mittel gegen die Preis- Festsetzung der Syndikate.
Danzig, 21. Febr. Nack) den hiesigen „N. Nachr." erhält sich in militärischen Kreisen das Gerücht, General v. Lentze werde am 1. April vom Kommando des 17. Korps zurücktreten.
Bremen, 21. Febr. Die „Weserztg." erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß bis in die allerletzten Tage hinein Podbielski um eineErHöhung derland- wirtschastlichen Zölle bemüht gewesen sei.
Bonn, 21, Febr. In einer Versammlung des Bundes der Landwirte spracht Dr. Hahn über die Wirtschaftspolitik des Zentrums; er verlangte, daß )as Zentrum agrarischer werde, weil seine meisten und estesten Wahlkreise ländliche seien. Wenn die Jndustrie- zölle nicht herabgesetzt würden, werde der Bund den Tarifentwurf und das Kompromiß ablehnen. Neuwahlen cheue der Bund nicht; sie würden eine geschlossene agrarische Mehrheit ergeben, wenn auch manche pflaumenweiche Abgeordnete nicht wieder gewählt würden. Die Versammlung stimmte zu, und nahm einstimmig die Resolution vom Zirkus Busch an.
Dresden, 21. Febr. Das „Tr. I." veröffentlicht die Ernennung des seitherigen Ersten Staatsanwalts beim Oberlandesgericht Geheimrats Dr. Otto zum Justiz- Minister.
Karlsruhe, 21. Febr. Der Großherzo g von Sachsen-Wermar traf heute nachmittag hier ein und wurde von dem Großherzog und dem Prinzen Max von Baden aus dem Bahnhose empfangen.
Vezu gspret-: monatlich 75Pf.,viertel- lährlich Mk. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- ährl. ausfchl. Bestellg. Innahme von Anzeigen ir die Tagesnummer s vormittags 10 Uhr. ,Jlenpret8: lokal 12Pst auswärts 20 Pfg.
verantwortlich: ür den polit. u. allgem. Teil: P. Witiko: für „Stadt und Land" und ,Gerichtssaal":R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
GietzenerAnzeiger
w General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
wähnen: „Chaucer und der Roscnroman" 1893; „Studien zum germ. Allitterationsvers" 1894; „Hist. Grammatik der engl. Sprache" 1899. D. Red. des Gieß. Anz.)
** Auszeichnung. Der Großherzog hat dem früheren Bürgermeister Becker I. zu Reinheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen.
** Die Reifeprüfung an Großh. Realgymnasium fand gestern, Freitag, unter Vorsitz des Geh. OberschulratS Weihrich ihren Abschluß. Von den 10 Abiturienten, welche die Prüfung bestanden (Becker, Freitag, Gräber, Müller, Paul, Rücker, Scheerer, Schindler, Steuernagel und Wild), waren fünf völlig und drei teilweise von der mündlichen Prüfung dispensiert.
** Mittelrheinischer Fabrikautenverein. In der in Gemeinschaft mit der Süddeutschen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller abgehaltenen Februar-Versammlung des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins hielt Redakteur Jutzi-Köln einen Vortrag über „Die wirtschaftliche Krisis der Jahre 1900 und 1901". Der Redner führte den Em- tritt der Krisis auf Ueberspekulation und UeberprobuFtion zurück und legte zum Beweis der Richtigkeit dieser Auffassung ausführlich dar, rote sich die Erzeugung der roichtigsten Jn- dustriezroeige und die Leistungsfähigkeit unserer gesamten Volkswirtschaft während des Aufschwunges in den Jahren 1895 bis 1900 steigerte. Allerdings stieg gleichzeitig auch die Auf- nahmefähigkeit des heimischen Marktes infolge der Bevölkerungszunahme und die Besserung der Einkommcnsverhältnisse der gesamten Bevölkerung. Diese Steigerung blieb aber hinter der Zunahme der Erzeugung und Erzeugungsfähigkeit der Industrie weit zurück, sodaß sich zwischen Bedarf und Angebot an sich schon ein großes Mißverhältnis herausbtldete, das durch die rapide Aufwärtsbewegung der Preise und das Eingreifen der Spekulation noch wesentlich verschärft wurde. Redner schilderte weiter eingehend den Verlauf der Krisis mit allen ihren nachteiligen Folgen, und verwies auf die mittlerweile bewirkte Einschränkung der Güterei^eugung durch die Syndikate, sowie auf die Abwärtsbewegung der Preise hin. Beide Faktoren wirken im Zusammenhang mit der neuerdings' wesentlich verstärkten deutschen Ausfuhr und dem herabgehendeN Zinssatz für Leihkapital wieder aus die allmähliche Anbahnung eines. gewissen Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage hin, sodaß die Hoffnung vielleicht nicht unberechtigt erscheint, daß wir uns allmählich wieder Halbwegs erträglichen Verhältnissen nähern,, zumal die Eisenindustrie in den letzten Wochen wieder eine mäßige Belebung zeigt. Tann erstattete der Geschäftsführer des deutschen Feuerversicherungö- schutzverbandes, Dr. Otto Prange-Berlin, ein Referat über die Zwecke und Ziele des Verbandes. Die Thätigkeit 'des Verbandes erstreckt sich vorzugsweise auf eine Revision der regelmäßig höchst unzweckmäßig und für den Versicherten nachteilig abgefaßten Versicherungspolicen, auf die Beseitigung von darin enthaltenen gefährlichen Bestimmungen, Abfassung eines klaren, die Lage des Versicherten im Brandschaden falle sichernden Policentextes, ferner auf Hilfeleistung im Brandschadenfalle durch


