Ausgabe 
21.6.1902 Erstes Blatt
 
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Samstag 21« Juni 1908

153. Jahrgang

Erstes Blatt.

und

ein-

Und so sehen wir denn, daß sich das Reich, obwohl noch jung, in sich selbst von Jahr zu Jahr kräftigt, während das Vertrauen zu ihm von allen Seiten immer stärker sich befestigt. Das mächtige deutsche He er aber gewährt einen Rückhalt dem Frieden Europas. Dem Charakter der Germanen entsprechend,b eschränkenwirunsnach außen, um nach innen unbeschränkt zu sein. Weiterhin zieht unsere Sprache ihre Kreise auch über die Meere, weithin geht der Flug unserer Wissenschaft und Forschung, kein Werk aus dem Gebiete der neueren Forschung, welches nicht in unserer Sprache abgefaßt würde, und kein Gedanke entspringt der Wissenschaft, der nicht von uns zuerst verwertet würde, um nachher von an­deren Nationen angenommen zu werden, und dies ist das Weltimperium, das der germa­nischen Geist an streb e. Wollen wir nun nach jeder Richtung unseren großen Aufgaben gerecht werden, dann dürfen wir nicht vergessen, daß der Urgrund, worauf das Reich entstanden ist, wurzelt in der Einfachheit, Got­tesfurcht und den hohen sittlichen Anschauun­gen unsererVorfahren. Wie hat die prüfende Hand unseres Gottes zu Anfang des vorigen Jahrhunderts auf unserem Lande gelegen, und mächtig hat der Arm der Vor­sehung das Eisen geschmiedet und geschweißt am Ofen des Elends, bis die Waffe fertig wurde. So erwarte Ich auch von Ihnen allen, daß Sie mir helfen werden, ob Geist­liche oder Laien, die Religion im Volke aufrecht zu erhalten. Zusammen müssen wirarbeiten, um dem germanischen Stamm seine gesunde Kraft und die sittliche Grundlage zu erhalten; das geht aber nur, wenn man ihm die Religion erhält, und das gilt in gleicher Weise für beide Konfessionen. Um so größer ist heute Meine Freude, den Herren der Kirche, die hier ver­treten sind, eine Nachricht zu bringen, die Ihnen mitteilen zu können Ich stolz bin. Hier steht General v. Los, ein treuer Diener seiner Könige. Er wurde von Mir gesandt nach Rom zum Jubiläum des hl. Vaters, und als er ihm Meine Glückwünsche und Meine Jubelgabe überbracht und ihm in einem intimen Gespräch Aufschluß gab, wie es aussieht in unseren deutschen Landen, hat ihm der hl. Vater geantwortet: er freue sich, ihm sagen zu können, daß er stets hoch gedacht habe von der Frömmigkeit der Deutschen, zumal des deutschen Heeres. Er könne ihm aber noch mehr sagen, und das solle er seinem Kaiser bestellen: Das Land in Europa, wo noch Zucht, Ordnung und Disziplin herrsche, Respekt vor der Obrig­keit, Achtung vor der Kirche, und wo jeder Ka­tholik ungestört frei seinem Glauben leben', könne, das ser das Deutsch e Reich, und das danke es dem deutschen Kaiser. Dies berechtigt Mich zu dem Ausspruch, daß unsere beiden Konfessionen nebeneinander das eine große Ziele im Auge behalten müssen: die Gottesfurcht und Ehrfurcht vorder Religion zu erhalten und zu stärken. Ob wir moderne Menschen sind und ob wir auf diesem oder jenem Gebiete wirken, ist einerlei. Wer sein Leben ni ch t a u f d i c B a s i s d e r R e l i g i o n st e l l t, i st ver­loren. So will auch Ich da an diesem Tage und an diesem Orte es sich ziemt, nicht nur zu reden, sondern auch zu geloben, Mein Gelöbnis hiermit aussprechen, daß Ich das ganze Reich, das ganze Volk und Mein Heer durch diesen Kommandostab vertreten, das Reich selb st und Mei n Haus unter das Kreuz st e l l e und unter dem Schutz dessen, von dem der große Apostel Petrus gesagt hat: Es ist in keinem anderen Heil, und es ist auch kein cmderers Name den Menschen gegeben worden, darin sie sollen selig werden, und der von sich selbst gesagt hat: Himmel und Erde

zureichen.

Friedberg, den 18. Ium 1902.

Der Großh. Bereinigungskommissär: (5p am er, Kreisamtmann.

vormittags von lO1/^ Ufyr bis ll'/z Uhr, im Bureau Großh. Bürgermeisterei Gießen, Zimmer Nr. 2, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen auf Papier in Altengröße (mindestens % Bogen)

p Die Grafschaft Mörs hat ihrer altbewährten und langen Treue ein sichtbares äußeres Zeichen dadurch gegeben, daß sie meinem Vorfahren, dem König Fried­rich I, ein Standbild gesetzt bat in dankbarer Erinnerung, daß er sie gekettet hat an die aufblühende junge Macht Branbenburg-Preußen, welche auch in der Lage war, das Heine Land zu entwickeln und kräftig, zu beschützen. Als sein Urenkel und Nachfolger an der Krone danke ich den Grafschaftern von ganzem Herzen für den hoch- berftgeu Entschluß, zugleich danke ich Ihnen rm Namen der Kaiserin und meinem Namen für den herzlichen, beaeisterten und warmen Empfang, den sie uns bereitet haben Ich bin überzeugt, daß die Wärme der Gefühle meiner Graftchafter entsprungen rst aus der Ueberzeugung, d^e iic beim Rückblick aus ihre Geschichte der ver,!°enen Mei Jahrhunderte geschöpft haben, nämlich, daß der Grafschaft die Zugehörigkeit zu Preußen und zum Szepter der Könige von Preußen, zum Segen gediehen ist. Der lwhe Herr, der in Erz gebildet vor un4 steht, chatte damals ja erst der Stellung Brandenburgs, äußeren

Are Aachener Kaiserredeu.

Die Rede, die der Kaiser bei dem Ehrenttmnke im Rat­hause auf die Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Veltmann hielt, haben wir bereits ausHüglich mitgeteiljt. Der Wortlaut ist folgender:

Im Namen der Kaiserin und m Meinem Namen spreche Ich Ihnen von ganzem Herzen tiefbewegt Unseren Dank für den unbeschreiblich patriotisch und begeisterten Empfang aus, den alle Teile der Stadt Aachen Uns bereiteten. Es war Mir ein Herzensbedürfnis, die Stadt Aachen zu besuchen, und Ich danke Ihnen für die Gelegenheit, die Sie Mir durch die Einladung geboten haben. Wer sollte auf so historischem Boden, wie es Aachen ist, nicht mächtig erfaßt werden von dem Wehen und Rauschen der Vergangenheit und Gegenwart. Wer sollte nicht an die Fügung des Zimmels denken, wenn er die Geschichte der Jabrhunderte überblickt, die unser Vaterland durchgemackft hat in der Verbindung mit Aachen? Aachen ist die Wiege des deutschen Kaisertums, denn hier richtete der große Karl seinen Stuhl auf, und von feinem Glanze gewann auch die Stadt Aach>en einen Widerschein. So bedeutend, so groß war die Figur diqsas gewaltigen

Bekanntmachung.

Das Königliche Proviant-Amt in Hanau kauft bereits gut gewonnenes Pferdeheu neuer Ernte; auch wird der An­kauf von Roggen-Flegel- und Roggen-Maschinenstroh nach Maßgabe der vorhandenen Lagerräume fortgesetzt.

Beide Strohsotten müssen gesund, trocken, ohne Mäuse- fraß, Abfall, Gemüll oder Spreu, glatt gelegt und fest ge­bunden sein. Bei Bahnsendungen ist die Adresse für den Frachtbrief: Hanau Bahnhof Nord.

Die Abfuhr von der Bahn wird für Rechnung des Ver­käufers übernommen, und kostet der Zentner Heu oder Stroh 15 Pfg. Bei gutem Wetter kann jeden Tag geliefert werden. Weitere Anfragen sind an das Proviant-Amt in Hanau zu richten.

Gießen, den 18. Juni 1902.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

v- Bechtold.

Aas Kaiserpaar in den Kyeinlanden.

Essen, 20. Juni. Das Kais er paar fuhr heute Vormittag kurz vor 8 Uhr nach Mörs ab.

Mörs, 20. Juni. Das Kaiserpaar traf um 9Uhr 20 Min. vormittags hier ein. Der Kaiser schritt die Front der Ehrenkompagnie ab. Bei der Begrüßung durch die Stadtvertretung und die Deputationen der Grafschaften,

der Stadt- und Landgemeinden lobte der Kaiser wiederholt die Grafschaft wegen ihrer Treue zu Kaiser und Reich. Nach der Begrüßung wurde ein Ehrentrunk eingenommen. Au der Fahrt zum Bismarckplatz wurde der Wagen von einer Schwadron Düsseldorfer Ulanen eskortiert. Nach dem Ein­treffen daselbst erfolgte die Enthüllung des Denk­mals König Friedrichs I. Bei Entgegennahme des Ehrentrunks hielt der Kaiser folgende An-

VezugSpreiS: monatlich 75Pf.,mertel- fährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk. 2.viertel- jährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswätts 20 Psg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für .Stadt und Land" und Gerichtssaal": Curt Plato; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

germanischen Fürsten, daß von Rom ihm die Würde eines alten römischen Cäsaren angetragen wurde und er aus­ersehen wurde, die Erbschaft des imperii romani anzutreten. Gewiß eine großartige Anerkennung für die Leistungsfähig­keit unseres eben erst in der Geschichte auftretenden germani­schen Stammes. Denn versunken war das römische Szepter der Cäsaren den Händen ihrer Nachfolger; zerbröckelt und morsch wankte der römische Bau, und erst das Erscheinen der s i e g e s f r o h e n Germanen mit ihrem reinen Gemüt e war imstande, der Weltgeschichte den neuen Lauf zu weisen, den sie bisher genommen. Da verstand es sich von selbst, daß der gewaltige Karl der Große, der Franken­könig, die Blicke Roms auf sich lenkte, welches in ihm einen Schutz und Hort erblickte. Allein die Aufgabe, das Amt eines römischen Kaisers mit der Würde und Bürde eines germanischen Königs zu verbinden, war zu schwer. Was er mit seiner gewaltigen Persönlichkeit vermochte, das versagte das Geschick seinen Nachfolgern, und unter der Sorge um das Welttmperium verloren die späteren Kaisergeschlechter das germanische Volk und Land aus dem Auge, sie zogen gen Süden, um das Weltimperium aufrecht "zu halten, und vergaßen darob Germaniens. So mußte allmählich unser deutsches Land und Volk verkommen, gleich wie bei ib,er Aloe, wenn ihre Blüte treibt und die ganze Kraft der Pflanze sich zu dieser einen Aufgabe auf­rafft, hoch emporstrebend Blüte aus Blüte entwickelt und das Auge des staunenden Beschauers fesselt, derweilen nun die Pflanze selber zusammenbricht und ihre Wurzel verdorrt. So erging es auch dem römischen Kaisertum deutscher Na­tion. dttrnmehr ist ein anderes Kais er tum erstanden, dem deutschen Volke ist sein Kaiser wieder geworden, den es sich selbst geholt hat. Mit dem Schwerte in der Faust, auf dem Schlachtfelde ist die Krone erworben worden, und das Reichspanier flattert wieder hoch in den Lüften. Aus derselben Begeisterung und Liebe, womit das deutsche Volk an seiner alten Kaiseridee gehangen, ist das neue Kaiser­reich ins Leben getreten. Allein die Aufgaben sind andere; nach außen beschränkt aus die Grenzen unseresLandes, um uns von neuem innerlich stählend auf die Aufgaben vorzubereiten, die unserem Volke jetzt werden und die im Mittelalter nicht erfüllt werden konnten.

Nachdem der Kaiser einen Parademarsch über die Ehren- kompagnie aügenommen hatte, verließen die Herrschaften Krefeld. .

Essen cl d. R., 20. Junr. Der Kaiser und die Kaiserin trafen von Krefeld kommend heute nachmittag auf Villa Hügel ein.

Glanz und neue Würde verliehen. Nunmehr ist aus der $ Königskroi^e die Kaiserkrone geworden, durch Gottes t gnädige Fügung, die Kaiserkrone, deren Wurzeln im ( märkischen Sande ruhen,, und unter deren Schutz Preußen < und die Grafschaft Mörs, so Gott will, noch Jahrhunderte 1 gedeihen ff ollen. D en Willkommentrunk, den mir die j Grafschaft bietet, trinke ich auf das Wohl aller meiner i Grasfchafter mit dem Wunsche, daß Gott es verleihen : möge, daß in Frieden sich die Sicherheit und Wohl- ! fahrt der Grafschaft mehr und mehr entwickeln möge. Der Graf von Mörs trintt auf seine Grafschaft. Die Grafschaft lebe hoch, hoch, hoch.

K r e s e ld, 20. Juni. Der Ka iser und die Kai s er rn sind hier eingetroffen. In Begleitung des Kaiserpaares befanden sich u. a. die Minister v. Rheinbaben und von Hammerstein. Am Kaiser Wilhelm-Museum war eine Ehrenkompagnie des 65. Regiments aufgestellt. Das Kaiserpaar nal)m dort Ausstellung unter einem riesigen Baldachin. Hier hielt Oberbürgermeister Geh. Regierungs­rat Kulper eine Ansprache. Der Kaiser dankte dem Oberbürgermeister mit einigen Worten. Hierauf ging das Kaiserpaar in das Museum und besichtigte die Ausstellung der Krefelder Seiden- und Sammttndustrie. Hierauf wurden die Stadtverordneten vorgestellt und dem Kaiser ein Ehrentrunk angeboten, den er entgegennahm, in­dem er folgende Ansprache hielt:

Die Stadt überreicht mir einen Pokal, gefüllt mit deutschem Wein. Wenn ich ihn ansetze, so trinke ich damit auf das Wohl der Stadt Krefeld in einem Jahre, wo der Rückblick auf die Geschichte, wie er von dem Herrn Ober­bürgermeister entworfen ist, die Stadt mit Dank an unser Haus gefesselt hat. Ich glaube wohl, daß die Stadt Kre- eld das Gefühl haben kann und Recht thut, dem Aus­druck zu geben, daß die Regenten des Hauses Preußen chr Wohl sich stets haben angelegen sein lassen, und daß sogar ein so großer Fürst und Kriegsherr, wie Friedrich der Große, es nicht verschmäht hat, auch im Detail einzugreifen und dafür zu sorgen, daß ihr die richtigen Wege gewiesen wur­den, auf denen ihre Industrie sich entwickeln sollte. Nun, unter dem Szepter meiner Vorfahren hat sich die Stadt zu einer ungeahnten Höhe entwickelt. Ihre Erzeugnisse isnd weit und breit in der Welt bekannt. Sie wissen aber auch, daß der Fleiß, den Sie in Ihre Erzeugnisse stecken, nur dann gedeihen kann, wenn ein kräftiges Szepter der Welt den Frieden erhält. Das haben aber meine Vorfahren und ich gethan, soweit wir es nach unseren Kräften konnten. Jetzt, seitdem Preußen und Kre­feld nicht nur zusammengehören als ein Land, sondern ein Stück des großen Deutschen Reiches ausmachen, ist die Macht geschaffen, die es ermöglicht, daß Europa in Ruhe und Frieden seinen Aufgaben nachgehen kann. Unser deut­sches Heer steht schirmend um unser Land, und Achtung und Vertrauen begrüßt uns von allen Seiten. Sie aber, die Sie doch eine Handelsstadt sich nennen, be­greifen, daß außer dem Heer noch ein anderes Ding not­wendig ist, und das ist unsere Flotte. Sie haben em­pfunden im Laufe Ihrer Entwickelung, was es heißen will, wenn mit einem Male an fremden Gestaden die deutsche Flagge entfaltet wird, und Respekt vor den deutschen Kriegs­schiffen bei der Bevölkerung der berührten Länder erwacht. Für Sie ist nun notwendig, daß eine starke mächtige Flotte die Handelsflagge beschirmt, damit Sie in Ruhe Ihre Er­zeugnisse überall absetzen können. Damit glaube ich in der That für alle die Städte, welche Industrie und Handel pflegen, das Sicherste und das Beste geleistet zu haben, was ich konnte, indem ich meine ganze Kraft einsetzte, unsere Macht auf dem Wasser zu entwickeln. Ich bin der festen Ueber­zeugung, daß mit jedem Kriegsschiff, welches den Stapel verläßt, die Sicherheit und Un g e stör th eit des F r i e d e n s z u n e h m e n wird, und damit auch die Sicher­heit für Ihre Arbeit. Diesen Becher erhebe ich mit dem innigsten Wunsche für das Wohl der Stadt Krefeld und mit dem herzlichsten Dank namens I. M. der Kaiserin und in meinem Namen für den wunderschönen und großartigen Empfang, den die Bürgerschaft in der Ausschmückung ihrer Stadt und in begeisterter Stimmung uns entgegengebracht

Nr. 143

erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstscheu Landwirt die Siebener LamUlen- HMter viermal in der { Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag bc< Brüh lösche" Unwers. Buch-u.Steii btuderei (Pietsch Erben) sytedakm.., Expeditwi i 1 utu Druckerei:

Schulstraße 7.

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.Kernsprechanschluß Nr. 51.

GietzenerAnzeiger

w General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

Bekanntmachung.

Be tr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bettenhausen hier: den allgemeinen Meliorationsplan.

In der Zeit vom 24. Juni l. Js. bis einschließlich Juli 1. I. liegt auf dem Gemeindehaus zu Bettenhausen der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungs­bericht und Prüfungsprotokoll zu demselben zur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahtt zur Entgegennahme von Einwendungen hier­gegen findet statt

Dienstag, 8. Juli l. Js., vormittags von 9l/2 Uhr bis lOA Uhr, km Gemeindehaus zu Bettenhausen, wozu ich die Betei­ligten unter dem Anfügen einlade, daß die Richterscheincnden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens >/r Bogen) einzureichen.

Friedberg, 18. Juni 1902.

Der Großherzogliche Bereinigungskommissär: S p a m e r, Kreisamtmann.

Bekanntmachung,

Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn; hier: den allgemeinen Meliorationsplan.

In der Zeit vom 25. Juni l. Js. bis einschließlich 8. Juli l. Js. liegt auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei Gießen, Zimmer Nr. 2,

der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungs­bericht und Prüfungsprotokoll zu demselben

$ur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier- aeaen findet statt:

Mittwoch den 9. Juli l. I.,