Ausgabe 
21.5.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 116

rffteUt täglich außer SomuagL.

Dem Gießener An-tt««r werden im Wechsel mit dem hessische« toiboHrt die «eßeaer Kamille«» ßtütter viermal in b«x Woche beigelegt.

SrotationS druck u. Ver­lag der Brüh l'sch« Untvers.-Buch- u. ®teb>- druckerei (Piets ch (trben) Äeboftton. Gspedirtor und Druckerei:

Schulftraße 7.

«brefie für Depeschen: Anzeiger Gieße».

Aerilsprechanschlutz Nr. Kl.

Mittwoch 21. Mai 190«

ISS. Jahrgang

Erstes Blatt.

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bezugspreis, monculich7bP1., oiertefc jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Rrocigfteilen monatlich 6b Ps.; durch die Post Mk.2. vierteb» fährt. auSschl. Bcstellg. Annahme von Anzeigen für die Tagednummer biß vormittags 10 Uhr. ßeilenpreiß: lokal 12 IM« auSwättS 20 Pfg. verantwortlich, für den ooltt. u. allgem. Leil: P. Wtttko: für -Stadt und Canb' und ,Gerichtö!aatt:R.Dttt» mann; nix den An­zeigenteil: Hans Beck.

Die Ankun

rscbadsee fett tscyen, bereit

1.

2.

8.

4.

TageS ordnung:

Rechenschaftsbericht pro 1901/02.

Rechnungsablage pro 1901/02.

Kostenvoranschlag pro 1902/08.

Einrichtung eines Mostobstmarktes durch die Zentral­stelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. Referent: Direktor Dr. v. Peter.

Petersburg, 20. Mai- des KreuzersMontcalm" mit dem ftan- benten an Bord vor der Rhede in

Kie vulkanische Katastrophe.

Wie schon mitgeteilt, war der Aufruf der Deutschen Vereine vom Roten kreuz zu Sammlungen für die Opfer von Martinique auf Anregung der Kaiserin erfolgt. Nunmehr hat die Kaiserin selbst 1000 Mark für den er­wähnten wohlthätigen Zweck gespendet. Die Königin- Mutter von Spanien bestimmte 10000 Frs. für die Bewohner der Insel, und die Sta b t Rom schloß sich der Reihe ber Helfer mit 20000 Lire an.

Die vulkanischen Erscheinungen aus bet

Gießen, den 20. Mai 1902.

Bett.: Ausführung deS FaselvtehgesetzeS; hier: Formu­lare für Lprungregister und FaselhaltungSverträge. Das Großher;ogliche Kreisamt Gießen <m Vie Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Sie wollen unS binnen acht Tagen Ihren Bedarf an 6c« genanntrn Formularen angeben oder den Nichtbedarf begründen. Im Interesse der Verbilligung werden wir als­dann die gemeinsame Bestellung vornehmen.

v. Bechtold.

Die Hauptversammlung

des Oberhesfischen Obstbauvercins

findet Sonntag den 25. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Gießen im Lenz'schen Felsenkeller statt.

Die Zulassung der Realgymoafialabiturieuten zu den altphilo» logische« und juristischen Studien.

Tie preußischen Realgymnasialabiturienten, die nach dem bekannten Erlaß in Preußen zu den altphilo­logischen und juristischen UniversitätSsrudieu und zu den akademischen Prüsungeu zugelassen find, haben vorläufig keine Aussicht auf eine gleiche Behandlung

calm". Die Mannschaften desMontcalm" enterten aus. Bon den zahlreichen Privatdampsern, welche das fran­zösische Geschwader erwarteten, ertönten lebhafte Hurrah- ruse. Die Begrüßung des Präsidenten L o u b e t durch den Generaladmiral Alexis gestaltete sich sehr herzlich. Unmittelbar darauf besttegen ber Präsident und ber Groß­fürst den Kutter unb begaben sich zurAlexandria". Der Kaiser erwartete den Präsidenten auf Deck. Als Präsident Loubet die Yacht des Kaisers betrat, gingen die Kaiserstanbarte unb die französische Trikolore am Haupt­maste in die Höhe. Nach herzlicher Begrüßung des Präsidenten durch den Kaiser wurde bas beiderseitige Gefolge vorgestellt, worauf dieAlexandria" kurz nach 11 Uhr unter den Hurrahrusen des Publikums nach Peterhof abdampfte.

Kurz nach 12 Uhr traf sie dort ein. An Bord waren außer den schon Getrannten: Minister Delcassß, das Gefolge Loubet's, Hofminister Baron Fredericks, Mi­nister des Aeußeren Graf Lamsdorff, der Verweser des Marineministeriums, Admiral Tyrtow, ber Marine­generalstabschef, die Botschafter Fürst Urussow, Graf M o n t e b e l l o und andere- Die Großfürsten und das zahlreiche Gefolge des Kaisers, der Kriegsminister, die Adjutanten der Großfürsten und die Herren der fran­zösischen Botschaft begrüßten die unter Erweisung mili­tärischer Ehrenbezeugungen einlaufende Yacht. Präsident Loubet begrüßte die Großfürsten und schritt die von der Gardemarine gestellte Ehrenwache ab. Alsdann fand der Vorbeimarsch statt; die Musik spielte die franzö­sische Hymne. Darauf nahmen ber Kaiser unb fein Gast im Wagen Platz unb fuhren durch den Park zum Bahnhof. Hier überreichte eine Abordnung der Stadt Peterhof, voran der Bürgermeister und eine Abordnung der Landgemeinden des Meises Peterhof, dem Präsiden­ten Loubet Salz und Brot- Um 12y2 Uhr fuhr ber Hofzug nach Zarskojeselo ab. Die an dem Bahnhof ange­sammelte Menge brach in laute Hurrahrufe aus. Während ber Fahrt wurde im Zuge das Frühstück eingenommen-

In Kronstadt fand nachmittags 4 Uhr in der Ma­nege der Marinetruppen ein Bankett für die Ma­trosen des französischen Geschwaders statt, an dem russische Unteroffiziere und Mattosen teilnahmen. Mährend des Mahles wurden viele Toaste gehalten. Tann geleiteten die russischen Matrosen ihre Gäste, mit denen sie die Kopfbedeckungen gewechselt hatten, nach dem Hafen, wo die Musik spielte und getanzt wurde- Es herrschte die animierteste Stimmung. Um 5 Uhr nachmittags trafen der französische KreuzerEassini" und zwei französische Torpedoboote im Kronstädter Hafen ein und gingen bei der yttcolaibrücke vor Anker. Tie Offiziere stiegen an Land und machten in Hofequipagen eine Rund­fahrt durch die festlich geschmückten Straßen. Das Publi­kum begrüßte die Gäste mit herzlichen Zurufen.

Petersburg, 20- Mat. DasJournal de St. ?Zetersbourg" schreibt: Tie Reise, sowie der feier- iche Empfang, welcher dem Präsidenten bereitet wird, werden ein neues Glied in dieser Folge denkwürdiger Ereignisse bilden, die ihren Anfang nahmen bei der An­kunft der französischen Flotte in Kronstadt im Jahre 1891 und die sich mit dem Glanze fortsetzten,, von dem die gesamte Watt die Erinnerung bewahrte. Unlängtz »ach

zvsischen Prä, Kronstadt erfolgte bald nach 10 Uhr vormittags. Unter dem Salut der im Hafen liegenden russischen Kriegsschiffe ging derMontcalm" vor Anker. Gleichzeitig stieß von der russischen KaiseryachtAlexandria", auf der sich Kai­ser Nikolaus befand, ein Kutter mit dem General­admiral Großfürsten Alexis ab und ftthr zumMont-

f eiten 5 der ba yerisch en Un t err i ch t sv erw alt- u n g. In der Sitzung des Finanzausschusses der bayert- schen Abgeordnetenkammer kam nämlich bei den Beratungen des Kultusetatö der Referent, Abg. Dr. Pichler, auf jenen Erlaß der preußischen Unterrichtsverwaltung zu sprechen. Dieser Erlaß, bedeutet nack) dem Referenten eine vollständige Derr ücksting unserer Bildungs­grundlage, und er fragte deshalb an, welche Rück­wirkung dieser Erlaß auf Bayern haben werde. Von libe­raler, wie von sozialdemokratischer Seite wurde mit Him» weis auf die Zulassung der RealschUlabiturienten zum medizinischen Sttidium der Erlaß begrüßt und unter Be­gründung der Gleichberechtigung humanistischer und rea­listischer Vorbildung letzteres selbstverständlich unter ge­wissen Voraussetzungen der Hosfnuna Ausdruck gegeben, daß der preußi che Erlaß insofern auch auf Bayern rück- wirken werde, als man die in Frage kommenden Realgym­nasialabiturienten nicht nur zum Studium an den bayeri­schen Universitäten, sondern auch zu den Prüfungen zulassen werde. Von ultramontaner Seite wurde ber Erlaß be­dauert; für den Juristen sei die klassische Vorbilduna absolut notwendig. Auf denselben Standpunkt stellte sich der Kultusminister v. Land mann, der kurzerhand er­klärte, daß seiner persönlichen Meinung nach die Re al- gymnasial-Abiturienten sich nicht zum Stu­dium der Jurisprudenz eigneten und man zwar diese Abiturienten an den bayerischen Universitäten zum Studium, nicht aber zu den Prüfungen zulassen werde.

Auf denselben Standpunkt scheint sich auch bte sächsische Unterrichtsverwaltung stellen zu wollen. Durch dieses Verhalten wird eine bedauerliche Ungleichheit der Studienbedingungen in Deutschland herbeigeführt. Be­sonders empfindlich wird die Heranbildung ber künftigen Beamten beeinflußt, ba ber in vielen Fällen erwünschte llebergang aus einem Bundesstaat in den anderen unter­bunden wird. Hierunter werden die Verwaltungen nicht minder leiden, als die Studierenden.

Der Gesetzentwurf über die Ausführung des Schlachtvieh- «vd Fleischbeschaugesetzes

ging soeben dem preußi sch en Abgeordnetenhajuse zu. Danach unterliegen S ch w e i n e u n d W i l d s ch w e i n e, deren Fleisch zum Genüsse für Menschen verwendet werden soll, in allen Fällen einer amtlichen Untersuchung auf Trichinen. Rohes und zubereitetes Fleisch von Schweinen und Wildschweinen, das aus einem anderen deut­schen Bundesstaat eingesührt wird, ist amtlich auf Trichinen zu untersuchen, sofern es zum Genüsse für Menschen verwendet werden soll und nicht bereits einer amtlichen Trichinenschau unterlegen hat. Hiervon sind ausgenommen ausgeschmolzenes Fett, Fleisch in luft­dicht verschlossenen Büchsen oder ähnlichen Gesäßen, Würste unb sonstige Gemenge aus zerkleinertem Fleische, sowie bas zum Reiseverbrauche mitgesührte Fleisch. In Gemein­den mit S ch l a ch t h a n s z w a n g unterliegen alle in das öffentliche Schlachthaus gelangenden Schlachttiere vor unb nach der Schlachtung einer amtlichen Untersuche un g auch insoweit nach Reichsgesetz und nach den Ausführ­ungsbestimmungen des Bundesrats ein Untersuchungszwang nicht besteht.

DerUnion Zack" am Tschadfee.

Aus kolonialen Kreisen wird uns geschrieben:

Menn die Meldung desBureau Reuter", die eng* lische Regierung habe beschlossen, die Tschadsee- Region thatsächlich in Besitz zu nehmen, zu^ trifft, dann wird Deutschland sich beeilen müssen, diesem Beispiele zu folgen und seine Interessensphäre am See gleichfalls zu besetzen. Es ist ja nchttg, daß solche Besitzergreifung weittragende Konsequenzen haben würde, aber sie muß jetzt erfolgen, sofern nicht Deutsch­land sich des Rechts begeben will, in den Tschadseeländern ein Wort mitzusprechen." Am zweckmäßigsten würde wohl unter diesen Umständen die Ausgabe der Expedition des Oberleutnants Dominik, eine Station am Benue zu errichten, dahin erweitert, daß dieser erfahrene Offizier unverzüglich mit der Mission betraut wird, die schwarz-- weiß-rote Flagge bis an den See zu tragen und namens des Reiches von dem deutschen Interessengebiet förmlich Besitz zu ergreifen. Darüber kann kein Zweifel sein, daß sowohl Engländer als auch Franzosen am Tsckadsee sett geraumer Zeit heimischer sind, als die Deutschen, deren Interessensphäre ohnehin von denen dieser beiden Nach­barn stark eingeengt wird. Die Franzosen haben schon seit mehreren Jahren ein Tampfboot auf dem See; der politische Geschäftsführer Englands in jenen Gegenden, Major Macrntosch von der Niger-Compagnie, agitierte bei dem Sultan Rabah, dem bekannten, jetzt verstorbenen Eroberer, und später bei dessen Sohne, Fadlallah, nach Kräften gegen die Deutschen. Englands Militärmacht in dem Kameruner Grenzbezirk ist heute schon bedeutend« stärker, als die deutsche Schutzttuvpe, die Errichtung einer deutschen Militärstation am Tschadsee kann diesen Vor­sprung wenigstens teilweise ausgleichen.

politische Tagesschau.

Kraukenverficheruug der Heimarbeiter.

Die Einführung der Krankenversicherung für die Heim­arbeiter ist von dem preußischen Handelsminister in die Wege geleitet worden. Das Gesetz vom 30. Juni 1900 überläßt es dem Ermessen des Bundesrats, eine solche Versicherung durch Verordnuna ins Leben zu rufen. Auf Grund dieser Besttmmung wurde im preußischen Han­delsministerium ein Entwurf ausgearbeitet, der vor kurzem den preußischen Regierungspräsidenten zur Begutachtung vorgelegt wurde, und der den Beginn der genannten Ver­sicherung für den 1. Juli 1903 vorsieht. Er zeichnet ich vor anderen derartigen Entwürfen durch Einfachheit aus und läßt glücklicherweise keine Ausnahme zu, die so oft die gut gemeinte Absicht wieder illusorisch machen. In ünf Paragraphen sagt er alles, was in dieser Beziehung zu sagen ist. Der wesentliche Inhalt ist folgender:

Alle Hausgewerbetreibende, auch wenn sie die Roh- und Hilfsstosse selb,-st beschaffen, sind v er sich er - ungspflichtig, selbst dann, wenn sie vorübergehend ür eigene Rechnung arbeiten. An- und Abmeldung erfolgt durch benunmittelbaren2lrbeitgeber,biefürbie Einzahlung ber Beiträge und Eintrittsgelber haften, wenn ie auch nur als Zwischeupersvnen bie Beschäftigung ver- nittelt haben. In letzterem Falle werben auch bereu Auf­traggeber zur Haftung herangezogen. Die Beiträge für bie Hausgewerbetreibenben unb für bereu Hilfspersonen werben zu zwei Dritteln von jenen, zu einem Drittel von dem »unmittelbaren Arbeitgeber, ober, falls bieser eine Zwischenperson ist, von bem Auftraggeber be­zahlt. Bei vorübergehender Beschäftigung für eigene Rech­nung haben die Hausgewerbetreibenden die Eintrittsgelder und die vollen Beträge für sich unb für ihre Hilfsper,ouen zwei Drittel zu entrichten, währeub bas andere Drittel von den letzteren zu bezahlen ist.

Der schädlichen Ausdehnung in der Hausindustrie wird dieser Entwurf hoffentlich Einhalt tijuu. Es könnte noch mancher Zusatz gemacht werden, besonders nach der Richt­ung hin, manche Arbeit aus den fast unkontrollierbaren Wohnungen der Arbeiter zu verbannen; wir verhehlen uns aber nicht, daß das mit großer Schwierigkeit verbunden ist, weil die Lage der betreffenden Arbeiter oft sehr dürftig ist und darum bie größte Schonung erforbert. Wir sinb zunächst bamit zusrieben, baß bie Krankenversicherung für bie Hausgewerbetreibenden in den verschiedensten Teilen Deutschlands einheitlich geregelt werden soll unb daß man, unter Außerachtlassung der besonderen Regelung ein­zelner Erwerbszweige, auch dann allen Gebieten des Hausgewerbes die Wohlthaten ber Kranken­versicherung zugänglich macht, wenn Dorp übergehenb auf eigene Rechnung gearbeitet wird, weil das Bedürfnis allgemein als dringend an­erkannt werden muß. Auch hat man bei der Versicherungs­pflicht ganz richtig von ber Festlegung einer Lbergrenze ober einer Untergrenze völlig abgesehen. Wenn nur bis zu einer gewissen Höhe bes Arbeitsoerbienstes bie Ver­sicherungspflicht sich erstreckte, so könnten bie kleineren Hausgewerbetreibenben, die allein zum Beitritt der Ver­sicherung gezwungen sinb, von feiten ber Arbeitgeber, weil diese ein Drittel des Beitrags zu enttichten haben, zur Er­sparung derselben ü6ergangen und alle Arbeit denen zu- gewiesen werden, auf bie sich bie Verpflichtung zum Bei­tritt nicht erstteckt, unb es wäre so gut wie nichts erreicht, benn gerabe ben Bebürstigen würbe badurch immer mehr Arbeitsgelegenheit unb Verdienst entzogen und bie an sich schon große Not unb bas Elend würbe nicht gemübert, son­dern sogar noch verstärkt .

5. Die Bestäubung der Blüten und ihre Beziehung zur Fruchtbarkeit ber Obstbäume. Referent: Professor Reichelt.

6. Wünsche und Anträge aus der Versammlung.

Der Präsident: gez. Graf Oriola.

Aie Ankunft Louöets in AuhLund.

teilten die Tage von Dünttrchen, Compiegne unb Bethany )ie Fortsetzung ber historischen Thatsachen Dar, bie bestimmt inb, bie unerschütterliche Union zwischen ben beiben iro&en befreunbeten unb üerbünbeten Mächten zu be- räftigen, welche gefestigt ist, burch bie gegenseitige Sym­pathie ber beiden Völker- Die französisch-russische Allianz hat sich bereits erprobt zum Wohle ber Staaten, bie sie abschlossen- Sie bildet eine Macht, beren hohen Wert als Schirm bes allgemeinen Frie- bens bie Welt toürbigt- Sie ist ein wesentliches Element bes Gleichgewichtes nicht nur in Europa, sondern auch in den übrigen Teilen der Welt, die noch jüngst das Zu­sammenarbeiten bewiesen hat, das sich auf die Regelung der Verhältnisse auf dem asiatischen Kontinent erstreckte. Von seinem Einlaufe in die russischen Gewässer an r^ib in dem Maße, wie die bevorstehenden großen Tage hier verlaufen werden, wird der Präsident ber französischen Republik aufs Neue sich bavon überzeugen, wie tief bie Grunbsätze, welche ber Allianz als Basis bienen, in bas Bewußtsein bes russischen Vol­kes eingebrungen sind- Der französische Minister des Auswärtigen, Telcasss, welcher Loubet auf seiner Reise begleitet, hat Rußlanb bereits im letzten Jahre besucht. Er hat die Aufrichtigkeit der Sympathieen fest­stellen können, bie er in ben offiziellen russischen Kreisen genießt. Währeub ber vier Jahre, in beiten er bie aus­wärtige Polink Frankreichs leitet, hat er wirksam dazu jeigetragen, bas große Werk weiter auszubehnen, mit bem bie beiben Völker innig verknüpft sind.