Nr. 17
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Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Dienstag 31. Januar 1903
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General-Anzeiger ” **
v für den polit. u. allgem.
Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW
_______________________________ ** '*•' ’ *** zeigenleil: Hans Beck.
VolMsthe Tagesschau.
Die Höchstgrenze der laudwirtschafllichen Zolle.
Mit Bezug auf die neuliche Erklärung des Reichskanzlers wegen der landwirtschaftlichen Zölle schreiben die „Berl. Kol. Nachr":
„Die Erklärungen des Herrn Reichskanzlers und des Finanzministers lassen keinen Zweifel darüber, daß die Staatsregierung voll hinter ihren Vorschlägen über die Gestaltung der landwirtschaftlichen Zölle in dem neuen Zolltarife steht und zwar sowohl nach der Richtung, daß auch bei Verrragsverhandlungen niemals unter die von ihr vorgeschlagenen Minimalsätze zu gehen sein wird, als nach der anderen Richtung, daß ihre Vorschläge auch im wesentlichen die Höchstgrenze bilden, bis zu Der eine Ver- stärkuna des Zollschutzes als mit den Lebensbedingungen der anderen großen Erwerbszweige noch vereinbar angesehen werden kann. Diese Erklärungen werden zweifellos Versuchen vorbeugen, in der extremen agrarischen Presse und in Versammlungen dieser Art aufgestellte übertriebene Forderungen zu Vorschlägen im Reichstage zu verdichten; denn man wird sich nunmehr, soweit dies noch nicht der Fall gewesen sein sollte, bestimmt überzeugt haben, daß solche Vorschläge keinen praktischen Erfo^ haben können, daß sie vielmehr nur dazu dienen würden, die schutzzollnerische Mehrheit des Reichstages zu spalten und so die Geschäfte der Gegner zu besorgen."
Kolonialpost.
lleber die Besiedelung des deutfch-südwest- afrikanischen Schutzgebiets bringt die in Swcrkop- mund erscheinende „Deut sch-Sub Westaft. Ztg." einen längeren Artikel. Von besonderem Interesse ist darin die Behandlung der Frage der Bureneinwanderung, die durchaus freundlich angesehen wird. Das Blatt schreibt darüber: „Der Einfluß den der südafrikanische Krieg bis jetzt auf das Schutzgebiet ausgeübt hat, war kein ungünstiger. Er hat nicht nur Arbeiter ins Land geführt, sodaß der in dieser Hinsicht bisher stets vorhanden gewesene Mangel an umnchen Stellen behoben wurde, er hat auch schon eine Anzahl Farmer zur Niederlassung hier veranlaßt, meist solche, die <om.ßer der südafrikanischen Erfahrung nicht unbeträchtliche Mittet mitbrachten, also gerade Elemente, die geeignet fütb, die Entwickelung des Landes zu fördern. Die südafrikanischen Farmer sind durchweg von dem, was sie hier vorgefunden, in hohein Grade befriedigt. Sie finden das Land nicht nur besser als seinen Ruf, sie finden es als südafrikanisches Land absolut gut und ihrer bisherigen Heimat int allgemeinen durchaus ebenbürtig. Im Laufe des Krieges, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, wird wohl noch mancher Farmer aus Südafrika sich hier niederlassen, der durch die Verhältnisse gezioungen worden ist, )einer Heimat den Rücken zu wenden, und jetzt nicht wieder dorthin gelangen kann. Richtig aber und vollständig wird sich der Einfluß des Mieges auf das Schutzgebiet erst offenbaren, wenn die Kämpfe beendet sein werden, und nach deren Ausgang wird die Art dieses Einflusses sich richten. Sollten die Engländer die Ueberwindenden werden, so steht ein starker Zuzug wohl außer Frage. Die Absicht eines großen Treks, die, wie es heißt, schon bald nach der Einnahme von Prätoria durch die Engländer gefaßt worden sein soll, besagt genug. Die detitsche Regierung steht, soweit bekannt, der Zulassung von Buren ins Schutzgebiet nicht ablehnend gegenüber, sofern die Einwanderer gewisse Bedingungen erfüllen, die den Zweck haben, die neu Zugezogenen allmählich in dem
neuen Vaterlande aufgehen zu lassen und zu verhindern, daß ein Staat im Staate entsteht. Als wichtigstes und wirksamstes Mittel wird die Auflage der allgemeinen Militärpflicht für die Kinder der Ein wandernden dienen. Dadurch wird sich von selbst der Anschluß der jungen Generation an oas neue Vaterland vollziehen. Andere Maßregeln, namentlich auf dem Gebiete der schule und Sprach^, werden diese Entwickelung zu förderet Haven. Dann aber wird Die Zulassung von Buren nicht nur das Schutzgebiet nicht beeinträchtigen, seine Entwickelung vielmehr fördern, sondern auch dem Deutschtum im ganzen zu gute kommen."
Der HUichseisenbapngedanke.
Von Professor Bi er m er.
Fortsetzung.
Auf eine gesicherte, regelmäßige Tilgung der preußischen Staatsschulden weist aber auch, abgesehen hiervon, der Umstand hin, daß Preußen, nach den Matrikularumlagen berechnet, fünf Achtel der Schulden des Reichs zu tragen hat, b|?e| im allgemeinen nicht wie bie preußischen Staatsschulden durch werbendes Vermögen gedeckt sind und für deren Tilgung noch keine sichere Vorsorge getroffen ist.
Im einzelnen dies zu begründen, würde hier zu weit führen. Es genügt hier zu betonen, daß man zwar nach wie vor der Staatskasse für allgemeine Verwaltungszwecke arbiträr bemessene Summen aus den Eisenbahnüberschüssen beläßt, indessen erheblich weniger als bisher, von den Ueber- schüssen hinreichende Beträge für reichliche Amortisation der buchmäßigen Eisenbahnschuld zurückbehält und gleiche- zeitig einen getrennt verwalteten Spezialreservefonds ansammelt, der den Staatshaushalt vor den sonst unvermeidlichen Schwankungen schützt. DieseGrundsätze eines reformierten Fmanzgebahrens müßten in einem Garantiegesetz so festgelegt werden, daß die zufälligen ftammermajoritäten Die damit geschaffene Bindung nicht lösen können. Welche Wege es giebt, diese Bindung zu sichern, ist eine staatsrechtliche Frage. Die Befürchtung, daß unter dem starken Drucke des jeweiligen Finanzbedarfs ein solcher gesetzlicher Rahmen sich nur als eine papierne Schranke erweisen werde, ist allerdings nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein solches Grundgesetz muß sich erst als eiserner Bestand der StaatK- politik bei her Staatsregierung einleben. Bei gutem und energischem Willen ist es nicht ausgeschlossen, daß bad' Garantiegesetz gebührend beachtet wirb. Seine Wirkungen werben wohlthätig nach ber staatswirtschaftlichen unb der allgemein volkswirtschaftlichen Seite hin fein; staatswirtschaftlich insofern, als der Beitrag der Eisenbahnen zu den allgemeinen Staatsausgaben ein weniger schwankender wird; volkswirtschaftlich, als die Bewegungsfrecheit der Eisen- bahnverwaltung gegenüber der Vormundschaft, durch die Räte des Finanzministeriums gestärkt wird, der Antrieb zur lleinlichen Bureaukratie, einem kurzsichtigen Sparsystem und einem übertriebenen Fiskalismus geschwächt wird. Verständige Tarifreformen, eine weitblickende Vorsorge für die Betriebsmittel und für bie Verbesserung ber Verkehrseinrichtungen werden bann unter ber Herrschaft dieses Garantie-Gesetzes größere Aussicht auf Durchführung haben.
Hand in §anb geht dann vielleicht eine größere Popularität der preußischen Staatseisenbahnverwaltung, die jetzt als extrem bureaukratisch und knickerig trotz der vielgerühmten, verlängerten Giltigkeitsdauer der Retourbillets verschrien ist und die weit hinter derjenigen der Reichs- Post zurücksteht. —
Der zunehmende Fiskalismus der preußischen Eisenbahnverwaltung ist nicht bie letzte Ursache, weswegen bie allmächtige Staatseisenbahnverwaltung im größten Bunbes-
staat nicht bavor zurückgeschreckt ist, bie Eisenbahnen anberec Bunbesstaaten systematisch zu bebrängen. Der Hauptgrunb ist bas aber nicht. Die geographische Lage von Preußen ist aber eine solche, baß es auch ohne den gesunden Erwerbsi sinn seiner Staatsmänner geradezu unmöglich war, daß es seine Bahnen auf seine Landesgrenzen beschränkte. Schon im Jahre 1876 hat dies ein württembergischer Abgeordneter rechtzeitig erkannt und prophezeit, daß Preußen, sobald fein erster Plan gelungen sei, seine eigenen Bahnen zu verstaatlichen, auf den zweiten Plan naturnotwendig hinge- roiefen fei, alle weiteren Bahnlinien unter feinen Einfluß zu bekommen, die überhaupt in feine Verkehrszone fallen. Dieser zweite Plan mußte natürlich zunächst bei den zwischen- liegenden Ländern einsetzen, konnte aber auch nicht an der sächsischen Grenze und an der Mainlinie Halt machen.
Die Methode, mit der an der Spitze des preußischen Staatseisenbahnwesens stehende Staatsmänner bei der Ausdehnung der Machtsphäre ihres Ressorts arbeiten, ist überall dieselbe. Sie unterscheidet sich durch nichts, ob sie nun angewandt wird gegenüber preußischen Bahnen, die man £ur Unterwerfung zwingen will, ober gegenüber anßerpreu- sstschen Bahnen in solchen Bunbesstaaten, bie von preußischen Eisenbahnen eingeschlossen ober auf bereit Durchgangsverkehr angewiesen sinb. Ob die Mittel, die der allmächtige Konkurrent gerieben, geschäftsklug und mit Der berühmten preußischen Zähigkeit und mit einer starken Dosis von Rücksichtslosigkeit anwendet, sehr schön sind, ist eine andere Frage. Sie ähneln in auffallender Weise Den bekannten Praktiken unb Konkurrenzrnanövern kapitalmächtiger Kartelle gegenüber den außerhalb des Kartellverbandes stehenden Outsiders. Aber nach preußischem System hört auch in Geldsachen des Staats die Gemütlichkeit auf. Wenn man gerecht fein will, wird man anerkennen, daß diese preußischen Pläne, die politisch vielleicht sehr gefährlich sind, jedenfalls ber außerhalb Preußens überall vorhanbenen starken Ab-, netgung gegen die preußische Bureaukratie reichliche Nahrung zuführen, in einem Endziele gipfeln, das dem Berufe des' größten, mächtigsten und führenden Bundesstaates entspricht; dem. Berufe nämlich des wirtschaftspolitischen Zentralisators auf nationaler Grundlage.
Wie auf handelspolitischem Gebiete seinerzeit Separatverträge mit den benachbarten Mittelstaateü zum preußisch- deutschen Zollverein geführt haben, und innerhalb dieses preußisch-deutschen Zollvereins Preußen erst den Hegemoniestreit zwischen Preußen und der Habsburger Monarchie im Sinne einer reinlichen Scheidung bis zu dem eigentlichen deutschen Einignngswerke durchkämpfen konnte, so geschieht die Verkehrseinigung auch jetzt im Rahmen eines groß- gedachten Planes. Aus mehr oder minder losen Vereinigungen ber Eisenbahnverwaltungen auf freier vertragsmäßiger Grünblage entwickeln sich festere Verbände, ähnlich den Fusionen, auf Staatsverträgen beruhend, bie sogenannten „Betriebsßemeinschaften". Wer bie Geschichte des deutschen Zollverems studiert hat, der findet überraschende Analogien in der preußisch-deutschen Handelspolitik und in der preußisch-deutschen Zollpolitik. Derjenige Staat, in dessen größter Handelsstadt wir uns hier befinden, hat da wie dort die Hand zur ersten Vereinigung bieten müssen. Am 14. Februar 1828 kam der preußisch-hessische Zollverein zu stände, von hessischer Seite, weiß Gott, nicht freiwillig, sondern Dank ber geographischen unb politischen Lage bes Laubes als ein unabwendliches Zugestänbnis ihm abgerungen. Man nannte Den damaligen Vertrag eine „societas leonina", und, wie es ber Historiker Oncken in seiner heute besonders, lesenswerten Gießener Rektoratsrebe von 1878 schilberte, kamen bamals alle beutschen Regierungen in Aufruhr, und
Gießener Theaterverrin.
's Nnllerl.
Volksstück mit Gesang in 5 Aufzügen von Karl Morre.
Vom grünen Strand des Rheins zum Ufer der Lahn kam am Montag Herr Otto Beck, ein bei uns stets gern gesehener Gast, und brachte in seinem Gastspielkoffer eine steirische Antiquität mit, 's Nnllerl, ein derb gezimmertes," mit starken Effekten und groben Schcmdthaten nach bekanntem Schema arbeitendes Volksstück von einem hartherzigen Vater, dessen unschuldiger Tochter und ihrem guten Geiste, dem Null-Anerl ober „Nullerl". Karl Morre, weiland k. k. österr.-ungar. Kanzleioffizial, war's, der diese Rolle von dem Bauerneinleger, dem Aermsten unter den Armen mit dem goldenen Herzen und dem ftöhlichen Humor, geschaffen und um sie herum ein Stück geschrieben hat, das recht nebensächlich ist. Daß man in unfern Tagen Leute, die solche Stücke schreiben, nicht mehr besonders häufig findet, ist fein Unglück, bedauerlicher schon ist's, daß auch solche Rollen wie dieses Nullerl selten heute geschaffen werden. Die Possenschreiber und Volksstückfabrikanten hat eine ernsthafte Kritik in einer Zeit, die von deren läppischen Erzeugnissen tagtäglich neu überschwemmt wurde, mit Recht so lange als Prügelknaben behandelt, bis einer nach dem andern von ihnen die Feder aus der Hand legte. Das war eine Notwendigkeit, und dieser Kritik "verdankt unsere heickige Bühne ihr zunehmendes litterarisches Ansehen. Und wenn damit auch die Virtuosenleistungen vom Range eines Kean, eines Narziß und eines Nullerl, die ja keinen litterarischen Wert haben, immerhin aber doch geschickteren Bühnenvirtuosen Gelegenheit geben zu interessanten darstellerischen Experimenten, auf den in erster Linie doch die Welt bedeutenden Brettern immer seltener werden, so wird man auch das mit der Zeit verschmerzen lernen.
's Nullerl gehört zu den beliebtesten Figuren Felix Schweighofers, und auch Dr. Max Pohl ist früher mit ihm auf Gastspielreisen gegangen. Jetzt scheint Herr Beck aus Köln diese beiden leuchtenden deutschen Bühnensterne als deutsches Allerwelts-Nullerl ablösen zu wollen. Nun, vorläufig bietet er noch etwas besseres, als eine reine Virtuosenleistung. Vorläufig ist sein Nullerl noch echt und urwüchsig, von natürlicher Ursprünglichkeit; aber die Rolle ist allzu verführerisch und das Gastspielreisen noch mehr. Das merkt man recht sehr z. B. bei Büller, dessen „Dr. Wespe", dessen „©triefe", dessen „Herr Senator" so arg auf den Effekt herausgearbeitek sind, daß er ganz etwas anderes giebt als die Autoren, daß er ohne jede Rücksicht auf das Ensemble spielt; immer neu Ertüfteltes hat sich allmählich an die ursprüngliche Rolle ankristallisiert. Büller freilich ist nur Reisekomödiant — sein Wehrhahn im „Biberpelz" ist allerdings eine, leider aber seine einzigste Kunstleistung — Beck dagegen ist Mitglied eines hochangesehenen deutschen Theaters, und darum liegt für ihn die Gefahr, ins künstelnde Virtuosentum zu verfallen, nicht gar so nahe; nur muß er sich vor jedem künstlerischen „Nullerl" hüten. Heute ist ihm noch ohne weiteres zuzugeben, daß seine Darstellung der Morre'schen Figur eine abstoßende und unerquickliche Wirkung vieler Szenen des verstaubten Volksstückes wesentlich mildert. Er bot uns gestern als Bauem- philosoph unfraglich eine Glanzleistung echter schauspielerischer Kunst, ein Mosaik feiner CharakterPerungskunst, die auf scharfer Beobachtung des wirklichen Lebens beruht, das sie möglichst getreu wiederzuspiegeln sich bemüht. Ein kunstvoller Menschenaufbau, der nur leider durch die falschen Sentimentalitäten in den melodramatischen Szenen des Stückes ein wenig erkaltet und erkältet, während er dafür andererseits in echten Empfindungsmomenten packt und ergreift. Betrachten wir Äußerlichkeiten, so freuen wir uns, daß Herr Beck nicht, nach Virtuosenart, ins Publikum spielt und nicht ins Parkett spricht.
Sein Couplet vom Narrenhaus ist aber doch schon nichts mehr und nichts weniger als ein brillantes Effekt stück; die Natur, das Zündende ist hier schon etwas übertüncht, anspruchsloser und einfacher würde es frischer, unmittelbarer wirken. Dem Publikum gefiel das Liedchen ganz besonders gut, denn es überschüttete den Sänger mit Beifall.
Den starrköpfigen Vater Ouarzhirn spielte Herr Ramse'yer recht wirksam; ec hat von dem tnorrigen Wesen des Bergbewohners sehr viel im eigenen Wesen und zudem ein stattliches Maß von darstellerischer Kraft. Die trotzige Bauern- tochter, die den Charakter des Vaters geerbt hat, ein energisches, kerniges Naturkind, hatte Frl. Feige zu geben. Was sie gab, war, ihrer Individualität entsprechend, ein anmutiges, liebes Kind von weichem, warmem Herzen. Hübsche Komik gab Herr Zoder als der Knecht Stoffel, den der Vorwurf der Dummheit so tief kränkt und der die ganze Stufenleiter vom Gefühl größten Aergers zu ausgelassener Freude mit elektrischer Geschwindigkeit durchmißt. Zu erwähnen sind dann eigentlich nur noch die Episodensiguren der Frau Kruse als weibliches Gegenstück zum Nullerl, der an den seligen Bürgermeister Ramspeck erinnernde Gemeindediener des Herrn Woisch und die Leidensgefährten des Null-Anerl, der Kraller-Hias des Herrn Hertzog, der den Aufenthalt im Zuchthaus noch immer der Verpflegung durch die hartherzigen Bauern vorzieht, und der Jammerer-Hans des Herrn Feist, der alljährlich zur Weihnachtszeit das Spital aufsucht. Die Uebrigen, Damen und Herren, waren mehr ober minder Salontyroler, die auf jedem Maskenballe Eroberungen machen könnten. Recht gut gelang Frl. Ungar das Spinnstubenlied. Die Regie führte wieder Herr Gerl ach, der auch einen Knecht charakteristisch darstellte.
Der Dialekt brachte natürlich wieder sonderbare Ungleichheiten. Es ist überhaupt eine heikle Sache mit dem Dialekt auf der Bühne; er stellt ganz unerhörte Anforderungen.


