Ausgabe 
20.12.1902 Drittes Blatt
 
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Lahtn, dass Versetzte WM Bezug einer Urrfallrente üt Hrem eigenen Interesse gar nicht kommen.

Tie Zahl der in 1901 eingelaufenen Unfallaatteiaen beträgt 2040, darunter 1829 landwirtschaftliche und 211 forstwirtschaftliche. Von Unfällen wurden betroffen 857 männliche, 285 weibliche und 2 männliche Personen unter 16 Jahren. Für diese 1144 Personen wurden im Jahre 1901 erstmalige Entschädigungen festgestellt. Ueber die an­deren Fälle stehen die Entscheidungen noch auS. Ver­anlaßt sind die UElle durch Sprengstoffe (2), feuergefähr­liche oder ätzende Stoffe (2), bewegte Maschinenteile (47), Handwerkszeug, wie Hämmer, Texte, Spaten rc. (106), Zu­sammensturz, Einsturz, Her ab fallen von Gegenständen rc. (68), Herunterfallen von Bäumen, Böden, Leitern, Treppen, Fallen in Vertiefungen, Bassinö rc. (281), durch Fuhrwerke, Karren, Pffüge rc. (235), Auf- und Abladen, Heben, Tragen rc. (145), Stoß, Schlag, Biß durch Tiere, Unfälle beim Reiten (142), Einstige Ursuchen (116). Tie Zahl der entschädigungsberechtigten Hinterbliebenen der Ge­töteten beträgt 85, nämlich 32 Witwen, 51 Kinder, 2 Ascen- denten. In den Erntemonaten Juli, August, September, Oktober steigern sich die Unfälle. Die Aufregung bei Ein­bringung der Ernte ist größer, die Arbeitszeit länger, bei körperlicher Erschlaffung und bei der Hast und Aufregung in der Erntezeit wird manche sonst geübte Vorsicht an­scheinend außer Acht gelassen. Wie schon oben angegeben, wurden bei Erwerbsunfähigkeit, bei Todesfällen, bei Unter­bringung von Verletzten im Krankenhause im ganzen auK- gegeben 505174 Mk. Bei der Genoffenschaft sind im Jahre 1901 29914 Schri stsachen ein gelaufen, das sind dar Jahr zu 300 Arbeitstagen gerechnet pro Tag rund 100 Schrift­stücke, im Jahre 1889, dem ersten Jahr der Thätigkeit der Berufsgenoffenschaft kamen auf den Geschäftstag 51/2 Schrift­stücke. Tn Porto kosten mußten im Jahre 1901 ausgegeben werden rund 6000 Mk. In 1889 wurden an Unfallentschädi- aungen ausbezahlt 3981 Mk. 1890 : 24 541 Mk., 1900: 493 720 Mk. Im Jahre 1889 wurden an Umlagen erhoben auf eine Mark Grundsteuerkapital ein Pfennig, 1901: 4,556 Pfg. Bisher mußte alljährlich ein erheblicher Betrag zur

Warnung vor Fälschung

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»V vtlül gemischt, sondern

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Haematogen echt.

Ansammlung eines Reservefonds zprückgelegt werden. Ta dieser jetzt die gesetzmäßige Höbe das Doppelte deß JahresoeoarfS, also rund ly< Million Mark, erreicht hat, so ist der fernere Beitrag zum Reservefonds nicht mehr nötig, und die Zinsen mit rund 50000 Mk. können zu laufenden Ausgaben mit verwendet werden. Wenn wir auch noch nicht aus dem sogen. Bebarrungspunkt, d. h. da an­gekommen sind, wo sich die Umlagen nicht mehr steigern werden, fo wird eine wesentliche Steigerung der Umlagen nicht mehr stattfinden. Der Reservefonds ist vollständig, die Zinsen auS demselben mit 50000 Mk. können zu den laufenden Ausgaben mit verwendet werden, durch die Ein­richtungen zur Verbefferung deS Heilverfahrens wird es in der Folge weniger Rentenempfänger geben. Ter Be­harrungszustand, die Zeit, in der die Umlagen nicht mehr steigern können, tritt etwa ein im Jahre 1914. In dieser Zeit etwa haben die Rentenemvfänger aus den achtziger und neunziger Jahren zum erheblichen Teil wenigstens ein Alter erreicht, in dem sie nach menschlicher Voraussicht das Zeitliche segnen. In dem Maße etwa, in dem die alten Rentenempfänger sterben, kommen jüngere Rentenempfänger hinzu. EL ftndet also ein Ausgleich statt, die Ausgaben für Renten können nicht mehr steigen, die Umlagen bleiben auf gleicher Höhe, der Beharrungszustand ist eingetreten.

Bisher versah die Stelle des Vorsitzenden des Genossen - schaftsvorstandes ein Verwaltungsbeamter im Nebenamte. Hierzu hatte selbstredend die Regierung ihre Genehmigung gegeben. Ein zweiter ständiger Beamter ein ünaerer Verwaltungsbeamter war dem Vorsitzenden erforderlichen Falles als Vertreter beigegeben. Tie immer mehr steigende Arbeitslast machte die Anstellung eines Vorsitzenden im

Hauptamte erforderlich Ter bisherige Vorsitzende Herr Re- gierungsrat Rach scheidet mit Pension aus dem Staat», dienste aus und übernimmt die Stellung eines Vorsitzenden des GenossenschaftsvvrstandeS nunmehr im Hauptamte Tie Genoffenschaftsversammlung beschloß einstimmig in diesem Sinne und genehmigte die notwendigen und verhältnismäßia unbedeutenden Mittel über den bisherigen Bedarf hinauf Weiter beschloß die Genossenschaftsversammlung, sich ständige Geschäftsräume zu sichern durch Ankauf eines Hauses in Darmstadt. Die Zeitverhältnisse sind einem solchen Bestreben eben günstig, der Betrag von 6090000 Mark kann dem Reservefonds entnommen werden, der zum er­heblichen Teil nur zlu 3 pCt. angelegt ist. So erscheint da» zum Hauskaufe notwendige Geld mich gut angelegt, ab­gesehen davon, daß das Mieten von Geschäftsräumen auf Die Tauer teuer und nicht immer durchführbar ist.

Vorstand der Genoffenschaftsversammlung und je ein ge­wähltes Mitglied aus den drei Provinzen de? Lande- ftnb bevollmächtigt, wenn sich Gelegenheit bietet, ein Hau- ai kaufen.

Tie Mitglieder der Genossenschaftsversammlung schienen von dem Bericht und von dem für 1903 vorgeleaten anschlag durchaus befriedigt und zu besonderen Beanstan­dungen gaben die Vorlagen und Berichte keine Veranlassung.

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DieirStaa den 7. Juli 1903, vormittags 9 Uhr, lm Gerüchtsgebäude des unterzeichneten Gerichts.

Gießen, den 15. Dezember 1902.

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Klage-Abweisung der SINGER Co. In Sachen der Nähmaschlnen-Stlckerel-Rekäame

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Die amerikanische Nähmaschinen-Gesellschaft Singer Co. ist gegen Mitglieder unseres Vereins klagbar vorgegangen, welche die amerikanische Stickerei - Reklame als unlauter bezeichnet haben. Die Klage der Singer Co. wurde jedoch vom Gericht in allen Instanzen abgewiesen und in der Begründung die erwähnte Kennzeich­nung als durchaus zutreffend anerkannt.

Der unterzeichnete Verein richtet daher an das Publikum die Bitte, sich durch die Stickerei- Reklame der Singer Co. nicht zum Ankauf aus­ländischer Nähmaschinen bestimmen zu lassen, zu­mal jede Familien-Vihmaschine neuester Ausführung, ob deutschen oder fremden Ursprungs, sich zum Sticken eignet. Die Kunst des Stickens hängt einzig und allein von der Fähigkeit der Stickerin und von der Uebung ab.

Man bevorzuge deshalb die deutschen Erzeugnisse, und empfiehlt der unterzeichnete Verein für den Ankauf bewährter Fabrikate:

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Aufgebot. 1

TaS Aufgebvtsverfahren zum Zwecke der Todeserklär­ung ist bezüglich der nachstehend verzeichneten, angeblich' verschollenen Personen beantragt worden:

L Konrad Müller von Lang-Göns, Sohn der verstor­benen Wilhelm Müller Eheleute daselbst, geboren am 28. Mai 1829, ist vor mehr als 15 Jahren nach Amerika ausgewandert und seit mindestens 10 Jahren verschollen. Sein durch den gerichtlich, bestellten Pfleger verwaltetes Vermögen beträgt 43 Mk. 22 Pfg. Antragsteller: Konrad Wilhelm Bopf in Lana-Göns.

2. Elisabethe Muhl von Treis a. Lda., geb. 13. Jüni 1828, nach Amerika ausgewandert vor etwa 45 Jahren. Tas Vermögen beträgt 86.05 Mk. Antragsteller: Joh. Phil. Muhl von Dreis a. Lda., Pffeger.

8. Christoph Becker von Mainzlar, Sohn der verstorbenen Christ. Becker Eheleute, geb. 21. Juli 1830 ist im Alter von etwa 25 Jahren nach England ausgewandert und seitdem verschollen. Sein gerichtlich verwaltetes Ver­mögen betragt 152.97 Mk. Antragsteller: Georg Becker von Wieseck.

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4. Kvtharine Keßler, Tochter der verstorbenen Jakob Keßler Eheleute von Reiskirchen, geboren am 6. No­vember 1832, ist in den 1850er Iahten nach Amerika ausgewandert und seit dieser Zeit verschollen. Das von dem Pffeger Philipp Tebus ITT. in Reiskirchen ver­waltete Vermögen beträgt 38.96 Mk. Antragsteller: Wilhelm Mittne Eheleute in Oppenheim.

Georg Melchior Schäfer von Steinberg, geb'. 9. Juli 1841, Sohn der verstorbenen Heinrich Schäfer Eheleute, ausgewandert nach Amerika 1865, seitdem verschollen. Antragsteller: die Schwester des Schäfer, die Heinriche Harnisch Ehefrau vvn Steinberg.

Kvrl Krämer von Gießen, Sohn des verstorbenen UniversitätspHellen Karl Daniel Krämer und deffen Eheftau, Anna Elffabethc, geb. Lotz, geboren am 28. September 1830, ausgew ändert in den 1810er Jahren nach Amerika und seitdem verschollen. Antragsteller: Polizei-Assessor K'rämer in Darmstadt.

Susanne Marie Georgette Katharine Teier von Gießen, Tochter der Heinrich Konrad Derer Eheleute, geb. am 20. September 1817, ausgewandert vor langen Jabren nach Amerika und seitdem verschollen. Antrag­steller: Emil Fischbach in Gießen, Pffeger.

Willi Frank von Gießen, Sohn des verstorbenen Schirmfabrikanten Georg Wilhelm Frank und der Pau­line, geb. Nachtigall, geboren am 8. Mai 1863. Antrag­steller : Rechtsanwalt Hoffmann in Brieg, Pffeger.

Georg Franz von Gießen, Sohn der verstorbenen Ehe­leute Peter Christian Franz und J'ohannette Wilhel-- nnne, geb. d'Amour, geboren am 15. JVrmrar 1838, aus­gewandert etwa 1854 nach Amerika und seitdem ver­schollen. Antragsteller: Louis Althoff in Gießen. Es werden aufgefordert:

die oben bezeichneten Verschollenen, sich spätestens im Aufgebotstermine zu melden, andernfalls die Todes­erklärung erfolgen wird, alle, welche Auskunft über Leben und Tr>d der Ver­schollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aus­gebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen, alle, welche Erbansprüche an den etwaigen Nachlaß obiger Personen bilden zu können glauben, solche bis zum Aufgebotstermine anzumelden und zu begründen widrigenfalls sie, soweit gesetzlich zulässig,' bei der Erbverteilung nicht berücksichtigt werden.

Aufgebotstermin mirb anb^r inmt auf

Auskunft erstelim

Red Star Linie in Antwerpen, Carl Retter imKaufhaus |et Sonne" in Gießen,

H. Klippstein in Langsdorf.

und