Nr. 299
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Drittes Blatt.
152t Jahrgang
Samstag 20. Dezember 19058
GietzenerAnzeiger
** General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Die Genofferrschafts-Versarumlrrrrg
der lattb- und forftwirtschaftl. Bernfsgenoffeuschaft für das Großherzogtum Hefte«
fand am 16. Dezember in Darmstadt im Bahnhofshotel statt. Tie Versammlung war aus allen Provinzen deS Landes gut besucht, einige wenige Mitglieder fehlten entschuldigt. Da die Bewirtschafter landwirtschaftlicher Grundstücke rmt jedem Jahre stärker herangezogen wurden zu den Beiträgen zu dieser Unfallversicherung der landwirtschaftlichen Betriebsleiter und ihrer Arbeiter und da jene die Beiträge allein zu leisten haben, so wächst auch das Interesse der Bewirtschafter land- und fvrtstwirtschaftlich benutzter Grundstücke an der vostspieligen, aber segensreich wirkenden Einrichtung immer mehr. Mit Rücksicht hierauf folgt der nachstehende Bericht, der nicht vollständig ist, aber alle Punkte berücksichtigt, die das besondere Interesse der Genossenschaften in Anspruch nehmen müssen.
Auf der Tagesordnung stand zunächst Vorlage der Rechnung für 1901. Als Einnahme ist ein Betrag von rund 122000 Mk., der als Kassenvorrat aus einem ins andere Jahr regelmäßig vorhanoen ist, um die laufenden Ausgaben besonders an die Rentenempfänger zu decken, die nicht warten können, bis die erhobenen Unilagen die
Kassen wieder füllen. Die Umlage für 1901 betrug in runder Zahl, die im weiteren Bericht immer gelten soll,
626,500 Mk., dazu kommen Kapitalzinsen aus dem Reservefonds und aus dem verzinslich angelegten Kassenvorrat mit rund 45 000 Mk., zusammen eine Einnahme von rund 890000 Mk.
Bon diesen Einnahmen wurden an Beschädigte aus- b^ahlt wegen Erwerbsunfähigkeit, wegen Todesfällen (Witwen, Kinder, Ascendenten), Unterbringung im Krankenhause 505 000 Mk.
Zwischen dieser Entschädigung an Beschädigte rc. und den Gesamteinnahmen liegt eine Differenz von 285 000 Mk. Diese Summe hat man nicht selten leichthin von denen, die die ganze Einrichtung ungünstig beurteilten, „Verwal- tungskosten" genannt und gesagt, die Einrichtung tauge nichts, da diese sogen. lVerwaltungskosten mehr als die Hälfte der wirklich hinausgezahlten Entschädigungen betrügen. Im folgenden soll ziemlich ausführlich, genügend zum allgemeinen Verständnis, dargethan werden, aus
welchen Ausgaben sich die Summe von 285 000 Mk. zusammensetzt, die man unrichtigerweise Verwaltungskosten nennt. — Es kommen da in den Ausgaben nach der eigentlichen Entschädigungssumme von 505000 Mk, die Kasten der Unfalluntersuchungen und Feststellung der
Entschädigung an:
a. Reisekosten und Tagegeldern der Vertrauensmänner 5 400.— Mk.
b. Reisekosten der Verletzten ß 300.— „
e. Honorar der Aerzte ..... 19 200.— „
d. Kosten der Rentenreoisionen . . . 2 200.— „
e. Verschiedenes ........ .60.— „
33 180.— Mk.
Schiedsgerichtskosten 14100.— Mk.
Kosten de« LandeSversicherungS-
a m t e S (letzte Instanz)........ 100.— ,
Unfallverhütungskosten:
Kosten der Fürsorge innerhalb der ersten
13 Wochen nach dem Unfall ... 8100.— ,
Verwaltungskosten:
Reisekosten und Tagegelder der
Mitglieder des Genossenschafts-
Vorstandes und der Ausschüsse 700 Mk.
Zu übertragen 700 Mk. 50 480.— Mk.
Ueb ertrag Reisekosten und Tagegelder der Delegierten zur Genossenschafts- Versammlung ......
deSgl. für Beamte Geyälter und Remunerationen der Beamten und Bediensteten, Vergütung für Dchreibhilfe . Entschädigung für die Fortführung der Kataster, Aufstellung der Heberollen, Ausschlag und Steuerzettel . . . Verschiedenes
700 Mk.
400 ,
800 ,
19 000 ,
10 500 „
400„
Lokalmiete, Heizung, Beleuchtung, Reinigung, Schreibmaterialien, Drucksachen rc., Instand- halren des Inventars Portokosten, Botenlöhne, Telegramme . . Zinsen und sonstiger Vermaltungsauf- wand (hierin stecken 3 Proz. Hebegebühren für die Gemeindeempfänger, die die Umlage pro 1901 im Betrage oon 626 500 Mk. zu erheben hatten)..........
50480— Mk.
31 800.- Mk.
2100.— ,
3 800.— w
5 900.— ,
20100.- „
Verwaltungskosten zusammen 63 200.— „
Auszulethende Kapitalien zur Ansammlung eines Reservefonds . 148 900.— ,
Die Ausgaben setzen sich also zusammen aus rund
für Entschädigungen an Verletzte :c. . . 505 000.— Mk.
Unfalluntersuchungen und Festsetzungen der Entschädigungen, Honorare an
Aerzte rc............ 33180.— „
Schiedsgerichtskosten und Landesversiche- runqsamt . . . . 14 200.— u
Unfastvcrhütungskosten 3100.— „
Verwaltungskosten, für die einzelnen Positionen........ 63 200.— „
In den Reservefonds wurden abgeführt (derselbe mnß die doppelte Hohe der Gcsamt- anlage erreichen und hat sie in diesem Jahre erreicht)....... . . 148 900.— „
Die wirklichen Ausgaben betragen .... 768 496.65 Mk.
Die Hauptfumme aller Einnahmen beträgt
‘ 890 988.67 Mk.
Die Ausgaben ; . . . . 768 496.65 „
mithin bleibt Kassenrest 122 492.02 Mk.
Aus dieser Zusammenstellung kann sich der Beteiligte ein Bild machen, wo das viele Geld, das alljährlich für die land- und fortstwirtschaftliche Unfallberufsgenossenschaft erhoben wird, bleibt. An der Hand des Jahresberichtes soll nun weiter der ganze Berwaltungsapparat in seinen wichtigsten Teilen gezeigt und so der Interessent in die Lage gebracht werden, die Verhältnisse zu prüfen. Kommt er dadurch in die Lage, dem Vorstände gute Ratschläge zu geben, so werden diese sehr willkommen. sein und auf ihre Durchführbarkeit geprüft werden. Es tonnen zweifellos Ersparnisse gemacht werden, so wird man bei oberftächlicher Prüfung nichts sagen tonnen. Wenn nur die Sparsamkeit nicht gerade bei dieser Organisation so leicht und so folgenschwer sich rächte und sich so in das Gegenteil verkehrte!
Unter den Mitteilungen des Verwaltungsberichtes interessiert zunächst, daß die frühere Bestimmung, nach, welcher Familienangebörige unter 14 Jahren, welche im Betriebe des Familienhauptes beschäftigt werden, von der Versicherung ausgeschlossen waren, in Wegfall kommt. Es sin>d sonach jetzt alle im Betriebe des Familienhauptes' beschäftigten Familienangehörigen ohne Rücksicht auf das Lebensalter gegen Betriebsunfälle versichert, also auch schulpflichtige Kinder. — Land- und forstliche Nebenbetriebe sind nach dem Genossenschastsstatut, welches
am 1. Jan. 1902 in Kraft getreten ist, nunmehr bei der kand- und forstwirtschaftliches Berufsgenossenschaft zu versichern. Als solch« Nebenbetriebe sind anzusehen: Unternehmungen, welche der Unternehmer eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs neben seiner Landwirtschaft, aber in wirtschaftlicher Ab- hängigteit von derselben betreibt, insbesondere solche, welche ausschließliche oder vorzugsweise bestimmt sind:
1. Zur weiteren Bearbeitung oder Verarbeitung von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft des Unternehmers,
2. oder zur Befriedigung von Bedürfnissen seiner Land- und Forstwirtschaft,
3. oder zur Gewinnung oder Verarbeitung von Boden* bestandteilen seines Grundstückes.
Hierbei kommen namentlich folgende Betriebe in Betracht : Lohnfuhrwerksbetriebe, Steinbrüche unb Gräbereien- Torsgewinnungsbetriebe, Ziegeleien, Oel- und Mahlmühlen, Schneidmühlen und Holzbearbeitungsbetriebe, Betriebe der Nahrungsmittelindustrie, Brauereien, Brennereien und' Kellereien, ferner Tampfdreschmasckinenbetriebe (genossenschaftliche und private) — wenn die Benutzung der Maschine im eigenen landwirtschaftlichen Betriebe, den Lohndrusch! nach der Zahl der Benutzungsstunden übersteigt —, sowie Feldbahnbetriebe ic., bie im Anschluß an größere Guts- wirtschasten jedoch nicht ausschließlich für die Landwirtschaft betrieben werden. — Nach § 29 dieses Statuts sind für land- und forstwirtschaftliche Nebenbetriebe von den Unternehmern zur Deckung der Unfallgefcchr Zuschläge zu den Beiträgen zu entrichten. Zum Zwecke der Berechnung der Zuschläge haben die Betriebsunterneh'mer die Nebenbetriebe unter Angabe der Zahl der in denselben geleisteten Arbeite-' tage (einschließlich derjenigen des Betriebsu.nternehmers mtb seiner Familienangehörigen) binnen zwei Wochen nach ihrer Eröffnung beim Genossenschaftsvorstand anzumelden. Ta diese Anmeldung nur in ganz vereinzelten Fällen erfolgt ist, so fiat sich der Genossenschaftsvorstand veranlaßt gesehen, die Nebenbetriebe, so weit als möglich, von Amtswegen zu ermitteln.
Einem lang ersehnten Bedürfnis ist durch das neue- Statut achgchol'fen: Die durch Landesgesetz auf alle Betrieb sunternehm er airsgedehnte Versicherung umfaßt auch die mit ihrer Land- und Forstwirtschaft in Zusammenhang stehenden hauswirtschaftlichen Verrichtungen, falls die Unternehmer hauptsächlich in ihrer Land- und Forstwirtschaft beschäftigt ftnd. Tie Versicherung erstreckt sich in demselben Umfange auch auf die Ehesrauen der Unternehmer. — Ein Berpflegungs- heim, welches im Anschluß an das mechano-therapeutische Institut des Dr. Soffen errichtet wurde, ist fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben. Mit Rücksicht darauf, daß die Anstalt in erster Linie der sozialen Fürsorge für Unfallverletzte gewidmet ist, haben Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog zu genehmigen geruht, daß dieselbe den Namnr „Emst-Ludwigs-Heilanstalt" führt. Tie Land- und forstwirtschaftliche UnfallberufSgeno-ffenschast nimmt sich des durch einen Unfall Betroffenen nicht erst nach Ablauf von 13 Wochen an — während dieser ersten 13 Wochen nach dem Unfall fällt dem Gesetz die Fürsorge für den Betroffenen allein der Krankenkasse zur Last —, sondern sie überwerst unter Aufwendung besonderer Mittel den Unfallverletzten: der Behandlung von Spezialärzten und erreicht damit eine gründlichere und raschere Heilung der Verletzten, sodaß nicht selten der Betroffene nach Ablauf der 13 Wochen als vollständig geheilt entlassen werden kann. Diese scheinbar über-, eifrige kostspielige Fürsorge der Berufsgenossenschaft führt
Maudereim aus der Kaiserstadt.
(Nachdruck verboten.)
Die enttäuschten Kürschner. — Pelzmoden von heute. — Neue Franentrachten. — Eine Foyer-Szene.
So lahm die meisten Gewerbe in diesem frühen und streng einsetzenden Winter lagen: den Kürschnern hing der Himmel voller Geigen! Tenn ihr Geschäft ist ein anderes, wie das der Kohlenhändler, die im März und April noch ebenso flotten Absatz erzielen, wenn das Quecksilber nur immer brav unter dftrll bleibt! Ter Kürschner hat nichts von der Frühjahrskälte; ihm nützt nur der vorweihnachtliche Frost, der aber ausdauern muß bis zum ersten Festtag! Und diesmal hatte es sich so hoffnungsvoll für sie gestaltet, die schon seit einer ganzen Reche von Jahren auf einen „vernünftigen" Winter gewartet haben- bis tief in die Nacht hinein hatten sie zu schaffen und immer neue Aufträge kamen hinzu. Da wird auf einmal - zehn Tage vor Weihnachten - das geduckte Quecksilber wieder übermütig und klettert und klettert, daß den armen Pelzhändlern das Herz immer tiefer sinkt! So manch fesche Berlinerin, die schon heftig mit einem Chinchillakragen für 150 Mark geliebäugelt und den zähen Gatten durch das Feuer ihrer Beredsamkeit bemahc mürbe gemacht hatte, entscheidet sich nach diesem Wetterumschlag nun doch noch für die Sezesstons-serden-Robe, die fte bei Herzog oder Michels gesehn!
Tie Pelzmode ist übrigens wieder auf dem Wege, massig zu werden. Die zierliche Boa mit dem falschen Marder- oder Fuchskopf ist vorüber; die chike Dame tragt einen Pelzschmnck um den Hals, der an die Stola der katholischen Geistlichen erinnert, nur dast er ev. noch länger und breiter erscheint. Auch der Muss fangt an, sich den Dimensionen einer Landsknechts-Trommel zu nähern, obgleich die Riesenexemplare sich nur erst vereinzelt und riemlich schüchtern hervorwagen. Das beliebteste Fell ist,
abgesehen v-m Zobel und Silberfuchs, die kaum zu be-
zahlen sind, Skunk, Chinchilla, Nerz, und vor allen Dingen Feh-Feh, das noch vor kurzem nur als Futterpelz Verwendung fand, ist plötzlich vornehm geworden, wie ein Flickschuster, der das große Los gewonnen hat. Und das ist so schnell gekommen, daß mancher Händler noch nicht einmal den Stammbaum des jungen Edelmannes kennt. Wenigstens habe ich erst an dritter Stelle erfahren können, daß „Feh" gleichfalls ein geborener Sibirier aus einer nun plötzlich ft eiherrlich gewordenen Seitenlinie unserer Eichkätzchen ist! Wie lange sich das perlgraue Pelzwerk auf seiner bevorzugten Position halten wird, ist freilich sehr ftaglich und Hausfrauen, die einen Pelzschmuck nicht für eine Saison, sondern ffir ein Jahrzehnt kaufen, thun gut, sich an die alten anerkannten Sorten zu halten.
Eine Mode, die von den Aerzten und allen, die für gesundheitlich richtige Kleidung eintreten, mit Freuden begrüßt worden ist, das sogenannte Reformkleid", das der lungenverkrüppelnden Wespentaille ein Ende machen soll, bürgert sich nur sehr schwer und langsam ein. Wohl arrangieren die Verfechterinnen der neuen Tracht Ausstellungen mit wirklich geschmackvollen und den Beifall aller Besucher findenden Mustern; es werden auch Feste arrangiert, auf denen es, wie für uns Männer der Frackzwang, einen Reformkleid-Zwang giebt; schlanke Gestalten machen überdies den Versuch, das neue Kleid als Straßentoilette zu tragen: aber das liebe Publikum, heimlich geleitet von den Mzudicken, denen die taillenlose Linienführung sehr unvorteilhaft erscheint, sträubt sich noch immer; und spöttisches Anglotzen wechselt mit taktlosen, oft ftechen Bemerkungen, in flotter Reihenfolge ab. So wird die Promenade in dem endlich au st auch en den „Ver- nunftlittel", wie ein Humorist das Kleid getauft hat, zu einem richtigen kleinen Spießrutenlaufen durch die Berliner Spießbürgerspieße!
Eine sehr fomifdie Szene erlebte ich unlängst im Foyer eines großen Berliner Theaters während der Pause. Drei ziemlich aut genährte und noch besser geschnürte Berlinerünren, die entschisden mit dem 40. Jahre schwer
leberkrank werden, spazierten hinter einer schlanken Schönheit, die in einer geradezu entzückenden Reformtracht von helMauer Seide, mit Ersme-Spitzen garniert, ihren Rund gang machte. Natürlich ließen die drei ihren spitzen Zungen gehörig freien Lauf, ohne indessen ihr Opfer, das wohl in vornehmen Künstler kreisen heimisch sein mochte, irgendwie aus der Fassung zu bringen. Die drei Grazien waren über ihren negativen Erfolg offenbar sehr aufgebracht und griffen alsbald zu einer anderen Taktik. Bei einer Wendung, pflanzten sie sich alle drei vor der schönen Frau auf; musterten sie von oben bis unten und lachten dabei ungeniert laut. Ich habe nie unverschämtere Blicke gesehen. Und sie erretten denn diesmal auch ein besseres Resultat. Die Dame trat nämlich lächelnd auf das Kleeblatt zu und sagte: „Wenn Sie mich von dieser Seite genügend bewundert haben, meine Tarnen, so bin ich gern bereit, eine halbe oder ganz Wendung vorzunehmen. Sie brauchen nur zu wünschen. Es geniert mich nicht im Geringsten. Sollten Sie jedoch durch einen unglücklichen Zufall mal an die Unrechte geraten, und für Ihr übernaives Benehmen eine Reine Quittung hinter die Ohren bekommen, so denken Sie fteundlichst an diese Viertelstunde, und sagen Sie sich, daß Sie eine solche Abfertigung eigentlich schon damals reichlich verdient hatten" Und lächelnd, wie sie begonnen, machte sie eine leichte, graziöse Verbeugung vor den wirllich sprachlos gewor- denei:, wie die Päonien glühenden Klatschbasen, die sich plötzlich selbst zum Gffpött des Publikums geworden sahen, und schwebte davon.
So viele Pudel ich auch schon in meinem Leben begossen habe davonschleichen sehen, so lläglich war das Bild nie, wie es die Drei abgaben, als sie auf das erlösende Glockenzeichen hin fiefi zu ihren Plätzen drängten. Aber ich glaube nicht, dan sie dauernd kuriert sind. Das Klatschsieber gehört wie der Krebs oder der Studenten- Dalles zu den unheilbaren Krankheiten! ... SL 9t,


