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Zweites Blatt.
152. Jahrgang
Samstag 20. September 1903
Nr. 221
«rschetnt täglich außer Sonntags.
DemGleßener Anzeiger werden im Wechsel mit dein Hessischen Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
RolattonSdruck u. Verlag der B r ü h l'schen Univers.-Buch» u.Slein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: vchulpraße 7.
Eldress« iür Depeschen: Anzeiger Gießen.
tzernsprkchanschlußAr.SI.
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GletzenerAnzelger v General-Anzeiger ” ** S?
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZM zeiganteil: Hans Beck.
teilt. ES ist unseres Wissens das erstemal, daß ein landwirtschaftlicher Sachverständiger auS dem Dienstbereich deS Auswärtigen Amtes in öffentlichem Vortraa über seine Beobachtungen berichtet. Im übrigen fehlt auf der Rednerliste des Kolonialvongresses wohl kein Name von denen, die in der deutschen Kolonialgeschichte Bedeutung erlangt haben.
Ale heutige Hlummer umfaßt 14 Seiten
Politische Tagesschau.
Neber die Thätigkeit der Zeutrumsfraktioa ber Zweiten hessischen Ständekammerim 81. Landtage wird von dem 1. Vorsitzenden des Landes- auSschusses der Hess. Zentrumspartei Dr. Schmitt im ^Mainzer Journal" Bericht erstattet. In der Einleitung
Nach dem amtlichen Handbuch der Zweiten Kammer zählten im verflossenen Landtag die Fraktion der Na» tion alliberalen 20. Mitglieder, des Zentrums 7 Mitglieder, der Sozialdemokraten 6 Mitglieder der F r e i s i n n i g e n 2 Mitglieder. 15 Mitglieder haben sich als zu keiner Fraktion gehörig bezeichnet, 12 derselben bilden die Freie wirtschaftliche Vereinigung. Unsere Fraktion war in allen Ausschüssen vertreten, sie stellte den ersten Vizepräsidenten, den Vorsitzenden des Gesetzgebungsausschusses und die stellvertretenden Vorsitzenden des Finanzausschusses und des Petitionsausschusses.
Ungeheuer war die Arbeit, welche der 31. Landtag geleistet hat. Keiner seiner Vorgänger hatte eine gleich umfangreiche Aufgabe zu erledigen. 149 Regierungs-Vorlagen, 166 Anträge von Abgeordneten, 215 Vorstellungen, Gesuche usw., 7 Beschwerden und 57 Interpellationen sind eingelaufen, die in 128 Plenarsitzungen behandelt wurden, eine Zahl, die noch kein früherer Landtag erreicht hat. Der stenographische Bericht über diese Plenarsitzungen umfaßt 3586 Seiten!
ES ist selbstverständlich, daß auch die Mitglieder der Zentrumsfraktion der Erledigung aller dieser Vorlagen usw. ihre ganze Kraft zuwendeten und bei einem großen Teile sehr wichtiger Vorlagen haben einzelne Mitglieder der Fraktion als Antragsteller, Berichterstatter oder Redner die führende Stelle eingenommen.
Es werden dann im einzelnen die wesentlicheren Vorlagen aufgezählt unter Berücksichtigung der Thätigkeit der Zentrumspartei bei den Beratungen. Der Bericht schließt mit folgenden Ausführungen:
Die politisch wichtigste Regierungsvorlage betraf die Reform unseres Wahlrechtes. In anerkennenswerter Weise hat die Regierung, dem Drängen der Zweiten Kammer nachgebend, in ihrer Vorlage das direkte Wahlrecht vorgeschlagen. Wenn sie auch dieses Entgegenkommen gegenüber dem Wunsche der Majorität der Volksvertretung an einige an sich beklagenswerte Kautelen knüpfen zu müssen glaubte, so bedeutete die Vorlage doch zweifellos einen entschiedenen Fortschritt gegenüber dem jetzigen Zustande. Einmütig und mit aller Energie ist die Zentrumsfraktion für die Verbesserung des Wahlrechts eingetreten. — Die Vorlage ist gefallen, die nötige zweidrittel Majorität ist nicht erreicht worden. Sie ist gefallen, nachdem das Prinzip der direkten Wahl mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Majorität (40 gegen 5) angenommen worden war. Es ist hier nicht der Ort, die Gründe dieses merkwürdigen Resultates näher zu beleuchten.
Im Mittelpunkt des Interesses der deutschen Wählerschaft steht seit etwa drei Jahren der neue Zolltarif und die Vorbereitungen dazu. Kein Wunder, daß er im Hess. Landtag besprochen wurde. Infolge verschiedener Anträge aus den Reihen der Sozialdemokraten haben die Mitglieder der Zentrumsfraktion im Verein mit anderen Mitgliedern der Zweiten Kammer den nachfolgenden Antrag eingebracht: Wir beantragen: Großherzogliche Regierung zu ersuchen, ihre Bundesratsbevollmächtigten dahin zu instruieren, daß sie im Bundesrate eintreten: 1) für eine, die Notlage der Landwirtschaft voll berücksichtigende, ausreichende Erhöhung der bestehenden Getreide- und Viehzölle, in Verbindung damit: 2) für eine ausreichende Erhöhung der Zölle auf andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, einschließlich derjenigen des Obst-, Gemüse-, Wein- und Gartenbaues, endlich: 3) für einen ausreichenden Zollschutz derjenigen industrieellen Zweige, welche desselben bedürfen; 4) für den Abschluß neuer Handelsverträge, in welchen die vorstehenden Wünsche nach Möglichkeit erfüllt werden. Dieser Antrag wurde von dem Hause mit allen gegen 5 Stimmen angenommen. Er enthält nach der Ueberzeugung der sämtlichen Mitglieder der Fraktion die Mittellinie zwischen den Interessen der Konsumenten und Produzenten, die aufzusuchen jeder gewissenhafte Volksvertreter sich Mühe giebt. Die Handelsverträge sollen der Industrie Arbeit und dadurch dem Arbeiter hohen Lohn, dem Landwirte erhöhten Schutz und erhöhte Preise für seine Produkte bringen!
Hiermit glaube ich den Bericht schließen zu können. Die Mitglieder der Fraktion dürfen mit Recht sich sagen, daß sie ihre Schuldigkeit gethau haben. Was sie versprochen haben, haben sie gehalten.
Nach den Flottenmanövern.
Aus Berlin wird uns geschrieben:
Tie beendeten großen Herb il manöver der Kriegsflotte haben einen anderen Ausgang genommen, als die Landmanöver zwischen dem dritten und fünften Armeekorps. Während es bei diesem gelang, den Feind nach Osten zurückzuwerfen, war der den angreifenden Feind markierende Teil der Flotte erfolgreich. Tie Elbmündung wurde vom Angriffsgeschwader unter Führung des Kaisers genommen. Doch hie.r wie dort hat die unterliegende Partei dem Gegner beträchtliche Verkarste beigebracht. Einladungen zu den Flottenmanövern
waren an ouslündische Offiziere nicht ergangen. Tas verbot sich aus dem Grunde, toetl die Aktionsfähigkeit des deutschen Küstenschutzes im Interesse der Landesverteidigung nicht preistzegeben werden kann. Selbstverständlich hat aber das Ausland, besonders Frankreich, an der Hand der in den deutschen Zeitungen veröffentlichten Manöverberichte die strategrsche Entwickelung des Flottenangriffs auf die deutsche Nordseeküste aufmerksam verfolgt, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Er- uöInnung der Einfahrt In die Elle Bet den Franzosen die Auffassung hervorruft, der Schutz der deutschen Nordseeküste sei kein gaatz vollkommener. Man wird den Franzosen diese Ansicht getrost lassen können; eine Probe aus- Exempel hätten sie schwer zu bereuen. Zweck des Manövers ist ja eben, die Küstenschutzeinrichtungen auf'ihre Leistungsfähigkeit zu prüfen, damit etwaige Mängel unverzüglich abgestellt werden können. Trägt also das Manöver zur Vervollständigung des Küstenschutzes bei, so kommt für oen Ernstfall noch in Betracht, daß das vor der Flußmündung stationierte Schlachtschiffsgeschwader erst nieder gezwungen werden muß, ehe der Feind den Kampf 'mit den eigent- lien Küstenverteidigungswerkzeugen aufnehmen kaum Tie Sicherung der Küsteneingänge ist im Ernstfälle eine weit größere, als im Manöver, wo zudem der Angreifende über die ihm drohenden natürlichen Hindernisse, wie Untiefen, Stromversetzung re., unterrichtet ist. Unzweifelhaft hat auch bei den Flottenmanövern jeder Teil sein Bestes gegeben, und das Reich braucht keine Sorge zu tragen, daß auch die mindeste Lehre, die sich aus dieser Kriegsübung ergab, nicht volle Beachtung fände. Als ein Zeichen der Zufriedenheit des Kaisers mit den Leistungen der Flotte dar die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den Generalinspekteur der Marine, Admiral v. Koester, angesehen werden.
Reichstags-Vorbereitungen.
Man schreibt uns aus Berlin:
Die Vorberettungeu für den Reichstag sind in vollem Gange. Wenn bereits jetzt davon die Rede ist, welche Vorlagen dem Reichstag, abgesehen vom Reichshaushaltsetat, zugehen werden, und welche zurückgestellt werden sollen, so kann es sich nur um Vermutungen handeln. Ter Bundesrat wird hierüber noch sich schlüssig zu machen haben. Reichhaltig dürste das Pensum kaum ausfallen.
Zur Düsseldorfer Rede des preußischen Landwittfchastsministers.
Von einem sachkundigen Ohrenzeugen der Rede, die der Landwirtschaftsminister v. Podbielskt bei der Eröffnung der Provinzial-Tierschau in Düfseldorf gehalten hat, erhält die „Kreuz-Ztg." folgende Zuschrift:
„In dem zuerst von der „ftöln. Ztg." gebrachten und danach in der Tagespresse weiterverbreiteten Berichte über die Rede, die der Landwirtschaftsminister v. Pod- bielski bei. der Eröffnung der Provinzial-Tierschau in Düsseldorf zur Frage der Fleischversorgung gehalten hat, finden sich bedauerlicher Weise mehrfache Unrichttgkeiten in Bezug auf die Zahlenangaben des Ministers, Unrid> tigkeiten, die der liberalen Presse Anlaß zu den seichtesten Späßen über eine statistische Entgleisung des Ministers gegeben haben. Nach dem erwähnten Berichte soll der Minister gesagt haben, daß aus Oesterreich-Ungarn, der Schweiz und Dänemark vom 1. Januar bis 1. August im vorigen Jahre 30 000, in diesem Jahre einige 70 000 Stück Rindvieh eingesührt seien. Er hat aber thatsächlich von rund 130000 bezw. einigen 170 000 Stück gesprochen und damit der Stattstik entnommene richtige abgerundete Zahlen angeführt. Er soll ferner das für den ob erschiess schen Jndustriebezirk zugelassene jährliche Einfuhrkontingent an russischen Schweinen auf rund 600000 Stück und die thatsächliche Einfuhr des vorigen Jahres bis zum August auf 280000 Stück beziffert haben, während er in Wirklichkeit von dem richtigen Kontingent von rund 41800 (genau 41 849) Stück für die ersten sieben Monate des vorigen Jahres gesprochen hat. Ter Unterschied dieser letzteren und der diesjährigen Einsuhrziffer für diefelbe Zeit gleich rund 40 600 (genau 40 667) Stück ist hingegen in dem Bericht zutreffend auf 1200 Stück "angegeben, und schon hieraus hätte ein unbefangener Leser entnehmen müssen, daß nicht ein Irrtum des Ministers, sondern eine mangelhafte Berichterstattung vorlag. Tas, worauf es dem Minister ankam, nämlich nachzuweifen, daß von einer völligen Grenzsperre, wie sie bei dem Geschrei nach Oeff- nung der Grenzen vielfach fopponiert worden ist, nicht die Rede fein kann, ergab sich auch ans der entstellten Form, in der feine Ausführungen in die Presse gelangt find. Und es ist bezeichnend für die gegnerische Kampfes- weise, daß sie die Wirkung des Hinweises auf diese unbequeme Thatsache mit hämischen Glossen ^u einzelnen für die Hauptfache unerheblichen, unrichtig wiederge- gebenen Zahlen abzuschwächen versucht hat."
Vom Kolonialkongreß.
Tas Programm für die Verhandlungen des Dent- chen Kolonialkongresses liegt nunmehr vor. Aus der Fülle der für die Voll- und Sektionsversammlungen angemeldeten Vorträge feien als besonders interessant herausgegrisfen die der hanseatischen Großkaufleute Thor- mä h l en - Hamburg und Victor-Bremen über die „Arbeiterfrage in den Kolonien". Hier wird man in der für die Entwickelung der Schutzgebiete so wichtigen Angelegenheit einmal ein Urteil von Männern der kolonialkaufmänui- chen Praxis hören. Eine wertvolle Ergänzung dürften deren Darlegungen erfahren durch den Vortrag des Direktors der württembergischen Hof-Tornänenkammer, Frhrpi. v. H e r m a n, über „Eingeborenen- und Plantagenkulturen". Frhr. v. Herman war bisher der deutschen Botschaft in Washington als landwirtschaftlicher Sachverständiger zuge-
Aus Stadt und Saud.
Gießen, den 20. Sept. 1901.
Stadtbaurat Gchmandt hat Gießen am Iß. b. M für immer verlassen. Eine mehr als zehnjährige Thätigkeit in einer der verantwortungsvollsten Stellen, au einer Zeit, in der Gießen ungeahnt aufgeblüht ist, haben seinen Namen mit der Geschichte unserer Stadt aufs Innigste verbunden. Acht Jahre hat Stadtbaurat ßchmanot mit dem früheren Oberbürgermeister Gnauth zusammengearbeitet; und wenn dieser auch das Hauptverdienst an Gießens Emporblühen beanspruchen kann, so hat Herr Schmandt doch auch beträchtlichen Anteil daran. Denn wir mögen Gießen durchstreifen wie wir wollen, auf Schritt und Tritt begegnen wir der schaffenden oder bessernden Hand unseres ehemaligen Stadtbaurats. Von den zahllosen Bauten, Entwürfen und Anlagen, die Gießen ihm verdankt, nennen wir die folgenden: Ausbau einer ganzen Anzahl neuer Straßen und Verbesserung sämtlicher Straßen durch gute Fußwege; Erbauung mehrerer Brücken über die Wieseck und über den Bahnhof der Oberhess. Eisenbahnen — bei letzterer bemerkenswerte Nampenanlagen; verschiedene Sttahendurchbrüche und bamit Schaffung von Licht und Luft für die Altstadt, — auch durch Straßen-M- toetterungen; Erbauung des städtischen KasernementS in der Grünbergerstraße; Erweiterung deS alten Friedhofes auf dem Nahrungsberg und Anlage deS neuen Friedhofes auf dem Rodtberge; Erweiterungen deS städtischen Schlachthofes und des Gas- und Wasserwerks; (Erbauung des Forsthcmses am Lumpenmannsbrunnen und des Aussichtsturmes auf der hohen Warte; Anlage eines neuen Vreh- marktes; Erbauung des Elektrizitätswerkes und Ausführung des gesamten Leitungsnetzes: desal. des Realgymnasiums (Neubau); Verschönerung der städtischen Anlagen; Verlegung der Wieseck und Schaffung des Wieseckkais an der Löberstraße; Erweiterung und Verschönerung der Stadt durch zahlreiche kleinere Anlagen und größere Bebauungspläne; Thättge Mitwirkung bei allen öffentlichen Einrichtungen baulicher Natur, wie Volksbad, kaufmännische Fachschule, Schwesternhaus, Sparkasse, Dieberthalbahn, Voltslesehalle, Freibad, Theater, Kriegerdenkmal — ferner bei Abhaltung der größeren Feste, insbesondere des Feuerwehrfestes (1894) und des mittelrheinischen Turnfestes (1895), Marttlauben und Turmhaus am Brand, — altes Rathaus. Für die zur Ausführung kommende Kanalisation war die von ihm darüber gefertigte Denkschrift über das zu wählende System ausschlaggebend.
** Preisrätsel. Nach- längerer Pause werden wir am nächsten Montag wieder mit dem Ausschreiben von Preisrätseln beginnen. Wir haben mit Rücksicht auf diese Pause, die von einem großen Teile unserer Abonnenten des Sommers mit seinen vielen Abhaltungen wegen gewünscht wurde, diesmal eine bei weitem größere Anzahl von Preisen ausgesetzt, als es sonst üblich war. Das Preisrätsel wird am Montag in den „Familienblättern" veröffentlicht werden. — Eine wettere Ausschreibung von Preisrätseln wird von jetzt an in jedem Monat stattfinden.
** Aus dem Theaterbureau. Es wird hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß diesmal Billetheste (enthaltend je 30 Billets) zur Ausgabe gelangen, welche zu sämtlichen Vorstellungen der am 28. d. M beginnenden Saison Giltigkeit haben. Die Inhaber dieser Billetheste sind berechtigt, sich feste Plätze reservieren zu lassen. — Bestellungen nimmt Herr Ernst Challier entgegen; auch zirkuliert die Liste demnächst. Tie Bttlethefte kosten für Loge Mk. 60, Sperrsitz Mk 45, 1. Parkett M. 30, 2. Parkett M. 22.50. — Außerdem werden Dutzendbttlets ausgegeben. Ter Preis derselben stellt sich auf Mark 24 für Loge, Mk. 18 für Sperrsitz, Mk. 12 für 1. Parkett, Mark 9 für 2. Parkett.
** Den dritten Preis erhielten bei der Preisverteilung für Entwürfe zu einem neuen Hallenschwimmbad in Pforzheim, die Architekten Rudolf Goedecke und Ludwig Knortz hier. Eingelaufen waren zu diesem interessanten Wettbewerbe 89 Entwürfe.
)( Gefangenentransportwagen. Im Voranschlag des Großherzogtums findet sich unter einmaligen laufenden Ausgaben die Forderung von 2000 Mark für einen Gefangenen - Transportwagen für Gießen, wie ihn Mainz und Darmstadt schon feit langem besitzen. Der daselbst gegebenen Begründung ist durchaus zuzustimmen, und man kann nur wünschen, daß die Anschaffung sich nicht lange verzögert, damit endlich die, unangenehmes Aussehen erregenden Transporte zu Fuß aus dem Straßenbilde verschwinden.
() Bermuthshain, 18. Sept. Die hiesige Bürgermeisterwahl ist immer noch nicht endgiltig entschieden. Nachdem gegen die erste Wahl am 12. März d. I. Einwände erhoben waren, und diese für begründet erachtet wurden, sand eine zweite Wahl statt. Auch diese Wahl wurde beanstandet, jedoch diesmal ohne Erfolg. Ter betr. Reklamant ist nunmehr beim Provinzial-Ausschuß vor- tellig geworden, wesyall sich die Sache noch sehr in )ie Länge ziehen dürste.
(-) Volkartshain (Kreis Schotten), 19. Sept. Heutt morgen früh gegen i/24 Uhr brach plötzlich auf ganz unaufgeklärte Weise in dem benachbarieu Völzberg Feuer aus, als alles noch im tiefsten Schlafe lag. Es brannte


