Zweites Blatt.
Mittwoch 20. August LSOS
Die heutige Wummer umfaßt 10 Seiten.
ür 1897/98 angenommenen
Des Kaisers Zeituugslcktüre
152. Jahrgang
Der schweizerische Bundesrat untersagte elf in den Kantonen St. Gallen, Waadt und Wallis ansässigen Frauenorden und Kongregationen auf Grund der Bundesverfassung unter Ansetzung einer Frist von 90 Tagen für die Ordnung ihrer Verhältnisse den weiteren Aufenthalt in der Schweiz. Die Regierungen der drei genannten Kantone wurden mit der Vollziehung des Ausweisungsbefehls beauftragt.
wurde ein gerichtliches Verfahren wegen Aufreizung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt eingeleitet. Auch gegen die in Ploudaniel verhafteten Personen wurde das Unter-
suchungsvcrfahren eingeleitet. In Eoreux fand gestern vor der Präfektur eine Kundgebung zu Gunsten dec Freiheit des Unterrichts statt; es entstand ein Handgemenge, bei dem ein Beamter der Präfektur verwundet wurde. Drei Personen wurden verhaftet.
Nr. 194
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Sießenc! Familien» blätter viermal in der Woche be,gelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'scheu Univers.-Bucl^ u.Stein- druckerei(Piench Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schulftraße 7.
Adresse für 7 .'eschen: Anzeiger eßen.
Ferusprrchanscl lußNr.51.
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ergebnisse des — Wie die „Staatsbürgerztg." mitteitt, war in Wolden- Reichshaushalts für das Rechnungsjahr 1901. Danach haben berg im Reichstagswahlkreis Friedeberg-Arnswalde am sich die Ausgaben im Vergleich zum Etat in runden Summen, vorigen Sonntag eine Versammlung der Vertrauensmänner wie folgt, gestaltet: Für das Reichsheer sind 2 530 000 Mk. der antisemitischen Partei, in der der Abg. Ahlwardt mehr erforderlich gewesen. An Einnahmen sind im Be- erklärte, auf eine Kandidatur in diesem Wahlkreise verreiche der Militär Verwaltung 2272000 Mk. weniger zichten zu wollen, um dafür den Wahlkreis Neu-Stett in ausgekommcn. Das Gesamtergebnis stellt sich somit für den Antisemitismus zurückzugewinnen, beim Reichs Heer um -1 8 04 000 M k. ungünstiger! Als Kandidat für Friedeberg-Arnswalde wurde dafür der gegen den Etat.' — Die Ausgaben der Marin e v e r w a l-I Verleger der „Staatsbürgerztg." Wilhelm Bvuhn auf- :ung haben 2164000 Mk. mehr als die Etats- gestellt.
u m m e e r f o r d e r t, welchem Betrage eine Mehreinnahme — Den Mitgliedern der Z o l l ko m m issiv n des von 141000 Mk. gegenübersteht. — Beim Auswärtigen Reichstags ist heute eine „Zusammenstellung des Entwurfs Amte waren für die Zentralbehörde, für die Gesandt- eines Zolltarifgesetzes mit den Beschlüssen der 12. Kom- schaften und Konsulate, und für die allgemeinen Fonds Mission in erster Lesung" zugegangen. Tas Aktenstück ist insgesamt 1 004 000 Mk., und für die K o l o n i a l v e r - 368 Druckseiten stark.
Wallung 42000 Mk. mehr erforderlich — Beim Reichs- — Ter Bund der Landwirte drängt ernstlich daramt d es Innern betrugen die Ueber schreit ungen auf, daß die konservative R e i ch s t a g s frv a k ti o n im ganzen unter Berücksichtigung der Ersparnisse 517 000 vor der zweiten Lesung des Zolltarifs in der Kom- Mark. — Die zur verstärkten Fürsorge für die Kriegs- rnission eine Fraktion^sitzung abhalte, um ihre Stellung zu invaliden und die nicht pensionsberechtigten Kriegsteil- revidieren. Die „Deutsche Tagcsztg.", die eine solche Be- nehmer aus dem Reichsinvalidenfonds geleisteten Mehr- ratung für geboten erklärt, verlang/ eine offizielle Ant- ausgaben betrugen 1470100 Mk. — Tie Einnahmen an wort des konservativen Fraktionsorgans.
Zöllen und Tabaksteuer, von welchen der Reichskasse Fulda, 19. Aug. Zu der Bisch ofskonferenz nur der Betrag von 130 0M 000 Mk. verbleibt, haben gegen trafen hier ein: Fürstbischof Kopp-Breslau, die Erz- das Etatssotl 15 746 000 Mk. mehr eingebracht. Bei den den bischöse Aß mann-Berlin, Korum-Trier, Dingelstadt-Münster, Bundesstaaten sonst noch zustehenden Steuern sind gegen Schneider-Paderborn, Thiel-Ermlaud, Rosenireter-Culm, den Etat weniger eingefommen: Sei der Verbrauchsabgabe Voß-Osnabrück, Brück-Mainz, Weihbischos Likowski-Posen, ür Branntwein 846 000 Mk., bei den Reichs-Stempelabgaben ] Rörber-Freiburg.
29 528 000 Mk. Im ganzen stellen die Ueberweisungen unter Berück sichtiguna der nachträglich f" ' Abrechnung sich auf 55o 707 359,1.
ist in diesen Tagen hier und da in der Presse erörtert worden. Da schreibt jetzt die „National!. Korresp.":
„Angenommen selbst, es würden dem Kaiser die Zeitungsausschnitte nur „ad usum Delphini" vorgelegt werden, so bildet hiergegen das Korrektiv die sogenannte „Fürsten korr e spo nd enz", die dem Kaiser persönlich zugeht, und die nicht von unberufener Hand zugestutzt werden kann. Diese Korrespondenz bringt in kurzer Form, aber in unanfechtbarer Objektivität alle bedeutsamen Kundgebungen der Presse oder weist auf solche hin, sodaß dem Kaiser wohl kaum irgend eine die Stimmung der öffentlichen Meinung charakterisierende Preßäußerung entgehen kann."
Die „National!. Korr." hat ein merkwürdig starkes Per-! §£lltfdj£5
trauen zur Objektivität der Fürstenkorrespondenz. Diese Berlin, 19. Aug. Nach einem vorn Oberhofrnarschall- Korrespondenz ist gewiß nicht ganz einseitig, und man hat amt inPosen eingegangenen Telegramm wird der Kaiser ich auch öfter von nicht unberufener Stelle aus bemüht, uach, dem Besuch des Provinzial-Ständehauses am 4. Sep- auf sie im Sinne einer nach oben hin heilsamen Objektivität tember auch das Rathaus besuchen. Auch wird der Kaiser einzuwirken, aber an einer völlig objektiven Wiedergabe die zu Ehren seines Besuches hergestellten silbernen Plcv- der Zeitungspolemik aus Anlaß des Telegrammwechsels mit ketten (Gedenkmünzen) annehmen und den Vortrag der München ist diese Korrespondenz schon durch die Mehrzahl Stadtvertretung über die Restauration des Rathauses sowie ihrer fürstlichen und amtlichen Bezieher verhindert. Die über die Pläne der infolge der Entfestigung eintretenden einzige Gewähr ihrer Objektivität ist daher der gute Stadterweiterung anhören. — DaS Festprogramm Über die Wille des im übrigen stark offiziös und am Absatz seiner Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals ist vom Kaiser Korrespondenz interessierten Verfassers. Sie ist zudem so genehmigt, worden. — Wie das „Pos. Tgbl." meldet, wer- kurz gehalten, daß sie die Lektüre der Origmalartikel un- den viele katholische polnische Vereine und kirchliche Brüdermöglich ersetzen kann. schäften, auch, sämtliche Posener Innungen sowie die
m .,,, riO Schützengilden an der Spalierbildung bei der Rückkehr des
Vom Reichshaushaltsetat. I Kaisers vom Manöverfelde teilnehmen.
Älitische Tagesschau.
Graf Bülow und das Kaisertelegramm.
Man schreibt uns aus Berlin, 19. August:
Die Diskussion über das kaiserl iche Telegramm an den Prinz regentenhat neue Nahrung erhalten durch
die sehr bestimmt auftretenbe Meldung der „Augsb. Abendzeitung", daß die Veröffentlichung des Depeschenwechsels auf Befehl des Kaisers erfolgt sei. Die „Nationalztg.", die heute abend sich in einem längeren Artikel insbesondere mit der staatsrechtlichen Seite des Ereignisses beschäftigt, betrachtet diesen Befehl als eine Regierungshandlung, und zwar, wenn die Angaben über die vorausgegangene Verhandlung mit dem bayerischen Hofe richtig find, als eine Regierungshandlung von erheblicher Bedeutung, die das Verhältnis Preußens und der Reichsgewalt zu einem Bundes st aate berührt. Wer habe nun jenen Befehl zur Veröffentlichung üb er mit teil und die verfassungsmäßige Verantwortlichkeit übernommen? Reichskanzler ober ein preußischer Minister? S die „Nationalztg." Wir nehmen nicht an, daß von ar.
Die Kurcngenerale in KsLand.
Haag, 19. August
Punkt halb 10 Uhr dampfte der Dampfer „Batavier" langsam ein, unter betäubendem Willkommengeheul der Dampfpfeifen aller im Hafen liegenden Schiffe. Botha, D e l a r e y und De w e t standen unter der Kommandobrücke, Botha freudig lächelnd beim Anblick der Men scheu massen, die beiden andern em ft und schweigsam. Dr. Leyds überbrachte mit einem Bewillkommbrief Krügers die Grüße des Präsidenten. Bei Maaßluis war gehalten worden; dort hatte die Bürgerschaft in der Eile autf dem Marktplatz eine Sammlung veranstaltet, deren Resultat den Generalen ein- gehändigt wurde.
Nach, der Ankunft in Rotterdam begab sich in Abwesenheit des Bürgermeisters dessen Stellvertreter Hudig sowie der gesamte Magistrat und Vorstand des Allgemeinen Niederlandverbandes an Bord. Hudig sprach die Generäle zunächst an. Botha antwortete dankend und sagte daß sie nichts anderes gethan hätten als ihre Pflicht, um die Freiheit zu bewahren, der sie alles zu opfern bereit waren . Auf eine Ansprache des Vorstandes des Niederlandverbandes antwortete D e w e t. Er stößt mit der Zunge an, wenn er in seinem leichten südafrikanischen Platt spricht' er hat einen Charakterkopf, von einer Stärke des Aus^ drucks, wie sie nur ein Donatello meißeln könnte. Tas halb geschlossene linke Auge giebt dem Gesicht einen eigenartigen klug-listigen Zug. Tewet dankte in kurzen Worten und betonte, daß es unter den Umständen geboten sei, Au schweigen. Bon den Damen fällt speziell Frau Botha auf, ein jugendliches Gesicht, schneeweißer Teint und eine tiefe Leidensfalte zwischen den Augenbrauen. Auch zwei Söhnchen Bothas sind an Bord, von denen der eine ein Knabe von etwa 14 Jahren, mit auf Kommando war.
Auf der Ausstellung zu Gunsten der Buren wurden die großen modernen niederländischen Maler M es d ag und Israels den Burengeneralen vorgestellt. Dewet antwortete auf eine Ansprache de Ridders, des Vorsitzenden der Ausstellung, daß auch die einstigen Republiken auf dem besten Weg zu Industrie und Kunst gewesen feien, die jedes Land groß machen. Heute seien die Staaten arm und ihnen dieBeineabgehackt. Er r ü h m t e mit warmen Worten die Frauen, die sich in Holland so sehr das Wohl der Frauen in den Kämpen angelegen fein ließen. Er und seine Kollegen spürten, daß sie von Holländern abstammten, da sie sich hier im Lande zu Haus fühlten. Die Generäle wurden des öfteren photographiert, was sie sich geduldig gefallen liehen. Beim Austritt aus der Ausstellung jubelte eine enthusiastische Menge ihnen zu und die Generäle drückten vom Wagen aus, in dem sie mit Wessels Platz nahmen, viele Hände, die sich ihnen entgegenstreckten. Der Besuch in Steijns Haus dauerte eine halbe Stunde, der Aufenthalt in Steijns Zimmer nur wenige Minuten.
Tewet speiste heute abend bei Wessels und dessen Familie. Staatssekretär Grobler und dessen Frau machten mit ihrem kleinen Töchterchen abends dort einen familiären Besuch. Staatssekretär Reitz begrüßte die Generäle auf der Villa Steijns am Nachmittag. Ueber ihre Pläne lassen die Generäle sich nicht aus, da sie in kurzer Zeit nach England zurückzukehren gedenken.
Louis Botha hielt auch im Haag eine Ansprache und sagte, die Zeit sei für sie noch nicht gekommen, .auU- alles das, was sie auf dem Herzen hätten, zu veröffentlichen, doch würden sie es wahrscheinlich bald in einer T e n k s ch r i f t thun.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Körtermine.
Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 14. ds. Mts. weisen wir die an der demnächstigen Körung interessierten Viehbesitzer darauf hin, daß die Festsetzung der Orte und der Zeiten der Körung sich nach den ergehenden Anmeldungen richtet. Es liegt deshalb im Interesse dieser Viehbesitzer, die in der genannten Bekanntmachung bezeichnete Anmeldung bei dem zuständigeu Kreisveterinäramt nicht zu untertaffen. Uni die Anmeldung zu erleichtern, bestimmen wir hiermit, daß sie auch, und zwar spätestens bis zum 25. ds. Mts., bei der zuständigen Großh. Bürgermeisterei »rfolgen kann.
Gießen, 20. August 1902.
Großherzogllcyes Kreisamt Gießen- I. V.: Dr. Heinrichs.
Gießen, den 20. August 1902. Betr.: Wie oben.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
a« die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Hinweis auf die vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, die bei Ihnen eingehenden Anmeldungen alsbald nach Ablauf der Frist dem zuständigen Großh. Kreis- veterinäramt mitzuteilen.
I. V.: Dr. Heinrichs.
W Ä Bezugspreis:
▼ . pv jßggk monmlich75 Pf., viertel-
Gießener Anzeiger w General-Anzeiger " S*
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW
— — . zeigsnleil: Hans Beck.
Abrea;nung sich auf 555 707 359,15 Mk., das sind 15 225 640 Mark 85 Pfg. weniger als der Etat vorsieht. Die Einnahmen aus der Zuckersteuer sind um 5 194 000 Mk. gegen den Voranschlag zurückgeblieben. Die Betriebsverwaltungen — mit Ausnahme der Reichsdruckerei — sind mit ihren Ueber- schüsscn erheblich hinter dem Etat zurückgeblieben. Bei der Post- und Telegraphenverwaltung beträgt der Ausfall 16 • <6 000 Mk., und zwar 6 516 090 Mk. Mindereinnahmen und 9 811000 Mk. Mehrausgaben- Die Verwaltung der 3 x xr-x ... Reichseisenbahnen hat 10 978000 Mk. Minderüberschuß er-
Mfung^maßige Verantwortlichkeit übernommen? Der geben. Im ganzen sind an ordentlichen Einnahmen, ijyan? eu? preußischer Minister? So fragt soweit sie dem Reiche verbleiben, 2 7 593 413,49 Mark "Ll,e ,/Nationalztg. Wir nehmen nicht an, daß von amtlicher weniger aufgetommen. Da die Mehrausgaben Stelle bereit- ictzt hicruber Auskunft erteilt wird. Daß der 2102u 3 70,34 Mk. betragen, so ergiebt sich für das Rech. Reichstag das Telegramm in den Kreis der Erörterung nungsjahr 1901 ein Fehlbetrag von 48 422 58382 zieht, ist zweifellos, und dann dürfte Graf Bülow Rede Mark. '
stehen. Im Gegensatz zu anderslautenden Meldungen teilt -------
man an sonst unterrichteten Stellen nicht die Auffassung, Deutschland am Kivnsee.
sei durch die Publikation der Telegramme W:e aus London depeschiert wird, haben, Blättermel» k »' HUow genießt in hohem Maße düngen aus Brüssel zufolge, die Untersuchungen der zur Be- vertrauen des Kaisers; es ist nicht stimmung der Kivusee-Grenze eingesetzten gemischten Korn- wahrscheinlich, daß er in diesem Falle, deisen politische Wir- Mission zur Anerkennung der deutschen An- lung vorauszusehen war, von der beabsichtigten Beröffent- spräche gegenüber denen des Kongostaates aesührt. In« llchung Nicht in Kenntnis gesetzt worden wäre. Dazu be- solgedeften wird die deutsche Grenze dem Thate des Russist« persönlichen Aussprache, es stehen Flusses folgen und den Kivusee selbst, sowie den Fluß natürlich auch andere Wege zur Verfügung. Wir sind nicht h a i b i e r c n. Die Hälfte der Wasserfläche wir? der Meinung, daß die Nichterwähnung der beiden Tele- dadurch zu dem deutschen Gebiet geschlagen, gramme im ,,Reichsanzeiger" die Annahme einer Verant- Das Zugeständnis ist für die Entwickelung des Hinter« wortlichkeibvuoernahme durch den dieia)stanzler ausschließe, landes Deutfch-Ostasrikas von Belang: Die speziellere Be- Zm Gegenteil ,wir schließen gerade aus diesem Umjtanbe den tun g wird sich erst erkennen und würdigen lassen, wenn auf die Beteiligung des leitenden Staatsmannes, wobei die der Bericht über die gesamten Str beiten der Kommission Anftcht maßgebend gewesen ist, daß das kaiserliche Tele-1 und das Kartenmaterial bekanntgegeben sind.
gramm seinem Inhalt nach eine Meinungsäußerung dar- ______
stelle, die nicht der parlamentarischen Kritik des Reichs- mozn ftflinör.friien
RVÄSW WÄSSÄS .
im „Reichsanzeiger" gestanden haben, zur Erörterung zu-!^oibaten und em Polizeikommistar verwundet. Einem zulassen, wird konsequenter Weise Einspruch erheben müssen dauern wurde die Nase und zrvei Gendarmen die Rippen gegen die Erwähnung dieser Telegramme. Gleichwohl kann eingeschlagen. Fünf Nlänner und drei Frauen wurden ver- von den Rednern daraus „angespielt" werden. Unzutreffend haftet, aber nur zwei Verhaftungen aufrecht erhalten. Gegen war jedenfalls die Darstellung, als ob Graf Bülow den einen Hausbesitzer, einen Journalisten und einen Priester Anstoß zu der Veröffentlichung der Kundgebung gegeben " ■ . . -- -
habe. Daß die Veröffentlichung von bayerischer Seite ab- geletznt worden, kann wohl nur in dem Sinne zu verstehen sein, daß man in München nicht die Initiative ergreifen wollte. '


