Ausgabe 
20.6.1902 Erstes Blatt
 
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Freitag 20. Juni 1902

LS2. Jahrgang

Erstes Blatt.

sie auf solchen Hinwegen zu Hall zu brhißvn.

Wenn mein

I»

bcn Städten nicht zu ihrem Rechte verhelfen »volle,

nun ' i(1)ni man

11110

stärkere Vertretung. Ob die- jedoch auch aus Gießen zutrcfse, Darüber ließe sich streiten.

nn- eine '.rrrns und >1<' sei ein.

müjje doch vorhanden fein; wähle man wolle, so gebühre Darmstadt, Offenbach

kehren.

Abg. Schönberger (nLi si.h! in bei ... hrnna der städtischen Abgeordneten etwa - Einseitig' . hh.> glaubt, daß die Unterstüßuna derselben durch die RtaierüNa bei

Bekanntmachung.

Das Königliche Proviant-Amt in Hanau kaust bereits gut gewonnenes Pferdeheu neuer Ernte; auch wird der An­kauf von Roggen-Flegel- und Roggen-Mafchinenstroh nach Maßgabe der vorhandenen Lagerräume fortgesetzt.

Beide Strohsorten müssen gesund, trocken, ohne Mäuse- fraß, Abfall, Gemüll oder Spreu, glatt gelegt und fest ge­bunden sein. Bei Bahnsendungen ist die Adresse für den Frachtbrief: Hanau Bahnhof Nord.

Die Abfuhr von der Bahn wird für Rechnung des Ver> tüuferö übernommen, und lostet der Zentner Heu oder Stroh 16 Pfg. Bei gutem Wetter kann jeden Tag geliefert werden. Weitere Anfragen sind an das Proviant-Amt in Hanau zu richten.

Gießen, den 18. Juni 1902.

Äroßher^ogliches 'Kreisamt Gießen- v- Bechtold.

schreiendes Unrecht, löcnn man die Bevölkerungeniser nicht zu (»runde lege. Mau wolle den Städten ai'iuhllich die Gleichberechtigung versagen. Tas städtische Wunlieclil, bae; ehemals ein Vorrecht gewesen sei, jei jetzt zum Nachteil

das Haus stark genug sein werden, den Kamps mH den Herren Weidner und Brauer anszunehmen. Die (»rünbej die diese Herren gegen eine Vermehrung der fbäbtlfdien Alu geordneten vorgebracht hätten, nnmenllld^ daß die X'm.itb- wirtschaft seither vernachlässigt worden sei, seien nicht stich­haltig. Durch ihre Opposition wollten sie nur ihre Mehrheit vergrößern. Das Hans habe stets die agrarischen Wünsche erfüllt, und Hessen Ijnbe mehr für die Landwirtschaft ge- than, als irgend ein anderer benlfrljer Staat. Der Korn- Iuoniißantrag Wolf, der nur eine Erhöhung der Zahl her lädtischeu Abgeordneten um drei vorsehe statt. um fünf, el Iljin au und für sich sympattiisch weil er wenigstens etwas zustande bringen wolle. Wenn man die direkte Wahl wirklich im Ernste »volle, so hülfe man nicht versuchen,

müsse er sich seine Entscheidung darüber, ob unter diesen Umständen ble Vorlage für ihn annehmbar fei, Vorbehalten.

Abg. Cramer (Soz.): Gestern ijalie er zufällig eine Unterredung zweier Abgeordneten, die etwas laut gewesen sei, lveil der eine etwas schwer höre, mit angehört, in der sich der eine königlich darüber gefreut habe, das! die Vor­lage voraussichtlich falle. Werde Besjnngen von 1 urinftaM losgetrennt, so hätten die Antisemiten in beiden Wahlkreisen Chancen bei der nächsten Wahl, lvas man von feiner Partei nicht fugen könne. Mau habe alle Vorteile bei > la die auf- gezählt, aber bei bei vergessen, das; Lar m stabt für die Hoch­schule li/y Millionen Mark bezahlen müsse. Auch was Museum und Theater anlange, so habe ble : i.nbl bereit­willig st ihren Anteil zngesagl. Cr bitte, den § A anzu- nehmen.

Abg. We ihn er (fr. w. V. i: Seit gestern sei er da- Karnickel, aus dem der städtische Unmut abgelal'eu werde. Die städtischen Abgeordneten besäßen eine so grobe ?Hebr^ gewandtheit, daß eine Vermehrung derselben nicht an­gezeigt sei. Ueberall, in lanbwlrlschuflllchxr nstd geiverb- licher Hinsicht sei das Land im Rückstand. Hier habe ei nicht nur landwirtschaftliche Verhältnisse im Auge Früher hätten, sie sich mit den rhelnhessischeu Abgeordneten veiständlgl- daß zwei Irrenanstalten, die eine in Grün berg/ ble andere In Rheinhessen gebanl werden sollten. Aber bnrd) den Einfluß der Regierung und her städtischen Abgeordneten habe man es fertig gebracht, das) das neue ..^rrenhaus' nach derGroßstadt" Gießen verlegt werben solle. Aehiw lich verhalle es sich auch mit dem Siechenhans. Ta- Lehrer- tnnenseminar, dessen Verlegung aus das Lianb beantragt, gewesen sei, habe Darmstadt bekommen. Die Äiahneu für das Land habe inan entweder überhaupt nicht gebaut oder so angelegt, bofAfie den Bedürsuissen nicht eutchrechien. Tas Land werde ststzs benachteiligt. Mit Zahlen könne man ihnen nicht kommeh, da viele Beamte nach ihrer Pensio­nierung in ble Stadt zögen. Wolle man die Vorlage xn< staube bringen, bann müsse man aus die Vermehrung der städtischen Abgeordneten Verzicht leisten. Di e R olle, bi e Prcn ß e n bei der M a i n-Recka rba hli vv r l age g e g en über Hessen gespielt habe, spiel ic j c tz t ble Stadt gegen ü b e r deinLand e. (Heiterkeit.) Die Städte als die. Stärleren sollten sich hier einmal loyal erweisen. Der VermitlelungKanlrag Wols sei der Erguß eines benommenen Gewissens. Dieses Flickwert würden sie nicht niitniachicil: wenn schon, beim schon! Dem Paragr. 3 konnten sie nicht znstimiuen.

Abg. Schmitt (Uenlr.): Die Logik des vll'g. Weidner verstehe er nicht und über die vorgebrachten Wruiibe müffc man mit Recht staunen. In Verfassung und Gesetz sei sesl- gelegt, baß die Bevött'< rungszaht der Vertretung im Land­tage zu Gruude gelegt werden müsse; die Städte .arm- stadt, Mainz und Offenbach seien also in diese> Beziehung seither schlechter behandelt worden als das Lund, kltzcnu mau ben inzwischen riesig gewachsenen Städten nicht ge­recht werbe, daun brücke man deren Bewohner zu l)essischen Staatsbürgern zweiter Nlasse herab. Im Laufe von 10 Jahren habe sich die Ausgabe für die Landwirtschaft um 300 Prozent vermehrt; im letzten Budget seien 1)21 G10Mk. bewilligt worden. Da könne der \>lbg. Brauer doch nicht behaupten, daß inan die Landwirtschaft vernachlässige. T«ie Verlegung der Irrenanstalt nach Gießen sei anv Grlindc'n der einfachen Vernunft und nicht ans gegeusätzOHer oh-flu- nung gegen das Land erfolgt. Er würde ftch nn Stelle Weidners geschämt haben, von einer besseren ualität der städtischen Abgeordneten zu sprechen. Es sei ein großen Irrluin des Abg. Schönberger, wenn er von bim mangeln­den Verständnis der stüdlischen .Abgeordneten für land­wirtschaftliche Verhältnisse spreche. Ein BerOiie, < mobuS

Nr. 14»

erfaßtet tflflH* außer Dann tags.

Dem Gießener AZeiger werden tm Wechsel mit dem »esstfchen Landwirt die Siebener Zamilie«. Wärter oicvtnal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­tag bi. Brü h l'sche Untvers. Buch-u.Steii bruderci (Pietsch (Srben) Redakui (trpebitiwi um Druckerei:

«chvlstraße 7.

Udresse für Depeschen: «nzeigcr Gießen.

Fkrnsprcchanschlusz Nr. 51.

geworden. Er verlange für die Städte nur Gerechtigkeit.

Staatsininister »tolye: Die Frage der Erhöhung der Zahl der Abgeordneten und des Verhältnisses i, , jiubti- schen Vertreter zu den ländlichen sei jetzt )d)on in er- schäpseuder Weise erörtert worden, sodcch er w iiucijai lönne aus feine früheren Ausführungen. Das Gleich fit der Fall hinsichtlich der Verlegung der Irrenanstalt und des LehreriuneuseiuluarS. Er bitte nochmals, dem »lb gii cungs- entwurf zuzustimnien, damit etwas Ersprießliche zustande komme, sonst werde blefe Bewegung, die un schon seit 20 Jahren beschäftige, sicher im nächsten Landing luiebec

Valitische Tageüschau.

Der internationale Wohnungskongresj, der, rote gemeldet, dieser Tage in Düsseldorf abgehalten wurde, brachte u. a. auch einen Vortrag deö Dr. Erüger- Berlin über das Thema:Die Selbsthilfe der Woh nungSbedürstigen auf dem Gebiete des Woh­nung 8 ro e) e n ö." Der Redner behandelte zunächst die Frage deö Baugenossenschaftswesens, die zwar die Wohnungsnot nicht vollständig beseitigen, wohl aber zu einem großen Teil lindernd wirken kann. Er war der Ansicht, daß die Selbst­hilfe große Fortschritte zeitigen kann. Er behandelte die gesetzlichen Grundlagen für die Errichtung und Verwaltung von Baugenossenschaften und die Entwickelung, Zusammen­setzung und Bedeutung der Organisationen der Selbsthilfe in den verschiedenen Ländern. Bei einem Vergleiche hierzu käme man wohl zu dem Resultat, daß Überhaupt nirgendwo bei kapitalistischen Gesellschaften eine Bethätigung der Selbsthilfe in Betracht komme. Wenn gegenüber der kapitalistischen Ge­sellschaft der genossenschaftlichen Form, insbesondere in Deutsch­land, bisher der Vorzug gegeben war, so geschah dies auv dem angeblichen Grunde, daß die kapitalistische Gesellschaft im Stande sei, mehr Häuser herzustellen. sei jedoch nicht richtig, daß. dieser Standpunkt als Norm angesehen werde. Nach einer vom Referenten gegebenen statistischen Uebersicht bestanden in Deutschland im Jahre 1881 16 Genossenschaften, 1876 erhöhte sich die Zahl derselben auf 53, 1888 sank die Zahl auf 28, um dann wieder einen kräftigen Aufschwung zu nehmen; heute sind in Deutschland bereits 476 Bau-, genossenschafteu vorhanden. Zu der Frage deö LrcditS meinte der Redner, daß solcher den Baugenossenschaften in ge­nügender Weise zur Verfügung stehe. Von der Errichtung von Baubanken verspricht er sich besonders aus wirtschaft­lichen Rücksichten feine Vorteile. Ueber ble Zukunft des BaugenossenschaftSwesenö könne nichts Bestimmtes gesagt werden; ihre machtvolle Bewegung dürfe man jedoch nicht unterschätzen. Gelöst werde allerdings die Wohnungsfrage durch die Baugenossenschaften nicht, dazu bedürfe es wohl auderer Faktoren; aber schon die mittelbaren Folgen der Bau­genossenschaften seien nützliche, im übrigen ftetje der Bau­genossenschaft für die Bethätigung der Selbsthilfe noch ein weites Feld offen.

Landrat Dr. Liebrecht-Hannover sprach überDie Förderung der Errichtung kleinerer Wohnungen durch den Staat, Gemeinden und öffentliche Körper­schaften. Die Ausführungen des Redners gipfelten in folgenden Sätzen:

1.Das Gesamtinteresse der im Staate jit einem organi- fierten Wcmcimoefen vereinigten Personen erfordert, daß auch die Minderbemittelten eine gesundheitlichen und sittlichen An­sprüchen genügende Wohnung haben. 2, Tiefe Forderung ist durch Selbsthilfe der Minderbemittelten allein nicht zu erfüllen. 8. Die gewerbsmäßige Wohnungsproduktion befriedigt daS Bedürfnis nach solchen Wohnungen nicht. 4. Auch die zunächst interessierte Orts- gemeinde ist nicht Überall geeignet und in der Lage, die Errichtung kleiner Wohnungen durch Selbstbau ober Kreditgewährung zu för­dern. 5. Ter Maat allein kann für alle seine Glieder und an allen Orten seinen Machtbereichs die erforderliche Hilfe aewähren und dabei die Sonberinteressen ber Einzelnen und die Interessen der Gesamtheit in Einklang bringen. 6. Der Staat Hai dayer durch positive Dtaßnahme den Lleimoohmmasbau zu fördern, und zwar indem er die dazu erforderlichen Organe schafft, b) diesen die finanziellen Mitteln gewäbrt, um da zu Helsen, wo die Selbsthilfe der zunächst Beteiligten oder die Hilfe Anderer nicht auSrelcht.

Geh. Baurat I. Stübben-Köln machte ztc dem Hauptthema längere ^Ausführungen, denen folgendes zu ent­nehmen ist:

Bei dem Rückgang des Wobnungtzbaues für das eigene Be­dürfnis istiu gewerbsmäßige WohnnngSproduttlon die normale und uncnib'hrliche Art der Befriedigung des allgemeinen Wol)- nungöbcfiai i ie Herstellung von Wohnungen in gemeinnütziaer Absicht bildet nur eine durch besondere Umstände bedingte Er gänzlinn, inelche neben der Wohnungssürsorge für die unmittelbar Beteiligten nn, eine Bereicherung des Wohimngsmarktes und auf eine Beemflch nng der gewerbsmäßigen Baulhätigkelt gerichtet ist. Ihr Endm l i i, durch Mithilfe an der Herbeifühnmg befriedigender Wohnnni, w'ni'ällnlsse sich selbst wieder entbehrlich zu machen. Die Subventionierung der gemeinnüt'ugen Bauthatigkeit ans ösfentlichen Mitteln in nn. beßrünbet und zweckmäßig, soweit die örtliche ge werbSnnnsi / dd-hnunasherstellung sich quantitativ unb qualitativ als unzureichend erweist.

Die Rentabilität typischer Landwirtschaftsbetriebe.

In eingehender Welse befaßt sich das neueste Heft der Preußischen Jahrbücher mit der vom Wirtschaftlichen Ausschuß veranlaßten Erhebung über die Rentabilität typischer Land­wirtschaftsbetriebe. Der Autor des Artikels ist der Professor der Landwirtschaft Konrad v. See Ihorst zu Göttingen. Äiachdem er auf die besonderen Schwierigkeiten hingewiesen, die der Aufstellung landwirtschaftlicher RentabilitälSberech' nungen sich entgegenstellen, geht er auf die Art und Weise, in der die Erhebung veranstaltet worden ist, des näheren ein.

Gerade diejenigen Organe, welche mit der Erhebung betraut waren, bieten dem Verfasser die beste Bürgschaft j dafür, daß sowohl mit der nötigen Objektivität wie mit der nötigen Sachkunde verfahren worden fei. Ohne die gründ­lichste Sachkunde sei eine Erhebung der gedachten Art über­haupt nicht durchzuführen. Dies würde sich schon bei der Aufstellung deS Fragebogens zeigen; im vorliegenden Falle schließe der Fragebogen sich einwandsfrei an die von der Wissenschaft für Rentabilitätsberechnungen aufgestellten Grund­sätze an. .

Deö Weiteren werden sodann noch Ausstellungen, die man an Einzelheiten der Erhebung gemacht hat, unter sach­verständige Kritik genommen. Diese Kritik wendet sich ins­besondere gegen bcn Einwand, daß die Landwirte, falls die Güter in der That nur die von der Erhebung nachgewiesene Verzinsung von durchschnittlich 2.1 Prozent lieferten, ihre Hypothekenzinsen unmöglich zahlen könnten, in der sachkun­digen Beleuchtung völlig in sich zusammen. Seelhorst führt u. a. aus, daß selbst bei einer noch geringeren Verzinsung der äußerliche Zustand der Landwirtschaft zunächst noch nicht geändert ist, ja, daß sie äußerlich sogar noch blühend er­scheinen kann. Bei geringer Verschuldung könne dieser Schein unter Umständen noch recht lange aufrechlerhalten bleiben, denn c6 genüge eoentl. schon der Arbeitslohn des Besitzers und seiner Familie zur Deckung des Mankos bei den Hypo thekenzlnsen ; bei höherer Verschuldung aber müßten dazu noch die Amortisationöqiioten, ferner die bei rationellem Betriebe für Instandhaltungen, für Neubeschaffungen und dergleichen mehr, aufjuioenbenben Beträge herangezogen werden. In diesem Falle wirtschafte man also auf Kosten der Substanz deS Gutes; die in der Wirtschaft investierten Werte nehmen ab; werde Raubbau betrieben und endlich sei ber Zu­sammenbruch unvermeidlich. Aber selbst tn dem günstigeren Falle geringer Verschuldung (ben man in Deutschland wohl aber kaum annehmen kann) ist ber gegenwärtige Instand absolut ein recht trauriger unb vor allem ohne Hoffnung auf Besserung auf btc Dauer nicht ausrechtznerhalten."

Wer irgenb in ber Lage dazu ist, werbe sich von der Landwirtschaft ab- unb einem anberen Berufe zuwenben ober gar bie Hände in bcn Schoß legen Der Anreiz zur Erhal­tung ber gegenwärtigen Rohprobuktion ober gar zur Er­höhung dieser fehle.Wir bekommen schließlich, wenn die Preise so niedrig bleiben ober gar noch niedriger werden, bis zu einem gewissen Grade zweifellos englische Zustände." Diese englischen Zustände mit ihren Rückschritten in der Bodenkultur und mit ihren sonstigen Gefahren werden in dem Artikel vom landwirtschastlichen unb volkswirtschaftlichen Standpunkt aus anschaulich geschildert. Das Gesamturteil v. Seelhorsts über die Rentabilitätserhebung geht dahin, daß sieein an­nähernd richtiges Bild ber Lage ber Landwirtschaft im ganzen giebt."

Hcßijcher Kandlng.

Zweite hessische Ständekammer.

110. Sitziung.

Darmstadt, 19. Juni.

Präsident HaaS eröffnet die Sitzung um 9.15 Uhr

Am RegieruugStisch. Staatsminister Rothe (Sie., Geh. Staatsrat v. 5trug, Mliusterlalrat Dr. Becker, Oberregie rungsrat Weber, Ministerialsekretär Dr. Weber.

Es wird mit der Beratung deö Paragraphen 3 Wahsvorlage, der eine Mehrheit der städ^l- scheu Vertreter um fünf Vorsicht, svrtgesahren.

Abg. Leun (fr. w. V-): Die Städte Bingen, Alsfeld und Friedberg hätten ein historisches Re cm. auf eine eigene Vertretung im Landtage; jede der beioen oberhessischen Städte zähle mehr als 4000 Einwohner. Der Avg. Wolf habe geiagt, die Annahme ber Vorlage sichere bcn Frieden deS Landes. Aber ber ruhige Bürger sei schon zufrieden, wenn die Steuer nicht erhöht werde. Der Abg. «Entfleisch habe den Nachweis zu erbringen versucht, daß man Gieß e n zwei Abgeordnete geben müsse. Wenn er auch dem Aba. ü-utflelscy zugebe, oasi er kein persönliches Interesse an einer solchen Vermehrung habe, so besitze Gießen, dessen Wählerzahl von sechs zu sechs Jahren nur um 300 steige, durchaus kein Uebergewicht in dieser Beziehung gegenüber den anderen oberhessischen Wahlkreisen. Der Wahlkreis c'öießen Land zähle 22 847 Seelen, j>ie Stabt selbst 25 760; ziehe man bavon die 1000 Studenten und das Militär ab, so bleiben noch 22696 Einwohner, also weniger, als sein Wahlbezirk, den er vertrete, umfasse. Gießen Land habe 4200 Stimmberechtigte, Gießen selbst nur 2500. Von einem Ansvruch cReßens auf eine -weite Vertretung könne man deshalb nicht reden. Er stimme gegen die Vermehrung der städtischen Abgeorbneten.

Abg. Reinhart: Prinzivlell sei ec der Meinung, baß man btc AevölkernngSzahl her Wahlbezirkeintetlung zu Grunde legen müsse. Er hoffe, das, die Regierung und

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