ist aber der Kriegshund der Gegenwart nicht mit dem oder mit dem gum Kampfe abgerichteten Hunde früherer
wandt. ES
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tritt
wie folgt:
Für den Centn er ab
Zn Wagenladungen von mindestens
Bei
Gerichtssaal
ver-
1,25 Mk.
1,30 ML,
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!" jeder beliebigen Sthrtftart und Karton VlfllllUnCn lorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen ^1* *^"* Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen
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Sport.
Kriegshuude. Dcni Kriegshund wird heute sowohl von den Aynologen als auch vom Mckttär berechtigte Aufmerkiamkeit zuge-
Gasco^es,
Infolge Stadtverordneten-Beschlusses vom 10. April d. 3» eine
36 Gentnern:
. . 1,05 Mk.
. . 1,20
• • , Gentnern :
. . 1,— Mk.
. . 1,15 , 9httzcokes 9h:. 2 1,20 „
Für Lokesabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Lentner.
Für Aufuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den
PreisemWung ojcrcr kascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt
Bädcrzertung.
h. Bad Salzschlirf, 16. Mai. Das Wasser der im letzten Winter neu erbohrten Svolquelle, welches in seinem Gehalt an Kochsalz und Kohlensäure sämtliche hier vorhandenen Quellen weit übertrifft, findet in dieser Saison bereits Verwendung zu Badezwecken. Es sind acht neue Logierhäuser am Platze entstanden, damit ist zunächst jedem Wohnungsmangel vorgebeugt. Am Schwefelbrunnen ist eine Gurgelhalle erbaut worden. Beide Musiktempel sind vergrößert; bie Kürmusik ist wesentlich verstärkt; es finden von dieser .Saison ab täglick) mehrere Konzerte statt, auch vollführt die Kapelle neuerdings eine vortrefftiche Streichmusik. Außer den Theatervorstellungen im Kursaal sind die meisten Unter- Haltungsabende int Freien geplant; es sind hierzu erftc Kräfte der Hoftheater in Darmstadt, Kassel usw. engagiert. Der Kurplatz wird für diese Veranstaltungen besonders her- gerichtet. In den Waldungen der Umgebung sind über 100 neue Ruheplätze hergestellt. Die Jagd ist in weitem Umkreise von der Gesellschaft gepachtet. Das Verhältnis der Besucherzahl gegen das Vorjahr ist 7 zu 5.
Die deutschen Nordseeibäder. Der im Jahre 1896 begründete VerbanddeutscherNordseebäder bringt zur diesjährigen Saison wiederum einen neu bearbeiteten Führer durch unsere Nordseebäder. Wie in der Einleitung des in gedrungener Kürze unter Vermeidung jedes Rellamenhaften übersichtlich und gewandt geschriebenen Merkchens ausgeführt wird, „fühlen die deutschen Nordseebäder sich in dem zur Wahrung ihrer gleichen Interessen begründeten Verbände stark genug, der außer- deutschen Konkurrenz, den belgischen und holländischen Seebädern, die „Stirn zu bieten", und wenden sich mit ihrer neuen kurzen Publikation „an alle Deutschen, die bisher der Ansicht huldigten, daß nur in der Fremde Anregung und Heilung zu sinden sei". — Indem wir dem rührigen Verbände im nationalen Interesse einen vollen Erfolg wünschen, glauben wir unseren Lesern einen Dienst zu thun, wenn wir ihnen die geschmackvoll ausgestattete und mit einer Übersichtskarte versehene Broschüre, die die in fast allen größeren Städten Deutschlands errichteten Auskunftsstellen des Verbandes deutscher Nordseebäder kostenfrei verabfolgen, hiermit empfehlen. Auch der Vorstand des Verbandes in Norderney versendet das Werkchen jederzeit gern kostenlos an alle diejenigen, welche ein deutsches ALordseebad besuchen wollen, oder welche sonst Interesse an der Entwicklung der deutschen Nordseebäder haben. Das Buch schildert die einzelnen Bäder und giebt außerdem klare Auskunft über die vielen günstigen und durchaus nicht kostspieligen Reisewege nach der Nordsee.
4 Oberjägern, 4 Jägern und 8 Hunden, das Magdeburgische Jägerbalaillon Nr. 4 in Bitsch mit 3 Oberjägern, 3 Jägern und 3 Hunden, ferner das Brandenburgische Jäger- bataillyn Nr. 3 in Lübben mit 1 Offizier, 1 Ober,ager, 7 Jägern und 7 Hunden. Tie Hunde sollen auf Leinensührigkett, Bringen von Meldungen, Rückkehr zur absendenden Stelle, Ablegen und Aufsuchen von Verivundeten geprüft werden. Diese Hunde werden heule nur bei den JägerbataiUonen beibehalten. Es wird von ihiien im Krieg mancher gute Dienst erwartet und zwar besonders bei der schnellen Ueberbringung einer Meldung, in für Reiter und Radfahrer ungünstigem Gelände, bezw. wenn erstere fehlen; für Schleichpatrouillen dicht am Feinde und zur Verbindung der Vorposten untereinander oder nut den Feldwachen, ganz besonders aber auch zum Aufsuchen von Verwundeten in bedecktem Gelände. Sehr wichtig dürfte wohl auch die Verwendung als Wachhunde bei Posten sein. — Soweit es angängig erscheint, werden die Vorführungen der Hunde int Hose der Landwirtschaftlichen Halle mehrmals am Tage stattfinden, uub es ist jedenfalls für alle Kynologen und Hundefreunde von Interesse, sich von der Verwendungsfähigkeit der einzelnen Hunderassen für diese Zwecke durch Augenschein überzeugen zu können. Diese Vorführungen finden am 24., 25. und 26. Mat statt.
L. Gießen, 17. Mai. Schöffengericht. Das Schöffengericht verhandelte zunächst gegen einen Uhrmacher aus Haßlings- hausen wegen Betrugs und Unterschlagung. Dem mehrfach vorbestraften Angeklagten wird zur Last gelegt, aus Allen- dorf a. d. Lda. unter Mitnahme eines Teils der bet ihm zur Reparatur niedergelegten Uhren heimlich sich entfernt zu haben, nachdem er vorher noch eine größere Zechschuld unter Vorspiegelung falscher Thatsachen gemacht hatte. Das Urteil, dessen Rechtskraft der Angeklagte sofort anerkennt, lautet auf eine Gesarntgefängnis- ftrafe von 4 SDlonaten. — Wegen Ruhestörung und groben Unfugs sowie wegen Beleidigung eines Schutzmanns und Widerstands gegen diesen wird der mehrfach vorbestrafte Sohn eines hiesigen Schaustellers zu 4 Monaten Gefängnis und 2 Wochen Haft rsr urteilt. — Ein Kellner, z. Z. in Düffeldorf beschäftigt und deshalb vom Erscheinen im Verhandlungstermin entbunden war, hatte sich, während er hier in Stellung war, des Betrugs schuldig gemacht. Seiner Vorstrafen wegen wird auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen £egen ihn erkannt. — Gegen einen Knecht aus Gießen, der sich oer Tierquälerei schuldig gemacht und den ihn deshalb zur Rede stellenden Schutzmann beleidigt hatte, wird wegen Beamtenbeleidigung auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche und wegen Tierquälerei auf eine Haftstrafe von 5 Tagen erkannt und dem beleidigten Teck Publckationsbefugnis im „Gießener Anzeiger" zugesprochen."
— „Verjährung des durch unterlaffene oder ungenügende Deklaration zur Einkommen- oder Vermögenssteuer begangenen Steuerdelikts". Bezüglich dieser wichtigen Frage Hai der Strafsenat ^d es Ober land esgerichts Darmstadt am 16. in der Straffache 8. 19,02 eine Entscheidung von großer Tragweite erlassen. Rach den^einschlägigen Steuergesetzen von 1900 läuft für die Veftährrmg des Steuerhinterziehungsdelikls eine dreijährige Frist, während der zivilreFttiche Anspruch des Fiskus au Nachforderung des hinterzogenen Steuerbetrugs erst in fünf Jahren verjährt. Diese letztere Käst beginnt unbestritten mit Ablauf des Steuerjahres, für welches die bett'. Deklaration ganz unterlassen ober zu gering eingereicht worden ist. Fraglich war jedoeb in der erwähnten Straffache geworden, ob die dreijährige Lerjährungs-
kReßen in t/er ersten 1356, abgeftmmrt 500 (36,9), in der zweiten 2280, abgeftünmt 509 (22,3), in der letzten 2573, abgestimmt 923 (35,9); in Friedberg in der ersten 869, abgesrimrnt 109 (12,5), in der zweiten 819, abgestimmt 240 (29,3), in der letzten 838, abgestimmt 231 (27p); in Alsfeld in der ersten 723, abgestimmt 120 (16,6), in der zweiten 716, abgestimmt 261 (36,5), in der letzten 774, abgestimmt 221 (28,6) pGt). Zusammen betrugen die Stimmberechtigten in der ersten Wahlperiode in den acht Städten 2o 108, davon haben abgestimmt 6684 ober 26,6 pEt., in der zweiten 28490, abgestimmt 8662 oder 30,4 pCt., in der letzten 32158, abgestimmt 12680 ober 40 pCt. — Im 8. Wahlbezirk Mainz-Ämd ist bas Resultat in den acht Orten folgendes: In der ersten Wahlperiode waren insgesamt 3364 Stimmberechtigte vorhanden, abgestimmt fyabat 543 (164 PCt.), in der zweiten 3729, abgestimmt 1641 (44 pCt.), in der letzten 4524, abgestimmt 2580 (55 pCt.). — Im 1. Wahlbezirk Pfeddersheim waren in den 23 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 4112 Stimmberechtigte, abgestimmt haben 429 (10,4 pCt.), in der zweiten -1189, abgestimmt 694 (16,6 pCt.), in der letzten 4489, abgestimmt 478 (16,6). Im 2. Wahlbezirk Alzey waren in den 20 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3845 Stimmberechtigte, abgestimmt haben 1272 (33,1 pEt.), in der zweiten 3747, abgestimmt 870 (23,2), in der letzten 3868, abgestimmt 928 (24). Im 3. Wahlbezirk Wöllstein-Alzey waren in den 24 Ortschaft in der ersten Wahlperiode 3904 Stimmberechtigte, ab gestimmt haben 570 (14,6 pEt.), in der zweiten 4109, ab- gestimmt 796 (19,4), in der letzten 3974, abgestimmt 557 (14). Im 4. Wahlbezirk Osthofen waren in den 15 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3839 Stimmberechtigte, abgestimmt 556 (17,1 pEt.), in der zweiten 3973, abgestimmt 392 (9,9), in der letzten 3947, abgestimmt 417 (10,6). Im 5. Wahlbezirk Wörrstadt waren in den 20 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3891 Stimmberechtigte, abgestimmt haben 634 (16,3 pCt.), in der zweiten 4015, abgestimmt 606 (15,1), in der letzten 4074, abgestimmt 850 (20,9). Im 6. Wahlbezirk Oppenheim waren in den 17 Ortschaften in der 1. Wahlperiode 3911, abgestimmt haben 344 (8,8 pCt.), in der zweiten 3905, ab gestimmt 376 (9,6), in der letzten o909, abgestimmt 311 (8). Im 7. Wahlbezirk Oppenheim-Nieder-Olm waren in den 17 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3967 Stimm berechtigte, abgestimmt haben 570 (14,4 pCt.), in der ^veiten 4217, abgestimmt 659 (15,6), in der letzten
Kriegshund oder mit dem zum Kampfe abgertchteten Hunde früherer Jahrhunderte zu vergleichen; befonders ist er nicht mit den von den Spaniern schon bei der Eroberung Merckos verwandten Httnden zu verwechseln, welche sich beim Angriff in die dichtesten Haufen der Indianer ftüriten, sie au Boden nfi'en und erwürgten. 9ioch im Jahre 1798, bei einem Aufstand der Maron-Reger auf Jamaica, brachten solche Hunde die Aufftändigen zur schnellen Unterwerfung, besonders als bekannt wurde, daß der Gouverneur Negerjäger mit ihren Hunden aus Kuba hatte kommen lassen. Unter diesen Doggen bat einer, namens Bozercklo, eine traurige Berühmtheit erlangt. Er zeichnete sich durch große Stärke, Kühnheit und Klugheit aus. Es wird erzählt, daß sich der fpanudic Hauptmann Jago de Senadzo das Vergnügen machte, alte Indianerinnen von dem grausamen und wütenden Tiere zerreißen zu lassen. Unsere Kriegshunde werden nicht mehr als Genossen im Kampf verwandt, sondern nur als Boten und Wächter und zum Auffinden von Freund und Feind. Dem Ausstellungsvorstand der 4. Internationalen Hun d e- A u sst e 11 un g zu Fr ank- uri a. M. ist es, wie schon früher mitgeteilt, gelungen, die Genehmigung der Königlichen Inspektion der Jäger und Schützen zur Vorführung unb Prüfung auf Leistungen von fiskalischen Kriegs- hundeii deutscher Jägerbataillone zu erhalten. An diesen Prämiierungen beteiligten sich das 2. schlesische Jäger- bataillon 9lr. 6 im Standquartier Oels mit 2 Offizieren,
4313, abgestimmt 1287 (29,8). Im 9. Wahlbezirk Nieder- Olm-Ober-Jngelheim waren in den 12 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3752 Stimmberechtigte, abgestimmt haben 740 (19,7 p-Lt.), in der zweiten 3881, abgestimmt 1210 (31,2), in der letzten 4304, abgestimmt 1850 (43). Im 10. Wahlbezirk Bingen-Ober-Jngelheim waren in den 19 Ortschaften in der ersten Wahlperiode 3725 Stimmberechtigte, abgestimmt haben 786 (21,1 pCt.), in der zweiten. 3852, abgestimmt 469 (12,2), in der letzten 4002, abgestimmt 505 (12/5). In der gesamten Provinz Rheinhessen betrug außer den Städten Mainz, Worms und Bingen die Zahl der Stimmberechtigten in der ersten Wahlperiode 38 310, davon hbean abgestimmt 6544 (17,1 pEt.), in der zweiten 39 617, abgestimmt 7713 (19,5), in der letzten 41404, abgestimmt 9763 (23,6). In der Provinz Starkenburg betrug außer den Städten Darmstadt und Offenbach die Zahl der Stimmberechtigten in der ersten Wahlperiode 59 524, ab- gestimmt haben 8460 (14,2 pCt.), in der zweiten 61801, ab gestimmt 14 642 (23,7), in der letzten 67 481, abgestimmt 24 535 (36,4). In der Provinz Oberhessen betrug außer den Städten Gießen, Friedberg und Alsfeld die Zahl der Stimmberechtigten in der ersten Wahlperiode 46 394, davon haben abgestimmt 6020 (13 pCt.), in der zweiten 46 499, abgestimmt 9062 (19,5), in der letzten 49 041, abgestimmt 13 318 (27,2). Wie aus der Zusammenstellung zu ersehen ist, ist die Wahlbeteiligung bei dem bisherigen Wahlsystem eine erschreckend Heute zu nennen.
Offenbach a. 3JL, 16. SDiai. Im kommenden Herbst hat für die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Ulrich (Vertreter für Offenbach-Stadt) und Rau (Vertreter für Mühlheim-Steinheim) eine Neuwahl slattzusindcn. Wie das hiesige .Abendblatt" meldet, wird Rau keine Wiederwahl mehr annehmen. Für ihn wurde Ulrich aufgestellt, der sich noch um den Offenbacher Sitz berwerben wird. Sollte Ulrich doppelt in Offenbach-Stadt und -Land gewählt werden, so wird er in Offenbach annehmen. Für den Landkreis ist in diesem Falle der hiesige Stadtverordnete Johs. Orb vorgesehen. In beiden Wahlkreisen wird der Kampf äußerst heftig werden. Der Ausfall der Wahlen zu den Gemeindevertretungen in Bürgel, Mühlheim und Offenbach im Herbste 1901 hat der Sozialdemokratie für den Landtag keine besonders glückverheißenden Aussichten eröffnet. Sie unterlag be- kannllich bei diesen Wahlen in den genannten Gemeinden.
a. Marburg, 19. Mai. Die Hilfsarbeiter am Wenker- schen Sprachatlas des Deutschen Reiches hierselbst, Pros. Dr. Ferdinand Wrede und Dr. Emil Maurmann sind zu Bibliothekaren an der Königlichen Bibliothek zu Berlin ernannt worden.
a. Marburg, 19. Diai. Von der Stadtverordnetenversammlung ist am Freitag die Aufnahme einer Anleihe on 5 Millionen Mark in geheimer Beratung beschlossen worden. Es soll in erster Linie zur Convertierung von 3X/S Millionen Schulden dienen, der Rest wird für Schulneubauten, Kasernenerweiterungen, Neupflasterungen rc., die sich im Laufe der Zeit als notwendig erweisen, verwandt werden.
Wiesbaden, 17. Mai. Bon der Huld des Kaisers, mit der er die Ovationen der Einwohner Wiesbadens ausgenommen hat, zeugt folgender Vorgang: Drei junge Damen der hiesigen Gesellschaft begaben sich in Begleitung einer Verwandten, eines Heinen Mädchens im licht- blonden Haar, jeden Aiorgen in den Wald, um Sr. Majestät einen Morgengruß zu spenden. Die ganze Woche schienen sie kein Glück zu haben, aber wer ausharrt, wird gekrönt. Am Freitagmorgen wurde ihr Bemühen reichlich belohnt. Es ist 8 Uhr — der Kaiser naht und biegt in das Neroth al ein, der Gruß der jungen Damen wird huldvollst erwidert, die Kleine tritt vor und überreicht Sr. Majestät ein Bouguetchen von roten Nelken mit den Worten: „Hier, mein lieber Kaiser." Der Monarch nimmt die Blumen in Empfang, steckt sie an die Uniform und dankt aufs herzlichste. Ähon ist Majestät außer Sicht, als Plötzlich Generaladjutant v. Scholl zurückgaloppiert und im Namen des Kaisers um die Adresse der Kleinen bittet. Wer beschreibt das Erstaunen, als noch im Laufe des Nachmittags ein Bote Sr. Majesllit in seinem däunen der Kleinen eine wundervolle Puppe überreicht.
zeck des Steuerdelcktes mit dem gleichen Termin ihren Lauf beginne ober ob sie erst vom Ablauf der fünfjährigen Verjährungsfrist jenes Nachsorderungsanspruchs emfetze, mithin thatfächlich acht Jahre betrage. Die Strafkammer Gießen hatte diese letztere Auf- faffung verneint und ausgeführt, daß das Steuerdelikt infofern zu dem Nacksiorderungsanspruch in keinerlei Beziehung stehe, mck Ablauf des bett. Steuerjahres vollendet fei und mithin seine brei- jährige Verjährung also auch von diesem Termin an zu berechnen ei. Die ans Veranlassung der Steuerbehörde gegen dieses Urteck verfolgte Revision hat die obersttickUerliche Instanz nunmehr ab- ge wiesen, indem sie sich bezüglich der Verjährung in gleichem Sinne aiisivraeti.
§anl)rl und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Vom Kohlcnmarkt wirb gemeldet, daß der Tagesverfandt in Steinkohlen, Koks und Stein! ohlenbriketts gegenüber den Vormonaten eine weitere Besserung erfahren hat. Von einem besseren Absatz nach Holland ift aber vorläufig infolge der Preisunterbietungen noch keine Rede. Infolgedessen nehmen auch die großen Lagerbestände in den Ruhrhäfen nur langsam ab. Int allgemeinen ist aber eine thatsächliche Besserung in der Kohlenindufttie unzweifelhaft. Tas Kohlensnndikat Iiat in den letzten Tagen umfangreiche Einzelaufträge» zur baldigstem Ausführung erhalten.
— Zur Nederzeichnuug auf bie neue russische Anleihe wird nun gemeldet, daß mancherlei Ereignisse, die feit der Emission in Rußland eingetreten sind, ein solches Zurückströmen der Anleihe zu den Emissionsfirmen veranlaßt haben, daß diese gegenwärtig wieder als Abgeber der Anleihe genannt werden. Es ift ja eine alte, immer wiederkehrende Gesäsichte, daß auf den Rausch der Katzenjanuner folgt
Lanbstnhl, 16. Mai. Die Generalversammluna des Bov- schußvercins Landstuhl sprach sich aus Anlaß oer Herrle- Affaire nach dreistündiger Beratung dahm ans, daß der Aufftchtsrat, der mindestens sehr fahrlässig in der Erftilltmg seiner Obliegenheiten gewesen fei, zur Zahlung einer Summe von 50 000 Mk. in 12 Jahresraten an die Vorschußkafve zu verpflichten fei, andernfalls Anklage gegen ihn erhoben werden solle. Dieser Beschluß würbe mit 61 gegen 28 Stimmen gefaßt. Die Minorität wollte von diesem Ausgleich nichts wissen und beantragte gerichtliches Vorgeben.
' — Bon einem Kupferaktietischwindel wird aus London berichtet, daß die auf nominal 1 Lstrl. lautenden Aktien der Etriiscan Köpper Eie. bis auf 6 Lstrl. getrieben wurden, dann aber wieder bis pari wichen. Ein Londoner Ingenieur erklärt die Mine fur ganz wertlos und verpslichtel sich in einem offenen Brief, 10 000 Lstrl. an die Londoner Hospitäler zu zahlen, wenn ein anderer unabhängiger Ingenieur beweisen kann, daß sein Urtell unberechtigt ist. Dte Direktoren der Gesellschaft haben diesen harten Angriff bis jetzt unbeantwortet gelaßen.
— Neue 3proz. sächsische Meute. Der Uebemahmekurs beträgt 99.10. Die Gruppe der Detilschen Bank hatte diesmal nur 89.27 geboten.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheatrr.
Operuhans.
Mittwoch den 21. Mai*): „Dte lustigen Weiber von Windsor^. Donnerstag den 22. Mai: „Amelia" oder „Der Alaskenball." Freitag den 23. Mai, abends halb 7 Uhr: „Die schöne Helena." Samstag den 24. Mai: „Figaros Hochzeit". Sonntag den 25. Aiai: „Die Entführung aus dem Serail." Hierauf: „Eoppelia." Montag den 26. Mai geschlossen. Dienstag den 27. Mai: „Die Meistersinger von Nürnberg." Walther von Stolzing: Herr Josef Tijssen von der Niederländischen Oper in Amsterdam als ©oft
Schauspielhaus.
Mittwoch den 21. Mai*): „Maria Stuart". Maria Stuart: Fräulein Alice v. Run egg vom Stadttheater in Linz als ©oft Graf Leicester: Herr Rtch. Kirch als Gast. Donnerstag den 22. Mai: „Rosenmoittag". Freitag den 23. Mai: „Der Tugenb- hof." Samstag den 24. Mai: „Die rote Robe". Yanette: Frl. Alice v. Run egg vom Stadttheater in Linz als Gast. Sonntag den 25. Mai: „Alt-Heidelberg." Montag ben 26. Mai: Zum ersten Male: „Rühmlose Helden."
♦) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends umJ7 Uhr.
Ceutner berechnet.
NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Gentnern — auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mck keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne bejonbere Vergütung.
Im Gaswerk sinder nur ein Äertauf von über 5 Enrtner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der
ükiiwtrtaf iw Gmokes
von 1 bis 5 Gentner
eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, Franksurrerstratze 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Ltcherstraße 2, August Struck, Bisrnarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5.
Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer GaScokeL samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Gentnern.
Die Preise unterer Gascokes für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückvergütung von 4 Pfg. für den Gentner.
Gießen, den 16. April 1902. 3086
Städtisches Gas- uub Wasserwerk Gießen.


