Ausgabe 
19.11.1902 Zweites Blatt
 
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152. Jahrgang

ZwetteS Blatt.

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Nr. 272

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Dem (Siebener Anzeiger werden tm Wechlel mit dein ßelflfdjen Landwirt die Siebener Kamillen- blätter viermal m der Woche beigelegL ßtotationSdruck u. Der> lag bei Brüh l'lchen Unioed.'v-Hud)- u. Siem- brude rei (ihetld) <ii ben) Rebaftion, Erveduura und Druckerei:

Gchal st ratze 7. tlbiefle für Develchenl Anzeiger Gtehen.

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KMZ

» Kf zeigenteil: (»an - B eck.

Ale hkutige Kummer umfaßt 10 Seiten.

PMifche Tagcsschan.

Zum Attentat auf den belgischen König.

Als bei Beginn der gestrigen Kamniersitzung ht Brüssel 6er Präsident mitteilte, daß er an die Kammer einige Worte über den Mordanschlag gegen den König richten werde, erhoben sich alle Mitglieder der Kammer mit Aus­nahme der Sozialisten und Radikalen Lorund und Janson sotvie des christlichen Demokraten Daens von ihren Plätzen. Der Präsident der Kammer, der Ministerpräsident de Smet de Nayer, der Führer der Klerikalen Woeste, der Liberale Neujeau erklärten der Reihe nach ihr Bedauern über den Mordanschlag und ihre Freude über die Rettung des Königs sowie darüber, daß der Mörder kein Belgier sei. Hierauf ergriff unter großer Aufmerksamkeit des Hauses der So­zialist Bande rvelde das Wort im tarnen der So­zialdemokraten. Er sagte folgendes: Wegen unserer repu­blikanischen Ueberzeugung tonnen wir uns dem Vorschlag des Präsidenten, dem König unsere Teilnahme auszudrücken, nicht anschließen, doch bedauern wir die That ausdrücklich und freuen uns, daß sie mißglückt ist, da wir höchste Achtung vor jedem menschlichen Leben haben. Gleichzeitig aber müssen wir unser tiefstes Bedauern darüber aus­drücken, daß man unschuldige Arbeiter eingesperrt und sogar einen englischen Abgeordneten, welcher der sozia­listischen Partei angehört hat, gestern hier verhaftet hat. Redner betonte ausdrücklich, bay der Attentäter keiner Selle und keiner Doktrin angehöre. Die Adresse an den König wurde ohne Widerspruch angenommen unb fobann die Sitzung der Kammer aufgehoben. Die italienische Kammer sandte an die belgische Kammer aus Anlaß des Attentates Rubinos ein Telegramm.

Man hat es aller Wuhrschrtulichkeit nach diesmal that- /achlich mit einer höchst eigentümlichen Spielart von Anarcyistcn zu thun, mit einem Anarchisten, den die wirklichen Anarchisten für einen Spitzel hielten, iiie ganzen lünjianbe dieses harmlos verlaufenen und ungeschicrl inszenierten Attentats legen den Verdacht nahe, daß man es hier mit dem Akt eines Menschen zu thun hat, der gewissen Kreisen durch seine That einen Ge­fallen erweisen wollte. Vielleicht sucht man sich auch ein­mal über die bisherigen Erwerbsquellen des Mannes einige Aufklärung zu verschaffen.

Die Anarchisten Lonbons sind von dem Attentat Ru- binos vollsrandig überrascht. Sie erklärten, daß sie der Perjonlicyllit Rubinos ein derartiges Attentat nicht zu­getraut hätten.

Eia Exmiaister als Miuisterstü^er.

In ungemütliuier ^unahon bu|jiuli ,ich Frankreichs Minister des Aeußeren Telcaisä aus Anlaß des Siam-Ver­trags. Ter Urheber des Kesseltreibens gegen Delcafiv ist fein anderer als Hanotaux, der einstige Auslands-Mi­nister des Kabitie'tts Sjieline, der Unterzeichner des Vündnis- ablommens mit Rußland! Haluotaux hat ben Sturmlauf gegen Telcasss von langer yanb vorbereitet; ber Fall Siam ist ihm um deswillen ein willkommener Aniaß vorzugehen, als gegen den Siam-Vertrag in der Kammer eine starke Opposition besteht. Tie Lage ist für Telcassv nicht ungefährlich; in ben ber Negierung nahcsteheuben yiättern heipt es bereits, bas Schicksal des Kabinetts sei nicht an dasjenige Telca,ivs gebuuoen. Der Minister scheint beim auch in neue Verhandlungen mit Siam eintreten ru wollen, doch ist es zweiselhafi, ob er iseine Stellung dadurch nachhaltig festigen tvird. Hanotaux hat es offen­bar verstauoeu, die Unzufriedenheit weiterer Kreise gegen Telca,so kräftig zu schüreu, ihn unbeliebt zu machen, was sranzo,.scheu Staatsniännern verhängnisvoll zu werde« pflegt. Telcassös Zoll würde wohl an der Newa mehr be­dauert werden, als an der Seine.

Nach den letzten Nachrichten befindet sich der nördliche Teil Siams im Aufstande gegen die siamesischen Be­hörden. Es fanden bereits mehrere Zusammenstöße zwischen ben Regierungstruppen und Aufständ.schen statt. Ler Aufstand ist veranlaßt durch Steuereintreibungen sia­mesischer Agenten, welche die Bevölkerung dabei brand- scha^ten. Viele (Anwohner flüchteten nach dem Gebiete des französischen Laos, wo vollständige Ruhe herrscht.

Dculsches Reich.

Berlin, 18. Nov. lieber den Ab, chied des Kai- /erö von König Eduard bringen englische Blätter interessante Tetalls.Die Abreise des Kaisers", berichtet dieSunday Times",die am Samstag von Sandringham erfolgte, war mit vielen Zeremonien und militärischen Schauspielen verknüpft. Kaiser Wilhelm fuhr mit dem Könige und dem Prinzen von Wales in einem offenen, von vier Pferden gezogenen Landauer, mit Postillonen und zwei Grooms in scharlachroten Livreen, begleitet von des Königs Leib-Norsolk-Yeomanry, von der er Ehrenoberst ist. Tie schönen blauen und khakifarbenen Uniformen zu- iammen mit ben scharlachroten Livreen gaben ein buntes bild, das man gern betrachtete. In dem Stationshof war eine Ehrenwache von IGO Mann von den 3. Norfolk Volun- leers aufgestellt. Bei der Ankunft der Majestäten salu- dlerten die Truppen, und die Kapelle spielte die National- ihymne. Run wurde die Ehrenwache inspiziert. Fast un­mittelbar darauf geleiteten ber König unb ber Prinz von Wales den Kaiser in seinen Salonwagen, und der Zug fuhr w 11 Uhr 5 Min. ab.

Englischen Blättern zufolge verlautet in Newyork, Deutschland beabsichtige die west amerikanische Sta­

tion dauernd mit einem Gescüwader zu besetzen. TerPost" wird an zuständiger Stelle diese Meldung als unbegründet bezeichnet.

Ter vom Bundesrat beschlossene Entwurf eines Ge­setzes betreffend Pbosphorzündwaren ist heute nebst Begründung dem Reichstage zugegangen.

Tas preuß. Staatsministerium trat unter Vorsitz des Grafen Bülow heute zu einer Sitzung zusammen.

Zu den Vorgängen im.Handelsvertrags- Verein, dessen weiterer Ausschuß demnächst zu erneuter Beschlußfassung über den Zolltarif einoerufen werden soll, wird behauptet, daß der Brief, den der Vorsitzende des Vereins, Geh. Kommerzienrat Herz kürzlich an den Reichskanzler richtete und in dem die langfristige Verlänge­rung der gegenwärtig laufenden Handelsverträge als ein­ziges Mittel zur Sicherung unserer handelspolitischen Zu­kunft bezeichnet wurde, nicht die einmütige Auf­fassung desweiteren Ausschusses wiederspiegle. Ein er­heblicher Teil der Ausschußmitglieder, darunter zahlreich« Großindustrielle von liberaler Gesinnung, soll sich mit Ent­schiedenheit dafür ausgesprochen haben, daß es für Handel und Gewerbe in erster Linie darauf antomme, zu sta­bilen Verhältnissen zu gelangen, und daß hierfür die Regierungsvorlage die geeignete Grundlage bilde.

Gegen die Bestrebungen einzelner Innungen, die Ausstellung von Jnvalidenkarten an Gesellen von der Ablegung der Gesellenprüfung, abhängig zu machen, wendet sich eine s ch a r fe Verfügung des preuß. Handelsministers Möller, in der darauf hingewiesen wird, baß bie Eintragung ber Berufsstellung auf ben Karten lediglich zur Feststellung ber Identität diene, aber keinen Nachweis seiner Fähigkeiten barbieten solle. Wenn trotz- bem bie Quittungskarte zu solchem Zwecke gebraucht zu werden pflege, so liege kein Anlaß vor, diesem Mißorauch durch behördliche Anordnungen Vorschub zu leisten. Im Hinblick auf das Entgegenkommen, das einzelne Landwirte ben Hanbclskammern in bie)er Frage bewiesen, bemerkt ber Minister, bah es lediglich ihm Vorbehalten bleibe, er- gänzenbe Bestimmungen für bie Ausstellung von Quittung»- tärten zu erlassen.

Ter preuß. Minister des Innern hat eine genaue Untersuchung ber in ber letzten Zeit vorgevommenen oolizeilichen Uebergriffe veranlaßt, soweit es sich dabei um Vorgänge in Preußen hanbelt. Nach bem Aus­fall der Ermittelungen werden Maßnahmen getroffen wer­den, derartige unliebsame Vorkommnisse für die Folge zu vermeiden.

In Derussfischerkreisen wird jetzt ein letzter Versuch gemacht, die Ablehnung des Fisch Zolles in der Zolltariskomniission abzuändern. Es ist in diesen Tagen eine ausführliche Petition in Fischerkreisen in Um­lauf gesetzt worden, die behauptet, daß die Gründe der Zoll­gegner haltlos seien.

Kiel, 18. Nov. Prinz und Prinzessin Hein­rich sind mit ihren beiden jüngsten Söhnen heute hier eingetroffen. Bei dem Prinzen fand heute abend im Schlosse ein Mahl statt, zu dem der Koutreadmiral des hier liegen­den russischen Geschwaders, Stackelberg, die Kommandanten der russischen Schisse und Torpedoboote, sowie die orts»- anwesenden Admirale geladen waren.

Köln, 18. dlov. Bei den heutigen Stadtverord­netenwahlen siegte die Liste des Zentrums mit einer Mehrheit von 150 Stimmen.

Heer und Flotte.

Die britischen Heere sreformpläne, die der südafrikanische Krieg ins 2eben gerufen hat, verflüchtigen sich immer mehr. Von der allgemeinen Wehrpflicht ist längst nicht mehr ernstlich die Rede, und aucy der Plan ber Bildung von sechs ständigen Armeekorps, wie ibn der Kriegsminii'ler Brodrick vertritt, stößt auf erheblichen Wider­stand. Brooricks Plan einer Armeereform mittels Bildung von sechs Armeekorps, auf den er so stolz ist, findet wenig Gnade vor den kompetenten Offizieren. Admiral Beresford erklärte:Es giebt nur drei Wege, bie Armee zu refor­mieren : Einmal durch eine enormeVermebrungund Verbesserung ber Hilfstrufipen, bie in Süb- afrika von so großem Nutzen gewesen sind. Den Armeekorps- vlan solle man fallen laisen." Oberst Herbert, ber während des Krieges die fremden Attachees geführt hat und darauf Hilfsgeneraladjutant in Lord Roberts Stabe gewesen ist, erönnete feine Kampagne als liberaler Kandidat mit einer BrodrickS Reformplan vernichtenden Rede. Herbert erzählte ben Wählern, ein Kommanbant bieferPapierarmeekorps" hätte ihm vor einigen Tagen gesagt: Nach bem Reform- plan foile er 10164 Mann unter sicy haben; er habe jeboch nur vier Bataillone von je 400 9)1ann, unb kein Mensch wisse, wo bie anberen Herkommen sollen. Die Aussichten ber BrobricLschen Reform sinb banach höchst ungünstig. Allzu viel wird an dem bisherigen Stande des britischen Heer­wesens wohl überhaupt nicht geändert werden.

Ausland.

Paris, 18. Nov. Ein aus Jndochina zurückaekehrter höherer Beamter erklärte einem Marseiller Redakteur, er wisse bestimmt, daß der japanische Generalstab einen Feldzugsplan zur Einnahme von Jndochina ausgearbeitet habe und daß Japan in wenigen Tagen bO 000 Mann Truppen dorthin werfen könne. Man hofft, daß diese Angelegenheit in der Kammer zur Sprache kommen wird.

Rom, 18. Nov. Bei einer Begegnung mit Zanardelli versicherte der König, daß der Zur und Kaiser Wil­helm imnächstenFrühjahr nach Italien kommen würden. Im Sommer werbe er mit der Königin eine Reise

nach England unternehmen. Verhandlungen toeaen einer Begegnung des Königs mit L o u b c t würden geführt, seien aber noch nicht zum Abschluß gelangt.

Belgrad, 18. Nov. Die Negierung reichte beim König ihre Demission ein. Ter Könia nahm dieselbe bisher nicht an. Der Präsident und der Vizepräsident ber Skupschtina wurden in das königliche Schloß berufen. Der Rücktritt des Kabinetts Welimirowitsch gilt für wahr­scheinlich.

Peking, 18. Nov. Die amerikanische Kommission für die Regelung der Entschädigungsansprüche beendete ihre Arbeit. Die bewilligten Forderungen belaufen sich auf 1383 000 Dollars, die nicht bewilligten auf 1804 000 Dollars.

Peschawar (Brit.-Jndien), 18. Nov. Amtlich wird aus Gumatti gemeldet, von wo die vierte Angriffskolonne ber gegen bie Wasiri entsandten Expedition abmarschiert ist, daß der Feind hartnäckigen Widerstand leistet. Oberst Tonnochy, der Befehlshaber der vierten Kolonne, ist schwer verwundet. Verstärkungen wurden erbeten.

Aus SIM uni) Saud.

Gießen, den 19. November 1902.

"Losnachrichten. Zu Ehren des in Darmstadt anwesenden außerordentlichen Gesandten unb bevollmäch­tigten sächsischen Ministers Frhrn. v. Friesen fand bestem nachmittag 2y4 Uhr im Großherzoglichen Residenz-- Müsse Hof täfel statt. Es waren an der reich geschmück­ten Tafel 28 Gedecke aufgelegt Tie Musik stellte die Ka­pelle des 1. Großh. Dragoner-Regiments (Garde-Dragoner- Negiments) Nr. 23. Am 25. November nachmittags wird anläßlich der Eröffnung des 32. Landtags im Groß­herzoglichen Msidenzschlosse Galatafel stattfinden. Für Den 27. d. M. ist die Abhaltung eines H o f b a l l e s vor­gesehen.

* Personalien. Der Großherzog nahm den Verzicht des Staatsministers i. P. Wirklichen Geheimrats Freiherrn v. Starck auf die Rechte eines lebenslängllchen Mitgliedes der Ersten Kammer ber Stande an.

** Auszeichnung. Dem ordentlichen Profeffor in der juristischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg Dr. Rudolf Stammler (einem geborenen Oberhessen) wurde von dem Kaiser der Charakter als Geheime Justizrat ver­liehen.

** Abonnementskonzerte. Tie schon längst er­wünschten Winter-Abonnementskonzerte unserer Regiments- musik nehmen, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, Don­nerstag, den 20 November, ihren Anfang unb machen wir hierburch noch besonders daraus aufmerksam. Wie reich­haltig und vielseitig Herr Musikoirettor Krauße seine Pro­gramme gestaltet, ist uns allen hinglänglich bekannt, und giebt das erste beredtes Zeugnis. Altmeister Haydns herr­liche Es-dur-Sinsonie und noch so manche andere musi­kalische Perle sind gerade Zugstücke genug, um Konzertsale zu füllen. Sorgt nun unser Publikum für angemessene Ruhe und für nicht äu viel Rauch, damit sich auch unsere Tamenwett dort wohl fühlen kann, so werden diese gleich ben Sommer-Konzerten ihre bekannte Anziehungskraft be­währen.

* Operetten-Vorstellung im Stadttheater. Wie wir hören, hat Direktor Kruse das diesige Stadttheater dem Direktor, des Wiesbadener Operetten-Ensembles Maxwell für eine Operetten-Aufführung überlassen. Diese Aufführung, für welche Direktor Lttaxwell, der augenblicklich in Marburg mit seinem Operetten-Ensemble große Erfolge erzielt, die neue reizende OperetteDas süße Mädel" von Reinhardt ausgewählt hat, findet in allernächster Zeit statt.

** Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß Alwine Wiecke morgen (Donnerstag) im hiesigen Stadttheater alsEllids" in IbsensFrau vom Meer" auftritt. Der Künstlerin, welche bereits heute eingetroffen ist, um an den Vorproben teilzunehmen, ist anderiveitiger Verpflichtungen wegen nuc dieses eine Gastspiel hier möglich.

"Zur Warnung für Reisende nach Frank« reich! Zwei deutsche Professoren, die an einer französischen Universität einen Kursus mitmachen wollten, hatten deutsche Cigarren nach Frankreich mitgenommen, jeder 50 Stück. Hierfür mußten sie nicht weniger als je 110 Francs Zoll- und Strafgebühr entrichten. Deutschen Reisenden, die über die französische Grenze gehen, mag dieser Vorfall zur Warn­ung dienen.

* Die Kälte. Heute früh hatten wir in Gießen wieder 7° R. und aus zahlreichen Gegenden des Reiches laufen Meldungen über ungewöhnliche Kälte ein. In Berlin war gestern früh das Thermometer bis auf 8 Grad Celsius unter Rull gesunken. Der Müggelsee zeigte an seinen Rändern Eisbildungen. Die ersten gegossenen Eisbahnen rourbert gestern eröffnet. Nach einer Meldung aus Chemnitz isi im südlichen Sachsen und im Erzgebirge das Thermometer auf 15 Grad Kälte gesunken. Starke Kälte herrscht auch in Hannover, Westfalen und Oldenburg. In Thorn hat sich der Frost in der letzten Nacht auf 17 Grad Celsius gesteigert. Auf dem preußischen Stromlanf der Weichsel ist starkes Grundeistreiben eingetreten. Tie Schiffsbrücke bei Marienburg wird abgefahren, die Schifffahrt aus dem Weichsel- ström wurde heute geschlossen. Der Schnellfährenbetrieb m der Umgegend von Thorn ist unterbrochen.

8 Butzbach, 18. sJIod. AIS Reinertrag deS Wohl-