Ausgabe 
19.8.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die Wäh-

Ernte wie im vorigen Jahre erwarten rann. An Ob)t ge­deihen die A-epfet stellenweise io gut, datz bfe Teste viel- ach gestützt und' oufgeüundeu werden mutzten. Aw e t s ch e n ;iebt es fast gar nicht. Binnen nur in geringen Mengen.

Drieskaßen der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

Einer für Alle. Wir wiederholen, daß a n o n y ni ernge- sandte Anfragen und für die RubrikEingesandt" bestimmte Schriftstücke unweigerlich in den Papierkorb wandern. ___

Noch niemals eine so milde und angenehm aromatische Seife wie die

Landwirtschaft.

Gießen, 19. Aug. Wie uns von zuverlässiger Seite vritgeteilt wird, findet au dem Zuchtvieh'import des tanbto. Provinzialvereins aus der Schweiz von Seiten der Gemeinden und Landwirte eine recht rege Be­teiligung statt. Es sind nämlich bis setzt gegen 30 Rinder und gegen 60 Ziegen, vorherrschend männliche Tiere, be­stellt worden. Die Einkaufskommissrou, bestehend aus den Herren: Oekonomierat Leithiger, als Vertreter des Vor­standes und Geschäftsführer des Provinzialvereins, und Bürgermeister Buhmann (für den Ankauf von Ziegen), ferner den Herren: Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt-Gießen und H. F. Rodemer-Angersbach (für den Ankauf von Rindern), ist tu diesen Tagen in die Schweiz abgereist, um die An­käufe vorzunehmen Die Versteigerung unter den Bestellern findet voraussichtlich gegen den 30. d- M. in Gießen statt.

l. Großen-Lrnd en, 18. Aug. Ein wahrer Segen anAepfelnistim Herbst zu erwarten; die Baume hängen bis zum Zusammenbrechen voll, sodaß die Aeste reichlich gestützt und aufgebunden werden mutzten. Besonders reiche Erträge werden die Baume an den Kreis- und Staats­straßen liefern, so an den Straßen nach Lang-Gons, Klein- Linden und von letzterem Ort nach Dutenhofen zu.

W. Aus der südlichen Wetterau, 17. Aua. Die Getreideernte geht ihrem Ende entgegen, und man kann wohl behaupten, daß sie trotz des trockenen Sommers eine ziemlich gute ist Freilich ist das Quantum an Stroh geringer, wogegen jedoch die Güte der Körner und der Mehlgehalt vorzüglich find. In unserer Gegend wird ut erster Linie Weizen gezogen, während Roggen weniger und eigentlich nur des Strohes wegen gepflanzt wird. Der Weizen kostet gegenwärtig 16 Mark, wogegen Roggen etwa Tttit 12,50 Mark bezahlt wird. Zur Zett sind überall

eines solchen Baum- Maschinen führen fich aut jedem Jahre mchr und mehr ein. Die Frühkartoffeln bleiben in ihrem Quantum gegen frühere Jahre sehr zurück, doch stehen die Spät- karttoffeln so gut, daß man allgemein eine gleich gute

im Gebrauch gehabt", ift eine ärztliche Aeußerung. Sie ist die befte existierende hygienische Toiletteseife der Gegenwart. Ueberall, aud) in den Apotheken erhältlich.___f80

Ueber Ausschläge bei Kindern and Säuglingen 6.^März $1902: Ihre Oberweiers Herba- Seife" hat mir bei einem zweijährigen Kinde mit chronischem, sehr hartnäckigen Lautausschlag, der bisher jeglicher Therapie trotzte, vorzügliche Dienste geleistet. Z. h. i. Apotheken Drogerien und Fabrikant I. Gioth, Hanau 2. Best.: 90 Seife, 3 /0 Armecy 2 % Salbei, 1,5 % Wasserbecherkraut, 3,5 % Harntraut. 8312

Mrversttäts-Nachrichteu.

Professor Wilhelm Wnudt in Leipzig, der berühmte Physiologe und Philosoph, feierte am 16. d. Mts. seinen 70. Ge­burtstag. Er wurde von der Stadt Leipzig zum Ehrenbürger er­nannt. Der greise Geiewäe hat sich den großen von der Stadt und der lllüversitat geplanten Festlichkeiten durch eine Reise nad) Friedrichroda entzogen. Die Züricher philosophische Fakultät richtete eine Gluckrvunschadreye an ihn. Es wird daran die geistige Gemeinschaft mit der Züricher Hochschule, die an der Pflanzstätte seiner 'Philosophie entstanden, betont, eine Gemeinschaft, der weder die Jahre, noch nationale Grenzen Eintrag gethan hätten. Wundt lehrte 1874 als Nachfolger Friedrich Albert Langes an der Hochschule zu Zürich. .

Wien, 18. Aug. Der Embryologe Professor Schenk ist m Schwauberg (Steiermark) g e st o r b e n. (Sem Werk über den Emsluß aus die Geschlechtsverhältnifse" erregte f. Z. großes Aus- ehen. D. Red.)

den AuSstand zu treten. Heute Abend sand eine Versammlung der Fuhrherren und Droschkenkutscher statt, in der das Angebot des Polizeisenators Stammann nntgeteilt wurde, nach dem für de» Fall, daß die Fahrten sofort wieder angenommen werden, die neue Droschkenordnung erst am 1 Januar 1903 m Straft treten solle und den Fuhrherrn und Droschkenkutschern Gelegenheit geboten wird, ihre Beschwerden gegen die neue Verordnung beim Senate vorzubringen. Die Versammlung verlief sehr erregt und endete ohne Ergebnis. Die Beratung wurde auf morgen vormittag ver­tagt. Die Stimmung der Droschkenkutscher war gegen das An­erbieten, sie verlangen eine bündige Erklärung vom Senate. Die- Fuhrherren waren meist für die Annahme des Anerbietens.

Sport.

Radfahrer machen wir auf zwei kleine Büchelchen aufmerk­sam, die ihnen brauchbare und angenehme Beglefter auf größeren Sommertouren sein könnten. Zahlreiche Radfahrtouren durch das Gebiet der M o s e l und Saar, durch Eifel, Hochwald-Hrmsruck und das Rhein-Lahnthal sind in einer 50 Pfg.-Brofchure aus dem Verlag der Fr. Lintz'schen Buchhandluna in Ttier ange­geben, und ein Radwanderblich durch die f ä ch s. - b ö h m i s ch e Schweiz hat ein Herr Bernhard Böhm bei G. Kreysing- in Leipzig erscheinen lassen, das mit einer Landkarte und mit einen Routenkarte ausgestatlel, Radlern bestens empfohlen werden kann.

Spiclplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Mittwoch den 20. August, abends halb 8 Uhr:Die schöne Helena/ Donnerstag den 21.August'):Der fliegende Hollander. Freitag den 22. August:Mignon." Samstag den 23. August: Die weiße Dame." Sonntag den 24. August:Dre Hugenotten."

Schauspielhaus.

Mittivoch den 20. August'):Flachsmann als Erzieher. Donnerstag den 21. August, abends halb 8 Uhr:Alt-Heidelberg." Freitag den 22. August:Alt-Frankfurt". Samstag den 23. Aug.: Nora". Nora: Fraulein Camilla Dalberg vom Hoftheater m Hannover a. G. Sonntag den 24. August: Dramen-Zytlus zum Abschiede vom alten Schauspielhaufe. Zehnter Abend. Johann Nestroy (geb. 1801, gest. 1862).Lumpaci Vagabundus.

') Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends uni 7 Uhr. _

Gerichtssaal.

sp. Gieße», 16. Aug. Gewerbege richt. Den Dorsch führt Bürgermeister Mecum. Der Oberkellner Paul P^ z. Zt. in Mar­burg, klagt gegen den Hotelier August H. hier auf Zahlung von 169 Alk. Entschädigung wegen unbeftigter kündigungsloser Ent­lassung. Der Beklagte wendet ein, daß Kläger auf Probe engagiert worden fei und daß er (Beklagter) sich Entlassung des Klägers ohne Einhaltung der gefetzlichen Kündigungsfrist für berechtigt gehalten, weil biefer den Erwartungen nicht entsprochen. Die Höhe des EM- fchädigmrgsanfpruchs werde auch bestritten. Der Kläger entgegnet, daß ihm von EiUgagement aus Probe nichts bekannt fei. Es wurde Bewersbeschluß erlafjen, wonach der Vertreter des Agenten Schmitz in Wiesbaden über das Engagementsverhältnis und der Hotelier Aftmd und Gottlieb Nauheimer dahier über den Ent­schädigungsanspruch, namentlich über dessen Höhe, ersterer als Zeuge und die beiden letzteren als Sachverständige vernommen werden sollen. Die Vernehmung der beiden Sachverständigen erfolgt nach Rückkunft der Akten. Der Kellner Philipp G. hier verlangt von einem hiesigen Cafetier wegen vorzeitiger Enttassung 55 Mk. Ent­schädigung. Der Beklagte beantragt Klayeabweisung, weil er die mit dem Kläger vereinbarte dreitägige Kündigungsfrist emgebalten habe. Kläger bestreitet, daß mit ihm eine dreitägige Kündigung^ frist vereinbart worden sei. Es soll über die vom Beklagten be­hauptete und vom Kläger bestrittene Kündigungsvereinbarung der Agent Benz in Frankfurt durch das Amtsgericht Frankfurt a. M. vernommen roetben. Die Höhe des Entschädigungsanspruchs wurde nicht bestritten.

Arbeiterbewegung.

Kölu, 18. Aug. Etwa 1700 Bauarbeiter sind heute ^^amburg, 18. Aug. Zum Kutscher-Generalstreik wird gemeldet: Sett heute morgen finden keine Leichentransporte mehr statt. Auch die Rollsuhrwerksbesitzer mit ihren Kutschern sowie die Schaffner und Kutscher der Straßenbahnen drohen, ebenfalls m

Menge 6er torEratmenSai Dich

leichen". Wie tounbetSar ist derAnbl 7'7 greises, dessen Stimmt mehrere Männer nicht zu umspannen vermöchten, dessen Aeste fich. in seltsamen Verzerrungen seitwärts recken, ans dessen nur mehr schwach belaubter Krone der Sturm bereits mächtige Stücke heraustzerisseu hat dessen wnchtiger Bau aber, trotz vordringender Ver­wesung und trotz Moder im zerklüfteten Stamm noch immer ber Gewalt der Winde und dem nahen Sturze widersteht! Ta sieht man verzerrte Formen, wunderliche Verästelungen, ein Jneinanderverschjlingen der verschiedensten Bäume. Nie­mand füllte hier den Stamm, dessen Mitteltrieb der Wind gebrochen und der nun kandelaberartig seine Seitenaste in die Höhe sendet, niemand befteit einen Baum von der Um­schlingung eines rückfich-tslosen Nachbarn; sie müssen den Kampf um die Erhaltung allein aus kämpfen und streben fest umschlungen und durchwachsen aufwärts. Tas ist un­bedingt noch dasselbe Bild eines Waldes, wie ihn unsere Vorväter im allen Germanien gekamtt haben, unter dessen Wipfeldach llrochs und Wisent, Elch und Rothirsch, Bar und Wolf, Luchs und Wildkatze lebten. Die oldenburgische Re­gierung und die Großherzöge haben sicht ein hoch anzu­schlagendes Verdienst erworben,, daß sie, den allen Tradü- Lonen getreu, diesenUrwald" sich selbst überließen.

S

2 E

tV LZ

tt er 2 N *6*0

aE

Ci

g

'S

sag

(9

L>

«ft

l-2

c® P

Ml 2

©

p

<9

a>r-

G

-t

Ci

co .

a *

" U

Ml

« 71

y 'S eg

K

*3» sg

Ö IS

p? p

o

S

*G e co

Z

-r

d

h)

(!) cci

©3

o

a "7, 77

© - p

~ m

e

c

eo

s S

CM co

= 3^ ©