ijtt eurer Schlägerei, nr deren Verlauf die Beschuldigten die ihnen zur Last gesetzten Körperverletzungen begingen. Das Gericht nahm lerne gemeinschaftlichen Begangenschaften, sondern selbständige Hand- Hungen an und verurteilte die Angeklagten Zimmel und Linker VII zu Geldstrafen von je 15 Mark, den Angekl. Linker ledig zu einer Woche Gefängnis und den Angekl. Jäckel zu einer Geldstrafe von 30 Mark. Der Angeklagte Wirth wurde sreigesprochen. — Die Ottilie Röhrig aus Frankfurt a. wegen Diebstahls vorbestraft, wird wegen emfachen Diebstahls in 2 Be- gangenjchafren zu zehn Wochen G efängnis verurteilt.— Der Taglöhner Johann Friedrich wird wegen Körperverletzung, verübt mittels eines Mesters, in eine fünfmonatige Gefäng- rr i.s st r a f e genommen.
Maseru, 18. Juli. Der Prozeß gegen den B as uto H äuptling Joel wegen Ho ch v er r a l es kam vor dem Residenten und Kommissar zur Verhandlung. Joel wurde zu ein emJahre Gefängnis verurteilt und muß außerdem strafweise 500 Rinder liefern.
Suömisstons-Kaleuder.
2L Juli. Offenbach a. M. Gr. Bürgermeisterer, Lieferung von Een Oberbaunvateri.ali.en, rund 0.75 Klm. normalspuriges Gleis auf eisernen Quer schwellen. Beding, für 1.50 Mk. durch das Sladtbauamt, Abt. für Neubau Hasen. — 23. Juli. Lange. (Hess.-Darmstadt). Großh. Amtsgericht, Lieferttug des Bedarfs an Steinkohlen (Nußkohlen 1. Klasse. Beding, durch die Gerichtsschreiberei. — 24. Juli. Darmstadt. Großh. Hess. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion 2, Lieferung von ungefähr 700 Cbm. Grobschotter und 100 CLm. Feinsefetter zur Unterhaltung von Zufuhrstraßen und Ueberwcgen Beding. 0.25 Mk. — 24. Juli Gießen, Sied- bauamt Großh. Bürgermeisterei, Vergebung der Arbeiten und Lieferungen für das Hauptabflußsiel, den Hauptsammler A und den Regensammler W 2 zum Sielbau der Pro- VinKialHauptstadt Gießen. Beding, für 1.50 Mk. — 24. Juli. Worms. Großh. Eisenbahn-Bauavteilung, Vergebung der zur Erbauung eines Abort-Gebäudes erforderlichen Ars- beiten. Beding, für 1.50 Mk .
Bädcrzeitung.
Bad Salzschlirf, 18. Juli. Im Jahre 1899 kamen nach Salzschlirf im Laufe der ganzen Saifon 1600 Kurgäste, jetzt ist erst Mitte Juli und die Zahl 2000 ist bereits überschritten^ damals wurden 6000 Bäder monatlich in der Hochsaison abgegeben, heute find es nahezu 18 000 im Monat. Vor drei Jahren verdankte Salzschlirf seinen Ruf lediglich seinen, bei Gicht geradezu wunderbaren Heilerfolgen, war aber sonst als langweilig verschrieen, heute ist Sa^schlirf auch als Bad in anderem Sinn eine Perle, nämlich mit Bezug auf seine Veranstaltungen zur Unterhaltung der Kurgäste. Die neulich vercmstaltete venetianische Nackt bot wieder einen Beweis von der Leistungsfähigkeit Salzschlirfs nach dieser Richtung. Gewiß wird man in den sonst genanntesten Bädern Arrangements vorftnden, welche in ihrer Großartigkeit blendender wirken und in ihrer Massigkeit den bescheidenen Glanz eines Salz» schlirfer Festes überstrahlen, aber wohl kaum irgendwo liegen die örtlichen Verhältnisse günstiger, und selten wird mit einem solchen Lhik und mit solcher Vielseitigkeit einer stimmungsvollen Wirkung des Gesamtbildes Rechnung getragen wie hier, einer Wirkung, welche man charakterisieren möchte mit den Worten, welche zufällig an unser Ohr schlugen: J’ai vu des totes ä Carlsbad, A Manen- bad, ä Vichy, ä Franzensbad, A Spaa — mais voila; une petite bonbonniöre.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Pommersche-Berliuer Hypothekenbank. Eben, wo das Gerichtsurteil über das Verschulden des Konzerns der Preußischen Hypothekenbank bevorsleht, lenkt der heute veröffentlichte Jahres- bericht der Pommerschen Hypochekenbank, die inzwischen den Namen Berliner Hypothekenbank angenommen hat, den Blick auf die VerhälMiffe des Pommern-Konzerns. Der Bericht behandelt zunächst die der Reorganisation vorangegangene Mißwirtschaft. Die Klagen gegen die früheren Vorstandsmitglieder Schultz und Romeick sind nun erhoben worden, während die Verhandlungen mit den früheren Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahre noch nicht zu Ende gefiihrt sind. An Hypotheken waren Ende 1901 in den Händen des Treuhänders 167 Millionen Mark, davon 121 Mill. Amortisationshypotheken und 46 Millionen kündbare Darlehen. Bei fast sämtlichen Amortisationshypotheken ist der Beginn der Amortisation hinausgeschoben. Von dem Hypothekenbestande wurden im Laufe des verflossenen Jahres 27 637 852 Mark verkauft beziehungsweise zurückgezahlt. Der Bestand freier Hypotheken Ende 1901 war 5038311 Mark. Die Revisionskommifsion l)at eine Prüfung sämtlicher im Besitz der Bank befindlichen Hypotheken vorgenommen. Es stellte sich heraus, daß eine große Anzahl von Hypotheken nicht nur nicht innerhalb der gesetzmäßigen Grenze von 60 Prozent des Grundstückswertes lag, sondern daß auch zahlreiche Grundstücke weit über den wirklichen Wert hinaus b e l i e h e n worden waren. Die Kommission stellte in Ueberein- stimmung mit der Aufsichtsbehörde einen w ahrscheinlichen Verlust an den Hypotheken von 18 Millionen M k. fest. Demnach war es erforderlich, eine Reserve in genannter Löhe für Ausfälle an Hypotheken zu schaffen. Ta bereits in der revidierten Bilanz für 1900 9 Mill. Mark in Reserve gestellt sind, mußte eine roeUere Reserve von 9 Millionen Mark gebildet werden. Das Zinsensoll für 1901 betrug 7894707 Mark. Bis Ende Januar 1902 waren eingegangen 207489 Mark, so daß 1371860 Mk. rückständig blieben. Von diesem Betrage müssen als vollkommen uneinbringlich 1070240 Mark abgeschrieben werden. Dieselben betreffen Hypotheken, welche auf ertraglosen — der Jmmobilien-Verkehrsbank gehörigen — Grundstücken eingetragen sind. Fast sämtliche Grundstücke, von welchen diese Zinsen herrühren, stehen zur Zeft unter Zwangsverwaltung. Hierbei ist zu bemerken, daß m vorstehender Ausstellung die rückständigen Zinsen für das erste und zweite Quartal nicht in ihrer vollen Höhe zur Erscheinung kommen, da die am L Januar 1901 und 1. April 1901 fällig gewesenen Zinsen der Jmmobilien-Verkehrsbank und anderer zahlungsunfähiger Schuldner noch durch Nachbelastungen oder Hereingabe von Hypotheken und durch Kontrahierung einer Schuld im Kontokorrent fettens der Jmmobilien-Verkehrsbank scheinbar beglichen worden sind; dies ist für das dritte und vierte Quartal in Fortfall gekommen. Der Buchwert von Bankgebäude inklusive entac betrug Ende 1901 2536819 Mark. Die Effekten figurieren in der Bilanz mit 41670 Mark. In die Bilanz ult. 1901 sind die Debitoren mit 657 668 Mark eingestellt; hiervon sind als durchaus sicher bezw. durch gute Unterlagen gedeckt anzusehen 336629 Mark. Restliche 321038 Mark werden ganz in Reserve gestellt. Die Bank hofft, daß bei vorsichtiger Regulierung irn Laufe der Zeit von diesem Betrage noch ein Teil eingebracht werden tarnt. Der per 31. Mai verbliebene Gewinnsaldo beträgt entsprechend unserer gestrigen Mitteilung 820 664 Mark, während in der Bilanz per 31. Dezember 1901 noch ein Verlust von 30 Mill. Mark aufgefuhrt war. Neue Geschäfte hat die Bank bisher übrigens noch nicht machen können, indem sie nach einer von den Aktionären gefaßten Resolution neue Geschäfte erst wieder unternehmen soll, wenn der Pfandbriefumlaus, der Ende Mai 124 Mill. Mark betrug, auf 100 Millionen Mark reduziert sein wird. Die Direktion spricht immerhin die Hoffnung aus, daß das Institut I nunmehr auf der neuen Grundlage einer guten Zukunft entgegen
gehe. Tie Zahlung, die an die Dankwelt für ihre Mitwirkung an der Reorganisation zu leisten war, beschränkt sich auf den relativ bescheidenen Betrag von 300 000 Mark, den die Darmstädter Bank für sich in Anspruch nahm. Seit Abfassung des Geschäftsberichtes ist Geh. Staatsrat Budde aus Schwarzburg-Sonderhausen, em Bruder des gegenwärtigen preußischen Eilenbahnministers, in die Direktion eingetreten.
Ausmg öus den Ztaudesamtsretzisterrr der Stadt Gießer.
Aufgebote.
Juli. 12. Friedrich Birnbaum, Gerichtsassessor in Laubach, mit Julie Magdalene Franziska Elise Wimmenaurr dahier. 14. Johannes Friedrich Wilhelm Fiedler, Bauaspirant dahier, mit Anna Katharine Bambach in Bensheim. 15. Karl Keßler, Metzger dahier, mit Frieda Kahn Hierselbst. 16. Sebastian Joses Schmitt, Kaufmann dahier, mit Franziska Margaretha Elisa Wirsig Hievselbst. 16. Georg Löhr, Kellner dahier, mit Katharina Margaretha Steller in Annerod. 17. Waldemar Bruno Frank, Schlosser dahier, mit Katharine Rohrbach Hierselbst. 17. Jakob Reifferscheid, Gättner dahier, mtt Marie Klein in Grenzhausea. 18. Johann Jakob Laun, Schuhmacher dahier, mit Elise Kreiling Hierselbst. 18. Otto Willy Müller, Schlaffer dahier, mit Karoline Eharlotte Marie Weinhardl Hierselbst.
Eheschließungen.
Juli. 12. Friedrich Römer, Eisendreher dahier, mit Marie Seth Hierselbst. 12. Heinrich Martin Tilges, Kaufmann dahier, mit Emma Elise Auguste Wols in Otterbach. 12. Heinrich Emil Erle, Kaufmann dahier, mii Marie Louise Wilhelmine Müller hierselbst. 12. Heinrich Lemberger, Lagerarbeiter dahier, mit Elise Deist hierselbst. 12. Friedrich Albert Hatz, Taglöhner dahier, mit Elisabeths Rücker hierselbst. 15. Karl August Heinrich Lonn, Großh. Regie- rungsassessor in Worms, mit Mathilde Henriette Roth dahier.
Geborene.
Juli. 6. Dem Kaufmann Justus Wilhelm Horn ein Sohn, Karl Ludwig Hans. 6. Dem Oberleutnant Otto Rudeloff eine Tochter, Edilha. 6. Dem Fuhrknecht Konrad Balser eine Tochter, Marie. 9. Dem Postschaffner Georg Hanauer ein Sohn, Wilhelm Heinrich. 10. Dem Schuhmachermeister Theodor Judt eine Tochter, Anna Elise. 11. Dem Lokomotivführer Kark Storck eine Tochter, Irma Margarethe Marie. 11. Dem Straßenkehrer Daniel Müller eine Tochter, Luise Margarethe Else. 11. Dem Restaurateur Michael Kreiling eine Tochter. 11. Dem Weißbindermeister Heinrich Konrad ein Sohn. 12. Dem Schuhmacher Robert Mader ein Sohn, Georg Johannes Robert. 12. Dem Lokomotivheizer Karl Alt ein Sohn. 13. Dem Postschaffner Karl Pfeiffer eine Tochter. 15. Dem Knecht Adam Horny ein Sohn, Walter. 16. Dem Großh. Regierungsassessor Hermann Schreiner ein Sohn, Heinrich Fritz Eurt. 16. Dem Wirt Friedrich Schäfer ein Sohn.
Gestorbene.
Juli. 1L Friedrich Velten, 9 Monate alt, Sohn des Tag. löhners Philipp Velten dahier. 13. Marie Kühne, geb. Plank. 50 Jahre alt, Ehefrau des Hotelbesitzers Heinrich Kühne dahier. 17. Marie Noll, geb. Löber, 68 Jahre alt, Rentnerin dahier, 17. Louis Flett, 67 Jahre alt, Rentner dahier.
Mgöjnwac MM,
rissige, spröde Hautstellen werden wieder zart und geschmeidig durch vorschriftsmäßige Anwendung von Obenneyers Herda-Seife. Z. h. p. St. Mk, 1,25 in Apotheken, Drogerien u. Parsümerien oder v. Fabrikanten I. Gioth, Hanau. 167


